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Pässe der Hochprovence-Alpen

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Regionsbeschreibung

Die Hochprovence-Alpen sind der zentrale Teil der Provenzalischen Alpen, und der einzige Teil der Provence, der teilweise wirklichen Hochgebirgscharakter (siehe unten) hat. Derselbe Begriff taucht auch im Namen des französischen Départements Alpes-de-Haute-Provence auf, das zur Region Provence-Alpes-Côte-d'Azur gehört. Die Ausdehnungen des Départements sind jedoch noch etwas größer, als die hier auf quäldich definierte Unterregion der Alpen, die wir im Westen und Norden durch die Durance und die Ubaye sowie im Süden und Osten durch den Verdon und den Col d'Allos begrenzen. Im Südwesten, jenseits des Verdon-Stausees Lac de Sainte-Croix, laufen die Hochprovence-Alpen unscharf in hügeliges Voralpengebiet aus.

In unserer quäldich-Aufteilung der Alpen (siehe Regionenbeschreibung) haben wir das Gebiet, das die SOIUSA als „Provenzalische Voralpen” bezeichnet, noch weiter in drei Teilregionen unterteilt. Dies sind neben den Hochprovence-Alpen noch die Westlichen Provenzalischen Alpen westlich der Durance und die Südlichen Provenzalischen Alpen südlich des Verdon. Östlich der Hochprovence-Alpen schließen sich die Seealpen an, nördlich die Dauphiné-Alpen.

Der Begriff Hochprovence-Alpen mag irreführend sein, denn die Region weist genau einen Hochgebirgs-Pass auf, den sie sich auch noch mit den Seealpen teilt: den Col d'Allos. Man kann die Region grob zweiteilen: das Massif des Trois Evêchés mit Hochgebirgscharakter, im Nordosten zwischen der Allos-Passstraße im Osten mit dem sich anschließenden Verdon- und dem Col de Maure im Westen mit dem sich anschließenden Bès-Tal. Westlich und südlich davon liegen die Voralpen von Digne (Préalpes de Digne), die eine völlig andere Charakteristik aufweisen, und deren Berggipfel nur in einem kleinen Höhenzug zwischen Col de Font-Belle, Col des Sagnes und Col du Fanget die Höhe von 2000 m überschreiten. Der höchste Punkt im Massif des Trois Evêches ist der 2962 m hohe Tête de l'Estrop unmittelbar westlich des namensgebenden Trois Evêchés mit 2818 m Höhe. Da es im gesamten Massif des Trois Evêchés zwischen Col d'Allos und Col de Maure keine West-Ost-Verbindungen gibt, sind dort auch für den Rennradfahrer keine weiteren Pässe zu holen. Lediglich die Skistation Pra Loup, immerhin schonmal Ziel einer Tour de France-Etappe, ist hier noch erwähnenswert.

Das touristische Zentrum der Hochprovence-Alpen liegt in deren äußerstem Süden. Die Verdon-Schlucht, auch als Grand Canyon du Verdon bezeichnet, gilt als die tiefste Schlucht Westeuropas. Der Lac de Sainte Croix ausgangs der Schlucht ist nicht nur für einen Rennrad-, sondern auch für einen Badeurlaub ein schönes Ziel. Nördlich der Schlucht verläuft die traumhaft schöne Route des Cretes, die gemeinsam mit dem Col d'Ayen tolle Tiefblicke bietet. Die südlich des Verdon verlaufende Panoramastraße über Col d'Illoire, Tunnel du Fayet und Le Petit Saint-Maymes zählen wir schon zu den Südlichen Provenzalischen Alpen, sie ist aber ähnlich lohnenswert.

Abgesehen von der Gegend rund um die Verdon-Schlucht sind die Voralpen von Digne vor allem einsam und menschenleer, und man wird hier als Rennradfahrer eher auf schöne Geheimtipps als auf Pass-Monumente treffen. Exemplarisch erwähnen wir hier den schönen Col de Font-Belle, der zum Beispiel mit dem Col de Corobin kombiniert werden kann. Die bekannte Route Napoléon, in diesem Bereich deutlich weniger stark befahren als weiter nördlich zwischen Gap und Genoble, überquert den Col des Leques, der auch durchaus sehenswert ist.

Die Hochprovence-Alpen werden von zwei geführten quäldich-Rennradreisen befahren: der Tour de Provence Relaxed im Juni und den Monumenten der Südalpen im August/September.

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