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Brenner (1374 m) Brennero

Blick Brennerradweg Eisacktal.

Auffahrten

Von Innsbruck hat man prinzipiell die Möglichkeit, von Anfang an auf der bergwärts gesehen rechten Talseite der alten Brennerbundesstraße zu folgen, die sanft mit durchschnittlich drei bis vier Prozent bis Gries am Brenner ansteigt, anschließend bis zur Passhöhe steiler wird, aber alles in allem eher einfach nur lang und hässlich ist.

Möchte man nicht direkt diesen langweiligen Weg nehmen, kann man über Aldrans, Lans und Patsch der Römerstraße folgen. Diese führt auf der bergwärts gesehen linken Talseite bis Matrei und bietet einen zwar auch nicht spektakulären, aber doch ganz netten Blick ins Sill- und zurück ins Inntal. Bis Patsch steigt der Weg relativ steil an, so dass man auf der Weiterfahrt nach Matrei in leichten Wellen sogar wieder etwas Höhe abbauen kann. Es handelt sich um eine eher schmale Straße, die allgemein wenig befahren ist.
Ab Matrei muss man so oder so der Bundesstraße folgen. Diese wird dank (?!) der Autobahn daneben nur von wenigen LKW befahren. Man sollte sich auf jeden Fall aber überlegen, ob gerade Ferienanfang in Bayern oder Österreich ist, eventuell ein Markt in Brennero, dem Dorf auf der Passhöhe, stattfindet, oder sonstwie Wochenende mit wunderschönem Wetter ist. Den meisten Verkehr auf der Bundesstraße machen nach Aussagen der Innsbrucker Touristen aus, die die Maut sparen wollen. Also dementsprechend den Tag aussuchen, an dem man da lang fahren will...
Die Passhöhe selbst ist eine Enttäuschung, genaugenommen noch nicht mal eine wirkliche Passhöhe. Dort ist ein großer Bahnhof, ein Autobahnparkplatz, eine verlassene Zollstelle, einige Bars für LKW-Fahrer und ein paar graue Häuser. Vielleicht stimmt das auch nicht, aber mir hat der erste Eindruck gereicht und habe gar nicht erst angehalten, um das genauer zu untersuchen. Auf der anderen Seite kann man dann praktisch bis Bressanone ähnlich sanft rollen lassen. Zur Aussicht spare ich mir hier einen Kommentar.
Positiv fiel mir nur auf, dass es kein Problem war, auf der Talseite einen Campingplatz oder Gasthaus zu finden.

Für die Beschreibung danken wir Ha-Jü

321 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:01:16 | 31.08.2014
wadap
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01:26:11 | 27.08.2006
metal
Dolce Vita
02:15:00 | 07.06.2014
Josef62
Von Der Dicke – Von der Einmündung des Pustertales nördlich von Brixen oder aber über den Jaufenpass kommt man in das beschauliche Städtchen Sterzing. Hier in der Fußgängerzone gibt es schöne Geschäfte, in der der reisende Radfahrer nochmals Schinkenspeck und andere Kostbarkeiten zuladen kann. Die folgende kurze Auffahrt zum Brenner ist nicht anspruchsvoll und kurz, da können die Gepäcktaschen ruhig rappelvoll sein.
Als der Ötztaler Radmarathon noch im zweijährigen Wechsel gegen den Uhrzeigersinn gefahren ist, nahmen die Rennradler die nun folgende Steigung im Rahmen des Marathons (Timmelsjoch, Jaufenpass, Brenner, Kühtai) mit, im Rahmen dieser Runde ist der Brenner aber quasi die Erholung.

Am Ortsausgang von Sterzing bleibt die Strecke erst mal flach, nur die letzten paar hundert Meter bis Gossensaß zwingen in einen kleineren Gang. Hoch über einem schwingt sich elegant die Brennerautobahn. Ab dem Ortsausgang können für zwei bis drei Kilometer bei 12 % Steigung und der Durchfahrt kurvenfreier Tunnels Hochgebirgsgefühle aufkommen. Danach flacht die Brennerstraße immer weiter ab, um in einer Kehre das Hochplateau zu erreichen. br> Die letzten Kilometer bis zum Ort Brennero sind wieder flach, wobei der häufig recht starke Gegenwind auch keine rechte Freude aufkommen lässt.

Insgesamt handelt sich um eine breite Straße, auf der man ungefährdet mit Packtaschen die Alpen durchqueren kann, die aber ansonsten nicht sehr spannend ist.

80 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:34:57 | 19.09.2015
gigi
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00:59:00 | 21.09.1980
the_unexpected_bob
Dolce Vita
01:30:00 | 28.08.2011
lenkerbruch
Von roger2 – Parallel zur Staatsstraße SS12 gibt es seit einiger Zeit einen Radweg. Am nördlichen Ortsausgang von Sterzing sollte man von der SS12 dem zweiten Hinweisschild nach rechts folgend in eine kleine Straße abbiegen, die fast gerade den Hang hoch zu einigen Höfen führt. Das erste Hinweisschild auf den Radweg leitet aktuell noch auf einen recht grob geschotterten Wirtschaftsweg (Stand: August 2013), der ca. 300 m lang neben der Hauptstraße zu genau jener Seitenstraße führt, in die das zweite Hinweisschild weist. Da bleibt man lieber das kurze Stück auf der Hauptstraße, der Rest ist asphaltiert und mit dem Rennrad befahrbar!

Es geht stattlich den Hang hinauf, durch das Örtchen durch, um den Tunnel der SS12 herum und dann auch wieder etwas bergab. In solchen Wellen gewinnt man in Sichtweite von Autobahn und Brennerstraße an Höhe, bis man in Gossensass die Brennerstraße an einem Zebrastreifen überquert und entlang der Bahnlinie ins Pflerschtal fährt. Während die Bahn im Brennertunnel verschwindet, windet sich der an dieser Stelle zu schmale Radweg in zwei sehr engen Kehren bei 10 bis 12 % Steigung nach oben und trifft dort auf die nun asphaltierte ehemalige Bahntrasse.
Es folgt der schönste Teil mit einer tollen Aussicht nach Süden über das Eisacktal. Durch zwei kurze ehemalige Bahntunnels geht es bis Brennerbad. Dort muss man kurz auf die Hauptstraße, weil die Radbrücke noch in Bau ist (Stand: August 2013). Anschließend folgt man dem Radweg entlang der Hauptstraße bis zum Pass.

Für die Mehrstrecke von ca. 8 km und zusätzlichen 100 Höhenmeter durch Gegenanstiege wird man durch Ausblicke und Ruhe belohnt. Insbesondere wenn sich der Autoverkehr durch Überlastung von Staatsstraße und Autobahn im Stop-and-Go-Modus befindet und es nur noch nach Abgasen stinkt, wie es bei der Befahrung durch den Autor der Fall war.

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