Col de Sarenne (1999 m)

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Col de Sarenne (1999 m)

Alpen, Dauphiné-Alpen, Rhône-Alpes.
letzte
Der Col de Sarenne ist die Fortsetzung des weltberühmten Aufstiegs zur Alpe d’Huez. Trotz dieser Tatsache fahren nur wenige die restlichen acht Kilometer ab Alpe d'Huez weiter zur Passhöhe. Achtung: Alpe d’Huez liegt zwar nur 140 m niedriger als der Col de Sarenne, aber eine Gegensteigung von ca. 200 m kann die Weiterfahrt zur Strapaze werden lassen, wenn man schon genug in den Beinen hat.
Von der östlichen Seite her beginnt die Steigung direkt beim Stausee Barrage du Chambon an der N91, der Hauptstraße zum Col du Lautaret und weiter nach Briançon bzw. Col du Galibier.
Auf der gegenüberliegenden Seite der N91 wartet die 12 km lange Auffahrt nach Les Deux-Alpes auf eine anschließende Befahrung.
Für die Beschreibung danken wir Bike-Martin Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Westanfahrt von Bourg d'Oisans23,6 km1446 HmSchön: 4 SterneHart: 4 Sterne
Südostauffahrt vom Lac du Chambon12,5 km995 HmSchön: 4 SterneHart: 3 Sterne

Westanfahrt von Bourg d'Oisans  23,6 km / 1446 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Westanfahrt von Bourg d'Oisans
Die ersten 14 km sind die berühmten 21 Serpentinen bis nach Alpe d’Huez, darüber muss wohl nicht viel erklärt werden – 1140 Höhenmeter und durchschnittlich 7,9 % Steigung mit Spitzen von fast 15 %. So weit alles bekannt.
Wer weiter zum Col de Sarenne will, hat nun zwei Möglichkeiten am Ortseingang nach Alpe d’Huez. Entweder dem klassischen Anstieg folgen und nach dem „Ziel” durch das Dorf weiterfahren und sich ständig rechts halten; oder beim Ortseingang die Abzweigung Richtung Col de Sarenne nehmen und so ein paar Kilometer sparen, aber auch mit der Tatsache weiterleben, die Alpe d’Huez nie (ganz) bezwungen zu haben.
Egal welcher Weg schlussendlich eingeschlagen wird, sobald Alpe d’Huez verlassen ist, wird die Straßenqualität merklich schlechter. Schlaglöcher und rauer Asphalt dominieren fortan das Bild. Dafür wird die Landschaft mit jedem zurückgelegten Kilometer umso schöner. Die Steigungen in diesem Abschnitt sind auch eher gering, zum Teil geht es sogar bergab – insgesamt verliert man ungefähr 200 Hm. Die letzten Höhenmeter bis zur Passhöhe muss man nach der Überquerung einer kleinen Brücke in Angriff nehmen. Durch ein breites Hochtal zieht sich die Straße langgezogen auf einen Sattel zu, der die Passhöhe auf 1999 m ist.
Infrastrukturell wird hier oben nichts geboten (nicht einmal ein Passschild ist vorhanden). Deshalb wirft man sich rasch in die Abfahrt zur Barrage du Chambon. Achtung: Im oberen Teil der Abfahrt sind durch die schlechte Straßenqualität kaum Höchstgeschwindigkeiten möglich.
Für die Beschreibung danken wir Bike-Martin Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Roli Mail an Absender1 h 34 m 48 s18.07.2006
Mittlere Zeit: Tempusfahrer Mail an Absender1 h 59 m 00 s02.07.2009
Langsamste Zeit: 2 h 22 m 36 s02.09.2010

Südostauffahrt vom Lac du Chambon  12,5 km / 995 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südostauffahrt vom Lac du Chambon
Von Bourg d’Oisans kommend folgt man der Straße zum Lautaret bis kurz nach dem Abzweig hinauf nach Les Deux Alpes. Nach dem Überqueren der Staumauer des Lac du Chambon folgen noch ein paar Höhenmeter, bevor es scharf links abgeht in Richtung Besse und Miozen auf ca. 1050 m Höhe. Dies ist auch der Beginn der Rampe zum Chalet Josserand. Bereits hier hat man knapp 400 Hm in den Beinen, die dem Gesamtanstieg hinzuzurechen sind.
Nach der Kreuzung folgt der steilste Kilometer des Anstiegs gleich zu Beginn, und bei 10–13 % erreichen wir den kleinen Ort Miozen. Unser Weg wird zunächst flach durch den Ort, bevor wieder einige Höhenmeter verloren werden.
Nach dem tiefsten Punkt bei einer Brücke folgt dann die steilste Rampe des Anstiegs mit (nur ganz kurz) ca. 15-16 %. Danach geht es ein gutes Stück und zwei Kehren etwas gemäßigter nach oben. Auf ca. 1285 m Höhe erreicht man den Abzweig nach Besse nach 3,5 km, unser Weg führt jetzt ausgeschildert weiter bergan nach links.
Nach weiteren 700 m um die 8 % erreichten wir dann Claveau-les-Bas, und bis Claveau-les-Haut bleibt es dann eben für fast 2 km. Am Ortseingang beginnt dann der Schlussanstieg mit einer ersten Doppelkehre (schöner Blick zurück), und die Straße schlängelt sich etwas im Wald dann 3 km bei ca. 7,5 % im Schnitt ins Tal hinein bis Le Perron auf 1615 m Höhe.
Nach Perron beginnen dann die letzten knapp 4 km bis zur Passhöhe, und die sind überraschend steil. Die Straße führt nun serpentinenreich an der anderen Talseite zunächst nach oben und dann zurück nach Süden in Richtung des Passes bei beachtlichen 9,5 % im Schnitt, maximal jedoch nicht mehr als 12 %. Das ist alles zudem sehr schön zu fahren, fast ohne Verkehr auf ganz gutem Belag, zumindest bergauf.
Hinten im Tal sieht man einige Wasserfälle, die Cascade du Ferrand, und mit gewonnener Höhe kommt im Südosten die Meije immer mehr zum Vorschein. Erst in der letzten steilen Doppelkehre verschwinden die Ausblicke, und wir fahren noch ein paar flache Meter zum Pass. Wem die 1999 m Höhe zu wenig sind, kann sich noch am beschwerlichen Weg zur Refuge du Sarenne versuchen, deren Höhe mit 2000 m angegeben ist.
Der Weg weiter zur l’Alpe d’Huez ist dann vom Belag ziemlich bescheiden (im Gegensatz zur Landschaft), vor allem nach der längeren Abfahrt bei den leichten Gegenanstiegen sind die zahlreichen gepflasterten Wasserablaufrinnen echte Hindernisse. Bergauf geht das ganz gut, wer aber aus der anderen Richtung kommt und mit Tempo hier hinein fährt – besser nicht ausprobieren. Die Gegenanstiege betragen in dieser Richtung ca. 125 Hm bei sehr gemäßigter Steigung und stellen kein Problem dar. Nach ca. 6,5 km erreicht man dann die Alpe d’Huez und kann von oben die (auch im Sommer extrem bevölkerte) Skistation in voller Pracht bewundern. Herrlich dagegen ist natürlich die Abfahrt (vielleicht nach einem Abstecher zum Lac Besson) durch die 21 Kehren hinab nach Bourg d’Oisans, wo man schön den Kontrast zur gerade bezwungenen Auffahrt betrachten kann – nämlich Top-Belag und vielleicht (mit etwas Glück) auch den ein- oder anderen Rennradler.

Nach Meinung des Autors die schönere Variante zur l’Alpe d’Huez, die keineswegs leichter ist und außerdem frei von dem Betrieb der anderen Seite. Radsporthistorisch natürlich völlig bedeutungslos und nur mit 20 Kehren ab dem Lac du Chambon, dafür aber wie gesagt mit sehr schöner Abfahrt zum Abschluss.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Highscores

Highscore eintragen. Alle 11 Einträge anzeigen.
Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.flyingcrisjong Mail an Absender1 h 11 m 00 s25.06.2010
2.Bergziegen_Peter Mail an Absender1 h 20 m 00 s03.09.2010
3.Radsportfan92 Mail an Absender1 h 58 m 49 s29.08.2009
Nont Mail an Absenderohne Zeit02.09.2011
ritzelfuchser Mail an Absenderohne Zeit01.08.2011
stb72 Mail an Absenderohne Zeit13.08.2008
Ralf_Schuetz Mail an Absenderohne Zeit06.09.2005
Nerobianchi Mail an Absenderohne Zeit19.07.2006
AlpenFan Mail an Absenderohne Zeit30.06.2009
schrotar Mail an Absenderohne Zeit21.07.2006
frankenwaldcipo Mail an Absenderohne Zeit05.02.2012