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Colle di Sampeyre (2284 m)

und auch nicht leicht

Auffahrten

Von DragAttack – Knapp einen Kilometer östlich von Ponte Mármora weist ein Wegweiser nach Elva den Weg zum Colle di Sampeyre. Von Beginn an steil – mit ca. 8–10 % – ist die Straße kurvenarm in den Hang geschlagen. Hierbei bietet sich zunehmend imposanter Blick hinab in die unter einem liegende Schlucht. Leider liegt diese auf der linken Seite, daß die Straße diesen einschränkt. Von rustikaler Schönheit sind die vielen kurzen, durch unverkleideten Fels führenden Tunnel. Die meisten haben eine Länge von unter 10 m. Die längeren haben in regelmäßigen Abständen auf der linken Seite Öffnungen zur Schlucht, die bei gutem Wetter ausreichend Tageslicht hindurch lassen – ansonsten ist zusätzliche Beleuchtung sinnvoll. Dieser Teil des Anstiegs hat eine Länge von gut 5 km. Selten wird die Steigung durch kurze Flachstellen unterbrochen, es gibt jedoch auch kurze Abschnitte mit deutlich über 10 %. Das Maximum dürfte bei ca. 15 % liegen.
Mit einigen Serpentinen verlässt die Straße auf den letzten etwa 3 km vor Elva, welches ungefähr auf halber Strecke zum Pass auf 1637 m Höhe liegt, die Schlucht. Zu Beginn des Serpentinenanstiegs, wenn die Straße das Tal verlässt, bietet sich nach Nordosten ein schöner Ausblick auf den weiteren Talverlauf. Während des Anstieges jedoch lässt sich wegen des dichten Baumbestands nur selten ein lohnender Blick auf die Schlucht und die dahinter liegenden Berge erhaschen. Auf diesem Abschnitt gibt es keine so hohen Maximalsteigungen wie zuvor, jedoch mit dauerhaft ca. 7–9% auch keine nennenswerten Ruhepausen.
Die weitere Strecke zum Pass führt links an Elva vorbei (falls nötig, kann man in Elva an einem Brunnen die Wasservorräte auffüllen) und bei unverminderter Steigung zunächst gut 3 km in östliche Richtung. Hier trifft man auf die von rechts kommende Alternativstrecke ab Stroppo. Im weiteren verläuft die Straße direkt links neben einem zum Hauptkamm führenden Grat. Nur selten wird dieser direkt erreicht, und unerwartet bietet sich nach rechts ein lohnender Ausblick. Ansonsten wird die Sicht geprägt von der sich bis zum Hauptkamm erstreckenden Graslandschaft, dem weiteren Straßenverlauf, sowie der dem Hauptkamm folgenden Schotterpiste der Varaita-Maira-Kammstraße. Da die Straße nahezu kurvenfrei der zum Hauptkamm hin ansteigenden Ebene folgt, täuscht der optische Eindruck über die tatsächlich noch zu überwindende Steigung. Bei meistens 8–10 % Steigung, kurzfristig auch drüber, fallen die letzten 4 km bis zum Pass schwerer als sie aussehen. Am Pass angekommen, bietet sich nach Norden fantastische Aussicht ins Valle Varaita sowie auf den Monte Viso.

Bei durchgehend akzeptabler Straßenqualität und nur wenigen scharfen Kurven verläuft die Abfahrt nach Sampeyre zügig und ohne Gegenanstiege.
Die Qualität des Belags lässt aktuell (2009) besonder im untersten Teil mächtig zu wünschen übrig, und es holpert gewaltig.
32 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
01:31:00 | 24.08.2011
Wallydee
Mittlere Zeit
01:54:00 | 11.08.2010
metal
Dolce Vita
02:29:00 | 01.08.2015
Gepäcktour
Von stb72 – Ausgangspunkt ist die Abzweigung von der SP105, welche ein wenig unterhalb dem Ortskern durch Sampeyre hindurch führt, der Pass ist hier ausgeschildert. Es geht ein wenig bergab und man überquert die Vareita, linker Hand ist ein Campingplatz.
Die Auffahrt ist sehr gleichmäßig bei ca. 8,5 % im Schnitt, es gibt weder Flachstücke noch Steilstücke, das Höhenprofil spricht für sich, so dass wir hier nicht mehr dazu sagen.
Dafür ändert sich der Charakter der Auffahrt immer wieder mal ein wenig. Man quert mehrmals den waldfreien bzw. abgeholzten Streifen, an welchem ein Sessellift des kleinen Skigebiets (bis 1800 m Höhe) nach oben führt.
Der Belag lässt allerdings zu wünschen übrig, besonders im untersten Teil muss man mit einigen Schlaglöchern rechnen, als Abfahrt ist diese Seite kein Genuss.
Die ersten 3 Kilometer verlaufen durch eine Kehre im Wald, bevor man das erste Mal einen schönen Blick über das Valle Vareia, Sampeyre und die Dächer von Sodani hat. Danach verschwinden wir mit 2 Kehren wieder im hier lichteren Wald, welchen wir dann bei Sant' Anna bei km 5 wieder verlassen. In diesem Abschnitt sieht man teils eine Aussichtskehre weiter oben schön vor sich. Zuerst queren wir bei den verstreuten Häusern von Sant' Anna aber erneut den Skihang, im Sommer dürfte hier aber die ensame Lokalität nicht geöffnet haben. Bei der dann bald folgenden exponierten Kehre sollte man nochmals den Blick auskosten, bevor das Spiel in umgekehrter Reihenfolge sich wiederholt. Erneut der Hang, noch eine Waldpassage und wieder zurück ins Freie, wo rechts etwas abseits ein Rfiugio ist. Kurz danach endet das Skihang und zwei Kehren im Wald führen uns über den westlichen Bergrücken hinweg, an welchem wir bisher immer zurückgekehrt wurden.

Jetzt beginnt der sehr schöne Schlussteil, keine Häuser mehr, kein Lift und auch der Blick führt nun vorwärts und nicht mehr zurück über Sampeyre. Unter einem ausladenden Bergkessel quert nun die Straße in lang gezogenem Bogen hinüber zum Pass. Bei guter Sicht hat man nun tolle Blicke zum Mont Viso und in Richtung Colle Agnello, während das schmale Sträßchen sich weiter, hier oben einen Tick steiler, die letzten 3 Kilometer zum Pass windet.
Oben an der kahlen Passhöhe mit dem seltsamen Denkmal hat man herrliche Blicke in beide Richtungen. Als Abfahrt gibt es vorerst nur eine Möglichkeit, da die Südauffahrten sich erst ein paar Kilometer weiter unten trennen. Radler, welche mit geeigneten Gefährten unterwegs sind, eröffnet sich hier natürlich auch die tolle Möglichkeit der Befahrung der Kammstraße zwischen Valle Varaita und Valle Maira.

35 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
01:40:00 | 30.08.2014
Julius
Mittlere Zeit
01:45:15 | 07.09.2014
studerurs
Dolce Vita
02:30:00 | 20.09.2008
gws
Von stb72 – Ebenso wie die etwas westlicher liegende Alternative über Elva startet auch diese Auffahrt im wilden Mairatal. Sie ist zwar nicht so spektakulär wie die tiefe Felsschlucht der anderen Rampe, dafür aber wesentlich aussichtsreicher und idyllischer. Von der Schwierigkeit dürften sich beide kaum etwas schenken, und die letzten 4 km haben sie sowieso gemeinsam.
Der Colle Sampeyre ist hier ebenfalls nicht ausgeschildert, dafür aber die Kirche San Peyre, welche nach 3 km an der Strecke liegt – das klingt zumindest ähnlich. Stroppo ist wohl das Dorf am Hang, im Tal sind am Abzweig keinerlei Gebäude, etwas weiter westlich liegt das kleine Dorf Bassura.

Der Anstieg lässt sich schön in verschiedene Abschnitte einteilen:

Teil 1: bis Cucchiales – 5 km, 487 Hm
Von Beginn an geht es hier zur Sache bei um die 10 %, und von Anfang an auch mit schönen Blicken über das Valle Maira, die dann oben natürlich viel weit reichender werden. In der Kehre Nr. 2 durchfährt man dann das nette Dörfchen Stroppo, und es wird etwas flacher. Zwei Kehren weiter steht dann die Chiesa San Peyre hoch über dem Tal, und der steilste Teil bei bis zu 13 % führt dann bis Cucciales, welches etwas rechts der Strecke liegt. Den Abzweig zur Chiesa di Santa Maria di Morinesio kann man ignorieren, es sei denn, die Zeit reicht noch für 150 Hm zusätzlich.

Teil 2: bis San Martino – 3,6 km, 87 Hm
Bei Cucchiales muss man sich links Richtung Elva halten, und es geht kurz bergab. In diesem Flachstück quert die Straße leicht wellig meist im Wald dem Hang entlang nach Südwesten, um eine günstigere Trassierung zu haben. San Martino ist in zwei Ortshälften geteilt, S.M. Inferiore und S.M. Superiore, durch welches wir auch fahren. Der Ort liegt oberhalb der Schlucht, wir sind ab hier der Alternativrampe also sehr nahe, nur sehr viel höher. Hier beginnt dann der...

Teil 3: bis zur Kreuzung mit der Elvarampe – 5,3 km, 476 Hm
Neun Kehren führen in diesem schwersten Anstiegsteil immer parallel zur Schlucht, welche man aber nicht sieht, an einem Bergrücken hinauf. Die Strecke wird wieder sehr aussichtsreich, und die schmale Straße zieht kurz hinter San Martino gleich auf bis zu 14–15 % an. Die 5 km sind relativ gleichmäßig immer um die 8–9 % und oft auch darüber. Nach einer steileren Kehrengruppe erreicht man einen passähnlichen Einschnitt (Colle Bettone auf 1831 m Höhe), wo man erstmals nicht mehr nur ins Mairatal, sondern auch in Richtung Elva sieht. Hier schlängelt sich die Straße noch etwas hinauf, bis nach der letzten Kehre einige wieder schwerere Meter ganz hinüber auf die andere Seite führen. Danach erreicht man nach einigen flachen Metern die andere Auffahrt.

Teil 4: bis zur Passhöhe – 4,0 km, 353 Hm
Auf der anderen Seite führt der Weg dann recht gerade dem grasbewachsenen Bergkessel entlang bis zum Pass. Der optische Eindruck täuscht hier ein wenig, da es ähnlich steil bleibt – öfter auch jenseits der 10 %. Den wenig charakteristischen Passeinschnitt sieht man aber recht bald, und vom Pfeifen der Murmeltiere begleitet sollte auch das letzte Stück zu schaffen sein.

Hat man klare Sicht, so ist der Sampeyre ein toller Platz. Nach Norden zum Colle dell’Agnello und Mont Viso, nach Süden über das Mairatal und den Colle dei Morti hinweg weit in die Ferne.
Die verlockende Maira-Varaita-Kammstraße ist für den Renner jedoch leider nicht geeignet, so dass der Weg entweder zurück ins Mairatal oder hinunter nach Sampeyre über die teilweise recht holprige Straße führt.
8 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
Mittlere Zeit
01:35:00 | 15.09.2012
freizeitbergziege
Dolce Vita
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