Monte Petrano (1105 m)

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Monte Petrano (1105 m)

Apennin, Mittlerer Apennin, Marken.
Nordanfahrt: Schön ausgebaute Strecke.
Der Monte Petrano ist ein 1162 m hoher Berg im Umbrisch-Märkischen Apennin im Hinterland von Urbino in den Marken. Auf seiner Nordwestseite ist er durch die Schlucht des Bosso vom Monte Nerone getrennt, während sich auf seiner Südostseite die Gola del Burano zwischen ihm und dem Massiv des Monte Acuto-Monte Catria entlangzieht. An einem nördlichen Ausläufer des Monte Petrano liegt das Städtchen Cagli, das so etwas wie das Zentrum der Region ist. Die Innenstadt ist vollgestopft mit Kirchen, aber das bemerkenswerteste Bauwerk ist dennoch der Torrione, ein dicker, ziemlich niedriger Turm, der aussieht wie ein steinernes Riesensilo und Teil der Befestigungsanlagen war.
Eine größtenteils asphaltierte Straße führt, ähnlich wie an den Ballons der Vogesen, am Gipfel des Monte Petrano vorbei. „Größtenteils“ will heißen, dass die Nordseite von Cagli bestens ausgebaut ist, da sie im Jahr 2009 Schlußanstieg einer Etappe des Giro d’Italia war. Der Straßenbelag auf der Südseite ist im Mittelteil brüchig und oben fast ganz verloren gegangen. Die auf manchen Karten zu findende dritte Anfahrt von Palcano her ist über einige Kilometer hinweg nicht asphaltiert und für Rennräder nicht geeignet.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südanfahrt von Pian di Polea13,1 km832 HmSchön: 3 SterneHart: 3 Sterne
Nordanfahrt von Cagli10,1 km826 HmSchön: 4 SterneHart: 3 Sterne

Südanfahrt von Pian di Polea  13,1 km / 832 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südanfahrt von Pian di Polea
Die Südanfahrt beginnt im Tal des Bosso an der Straße von Pianello nach Cagli in der Nähe einer Ansammlung von Häusern, die Pian di Polea heißt. Die Gegend ist wirklich sehr abgelegen und eingezwängt zwischen den Massiven des Monte Nerone und Monte Petrano und einer niedrigen Bergkette, über die die Grenze zwischen den Marken und Umbrien verläuft.
Auf dem ersten Teil des Anstiegs schlängelt sich die sauber ausgebaute Straße etwa zwei Kilometer an einem dicht bewachsenen Hang hinauf nach Moria. Eventuelle Späße über den Herrn der Ringe ersparen wir uns, hinzuweisen ist auf recht schöne Ausblicke auf Pianello und den Monte Nerone im Hintergrund.
Hinter Moria fällt die Straße ab in Richtung Cantiano. Der Abzweig zum Monte Petrano nach fast genau vier Kilometern ist unübersehbar. Es geht links weg und leicht abfallend auf die Südflanke des Monte Petrano zu.
Die Straße beginnt aber bald wieder anzusteigen, wobei sich der Straßenzustand doch erheblich verschlechtert. Die Löcher werden größer und größer, an manchen Stellen irrlichtert nur noch ein schmaler Asphaltpfad zwischen tiefen Auswaschungen umher. Nichtsdestotrotz ist die Auffahrt leichter als die zum Monte Nerone von Piobbico aus, weil die Steigung mit um die 8 % geringer und der Asphalt, wo vorhanden, weniger rau ist. Besonders spektakulär bis auf die spektakulär schlechte Straße ist dieses Stück am Südhang des Monte Petrano herauf aber nicht. Auf den langen Geraden zwischen den vereinzelten Serpentinen sieht man, je nach Richtung, vor sich entweder den Monte Nerone oder einen Vorgipfel des Monte Petrano. Zur Seite hin gibt es wegen des zwar niedrigen, aber dennoch dichten Buschwaldes wenig Aussicht.
Knapp unterhalb einer Höhe von 1000 m erreicht man den kahlen Gipfelbereich des Monte Petrano. Die Straße schwingt an der Ostseite der von ein paar Antennenanlagen gekrönten Bergspitze vorbei. Dort geht der Asphalt auf einigen Metern fast vollständig verloren, was aber beim Bergauffahren kein Problem ist, falls es nicht in Strömen regnet. Dann macht es „Abrakadabra“, und man ist auf einmal auf Flüsterasphalt unterwegs. Nun, bis dort hin hat wohl das Giro-Geld gereicht, das man für die Nordauffahrt aufgebracht hat.
Die Anlagen auf der Nordseite des Gipfels, die keinen vertrauenerweckenden Eindruck machen, sind schnell erreicht. Wer eine Bergversion von Mad Max drehen möchte, findet um die Bar-Baracke herum bestimmt einige „locations“. Der Negativeindruck, hervorgerufen durch die verfallenden Gemäuer und den zerzausten Campingplatz, wird aber mehr als wettgemacht durch die tolle Aussicht auf die Berge ringsherum und den Tiefblick in die Marken.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Highscores

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Nordanfahrt von Cagli  10,1 km / 826 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordanfahrt von Cagli
Cagli ist eine kleine Stadt im Südwesten der Region Marken zwischen Arrezzo in der Toskana und Senigallia an der Adria. Vom Massentourismus bleibt die Stadt verschont, obwohl sie einiges zu bieten hat.
Die Nordauffahrt auf den Monte Petrano beginnt am Rand der Altstadt auf einer Höhe von 460 m mit einer scharfen Abzweigung nach links. Nach dem Motto: „der will doch nur spielen“ geht's mit 15 % Steigung los. Allerdings nur auf dem ersten Kilometer. Dann pendelt es sich bis etwa Kilometer 5 bei um die 10 % Steigung ein, und man fährt sehr gut beschattet durch Mischwald entlang der Bergflanke.
Ab 750 m Höhe wird der Baumbestand dünner, und es folgt eine Serie von ca. zehn Serpentinen in freier, unbeschatteter Flanke. Die Steigung hat deutlich nachgelassen und beträgt nun bis zum Schild auf der Kuppe nur noch 7 bis 10 %. Insgesamt ist der Asphalt in hervorragendem Zustand, da der Giro d’Italia 2009 hier hoch ging.
Obwohl um uns herum überall die Sonne scheint und der Himmel blau ist, ziehen vom nebenan liegenden Monte Nerone dunkle, stürmische Wolken durch. Die Abfahrt über Moria nach Pianello (Ausgangspunkt zweier Auffahrten auf den Monte Nerone) ist bis Moria in desaströsem Zustand. Man würde diese öffentliche Straße eher in einer von Achim Zahns Beschreibungen ehemaliger Militärpisten vermuten als in einem Rennradforum. Trotzdem, um die Runde mit dem Monti-Doppelpack Petrano/-Nerone zu fahren, nimmt man das Ganze in Kauf.

Anmerkung AP: Oder man fährt andersherum, was aber auch seine Tücken hat.

Für die Beschreibung danken wir christoph Mail an Absender

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