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Passo di Giau (2233 m) Jof de Giao

Der majestätische Nuvolau und die Gusela am Gipfel des Giau.

Auffahrten

Von Tobi – Die SS638 hat im Norden ihren Ausgangspunkt bei Pocol, wo sie von der großen Dolomitenstraße (SS48) nach Süden abzweigt. Auf den ersten 1,5 km fällt die Straße bis zum Falzáregobach ab. Hat man diesen überquert, beginnt der Anstieg. Anfangs durchfährt man schöne Wiesen und lichten Wald, der zunehmend dichter wird, und dann keine Aussicht mehr preisgibt. Nach ca. 4 km erreicht man kunstvoll übereinandergelegte Serpentinen. Auf der 10 km langen Nordseite zählt man bis zur Baumgrenze 31 Kehren, es folgen weitere, jedoch langgezogenere, im obersten Abschnitt des Anstiegs. Hat man den Wald wieder verlassen, können einem Kuhherden auf der Straße begegnen, was besondere Vorsicht erfordert. Der Blick öffnet sich nun in Richtung Süden auf den Monte Cernera und den Croda da Lago. Im vor einem liegenden Joch ist der Pass bereits zu erahnen.
Wir empfehlen unbedingt, in der beschriebenen Richtung zu fahren, da die südliche Rampe in unseren Augen eine der schönsten Abfahrten der Alpen bietet, aber auch wegen der bereits erwähnten Gefahrenquelle mit den Kühen. Diese Seite weist nicht weniger als 24 Serpentinen auf, deren Kehren fast alle im Außenradius erhöht sind und im Innenradius stark abfallen, wodurch sie mit entsprechend höherer Geschwindigkeit durchfahren werden können. Der Kurvenreichtum verhindert allerdings sehr hohe Maximalgeschwindigkeiten, obwohl 14 % Gefälle aufwarten. Nach 12 km erreicht man Selva di Cadore (1335 m). Nach weiteren 4 km kann man auf einem steilen asphaltierten Sträßchen nach Caprille (1014 m) gelangen, das Ausgangspunkt zur Westseite des Falzárego und zur Ostseite des Fedáia ist.

188 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:37:18 | 10.09.2008
Friede
Mittlere Zeit
00:59:00 | 17.09.2012
vendu1
Dolce Vita
01:48:51 | 08.08.2008
stef123
Von gridno27 – Da ist er nun, der Beginn des Aufstiegs zum berüchtigten Passo di Giau. Jedes Mal, wenn man im Hotel darauf zu sprechen kam, nahm das Mienenspiel meiner hauptsächlich italienischen Gesprächspartner ernstere Züge an.
Von der Hauptstraße sieht man nur eine kurze Rampe von knapp 300 m, die steil nach oben führt. Dies verleitet einen dazu (wie mich übrigens auch – leider), diese mal kurz im Wiegetritt in Angriff zu nehmen. Aber Vorsicht – das ist nur die Ouvertüre zu einer Komposition an Steigungsprozenten, wie man sie in dieser Region kaum noch findet.
Wer gedacht hat, es wird nach den 300 m flacher, und bereits sein Pulver hier verschießt, wird dies auf den folgenden knapp 9 km bitter bereuen. So wie die Steigungsprozente auf den ersten Kilometern Meter für Meter zunehmen, fällt die gefahrene Geschwindigkeit je nach Form und Leistungsvermögen bis in den einstelligen Bereich.
Darüber hinaus gibt es auf den folgenden 29 Kehren und knapp zehn Kilometern nicht ein Mal die Möglichkeit kurz zu verschnaufen, nur das eine oder andere Holzbrückchen über den Codalongo erlaubt einem für maximal 30–50 m die Beine kurz zu lockern. Ansonsten heißt es, sich meterweise nach oben kurbeln.
Nach etwa sechs Kilometer erreicht man die Galerien, in der die Straße nochmal kurz bis auf 12–13 % ansteigt, manche behaupten sogar 15 %.
Wer denkt, nachdem man jetzt rund zwei Drittel der Auffahrt hinter sich hat, hätte man es gleich geschafft, wird auf den restlichen Kilometern bis zur Passhöhe feststellen müssen, dass der schwierigste Teil jetzt erst beginnt. Teilweise ist es der Anstrengung auf den bisher zurückgelegten Kilometern geschuldet, aber die Auffahrt schraubt sich von hier bis kurz unterhalb der Passhöhe mit konstanten 10 % Kehre um Kehre nach oben.
Manch einer muss wie viele Teilnehmer des legendären Maratona dles Dolomites feststellen, dass diese letzten verbleibenden drei Kilometer nicht selten die Zeit der ersten sechs Kilometer noch einmal verdoppeln, und Fußgänger, die ein Rennrad schieben, sind hier keine Seltenheit.
Hat man sich dann den Weg bis nach oben gekämpft, wartet ein für diese Region typisches Gipfelrestaurant, in dem man seine Batterien mit landestypischen Speisen wieder aufladen kann für die noch folgenden Herausforderungen. Aber Vorsicht vor der Weiterfahrt – selbst im Juli kann einem dort oben nach dem Restaurantbesuch ein empfindlich kalter Wind entgegenwehen, was einem bei der doch schweißtreibenden Auffahrt vermutlich nicht bewusst wurde.
Wie auf allen Pässen der Region muss man sich auch den Giau mit den motorisierten Zweiradlern teilen. Allerdings entstand bei mir der Eindruck, dass der Giau lange nicht so stark von Motorrädern frequentiert wird wie beispielsweise der Passo di Falzarego.

224 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:43:18 | 02.08.2007
Erik aus Holland
Mittlere Zeit
01:03:42 | 19.05.2015
HefeHell
Dolce Vita
02:03:00 | 10.07.2012
ReneV
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