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Salten (1407 m) Schermoossattel, Tschögglberg

07 Schloss Rafenstein von der Afinger Strasse aus. Am Horizont Kohlern, knackige Aufstiege von links und rechts

Auffahrten

Von thomasg – Von Norden aus dem Sarntal kommend findet man die Abzweigung nach Jenesien (San Genesio) einige hundert Meter nach dem Ortsbeginn von Bozen. Der Weg ist gut ausgeschildert und kaum zu verfehlen.
Die breite und relativ neue Straße führt einige hundert Meter in einen Taleinschnitt hinein und beginnt sich dann in einem gut beleuchteten Tunnel in die Höhe zu schrauben – das ist in diesem Fall sogar wörtlich zu nehmen, denn bei etwa 10–12 % Steigung legt man fast eine 270-Grad-Kurve zurück, so dass man die eben noch gefahrene Straße weit unter sich sieht, wenn man wieder aus dem Tunnel heraus kommt.
Die Straße führt dann etwa 2 km mit schönem Talblick am Nordhang des Etschtals entlang. An einer Weggabelung (links geht es auch nach Bozen) wendet sich der Weg nach Jenesien dann in nordöstliche Richtung, wo er mit konstant etwa 8 % Steigung durch die Weinberge führt.
Tief unten sieht man Bozen und die Burg Runkelstein, während das Massiv des Schlern den Horizont bestimmt. Hier etwa mündet auch die furchterregende Alte Jenesier Straße, welche mit 22 % Dauer- und 30 % Höchststeigung zu den steilsten Straßen in Südtirol zählen soll.

Die Straße führt weiter bei gleichbleibender Steigung unter einer Seilbahn hindurch. Nach einer Biegung sieht man dann bereits Jenesien (1087 m), welches man nach einer etwa 200 m langen Galerie und einer etwa 10-prozentigen Schlussrampe nach insgesamt 9,5 km erreicht. Bei den ersten Häusern biegt die Straße dann ab und führt westlich am Ortskern vorbei. Am Ortsausgang wird dann die Straße deutlich schmaler und steigt auf etwa 400 m Länge mit etwa 20–22 % an. Anschließend geht es durch die Bilderbuchlandschaft des Salten mäßig bergan, und einige idyllisch gelegene Gasthäuser mitten im Wald laden zum Rasten ein. Nur eine kurze 18-prozentige Steigung im Ort Flaas (1351 m), den man etwa 8 km hinter Jenesien erreicht, unterbricht noch das Rollvergnügen, bis man etwa 2 km hinter Flaas den höchsten Punkt (1407 m) erreicht.

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Schnellste Zeit
01:12:26 | 12.07.2013
moritz_dgdracingteam
Mittlere Zeit
01:25:35 | 18.09.2010
gigi
Dolce Vita
01:40:05 | 21.08.2010
gigi
Von RenkoErgänzung 2012: die Alte Jenesier Strasse befindet sich durchwegs in einem hervorragenden Zustand. Radlern seien empfohlen, der Beschilderung Nummer 1 zu folgen! (Danke an den Bozen-Experten Christoph)
Wer nichts von modernen, breiten, für den motorisierten Verkehr ausgebauten (Auto)-Straßen mit konstanten Steigungen wissen will, kann im Raum Bozen ganz andere, aus einem früheren Zeitalter stammende Straßen finden. Eine davon ist die alte Straße nach Jenesien. Braucht die neue Straße bei meist 9 % Steigung neun Kilometer, um den Höhenunterschied von rund 800 Metern zu überwinden, schafft dies die Alte Jenesier in nicht einmal fünf!
Kurz nach Anfang der neuen Straße nach Jenesien biegt rechts ein schmales Gässchen namens Rafensteiner Weg ab. Bereits an dessen Anfang aber biegt der Jenesier Weg ab.
Diese alte Straße führt zuerst parallel zur neuen Jenesier Straße. Braucht letztere eine clevere und komplizierte Kombination von Viadukten und Kehrtunneln, um etwa 150 Höhenmeter zu gewinnen, so führt die alte Straße einfach und kompromisslos den Hang hinauf. Schon nach nur wenigen Metern geht die Steigung auf über zehn Prozent. Nach Ende des Abschnitts in Bild drei hat sie bereits das Doppelte erreicht. Danach ein weicher Bogen nach rechts. Hier wird die Straße breiter und noch steiler. Es folgt eine Horrorrampe bis zur ersten Rechtskurve, welche bereits in der ersten Minute einen „Alles oder nichts“-Einsatz erzwingt. In der Mitte dieser Rampe ist zum Glück eine breite Ausweichstelle links der Straße, so dass man bei Bedarf einen geeigneten Platz für eine Pause hat.
Die erste Kurve ist sehr breit und der äußere Rand nicht so steil. Nach dieser Rechtskurve dann nochmals ein kurzer, aber gewaltiger Schub nach oben, ehe die nächste Kurve schnell nach links folgt. Nach der Kurve sieht man mit Freude, dass es flacher wird. Allerdings ist diese Freude nur von kürzester Dauer, denn hier beginnt das wohl härteste Teilstück der gesamten Auffahrt. Die Steigung nimmt massiv zu, weit über 20 %, und die Straße ist schmaler als zuvor.
Auf halbem Weg zur nächsten Kurve komme ich hier zum Stillstand, denn ich kann einfach nicht weiterfahren. Einige Versuche loszufahren scheitern daran, dass ich den zweiten Fuß nicht rechtzeitig in das Pedal kriege (trotz Ausweichstelle). Ein weiterer Versuch endet flachliegend auf der Straße, leider mit teuren Folgen. Ohne die Hilfe einer Spaziergängerin, die mich festhielt während ich beide Schuhplatten in die Pedale drehte und losfuhr, wäre ich wahrscheinlich nicht weitergekommen. Diese Rampe endet in schlechtem Zustand mit einer Rechtskurve, es folgt eine Linkskurve nach kurzem Abstand. Hier biegt die Sankt-Georgen-Straße nach rechts ab, welche zuerst flach am Hang entlang zum Hof Kofler führt, ehe sie mit horrendem Gefälle zurück ins Tal verschwindet.
Danach lässt die Steigung richtig nach. Dreht man den Kopf, so sieht man das erstaunliche Ausmaß der gewonnenen Höhe. Man ist schon weit über Bozen mit atemberaubender Aussicht auf die umliegenden Berge. Gegenüber der Sarner Schlucht liegt der Ritten, während auf der anderen Seite von Bozen das Ausflugsziel Kohlern den Horizont dominiert. Herrlich!
Von hier bis zur ersten Einmündung in die Hauptstraße nach Jenesien geht es dann vergleichsweise locker und ruhig: Steigungsdurchschnitt zwar schon über 10 %, aber zumindest relativ konstant. Erreicht man die Neue Straße, so biegt man nach rechts, fährt ein kurzes Stück hinauf, ehe es nach links weitergeht (man hatte dieses kurze Teilstück der alten Straße in die Trassenführung der neuen Straße integriert). Die Ruhe hier oben ist wunderbar: man ist wirklich allein in der herrlichen Natur. Der Unterschied zwischen hier und der Hektik der Großstadt Bozen ist sehr markant – obwohl nur ein paar Kilometer dazwischen liegen. Die Mischung aus Weinbergen und Bauernland und -höfen wirkt wie der Himmel auf Erden, absolut traumhaft!
Leider geht diese Stille bald zu Ende. Wie ein wiederkehrender Alptraum nähert sich die nächste erbarmungslose, schlicht wie eine Wand aussehende Rampe. Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Der Wunsch zu „pausieren“ (sprich: aufzuhören), war schon recht groß – es war auch schon sieben Uhr abends...
Bis zur nächsten Überquerung der Neuen Jenesier ändert sich der Charakter unserer Straße: Sie wird schmaler, staubiger, ja oft splittbedeckt, und hat eine für Radfahrer denkbar ungünstige Trassenführung: übersteile Rampen wechseln sich mit kurzen Flachstücken ab. Mal über 20 %, dann wieder null, dann wieder hoch, dann 5 %, dann sofort 25 %, usw. Einmal komme ich auf einer Rampe zum Stillstand und kann nicht mehr weiterfahren. Also: das Stück wieder runter und nochmals versuchen! Die persönlichen Ziele sind nur noch kurzfristiger Natur: einzig und allein die nächste Rampe hinauffahren, pausieren, und dann weiter fahren.
Mit frischen Beinen und vollen Energiereserven, und auch viel Erfahrung im Wiegetritt, käme man vielleicht zurecht mit dieser Passage (die Durchschnittssteigung des 1.8 km langen Teilstücks liegt bei 18 %), aber insbesondere für müde Oberschenkel gibt es hier oben keine Gnade: sie werden regelrecht zerfleischt. Vor der nächsten Querung der neuen Straße unterhalb eines Bauernhofs ist die letzte Rampe splittbedeckt: das Hinterrad dreht kurz vor dem Ende durch, und mit einem Puls von über 180 erreiche ich nur sehr knapp das Ende...
Eigentlich sollte man die Hauptstraße überqueren, aber das folgende Kurzstück der alten Straße ist offen gelassen worden. Zwar ist sie zuerst noch befahrbar, dann fehlt aber ein etwa 30 Meter langes Teilstück. Wer nicht laufen will, fährt stattdessen ein Stück bergab an der Hauptstraße, und biegt bei dem Bauernhof Stauder nach links. Von hier bis Jenesien ist es vergleichsweise erträglich steil: maximal 18 %.
Erreicht man das Dorf, so fahren die harten Kerle nach rechts: Auf Steinpflaster folgt dann ein ganz schön steiles Stückchen, bevor man wieder nach rechts fährt (die Gasse heisst Klapf) und dann die Hauptstraße erreicht. Danach geht es wahlweise zurück nach Bozen, oder weiter in Richtung Flaas, Mölten und Meran. Kurz nach Jenesien geht eine supersteile Straße nach links zum Gasthof Edelweiß. Ich verzichte allerdings auf die geplante Weiterfahrt wegen der fortgeschrittenen Dunkelheit.

Dies war ein ganz großes Abenteuer, aber es gab Folgen. Die hohen Steigungen führten dazu, dass die Beine am nächsten Tag so gut wie unbrauchbar waren. Und das Fahrrad war wegen des Sturzes nicht mehr dasselbe wie vorher: Die Kette und Kassette mussten ersetzt werden. Und ein Tag danach brach die hintere Felge hoch über Bozen. Ob es das Geld wert war?
Im Nachhinein bleiben zwiespältige Gefühle. Den mittleren Abschnitt mit den ungleichen Steigungen würde ich sehr gerne nochmals besuchen, und mit frischen Beinen richtig attackieren. Für den ersten Kilometer dagegen bleibt ein dunkles Gefühl von Furcht, fast Angst, denn dort lauert für den unvorsichtigen oder unglücklichen Radfahrer Gefahr.

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00:48:34 | 03.09.2010
gigi
Dolce Vita
Von Renko – Die Ortschaft Terlan liegt im Etschtal, 18 km ab Meran und 10 km vor Bozen. Sie liegt auch nicht weit von Lana und Nals, so dass sich diese Anfahrt deshalb bestens nach einer Befahrung des Gampenpass anschließen lässt.
Die Straße ist offenbar neueren Alters: vom Anfang bis zum Weiler Ausserspergs auf rund 1000 m Höhe weist die breit angelegte Straße eine sehr konstante Steigung auf. Sie liegt fast durchgehend bei 10%, nur örtlich mehr. Man gewinnt immer schönere Ausblicke über das sehr fruchtbare Etschtal.
Ab Ausserspergs lässt die Steigung nach, ehe sie vor Mölten wieder zunimmt. Es lohnt sich, hier das schmucke Dorfzentrum zu besichtigen, welches sich um eine schöne Kirche gruppiert. Ein Brunnen, verschiedene Läden und Cafés sind vorhanden.
Ab hier ändert sich der Charakter der Straße. Mit 17 % steigt sie bis zur Kreuzung oberhalb des Dorfs. Links geht es weiter Richtung Meran, rechts über Flaas und Jenesien nach Bozen. Von hier bis zum Höhepunkt an der Grenze zwischen den Gemeinden Mölten und Jenesien weist die zusehends schmalere Straße im Gegensatz zu dem langen Aufstieg aus dem Etschtal eine sehr ungleiche Trassenführung. Immer wieder treten kürzere Rampen mit giftigen Steigungsprozenten auf. Aber die Landschaft entschädigt dem Radfahrer alle Anstrengungen: der Salten ist wirklich eine wunderschöne Hochebene wie der Ritten und die Seiser Alm. Ab Jenesien bietet die Hauptstraße eine spektakuläre Abfahrt, welche durch den modernen Ausbau und meist 10-prozentiges Gefälle hohe Geschwindigkeiten bei (relativ) hoher Sicherheit erlaubt.
Der Anstieg aus Terlan war für in Autor mit Blick auf die beträchtliche Höhendifferenz trotz müden Beinen eine überraschend bequeme Sache: wer am Anfang den richtigen Rhythmus findet, kommt gut hoch.

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01:17:49 | 27.05.2013
gigi
Mittlere Zeit
01:26:35 | 22.08.2015
Oda60
Dolce Vita
01:29:34 | 10.05.2012
Indy77
Von RenkoErgänzung 2012: die letzten ca. 100 Meter vor der Einmündung in die Afinger Strasse haben keine Asphaltdecke mehr. Die Strasse befindet sich sonst in einem guten Zustand, der Asphalt bzw. der Beton ist sauber. (Danke an Christoph)
Die Alte Jenesier ist nicht die einzige steile Straße an diesem Hang. Nur wenige Meter nach ihrem Anfang beginnt die bereits erwähnte Sankt-Georgen-Straße, eine schlechte Betonpiste mit kaum Ausweichstellen und mit einer maximalen Breite von lediglich 1,6 Metern! Noch ein wenig weiter erreicht man die Jenesien-Seilbahn. Danach beginnt eine durch eine Schranke versperrte Privatstraße. Und gerade nach dieser Straße beginnt die berüchtigte Rafensteiner Bergstraße.
Letztere bietet grundsätzlich eine weitere Möglichkeit, nach Jenesien zu gelangen. Ich habe sie zufällig als Abfahrt kennen gelernt. Als ich aus dem Sarntal kommend den Weg hoch über der Sarner Schlucht verloren hatte und auf Forstwege gelangte, wollte ich ursprünglich über Jenesien zurück nach Bozen. Als ich ein Warnschild vor 30 % Gefälle an einem nach links abbiegenden Sträßchen sah, war mir klar, dass dies der obere Anfang der Rafensteiner Straße sein muss. Die Neugier war natürlich viel zu groß, um auf eine nähere Besichtigung zu verzichten!
Also hier die Beschreibung einer Bergstraße von oben nach unten:
Die Rafensteiner Bergstraße beginnt auf einer Höhe von 812 m. Der Zustand der Straße, deren Unterhalt die Stadtbehörden an ausgewählte Bauern im Auftrag geben, ist recht traurig: sie erodiert sichtlich von den Seiten, weist große Schlaglöcher auf, und scheint aufgegeben worden zu sein: ihre Schließung scheint nur eine Frage der Zeit. Aber sie ist flach!
Die Straße verschwindet zunächst im Wald, und mich beschäftigt nur eine Frage: wie schlimm wird es wohl? Die Antwort folgt zuerst nur zögerlich, dann aber um so deutlicher. Der Asphalt geht in eine alte, teils aufgebrochene, mit Laub, Staub und Splitt bedeckte Betonpiste über, die zunächst nur langsam zu sinken beginnt. Es folgt dann eine Serie von immer steiler werdenden Rampen mit flacheren Passagen dazwischen. Bei über 20 % Gefälle ist es klar, dass meine nicht wirklich neuen Bremsen eher die Beschleunigung verringern als die Geschwindigkeit. Also steige ich bei erster Gelegenheit ab und laufe die nächsten zwei Rampen runter (maximales Gefälle: 28 %). Dann rolle ich recht vorsichtig weiter zur Ruine des Schloss Rafenstein.
Hier öffnet sich der Wald und gibt einen schier paradiesartigen Ausblick auf die umliegenden Berge, Täler und die Stadt Bozen frei. Am späten Nachmittag ist die Frühlingssonne hier herrlich warm. Nach rechts biegt ein nur für Anrainer zugelassenes, zur Hauptstraße Jenesien–Bozen führendes Sträßchen ab. Im Kopf bleibt nur ein Gedanke: es sollte immer noch steiler werden!
Nur sehr kurz unterhalb der Burg ist Schluss mit Fahren, die verbleibenden 1,7 Kilometer (Höhendifferenz: 370 m) laufe ich trotz großem Schmerz dank Splitt barfuß runter, weil es einfach nicht anders geht. In der ersten Hälfte gibt es einige schreckliche Rampen, mit weniger steilen Intermezzi: die zweite und letzte Hälfte ist aber einfach ununterbrochen steil (bis 33 %) und oft erd- und splittbedeckt. Nur die letzten Meter unterhalb des Gasthofs Kellermann haben ein Gefälle von unter 20 %.
Eine Woche später stehe ich wieder beim Gasthof Kellermann und laufe ein kurzes Stück zu Fuß hoch. Durch den Kopf schießt immer die gleiche Frage: Wie kommt man hier überhaupt hoch? Auch mit der Traumübersetzung von 30/26 habe ich schließlich auf einen Versuch verzichtet (auch des Fahrrads wegen: die Reparatur des Schadens, den ich mir an der Alten Jenesier Straße zugezogen hatte, kostete schließlich viel Geld). Es war offensichtlich, dass man sich bestens auf solch eine Herausforderung vorbereiten muss (kaum möglich im April). Auch ist der Bedarf an Erfahrung bei solchen Steigungen zweifelsohne sehr wichtig. Klar, dass die Ausrüstung gründlich überprüft werden muss, insbesondere Schuhplatten und Pedale. Man muss es gemeistert haben, auf engstem Raum beide Füße in die Pedale zu kriegen, loszufahren, und in den Wiegetritt zu gehen, denn sitzend ist es hier komplett hoffnungslos (bei diesen Steigungen spürt man eindeutig die Gefahr eines Rückwärtssturzes, was im Wiegetritt nicht der Fall ist). Kann man nur mit dem rechten Fuß im Pedal beginnen (wie es mir erst an der Alten Jenesier auffiel), wird man von den rechts liegenden Ausweichstellen nicht richtig Gebrauch nehmen können (dies ist schwer zu beschreiben - wenn ihr in der Situation seid, werdet ihr es aber verstehen).
Auch braucht es frische Beine, volle Energiereserven, viel Motivation, und auch ein großes Stück Mut. Ob dies schließlich genügt, wenn man bei 30 % Steigung an einer weniger als zwei Meter breiten, mit Erde und Splitt bedeckten kaputten Betonpiste zum Stillstand kommt, ist höchst fraglich.

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00:39:06 | 30.03.2012
gigi
Dolce Vita
Von Renko – Dies ist eine weitere, etwas längere Möglichkeit, um auf den Salten zu gelangen!

Für den ersten Teilabschnitt gibt es zwei Varianten:
Die sinnvollere Variante beginnt an der oben erwähnten Neuen Straße nach Jenesien. Man fährt die neue Straße hoch durch Tunnel, Viadukt, Tunnel, dann folgt die lange Querung des Hangs. Nach dem nächsten Tunnel fährt man weiter nach Norden und verlässt dann die Hauptstraße in Richtung Glaning westwärts.
Bei der zweiten Variante verlässt man die Hauptstraße unmittelbar nach der ersten Tunnel-Gruppe. Von unter her kommend mündet die gesperrte und unten abgetrennte Reichrieglerstraße. Hier biegt man scharf rechts in die nicht gesperrte Fortsetzung der Straße. Oder besser gesagt – noch nicht gesperrten Fortsetzung. Die nicht ausgeschilderte Straße scheint aufgegeben worden zu sein, die Asphaltierung ist desolat, zudem ist die Straße nicht gerade steigungsarm. Etwas weiter lässt die Steigung nach, eine flachere Kehre hat keinen Asphalt mehr, dann ist ein neues Gebäude erreicht, dort wo früher das Hotel Reichrieglerhof stand.
Von hier fährt man entweder geradeaus zurück zur Hauptstraße oder biegt rechts ab, um den dritten der drei Tunnel zu umfahren... wenn man will. Drei Rampen folgen, die letzte gut 30 % steil und nicht gerade splittfrei. Aber es lohnt sich auch zu Fuß – der Ausblick ist atemberaubend, und der Hof neben der übelsten Rampe ist gerade herrlich restauriert worden.
Von 30 % Steigung geht das Sträßchen direkt in die Hauptstraße: akut gefährlich!
Gegenüber der Hauptstraße ist ein Abschnitt der noch steilen Straße zu einem Fußweg abgewertet worden, als Alternative präsentiert sich jedoch eine Umfahrung ein paar Meter bergaufwärts.

Hat man die Hauptstraße dann hinter sich, so wird die Fahrt zu einem Leckerbissen: der lästige Verkehr ist verschwunden, die Steigungen lassen nach, aber die Aussichten bleiben herrlich! Kurze steilere Rampen treten auf, sonst verläuft die Straße meist flach.
Erreicht man Glaning, so kann man sich verpflegen. Für die Weiterfahrt gibt es nun wiederum einige Varianten. Für den kürzesten Weg biegt man direkt hinter Glaning scharf rechts in eine nicht auf den Landkarten eingezeichnete Straße ein. Fährt man aber ein paar Meter weiter, so gibt es eine weitere Variante. Diese längere Variante führt weiter geradeaus und bietet nun prächtige Ausblicke über das Etschtal auf die Berge. Hier ist die Welt noch wirklich in Ordnung, man hat eine tolle Landschaft aus Höfen, Wiesen und Wäldern... und Ruhe – die Hektik von Bozen scheint Welten entfernt zu sein! Bei Moar beginnt die Straße etwas schneller an Höhe zu gewinnen. Aber Rampen wie direkt oberhalb von Bozen sind nicht mehr zu finden, hier läuft wirklich alles weit weniger stressig!
Beim Weiler Malgorer wird die kürze Variante aus Glaning wieder erreicht, und nun führt die Straße in Richtung Norden. Bei rund 1200 m wird der Hochpunkt erreicht. Die Straße senkt sich nach Jenesien ab.
Die Fortsetzung nach Salten ist oben beschrieben.

Es gibt aber eine spezielle Alternative, welche auch bei den anderen Auffahrten aus Bozen eingestreut werden kann:
Am Ende des steilen Stücks oberhalb von Jenesien biegt man links ab am Wegweiser zum Gasthaus Edelweiss. Diese schmale Straße steigt bald kräftig an, wobei die angekündigte 25 %-Steigung leicht übertrieben sein mag. Hinter dem Gasthaus ist die Straße noch asphaltiert, wirklich steil ist sie nur ganz am Schluss, hier eine absolut desolate Rampe! Die folgende lange Fortsetzung ist zwar nicht mehr asphaltiert, aber bei trockener Witterung für den Autor deutlich innerhalb der Toleranzgrenze. Die Einmündung in die Hauptstraße erfolgt genau am höchsten Punkt dieser Passbeschreibung.

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