Thommerberg (520 m)

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Thommerberg (520 m)

Ardennen, Wallonien.
Die sogenannten belgischen Ostkantone, die auch zu Ostbelgien zusammengefasst werden und zur Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens zählen, werden gemeinhin unterschätzt. Zwar existiert hier eine rege Radsporttradition, die sich beispielweise im RSV Sankt Vith und der durch den Verein bereits seit 34 Jahren organisierten Dreiländerfahrt ausdrückt, doch wenn in Radsportkreisen von den Ardennen die Rede ist, so ist meist das klassische Gebiet um Stavelot, Spa und Sougné-Remouchamps mit Monumenten wie der Stockeu, der Haute-Levée oder der Redoute gemeint, die man vom großen Frühjahrsklassiker Liège–Bastogne–Liège kennt.
Das deutsch-belgische Grenzgebiet ist nicht minder lohnenswert. Als Land der offenen Weite ermöglicht es großartige Ausblicke über die grünen Hügel und bewaldeten Täler der Ardennen. Die Anstiege sind oft nicht sonderlich lang und steil, dafür geht es aber wie in der angrenzenden Schnee-Eifel ständig auf und ab. Zudem macht ein unsichtbarer Gegner, der Wind, dem Radler oft zu schaffen, und nicht selten hat man das Gefühl, dass er immer von vorne kommt. Die zahlreichen Windräder auf deutscher Seite zeugen von seiner Existenz.
Es kann hier aber auch ruppig, also steil zugehen. Ein Beispiel neben dem Ourberg ist auch der hier beschriebene Thommerberg. Er liegt zwischen Burg-Reuland und Sankt Vith und nimmt seinen Ausgang in Bracht. Die beliebte Toertocht Diekirch – Valkenswaard wuppt hier jährlich hinüber.
Für die Beschreibung danken wir kletterkünstler Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südostauffahrt von Bracht1,3 km103 HmSchön: 3 SterneHart: 3 Sterne

Südostauffahrt von Bracht  1,3 km / 103 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 3 Sterne

Der Ausgangspunkt liegt nicht, wie man meinen könnte, im einige Kilometer weiter westlich gelegenen Thommen, sondern in Bracht nahe Burg-Reuland. Aus dem Ulftal kommend könnte man den Anstieg auch schon früher beginnen lassen, wodurch sich der Höhenunterschied um bis zu 30 m vergrößern würde. Da man aber auch von Maspelt auf abfallendem Wege kommen könnte, nehmen wir regelkonform die letzte Kreuzung als Startpunkt.

Von hier aus sind etwa 100 Hm auf 1,3 km zu absolvieren. Die Maximalsteigung von 12 bis 14 % steht gleich zu Beginn auf dem Programm. Wer von Maspelt kommt, genießt auf der Abfahrt nach Bracht zunächst noch die Ruhe vor dem Sturm. An der Abzweigung ist es damit aber schlagartig vorbei. Einmal scharf rechts, und während die Geschwindigkeitsanzeige des Radcomputers zurückläuft, zeigt sich auf der Pulsmessuhr ein gegenteiliges Bild. Und wer nicht rechtzeitig geschaltet hat, wird es schwer haben.
Von Süden kommend hat man nach einer jeweils kurzen Abfahrt immerhin die Möglichkeit, sich auf nicht ganz so steil ansteigender Straße einzuradeln. Erst die beiden Querverbindungen zur Hauptstraße, die Maspelt mit Burg-Reuland verbindet, konfrontieren den Radler mit höheren Steigungsprozenten. Dies gilt für die Anfahrt vom Hotel du Val de l’Our, sicherlich auch keine schlechte Unterkunft.
Nach 500 m ist der steile Teil dieser Auffahrt aber auch schon absolviert. Die Straße ist leider nicht so schön schmal wie am Ourberg. Viel los ist aber auch hier nicht, schließlich leben hier auch nicht sonderlich viele Menschen. Bei nun nur noch mittleren einstelligen Steigungswerten bietet es sich nun eher an, auch mal einen Blick zurück zu werfen. Wir passieren einen Hof und bleiben weiterhin auf der Hauptstraße, die im Übrigen den für Wallonien so typischen rauen Asphalt aufweist. Dennoch sind die Straßen im deutschsprachigen Raum insgesamt besser als im französischsprachigen. Deutsche Gründlichkeit?
Die Aussicht wird nun immer besser, und bis zum Kulminationspunkt ist es auch nicht mehr weit. Dieser ist dann nach insgesamt 1,3 km an einer Kreuzung erreicht. Rechterhand erstreckt sich ein kleines Waldstück, linkerhand wurde dieses bereits gerodet.

Geradeaus geht es zur Verbindungsstraße zwischen der N646 und der N62 in Grüfflingen auf zur Zeit splittbedeckter Fahrbahn (Stand September 2011) wieder abwärts, links noch 10 Hm aufwärts.
Möchte man weiter nach Sankt Vith fahren, so sei hiermit die Strecke über Galhausen empfohlen. Das schmale, einsame Sträßchen verläuft kilometerlang wellig durch einen ardennentypischen urig-idyllischen Wald.
Für die Beschreibung danken wir kletterkünstler Mail an Absender

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
paelzman Mail an Absenderohne Zeit10.09.2011