VERY important message

Turó de l'Home (1655 m) Coll Pregon, Coll Sesbasses

Der Gipfel bei besserem Wetter, zusammen mit den Jungs und Mädels vom Forum Cicloturisme català.

Auffahrten

Von AP – Die ersten vier Kilometer hinter Sant Celoni, bekannt unter Freunden der gehobenen Küche wegen des dort befindlichen Gourmettempels Can Fabes, sind überhaupt kein Problem. Bei geringer Steigung geht es in Richtung Santa Fe. Im Kreisel kurz vor Campins naht die Stunde der Entscheidung. Möchte man sich ein bisschen quälen, sollte man nach rechts fahren und Santa Fe bezwingen. Wünscht man das volle Programm, so hält man sich schräg links Richtung Mosqueroles. Die nächsten zwei Kilometer führen durch Wald und Feld und sind auch schon ein wenig steiler. In Mosqueroles angekommen sollte man nicht den Fehler begehen und, nur weil es bergauf geht, in den Ort hochfahren (was ich getan habe). Wer es genau wissen will: der Weg führt im Ort ca. 500 Meter steil bergauf und geht in eine Schotterpiste über. Tatsächlich aber führt die Straße zum Gipfel geradeaus Richtung La Costa del Montseny weiter und fällt sogar ein Stück ab. Auf einen recht flachen Kilometer folgen dann zwei steilere im Bereich von über 7 % Steigung.
Hinter Mosqueroles verschwinden langsam, aber sicher die offenen Flächen, und es geht schließlich im Wald nach oben. Zwischen Kilometer 10 und 11 zweigt die Straße nach links in Richtung der Ortschaft Montseny ab. Über diesen Weg gelangt man ins Tal des Tordera und anschließend zum Coll Formic hoch. Es steigt wieder mit etwas über 7 % an, und schließlich ist La Costa del Montseny erreicht, eine kleine Ansiedlung im Wald.
Bis jetzt war alles schön und gut, an die elf Kilometer ist man nun bergauf gefahren, aber irgendwie war das noch nicht allzu anstrengend. Soll dies wirklich ein harter Anstieg sein? Nur ruhig Blut, am Ortsausgang von La Costa de Montseny wartet die erste Rampe im zweistelligen Prozentbereich. Und von denen muss man noch einige bis oben hin bezwingen.
Erstmal wird der Weg allerdings wieder flacher und führt nach Nordosten direkt auf den Turó zu, den man nun zum ersten Mal seit Sant Celoni in seiner vollen Pracht sieht. Und erschrickt, denn es scheint, daß man sich ihm kaum genähert hätte.
Hinter einem Rastplatz mit einer großen Quelle, der Font Martina, war der Straßenbelag früher katastrophal, wurde aber mittlerweile erneuert. Auf dem achtzehnten Kilometer türmt sich eine Serpentine mit 15 % Steigung auf. Zwei weitere folgen. Dies ist der erste wirklich steile Abschnitt, der aber nicht länger als ein Kilometer lang ist. Dann taucht die Straße in einen dunklen Laubwald ein und führt auf dem zwanzigsten Kilometer flach an einem Aussichtspunkt, dem Mirador de les Guaitadores auf etwa 1170 m Höhe, vorbei. Jetzt heißt es Beine ausschütteln und Kräfte sammeln. Hinter dem Aussichtspunkt geht es links hoch auf die Stichstraße Richtung Gipfel. Wen hier der Mut verlässt, der kann geradeaus weiterfahren. Die Straße steigt in jene Richtung etwas über einen Kilometer lang mäßig an bis zum Coll de Santa Helena und führt schließlich auf die Straße nach Santa Fe hinunter.
Nach links weg aber geht es zum Turó de l’Home. Der Straßenbelag ist nun extrem rauh und teils von Furchen durchsetzt. Die Rampen reißen erstmal nicht ab, sondern verschmelzen zu einem drei Kilometer langen Steilstück mit 9 % Steigung im Schnitt. Natürlich gibt es eine Menge Anstiege mit steileren Abschnitten, aber man sollte nicht vergessen, dass schon zwanzig Kilometer Bergauffahrt hinter einem liegen und die Beine dadurch nicht unbedingt frischer werden. Es geht über einige Serpentinen hinauf, wobei der Wald immer spärlicher wird. Der Höhepunkt dieser Steilpassage ist die famose Rampa del Pou auf dem vierundzwanzigsten Kilometer, die mit 14 % ansteigt.
Hinter der Rampe läßt die Steigung etwas nach, aber dafür muss man, wenn man Pech hat, jetzt mühsam durch Kuhfladen und Schafmist hindurch navigieren. Den Wald hat man nun hinter sich gelassen. Eindrucksvoll ist die folgende Passage unterhalb des in nordwestlicher Richtung reichenden Grats des Turó de l’Home entlang. Die Aussicht von dort oben ist grandios. Das dicht besiedelte Vallès liegt einem zu Füßen, hinter der sich die Küste entlangziehenden Serralada Litoral ist das Mittelmeer fast zum Greifen nahe, die Zacken des Montserrat verzieren den Horizont und angeblich sieht man an ganz klaren Tagen die Balearen.
Auf einen ziemlich flachen Kilometer passiert man einen Viehrost, hinter dem die letzten Kilometer zum Gipfel für Autofahrer durch eine Schranke versperrt sind. Es folgt eine letzte lange Rampe, dann biegt die Straße um eine Kurve – diese Stelle ist der Coll Sesbasses auf 1630 m Höhe – und führt unterhalb des Gipfels des Turó de l’Home in die entgegengesetzte Richtung, also nach Südosten, auf den Puig Sesolles zu.
Das Ende der Auffahrt ist nun in Sichtweite. Die Straße wird breiter und macht Platz für ein paar Parkbuchten, die noch aus der Zeit stammen, als man mit dem Auto bis nach oben fahren durfte. Dahinter geht zwar noch ein Stück weiter zur Antenne auf dem Puig Sesolles hin, aber der Weg ist durch ein Tor versperrt. Die Senke mit dem Parkplatz vor dem Puig Sesolles trägt auch einen Namen, sie heißt Coll Pregon. Mag die Senke an sich auch unspektakulär sein, der Ausblick von ihr aus ist es nicht, denn man sieht auf der einen Seite über die Schlußrampe hinweg weit in den Westen des Montseny hinein, während auf der anderen Seite der Blick am les Agudes (nur einen halben Meter niedriger als der Turó) vorbei über die Guilleries zu den Vorpyrenäen der Serralada Transversal schweift. Und über einem trohnt der Gipfel des Turó de l’Home, der von einem kleinen Steinhaus geziert wird, das man über einen Fußweg erreichen kann. Ein Observatorium soll es dort auch geben. Steigt man dort hinauf, so ist man auf dem höchsten Punkt weit und breit angekommen.

2 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
Mittlere Zeit
02:08:30 | 24.07.2012
Wabrig
Dolce Vita
Eigenwerbung von quaeldich.de

Pässe in de Nähe

Kommentare ansehen