Turtmanntal (1877 m)

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Turtmanntal (1877 m)
Gruben

Alpen, Walliser Alpen, Wallis.
Turtmanntal kurz vor Oberems.
Das Turtmanntal ist ein kleineres Seitental im Wallis zwischen den bekannteren Val d’Anniviers im Westen und dem Mattertal im Osten. Es liegt gegenüber der Südanfahrten zur Alpe Galm und ins Lötschental. Besonders vor Erreichen des oberen Tales ist es stark bewaldet mit sehr wildem Charakter und hat die höchste Waldgrenze in Europe bis teilweise über 2000 m Höhe. Ab und zu verirrt sich sogar ein Wolf in dieses einsame und abgelegene Tal.
Das Tal ist nur im Sommer/Herbst bewohnt, dient hauptsächlich als Ferienregion und ist im Winter nicht motorisiert zu erreichen. Die ehemaligen Almgebäude (Stafel) sind inzwischen wie vielerorts im Wallis in Chalets umgebaut, so dass das Tal einen sehr ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Vom hoch gelegenen Turtmanngletscher entspringt die Turtmänna, die wild das Tal hinab bis ins Rhonetal durchfließt. Am Talende liegt ein malerischer See, dessen Besuch besonders im Herbst mit den zahlreichen goldgelb verfärbten Lärchen zu empfehlen ist. Vor allem hier oben mit der Turtmannhütte auf über 2500 m Höhe ist das Bersteiger- und Wanderparadies des Tales angesiedelt.
Der bestimmende 4000er dieses Walliser Tales ist das Weißhorn mit dem vorgelagerten Bishorn, welche man während der Auffahrt aber nicht, sondern erst weit hinten im Tal zu Gesicht bekommt. Für den Radler ist leider deutlich früher Schluss, zumindest der Asphaltbelag endet auf ca. 1900 m Höhe bei einem der zahlreichen Stafel (Senntum), und der eigentliche Anstieg ist bereits kurz nach der größten Feriensiedlung Gruben geschafft.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordanfahrt von Turtmann21 km1256 HmSchön: 3 SterneHart: 3 Sterne

Nordanfahrt von Turtmann  21 km / 1256 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordanfahrt von Turtmann
Ausgangspunkt ist an der Hauptstraße in der Ortsmitte von Turtmann auf 620 m Höhe. Ein kurzes ebenes gerades Stück, und die Steigung geht links abbiegend gleich richtig los, und wir ziehen bei bis zu 10 % an der Felswand zur ersten Kehre. Kurz danach kommt man an eine Kreuzung, wo wir uns rechts halten, und die Steigung lässt kurz nach (links gehts hinauf nach Ergisch und Obermatten bzw. über eine Höhenstraße nach Bürchen bis zur Moosalp). Ab hier fahren wir wieder ansteigend in mehreren leichten Kurven in den unteren bewaldeten Talausläufer hinein bis nach Tuminen auf 900 m Höhe. In einer Kehre überqueren wir den Wildbach und verlassen das Tal für ein Weilchen.
Steiler ansteigend führt die Straße nun am westlichen Hang entlang nach oben. In Unterems wird es kurz etwas flacher, bevor die Straße wieder deutlich steiler und meist jenseits der 7 % weiter den Hang nach Westen in langer Gerade quert. An deren Ende folgen ein paar Kehren, und dann geht es wieder zurück nach Osten zum Tal. Flacher wird es hier nicht, dafür hat man in diesem Abschnitt aufgrund der fehlenden Bewaldung die schönsten Ausblicke der Auffahrt hinein ins Wallis. Haben wir den Hang zurück gequert, erreichen wir schließlich Oberems auf 1350 m Höhe.
Ab hier fahren wir in das enge, wilde Tal hinein, und zwar für die nächsten Kilometer komplett im Wald. Die kleine Straße schlängelt sich geradeaus ins Tal nach hinten. Zunächst noch ca. 3–4 Kilometer bei recht angenehmen Prozenten von 2–6 %, wird es dann allmählich wieder steiler, und es folgen noch drei steile Kilometer, die besonders nach Verlassen des Waldes noch einige unangenehme Abschnitte mit bis zu 11 % Steigung für uns bereit halten. Hat man das geschafft, ist die Hauptarbeit auf nun über 1700 m Höhe getan, und das Tal weitet sich ein wenig, was auch daran liegt, dass man zumindest nicht mehr im Wald fährt, welcher aber noch beidseitig weit nach oben reicht.
Es geht dann noch einige Kilometer bei wechselhafter, aber angenehmer Steigung mit einigen Flachstücken ins Tal hinein. Die Turtmänna mäandert hier im Flachen sehr schön durch die Wiesen, und man kann das Ferienparadies erahnen. Hier oben sind dann auch zahlreiche Chalets, und nach der größeren Ansiedlung Gruben auf über 1820 m Höhe folgt nochmal ein letzter ansteigender Kilometer, bevor es flach wird. Hier auf bereits knapp 1900 m Höhe mit der festen Überzeugung, ganz oben zu sein, hat dann die mal wieder einbrechende Dämmerung mich zur Kehrtwende zurück ins Wallis bewogen.
Die Straße wird noch ein kleines flaches Stückchen weiter führen und dann als Schotterweg noch in die Nähe des wildromantischen Sees – schöne Bilder bei schönem Wetter gibt’s bei alpinfoto.
Für das Wallis ist das ein recht unspektakulärer Anstieg, der besonders im Waldstück auch ein wenig eintönig ist, jedoch sehr einsam und vor allem oben im Tal auch schön. Zudem ist er, mit etwas weniger Höhenmetern versehen als hier üblich, auch als zweiter Anstieg des Tages z.B. nach der Auffahrt nach Galm oder der Weritzalp zu empfehlen (dann mit Sicherheit auch lang genug). Darüber hinaus ist die Abfahrt mit den langen Geraden auch nicht von schlechten Eltern.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.Manfred Mail an Absender1 h 47 m 19 s01.10.2008
stb72 Mail an Absenderohne Zeit09.09.2007