Alpe Galm (2231 m)

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Alpe Galm (2231 m)

Alpen, Berner Alpen, Wallis.
Die Alpe Galm.
Die Sackgasse nach Galm befindet sich im Wallis und gerade noch im deutschsprachigen Teil, nahe Leuk, etwas unterhalb des Abzweigs ins Lötschental. Es ist wohl eine der schönsten, dem Autor bekannten Anfahrten der Schweiz. Fast die gesamte Fahrt befindet man sich in Almlandschaften und kleinen Dörfern mit freier Sicht auf das Tal und weit oben auch auf die hohen Berge – vorausgesetzt das Wetter stimmt.
Nur in der zweiten Hälfte durchfährt man einige kurze Waldpassagen. Allerdings ist es ein langer und besonders am Schluss auch sehr steiler Weg mit vielen Höhenmetern bis ganz oben. Der Belag des schmalen Sträßchens ist durchgehend relativ guter Asphalt.
Das Wallis bietet eine Vielzahl ähnlich langer und wunderschöner Anstiege. Die Anstiege der Südhänge bieten zumeist atemberaubende Blicke auf die 4000er Riesen in Richtung Italien und Frankreich. Die Nordanfahrten geizen ebenfalls nicht mit Schönheit, jedoch sind hier die Walliser Riesen etwas seltener zu sehen. Fast allen Anfahrten gemein ist, dass es keine Passstraßen sind, sondern hauptsächlich Stichstraßen, was den Vorteil hat, dass relativ wenig Verkehr ist und man die unbekannteren Anstiege allein in grandioser Landschaft genießen kann.
Die Anfahrt nach Galm ist vielfach kombinierbar mit einigen der unmittelbar benachbarten kleineren und größeren Stichstraßen zum Beispiel ins Turtmanntal, ins Lötschental auf die Fafleralp oder die Weritzalp (wer es so richtig wissen will) oder nach Leukerbad. Aber auch für sich allein gestellt zeigt diese Auffahrt den wenigen, richtigen und allseits bekannten Walliser Pässen wie Furka-, Grimsel- oder Simplonpass deutlich die Grenzen auf.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südanfahrt Variante über Brunnen von Susten18,5 km1611 HmSchön: 5 SterneHart: 5 Sterne

Südanfahrt Variante über Brunnen von Susten  18,5 km / 1611 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südanfahrt Variante über Brunnen von Susten
Wir starten in Susten, das jedoch mit dem gleichnamigen Pass nichts zu tun hat, bei Leuk am Kreisverkehr (Hauptrichtung Leukerbad) auf ca. 630 m Höhe. Die ersten Meter bis Leuk sind bei angenehmer Steigung auf der Hauptstraße locker zu fahren. Bei Erreichen des Ortes kann man entweder der Hauptstraße folgen, besser jedoch biegt man rechts ab und durchfährt den kleinen und malerischen Ort Leuk. Hier können Architekturinteressierte schon die erste Pause einlegen und ein vom Schweizer Stararchitekten Mario Botta umgebautes altes Bischofsschloss besichtigen. Ein Ort, der Sinne und Seele fordert und fördert, wie es auf der Homepage von Leuk so schön heißt.
Wir erreichen diesen Geisteszustand aber anderweitig, fahren lieber weiter und kommen nach einer kurzen steileren Kopfsteinpflasterrampe wieder auf die Hauptstraße. Flach geht es jetzt nach rechts weiter bis zur nächsten Serpentine. Hier kann man wieder der Hauptstraße nach Leukerbad folgen, oder man fährt geradeaus/rechts weiter in Richtung der kleinen Ortschaften. Wir wählen selbstverständlich die kleine Straße und es bleibt zunächst flach.
Nach einigen hundert Metern kommt man an eine kleine Kreuzung, wo man wieder die Wahl hat. Entweder der Straße folgen oder scharf links abbiegen. Egal wie man sich entscheidet, etwa in der Mitte zwischen Grächmatten und Feschel kommen nach und nach alle Straßen wieder zusammen. Wir biegen scharf links in ein ebenso schmales Sträßchen ab Richtung Brunnen.
Hier wird es langsam steiler, und bald folgt die erste Steilrampe des Anstieges. Von ca. 900 bis 1000 m Höhe sind plötzlich zweistellige Prozentzahlen angesagt, und man kann sich schon mal für die oberen Kilometer einstimmen. Durch einzelne Häuser der Oberen Lichten hat man etwa einen Kilometer bei 10 bis 17 % durchzustehen, bevor die Steigung wieder nachlässt.
Wir durchfahren danach Brunnen und erreichen schließlich Grächmatten, wo von links der Abzweig von der Hauptstraße nach Leukerbad einmündet. Weiter geht’s Richtung Guttet – nicht umfahren, hier gibt es schöne alte Walliser Häuser zu sehen. Kurz nach dem Dorf auf nun ca. 1300 m Höhe kommen die ersten 4000er zum Vorschein, von denen man ab hier Stück für Stück immer mehr sieht, bevor man oben das ganze Panorama genießen kann. Der erste ist das Lagginhorn im Südosten, danach Weissmies, Weisshorn, Dom usw. – fantastisch.
Noch ein Stück, und die kleine Straße der Variante über Erschmatt und Feschel mündet nun auch wieder ein, und ab hier gibt es für die letzten rund neun Kilometer nur noch einen Weg. Jetzt ist dann auch Schluss mit lustig, und es wird allmählich Kilometer für Kilometer immer steiler, Flachstücke sind nicht mehr vorhanden. Zunächst noch häufiger im einstelligen Prozentbereich, wird es ab 1700 m Höhe fast ausschließlich zweistellig, hier zweigt nach links ein kleines Sträßchen zur Alpe Tschärimilonga ab, von wo man auch auf ca. 2000 m Höhe fahren kann.
Wir durchfahren hier meistens im Wechsel Almwiesen und lichten Bergwald. Das steilste Stück ist dann ab dem Ende der Baumgrenze weit oben bei der kleinen Feriensiedlung Obern. Hier werden dann auch mal kurz 18 % erreicht, was nach den bisherigen Höhenmetern eine ziemliche Quälerei sein kann. Nach der Siedlung ist man nun über 2000 m Höhe, und die Steigung lässt wieder ein wenig nach, es bleibt aber knackig steil bis man das Ende des Hangs mit Top-Panoramasicht auf ca. 2150 m Höhe erreicht hat.
Die letzten etwa 1,5 km fährt man zunächst flach in einen Talkessel und dann noch ein paar Meter ansteigend bis zum Ziel. Auf 2231 m Höhe endet der Asphalt an einem Parkplatz. Ein paar Meter hinter dem Parkplatz gibt es ein kleines Gipfelkreuz, der perfekte Platz um sich ein wenig zu erholen und die Aussicht zu genießen – man hat es sich hart verdient. Kurz nach dem Parkplatz ist auch die namensgebende Alpe Galm, die aus zwischen zwanzig und dreißig Häusern und Chalets besteht. Ob hier noch richtiger Almbetrieb oder eine bewirtschafte Hütte ist, kann der Autor leider nicht beantworten.

Die Abfahrt ist im oberen Steilstück relativ problemlos, hohe Geschwindigkeiten sind bei der Schmalheit der Straße und der Steilheit jedoch nicht drin. Ab Grächmatten sollte man die Hauptstraße wählen, so dass man im unteren Teil auf bestens ausgebauter Straße die Bremsen auch mal schonen und ein großes Observatorium bestaunen kann.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.Manfred Mail an Absender1 h 51 m 11 s21.09.2008
2.gyorgyigabor Mail an Absender2 h 31 m 00 s24.06.2009
3.farenj Mail an Absender2 h 46 m 00 s21.05.2011
stb72 Mail an Absenderohne Zeit09.09.2007
tortenbäcker Mail an Absenderohne Zeit18.07.2008
TicinoBergler46 Mail an Absenderohne Zeit14.10.2009
Italienradler Mail an Absenderohne Zeit05.08.2010