Valico di Monte Godi (1585 m)

Verstecke den Buchungsstand der quaeldich-Reisen & Events
netzathleten

Valico di Monte Godi (1585 m)

Apennin, Mittlerer Apennin, Abruzzen.
Nordanfahrt: Landschaft im oberen Teil.
Der Valico di Monte Godi ist der höchste Pass im Parco Nazionale d’Abruzzo, Lazio e Molise und wird überragt vom 2011 m hohen Monte Godi. Ob der Name des Berges etwas mit den Ostgoten zu tun hat, die auf der italienischen Halbinsel nach der Auflösung des Weströmischen Reiches eine Zeit lang das Sagen hatten, wissen wir nicht; denkbar ist es aber.
Ähnlich wie der Passo del Diavolo im Westen ist der Valico di Monte Godi eins der Einfallstore in den oben genannten Nationalpark, dessen Grenze nördlich der Passhöhe verläuft. Über den Pass gelangt man von Anversa degli Abruzzi am Ausgang der Schlucht des Sagittario nach Villetta Barrea im Tal des Sangro. An beiden Flüssen gibt es kleine Seen, wobei der Lago di Scanno auf der Nordanfahrt zum Pass durch einen Erdrutsch vor einigen tausend Jahren entstand, während der Lago di Barrea, in dessen Nähe die Südanfahrt ihren Anfang hat, im Tal des Sangro durch einen in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gebauten Damm aufgestaut wurde.
Auf anderen Internetseiten findet man hin und wieder 1630 m als Höhenangabe für den Pass. Diese Höhe konnte der Garmin des Autors nicht bestätigen. Am ungeheuren Abwechslungsreichtum der Strecke über den Pass tun 40 Hm mehr oder weniger keinen Abbruch. So ist nach Meinung des Autors die Straße über den Valico di Monte Godi ein Leckerbissen unter den vielen Gaumenfreuden des Mittleren Apennin. Was wird dem Bergradler geboten? Unter anderem:
- die dramatisch enge Schlucht des Sagittario zwischen Anversa degli Abruzzi und dem Lago di Sanno,
- das Dorf Scanno oberhalb des Lago di Scanno, angeblich eins der schönsten Dörfer Italiens und neben Pescasseroli einer der touristischen Hot Spots im und um den Nationalpark herum,
- den fast alpinen Charakter der Südanfahrt mit weiten Blicken über den Lago di Barrea,
- und nicht zuletzt den malerischen Bergkamm der Montagna Grande, an deren Flanken man entlangfährt.
Gründe genug also, um diesen Pass auf keinen Fall links liegen zu lassen, sollte man einmal in die Mitte Italiens reisen!
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südanfahrt von Villetta Barrea15,3 km608 HmSchön: 4 SterneHart: 2 Sterne
Nordanfahrt von Anversa degli Abruzzi27,4 km1011 HmSchön: 4 SterneHart: 3 Sterne

Südanfahrt von Villetta Barrea  15,3 km / 608 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südanfahrt von Villetta Barrea
In Villetta Barrea, einer Ortschaft nördlich des Lago di Barrea gelegen, folgt man den Hinweisschildern in Richtung Passo Godi und Lago di Scanno. Die Straße steigt aus dem Ort heraus und führt zunächst einmal oberhalb des Tals des Sangro nach Westen. Über eine Serpentine biegt die Straße wieder nach Osten, so dass man nach knapp 4 km Fahrt genau oberhalb von Villetta Barrea angekommen ist. Erst dann knickt die Straße nach Norden um und führt durch ein Hochtal auf den Pass zu.
Um die erwähnte Serpentine herum breitet sich am Berghang ein Kiefernwald aus, der für den Mittleren Apennin äußerst untypisch ist. Man hat also für ein paar Meter das Gefühl, man sei auf einer Passstraße nah am Mittelmeer, etwa in der Provence, unterwegs.
Ungefähr an der Stelle, an der die Straße nun ihre endgültige Richtung gefunden hat, gibt es einen Aussichtspunkt mit Blick über den Lago di Barrea, den man nicht verpassen sollte. Dahinter führt die Straße aus dem Bergwald heraus in eine ziemlich offene Landschaft hinein. Zur linken Hand streckt sich das Massiv des Monte Godi hin, der später in die Montagna Grande übergeht, zur rechten Hand verläuft parallel eine zweite Bergkette, deren höchste Erhebung der Monte Greco nördlich des Lago di Barrea ist. Diese zweite Bergkette erinnert ein wenig an die Monti Sibillini weiter im Norden (siehe u.a. Passo di Gualdo). Zwischen den Bergen radelt man über vier Serpentinen immer weiter nach oben. Die Gegend ist wunderbar grün mit saftigen Wiesen, auf denen Grüppchen von Büschen und Laubbäumen stehen. An einer Stelle passiert man auch eine Berghütte, die wohl Rifugio del Daino heißt.
Noch ein Wort zur Steigung der Straße: die ist mit 5–6 % genauso vernachlässigbar wie die der anderen Pässe im Bereich des Nationalparks Abruzzen. Tendenziell ist es auf den letzten Kilometern sogar noch flacher als am Anfang der Auffahrt. Ebenfalls nimmt nach hinten heraus die Länge der Geraden zu.
Nach über 13 km gemütlichen Radelns steht man plötzlich vor einer Gruppe von Häusern mit einigen Parkplätzen davor und gegenüber. Der Ort nennt sich Passo Godi, hat aber mit der eigentlichen Passhöhe nichts zu tun. Die erreicht man etwas über einen Kilometer später. An der Passhöhe fällt der Gegensatz ins Auge zwischen dem gammeligen Passschild, an dem man sich eine Blutvergiftung holt, wenn man aus Versehen dagegenstößt, und dem hübsch gestalteten Abschiedsdenkmal des Nationalparks. Oder was sagt ihr dazu?
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Highscores

Highscore eintragen. Bisher keine Einträge in der Highscore. Sei der erste.

Nordanfahrt von Anversa degli Abruzzi  27,4 km / 1011 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordanfahrt von Anversa degli Abruzzi
Diese Beschreibung ist noch offen - Hier kannst du lesen, wie du die Beschreibung beisteuern kannst. quäldich.de lebt von deiner Mithilfe. Vielen Dank!

Highscores

Highscore eintragen. Bisher keine Einträge in der Highscore. Sei der erste.