Passo del Diavolo (1400 m)
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DLRF: 2
Passo del Diavolo (1400 m)
Valico di Gioia Vecchio
Apennin, Mittlerer Apennin, Abruzzen.
Der Passo del Diavolo ist, ebenso wie der Valico di Monte Godi und die Forca dAcero, eine der Pforten in den Parco Nazionale dAbruzzo, Lazio e Molise. Der Nationalpark liegt fast genau in der Mitte der italienischen Halbinsel und ist nach dem Parco Nazionale del Gran Paradiso in den Alpen der älteste Nationalpark Italiens. Diese herrlich grüne Bergregion mit den Monti della Meta als „Filetstück” wurde leider nicht immer als Nationalpark behandelt, denn gerade in den Sechziger und Siebziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts schlug man Waldstücke kahl und legte Skigebiete an. Um Pescasseroli herum, eins der touristischen Zentren im Park, sieht man sogar Tankstellen… alles andere als üblich in einem geschützten Gebiet.
Symbol des Parks ist der Braunbär. Wie viele der Gesellen dort leben, ist aber nicht ganz geklärt, vermutlich kaum mehr als 30 Exemplare. Sie gehören übrigens einer Unterart (Ursus Arctos Marsicanus) des Europäischen Braunbären an, die ein bißchen kleiner und mit einer helleren Fellzeichnung ausgestattet ist als die Vettern in Skandinavien oder Südosteuropa beispielsweise. Auch Wölfe und Luchse streifen durch die Berge. Man darf sich aber kaum Hoffnung machen, die Tiere jemals zu sehen, dazu sind sie viel zu scheu. Dafür kann man sich sicher sein, dass man auf einer Wanderung durch den Park von dem einen oder anderen Paar wacher Raubtieraugen beobachtet wird, aber wer kann schon sagen, wann genau das passiert...
Woher der Pass seinen teuflischen Namen hat, konnten wir nicht in Erfahrung bringen. An den Anstiegen zur Passhöhe kann es nicht liegen, die sind nämlich zahm wie eine Engelsschar. Tatsächlich hat der Pass eigentlich zwei Passhöhen, den Valico di Gioia Vecchio und den Passo del Diavolo, beide fast gleich hoch. Die eine Passhöhe liegt in dem Weiler Gioia Vecchio oberhalb von Gioia dei Marsi, die andere am Rifugio del Diavolo wenige Kilometer südlich. Dieser Punkt wird üblicherweise als der Kulminationspunkt der Strecke angesehen.
Zu Gioia dei Marsi, dem nördlichen Ausgangspunkt des Passes, gibt es noch etwas Interessantes zu erzählen, und zwar liegt der Ort am Ufer des Fuciner Sees. Wo soll denn dort ein See sein, fragt sich der aufmerksame Leser, der mit der Geographie Mittelitaliens vertraut ist. Die Frage ist berechtigt, weil der See in Wirklichkeit nicht mehr da ist. Er war einmal der größte See der Gegend und wurde 1875 trockengelegt. Besonders tief kann er nicht gewesen sein, denn die riesige, schachbrettartig von Wirtschaftswegen durchzogene Ebene voller Weizen-und Maisfelder, die einmal der Seeboden war, liegt nur wenige Meter tiefer als die Orte um sie herum wie Pescina oder Gioia dei Marsi.
Für die Beschreibung danken wir AP 

Liste der Auffahrten
| Südanfahrt von Pescasseroli | 9,2 km | 248 Hm | ||
| Nordanfahrt von Gioia del Marsi | 17,2 km | 700 Hm | ![]() | ![]() |
Südanfahrt von Pescasseroli 9,2 km / 248 Hm

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Nordanfahrt von Gioia del Marsi 17,2 km / 700 Hm

In Gioia dei Marsi ist sowohl der Ort Pescasseroli als auch der Nationalpark ausgeschildert, so dass man keine Chance hat, sich zu verfahren. Die Straße zieht leicht ansteigend aus dem Ort heraus in südliche Richtung. Danach legt die Steigung eine Schippe drauf und die Schaufel aus der Hand, was bedeutet, dass es über fast den gesamten Anstieg mit 5–6 % vorangeht. Kurz nachdem man das Gemeindegebiet von Gioia dei Marsi hinter sich gelassen hat, ist man auch schon mitten in der Berggegend, deren Kern der Nationalpark bildet. Die Landschaft sieht eher mittelgebirgig aus, die Berghänge sind ziemlich dicht mit niedrigem Buschwald bewachsen. Schon bald bieten sich weite Ausblicke über die Ebene von Fucino.
Nach etwa 8 km Fahrt dünnt die Vegetation etwas aus, und die ersten höheren Berge bauen sich im Süden auf. Teilweise fährt man nun oberhalb einer Schlucht entlang. Die Straßenführung ist dank längerer Geraden nun etwas eintöniger als auf den ersten Kilometern.
Um Kilometer 12 herum geht die Steigung leicht zurück. Man radelt durch eine wunderschönes Fleckchen Erde mit kleinen Waldstücken, kleinen Almen und ein paar Kühen hier und da. Dies ist nun ein erster Hinweis auf den landschaftlichen Charakter des Nationalparks, den man bald schon erreichen wird; im Gegensatz zum Nationalpark des Gran Sasso etwa bietet der Abruzzen-Nationalpark weitaus weniger imposante Eindrücke, ist dafür aber, man verzeihe den etwas abgeschmackten Ausdruck, lieblicher.
Es dauert nicht mehr lange, und der Kirchturm von Gioia Vecchio rückt ins Blickfeld. Damit ist nun der oben erwähnte Valico di Gioia Vecchio und der Bereich des Nationalparks erreicht. Die Kirche von Gioia Vecchio ist übrigens ziemlich groß und passt mit ihrer barockig angehauchten Fassade ganz und gar nicht zu einem dreihäusigen Weiler in den Bergen.
Von der Kirche an fehlen noch 3 km bis zum Rifugio del Diavolo und der dazu gehörigen Passhöhe. Das Wegstück ist schnell absolviert, denn es geht zunächst leicht bergab und zu guter Letzt nur noch sanft ansteigend voran. Dahinter folgt dann die kurze Abfahrt ins Reich der italienischen Braunbären.
Für die Beschreibung danken wir AP 
















