Traumtouren im Goldenen Herbst 2009 / Kühtai doppio
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Erlebnisbericht: Traumtouren im Goldenen Herbst 2009
Erlebnisbericht von tobsi (weitere...)
Tag 5: Sellrain - Sellrain: Kühtai doppio
90,8 km / 2926 Hm
Sellrain (5,9 km) - Gries im Sellrain (11,2 km) - Sankt Sigmund (15,6 km) - Kühtaisattel (23,0 km) - Ochsengarten (30,7 km) - Silzer Sattel (32,7 km) - Hausegg (36,8 km) - Höpperg (39,4 km) - Oetz (50,2 km) - Oetzerau (53,2 km) - Mühlau (54,6 km) - Ochsengarten (60,1 km) - Kühtaisattel (67,8 km) - Sankt Sigmund (75,2 km) - Gries im Sellrain (79,6 km) - Sellrain (84,8 km)
Beschreibung
Auch für diese Tour nahm ich mir vor dem heimischen PC wohl etwas zu viel vor, da die ursprüngliche Planung mit ca. 140 km die tatsächlichen Kilometer um fast 50 % übersteigte. So ließ ich vorsichtshalber drei Anstiege mit 300 Hm (Finstertaler Staussee), mit 600 Hm (Lüsenertal) und die Auffahrt von Grizens in ein Seitental (500 Hm) aus. Dies war wohl eine sehr weise Entscheidung, da sich die Beine gleich zu Beginn bei der ersten Auffahrt zum Kühtai bemerkbar machten. Schon im unteren Teil nach Sellrain rebellierten die Beine beim Versuch eine für mich halbwegs ordentliche Geschwindigkeit zu erreichen. Es sagt eigentlich schon alles, wenn man nicht einmal für ein paar Meter in den Wiegetritt geht, weil die Beine furchtbar zu brennen anfangen und es nur eine Qual ist. Die wunderbare Landschaft in Form eines rauschenden Baches brachte mich ein wenig auf andere Gedanken, auch wenn ich an die steilen Rampen nach Sankt Sigmund und Gries denken musste, die schon bald auf mich warteten. Diese überstand ich erstaunlicherweise trotz der Schwierigkeiten recht gut und so konnte ich auch den oberen Teil des Kühtai mit der Almlandschaft vollends genießen, auch weil das Wetter wieder mitspielte. So erreicht ich bei stärkerem Gegenwind den Ort Kühtai. Die Abfahrt nach Ochsengarten verging dann wie im Flug. Hier musste ich mich entscheiden, ob ich den steilen Silzer Sattel als Auffahrt nehmen wollte oder doch mit der Auffahrt von Oetz auf das Kühtail Vorlieb nehmen will. Ich entschied mich für die zweite Variante, obwohl auch in mir der Gedanke schlummerte nach der Abfahrt vom Silzer Sattel flach durchs Inntal nach Kematen zu fahren. Dieser Gedanke wuchs sogar noch etwas, als ich das kurze, steile Stück zum Silzer Sattel in Angriff nahm und dieses sich elendig lang zog. Durch den Fahrtwind in der Abfahrt wurden alle bösen und negativen Gedanken anscheinend weggeblasen, den ich entschied mit stattdessen doch für die Kühtaiauffahrt von Oetz, auch im Hinblick darauf, dass auf mich ja eine Highspeed-Abfahrt warten würde und ich mir diesen Spaß nicht entgehen lassen wollte. Bevor es aber in die steilen Anfangskilometer des Kühtai ging, stärkte ich mich erstmal mit einem leckeren süßen Plunder vom Bäcker. Diese Stärkung bewirkte anscheinend Wunder, den nichts mehr von schmerzenden und müden Beinen bei der Auffahrt von Oetz, auch wenn ich mir diese ein wenig einfacher bzw. nicht so steil vorgestellt hatte. So taten auch die Anfangskilometer und das Stück nach Oetz ihr übriges dazu, dass ich mich gegen den Finstertaler Stausee entschied. Mir reichte die Aussicht von Kühtai auf die Staumauer. So nahm ich die Abfahrt vom Kühtai unverrrichteter Dinge, um einen persönlichen Geschwindigkeitsrekord im steilen Stück vor Gries aufzustellen. 94 km/ h hören sich für manche lächerlich an, doch ich war froh auf der Überholspur diese ohne große Anstrengung erreicht zu haben.Am Ausgangspunkt angekommen, war ich doch froh nochmals den beschwerlichen Weg auf das Kühtai unternommen zu haben, nachdem ich schon mit dem Gedanken gespielt hatte durch das Inntal zurückzufahren. Was doch ein paar positive Gedanken und die Aussicht auf eine schöne Abfahrt alles bewirken können. Allerdings entschied ich mich kurzerhand für eine Verkürzung der nächsten Etappe, die ursprünglich die Gletscherstraße, das Venter Tal und Hochsölden beinhaltete. Allerdings blieb es, wie ihr sehen könnt, bei dieser Planung.






