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Col de la Madeleine (1993 m)

Bugeon-Tal

Auffahrten

Von Tobi – Die 27,5 km lange Nordanfahrt mit Startpunkt in Feissons-sur-Isère führt ausnahmslos über schmalste Teersträßchen. Von Feissons führt die D94 aus dem Isèretal heraus an den Südhang der Chaîne de la Lauzière und verläuft die ersten 15,5 km bei einstelligen Steigungswerten durch bewaldetes Gebiet, immer im Tal der Eau Rousse.
Erst in la Thuile, wo sich die im Sommer 2000 noch gesperrte Anfahrt auf der D 213 über Doucy unserem Weg anschließt, erreicht man offeneres Gebiet, in dem sich bald ein majestätischer Anblick offenbart: Im Norden schiebt sich der Mont Blanc langsam über die Felsklippen jenseits der Isère.
Ab Celliers (1282 m) wird es auf den letzten 10 km langsam steiler, bis ca. 2 km vor dem Pass in letzten Serpentinen zweistellige Steigungswerte erreicht werden. Der Pass selber ist mit einer wunderschönen Aussicht gesegnet, die man lange genießen kann. Die Abfahrt nach La Chambre zeigt keine Rafinessen und kann recht schnell absolviert werden.

140 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
01:36:23 | 27.07.2012
Kletterfan
Mittlere Zeit
02:07:50 | 17.08.2008
danielhauser
Dolce Vita
03:01:20 | 23.07.2005
ereborn
Von kaim – In der Kleinstadt La Chambre auf 458 Höhe ist der Col de la Madeleine ausgeschildert. Dort biegt man einfach auf die D213 ein und folgt der Straße bergauf. Die Steigung beginnt noch im Ort. Vorsicht, es herrscht starker Autoverkehr. Direkt vor dem Autor wurde ein Radfahrer von einem abbiegendem Auto erwischt und stieg über den Lenker ab.
Unmittelbar nach La Chambre durchquert man den Ort Saint-Martin-sur-La-Chambre. Danach geht es über Felder auf einer einspurigen Straße steil und kurvenreich nach oben. Schnell gewinnt man an Höhe und kann schon bald den tollen Blick über La Chambre und das Tal genießen. Na ja, der Genuss ist eher relativ. Schließlich geht die Steigung ganz schön in die Beine. Der Col de la Madeleine hat auf der Südseite eine durchschnittliche Steigung von 7,8 Prozent. Bereits auf den ersten Kilometern werden auf mehreren Rampen auch zweistellige Werte erreicht. Erst nach etwa 10 Kilometern gibt es ein kurzes, nur wenige hundert Meter langes Flachstück.
Dann folgt ein bewaldeter Abschnitt mit mehreren Serpentinen. Bei Kilometer 12 erreicht man den Retorten-Skiort St.-Francois-de-Longchamps. Wer glaubt, im Dorf würde die Steigung abnehmen, der irrt gewaltig, ebenso nach dem Ort. Den Rest der Strecke hat man die Passhöhe immer im Blick. Die Straße schlängelt sich über baumlose Felder in Richtung Gipfel – was im Sommer bei 30 Grad ohne Schatten zur Tortur werden kann.
Aber nach knapp 20 Kilometern ist der Pass erreicht – und der wunderschöne Ausblick auf Mont Blanc (4808 m) im Norden bis zum Col du Glandon im Süden lässt alle Mühen vergessen.

154 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
01:20:00 | 20.08.2004
djskater2
Mittlere Zeit
01:56:00 | 24.07.2002
MartinIII
Dolce Vita
03:55:00 | 19.08.2006
Alfredos
Von Flugrad – Weshalb soll man es sich antun, eine ohnehin schon an Höhenmeter reiche Auffahrt noch zu verschärfen, sowohl an Steilheit als auch an Streckenlänge und Höhenunterschied – und zu allem Überfluss auch noch mit einem Schotterabschnitt?
Wer kein Schotterallergiker ist und diese Variante ausprobiert, wird wissen, weshalb. Noch schöner, aber auch noch mit einigen zusätzlichen Höhenmetern, wird das Ganze übrigens, wenn man als Anfahrt aus dem Arc-Tal bis Bonvillard die Montvernier-Serpentinenstraße über den Col de Chaussy wählt.
Genug der Schwärmerei, zu den Tatsachen: von La Chambre geht es zunächst ganz „normal“ auf dem ersten Serpentinenteil der Madeleine-Auffahrt bis zum Weiler Maisons Puges, dann auf gleichem Weg wie zum Col de Chaussy auf die D99 über Montaimont bis zum Ort Bonvillard. Gleich am Ortseingang folgen wir nach links dem Wegweiser zum Col de la Madeleine – und dürfen auf den folgenden 1,5 km gleich mal 150 m bewältigen, in ungleichmäßig steilen Rampen selbstverständlich. Rechterhand erhebt sich der Bellachat (2822 m). Am Ende des Steilstückes haben wir den idyllisch gelegenen Lac du Loup erreicht.
Wir fahren an seinem Ostufer entlang zur nächsten, diesmal kehrenbestückten Rampe. Ab jetzt lohnt sich immer wieder ein Blick in die Runde: unter uns der Lac du Loup und im Süden übers Arc-Tal hinweg die spitzen Eisriesen bei Alpe d’Huez, mit dem Pic de l’Etendard (3464 m). Vor uns breitet sich im weiten Talrand eine Alpweidenlandschaft aus. Der Asphaltbelag wird ruppiger und weist erste Lücken auf, bleibt uns aber bis 3,5 km hinter Bonvillard erhalten. Dann beginnt die Staubpiste, die es aber zumindest 2012 qualitätsmäßig durchaus mit dem Umbrail aufnehmen kann. Das nach wie vor nicht für Autos gesperrte Sträßchen schlängelt sich, mal mehr, mal weniger steil, aber immer mit herrlicher Aussicht, durch das weite Weidegebiet mit verstreut liegenden Almhütten.
Nach 3 km Schotter und Unterqueren der ersten Liftanlagen von Longchamp 1650 haben wir mit 1936 m schon fast die Madeleine-Höhe erreicht. Wir stehen am Rand des weiten Kessels, den das Skigebiet nutzt. Vor uns der Madeleine, unter uns der Retortenskiort Longchamp 1650. Doch wir haben uns in jeder Beziehung etwas zu früh gefreut. Unser Alpsträßchen schlängelt sich noch weitere 3 km durchs Skigebiet und verliert dabei insgesamt 176 Hm, bis es auf die Madeleine-Passstraße trifft, auf 1800 m Höhe und 3 km vor dem Col. Richtig gerechnet, da ist auch noch ein kleiner Zwischenanstieg drin: 500 m und 40 m. Und leider sind diese letzten 3 km Schotter bis zur Passstrasse überhaupt nicht mehr mit den bisherigen vergleichbar: kurze gut zu fahrende Abschnitte wechseln sich mit argen Holperpisten, man merkt, dass hier im Liftgebiet bisweilen Baufahrzeuge den Weg ruinieren. Auf der Renko-Skala liegt dieser Abschnitt irgendwo zwischen Tenda und Parpaillon. Dennoch: Wer das Abenteuer nicht scheut, wird durchweg mit Landschaftseindrücken und Panoramen vom Feinsten belohnt.

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Von nat – Für all jene die nach einer Variante suchen auf den Col de la Madeleine zu gelangen ohne die teils stark befahrene Straße oder Schotterstücke in Kauf zu nehmen, ist diese Straße ideal. Durchgehend asphaltiert führt die D76 vom Ortsende in La Chambre bis etwa 4 km unterhalb der Passhöhe. Die letzten 4 km fährt man auf der Hauptstraße. Genial ist das geringe Verkehrsaufkommen auf der D76, über die gesamte Strecke sind uns lediglich sechs Autos untergekommen.
Die Anfahrt beginnt ebenfalls in La Chambre. Im Ort biegt man allerdings nicht nach rechts (von Süden kommend) auf die D213 ab, sondern fährt noch ein Stück geradeaus weiter. Man überquert den Bach Le Bugeon, und im Kreisverkehr direkt danach nimmt man die erste Ausfahrt auf die D76. Hier beginnt dann auch gleich der Anstieg.
Durchgehend ohne wirklich nennenswerte Flachstücke geht es hinauf; um auf die Hauptstraße zu gelangen, hat man bei dieser Variante keine Bergabstücke. Daher sind die Gesamthöhenmeter identisch mit denen der Hauptanfahrt mit ähnlicher Steigung.
Wenn man nicht auf der anderen Seite des Col de la Madeleine abfährt, hat man so eine super Möglichkeit doch eine Runde aus dem ganzen zu machen. Da die Hauptauffahrt besser ausgebaut ist und die D76 doch teils recht schmal ist, empfiehlt es sich eher über die D76 hinaufzufahren und über die Hauptstraße hinunter.

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