Coll de Pal (2100 m)

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Coll de Pal (2100 m)

Pyrenäen, Cerdanya/Cerdagne, Katalonien.
Der Pedraforca.
Die Auffahrt zur Skistation des Coll de Pal ist ein echter Geheimtip und einer der schönsten Wege auf der Südseite der Pyrenäen. Der Anstieg bietet vor allem im Mittelteil spektakuläre Ausblicke auf die umliegende Bergwelt der Comarca Berguedá. Zudem ist es einer der wenigen Orte in Katalonien, wo man auf asphaltierter Straße mehr als 2000 m Höhe erreicht. Im Vergleich mit ähnlichen Skistationsstrecken in den französischen Pyrenäen (Lourdes-Hautacam, Plateau de Beille) oder in Katalonien (Rasos de Peguera) ist die Durchschnittssteigung der Auffahrt mit 6,6% ein wenig niedriger.
Man findet den Coll de Pal ein ganzes Stück nördlich von Berga in der Serra de Moixeró, die mit der westlich davon liegenden Serra de Cadí zum Naturpark Cadí-Moixeró zusammengefaßt wurde. Nicht zu verwechseln ist er mit der Estació de Pal, die schon Zielankunft bei der Tour de France und der Vuelta a España war. Bei jener Estació nämlich handelt es sich zwar ebenfalls um eine Skistation namens Pal, aber sie liegt westlich von Andorra La Vella in der Nähe des Port de Cabús. Der hier beschriebene Coll de Pal war auch schon Etappenziel bei Radrennen, zweimal bei der Volta a Catalunya (1978, 1979) und dreimal bei der Setmana Catalana (2002, 2003, 2005). Der in den letzten Jahren in den Blickpunkt des professionellen Radsports gerückte Alberto Contador hat dort in 2005 einen seiner ersten bedeutenden Siege errungen.
Der Coll de Pal nennt sich Paß, weil die Straße hinter dem Kulminationspunkt nach Norden noch ein Stück abfällt und in eine Piste übergeht, die bis zu dem Skiort Super-Molina führt. Es gibt Pläne, diese Piste zu asphaltieren, so daß somit der der Coll de Pal vom Port de la Bonaigua den Status als höchsten verkehrstauglichen Paß Kataloniens übernehmen würde. Die auf dem Paßschild angegebene Höhe ist übrigens nicht ganz richtig, da der Coll de Pal die 2100 m-Marke ganz knapp knackt.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südanfahrt von Bagà19,5 km1280 HmSchön: 5 SterneHart: 4 Sterne

Südanfahrt von Bagà  19,5 km / 1280 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südanfahrt von Bagà
Bagà (786 m Höhe) ist ein nettes kleines Pyrenäendorf, das - obwohl nur 2000 Menschen dort leben - eine ganz gute Infrastruktur mit Bars, Läden, Hotels und Restaurants bietet. Man durchfährt die Hauptstraße Bagàs, dann geht es nach rechts weg und in einer ansteigenden Linkskurve aus dem Ort hinaus. Am Scheitelpunkt des Anstiegs zeigt der Wegweiser rechts zum Coll de Pal hoch. Die Straße (BV-4024) ist auf der gesamten Länge in sehr gutem Zustand. Jeder Kilometer ist durch einen weißgelben Stein markiert.
Die ersten drei Kilometer verlaufen recht flach erst oberhalb einer Schlucht, dann in die Schlucht hinein an einem Bach entlang. Über der Straße befindet sich die Trasse der C-16 (Eix de Llobregat), die durch den Tunel de Cadí die Verbindung zur Cerdanya herstellt. Sobald man die erste Brücke der C-16 sieht, wird die Straße für einen Kilometer recht steil und flacht beim Unterqueren der zweiten Brücke wieder ab. Obwohl die Schlucht und die Berghänge von Mischwald bedeckt sind, fällt während des gesamten Anstiegs nur wenig Schatten auf die Strecke. Ab Kilometer 5 wird es wieder steiler und es geht mit ungefähr 8% im Schnitt recht zügig nach oben. Hinter Kilometer 9 kommt man an einer Quelle vorbei. Einen Kilometer später öffnet sich die Aussicht zum ersten Mal und nach Westen hin sind die Berge der Serra de Cadí zu sehen.
Während sich die Straße nach oben schlängelt, wird man hinter jeder Biegung von wunderschönen Ausblicken überrascht, so daß man beinahe die Mühsal des Pedaltretens vergißt. Im Westen erhebt sich der gigantische zweigeteilte Kalksteinblock des Pedraforca, im Süden verschwinden die Pyrenäenausläufer des Berguedá in der Ferne und nach Osten hin dehnt sich der Pyrenäenhauptkamm lang und immer länger. Überwältigend auch der Blick nach unten, wo die Dächer von Bagà sich ganz klein im Tal zusammendrängen und winzige metallene Käfer über die C-16 krabbeln.
Auf den letzten Kilometern beträgt die Durchschnittssteigung nur noch etwa 6,5%. Die Vegetation ändert sich, der Mischwald verschwindet und macht einem offenen Wald aus Schwarzkiefern Platz. Bei Kilometer 17 bleiben die Bäume ganz zurück, man hat die alpine Zone erreicht. Rechts steht ein Gasthaus auf der Alm, das aber nur während der Skisaison offen zu sein scheint. Von nun an sind links und rechts der Straße rotweiße Stangen gesteckt, die im Winter bei Schneefall den Streckenverlauf markieren. Der letzte Kilometer ist wieder steiler, noch eine Kurve, dann ist das Ende der Auffahrt zu sehen. Noch einmal aus dem Sattel, und man hat es geschafft. Oben bewachen ein paar glückliche Kühe das Passschild.
Auf dem Weg zurück nach Bagà sollte man auf genau diese sich im oberen Teil der Auffahrt herumtreibenden Kühe achten. Und da sie die Straße als öffentliche Bedürfnisanstalt mißbrauchen, ist auch die Gefahr recht groß, auf ihren Hinterlassenschaften abzuschmieren.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.AP Mail an Absender1 h 44 m 00 s09.08.2006
2.doso99 Mail an Absender2 h 33 m 03 s15.08.2006