Hornisgrinde (1150 m)

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Hornisgrinde (1150 m)

Schwarzwald, Nordschwarzwald, Baden-Württemberg.
Mit 1164 m ist die Hornisgrinde die höchste Erhebung des nördlichen Schwarzwaldes. Das westlich davon gelegene Rheintal liegt ca. 1000 m tiefer. Da die mit dem Rennrad erreichbare Höhe nur ca. 16 Meter unterhalb des Gipfels liegt, sind somit durchgängige Anstiege mit 1000 Hm möglich. Mehr Höhenmeter an einem Stück findet man in Deutschland kaum.
Die Hornisgrinde liegt ca. 30 km östlich von Strasbourg und ca. 20 km südlich von Baden-Baden. Eine Anfahrtskizze findet man unter hornisgrinde.de.
Von der 1000 m tiefer gelegenen A5 (Karlsruhe–Basel) ist die Hornisgrinde mit dem mächtigen, 206 m hohen Sendeturm des SWR nicht zu übersehen. Diesem zwischen 1970 und 1974 gebauten Rundfunk- und Fernsehsender – die ersten 150 m sind aus Beton, auf dem ein 56 m hoher rot-weißer stählener Antennenaufsatz sitzt – ist es wohl auch zu verdanken, dass man sich der Gipfelhöhe bis auf wenige Meter mit dem Rennrad nähern kann. Der Sendeturm ist in 1136 m Höhe erbaut, die Asphaltstraße führt jedoch noch ca. 12 Hm weiter auf den nördlichen Gipfel der Hornisgrinde. Hier oben ist es deutlich ruhiger als auf dem „Hauptgipfel” und dem etwas südlicher an der B500 (Schwarzwaldhochstraße) in 1028 m Höhe gelegenen Mummelsee. Der ist nämlich touristisch sehr gut erschlossen – um es einmal positiv auszudrücken.
Eigentlich hat das sich über mehrere km² große Hochplateau der Hornisgrinde keinen richtigen Gipfel. Neben dem Sendeturm im Norden und 3 in der Nähe gelegenen Windturbinen findet man im Süden neben einem Hochmoor auch Militäranlagen der französischen Armee.
Radtechnisch gesehen gibt es mehrere Möglichkeiten auf die Hornisgrinde zu fahren:
Am einfachsten ist die Anfahrt von Baden-Baden über die Schwarzwaldhochstraße und am schwersten sicherlich die über Achern. Daneben gibt es z.B. noch die Möglichkeit über das Bühlertal oder Ottersweier die ca. 1000 Hm bis zum nördlichen Gipfel der Hornisgrinde zurückzulegen.

Weitere interessante Infos zur Hornisgrinde und der Umgebung
  • hornisgrinde.de
  • mummelsee.de

  • Für die Beschreibung danken wir quälix Mail an Absender

    Liste der Auffahrten

    Anfahrt von Achern16 km988 HmSchön: 4 SterneHart: 4 Sterne
    Anfahrt von Ottenhöfen14,5 km844 HmSchön: 4 SterneHart: 3 Sterne

    Anfahrt von Achern  16 km / 988 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 4 Sterne

    Profile und Tracks

    Die Hornisgrinde wurde von Achern aus als Königs-Jedermannetappe bei der Deutschlandtour 2001 gefahren. Infos darüber gibt es natürlich hier bei quaeldich.de – wo sonst.
    Den oberen Teil der Strecke (von der B500 zum Sendeturm) hat natürlich auch Jan Ullrich in seinem Buch „Meine Lieblingsradtouren Schwarzwald. 17 Touren. (ISBN 3000072888)” beschrieben. Die 34,80 (für nur 143 Seiten) kann man sich – sorry Jan U.! – sparen, denn es gibt ja quaeldich.de und das ist nicht nur viel preiswerter und aktueller sondern auch noch besser. Letzteres lässt sich sogar belegen:
    Zwei wunderschöne Zitate aus Kunden-Rezensionen zu besagtem Buch bei Amazon.de
    „Auf Seite 124 wird dann noch von einem Abstecher zum Fernsehturm auf der Hornisgrinde gesprochen und die Länge dieser Strecke mit ‚gut einem Kilometer’ angegeben. Laut meinem Tacho sind es immerhin 2,9 km, sonst wären die 240 m Aufstieg ja auch etwas heftig... Es sind solche Ungereimtheiten, die einen zweifeln lassen, ob Jan je diese Touren gefahren ist, oder ob er sich zumindest angeschaut hat, was seine Ghostwriter da für ihn zusammengeschrieben haben.„
    „Beim zweiten Hinsehen fallen dann [...] kleine Schwächen auf. So ist die Angabe, wie groß das große Kettenblatt sein soll doch eher sinnlos – zum einen macht es wenig Unterschied und zum anderen ist bei Schwarzwaldtouren doch eher der kleine Kranz gefragt. Ausserdem erscheint mir die Geschwindigkeits-Zeit Angabe fuer die einzelnen Strecken auch nicht der Strecke angepasst, denn für flache, kurze Strecken um den Tuniberg oder extrem lange mit mehreren tausend Höhenmetern werden die gleichen Durchschnittgeschwindigkeiten angegeben. Wer solch eine Klettertour im 35er Schnitt faehrt, der ist nicht von diesem Planeten."


    Hier bei quaeldich.de ist kein Ghostwriter am Werk, und der Autor ist die Strecke 2003 zweimal selbst gefahren. Einmal sogar mit seiner 12 jährigen Tochter und das ohne Pause!
    Von der Schwierigkeit her ist die Hornisgrinde aber durchaus mit dem Kandel vergleichbar und mit einer 39/25-Übersetzung noch ganz gut zu fahren. Der Nachwuchs hatte 30/25 drauf.

    Anfahrt zum Ausgangspunkt:
    Achern liegt im Rheintal ca. 20 km südlich von Baden-Baden. An der A5 (Karlsruhe–Basel) gelegen hat Achern eine eigene Ausfahrt. Mehr über Achern gibt es bei achern.de

    Startpunkt:
    Fast am Ortsende, in Richtung Sasbachwalden hinter einem Kreisel, liegt die Hornisgrindestraße. An der kreuzenden Illenauerstraße, direkt an der Polizei (ordnungsgemäßes Parken empfiehlt sich hier von selbst) ist der Startpunkt.

    Die technischen Daten:
    Der Ausgangspunkt liegt auf 170 m und der mit dem Rennrad erreichbare höchste Punkt auf ca. 1150 m. Zu fahren sind 16,0 km, was bei den 980 plus 8 (Erklärung dazu bei der Beschreibung) gleich 988 Hm einer mittleren Steigung von 6,2 % entspricht. Wer unbedingt die 1000 Hm voll machen möchte, kann am Bahnhof von Achern starten. Der liegt auf 143 m Höhe.
    Die gesamte Strecke ist asphaltiert und in einem guten bis sehr guten Zustand. Das Verkehrsaufkommen ist unter der Woche mäßig. An Wochenenden ist v.a. in Sasbachwalden und auf dem kurzen Stück der B500 (Schwarzwaldhochstraße), wegen Touristen auf der Straße, Vorsicht geboten. Der obere Teil zum Sendeturm ist eigentlich für Pkw gesperrt, aber mir sind da schon Reisebusse begegnet.

    Beschreibung:
    Vom Startpunkt aus geht es in Richtung Schwarzwaldhochstraße (B500). Die ersten 3,5 km sind zum Einrollen und Genießen der Landschaft. Ganz sanft ansteigend geht es noch einige hundert Meter durch Achern, bevor es durch die Felder nach Sasbachwalden geht. Gerade mal 80 Hm werden dabei zurückgelegt (entspricht 2,2 % mittlerer Steigung). Ein kurzes Stück geht es sogar mal 8 Hm bergab. Recht flott erreicht man dabei das romantische Blumen- und Weindorf Sasbachwalden. Das denkmalgeschützte und sehr gepflegte Ortsbild mit Fachwerkhäusern und dem einmaligem Blumenschmuck ist wirklich eine Augenweide. Sasbachwalden wurde vor einigen Jahren zum schönsten Dorf Deutschlands gewählt – zu recht!
    Ein kurzer, aber giftiger Anstieg im Ort lässt das Ende der Spazierfahrt erahnen. Ca. 12 % Steigung auf knapp 200 m dienen zur Einstimmung auf das, was noch folgt. Es geht zwar für 200 m zunächst flach durch den Ort weiter, aber einige hundert Meter vor dem Ortsende geht es nun richtig los. Auf den nächsten 900 m gewinnt man schnell an Höhe, es geht ja auch mit 11 % mittlerer Steigung und Spitzen um die 14 % nach oben. Das was auf diesem unteren Teilstück an Landschaft, Aussicht und Schwarzwald-Idyll geboten wird ist schon einmalig. Die nächsten 2 km lassen einen mit relativ gleichmäßigen 7,3 % mittlerer Steigung, bei Spitzen um die 9 % dies auch wieder besser genießen. Im Wald angekommen ist dann Schluss mit dem Genuss: Nun geht es so richtig los. Die nächsten 3 km sind mit 10,3 % mittlerer Steigung und Spitzen um die 14 % schon eine echte Herausforderung. Es geht dabei durch den Sasbachwaldener Ortsteil Brandmatt, der zwar mit Sasbachwalden nicht mithalten kann, aber immerhin auf der linken Straßenseite einen wunderschönen Brunnen bietet. An heißen Sommertagen eine ausgezeichnete Erfrischung und eine Möglichkeit, den Flüssigkeitsvorrat wieder aufzufüllen.
    Mit nicht nachlassender Steigung geht es hinter Brandmatt wieder in den Wald. Dann, etwas überraschend, kommt die Wende: An der sogenannten Grashöhe beginnt ein 1,6 km langes Flachstück. Zurückschauend kann man noch ein Straßenschild mit 12 % Gefälle auf 7 km mit dem Hinweis „Motorbremse” sehen. Ungebremst geht es weiter auf der Flachpassage. Um es vorwegzunehmen: das Schlimmste ist überstanden, auch wenn noch 315 Hm zu bezwingen sind. So plötzlich wie die Flachpassage begann, so hört sie dann auch wieder auf. An einem alten Forsthaus – hier kann man den Sendeturm fast zum Greifen nah wieder erblicken – geht es den nächsten Kilometer mit sehr gleichmäßigen 7,5 % weiter. Dann erreicht man die Schwarzwaldhöhenstraße. Dort rechts abbiegen und nach flachen ca. 200 m gleich wieder nach links die B500 verlassen. Ein Schild „SWR” weißt dabei den Weg.
    Die Strecke führt nun durch einen Fichtenwald. Hier hat der Orkan Lothar – im Gegensatz zu einigen anderen Stellen an der Hornisgrinde – zum Glück wenig Spuren hinterlassen. Die ersten 600 m mit sehr gleichmäßigen 9,4 % Steigung sind noch einmal recht anspruchsvoll. Die nächsten 800 m führen fast geradlinig den Berg hinauf, aber nur noch mit 7,4 %. Nach einer Serpentine – der einizigen auf diesem Teilstück – wird es zwar wieder etwas steiler, doch die knapp 1,2 km sind trotz sehr gleichmäßigen 8,9 % Steigung mit dem Ziel vor den Augen auch relativ schnell genommen.
    Auf einem fast kerzengeraden Stück erreicht man das Hochplateu der Hornisgrinde. Die Straße führt an dem rechts liegenden imposanten Sendeturm mit Gebäuden des SWR vorbei. Vom Sendeturm sind es noch ca. 300, immer flacher werdende, Meter. Dann ist das Ziel erreicht.
    Hier hat man einen einzigartigen Blick hinunter auf die Rheinebene. Aber Vorsicht: Hier oben weht meist ein kräftigerkühler Wind und nach dieser Tour dürfte jedes Trikot nicht mehr ganz trocken sein.

    Rückfahrt:
    Zur Rückfahrt empfiehlt sich die B500 hinunter in Richtung Baden-Baden. Die ersten 3 km von der Abzweigung zum Sendeturm sind zwar zunächst leicht ansteigend und dann flach, aber dann warten 18 km Abfahrt vom feinsten. Das Gefälle übersteigt 8 % nicht. In einer Serpentine – es ist die einzige auf der B500 – am besten links abbiegen in Richtung Bühl. Von dort führt die B3 nach Achern zum Ausgangspunkt zurück.
    Im Gegensatz zur Strecke hinunter nach Achern schont man auf dieser Strecke seine Bremsbeläge, weil Motorbremse ist nicht beim Rennrad!
    Für die Beschreibung danken wir quälix Mail an Absender

    Highscores

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    Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
    Schnellste Zeit: lancefan86 Mail an Absender0 h 49 m 42 s28.10.2007
    Mittlere Zeit: coki0505 Mail an Absender1 h 17 m 00 s31.08.2008
    Langsamste Zeit: 2 h 30 m 00 s04.07.2010

    Anfahrt von Ottenhöfen  14,5 km / 844 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

    Profile und Tracks

    Eine Alternative zu der recht sportlichen Anfahrt von Achern aus über Sasbachwalden und Brandmatt ist der Zugang über das Acher-Tal. Diese Variante ist weniger steil, allerdings muss man mit etwas mehr Autoverkehr rechnen.
    Von Achern aus erreicht man auf Nebenstrecken über Oberachern Kappelrodeck und – ab hier dann auf der Bundesstraße – den Ausgangspunkt Ottenhöfen (306 m). In der Ortsmitte könnte man rechts abbiegen in Richtung Allerheiligen, Zuflucht und Löcherberg, wir bleiben auf der Hauptstrasse und setzen an dieser Kreuzung die Zeitmessung auf null.
    Am Orstende beginnt der eigentliche Anstieg mit 6 bis 7 %. Diese Steigung wird bis zur Schwarzwaldhochstraße im wesentlichen recht gleichmäßig beibehalten, lediglich oberhalb von Seelbach (Kilometer 3) sind für ein kurzes Teilstück etwa 9 % zu verzeichnen. Etwa einen Kilometer weiter ist das Talende erreicht, und die ersten Kehren öffnen den Blick zurück auf das Achertal und die Rheinebene.
    Ab jetzt geht es im Bergwald weiter (bzw. was Sturm Lothar davon übriggelassen hat), auf gut ausgebauter Straße vorbei am Gasthaus Wolfsbrunnen bei weiterhin 6–7% zur Schwarzwaldhochstraße. Hier biegt man links am in Richtung Baden-Baden. Die Steigung lässt merklich nach und liegt nun selten über 5 % – teils verläuft die Straße sogar flach. Dennoch ist es zu früh, das kleine Blatt einzumotten, denn kurz vor dem Gasthaus Mummelsee waertet noch ein Sechspozenter.
    Beim Mummelsee (Rummelsee?) ist der höchte Punkt noch nicht erreicht. Hier biegen wir rechts ab auf das kleine, holprige Sträßchen zum Aussichtsturm. Hier gehts mit Steigungen von 10 bis 12% auf den letzten 100 Höhenmetern denn doch ernsthafter zur Sache. Wer keinen Höhenmesser dabei hat, kann sich hier an den Höhenangaben orientieren, die irgendein netter Mensch alle 10 Hm auf die Straße gemalt hat.
    Oben erreichen wir den höchsten Punkt der Hornisgrinde (meiner Meinung nach höher als der Funkturm) mit seinem Aussichtsturm. Bei gutem Wetter reicht hier der Blick bis zu den Vogesen und dem Feldberg, an ganz guten Tagen sind auch die Alpen (lechz!) sichtbar.
    Für die Beschreibung danken wir ekki Mail an Absender

    Highscores

    Highscore eintragen. Alle 14 Einträge anzeigen.
    Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
    Schnellste Zeit: fraemling Mail an Absender0 h 53 m 20 s16.07.2009
    Mittlere Zeit: stählerner oberschenkel Mail an Absender1 h 07 m 10 s25.06.2009
    Langsamste Zeit: 1 h 11 m 00 s01.05.2008