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Karerpass (1745 m) Passo di Costalunga

Dolomitenlandschaft

Auffahrten

Von Jan – Von Bozen (266 m) kommend legt man zunächst 3 km in Richtung Brixen gegen den Lauf der Eisack zurück, bevor man in südwestlicher Richtung in das schmale Eggental einbiegt, das man von der anderen Eisackseite aus kaum als groß genug erkennen kann, eine Straße zu beherbergen.
Hier beginnt sogleich die Steigung, und dafür, dass sich die Straße nah am Fluss hält, ist die Steigung beachtlich. Rechts tost der Fluss, und links stört ziemlich starker Verkehr.
Den allerdings nimmt man für die Landschaft in Kauf, die sich bietet: Der Taleinschnitt ist sehr eng, und mutig schiebt sich die Straße nach oben. Auf den ersten 12,5 km bis zum Weiler Birchabruck (872 m), wo die Straße zum Lavazejoch von unserer nach rechts abgeht, bleibt die Steigung relativ konstant. Hier haben wir also ca 570 Hm von der Abzweigung im Eisacktal zurück gelegt, was einer durchscnittlichen Steigung von 4,5 % entspricht. Wer das (wie ich 1999) am Limit fährt, hat sich vorher wohl schon übernommen. Wir waren damals aus St. Leonhard kommend schon den Jaufenpass und das Penser Joch gefahren.
Wir folgen dem Straßenverlauf in Richtung Welschnofen (1182 m), das nach weiteren 5 km, 310 Hm bei einer Durchschnittssteigung von 6,2 % erreicht wird. Von hier ab sind es noch 8,8 km bis zum Karerpass, und wieder ist es ein landschaftlich sehr schönes Stück, das vor uns liegt.
Bei einigen Steigungsspitzen von über 10 % fahren wir, meistenteils im Wald, durch mehrerere Kehren bergan. Ca 4,5 km nach Birchabruck sehen wir rechts den sagenumwobenen Karersee durch die Bäme schimmern, von dem es heißt, dass er so klar ist, dass die auf dem Grund liegenden Baumstümpfe deutlich zu sehen sind.
Leider kannten wir diesen Mythos noch nicht, als wir 1999 zum Karerpass fuhren, und so konnten wir ihn auch nicht überprüfen.
Da wir aber ohnehin spät dran waren, fuhren wir lieber schnell die verbleibenden ca 4 km zum Gipfel, an der kurz vorher nach links abzweigenden Straße zum Nigerpass vorbei.
Oben am Gipfel kann man den nördlich gelegenen Rosengarten als ersten echten Dolomitenstock bewundern. Wer spät genug ankommt, sieht ihn wie wir in der roten Abendsonne - welch majestätischer Anblick.

Situation 2015:
Der erste Abschnitt der Straße durch das Eggental wurde aufgegeben und ist inzwischen nicht mehr zugänglich. Kurz nach dem Ortsausgang von Kardaun im Eisacktal endet die Eggentaler Straße an einer Absperrung, hinter der sich ein großer Schuttkegel auftürmt und teilweise bereits die alten Schutzbauten verschüttet hat. Die neue Straße umgeht die romatische Eggenschlucht mit zwei langen Tunnel: Tunnel "Karneid": 1148m, 6,7% Steigung / Tunnel "Kampenn": 1427m, 7,1% Steigung. Eine drittes Baulos im Anschluß an den zweiten Durchbruch - die zwei kürzeren Tunnel Eggental I + II - wurden bisher offensichtlich nicht realisiert (Projekt bzw. Abbildung). Damit ist dieser romantische Abschnitt der Auffahrt auf den Karerpass leider Geschichte und jeder muß selbst wissen, ob er sich die langen Tunnelfahrten aufgrund des Verkehrsaufkommens zumutet oder eher Ausweichstrecken benutzt.

Alternative Strecken:
- von Kardaun über Karneid auf schöner einsamer Straße nach Gummer und dann weiter über Welschnofen zum Karerpass
- Von Blumau aus die alte Braienstraße und dann über Tiers zum Nigerpass / Karerpass
- Von Blumau über Steinegg / Gummer / Welschnofen zum Karerpass

Zum Gedächtnis: Was für eine schöne Strecke uns verlorengegangen ist, zeigt dieses Video von der Durchfahrung der Eggenschlucht auf der alten Straße. Offensichtlich gab es 2008 auch Überlegungen, die alte Strecke für Fußgänger und den Radsport wieder herzurichten. Allerdings scheint sich diesbezüglich bis heute nichts getan zu haben.
Für die Informationen danken wir Tieflieger
100 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
01:31:48 | 17.08.2005
MichaelFloeth
Mittlere Zeit
01:57:00 | 24.09.2011
Indy77
Dolce Vita
02:15:35 | 24.05.2009
danielsan
Von Torsten – Verlässt man die SS48 zwischen Canazei und Moena bei Pozza in Richtung Karerpass, so lässt der Verkehr augenblicklich nach. Es sind allerdings nach wie vor reichlich Fahrzeuge unterwegs, da diese Straße die direkteste Verbindung nach Bozen bzw. zur Autobahn ist.
Die Straße steigt an und zwar dauerhaft. Anfangs mit gutem Blick auf das Fassatal, später schaut man durch die Bäume. Zwischendurch fragte ich mich, was hier nicht stimmt. Bei der anfänglichen Steigung musste ich deutlich vor Ende der acht Kilometer die erforderliche Höhe erreicht haben.
So ist es auch: vier Kilometer vor dem Pass ist der Drops gelutscht und es geht zum Glück eben weiter und nicht zwischendurch noch abwärts.
Bis zum Passschild müssen noch vierzig Höhenmeter überwunden werden, was auf einer Strecke von vier Kilometern nicht allzu schwer fällt.

125 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:22:21 | 12.07.2005
maximopsWOR
Mittlere Zeit
00:33:41 | 15.08.2007
Burki
Dolce Vita
00:45:00 | 16.07.2008
MartinIII
Eigenwerbung von quaeldich.de

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