Reifferscheid (564 m)

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Reifferscheid (564 m)
Hürsnück

Eifel, Hocheifel, Mittleres Ahrtal, Rheinland-Pfalz.
Wieder der Aremberg.
Der Ort Reifferscheid liegt in der Hocheifel auf einer Art Hochplateau, das im Norden und im Westen vom mittleren Ahrtal und im Osten vom Adenauer Bach eingefasst wird. Der höchste Punkt dieses Plateaus ist eine kleine Anhöhe auf 564 m Höhe, auf der die Kirche von Reifferscheid steht. Damit sind gegenüber dem Ahrtal etwa 300 m Höhenunterschied möglich, eine Höhendifferenz, die man in der Eifel nicht oft antrifft.
Doch nicht nur diesen Umstand kann sich Reifferscheid auf seine Fahnen schreiben, die Auffahrten sind zudem noch landschaftlich wunderschön und auch sportlich anspruchsvoll. Insbesondere die Westanfahrt von Fuchshofen mit ihren schönen Kehren im unteren Teil gehören nach Meinung des Co-Autors zu den schönsten Passagen, die die Eifel zu bieten hat. Im oberen Teil aller Anfahrten wird man außerdem mit einem grandiosen Ausblick belohnt. Einen wirklichen 360-Grad-Blick hat man zwar nicht mal auf der Anhöhe bei der Kirche, dieses 360-Grad-Panorama kann man sich jedoch von verschiedenen Punkten, die man passiert, gewissermaßen zusammensetzen. Unter anderem hat man ein schönes Hocheifel-Panorama mit der Hohen Acht und dem Schöneberg, im Westen sieht man natürlich den markanten Aremberg, und im Norden erkennt man den Höhenzug nördlich der Ahr, unter anderem mit dem Dümpelhardt.
Neben der bereits erwähnten Auffahrt von Fuchshofen gelangt man auch aus Schuld über Winnerath nach Reifferscheid; auf dieser Anfahrt passiert man als Zwischenhochpunkt den 530 m hohen Hürsnück. Die Straße aus Adenau über Honerath steigt eher moderat an, wir erwähnen sie hier ergänzend als zusätzliche Anstiegsvariante. Eine parallel verlaufende Auffahrt von Antweiler in den Nachbarort Rodder beschreiben wir dort als eigenen Anstieg. Zu guter Letzt gibt es dann noch eine versteckte Auffahrtsvariante, die aus dem Ahrtal bei Dümpelfeld über Lückenbach führt.
Zur Kombination eignet sich neben den bereits verlinkten Passeinträgen auch die Anstiege von Schuld nach Harscheid und der Übergang vom Ahrtal ins Erfttal über Wershofen sowie der Anstieg von Insul nach Sierscheid.

(Beschreibung unter Mitarbeit von majortom)
Für die Beschreibung danken wir Rostocker Mail an Absender

Westanfahrt von Fuchshofen  6 km / 281 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Westanfahrt von Fuchshofen
Die Anfahrt beginnt in Fuchshofen, und der Anstieg geht sofort los, nachdem man die Landstraße L73 in Richtung Reifferscheid verlassen hat. Noch im Ort steigt die Kreisstraße 17 mit rund 12 % Steigung an, dies ist jedoch schon der steilste Teil der Auffahrt. Nach ca. 200 m werden die Steigungsprozente wieder einstellig, und es geht gleichmäßig über acht schöne Serpentinen hinauf, die in rascher Folge hintereinander darauf warten, befahren zu werden. Die verkehrsarme Straße ist relativ schmal und hat einen ordentlichem Belag.
Wenn man nach etwa drei Kilometern aus dem Wald heraus fährt, wird es deutlich flacher. Heißsporne können hier das große Blatt auflegen. Genießern empfehlen wir jedoch, die grandiose Aussicht zu genießen, die sich nun peu à peu einstellt. Zunächst sieht man den gegenüber auf der anderen Seite des Ahrtals liegenden Aremberg nur hinter den Büscher hervor blinzeln, schon bald jedoch sieht man ihn in voller Pracht. Gleichzeitig tauchen auf der linken Seite großartige Ausblicke ins nördliche Ahrgebirge auf. Die Krönung stellt jedoch das Hocheifelpanorama dar, das man kurz vor dem Ende des Anstiegs in südlicher Richtung serviert bekommt.
Schließlich kann man links eine Windkraftanlage sehen, dort ist das Ziel. Bis dahin müssen aber noch die letzten 50 Höhenmeter auf einem Kilometer überwunden werden.
Fazit: nach Überzeugung des Co-Autors handelt es sich um einen Anstieg, der in puncto Schönheit eindeutig zu den Top 5 der Eifel gehört. Es überzeugen dabei sowohl die schöne Streckenführung zum Auftakt im Wald als auch die Panoramen zum Schluss. Einzig sportlich gesehen könnten vielleicht Wünsche offen bleiben – wer lieber steile Rampen hat, der sollte vielleicht auf die Parallelanfahrt nach Rodder ausweichen.

(Beschreibung unter Mitarbeit von majortom.)
Für die Beschreibung danken wir Rostocker Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.pmahl Mail an Absender0 h 18 m 30 s19.10.2011
bremse Mail an Absenderohne Zeit28.08.2009
tobsi Mail an Absenderohne Zeit06.07.2011
thomasg Mail an Absenderohne Zeit06.07.2011

Nordanfahrt von Schuld über Winnerath  6,4 km / 280 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordanfahrt von Schuld über Winnerath
Der Ausgangspunkt der Nordanfahrt, der Ort Schuld, ist auf malerische Art und Weise in eine Schleife der Ahr hinein gebaut. Die im Tal verlaufende L73 macht diese Schleife nicht mit, sondern wählt sozusagen den kürzesten Weg. Genau in der Mitte von Schuld zweigt unsere Auffahrt aus Richtung Dümpelfeld und Altenahr kommend links ab, aus Richtung Müsch und Blankenheim dementsprechend rechts. Der Abzweig ist ausgeschildert in Richtung Winnerath und Reifferscheid.
Oft sind bei Anstiegen aus Flusstälern heraus die ersten Meter die steilsten, und der hier beschriebene macht da keine Ausnahme. Kurz strampeln wir im zweistelligen Prozentbereich, doch gleich darauf, in einer leichten Linkskurve, geht die Steigung wieder zurück, und wir fahren erstmal am Hang entlang. Bäume auf der Talseite verhindern jedoch Ausblicke zurück auf Schuld und ins Ahrtal. Nach 800 m erreichen wir dann eine Rechtskurve, geradeaus steht eine kleine Kapelle (überhaupt ist die Kapellendichte in dieser Gegend sehr hoch; wir befinden uns wohl in erzkatholischem Territorium), und zum ersten Mal erhaschen wir Blicke hinab und in Richtung Dümpelhardt, der durch seine Antenne leicht zu erkennen ist.
Es folgt eine ziemlich lange Gerade, auf der sich die Steigung im oberen einstelligen Bereich einpendelt. Wir passieren einen Steinbruch und kurbeln weiter geradeaus den Hang hinauf nach Süden, zur Mittagszeit genau auf die Sonne zu. Mit Verlassen des Waldes (2,4 km) lässt dann auch die Steigung nach, und eine Linkskurve führt uns auf Winnerath zu, das nach 3,2 km erreicht ist.
Das letzte Flachstück legt uns nahe, der Aufstieg sei nun vorbei, doch eine Rampe im Ort belehrt uns eines besseren. Nach Verlassen des Ortes sehen wir uns dann auch auf eine Kuppe zufahren, es ist der 534 m hohe Hürsnück, den wir auf einer Höhe von 510 m allerdings nur touchieren. Nun müssen wir erstmal in eine kleine Senke hinab rollen, bevor wir dann Reifferscheid nach einer letzten ansteigenden Passage und insgesamt 6,4 km erreichen.
Schon auf dem letzten Stück werden wir mit grandiosen Ausblicken in die Hocheifel nach Osten und Südosten und zurück ins Ahrgebirge für unsere Strapazen mehr als entlohnt. Wer noch nicht genug hat, kann auch noch etwa 20 Hm dranhängen und eine letzte steile Rampe zur Reifferscheider Kirche hinauf drücken. Wirklich besser wird der Ausblick jedoch nicht, das liegt allerdings nur daran, dass er auch vorher schon nicht zu verachten war.
Zur Weiterfahrt bleibt uns nun die Qual der Wahl: Die schönste Alternative ist sicher die oben beschriebene Westanfahrt nach Fuchshofen, nach Meinung des Autors eine der schönsten Strecken überhaupt, die die Eifel zu bieten hat. In Richtung Rodder haben wir die Möglichkeit, über die dort beschriebene Strecke ins Ahrtal abzufahren. Und schließlich bleibt als dritte Möglichkeit die Abfahrt über Honerath nach Adenau.
Für die Beschreibung danken wir majortom Mail an Absender

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
majortom Mail an Absenderohne Zeit15.11.2009

Südostanfahrt von Adenau  6,5 km / 277 Hm Schön: 2 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südostanfahrt von Adenau
Startpunkt dieser Auffahrt ist der Abzweig der L10 von der B257 in Adenau. Schnell nimmt die Steigung 6 bis 7 % an. Der Verkehr kann hier durchaus störend sein, schließlich gelangt man auf diesem Wege nach Blankenheim, doch ist das Ganze nichts gegen das rege Treiben auf der Bundesstraße im Tal. Noch im Ort ist eine Kehre zu durchfahren. Nach fast 2 km flacht die Straße mit Verlassen des Waldes vorerst ab. Nach etwas mehr als 2 km sind dann die ersten Häuser von Honerath erreicht, das wir zügig durchqueren.
Hinter einem kurzen Waldstück und ehe die L10 erneut in den Wald eintaucht, biegen wir nach 3,5 km rechts in Richtung Reifferscheid ab. Es geht entlang des Waldrandes. Dahinter, auf Höhe des Donatushofes, der rechter Hand ein wenig abseits der Straße liegt, wird es nun wieder ernsthafter. 7 bis maximal 9 % fordern uns schon mehr, doch meist liegt die Steigung dann doch im mittleren einstelligen Bereich.
Waldstücke und offene Flächen wechseln sich ab, die Aussicht nach dem Abzweig auf das schmalere Sträßchen ist nun durch den Wald nicht mehr gegeben. Kurvig schlängelt sich die Straße in Richtung Reifferscheid, wo uns auf den letzten Metern nochmal eine kurze Rampe erwartet, ehe die Kletterei nach 6,5 km ein Ende hat.
Für die Beschreibung danken wir kletterkünstler Mail an Absender

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
kletterkünstler Mail an Absenderohne Zeit11.06.2010
smk r Mail an Absenderohne Zeit29.04.2012

Nordostanfahrt von Dümpelfeld über Lückenbach  6,2 km / 320 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordostanfahrt von Dümpelfeld über Lückenbach
Die vierte Variante nach Reifferscheid ist die unscheinbarste – nur ein kleines, scheinbar vergessenes Sträßchen, das sich im Wald versteckt – und somit ein echter Geheimtipp für die Auffahrt. Sie startet wie auch die Varianten eins (ab Fuchshofen) und zwei (ab Schuld) im mittleren Ahrtal, und zwar zwischen Dümpelfeld und Insul. Die Straße ist in Richtung Lückenbach ausgeschildert.
Zunächst geht es bei geringer Steigung etwa zwei Kilometer nach Lückenbach, hier noch auf einer bemerkenswert breiten und gut ausgebauten Straße – eigentlich überflüssig, denn so viel Verkehr ist von und nach Lückenbach nicht zu erwarten.
Ist Lückenbach erreicht, kann man sich entscheiden, entweder durch den Ort zu fahren oder aber in einem Bogen links am Ort vorbei. Es kommt auf dasselbe raus, man erreicht so oder so eine kurze steile Rampe, die einem kurzfristig den Atem raubt. Danach die doppelte Erleichterung: die Straße flacht sofort wieder deutlich ab, und es geht tatsächlich eine asphaltierte Straße durch den Wald nach Reifferscheid, sogar einen Wegweiser gibt es. Allerdings handelt es sich um ein einspuriges Sträßchen, also genau so eine abgelegene Verbindung, wie wir sie lieben.
Die Steigung ist nun ziemlich regelmäßig, sie liegt im oberen einstelligen Bereich. Immer noch entlang eines Baches gewinnen wir so stetig an Höhe, bis schließlich eine Kehre bei Kilometer 5,2 den Schlussteil einläutet. Hier verlassen wir den Wald, durchfahren eine zweite Kehre und halten nun auf Reifferscheid zu, das wir auch schon mitsamt der markanten Kirche sehen können. Eine Querverbindung rechts würde uns nun zur Hauptstraße von Schuld bringen, man kann jedoch auch geradeaus direkt nach Reifferscheid hinein fahren.
Hier stehen uns schließlich die oben beschriebenen anderen Varianten bergab samt der Abfahrt über Rodder zur Weiterfahrt zur Verfügung.
Für die Beschreibung danken wir majortom Mail an Absender

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.pmahl Mail an Absender0 h 21 m 00 s18.11.2011