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Tourentipp: Tour 1 von kdw

Tourentipp von kdw

2 Tage / 341 km / 5889 Hm

Montasfonstrasse.Ein Klassiker mit hohem Freitzeitwert ist die Silvretta Rundfahrt vom Bodensee aus. Gestartet wird von Friedrichshafen – Ailingen über Reute – Tettnang – Apflau – Degersee. Bis Lindau sind es eigentlich alles Nebenstrassen, mit geringen Steigungen übers Vorallgäuland wieder hinunter nach Lindau. Bregenz ist einfach ein übles Nadelöhr – da kann man nicht viel machen. Es gibt, sofern man Bregenz umfahren möchte, nur die Route hinter dem Pfänder über Scheidegg – Scheffau – Langen . Das würde einen Umweg von etwa 40 km und 500 HM bedeuten. Man kommt bei beiden Routen in Wolfurt raus. Die Variante durch Bregenz sind dann eben etwa 10 km und kaum Höhendifferenz. Bregenz ist jedenfalls die kürzere aber auch schlimmere Passage mit viel Autoverkehr. Es empfiehlt sich, spätestens um 10.00 h Bregenz zu passieren. Danach geht es weiter auf der Bundesstrasse 190 bis nach Bludenz über Götzis – Übersaxen – Thüringen. Wer noch eine Variante einlegen mögchte, biegt kurz nach Rankweil nach Schwarzensee ab – es lohnt sich. Die flache Variante führt über Satteins – Schlins – Bludesch. Kurz vor Bludesch kommen dann beide Varianten wieder zusammen. Ich habe wirklich keine Ahnung, wie die Ortsnamen zustande gekommen sind. Vielleicht heißt dann ein neuer Ortsname Prosieben oder so – keine Ahnung. Also ab Bludenz wird’s dann so, dass die Montafonstrasse ausgeschildert ist. Bis Partennen sinds dann noch etwa 40 km. Das gesamte Montafon ist Wintertourismusgebiet. Die Folge davon ist kurioserweise, dass im Sommer die Übernachtungen etwa zum halben Preis angeboten werden – nahezu jedes Gehöft bietet Fremdenzimmer an. In Partennen beginnt dann das Vergnügen : Hier beginnt der für den Kraftverkehr kostenpflichtige Mautabschnitt. Fahrräder sind jedoch kostenlos. Partennen liegt auf ca. 850 m; es sind auf 14 km also etwa 1200 HM zu absolvieren. Die Auffahrt ist jedoch auch für Ungeübte zu bewerkstelligen. Etwa auf 2 / 3 der Strecke gelegen liegt der Vermunt Stausee. Das gesamte Montafon ist geprägt von Wasserkraftwerken, die modernen sind allerdings in den Berg hineingebaut, so dass von außen nicht viel zu sehen ist. Ein besonderes Merkmal stellt ein 2 km langer Versorgungstunnel direkt am Vermuntstausee dar. Dieser führt zur Bergstation der Trominier Bergbahn – ich bin den Tunnel allerdings auch noch nicht ganz durchgefahren. Nun kommt eine etwa 2 km lange flache Passage, wo man ein wenig die Beine hochlegen kann – das letzte Stück mit etwa 4 km steigt dann nochmals in ein paar Kehren an. Oben erwartet die Biehler Höhe in 2030 m Höhe mit einer Aussicht auf den Silvretta Stausee. Am Wochenende ist allerdings mit erheblichen Kfz – und Motorradverkehr zu rechnen. Wenn alles normal läuft dürfte es nun so 16.00 h – 18.00 h sein – je nach dem. Gleichzeitig ist hier auch die Landesgrenze nach Tirol. Die Abfahrt erfolgt nun durch das Paznauntal. Galltür – welches ja durch das Lawinenunglück zu trauriger Berühmtheit gelangt ist, ist der erste Ort , danach kommt Ischgl, See und schließlich Kappl – unser heutiges Etappenziel. Hier kann man – ziemlich genau auf halber Strecke der Tour – günstig übernachten und am nächsten Morgen durch das Paznauntal nach Landeck hinabfahren. Einbiegen auf die alte Arlberg Panoramastrasse belohnt mit wenig Pkw Verkehr und leichter Steigung bis St. Anton. Dort nimmt allerdings der Verkehr über die Arlbergpassstrasse zu, weil dort auch die Maudstelle für den Tunnel anfängt. Ein kurzes, aber steiles Stück, gepaart mit viel Pkw und Omnibusverkehr. Unbedingt empfehlenswert ist zumindest ein Rücklicht für das letzte Stück, vor St. Christoph – dieses führt durch einen Tunnel. Wer will, kann auf der Arlberg Passhöhe einen Kaffee zu sich nehmen – es geht wieder hinunter in Richtung Klostertal. Hier muss man auf die Abzweigung zumFlexenpass achten – nicht vorbeifahren, sonst kommt man in Bludenz heraus. Also Flexenpass führt zunächst in die Nobelskigebiete Zürs und Lech am Arlberg. Die Verbindungsstrasse nach Warth ( Vorarlberg ) ist an sich sehr schön zu befahren – im Winter allerdings wegen Lawinengefahr bis ins Frühjahr gesperrt. Es folgt eine leichte Steigung zum Hochtannbergpass mit einer rasanten Abfahrt nach Schröcken. Nun sind wir schon wieder beinahe im Wohnzimmer Bregenzerwald mit den Orten Au, Mellau, Egg. Wer möchte, kann die Lorena Passstrasse nehmen, die im oberen Bereich allerdings einen schlechten Fahrbahnbelag hat. Abfahrt nach Alberschwende über Buch nach Wolfurt. Hier kommt die bekannte Problematik durch Bregenz – die Variante über Langen werden wohl jetzt nur noch die wenigsten Radler wählen wollen. Heimfahrt über Lindau – Wasserburg – Nonnenhorn – Friedrichshafen.


2 Tage – 350 km – 5000 HM. Ich hab schon gehört, dass manche die Runde in 1 Tag machen - je nach Geschmack eben.