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Fideriser Heuberg (2000 m) Berghaus Arflina

Serpentine oben.

Auffahrten

Von stb72 – Bevor man startet, sollte bedacht werden, dass man insgesamt rund 1250 Höhenmeter bei einem Schnitt von circa 10 % zurückzulegen hat. Die Einsamkeit – es herrscht praktisch kein Verkehr – und das herrliche kleine Bergsträßchen machen das ganze aber eine Spur leichter als die nackten Zahlen aussagen. Daher und aufgrund des leichteren Mittelteils gibt es nur 4 Härtesterne.
Während der gesamten Auffahrt bieten sich schöne Ausblicke auf die umgebende Bergwelt.
Wir starten unten an der Hauptstraße einige Meter östlich von Jenaz auf ca. 750 m Höhe und biegen an dem Abzweig nach Fideris rechts ab. Die ersten 150 Hm bis zum Ort sind bei angenehmer Steigung auf der Straße locker zu fahren, wobei man den oberen Teil bis Fideris auch deutlich steiler auf der alten Straße zurücklegen kann. Noch in Fideris ändert sich das allerdings. Wenn wir uns noch im Ort rechts halten, beginnt das nun nur noch schmale Bergsträßchen (Achtung: ab und zu Schweizer Postbusverkehr) heftig, mit kurzzeitig bis ca. 17 % zu steigen und hält für die nächsten rund 2 km einen Schnitt um die 12 %, verläuft jedoch meistens im Wald. Im Spätsommer 2006 waren hier Straßenbauarbeiten im Gange, so dass man das Steilstück für ca. 1 km auf Schotterbelag zurücklegen musste, doch das dürfte hoffentlich inzwischen erledigt sein.
Die Auffahrt ist sehr kurvenreich, jedoch mit wenigen richtigen ausladenden Serpentinen. Nach dem Steilstück lässt die Steigung nach (jedoch nicht unter 7 %), so dass man für die nächsten vier bis fünf Kilometer bei relativ angenehmer Fahrt nun durch Almwiesen und kurze Waldstücke weiterfährt. Ab ca. 1400 m Höhe zieht die Straße wieder um ein bis zwei Prozentpunkte an. Der Belag im Mittelteil ist für zwei bis drei Streckenabschnitte eher als Mischung aus Erdstraße und altem Asphalt zu bezeichnen, allerdings immer ganz gut zu fahren und kein Schotter. Nach den folgenden kurzen Waldpassagen erreicht man eine Art Hochtal, dem wir nun bis zum höchsten Punkt folgen. Hier wechseln sich normale und steilere Abschnitte, die Steigung pendelt meistens zwischen 7 und 12 %.
Wenn man die Häuser des kleinen Skigebiets und der Chalets langsam erreicht, lässt die Steigung wieder etwas nach und man freut sich, endlich oben zu sein. Allerdings haben uns die Straßenbauer noch ein Schmankerl für den Schluss übrig gelassen. Auf den letzten ca. 500 Metern folgt das steilste Stück der Auffahrt. Hier werden auch kurzzeitig 18 % erreicht, so dass man für die magische Höhe 2000 m noch mal richtig in den Lenker beißen muss. Dann hat man es aber geschafft, es gibt sogar eine Art Passschild, und normalerweise hat das Gasthaus Arflina auch geöffnet, so dass man sich von den Mühen erholen kann. Hinsetzen und die Ausblicke zurück ins Prättigau auf Schesaplana, Sulzfluh usw. genießen.
Die Abfahrt zurück ist zwar relativ problemlos, jedoch sind hohe Geschwindigkeiten bei der Schmalheit der Straße, der Steilheit und dem teilweise etwas schlechteren Belag nicht drin.

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Schnellste Zeit
01:48:51 | 27.06.2010
gyorgyigabor
Mittlere Zeit
Dolce Vita
01:54:35 | 30.06.2012
feuerpferd
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