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Col du Portillon (1293 m) Col deth Portilhon

65. steil schlängelt sich die Strasse durch duftenden Kiefernwald

Auffahrten

Von DE – Der Westanstieg zum Col du Portillon beginnt eigentlich am südlichen Rand von Luchon, im Ortsteil Saint Maimet, trotzdem soll die Beschreibung dort beginnen, wo Verknüpfungen zu Pässerunden möglich sind: Start ist am Doppelkreisel nördlich des Zentrums von Bagnéres-du-Luchon, markiert durch einen Doppelspringbrunnen und den steinernen Löwen. Hier münden von Westen die Abfahrten von Col de Peyresourde bzw. Port de Balès über die D618, hier kommt man auch an, wenn man über Col de Menté oder Col des Ares von Norden her nach Bagnéres-du-Luchon gefahren ist und noch eine Extrarunde über den Col du Portillon plant.
Wir fahren in Richtung Stadtzentrum und könnten auf der Allée d’Etigny, der Haupstraße des Ortes, an einem der Freisitze noch eine Kaffeepause einlegen. Oder wir fahren pausenlos weiter, treffen nach einem links-rechts-Schwenk an der Therme auf die D125 und folgen dieser am Kurpark entlang bis zum Abzweig der D618A. Die D125 führt geradeaus hinauf nach Superbagnéres, aber wir biegen links ab, folgen der D618A sowie der Wegweisung zum Col du Portillon und erreichen bald den Ortsausgang.
Mit einer Doppelkurve beginnt der eigentliche Anstieg, erst verhalten, dann eine Rampe hinauf, wo schon mal 10–11 % zu knacken sind. Nach einer Kehrengruppe bei Kilometer 2,5 zwingt eine giftige 400-m-Rampe mit bis zu 15 % die Kette nach links. Aber die Topografie ist gnädig und lässt zur Erholung einen flachen Kilometer folgen, der durch ein schönes Tal führt, vorbei an Wiesen und einzelnen Gehöften – man fühlt sich eher wie im Mittelgebirge. Aber die nächsten knapp 4 km lassen kein Abschweifen der Gedanken mehr zu: immer zwischen 8 und 12 % geht es über zwei Doppelkehren und längere Geraden dazwischen steil hinauf, ehe nur in den letzten Kurven vor dem Pass auch ein paar weiterreichende Ausblicke erkennen lassen – doch kein Mittelgebirge! Am Pass selbst: kaum Aussicht, kein Gasthaus, also kurze Pause und Abfahrt ins Val d’Aran, unten bei Bossòst an der Garona trifft man auf die stärker befahrene Transitstrecke N-230, der man – bald wieder in Frankreich – bis Saint Béat folgen muss, um dann die Wahl zu haben: Aufzubrechen zu weiteren Großtaten über Col de Menté und Col de Portet d’Aspet, oder von dort gemütlich zurückzufahren nach Bagnéres-du-Luchon.
Für nimmersatte Quäler: Bevor in einem der Gasthäuser in Luchon eine schaumgekrönte Woge gutgekühlter Hopfenschorle in den staubtrockenen Rachen brandet, wie wärs – so als 1200-Hm-Betthupferl – noch mit einem abendlichen Ritt hinauf nach Superbagnéres?

61 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:32:33 | 20.08.2017
breis89
Mittlere Zeit
00:43:20 | 10.10.2012
flatwaldi
Dolce Vita
00:54:17 | 15.08.2011
kuno
Von AP – Im Gegensatz zur Westanfahrt gibt es auf der Ostanfahrt kein Vorgeplänkel in Form eines Tales, das man zuerst durchquert. Es geht vom Ufer der Garona am Hang hinauf Richtung Passhöhe, und fertig! Dafür sind die Steigungsspitzen aber auch niedriger als auf der Westseite, 10 % sind das höchste der Gefühle, der steilste Kilometer hat etwas über 8 %.
Das eigentliche Problem ist aber die N-230, an der man nicht vorbeikommt, will man zur Ostanfahrt des Portillon. Diese Straße ist nicht nur die Hauptverbindung zwischen Frankreich und dem Val d’Aran, sondern im folgenden auch die Hauptverbindung zwischen dem Tal und dem Rest Kataloniens durch den Túnel de Vielha. Mit einem gewissen Verkehrsaufkommen ist also zu rechnen. Im Sommer 2013 war diese Straße zudem durch eine Menge Baustellen blockiert, mittels derer man die Schäden durch das Hochwasser der Garona, ausgelöst durch schwere Regenfälle im Juni 2013, zu beseitigen versuchte.
Die Auffahrt beginnt an einem Verkehrskreisel südlich des Ortskerns von Bossòst. Über vier Serpentinen schwingt sich die Straße durch eine anfangs offene Landschaft hinauf; die Wiesen werden aber schnell vom Mischwald abgelöst. Die Steigung liegt zunächst bei 5 bis 6 %, pendelt sich dann ab dem vierten Kilometer auf etwa 8 % ein und geht kurz vor dem Ende der Auffahrt wieder zurück.
Ein Zwischenstopp sollte nach knapp fünf Kilometern gemacht werden, denn dort befindet sich ein mirador neben der Straße, von dem aus man einen wunderbaren Blick ins Val d’Aran hat... bestimmt eins der grünsten Täler Spaniens außerhalb des Dunstkreises der Atlantikküste. Etwas über einen Kilometer hinter dem Aussichtspunkt folgt eine offene Passage vorbei an dem Hauptgebäude des Tierparks unterhalb der Straße, mit hübscher Sicht auf die Berge im Süden. Später wird der Wald wieder dichter, und mit zunehmender Höhe gewinnen Nadelbäume die Oberhand.

26 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:36:07 | 27.08.2013
Tom63
Mittlere Zeit
00:47:00 | 03.05.2008
Christian Heinzel
Dolce Vita
00:50:20 | 10.09.2011
SUGI67
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