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Juf (2126 m)

Alpen, Rätische Alpen, Graubünden.
Blumenparadies auch im Seitental weit oben.
Juf als Teil der Samtgemeinde Avers ist das höchstgelegene, ganzjährig bewohnte Dorf der Alpen und angeblich sogar ganz Europas. Das Averser Tal ist eine Sackgasse, auf die man zwischen Andeer (979 m Höhe) und Sufers (1420 m Höhe) im Hinterrheintal einbiegt, unweit der weltbekannten Via Mala-Schlucht.
Der Abzweig liegt nur 10,5 km östlich von Slpügen, Ausgangspunkt des Splügenpasses. Ebenfalls in Reichweite liegt weiter westlich der San Bernardino.
In Juf gibt es etwas Gastronomie, früher sogar eine Jugendherberge und jetzt noch ein Touristenlager. Man kann hier auf einer mehrtägigen Radtour auch sein Etappenziel einplanen und am nächsten Tag zum Splügen-Pass oder zum San Bernardino-Pass weiterfahren. Für Wanderer geht es von hier zum Beispiel nach Maloja, ins Bergell oder nach Bivio am Julierpass weiter. Die Berge in der Umgebung erreichen eine Höhe von rund 3000 Metern, der Piz Platta ist mit 3392 Metern der höchste.
Fazit: Wen es nicht stört, auf demselben Weg wieder zurück in die Zivilisation zu fahren, für den ist Avers-Juf eins der Highlights, die Graubünden zu bieten hat. Traumlandschaft, fast kein Verkehr und nicht allzu schwer zu fahren. Für den sportlicher eingestellten Fahrer gibt es da auch die Möglichkeit bergauf durchzuziehen und nur bergab anzuhalten und Fotos zu knipsen.
Wegen einiger nur schwach beleuchteter, gewundener Tunnel empfiehlt sich auf dem Weg nach Juf ein Rücklicht am Rad!

Verwegene Quäler messen sich mit den überwiegend einheimischen Pedaleuren beim jährlichen Radbergrennen Andeer-Juf mit Start in der Ortsmitte von Andeer.
Für die Beschreibung danken wir Uwe Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordwestanfahrt von Andeer28 km1147 HmSchön: 5 SterneHart: 3 Sterne

Nordwestanfahrt von Andeer  28 km / 1147 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordwestanfahrt von Andeer
Das Averser Rheintal ist eine deutsche Sprachinsel im Bündnerland. Wenn man von Andeer kommend das Hinterrheintal Richtung Südosten verlässt, genauer gesagt in der Rofla-Schlucht, fährt man zuerst ins Val Ferrera, welches zum rhätoromanischen Sprachraum gehört. Der dortige Fluss ist der Ragn da Ferrera, übersetzt der Rhein von Ferrera. Die Orte im Val Ferrera heißen Ausserferrera (1300 m Höhe) und Innerferrera (1480 m Höhe) und lassen erkennen, dass hier in der Geschichte Eisenerz abgebaut und verarbeitet wurde. Davon ist heute nicht mehr viel zu sehen. Irgendwo steht an der Straße eine verfallene Schachtanlage, die wir auf den ersten Blick für eine alte Kirchenruine gehalten haben. Bis hierhin verläuft die Straße überwiegend an der rechten Talseite in Flussnähe. Man genießt die Ruhe vom Verkehrstrubel der Hauptstraße, die man vorher erlebt hat. Die Straße steigt nur moderat an, man befindet sich überwiegend im Wald und der einzige „Lärm“ kommt vom Fluss, der hier einiges erlebt zwischen Felsen und kleineren Wasserfällen. Weiter aufwärts liegt ein kleiner Stausee neben der Straße, der bei schönem Wetter mit seiner blaugrünen Farbe zum Fotografieren einlädt. Einfach schön hier!
Nach der Ortschaft Innerferrera steigt die Straße erst einmal stärker an (14 % laut Karte) und führt durch einige (schlecht) beleuchtete Tunnels und über 2 Brücken (gewaltige Tiefblicke!). Hier waren wir froh, dass wir unsere Rücklichter montiert hatten, denn die Tunnels sind nicht nur steil und schwach beleuchtet, sondern teilweise auch gewunden. Wer Angst vor Tunnels hat, sollte sich hier trotzdem nicht bange machen lassen, denn es ist hier fast kein Autoverkehr, es ist schon etwas Besonderes, wenn überhaupt mal ein Auto vorbei fährt. Ein Rücklicht ist dennoch empfohlen – es schützt uns und die Autofahrer.
Kurz nach den Tunnels kommen wir an dem Abzweig (1672 m Höhe) zum Valle di Lei, bzw. Lago di Lei (1931 m Höhe) vorbei. Das ist eine kleine Sackgasse nach Süden zu einem Stausee der Kraftwerke Hinterrhein AG. Länge 4 km mit einem 950 m langen Scheiteltunnel. Der Abstecher lohnt sich, wenn man noch etwas Zeit und Körner übrig hat. Der Stausee liegt auf italienischem Staatsgebiet, nur die Staumauer gehört noch zur Schweiz. Hier gehört Italien zum Einzugsgebiet des Rheins! Wer in der Schule Italien zum Einzugsgebiet des Rheins erklärt, fällt vielleicht in Geografie durch…
Wichtig: Lago di Lei ist für Rennradfahrer definitiv Sackgasse, eine Weiterfahrt über den Passo di Angeloga (2390 m Höhe) nach Campodolcina an der Splügen-Pass-Südrampe ist nicht möglich!
Ab diesem Abzweig nennt sich unser Tal Averser-Rheintal und ist deutschsprachig. Es geht für kurze Zeit etwas flach weiter bis zum Ort Avers-Campsut, wo es dann in der Ortsdurchfahrt allmählich wieder steiler wird, bis es anfängt weh zu tun. Hier greifen die echten Bergfahrer an und können sich vom Rest der Welt absetzen! Wir kommen nach Avers-Cröt, wo wieder ein interessanter Streckenabschnitt beginnt mit 5 Kehren und 2 hohen Talbrücken, wo wir 2-mal die Talseite wechseln (Tiefblicke, Fotostopp bei der Abfahrt). Anschließend verläuft die Straße weiter auf der rechten Talseite imposant an den Fels geklebt nach Avers-Cresta (1959 m Höhe). Ab dort wird die Vegetation ärmer und der Tritt mühsamer. Zwischendurch ist die Straße mal steil, mal wieder fast flach, es geht sogar einmal wieder abwärts. Kurzum ein Gelände, wo man völlig aus dem Takt kommt. Irgendwann muss das Ende der Welt doch einmal erreicht sein! Avers-Pürt, Avers-Am Bach, Avers-Juppa, Avers-Podestatenhaus, es nimmt kein Ende… Doch, endlich das richtige Ortsschild: Avers-Juf, 2126 m Höhe!
Für die Beschreibung danken wir Uwe Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: steve Mail an Absender1 h 33 m 00 s19.08.2003
Mittlere Zeit: DddAkk Mail an Absender2 h 05 m 00 s22.03.2010
Langsamste Zeit: 2 h 30 m 00 s27.07.2011