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Alp Anarosa (2340 m) Alp Curtginatsch, Tguma Parkplatz

oberer Teil.

Auffahrten

Von stb72 – Man startet unten an der Hauptstraße nach der Durchquerung der Via Mala in Zillis auf ca. 940 m. Den Namen Alp Anarosa findet man auf keinem Wegweiser oder Schild, daher wählt man am Abzweig als Richtung Wergenstein oder Mathon. Der Weg ist aber eigentlich einfach zu finden.
Hier muß man rechts abbiegen und dann geht es erstmal einige Meter bergab, bis der Anstieg nach einer Unterführung beginnt. Bereits hier sieht man das steile Stück der Anfahrt bis Wergenstein komplett vor sich. Zunächst noch auf gut ausgebauter Straße erreicht man den Ort Donat. Hier teilt sich die Straße, und man fährt entweder auf der Hauptstraße über Mathon bei angenehmer Steigung weiter, oder man wählt den Abzweig über Wergenstein, was der eigentliche, direkte und steile Weg mit zahlreichen Kehren ist.
Dem Quäldich-Fahrer fällt die Wahl natürlich leicht. Das Sträßchen wird ab hier sofort schmal und leider nach einiger Zeit auch vom Belag recht dürftig. Offensichtlich wird dieser Abschnitt nicht mehr richtig instand gehalten, da wohl alle die neue Straße wählen. Der Asphalt ist alt und rau und besonders in den Kehren mit Split und Schotter bedeckt, aber durchaus fahrbar. Der Teil bis Wergenstein ist steil, meistens über 10 % (maximal ca. 13 bis 14 %) und kombiniert mit dem Belagszustand der härteste der Auffahrt. Auf ca. 1500 m erreichen wir dann Wergenstein, und die Steigung geht auf Null zurück. Hier kann man endlich durchatmen und hält sich rechts (in Richtung Mathon). Kurz nach Wergenstein zweigt die Straße zur Alp Anarosa leicht links ab. Dieser Abzweig ist leicht zu verpassen, da auch hier kein Hinweisschild steht. Fährt man geradeaus weiter, erreicht man Mathon und somit die einfachere Variante des unteren Teils, welche man übrigens für die Abfahrt unbedingt wählen sollte. Da kommt dann am Schluss noch mal richtig Laune auf, und man muss nicht das Splittsträßchen runterbremsen.
Es folgt nun der einzig schattenspendende Teil der Auffahrt. Die nächsten ca. 1 bis 2 km fährt man im Wald bei nun wieder deutlich steilerer Straße (der Asphalt ist ab Wergenstein gut), bevor man die Ansiedlung Dumagns erreicht, wo man (neidisch) am Wochenende etliche Schweizer beim relaxen und sonnenbaden beobachten kann.
Wenigstens sind die Steigungsprozente in normalen Bereichen, so dass man die alpine Landschaft und die zahlreichen blühenden Almwiesen genießen kann. Ab hier (ca. auf 1900 m) fährt man, mit mehreren kurzen Serpentinen durchsetzt die letzten ca. 6 km langsam in den Hochtalkessel der Alp Anarosa hinein, höchste Berge hier sind der Piz Anarosa und das Bruschghorn, beide über 3000 m.
Ausblicke während der gesamten Auffahrt hat man vorwiegend zurück nach Osten auf die Berge Richtung Lenzerheide bis zum Flüelapass.
Einen kleinen Wermutstropfen bescheren die Schweizer Straßenbauer dann ausgerechnet kurz vor dem Ziel. Unverständlicherweise hört der Asphaltbelag ca. 80–100 Höhenmeter unter dem höchsten Punkt auf und geht in einen Schotterbelag über. Dieser ist zwar äußerst schlecht zu fahren, aber umdrehen geht jetzt nicht mehr, und es ist auch nur ein kurzes Stück – Augen zu und durch.
Oben ist schließlich lediglich ein Parkplatz, laut Passschild der Tguma Parkplatz auf 2340 m, ein etwas unzureichender Name für diesen Hochpunkt, zu dem eine der schönsten Schweizer Auffahrten führt.
Für manche interessanter ist hingegen das Schild, das uns Speck am Brettl auf der Alpe Curtginatsch verheißt. Diese liegt noch einige hundert Meter entfernt und einige Höhenmeter tiefer im hinteren Talkessel, wo man auch eine zweite Alp entdeckt (vielleicht die ominöse Alp Anarosa). Da der Hin- und Rückweg dahin allerdings auch auf dem Schotterbelag zurückzulegen ist, hat der Autor schweren Herzens die kulinarische Köstlichkeit leider nicht ausprobiert.
Die Abfahrt ist nach dem Schotterstück problemlos, aber schmal. Wie schon erwähnt, sollte man im unteren Teil unbedingt die neue Straße über Mathon wählen. Dazu am Abzweig vor Wergenstein scharf 180 Grad nach links abbiegen und die letzen Kilometer bis ins Tal ab Mathon noch die Bremsen schonen.

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Schnellste Zeit
01:40:15 | 27.05.2017
Jerrythemerry
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01:45:20 | 27.08.2016
Jerrythemerry
Dolce Vita
02:15:00 | 22.08.2009
gyorgyigabor

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