Lai da Vons (2075 m)

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Lai da Vons (2075 m)
Vizanpass

Alpen, Lepontinische Alpen, Graubünden.
der Lai da Vons
Die Straße über den Lai da Vons ist eine echte Passstraße, parallel zur Bernardino-Route, zwischen Andeer und Sufers im Hinterrheintal verlaufend am Fuß des Piz Vizan, versteckt und abseits gelegen.
Allerdings ist die Befahrung nur hartgesottenen Rennradlern zu empfehlen, da von beiden Seiten die letzten Passagen nicht asphaltiert sind und der Schotter zumindest von Sufers her oben nicht sehr einladend ist. Auf der Sufers-Seite reicht die Asphaltierung bis knapp über 2000 m Höhe etwas oberhalb des kleinen Sees. Die Passhöhe liegt etwas höher auf ca. 2075 m.
Auf der anderen Seite von Andeer endet die Befestigung auf ca. 1900 m Höhe und geht anschliessend in einen 1,7 km langen Schotterweg über. Der Zustand dieses Abschnitts ist recht unterschiedlich mit einfach zu fahrenden Erdspuren, Urasphaltierung bis hin zu steileren Schotterabschnitten.
Aber auch nur als Sackgasse ist die Befahrung sehr zu empfehlen, da beide Seiten um die 10 % im Schnitt steil sind. Verbunden mit der landschaftlichen Schönheit des Hinterrheintals abseits des Verkehrs auf der Bernardino-Route sollte Anreiz genug für einen Versuch zum Lai da Vons gegeben sein.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südauffahrt von Sufers6,4 km687 HmSchön: 5 SterneHart: 3 Sterne
Nordostauffahrt von Andeer11,1 km1055 HmSchön: 5 SterneHart: 4 Sterne

Südauffahrt von Sufers  6,4 km / 687 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südauffahrt von Sufers
In Sufers verlässt man die alte Bernardino-Straße bei der Raststätte und fährt direkt in das Dorf hinein. Bei der ersten etwas „größeren“ Kreuzung dann sofort wieder scharf rechts abbiegen und nach einigen Häusern noch im Dorf leicht links halten. Die folgende Gabelung muss man dann als Kehre scharf links fahren, denn geradeaus endet der Asphalt recht bald. Ab hier kann man dann nicht mehr falsch fahren.
Jetzt steigt die schmale Straße an, und zwar meist um die 10 %-Marke bis oben, maximal werden jedoch trotzdem nicht mehr als kurz mal 14 bis 15 % erreicht. Lange Flachpassagen sucht man jedoch auch vergebens. Nach der sofort folgenden zweiten Kehre verlässt man dann bald die Wiesen um Sufers und fährt in den Wald hinein. Hier kann man noch mal die Aussichten auf den Sufnersee und den Piz Tambo über dem Splügenpass nutzen, die folgende Waldpassage bietet nicht so viel davon. Das macht aber nichts, ist man doch mit sich selbst und der Steigung genug beschäftigt.
Nach der dritten Kehre schlängelt sich der Weg dann erstmal dem Hang entlang, ein längerer Naturtunnel folgt (kein Licht notwendig) nach ca. 2,5 km, und der Asphalt endet danach plötzlich unverhofft. Man sollte aber nicht kehrtmachen, die Schotterpassage ist gut zu fahren und dauert nur ca. 600 m. Danach folgt erst der richtig schöne Teil der Strecke.
Nach der kurvigen und wilderen Passage eines kleinen Tobels fährt man um den Bergrücken herum und verlässt dann bald den Wald. Jetzt befindet man sich in herrlicher Hochalmlandschaft mit freien Aussichten nach Süden und Westen, und es sind noch einige Kehren und auch die steilsten sehr kurzen Rampen zu durchfahren, bevor dann nahe des Sees die Steigung deutlich abnimmt. Hier auf gut 2000 m Höhe endet der Asphaltbelag. Man sollte dann zumindest die flache Schotterpassage bis auf ca. 2030 m noch befahren, so dass man den malerischen Bergkessel mit dem Lai da Vons noch ganz betrachten kann, bis hier sind es dann 6 km.
Die Stille hier oben ist Genuss pur und steht im Kontrast zur stark befahrenen Bernardinostraße im Tal. Lediglich vereinzelte Almhütten und Ferienchalets gibt es hier oben, und auch nur eine handvoll Autos von Wanderern haben den Weg des Autors an diesem schönen Sommertag gekreuzt.
Wer möchte, kann die folgende steile Schotterpassage für die letzten Höhenmeter auch noch befahren bis zum Vizanpass, die Abfahrt im oberen Teil nach Andeer ist dann sicher Geschmackssache und Schotter für ca. 1,7 km. Ansonsten führt der Weg zurück ins Rheintal, und zur Kombination bietet sich die angenehme aber lange Fahrt hinauf nach Juf an. Wer es gern lauter hat, sollte die kürzeren kehrenreichen Nordanfahrten zum Splügenpass oder zum San Bernardino-Pass in Angriff nehmen. Sucht man jedoch noch mehr steile Prozente, dann kann man sich von Zillis an der schweren Rampe hinauf zur Alp Anarosa versuchen.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.gyorgyigabor Mail an Absender0 h 50 m 58 s26.07.2011
stb72 Mail an Absenderohne Zeit15.07.2007
TicinoBergler46 Mail an Absenderohne Zeit19.08.2011

Nordostauffahrt von Andeer  11,1 km / 1055 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordostauffahrt von Andeer
Die sehr schöne und abwechslungsreiche Auffahrt führt den sehr steilen Ostabhang in nur vier Kehren hinauf, die erste Hälfte in lichtem Wald, in der zweiten Hälfte meist in freiem Almgelände.
An der Bergseite wird das schmale, bis 1900 m Höhe ordentlich asphaltierte Sträßchen von größeren und kleineren Felspartien gesäumt. Bereits im unteren Teil gibt es regelmäßig Ausblicke, weiter oben im Almgelände 180-Grad-Panorama-Aussichten. Man sieht auch auf den Hang von Mursenas und die Nachbarroute der Alp Anarosa.

Wir starten in Andeer (1010 m Höhe), überqueren auf einer überdachten Holzbrücke den Hinterrhein, fahren auf ebener Straße zu einem Steinbrech-Werk und biegen dort nach rechts ab. Man kann den Weg nicht verfehlen, in der dritten Kehre bleibt eine Abzweigung rechts liegen.
Nach dem ersten flachen Kilometer beträgt die Durchschnitts-Steigung 10 % bei einem Bereich zwischen 9 und 13 %. In der letzten Kehre (1900 m Höhe) endet der Asphalt. Die obersten 1,7 km fährt man dann auf einer gutartigen Schotterstrecke mit zwei Fahrstreifen. Hierbei sind auf Schotter zunächst 400 m bei 8 %, 500 m bei 11,5 % und 900 m bei 7 % zurück zu legen.

Als Abfahrt empfiehlt sich der Weg hinab nach Sufers am wunderbar gelegenen Lai da Vons vorbei (kürzere Schotterstrecke). Die Auffahrt von Sufers ist außergewöhnlich schön, für diese Tour sind die fünf grünen Sterne aber noch gerechtfertigt.
Für die Beschreibung danken wir TicinoBergler46 Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
TicinoBergler46 Mail an Absenderohne Zeit19.08.2011