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extrem leichter Gang, z.B. für Allgäu-Steigungsmonster

  • Wenigfahrer, 10.05.2022, 09:32 Uhr 10.05.2022, 12:35 Uhr
    Hallo,

    dieses Thema dürfte für die allermeisten uninteressant sein.
    Mich reizt die Befahrung von Allgäu-Steigungsmonstern wie z.B. der Hörnerbahn oder der Schlappold-Alpe.
    Aufgrund meiner begrenzten Leistungsfähigkeit von 600 - 700 Hm/h bei längeren Anstiegen muss dafür ein besonders leichter 1. Gang her.
    An meinem Gravel bike fahre ich (bislang nur im Mittelgebirge) 20/34 bei 45-622 Reifen. Ich überlege, für das Allgäu eventuell sogar auf 19/36 zu gehen.

    Jetzt die Frage:
    Hat jemand ähnliche leichte Gänge im Allgäu schon eingesetzt und/oder mit welchen Rädern, Übersetzungen und Steigraten seid Ihr dort hochgefahren?

    Grüße

    Alexander
  • AP, 10.05.2022, 14:03 Uhr
    Meiner Meinung nach sind solche Pässe eher ein Problem der Kraft anstatt der Übersetzung. Damit will ich sagen, daß ein Anstieg wie die Hörnerbahn natürlich nicht mit 39x23 angegangen werden sollte. Bloß wenn man nicht in der Lage ist, über einen längeren Zeitraum um die 250 Watt zu treten und bei jenseits der 25% auch mal 300 Watt anzugehen, helfen einem 19x36 auch nicht weiter.

    Grüße
  • sugu, 10.05.2022, 16:44 Uhr
    Doch, 19x36 hilft weiter. Mein Trekkingrad mit seinen 17,5 kg hat 20x36, das Gravel 30x46 bei knapp 14 kg. Damit komme ich knapp 90 Höhenmeter bei 19% Durchschnittssteigung hoch: https://www.strava.com/segments/10912504. Kreuzotter sagt, ich hätte bei meiner Fahrzeit dann 200 W geleistet. Dann ist hier im Mittelgebirge auch Schluss und es geht flacher weiter und der Puls erholt sich wieder. Bei einem längeren Anstieg wären dann immer wieder mal entsprechende Pausen fällig, um hoch zu kommen.
  • AP, 11.05.2022, 09:21 Uhr auf sugu
    Schon, aber durch die niedrige Übersetzung wird doch nur der Tritt runder und das Rad stabiler, zudem wendet man weniger Pedalkraft auf. Mit, ich sag mal, 34x32 würdest du doch nicht automatisch 50 Watt weniger leisten. Und eine gewisse Leistung über einen gewissen Zeitraum muß man bringen, egal wie die Übersetzung ist, sonst macht man an der Hörnerbahn alle 20m Pause.
  • sugu, 11.05.2022, 10:05 Uhr auf AP
    Mit der kleinsten Übersetzung kann ich noch 6 km/h in 20% fahren, mit der größeren Übersetzung wird das schwierig. Der Tritt wird langsamer, aber um "rund" zu kommen, brauche ich noch eine Mindest-Trittfrequenz: Die führt zu 7 km/h. Das wären 50 Watt mehr.
  • Wenigfahrer, 11.05.2022, 13:02 Uhr
    Ich teile die Erfahrungen von sugu.
    Mit leichteren Gängen kann ich langsamer fahren, da bei deutlich zu dicken Gängen irgendwann eine Mindestfrequenz erreicht ist, ab der man die Kurbel nicht mehr über den Totpunkt bekommt. Und auch bei gleicher Geschwindigkeit ermüde (zumindest) ich weniger bei leichteren Gängen ab vielleicht 70 1/min.

    Dennoch fahre fahre ich zur Abwechslung auch immer mal wieder im Stehen und schalte dafür üblich 2 Gänge dicker, wenn im Sitzen die Frequenz noch angenehm war (ca. 80 1/min)
  • artie_1970, 11.05.2022, 19:29 Uhr auf Wenigfahrer
    Servus,

    20/34 halte ich fuer praktisch alles ausreichend. Mein Palmares enthaelt sehr viele Steilwaende, hier mal ein paar Beispiele:

    Zillertaler Hoehenstrasse: 39/27 war grausam, 34/27 prima, 26/34 bequem
    Schlappoldalpe: 34/27 recht hart
    Sportheim Boeck: 26/34 hart
    Hoernerbahn: 26/34 sehr hart
    Mittagberg: 26/34 hart
    Gruentenhuette: 34/27 hart
    Kitzbueheler Horn: 34/27 recht hart
    Alpe Fuori: 33/30 sehr hart
    Buitonnaz (https://www.quaeldich.de/paesse/alpe-l-erie/#suedostauffahrt-von-saxe): 26/34 sehr hart

    Ueber die letzten 15 Jahre sind meine Gaenge aber auch immer leichter geworden ...

    Wiegetritt ueben ist wichtig, Ziel: Nicht hochschalten, sondern Kadenz absacken lassen und dann Puls wie vorher.

    Tschoe!

    Axel
  • Wenigfahrer, 12.05.2022, 21:15 Uhr 12.05.2022, 22:02 Uhr auf artie_1970
    Hallo Axel,

    danke für die interessanten Infos. Eindruckvolles Palmares. Welche Steigraten fährst Du typisch?

    Ich weiß nicht, ob ich Deine Hinweise zum Wiegetritt richtig verstanden habe? Du meinst nicht schalten, dennoch langsamer treten und folglich auch langsamer fahren? Ich fahre im Wiegetritt eher ein wenig schneller als im Sitzen.

    Grüße

    Alexander
  • Udo B., 12.05.2022, 21:58 Uhr
    Vorschlag: Mit dem MTB hochfahren!
  • artie_1970, 12.05.2022, 22:55 Uhr auf Wenigfahrer
    Servus Alexander,

    den Begriff der Steigrate halte ich fuer ziemlich untauglich, weil er deutlich von der Steigung abhaengt: Wer beispielsweise zum Alpenhaus am Kitzbueheler Horn in unter einer Stunde hochfaehrt, wird die dort erreichte Steigrate (etwa 1000 m/h) am Iseran sicherlich nicht erreichen, weil der viel zu flach (4 % im Schnitt) und viel zu lang (50 km) ist. Den 25er-Schnitt moechte ich vom gleichen Fahrer sehen ... Lies mal hier: https://www.quaeldich.de/forum/training/suche/leistungskennzahl-gesucht/?ID=117060#ul-136890. Vermutlich bin ich bei 10 % in aehnlichen Bereichen wie du. Das reicht. Auch fuer den Hirschbichl.

    Das mit dem Wiegetritt hast du richtig verstanden. Im Wiegetritt SCHNELLER zu fahren ist meiner Meinung nach an Steilwaenden ziemlich ungeschickt: Mehr km/h = mehr W = hoeherer Puls. Dazu Wiegetritt = mehr Koerpereinsatz = hoeherer Puls. Macht dich ziemlich schnell kaputt. Heb ihn dir fuer die steilsten Stuecke an den steilen Waenden auf, fuer die du die Kraft zwingend brauchst. Selbst dann musst du das mehrere Minuten durchhalten koennen, deshalb ueben. Am Gruenten sind mir die Arme eingesauert, die Pumpe war nicht das Problem.

    Mehr Tipps findest du ab und an in meinen Kommentaren zu den einschlaegigen Rampen, stoeber mal ein bisschen. Gutes Gelingen!

    Axel
  • AvvPazzo, 13.05.2022, 14:26 Uhr 13.05.2022, 14:27 Uhr
    Hier wird schon wieder zuviel herumtheoretisiert , rumgerechnet und rummathematisiert (to whom it may concern ;-)

    Ich schließe mich dem Vorschlag eines Vorredners an : für die ekligsten Allgäuer Monster einfach ein MTB mit seinen ausdifferenzierten Untersetzungsoptionen nehmen und alle Sorgen sind weg . Man darf ja nicht vergessen : Anstiege wie zu Schlappoldalpe , dem Grünten oder aufs Ofterschwanger Horn sind in anderen Alpenregionen reine Schotterstrassen und damit per se Straßenrad untauglich , ergo MTB-Terrain.Nur weil die Allgäuer alles wirklich bis zur hinterletzten Alp versiegelt sprich asphaltiert haben , weckt das untaugliche Begehrlichkeiten des Straßen-/Asphalt-/ (Renn-) Radlers
  • Martin K, 13.05.2022, 16:23 Uhr 13.05.2022, 16:24 Uhr
    mir kommt es manchmal so vor, dass die Herausforderung gesteigert werden soll durch die Verwendung eines weniger gut geeigneten Sportgeräts

    andererseits: es kommt ja auch mehr und mehr in Mode, beim Bergsteigen Turnschuhen zu verwenden während ich ganz altmodisch Bergstiefel bevorzuge
  • AvvPazzo, 13.05.2022, 16:49 Uhr
    Klar gibt es immer eine Steigerung der Herausforderung - z.B. könnte man auf die Schlappoldalpe auch ein Klavier hochschieben ;-)
  • Wenigfahrer, 14.05.2022, 07:21 Uhr 14.05.2022, 07:34 Uhr
    @Udo:
    Ein (normales) MTB bringt mir bzgl. leichter Gänge keinen Vorteil ggü. meinem Gravel bike mit aktuell ca. 1,31 m Entfaltung im 1. Gang.
    Ein MTB mit 1,31 m findet man in der Regel nicht annähernd. 1,46 m sind ein typischer Wert: unten mein Gravel bike:
    http://www.ritzelrechner.de/?GR=DERS&KB=32&RZ=10,12,14,16,18,21,24,28,33,39,45,51&UF=2328&TF=70&SL=2.6&UN=KMH&DV=development&GR2=DERS&KB2=20,32,44&RZ2=12,14,16,18,20,23,26,30,34&UF2=2230
    Wenn wegen technischer Passagen nicht erforderlich, bevorzuge ich ein Gravel bike, besonders bei einem deutlichen Straßenanteil der Route. An extremen Steigungen ist das (manchmal notwendige) Wiederanfahren bei einem MTB wegen des höheren Tretlagers (und auch Sattels) deutlich schwieriger, vorausgesetzt man hat keine dropper post, was mein XC Hardtail von 2014 nicht hat.

    @Axel:
    Danke für Deine Tipps.
    Die Steigrate variert ab ca. 5% zumindest bei meiner Leistung und Steigrate nicht mehr dramatisch. Ich habe in meiner Tabellenkalkulation mal die Geschwindigkeiten so iteriert, dass ca. 200 W Gesamtleistung resultieren:
    http://adr.bplaced.net/Fahrrad/Steigeschwindigkeit_abhaengig_von_Steigung.JPG
    Auch bei anderen eingetragenen Werten dürfte sich die Abhängigkeit der Steigrate von der Steigung relativ nicht sonderlich ändern.

    Die Steigrate ist m.E. aussagekräftiger als die Leistung, da die Steigrate bei QD relavanten Auffahrten weniger schwanken dürfte als die unterschiedlichen Fahrer- bzw. Systemgewichte, welche bei gleicher Leistung auch zu deutlich unterschiedlichen Steigraten und damit auch Trittfrequenzen führen.

    @AvvPazzo:
    Ohne "Theoretisiererei" gebe es die aktuelle (Fahrrad)technik gar nicht. Wenn Dir das nicht zusagt, musst Du dieses Thema ja nicht weiterlesen und kannst das Feld den Theoretikern überlassen. ;-)

    @Martin:
    Ganz meine Meinung. Demnächst wird vielleicht analog zu den E-Bikes mit einem Exoskelett gewandert. :-)

    Grüße

    Alexander
  • AvvPazzo, 14.05.2022, 09:26 Uhr
    Mit Anti-Theoretisiererei meine ich , daß man die für einen individuell passende Extremuntersetzung für megasteile Anstiege "erfahren" muß und nicht zuhause am grünen Tisch errechnen kann.An meinem Extrem - Uphill - MTB Hardtail 26 Zoll habe ich dafür 20 zu 42 (für den Extremfall , nein , und ich falle damit nicht im Stand um ) , das gibt Dein Ritzelrechner (glaub ich zumindet,aber ich bin auch der natürliche Rechner - oder Excelltabellenfeind ;-) gar nicht her

    Mein diesbezüglich eher ironisch gemeinter Hinweis richtete sich im übrigen "gegen" einen hier agierenden promovierten Mathefreak ;-)
  • Wenigfahrer, 14.05.2022, 09:57 Uhr 14.05.2022, 10:05 Uhr auf AvvPazzo
    Aha ... jetzt konnte ich Dich aus der Reserve locken. ;-)
    20/42 ergibt ca. 1 m Entfaltung. Sehr interessant. Gib doch mal bitte die komplette Abstufung vorne und hinten an. Gerne auch ein Foto des Rades. 42 Zähne gibt es ja z.B. bei der Shimano 10 bzw. 11-fach Kassette 11-42. Der Ritzelrechner wird auch Dein Getriebe abbilden können.

    Edit:
    Was hast Du für eine Kurbel?

    Übrigens habe ich auch praktische Erfahrungen mit ganz kurzen steilen off-road Rampen im Sauerland um die 25, vielleicht auch 30 % (muss ich mal messen). Nur leider hier nicht solche, langen Steigungen wie im Allgäu. :-(
    Daher fehlt mir die Erfahrung an längeren sehr steilen Anstiegen. :-(

    Das man mit 1 m Entfaltung nicht umfällt, glaube ich Dir sofort, auch wenn das Gegenteil oft behauptet wird. Falls der Weg nur steil, aber nicht technisch schwierig ist (z.B. Wurzeln, Stufen), kann ich auch bei 3, vielleicht auch noch 2,5 km/h bergauf fahren, ohne umzukippen. Bei technischen Schwierigkeiten bleibt oft aber nur, das Tempo dort mit gesteigerter Leistung zu erhöhen.
  • AvvPazzo, 14.05.2022, 10:13 Uhr 14.05.2022, 10:27 Uhr auf Wenigfahrer
    Vorne eine old school 3-fach XT - Garnitur mit 44 / 32 / 20 . Der 20er von https://www.mountain-goat.de/product_info.php?products_id=9

    Hinten eine 9-fach 12 / 36 er Kassette mit dem 42er von e:thirteen getunt (gibts wohl nicht mehr , link nur beispielhaft https://www.tnc-hamburg.com/TNC-Shop/Kassetten/MTB-Kassetten/e-thirteen-11-12-fach-MTB-Kassetten/e-thirteen-Extended-Range-EX-Ritzel-10-fach-HG-42-Zaehne-rot–41409.html ) , soll zwar für 10 fach sein . geht aber auch für 9-fach ohne Probleme , unten mußte halt der 16er weg. Shadow - XT - Schaltwerk mußte mit Schaltaugenverlängerung von wolftooth nach unten verlegt werden , normale alte Nicht - Shadow - Schaltwerke packen den 42er auch ohne wolftooth.

    Oben raus dann feine uphill - Abstufung 42 / 36 / 34 / 32 / 28.......Lebe allerdings in den Alpen oder nahe der Alpen.Im Sauerland brauchste sowas nicht ;-)

    Mit zunehmendem Alter Steigerung in der pipeline ;-) 11 - 46 9-fach gibts z.B. von sunrace( beim Kinesen )über Amazon



    P.S. link tnc funzt nicht , deshalb anderes Beispiel https://www.bike24.de/p1322224.html?menu=1000,1868,1869,1874,1875
  • AvvPazzo, 14.05.2022, 13:03 Uhr auf Wenigfahrer
    By the way : ich war diese Woche (zufällig , da ein kurzes Schönwetterfenster ausnutzend) in besagtem Allgäu und habe mir u.a. das https://www.quaeldich.de/paesse/nebelhorn/ und das https://www.quaeldich.de/paesse/schlappold-alpe/ angetan , mit einem anderen als dem o.g. MTB Rad , ein auf Strassenbetrieb getunter 26 Zoll MTB Rahmen mit einer Maximal Untersetzung 24 zu 40 . Ich wäre um "mehr" froh gewesen , teilweise unmenschlich gaaach .......Sei also vorsichtig mit deinen Gravel-Bike Ambitionen , noch dazu wo Du ja ein bisschen mit dem "Wenigfahrer"-Image kokettierst . Nur ein gut gemeinter Tip vom alten Mann ;-)
  • Flugrad, 14.05.2022, 18:47 Uhr
    Alter Allgäu-Mann spricht: 22-34 tut es zur Not auch. Alter Mann würde auch empfehlen: Finger weg vom Nebelhorn. Alter Mann hat bisweilen (Sportheim Böck et al) mehr Probleme beim wieder Runterkommen auf 32er Glattschlappen. Weil immer dran denken: die Allgäuer Rampen sind fast immer Sackgassen.

    Grüße

    Ulrich
  • AvvPazzo, 14.05.2022, 21:43 Uhr auf Flugrad
    Anderer alter Allgäu- Mann mit weiser Zunge spricht.Alter Mann wird in den letzten Monden vor den Ewigen Jagdgründen nie mehr zu Manitou Gott des Nebels auf seinem Horn reiten.....
  • Stueffler, 14.05.2022, 22:15 Uhr
    Weil hier grade das Nebelhorn genannt wurde...

    Wie ist denn der Zustand vom Belag am Steilhang ab der Seealpe?

    Die Rampe hat die letzten Jahre ja stark gelitten...

    2017 bin ich das Teil mitn MTB hoch, da war der Belag noch einigermaßen Sinnvoll.



    Vielen Dank für Infos



    Grüße Stefan
  • hivibub, 16.05.2022, 07:30 Uhr auf AvvPazzo
    Schlappold-Alpe habe ich gar nicht so schlimm in Erinnerung, ich bin das damals mit 36/28 gefahren. Nebelhorn würde mich auch mal der Zustand interessieren...
  • AvvPazzo, 16.05.2022, 10:06 Uhr 16.05.2022, 10:10 Uhr auf hivibub
    Wenn Du kurz vor dem 68sten (1)) nicht bereits mit dem E-Bike , sondern noch (2) mit dem Bio- Rennrad und (3) mit 36/28 die Schlappoldalpe im 25er Schnitt hochfährst , geb ich einen Kasten Tegernseer Hell aus (sofern die Flasche bis dahin nicht 3 Mio Euro kostet ;-)

    Nebenbei : ich finde die Schwanzmesserei , irgendwelche berüchtigten "Steilwände" mit RR und Mega-Übersetzungen gefahren zu haben oder fahren zu können , - sorry- leicht bescheuert . Der Bikemarkt ist technisch gesehen zwischenzeitlich ausdifferenziert bis zum get no und wieso verdammt nochmal soll man sich diese technischen Erleichterungen nicht zunutze machen (Disclaimer : E-Bike !).Ich sage nach wie vor : des Rennrads was des Rennrads ist und des MTB`s was des MTB`s ist.Für die restlichen 5mm Nutzungsspielraum kann man sich dann von mir aus ja noch ein Gravel Bike zulegen.

    Nebelhorn : ich war nicht ganz "oben" .Bis zur Seealpe ist der Belag o.k. Habe ein paar 100m nach der Seealpe (aus Zeitgründen) abgedreht , da war der Belag (wahrscheinlich auch noch winterbedingt) schon sehr rumpelig/rissig.Mit breitbereifterem MTB eh alles kein Problem , mit "normaler" RR-bereifung eh alles bullshit und falscher Ehrgeiz.....Es schien mir auch so daß man bis zum Edmund Probst Haus ev. gar nicht hochgekommen wäre , da vermutlich noch Schneereste auf dem Fahrweg gelegen wäre. I woaß oba ned
  • hivibub, 16.05.2022, 11:42 Uhr auf AvvPazzo
    eigtl. steht immer noch ein Sixpack aus, bevor ich neue Wetten eingehe :) aber 25er Schnitt...neee ein Andermal vielleicht

    "Was krieg ich dafür, wenn ich mit Heldenkurbel Berg XY hochfahre?" -> Nix, außer kaputte Knie ;)
  • AvvPazzo, 16.05.2022, 14:35 Uhr auf hivibub
    Der "alte" Sixpack geht erst dann übern Tisch , wenn Du mir unter notarieller Aufsicht nachweisen kannst , daß Du mit dem RR 36/28 da https://www.quaeldich.de/paesse/wallberg/ ohne einen einzigen touchdown hochgefahren bist.Das war der deal ;-) . Vielleicht springt dann noch die Kinderportion Schweinsbraten im Bräustüberl raus.....
  • Wenigfahrer, 16.05.2022, 20:47 Uhr
    @AvvPazzo:
    Die untere der beiden Abstufungen fährst du also?
    http://www.ritzelrechner.de/?GR=DERS&KB=20,32,44&RZ=12,14,16,18,21,24,28,32,36&UF=2100&TF=70&SL=2&UN=KMH&DV=development&GR2=DERS&KB2=20,32,44&RZ2=12,14,18,21,24,28,32,36,42&UF2=2100
    Das 34er in Deiner Aufzählung dürfte ein Schreibfehler sein.

    Ich fahre an meinem 29er MTB ebenfalls 20/32/44, auch das Mountain Goat 20er an einer modifizierten XT Kurbel FC-M770. Hinten eine modifizierte 10-fach 12-36 Kassette. Beim Gravel bike bin ich aber froh, einen kleineren Q-Faktor und auch eine kürzere Kettenlinie von 45 mm zu haben.

    Bzgl. meinem Usernamen tust Du mir Unrecht. Zum Zeitpunkt meiner Anmeldung 2009 und auch die nächsten Jahre bin ich tatsächlich wenig gefahren. Und kurz vor deinem posting hatte ich bei meinem Profil geschaut, ob ich meinen Usernamen ändern kann, bin aber diesbzgl. nicht fündig geworden.

    Ansonsten Respekt, wenn ich Deinem Alter mal auch nur ansatzweise so fit sein werde wie Du ...

    @Ullrich:
    Das Nebelhorn habe meiner begrenzten Leistung wegen gar nicht in Betracht gezogen. Ich wäre schon sehr froh, wenn ich Hörnerbahn oder zumindest Schlappold-Alpe schaffe.
    Welche Steigraten fährst Du typisch bei ca. 10% und mehr?
  • AvvPazzo, 16.05.2022, 22:34 Uhr 16.05.2022, 22:39 Uhr auf Wenigfahrer
    Der 34er ist kein Schreibfehler . Die Kassette ist eine ursprüngliche Original 9-fach Kassette 12/36 , von mir fast bis zur "Unkenntlichkeit" modifiziert zu 14/17/21/24/28/32/34/36/42 . Klingt komisch , ist aber so , und sie läuft gut , auch wenn sich der alte Shimano im Grab umdrehen würde wenn er das wüßte. Unten rum gibts natürlich praktisch keine "schnellen" Abstufungen mehr , aber da wo ich das MTB mit dieser Kassette fahre ist das o.k. Ich fahre natürlich auch noch andere Kassetten da drauf je nach Einsatzort.

    Nimm doch für die Allgäuer Steilwände das 29er MTB , mit 20/36 geht dort alles (fast) easy.Und mit dem Flatbar und der dortigen Bremshebelei sind auch die jeweiligen Abfahrten weitaus entspannter als mit dem Gravel-Krummbügel.Ich hatte neulich das etwas schärfer über-/untersetzte "Straßen-MTB" mit 1,3 Zoll (Conti Sport Contact) Strassenslicks nur deshalb genommen , weil ich neben den paar genannten Steilrampen auch "flächigere" Runden wie z.B. die Rohrmoos/ Riedbergpass - Runde (mit spezieller mautverpflichteter Lizenz von Uwe für die Durchfahrt durch Sibratsgfäll ;-)) fahren wollte , oder eine Runde inkludierend das Königssträßchen mit am Schluß noch one way das Gunzesriedertal bis zur Scheidwangalpe.Da sind zwar auch gaachere Stellen drin , aber überschaubarer .

    P.S. Um die Hörnerbahn habe ich mich gedrückt , offiziell aus Zeitgründen ;-) , obwohls bei Gunzesried praktisch am Weg gewesen wäre.Dazu könnte ich also nichts berichten , war auch sonst bzw. früher noch nicht dort oben.
  • Wenigfahrer, 17.05.2022, 12:57 Uhr auf AvvPazzo
    Ich bin erstaunt über das 34er zusätzlich zu 32 und 36. Wäre mir viel zu fein, während der Sprung von 14 auf 17 mir deutlich zu grob wäre. Aber Dir wird es wohl taugen.

    Da ich mit dem Zug anreisen würde und ich auch von längeren Straßenpassagen ausgehe, spricht doch einiges für das Gravel bike. Mal schauen, ob/wann ich das Vorhaben angehen werde.
  • AvvPazzo, 17.05.2022, 15:13 Uhr 17.05.2022, 15:27 Uhr auf Wenigfahrer
    Sichere den Allgäu ggf. v.a. wettertechnisch ab (Großwetterlage etc) , der Allgäu ist eine furchtbare Pissecke , da Nordwestlagen exponiert und damit stauniederschlagsgefährdet (ähnliches Phänomen Salzburg mit Salzburger Alpen).M.a.W. : wenn sich über Island ein Tief zusammenbraut und die Meteofritzen sagen , daß sich das in 4 Tagen in den Ostalpen auswirken wird , fängts im Allgäu in vorauseilendem Gehorsam schon sofort zum pissen an.....analog Außerfern , Lechtaler Alpen etc.

    P.S. : 32/34/36 - bin halt ein uphill Sensibelchen ;-) . Über Abstufungen kann man im Grunde seriös nicht diskutieren , da hat jeder seine Marotten......
  • Wenigfahrer, 17.05.2022, 20:16 Uhr auf AvvPazzo
    Danke für die Tipps zum Allgäu, welches ich von mehreren Wanderurlauben kenne.
    Es wäre wirklich ganz gut, wenn ich kurzfristig bei passendem Wetter eine Unterkunft (auch fürs Rad) buchen könnte. Muss ich mal suchen. Muss ja nicht komfortabel sein.
  • Uwe, 17.05.2022, 20:40 Uhr auf Wenigfahrer
    Hallo Alexander!

    Wenn du mit der Bahn hin fährst, wäre Immenstadt oder Oberstdorf interessant? Ich bin ja kein Bahnfahrer, aber die beiden Orte haben einen Bahnhof und Schienen, anders als Glösingen, wo es nur einen Bahnhof gibt ;-)

    Letzten Sommer bin ich mit dem Crosser eine Runde um die Nagelfluhkette gefahren 76 km / 2500 Hm. Artie hatte sie mir empfohlen, und ich habe sie nach meinen Bedürfnissen und Möglichkeiten angepasst. Axel ist sie wohöl mal anders herum gefahren und dabei von Immenstadt irgendwie zur Alpe Mittelberg hoch, was ich runter schon wahnsinnig steil empfand. Da muss ich nicht rauf müssen... Meine Runde hatte kurze Schiebepassagen zwischen Scheidwang-Alpe und Lecknertal und am Hochhäderich-Gipfel. Der Rest war ordentlich fahrbar, wenn auch nicht überall flach. Mein Start war in Hittisau im Bregenzerwald, aber eine Runde kann man ja auch überall starten. Wenn du die Tour als qdtp haben möchtest, gib Bescheid. Dann kommt sie per Mail. Alle meine anderen Cross-Touren waren mehr nach Vorarlberg orientiert und wären für ein Quartier im Allgäu nicht ganz relevant. Wenn du allerdings ein Quartier mit einer gewissen Schnittmenge in Vorarlberg nimmst, kann ich dir auch Tipps geben. Nicht alles ist schwer, aber vieles ist sehr schön. Diedamskopf in Vorarlberg ist etwas ab vom Schuss und am Gipfel durch die Seilbahn bedingt auch Betrieb, aber die Auffahrt ist sehr streng und die Aussicht am Gipfel irre. Ist aber auch nicht Allgäu, wenn auch Allgäuer Alpen.

    Viele Grüße, Uwe
  • Uwe, 17.05.2022, 20:52 Uhr auf Wenigfahrer
    Hallo Alexander!

    So ein Username kann auch Understatement sein ;-)

    Du kannst jedes Jahr deine Fahrleistung steigern und immer noch gefühlt zu wenig fahren. Und es gibt immer noch Leute, die mehr fahren. Da kann sich einer "Lahme Ente" nennen und er fährt allen anderen die Mütze vom Kopf. Wenn du dich "Turbodingsda" nennst, gibst du sofort einen Anspruch vor, den du zwanghaft erfüllen musst. Ich finde deinen Nick gut und habe mich damals fast geärgert, dass mir die Phantasie für so etwas gefehlt hat.

    Viele Grüße, Uwe
  • Nachtrenner, 17.05.2022, 23:07 Uhr
    Zum Nebelhorn: ich war vor vielen Jahren bei absolutem Sauwetter da, als es noch keinen Asphalt hinter der Seealpe gab. Das ist so steil, dass ich mir eine Befahrung selbst mit MTB kaum vorstellen kann. Ich hatte mit Wanderschuhen schon leichte Probleme im lockeren Schotter. Also allergrößten Respekt für den, der das halbwegs fahrend hinbekommt. Ich glaub, ich würde runter bis zur Seealpe mit der Bahn fahren, weil das ist echt gefährlich, da der ultimative Bremsentest.

    An Uwe: bist du von Westen zur Alpe Mittelberg hoch? Ist der Belag wirklich fahrbar? Ich war da mal zu Fuß und konnte es mir damals kaum vorstellen, weil es sehr lockerer Schotter war. Ich wollte die Runde nämlich auch mal fahren, war mir aber über den Zustand des Untergrundes nicht im klaren.

    Gruß Rainer
  • Uwe, 18.05.2022, 13:09 Uhr auf Nachtrenner
    Hallo Rainer!

    Bin gerade nur am Handy, deshalb etwas kurz.

    Du kannst mal in den Kommentaren zur Alpe Mittelberg schauen. Da habe ich einen langen Text hinterlassen zum Belag usw.

    Wunderschön war die Fahrt. Aber natürlich nicht mit dem Rennrad sondern mit dem Crosser.

    Gruß, Uwe
  • Flugrad, 18.05.2022, 22:09 Uhr auf Wenigfahrer
    Hallo Alexander,
    meine Steigungsraten teste ich eigentlich nur bei der alljährlichen Erstbefahrung des Pfänders (klassisch von Lochau), um jedes Jahr festzustellen, wie hoch der Abwärtstrend ist. Sonst sind mir diese egal, zumal ich bisweilen auch die Tendenz habe, unterwegs mal zu fotografieren usw.
    Die Jahre 2020 und 2021 brachten am Pfänder dabei Raten zwischen 770 und 830. Der Pfänder entspricht etwa Deinen Vorgaben (10-12%), ist aber damit nicht vergleichbar mit den Allgäuer Steilrampen. Und damit sind nach meiner Erfahrung die Steigungsraten auf solchen Steilrampen nicht vergleichbar mit Pfänder et al.
    Viele Grüße.
    Ulrich
  • AvvPazzo, 19.05.2022, 18:06 Uhr
    Ich würde mal unter das Thema : Allgäu , how to bike folgendes Fazit ziehen : Ois hoib so wuid (für Mitlesende aus Soest in etwa : alles nicht so schlimm) , wenn man sich an das "normale" Straßennetz hält , das ja nach Westen bis ins Vorarlbergische und nach Osten bis ins Tannheimertal/Füssen ausgreift . Allein da kann man sich besoffen fahren . Die auf QD beschriebenen zahlreichen Alp-Sackgassen werden hingegen rasch zur freakshow , wobei deren Höhepunkt wohl unbestreitbar die Befahrung der Alpe Mittelberg von Immenstadt aus mit dem Klapprad ist ;-)
  • Uwe, 19.05.2022, 18:31 Uhr 19.05.2022, 18:32 Uhr auf AvvPazzo
    Der Fahrer des Klapprades hatte mir die Nagelfluhrunde ja empfohlen und die Alpe Mittelberg als schwierig benannt. Ich müsste aber in den Mails suchen, ob er vom Klapprad oder vom Randonneur schrieb.

    Deshalb bin ich die Runde im Uhrzeigersinn gefahren, da es mehr meinen Interessen und Fähigkeiten entsprach. In meiner Verison waren für mich mehr Anteile dabei, die ich unbedingt aufwärts fahren wollte. Bin dann durchs Lecknertal runter nach Hittisau, meinem Startort, da ich das Lecknertal mal gesondert rauf fahren wollte. Leckner ist ja sportlich nicht so ein begehrtes Ziel, aber landschaftlich sehr schön. Ich suche auch mehr die Ziele, die sich landschaftlich lohnen und nicht dringend die ganz harten Sachen. Daher sind die Hörnerbahn und das Nebelhorn gar nicht auf meiner Wunschliste, obwohl sie um die Ecke liegen. Heute ist meine 11-40 Kassette gekommen. Eigentlich wollte ich es bei 30/46 zu 11-36 belassen, aber die 40er ist mal den Versuch wert. Dann ist aber auch Schluss, denn sonst müsste ich wieder fast komplett neu aufbauen.

    Übrigens verstehe ich auch etwas Fremdländisch, auch wenn es geschrieben, fast noch schlimmer aussieht, als wenn es gesprochen ist. Meine heimische Mundart kann ich eigentlich nicht schreiben, da es Laute gibt, deren das hiesige Alphabet nicht mächtig ist.

    Viele Grüße aus dem westfälischen Donnerwetter, Uwe
  • AvvPazzo, 19.05.2022, 20:11 Uhr auf Uwe
    Motto der car guys : Hubraum ist nur zu ersetzen durch mehr Hubraum . Motto alternder bike guys : Riesenritzel hinten sind nur zu ersetzen durch noch größere Riesenritzel !
  • Uwe, 19.05.2022, 21:13 Uhr auf AvvPazzo
    Bei deinem ersten Satz sind wir zwar wieder offtopic, aber dem stimme ich nicht zu. In meinen besten Zeiten war Turbo das Mittel gegen Hubraum und um aller Welt um die Ohren zu fahren ;-)

    Beim Thema Rentnerritzel (huch, immer noch 10 Jahre, wenn es keinen Abschlag geben soll) bin ich gerade aus dem Montagekeller gekommen. 40er ist montiert, aber der Wolftooth musste auch wieder angebaut werden. Auf dem Prüfstand / Montageständer funktioniert es, aber das ist für mein Rad auch Ende der "normalen" Möglichkeiten. Bei klein-klein laufen die Schaltrollen gerade nicht störend auf der Kette auf und bei groß-groß ist noch wenig Luft zwischen Schaltröllchen und Ritzel, bzw. die Kette ist nicht stramm wie eine Gitarrensaite, sondern hat noch etwas Spiel.

    Also noch mal zum Mitschreiben: Kurbel GRX FC-RX600 46/30, Umwerfer 105 GS (5800, passt normal nicht wegen der Kettenlinie), Schaltwerk 105 (5800), Kassette SLX CS-M7000 11-40, Wolftooth Roadlink

    Grüße aus der Bastelbude, Uwe
  • Nachtrenner, 19.05.2022, 22:31 Uhr
    Hallo, es geht auch ohne basteln: man nehme ein Rad mit Pinionschaltung und hat ausser bei einer extremen Sekundärübersetzung bergtaugliche Gänge.http://www.ritzelrechner.de/?GR=DERS&KB=30,46&RZ=11,13,15,17,19,21,24,27,31,35,40&UF=2215&TF=60&SL=2.6&UN=KMH&DV=speed&GR2=P112&KB2=36&RZ2=30&UF2=2215 ist mal ein Vergleich von Uwes Rad mit dem was ich drauf hab. Der Nachteil bei der C1.12 sind die doch manchmal etwas groben Sprünge, die feiner gestufte P1.18 gibt es leider nicht mit Bremsschalthebeln. Das soll nur mal ein Beispiel sein, das es auch andere Möglichkeiten gibt, bergtaugliche Über- bzw Untersetzungen am Rad zu haben. Leider sind die meisten Räder mit Piniongetriebe auf der sehr stabilen, also schweren Seite des Radspektrums angesiedelt, meines würde im Originalzustand etwa 15,5 kg wiegen, hat aber auch einen Stahlrahmen mit Stahlgabel und ist als Gravelbike ausgelegt für durchaus robusten Einsatz.

    Gruß vom bergaufkriecher
  • AvvPazzo, 20.05.2022, 10:02 Uhr auf Nachtrenner
    Rechnerisch am grünen Tisch mag das schon zutreffen , ich kenne allerdings keinen (mich selbst eingeschlossen) Rennradfahrer , der den souplesse-Tritt gewohnt ist , der mit einer Getriebeschaltung glücklich werden würde.Das ist schon was für echte Technik-Freaks in einer sehr engen Nische.Selber war ich mal vor etlichen Jahren (u.a. natürlich nur und für einen begrenzten damaligen Einsatzzweck) mit einer Art Tourenrad von Riese+Müller mit einer Rohloff Schaltung unterwegs , das Ding hätte mich fast narrisch gemacht , gefühlt nie der richtige Gang und irgendwie immer gegen einen zumindest gefühlten Widerstand tretend.....außerdem so ein tendenziell mahlendes Geräusch , nee nie wieder......
  • Wenigfahrer, 20.05.2022, 12:57 Uhr
    @Uwe:
    Sonthofen, Fischen oder Oberstdorf würden sich per Bahn je nach Quartier anbieten. Mehr in Richtung Vorarlberg schließe ich auch nicht aus. Ist sehr von möglichen Quartieren abhängig.
    Der Diedamskopf war mir auch schon aufgefallen und auch schon auf meiner "Merkliste" gelandet. ;-)
    Die Nagelfluhrunde kannst du mir gerne per email zusenden.

    Kollision der Spannrolle bzw. Schaltschwinge mit der Kette bei klein-klein ist für mich kein Problem, da ich bei 3-fach die kleineren Ritzel nicht fahre und auch nichts kaputtgehen sollte, wenn man es doch mal versehentlich macht.
    Groß - groß sollte allerdings noch gehen, da man hierbei sonst u.U. schon einiges zerstören kann.

    Die nächste Ausbaustufe wäre bei Dir vorne 3-fach, was aber sehr schwierig wird mit dem linken 2-fach STI Schremser. ;-)
    Da war (oder ist vielleicht immer noch?) Campa im Vorteil mit den linken Ergopower Hebeln, bei denen man je nach Modell genügend Raststufen für 3-fach hatte.

    @Ulrich:
    Dann fährst Du schneller als ich (hoch), so dass eine "Kompensation" durch leichtere Gänge Sinn macht. ;-)

    @AvvPazzo:
    Der Klappradbesitzer ist aber nicht doch tatsächlich mit Klapprad zur Alpe Mittelberg hoch?

    Zu C1.12 und Rohloff:
    C1.12 wäre mir zu grob. Mir würde auch ein spezieller Rahmen für nur einen Typ Sondergetriebe widerstreben.

    Rohloff mit ca. 13% wäre mir theoretisch fein genug, hat mir aber zu wenig Bandbreite. Ich habe die Rohloff nie ausprobiert.

    Grüße

    Alexander
  • Uwe, 20.05.2022, 15:56 Uhr auf Wenigfahrer
    Hallo Alexander!

    Nagelfluhrunde und etwas Beschrieb habe ich der Brieftaube mitgegeben.

    In Sachen Untersetzung möchte ich bei meinem Rad so langsam mal einen Schlussstrich ziehen ;-) Ich will ja weder aufs Nebelhorn, noch zur Grüntenhütte und auch nicht zur Hörnerbahn.

    Klapprad hatten wir hier: https://www.quaeldich.de/touren/schraeges-seniorentreffen/

    Viele Grüße, Uwe
  • AvvPazzo, 20.05.2022, 16:16 Uhr auf Wenigfahrer
    Ich fürchte , der Klappradfahrer ist tatsächlich mit selbigem auf die Alpe Mittelberg hoch . Vielleicht outet er sich ja noch.

    @Uwe : ich hab mir gerade nochmal die Bilder vom Seniorentreff angeguckt , schon leicht schräge Bande ;-) . Äh : was hatte der Klappradfahrer eigentlich Probleme mit der AT-Grenze . Liegt dort ein Haftbefehl wegen illegalem Klapprad fahren gegen ihn vor ? Da könnt ich glatt weiterhelfen ;-)
  • AvvPazzo, 20.05.2022, 16:19 Uhr auf Uwe
    Nachdem Du Deinen Graveller / Crosser ja nun mal fast moutainbikeisiert hast , fehlt nur noch die gefederte Sattelstütze und ein flexstem Vorbau oder gleich die Gravelbike-Federgabel von Rock Shox . Wetten daß ......;-)
  • Uwe, 20.05.2022, 16:27 Uhr auf AvvPazzo
    Hm, also die Grenzfrage habe ich nicht angeschnitten, weil sie mich eventuell nichts anging.

    Und dann wäre noch die Frage, in welcher Richtung du hättest weiterhelfen können. Dem Klappradfahrer oder dem Österreichischen Staat ;-) Ich hoffe mal Ersterem, da Letzterer ja schon zu deinen mutmaßlichen Feindbildern gehört.

    Ich meine aber, dass er die Alpe MIttelberg mit dem Randonneur besucht hat. Ob inzwischen auch mit dem Klapprad, müsste man ihn persönlich antriggern. Jedenfalls fand ich die Strecke schon in der Abfahrt als furchtbar steil und kann mir selbst eine Auffahrt nicht gut vorstellen. Ist also nicht auf meiner Wunschliste, zumindest nicht auf der ersten Seite.

    Beim Seniorentreff hatte noch ein älterer Herr gefehlt, der sich aber leider mit einer windigen Ausrede ausgeklinkt hatte. Aber vermutlich wären wir dann schon in Hittisau komplett versackt und erst gar nicht mehr los gefahren. Dann hätte der Klappradfahrer bei Balderschwang an der Grenze Wurzeln schlagen können.

    Viele Grüße aus dem Donnerwetter, Uwe (Dunnerschlogesgewärer sagt man dazu in meiner alten Heimat)
  • AvvPazzo, 20.05.2022, 20:15 Uhr auf Uwe
    Sicher hatte die Grenzfrage (denkbare) G - ründe (die es seit 16.05.2022 in keiner Form mehr gibt) . Egal , geht uns nix an , war aber in Deinem Bericht auffallend.

    (Achtung Rotphase aus Skala 2 des Verbiegeverbots ;-))
  • artie_1970, 20.05.2022, 22:54 Uhr auf Wenigfahrer
    Servus Alexander,

    der Klappradbesitzer (ich) hat zur Alpe Mittelberg von Immenstadt den Randonneur mit 24/34 benutzt. Aber verschaetz dich nicht, an meinem Brompton sind umgerechnet 34/32 dran. Leichter als der Randonneur ist es ohnehin.

    Tschoe!

    Axel
  • Martin K, 21.05.2022, 08:30 Uhr
    Diese Diskussion entwickelt langsam aber sicher Kultpotential. Habe ich dich richtig verstanden, Axel: Wenn du die Rampen schnell hoch fahren willst, dann nimmst du dein Klapprad und für gemütlichere Touren ein Randonneur?

    Herzlich ... Martin
  • artie_1970, 21.05.2022, 09:43 Uhr auf Martin K
    Servus Martin,

    das Brompton-Klapprad nehme ich zur Zeit immer, weil der Thorn-Randonneur noch nicht wieder fahrtuechtig ist und ernsthaft das letzte Mal in der Schweiz zum Einsatz kam. Daran, dass das fast ein Jahr her ist, kann man sehen, wie wenig wichtig mir die Reparatur ist. Die kleine Englaenderin "Bromelia" macht einfach sehr viel Spass und ist im Muenchener Umland (staendig mit Raedern ueberfuellte Zuege, Schienenersatzverkehr oder U-/S-Bahn-Sperrzeiten) enorm praktisch. Nach jetzt etwa 7000 km im stets bewaehrten Brooks-Sattel weiss ich, dass mich das etwa 10 % Geschwindigkeit kostet, ob hoch, flach oder runter. Ist mir Wumpe, und psychologisch kann ich nur gewinnen, erst letztens wieder von Maurach hinunter ins Inntal einen Rennradler aufgefahren, der vorher auf dem Flachstueck schneidig an mir vorbei zog. Dito auf dem Weg zurueck ueber den Buchensattel, irgendwelche Anfaenger, die mich mit letzter Kraft vor der Passhoehe ueberholen mussten (ich hatte 15 kg Gepaeck dabei), dann aber nicht wussten, wie heftig nachmittags der Gegenwind im Leutaschtal blaest. Leider habe ich nicht daran gedacht, ihnen als ich davon fuhr froehlich "Auf Wiedersehen" zu klingeln. d-:

    Fazit: "It's not about the bike", wie auch Tim Moore in seinem Buch "Mit dem Klapprad in die Kaelte" (sehr zu empfehlen, auch historisch/politisch interessant) bestaetigt. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mehr Spass habe als manch verbissen ueber seinem Tria-Aufsatz kauernder bartgeoelter Wadenrasierer. Und darum geht es. (-:

    Tschoe!

    Axel
  • AP, 21.05.2022, 11:12 Uhr auf artie_1970
    Tim Moore hat übrigens zuletzt über die Vuelta geschrieben (Vuelta Skelter, die Älteren unter euch dürfte diese langhaarige Band aus Liverpool in den Sinn kommen). Wieder sehr vergnüglich, wobei die Etappen oft wenig reizvoll sind, weil er mangels genauer Streckenüberlieferung auf Nationalstraßen durch verdorrte Halbwüsten eiert.
  • AvvPazzo, 21.05.2022, 11:20 Uhr auf AP
    Das Buch ist auf deutsch doch erst für 01.07. angekündigt . Oder hast Du vom Autor himself ein handsigniertes Vorabexemplar bekommen ?

    (jetzt ist der thread endgültig verbogen , ich wasche meine Hände aber in Unschuld)
  • AP, 21.05.2022, 12:51 Uhr auf AvvPazzo
    Als Prahlhans teile ich mit, daß ich zu meinen Hochzeiten in der Lage war, Bücher in 7 verschiedenen Fremdsprachen zu lesen. Hat sich mittlerweile auf 3 reduziert, aber Englisch ist noch dabei.
  • AvvPazzo, 21.05.2022, 13:03 Uhr auf AP
    Hätt ich Dir spontan jetzt gar nicht zugetraut und auf die spanische Version (falls es die überhaupt gibt) getippt ;-)
  • artie_1970, 21.05.2022, 20:24 Uhr auf AvvPazzo
    ... wobei das Englisch von Tim Moore nicht ganz einfach ist. Ich kann nur erahnen, wie viele Wortspiele und kulturelle Referenzen mir entgangen sind, egal ob "French Revolutions", "Gironimo" (?) oder "The Cyclist Who Went out in the Cold". Alle allemal lohnend.
  • AP, 21.05.2022, 21:05 Uhr auf artie_1970
    Die Wortspiele meine ich durchaus mitbekommen zu haben. Kulturelle Referenzen, wenn eher zeitgenössisch, sind so oder so schwierig für Ausländer. Was weiß ich, was in England angesagt ist? Wenn ein Franzose ein deutsches Buch liest, in dem der Autor Witze über Helene Fischer macht, versteht der auch nur Bahnhof.
  • AvvPazzo, 21.05.2022, 21:36 Uhr
    Wobei ich persönlich , um ehrlich zu sein , den Tim Moore so wahnsinnig witzig gar nicht finde.Außerdem habe ich nach wie vor so meine Zweifel , ob er seine Radabenteuer in der geschilderten Form überhaupt gänzlich durchgezogen hat oder ob da nicht einiges am grünen Tisch entstanden ist .

    Der in Facetten zynische Humor von Bill Bryson kommt mir sehr weit mehr entgegen.
  • Wenigfahrer, 22.05.2022, 07:15 Uhr auf artie_1970
    Hallo Axel,

    alle Achtung vor Dir und Deinem Brompton. Ich habe ein älteres Birdy Faltrad mit auch leichtem 1. Gang (3x9 mit Sram 3-Gang Nabenschaltung + 9-fach Ritzel), hätte aber keine Lust damit lange Touren zu fahren. Das Rad ist recht kippelig zu fahren und der Besenstiellenker sorgt für mich für eine schlechte Ergonomie.

    Was für einen Lenker hast Du am Brompton?

    Grüße

    Alexander
  • artie_1970, 22.05.2022, 08:50 Uhr auf Wenigfahrer
    Servus Alexander,

    ja, freihaendig zu fahren ist nicht ganz einfach und erfordert hoeheres Tempo. Ich habe den M-Lenker, der fuer mich fast auf den Millimeter genau die Oberlenkerposition des Randonneurs repliziert. Mit den kurzen Ergon-Hoernchen kann ich dann wenigstens die Handgelenke drehen (a la Bremsgriffhaltung), allerdings bringt das fast keine zusaetzliche Laenge (die vermisse ich manchmal). 120-km-Touren sind Routine, 200 km mit 3300 Hm gingen, aber da ist der Randonneur dann schon die bessere Wahl.

    Tschoe!

    Axel
  • artie_1970, 22.05.2022, 08:54 Uhr auf AvvPazzo
    Die "spaeteren" Brysons sind mir zu schlecht gelaunt, wohl eher 'was fuer bayrische Grantler. (-;

    "Notes from a small island" und "Notes from a big country" sind aber fantastisch.
  • AP, 22.05.2022, 09:25 Uhr auf AvvPazzo
    Die Zweifel habe ich bei "French revolutions". Ich glaube, ich habe das schon mal erwähnt, aber bei seiner Tour auf den Saraille fabuliert er ein gewaltiges Pyrenäenpanorama herbei, sichtbar von der Paßhöhe aus. Die anderen drei Radbücher klingen aber relativ plausibel. Möglicherweise macht er mehr aus manchen Situationen, als wirklich dahintersteckte, aber ok, das gehört dazu.
  • AvvPazzo, 22.05.2022, 16:46 Uhr auf artie_1970
    Hab den Titel gerade nicht im Kopf , aber im Buch , wo er nochmals die europäischen Städte abklappert , die er schon als Jungspund bereiste : da ist er in der Tat extrem schlecht gelaunt , was grantelt er da die Locations an , könnte tatsächlich bayerischen Gemütsursprungs sein ;-)

    Tim Moore : bei Gironimo hatte ich so ein komisches Gefühl , etwa in der Südpassage Abruzzen/Apennnin wo seine Familie vor Ort sein soll : da sind mir einige Regionsbeschreibungen / geographische Ausführungen zu schwammig/kryptisch - ob er das nicht an einem Schreibtisch im regnerischen GB zusammenfabuliert hat ?
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Titan-Rad sucht Titan-Pedale im Bärentatzenformat

  • Wolkenblitz, 07.04.2022, 17:04 Uhr 07.04.2022, 17:26 Uhr
    Servus Sportsfreunde


    Kennt hier wer leichte Titan-Bärentatzen (zwingend mit Reflektoraufnahme), max. 205 g / Paar, die nicht mehr als +-125 Euro kosten?

    Herzliche Danke für eure Tipps!


    Quälerische Grüsse, Wolkenblitz
  • Wenigfahrer, 08.04.2022, 12:36 Uhr 08.04.2022, 12:38 Uhr
    Hallo,
    Ingenieur Tec (sub-4.de)

    Grüße

    Alexander

    Technische Daten Steinbach MTB Pedal 192g
    Eines der wenigen noch gebauten hochwertigen Haken und Riemen-Pedale.
    Titanachse mit Alukörper und Käfig. Die Lagerung besteht aus Walzen und
    Industrielagern.
    Farben: Alukäfig in silber oder schwarz
    Gewicht: Paar 192g
    Preis: 115,-
  • Wolkenblitz, 08.04.2022, 13:00 Uhr
    Hi Alexander, danke dir, auf diese Pedale bin ich auch schon gestossen, allerdings mit 203 g... kann es sein, das die in deinem Link gar nicht mehr erhältlich sind?
  • Wenigfahrer, 09.04.2022, 08:56 Uhr 09.04.2022, 08:57 Uhr
    Hallo,

    davon sehe ich nichts. Wie kommst Du darauf? Vielleicht fragst Du einfach mal an.

    Ich habe dort aber noch nichts bestellt. Ich fahre SPD (MTB).

    Grüße

    Alexander
  • Wolkenblitz, 09.04.2022, 12:09 Uhr
    Weil auf der Website nur die 203er ersichtlich sind... angefragt hab ich schon, aber ich warte noch auf die Antwort.
  • AvvPazzo, 09.04.2022, 16:43 Uhr
    Der Preispunkt 125 Euro dürfte eher unrealistisch sein.Plattformpedale (nur) mit Titanachse (und Aluminium-Pedalkörper) beginnen quer durch alle einschlägigen Versender schon bei Minimum 180 Euro plus/minus , nach oben hin (fast) offene Preisrange Umso besser natürlich für dich , wenn der oben verlinkte Händler lieferfähig wäre - wobei das allerdings keine "Bärentatzenpedale" sind sondern die guten alten " klassischen" Haken-/Riemenpedale a`la Campa Record etc. mit geringerer Auflagefläche und daher eher wohl nur eben mit Haken/Riemen für einen festen Stand auf dem Pedal zu empfehlen.
  • Wolkenblitz, 09.04.2022, 17:34 Uhr
    Steinbach bietet solche tatsächlich zu einem günstigeren Preis an. Dachte, das sei dasselbe.
  • AvvPazzo, 09.04.2022, 17:55 Uhr
    Ich weiß ja nicht , mit welchen Schuhen und für welchen spezifischen Einsatzbereich das Pedal verwendet werden soll.Aber unter einem "Bärentatzen" - oder Flatpedal mit großer Standfläche verstehe ich sowas https://www.bike24.de/p1525831.html oder zumindest sowas in dieser Richtung (unendlich ausdifferenzierte Produktpalette)

    Die "nackten" Steinbach - Pedale dürften nur mit blanker Schuhsohle ohne weiteren Befestigungspunkte (zumindest Pedalhaken , zusätzlich noch Riemen) keinen sicheren Stand bieten.
  • Udo B., 11.04.2022, 22:31 Uhr
    Ich würde 400 Gramm abnehmen und 70 Euro einsparen...;-) SPD PDM324
  • Wenigfahrer, 12.04.2022, 05:50 Uhr 12.04.2022, 05:50 Uhr auf Udo B.
    Wenn Du schon bei SPD/Platform Kombipedalen bist:
    Das PD-A530 hat das deutlich bessere Preis/Gewichtsverhältnis (382 g vs. 520 g).
  • Wolkenblitz, 12.04.2022, 23:09 Uhr 12.04.2022, 23:14 Uhr
    Danke, aber das wär für meine nicht-Rennrad-Schuharten und den Einsatzzweck sinnlos... Ich brauch kein Klick für Turnschuhe und Trekkingschuhe ;)

    Mit gummierten Sohlen hab ich mit den Riemen/Haken Pedalen den besten Halt, selbst auf dem MTB.

    Steinbach hat inzwischen geantwortet, die leichtesten Pedale stellt das 203 g Paar.

    Ich werd mir also diese holen, es sei denn, irgend jemand kennt doch noch leichtere Riemen/Haken Pedale (oder ähnlich).
  • AvvPazzo, 14.04.2022, 17:45 Uhr 14.04.2022, 17:48 Uhr auf Wolkenblitz
    Jetzt kapier ich nix mehr . Du willst doch nicht etwa diese "Riesen-Riemen" , zu denen Du hier bereits mehrfach animiert hast (die Dinger mit 12 Pässen , > 300km und minim 13.000Hm innert 14 Stunden oder so ähnlich) mit Turnschuhen oder Treckingschuhen auf Flatpedalen fahren ??????

    (jetzt bitte nicht ja sagen , sonst muß ich raus , eines meiner besseren RR zersägen und die RR-Schuhe mit Carbonsohle und BOA -Verschlüssen etc anzünden ;-))
  • Flugrad, 14.04.2022, 20:39 Uhr
    Nein, er macht das natürlich mit dem Brompton

    Ulrich
  • AvvPazzo, 14.04.2022, 21:38 Uhr 14.04.2022, 21:47 Uhr auf Flugrad
    Glaub ich nicht , der mit dem Brompton ist ein anderer - und DEM würde ich das sofort zutrauen ;-)

    Da gabs übrigens mal so einen (im positiven Sinne) durchgeknallten Typen (glaub sogar ein evangelischer Pastor oder so ähnlich) , den ich selbst bei einer TOUR-Transalp erlebt habe und der mit Sandalen ("Jesus-Latschen") , schwarzen Wollsocken aus der Herrenkonfektionsabteilung und Flatpedalen (sonst mit einem normalen RR) die komplette hochaufgerüstete Marathon - Elite versägt hat - da hätte beinahe so mancher seine damals 400 Euro teueren gelben Super Poser Mavic-RRschuhe verbrannt
  • Wolkenblitz, 14.04.2022, 22:42 Uhr 14.04.2022, 23:45 Uhr auf AvvPazzo
    Korrekt ;)

    Ich brauch das Renngravelrandonneur ja nicht nur für diese Asphalt-Qualtouren, sondern ich will damit alles wie Wanderpfade oder offroad-Abschnitte mitmachen, wo ohne Absteigen und Tragen nichts mehr geht (eben randonner), und deshalb brauch ich für solche "abwegige" Langstreckenbergtouren mindestens Trekkingschuhe.

    Die Stundenzahl ist dann Nebensache. Denn mit SON und Gravelrennbereifung komm ich Tag und Nacht überall hoch und runter, abgesehen von der Eigernordwand... Aber Senkrechtstarter bin ich ja (noch) nicht.

    Auch mit dem Rennrad fahr ich nicht mehr grundsätzlich auf Zeit, denn ich geniess ganz gern auch mal für ein paar Minuten die schönen Momente im langsamen Tempo oder manchmal auch mal im Stillstand (ausser die Tageslänge zwingt mich dazu, und das sorgt ja wiederum für einen zusätzlichen Ansporn).

    Ich komm ja schon mit meinem schweren Allrounder-Bike samt Gepäckträger so viele und so steile Berge auf mehr als 250 km Strecke hinauf, und es geht dann immer doch noch mehr als geplant. Bloss irgendwann bricht der neue Tag an und die Arbeit ruft.

    An dieser Stelle: Ich hasse Typen, die ihre Rennräder, unsere treuen Weggefährten zersägen!!! Überleg es dir also gut, ansonsten könnte es passieren, dass ich eines wunderschönen, herrlichen Rennradtages plötzlich vor deiner Tür stehe...

    Die Psyche ist unser grösster Feind - nicht die Kilometer oder Höhenmeter.
  • Wolkenblitz, 14.04.2022, 22:52 Uhr auf AvvPazzo
    In "Jesus-Latschen"! Gute Idee, die nehm ich, mit den Wollsocken aus der Herrenkonfektionsabteilung gleich dazu ;D
  • Uwe, 14.04.2022, 23:08 Uhr auf Wolkenblitz
    Hm, jetzt mische ich mich mal ein...

    Bitte keine Hasskommentare gegen den Avv! Der verklagt dich sonst ;-) Ist nämlich Jurist!

    Grins und Gruß, Uwe
  • AvvPazzo, 15.04.2022, 09:44 Uhr 15.04.2022, 09:51 Uhr
    Selbst ein gestandener Profi muß mal auf Sandalen und Flatpedale zurückgreifen https://www.sportschau.de/radsport/tourdefrance/video-die-unglaubliche-tour-des-lachlan-morton-100.html

    Der Witz dabei : weil sie ihm keine Pedale verkaufen wollten , mußte er sich beim Decathlon ein komplettes MTB kaufen , von denen er dann die Bärentatzenpedale abschraubte.Das Restbike verschenkte er an einen jungen Kerl.....

    P.S. Ich sehe da keinen Hasskommentar.Und wenn ich ihn verklagen wollte , müßt ich das wohl in der CH tun , und da würd ich aufgrund der leidlich bekannten ausgesuchten Höflichkeit unserer CH Freunde gegenüber einem deutschen Piefke nicht mal den Fuß über die Gerichtstürschwelle setzen und schon wär ich wieder draußen ;-)
  • Uwe, 15.04.2022, 11:01 Uhr auf AvvPazzo
    Hasskommentar hatte auch nur ironischen Bezug auf die Formulierung "...ich hasse Typen...", die ich natürlich schon verstanden habe, wie sie gemeint ist ;-)

    Aber du weißt ja, dass ich eine schöne Vorlage nicht einfach so liegen lassen kann.
  • Nachtrenner, 15.04.2022, 16:52 Uhr auf Wolkenblitz
    Hallo Wolkenblitz, darf ich fragen, wie schwer dein Rad ist? Schwer ist nicht gleich schwer, für den einen sind 9 kg schon schwer, für den nächsten mit Stahlrahmen und Gepäckträger 13kg und bei meinem mit diversen stabilen oder sonstwie nützlichen Dingen mit Piniongetriebe liege ich bei 18kg, falls meine Waage nicht völlig gesponnen hat. Den Unterschied merke ich natürlich schon bergauf, seitdem bin ich bergauf immer einen Gang niedriger unterwegs und das macht sich natürlich auch am Ende bei der Durchschnittsgeschwindigkeit bemerkbar. Einen 24-er Schnitt morgens hoch hab ich mir jedenfalls abgeschminkt, auch weil mir zur Zeit die Atmung das Leben schwer macht und nicht der Wille sondern die Sauerstoffaufnahme die Leistung sehr begrenzt.

    Gruß Rainer
  • Wolkenblitz, 16.04.2022, 10:52 Uhr 16.04.2022, 11:00 Uhr
    Servus Rainer,

    das kann ich dir gar nicht so genau sagen, weil ich mein Bike noch nie gewogen hab, aber ich schätz, das es wohl um die 13.5-15 kg auf die Waage bringt.

    Geschwindigkeit ist unwesentlich, find ich, hauptsache ist doch, dass man das, was man machen kann, auch durchzieht.

    Wenn einem die Atmung dauerhaft zu schaffen macht, sollte man seiner Gesundheit zuliebe ein e-Hybrid in Erwägung ziehen. Ich kenn Rennräder mit Elektrounterstützung unter 9 kg!

    Ich wünsche dir, dass sich deine Atmung bald bessert und dass du dich auch wieder mit einem gewöhnlichen Rad die Berge hochquälen kannst, ohne dass der Sauerstoff knapp wird.

    Sauerstoffhaltige Grüsse, Jan
  • AvvPazzo, 16.04.2022, 11:53 Uhr auf Wolkenblitz
    Ein Titanrad mit bis zu 15 kg - was läuft da schief ? Rennrad oder Trekkingrad ? Mein DE ROSA Titanio Solo wiegt mit Komplettausstatung (LR plus Pedale) 6,4 kg.....
  • Wolkenblitz, 16.04.2022, 12:55 Uhr 16.04.2022, 12:58 Uhr
    Nein, eben das Allrounder-Bike... das Titanrad (Renngravelrandonneur) wird erst noch zusammengebaut, und das wiegt dann circa 10 kg.

    6.4 kg für ein Titanrennrad?! Wusste gar nicht, dass das möglich ist!
  • AvvPazzo, 16.04.2022, 13:23 Uhr
    Es geht , wenn auch nicht so einfach wie mit einem Carbonrahmen <1k. Carbonanbauteile , Campa Super Record mechanisch mit Felgenbremsen , tune LR Satz etc

    Darf man erfahren , welche Marke der Titan Renngravelrandonneur ?
  • Wolkenblitz, 16.04.2022, 14:45 Uhr 16.04.2022, 14:52 Uhr
    VPACE, mit Rahmen, Gabel, Sattelstütze und Vorbau aus Titan. Bei dir ist die Gabel aus Carbon, nehm ich an?
  • AvvPazzo, 16.04.2022, 15:17 Uhr
    Ja , Carbongabel.Titangabel ist aber in der pipeline , bei Carbongabeln hatte ich immer und habe noch ein blödes Bauchgefühl - wenn auch sicherheitstechnisch wohl nicht begründbar....bin halt ein alter Sack , der in der Stahlrahmenära sozialisiert worden ist ;-)
  • Wolkenblitz, 16.04.2022, 15:31 Uhr 16.04.2022, 15:33 Uhr
    Alt, aber fit!

    Übrigens, dieses mulmige Bauchgefühl kenn ich nur zu gut. Und die Sorgen sind berechtigt, sofern das Carbon schon mal einen Sturz erlebt hat.

    Allerdings, sobald ich auf meinen Wilier aufgesattelt bin, sind die Sorgen jedes Mal verpufft und ich kann unbeschwert den Berg runter fahren.
  • AvvPazzo, 16.04.2022, 17:19 Uhr
    Mit diesem Wilier https://wilier-store.de/Wilier-Superleggera-Rahmenset würde ich mir auch keine Sorgen machen , ich meine beim bergabfahren ;-)
  • Nachtrenner, 18.04.2022, 00:25 Uhr auf Wolkenblitz
    Danke für die guten Wünsche, es scheint gewirkt zu haben, immerhin konnte ich heute eine schöne Runde mit mehreren Anstiegen im Stromberg-Heuchelberg unternehmen mit 96 km und 1300 Hm rauf und 1400 Hm runter ohne völlig auf dem Zahnfleisch daher zu kommen. Das E-Bike darf, glaube ich, noch ein paar Jahre warten, bin ja auch erst Anfang 50, und mein Rad ist nicht mal ein 3/4 Jahr alt und hat jetzt knapp 4000km drauf. Da dürfen noch ein paar 0-er dazukommen!

    Gruß Rainer , der heute vom nachtrenner zum nachtfahrer wurde.
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Kleinstmögliche Übersetzung 2fach

  • Richy, 26.03.2022, 22:17 Uhr 27.03.2022, 08:50 Uhr
    Hallo

    Ich stecke in einem Dilemma bei der Zusammenstellung der Komponenten für meinen Aufbau eines neuen Rahmens: Ich bin bald 60 und habe meine Passfahrten mit einer 3fach (26/36/48 - 11-34 Übersetzung gefahren, ergibt eine Untersetzung von 0.76. Das Rad ist mein Alltagsrad und wiegt 11,5 Kg.
    Ich bin eine 1fach SRAM force zum Testen gefahren: 40er Kettenblatt, 10-52. Untersetzung kein Problem, aber störend waren die grossen Gangsprünge in der Ebene, vor allem bei den mittleren Gängen. Also nicht befriedigend. ABER: Ich siehe nirgends, dass ich bei 2fach eine Untersetzung von ca. 0.8 hinbekommen würde. Geht das wirklich nicht oder hat jemand eine Lösung. Ob SRAM oder SHIMANO ist eigentlich egal, obwohl mir von den Bremsen her Shimano lieber sind. Es sollte aber eine elektronische Schaltung sein.



    Beste Grüsse
    Richy
  • lowrider, 27.03.2022, 09:04 Uhr
    Guten Morgen Richy

    Das Problem läßt sich lösen aber nicht mit dem Standardbaukasten. Um die Gangsprünge gering zu halten darf die Kassette nicht zu weit gespreizt sein. D.h. um kleine Gänge zu erreichen, müssen die Kettenblätter kleiner werden.
    Da gibt es inzwischen Kettenradgarnituren mit 46/30 Zähnen (z.B. https://shop.fullspeedahead.com/en/prodotti_1/cranksets/gossamer-pro-bb386evo-crankset-b1) die kombiniert mit 11-34Z. zu 0,88 oder mit 11-36Z zu 0,83 führen. Shimano bietet so etwas aber nur für Gravel an und da ist die Kettenlinie anders - läßt sich mit dem passenden Umwerfer auch am Rennrad fahren ist aber kein Standard. Außerdem muß man darauf achten, dass das Schaltwerk mit dem größten Ritzel klar kommt.
    Bei Kombination mit einem MTB Schaltwerk kann man auch bis 40 oder 42Z. gehen aber dann werden die Sprünge schon wieder recht groß. Offiziell geht sowas zwar nicht aber es funktioniert trotzdem.

    So eine Lösung bekommst du allerdings nicht von der Stange. Da muß sich jemand wirklich auskennen und das Rad für dich aufbauen.

    LG, Oliver
  • Richy, 27.03.2022, 11:44 Uhr
    Dann muss ich sicher jemanden suchen, der mir sagen kann, was z.b. ein Schaltwerk bewältigen kann, wenn ich nicht Standardkurbeln oder Ritzel von SRAM bzw. Shimano verwende. Weiter ist dann wohl noch zu unterscheiden, was gemäss Hersteller "zugelassen" ist und was für Kombinationen in der Praxis funktionieren.
    Von den Griffen und Hoods her liegen mir die Shimanogarnituren etwas besser in der Hand (vor allem GRX Shimano), auch sagen mir die Bremsen von Shimano von der Dosierbarkeit und vom Druckpunkt her eher zu, jedoch scheinen die Kombinationsmöglichkeiten (Mischung Strasse mit Mtb-Komponenten grösser.
    Ach ist das komoliziert ;-)

    Gruss und Dank!

    Richy
  • Uwe, 27.03.2022, 21:20 Uhr auf Richy
    Hallo Richy!

    Ich fahre an meinem Crosser / Graveller Shimano-Zeug 2x11: STI Modell 5800 (105) für hydraulische Bremse, Schaltung mechanisch, aber die Ultegra gibt es für elektronische Schaltung. Dazu hinten ein Schaltwerk 5800 GS, also Rennrad mittellanger Käfig, bei mir mechanisch, gibt es aber als Ultegra auch elektrisch. Vorne ist trotz Umrüstung der 5800er Umwerfer geblieben, war aber Gefummel wegen der Kettenlinie. Dann habe ich vorne auf eine GRX-Kurbel 30/46 umgebaut. Und den Zahnkranz habe ich von SRAM als 11-36. Offiziell macht die Schaltung nur bis 34 (oder sogar nur 32?), funktioniert aber sauber mit 36, habe aber eine längere B-Schraube eingebaut, um das Schaltwerk passend einstellen zu können.

    Wenn du die Teile sowiso neu anschaffst, dann sollte folgende Kombi passen: STI Ultegra, Modell 8000 elektronisch, je nach Bremstyp hydraulisch oder Seilzug, Schaltwerk Ultegtra 8000er GS elektronisch, Umwerfer GRX (wegen der Kettenlinie), Kurbel GRX 30/46, Zahnkranz SRAM mit 11-36 Zähnen (gibt es nicht von Shimano so weit ich weiß?). Wenn du mit der Einstellung des Schaltwerks nicht ganz klar kommst, musst du die B-Schraube etwas weiter reindrehen oder sogar eine längere Schraube nehmen (Baumarkt, Krabbelkiste, ist eine Normschraube, ich denke M4).

    Ob ich bei meiner Variante noch einen Zahnkranz bis 40 Zähne fahren könnte, wäre einen Versuch wert, habe aber keine Lust, den Zahnkranz zu kaufen und dann passt es doch nicht. Gefühlt könnte ich die Kette noch minimal länger (1 Dopelglied) fahren und käme mit dem schrägen Gang 30-11 klar, ohne dass das Schaltwerk auf der Kette aufläuft und hätte noch Luft, auch den anderen schrägen Gang 46-40 zu fahren, ohne das Schaltwerk abzureißen. Aber dafür gebe ich keine Garantie und man müsste es auf dem Prüfstand versuchen und nicht sofort auf der Straße.

    Dann gibt es noch die Möglichkeit einen Wolftooth-Adapter einzusetzen. Dadurch erhöht man aber nicht die Schaltkapazität, sondern nur die maximale Größe des größten Ritzels, welches schaltbar wird. Ich habe in meinem Fall den Adapter längere Zeit im Einsatz gehabt, komme aber auch ohne aus, deshalb liegt er in der Krabbelkiste.

    Viel Erfolg beim Aufbau und bei der Verfügbarkeit der Teile.

    Viele Grüße, Uwe
  • arnd, 28.03.2022, 10:04 Uhr
    Ich fahre am Graveller GRX 2x11 (allerdings die mechanische) Kurbel 30/46 und Kasette 11-40 , passt obwohl das Schaltwerk laut Datenblatt nur bis 34 kann. Ob das mit der elektronischen und an deinem Rad auch passt, kann dir vermutlich keiner garantieren.

    Gruß Arnd
  • Richy, 28.03.2022, 12:44 Uhr
    Danke für eure Antworten! Aufbauen werde ich das RAd nicht selbst, das überlasse ich einem Fachmann.
    Eine Lösung wie sie auf enjoyyourbike zu sehen ist an einen open up, schwebt mir vor und ist anscheinend lösbar: 11-42 Kassette & 48/32 Rotor Direkt Mount (Link: https://www.youtube.com/watch?v=-DMOtCsmo58).

    Ich werde da mal nachfragen.

    Gruss Richy
  • Uwe, 28.03.2022, 16:59 Uhr auf arnd
    Hallo Arnd!

    Welches Schaltwerk ist das denn? Demnach kann das GRX RD-RX812-GS sogar bis 42 Zähne. Modell 810 kann wohl offiziell nur bis 34 Zähne.

    Viele Grüße, Uwe
  • Richy, 28.03.2022, 17:05 Uhr
    Ich vermute, es ist das 815er
  • Uwe, 28.03.2022, 17:17 Uhr 28.03.2022, 17:40 Uhr auf Richy
    Hallo Richy!

    Für dich schon das 815er wegen Di2, aber Arnd sagte ja, dass er die mechanische Schaltung hat. Beim 815er müsste man auch explizit noch mal nachsehen, was es kann.

    Viele Grüße, Uwe

    Edit hat noch mal das Netz gequält und festgestellt, dass GRX 817 Di2 bis 42 Zähne macht und bei Bike24 in Deutschland sogar lieferbar ist.
  • arnd, 28.03.2022, 17:49 Uhr auf Uwe
    Es ist das 810er, das 812er hat ein kürzeren Käfig, da reicht vermutlich die Kapazität nicht.
  • Uwe, 28.03.2022, 20:14 Uhr auf arnd
    Ah, das klingt interessant, aber auch komisch.

    Bei den elektronischen 815 und 817 sind die maximalen Ritzel wie bei 810 und 812, aber da steht beschrieben, dass 815 Schaltröllchen mit 13 Zähnen hat und die 817 hat 11 Zähne. Daher vermute ich den zusätzlichen Platz für das größte Ritzel durch das kleinere Schaltröllchen realisiert.

    Wobei auch bei den Übersetzungen irgendwo eine Grenze erreicht ist, wo man trotzdem fahrtechnisch nicht mehr klar kommt und einfach umfällt.

    Ich werde aber jetzt auch nicht von meinem 105er Modell 5800 auf eine GRX umrüsten, solange ich nicht Ersatz haben muss wegen Defekt. Wichtiger ist mir eher, dass der Wald und seine Wege bei dir um die Ecke wieder für Altherren auf dem Rad nutzbar werden. Dann komme ich mal rüber und besichtige deine Tipps von neulich zusammen mit meinem Kumpel, der in deinem Nachbarort wohnt. Wenn du dann einen schmutzigen Nikolaus im Wald siehst, musst du keine Angst haben ;-)

    Viele Grüße, Uwe
  • Richy, 28.03.2022, 20:24 Uhr
    Die 817 ist doch nur für 1fach, oder irre ich mich?

    Gruss Richy
  • Uwe, 28.03.2022, 20:46 Uhr auf Richy
    Keine Ahnung, ist mir nicht aufgefallen, kann aber stimmen. Dann wäre es bei der mechanischen 812 vermutlich auch so.
  • lowrider, 28.03.2022, 20:53 Uhr
    Warum sollte ein 1x11 Schaltwerk nicht auch mit 2x11 funktionieren?
    Shimano ist sehr konservativ mit seinen Angaben und da geht deutlich mehr. Sogar eine 50/34 und 11-46Z. Kombi mit Ultegra Di2 / XTR Di2 Mischung funktioniert problemlos. Schaltwerkkapazität reicht halt nicht aus und bei klein-klein wäre die Kette schlapp, fährt man eh nicht
  • Uwe, 28.03.2022, 21:23 Uhr auf lowrider
    Hallo Oliver!

    In den 1-fach Paketen ist halt 812 / 817 enthalten und in den 2-fach entsprechend 810 / 815, aber ich sehe das auch so wie du, dass es mir nicht einleuchtet, warum es nicht gehen sollte. Wenn Richy aber bei Null anfängt und einen komplett neuen Bock baut / bauen lässt, dann ist natürlich ein wilder Mix aus verschiedenen Gruppen einiges teurer, als wenn er eine komplette Gruppe kauft. Dann würde man sinnvoll wirklich eine komplette 815 Di2 nehmen und eventuell nur noch die Kassette tauschen gegen etwas, was Shimano ab Werk nicht freigibt. Also 11-36 oder sogar 11-40. Da käme man mit SRAM auch gut zurecht, die diese Abstufungen im Programm haben und ja mit Shimano kompatibel sind.

    Alternativ mit einer Ultegra 8000 Di2 starten, würde wesentlich mehr Gefummel und Teiletausch erfordern. Und die Alternative zur Alternative mit MTB-Teilen ist mir nicht vertraut, was da geht und welche Komponenten sich vertragen.

    Mein CX / Gravel ist schon aus der Zeit vor GRX. Deshalb habe ich fummeln müssen. Immerhin war aber damals noch alles lieferbar, was ja heute schwierig werden kann.

    Und noch ein Nebenkriegsschauplatz: Falls es eher ein Graveller wird, der Scheibenbremsen bekommen soll, bei der Erstausrüstung schon darauf achten, Scheiben zu nehmen, die sowohl für metallische als auch für organische Bremsbeläge geeignet sind. Dann ist man beim Kauf von Belägen flexibler, was die Lieferbarkeiten angeht. Die günstigen Resin-Beläge sind manchmal fast nicht zu bekommen oder eben recht teuer... Und Ersatz benötigt man ständig! Und das Ice-Teck-Gefummel benötigt man nicht. Der Vorteil erschließt sich mir nicht, außer für den Hersteller und den Händler (viel teurer).

    Viele Grüße, Uwe
  • AvvPazzo, 29.03.2022, 10:09 Uhr 29.03.2022, 13:05 Uhr
    Ich versteh ehrlich gesagt die ganze komplizierte Diskussion nicht . Warum nicht bei 3fach bleiben , und man hat für hinten alle nur denkbaren Untersetzungsoptionen mit eng(er) abgestuften Kassetten.Es gibt immer noch 3 fach Kurbelgarnituren von Shimano oder Campa auf dem Markt , nur die 3fach Tiagra 4 Arm ist keine sinnvolle Option , da Wechselkettenblätter "klein" < 30 Zähne (also 28 oder 26 oder 24) nur 5 Arm / 5 Loch (z.B. von TA ) verfügbar sind und auf den Lochkreis besagter Tiagra nichts unter 30 Zähne geht.

    P.S. Es lohnt sich immer , auch mal auf dieser Seite https://radplan-delta.de/antriebe/antriebe.html#blaetter74 zu stöbern.Eigentlich gibt es für "Kletterantriebe" nichts , für was dort keine Lösung angeboten wird.Äußerst kompetent der Laden.
  • Martin K, 29.03.2022, 20:21 Uhr
    Radplan Delta - tolle Philosophie und so viel Lesestoff in der Technik-Ecke - gefällt mir! Wenn das Leben nicht schon kompliziert genug wäre ...
  • Richy, 29.03.2022, 20:47 Uhr
    Ich habe von einem Mitarbeiter von enjoyyourbike, deren Video ich verlinkt habe, die Rückmeldung erhalten, dass sie diese Übersetzung nicht mehr empfehlen würden, da das Schaltwerk kaputt gehen könnte. Somit ist fällt für mich 11-42 Kassette weg und ich prüfe als Kettenblätter 31/48 von Shimano GRX und als Kassette 11-40. Vielleicht passt das ja. Zudem habe ich einen Bericht gelesen von jemandem, der 11-42 verbaut hat, jedoch mit Hilfe des Goatlink von Wolf tooth.
  • Da Reverend, 01.04.2022, 17:22 Uhr 01.04.2022, 17:22 Uhr auf AvvPazzo
    Hallo,
    welcher Schaltbremshebel für elektrische Schaltung und hydraulische Scheibenbremse kann denn vorne 3-fach? Und welcher dazu passende elektrisch angetriebene Umwerfer ist für drei Kettenblätter geeignet?

    Freundliche Grüße,
    Markus
  • Da Reverend, 01.04.2022, 17:31 Uhr 01.04.2022, 17:32 Uhr auf Richy
    Hallo Richy,
    ich würde noch prüfen, ob der geplante Umwerfer sich hinreichend tief an dem (geplanten) Rahmen befestigen lässt. (Bei einem Rahmen, der für "normal" große Kettenblätter konstruiert wurde, könnte der Verstellbereich des Befestigungssockels nicht ausreichen oder - falls Schellenbefestigung - das Sitzrohr möglicherweise nicht den erforderlichen Querschnitt aufweisen in der geeigneten Position.)

    Freundliche Grüße,
    Markus
  • AvvPazzo, 01.04.2022, 18:04 Uhr auf Da Reverend
    Natürlich meinte ich mit "Warum nicht bei 3 fach bleiben" damit auch bei konventionell mechanisch bleiben....wobei mir schon klar war , daß der Threadersteller elektronisch präferieren wollte.Sollte ja "nur" ein Diskursbeitrag sein.

    (Ich hatte jedenfalls meine Campa EPS seinerzeit wieder runtergeschmissen nach 3 oder 4 unergründbaren Tiefenentladungen der Batterien über Nacht und damit jeweils geplante Touren am Morgen spontan versaut - seither ist für mich das Thema Energieabhängigkeit am Produkt "It`s only a Bicycle" durch,auch wenn`s sein mag , daß das bei 1000en anderen funktioniert.Aber bei mir funktioniert auch das System Scheibenbremse nicht , außer mit Schallschutzkopfhörern ;-)
  • AP, 01.04.2022, 19:34 Uhr auf AvvPazzo
    Bei elektronischen Schaltungen würde mich auch mal interessieren, wie die Radfahrer, die immer auf ihr Umweltbewußtsein pochen, den Spagat hinbekommen, daß sie ein im Vergleich zur mechanischen Schaltung weniger energieeffizientes System benutzen.
  • AvvPazzo, 01.04.2022, 21:31 Uhr auf AP
    Das wäre jetzt natürlich eine Tiefendebatte analog den FFF Kids , die vollgemüllt mit allen verfügbaren elektronischen Endgeräten bei ihren Freitagsdemos aufschlagen oder dem Endlosthema E-Auto , dem Methadon der fossilen Mobilität (Zitat Harald Welzer , Umweltsoziologe).....interessiert aber die ewig technikverliebten Rennradler nicht (nehme mich da ja nicht aus , siehe oben)
  • Richy, 03.04.2022, 12:15 Uhr
    Weiss jemand, ob für die neue Ultegra 12fach von Shimano auch kleinere Kettenblätter als das 34/50 kompatibel sind?
  • AvvPazzo, 03.04.2022, 21:42 Uhr auf Richy
    Von Shimano sicher nicht.Von TA gäbs für Shimano 10/11 4-Arm und 110er Lochkreis ein 33er Kettenblatt https://specialites-ta.com/double/10-1-double-plateau-specialites-ta-x110-11v-interieur-pour-shimano-specialites-ta-pl48110169.html#/16,denture,33-dts

    aber ob das auf die 12fach Kurbel paßt und sich insbesondere mit der 12fach Kette fahren läßt , kann ich nicht sagen.Vielleicht weiß es jemand anderer.

    Und von 34 auf 33 wäre m.E. jetzt auch nicht die Riesenlösung,die einen substanziell vorhaut.

    Unter 33 gibts für Compact 50/34 mit Sicherheit gar nichts.Belehre mich ggf. jemand besser.
  • Richy, 03.04.2022, 22:07 Uhr
    Danke, dann hats sich wohl erledigt. Hab die neue Ultegra an einem Rad gesehen und konnt die STI prüfen. Schon sehr schön und liegen mir sehr gut in der Hand. Aber das alleine nützt mir nichts.
    Es wird wohl entweder eine GRX mit 31/48 und 11-40er Kassette (bis 40 soll einwandfrei gehen, hab ich an mehreren Orten gelesen) oder eine SRAM Force Wide mit 30/43 und 10x36. Vorteil GRX: Knöpfe um Garmin zu bedienen, Griffe, die gut finde sowie Bremsen, die für mich leichter zu bedienen sind und die Dossierung gefällt mir auch besser als bei Sram.

    Eine Schaltung ohne Umwerfer wäre mir lieber gewesen, aber eine Testfahrt mit einer SRAM mit 10x52 und 40er Kettenblatt hat mir gezeigt, dass mir im mittleren Geschwindigkeitbereich in de Ebene d ie Gangsprünge eher störend waren.
  • alltagsfahrer, 03.04.2022, 22:49 Uhr
    hallo Richy,

    http://www.schlumpfdrive.com/index.php/mountaindrive.html könnte eventuell noch eine Ueberlegung wert sein. Das Teil bietet eine direkte und eine Untersetzte 1 zu 2.5 Kraftübertragung. Das ist bei einem 50er Kettenblatt wie wenn Du ein 20er und ein 50er drin verbaut hast. Und fals du noch ein 34 Kettenblatt drin hast, dann ist das ein 14er Kettenblatt.

    Allerdings ist es ein zwei Gang Planetengetriebe. Geschaltet wird mit der Ferse.

    Viele Grüsse aus Zug, Fritz
  • Wenigfahrer, 04.04.2022, 05:29 Uhr 04.04.2022, 05:31 Uhr auf Richy
    Es gibt aufgrund des asymmetrischen 110 mm Lochkreises bei Shimano Road ovale KB mit 30 und 32 Zähnen:
    https://r2-bike.com/ABSOLUTE-BLACK-Kettenblatt-Sub-Compact-oval-2-fach-LK-110-4-Loch-asymmetrisch-Dura-Ace-9100-Ultegra-R8000-schwarz-innen

    Aber, ob man die fahren möchte, wenn man rund gewohnt und damit zufrieden ist ...?
  • Richy, 09.04.2022, 13:01 Uhr
    Weiss schon jemand, ob man die neue ultegra Di2 12-fach "untersetzen" kann z.B. mit Wolf tooth, mit Fremdkurbeln... ?
  • Wenigfahrer, 10.04.2022, 08:01 Uhr 10.04.2022, 08:09 Uhr auf Richy
    Vorweg:
    Ich habe keine Erfahrungen mit elektron. Schaltungen und fahre wie Du bislang vorne 3-fach (hinten bei mir 9 bzw. 10-fach).
    Elektron. Schaltungen sind mir (bislang) zu teuer und ich sehe auch die Nachhaltigkeit (Reparierbarkeit?) problematisch. Unbestreitbar haben Sie für mich aber den großen Vorteil des automatischen Kettenblattwechsels (bei Shimano "Synchro-Shift").

    Bei 12-fach gibt es weniger Auswahl an für Dich geeigneten Kassetten, bei Shimano gibt es zwischen 11-34 und dann wieder MTB 10-45 nichts.
    Also wäre eine Möglichkeit, die Kettenblätter (KB) kleiner zu machen. Z.B. 28/44:
    Hier Standard 2x12 oben im Vergleich zu 28/44:
    http://www.ritzelrechner.de/?GR=DERS&KB=34,50&RZ=11,12,13,14,15,17,19,21,24,27,30,34&UF=2135&TF=80&SL=2.3&UN=KMH&DV=development&GR2=DERS&KB2=28,44&RZ2=11,12,13,14,15,17,19,21,24,27,30,34&UF2=2135

    28/44 wäre z.B. mit T.A. KB an einer GRX Kurbel möglich:
    https://specialites-ta.com/double/442-1816-double-plateau-gravel-specialites-ta-x80-grx-2-10-11v-interieur-specialites-ta-pl480801g9.html#/11,denture,28-dts

    Bei MTB-News (Forum) hat jemand Passscheiben und längere KB-Schrauben verwendet, um bei einer GRX Kurbel die KB auf einer kleinere Kettenlinie (KL) zu spacern. Ich finde den Beitrag aber nicht mehr.

    Die nächste Herausforderung ist, ob Du einen Ultegra 12f Umwerfer tief genug für 44 Z. bekommst. Vermutlich hat Dein Rahmen einen Umwerfer-Sockel, oder?
    Es gibt Adapter, um Umwerfer tiefer montieren zu können:
    https://www.rennrad-news.de/forum/threads/test-46-30-kettenbl%C3%A4tter-umwerfer-tieferlegen-mit-adapter.167393/
    Dort werden auch spezielle runde KB 46/30 für den asymmetrischen Shimano Lochkreis (LK) 110 mm vorgestrellt.

    Shimano hat bei 12f Road die KL von sonst Road-typisch 43,5 mm auf 44,5 mm vergrößert. Die Differnz zu GRX (KL 47 mm) beträgt somit nur noch 2,5 mm.
    Ich würde dennoch versuchen, eine KL von 44,5 mm oder besser 43,5 mm zu erreichen. Es kommt auch immer darauf an, wieviel Zeit, Du in welchem Gang verbringst. In den Bergen ist man sehr viel in den ganz leichten Gängen unterwegs.


    Bei 46/30 dürfte die Umwerferproblematik weniger ausgeprägt sein als bei 44/28.
    Wenn Du auf eine SRAM 12f Wide Kassette 10-36 gehen würdest (-> Sram Freilauf notwenig!), hättest Du bei 46/30 fast den gleichen 1. Gang wie bei 28/34:http://www.ritzelrechner.de/?GR=DERS&KB=28,44&RZ=11,12,13,14,15,17,19,21,24,27,30,34&UF=2135&TF=80&SL=2.3&UN=KMH&DV=development&GR2=DERS&KB2=30,46&RZ2=10,11,12,13,15,17,19,21,24,28,32,36&UF2=2135

    Aber:
    Sind die Ritzelabstände bei 12f SRAM und 12f Shimano gleich? Bzw. kann man die Schaltschritte bei DI2 anpassen?

    Bei 12f gibt es also noch mehr Fragezeichen und Einschränkungen als bei 11f. Ich weiß nicht, ob man 11f Ultegra DI2 noch bekommt.

    Ich bin gespannt auf weitere Beiträge.
  • Richy, 13.04.2022, 19:48 Uhr
    Tja, bleibt schwierig. Sollte ein 30/46 Kettenblatt (GRX und somit andere Kettenlinie) mit 11-34 Kassette für die neue Ultegra Di2 12-fach möglich sein, dann wirds diese Schaltgruppe. Ansonsten muss ich wohl auf die GRX Di2 ausweichen. Da hab ich dann die Möglichkeit von 30/46 mit 11-34.

    Danke für eure Beiträge.
  • sugu, 14.04.2022, 09:48 Uhr
    Ich fahre 2x11 GRX 30/46: Anfangs mit 11-42 und nach Umbau auf einen langen Käfig am Schaltwerk inzwischen 11-46. Ist beides außerhalb der Freigabe, aber funktioniert (mechanische Schaltung GRX812). Bei klein/klein hängt die Kette natürlich durch, wenn keine Spannung drauf ist.
  • Uwe, 14.04.2022, 23:05 Uhr auf sugu
    Hallo Helmut!

    Hast du den Käfig am Schaltwerk umgebaut oder das Schaltwerk komplett gegen eine GS-Variante, also mittellang, getauscht?

    Cool wäre es, wenn man den Käfig tauschen würde gegen ein SGS, was aber bei den Rennradschaltwerken nicht im Programm ist. Das müsste man von jemand, der es kann, fräsen lassen. Aber bei jedem Modell ist der Zapfen anders und nichts passt bei keinem Schaltwerk niemals nimmer nicht. Mit so einem Umbau wäre man über jede Diskussion erhaben und selbst der Avv würde sofort zum potentiellen Kunden.

    Viele Grüße, Uwe
  • sugu, 14.04.2022, 23:59 Uhr 15.04.2022, 00:02 Uhr auf Uwe
    Ich habe nur den Käfig getauscht: Der SGS-Käfig (iDer Link ist nur die eine Hälfte des Käfigs) eines XT-Schaltwerks (RD8000) passt an das GRX812-Schaltwerk. Wird inzwischen sogar so angegeben. Eine Umbauanleitung gibt es auch.
  • Uwe, 15.04.2022, 00:26 Uhr auf sugu
    Klingt interessant. Aber abgesehen davon habe ich ja noch ein 5800er 105GS. Da hatte ich irgendwann schon mal versucht, Teile zu recherchieren, wo man den Käfig umbauen würde, hatte das Thema aber wieder vertagt und vergessen ;-)
  • Wenigfahrer, 15.04.2022, 09:06 Uhr 15.04.2022, 09:08 Uhr
    @Richy

    Reicht Dir 30/34 überhaupt? Ist ja 0,88 anstelle aktuell 0,76. Man wird ja auch nicht jünger. Ich möchte meine 24/32 = 0,75 nicht mehr missen.

    Hier gibt es Infos zu RD RX 815 vs. 817 und ca. 11-40 vorne 2-Fach:

    https://www.mtb-news.de/forum/t/schaltwerk-mit-langem-kaefig-mit-kleiner-kassette-kombinieren.911449/page-2
    https://handsonbike.blogspot.com/2019/12/grx-rear-derailleur-rd-rx815-vs-rd-rx817.html

    https://handsonbike.blogspot.com/2020/11/cervelo-aspero-slx-11-40t-cassette.html

    Demnach geht beim 817 bei 2-fach kein SynShift. Würde mich ärgern.
  • Wenigfahrer, 15.04.2022, 09:19 Uhr 15.04.2022, 09:20 Uhr auf sugu
    @sugu
    Groß - groß geht noch gerade eben? Ab welchem Ritzel hängt auf dem kleinen KB die Kette durch?
  • Wenigfahrer, 15.04.2022, 09:39 Uhr
    @Richy

    Das XT DI2 Schaltwerk RD M8050 hat zumindest 35 Zähne Kapazität und könnte 11-40 30/46 vermutlich recht gut bewältigen. Scheint auch mit GRX STI zu arbeiten:

    https://www.mtb-news.de/forum/t/carbonda-gravel-carbonrahmen-aus-china.893336/post-17887515
  • Wenigfahrer, 15.04.2022, 10:03 Uhr auf Uwe
    @Uwe

    Vielleicht passt der Käfig vom XT RD-M780? Allerdings ist die Leitrolle dann koaxial zum P-Gelenk, so dass die Leitrolle auf den großen Ritzeln mehr Abstand haben dürfte.
  • Richy, 15.04.2022, 10:47 Uhr
    @Wenigfahrer

    Natürlich wäre im Idealfall ca. 0.76 Untersetzung für mehrere Pässe besser, aber ich merke, dass sich wohl nicht alles erfüllen lässt. Der Zweitleichteste Gang bei meiner aktuellen 3fach (26/36/48 mit 11-34 Kassette) ist 0.86. Damit könnte ich leben, muss halt mit meinen 59 Lenzen mal eine Pause mehr machen ;-). Meine absolute Traumkombi wäre: die neue Ultegra 12 fach mit Kettenblätter 30/46 und Kassette 11-40 (evtl. noch 11-36). Gründe: keine Di2 Kabel wie bei der GRX am Lenker, Traum Haptik (Griffe gefallen mir bei der Ultegra halt etwas besser als bei der GRX...). Aber Eben.

    Ich merke auch, dass trotz der besseren Möglichkeiten für elektronisch und Übersetungen bei SRAM sich gefühlsmässig in mir etwas gegen SRAM streubt. Siehe auch hier: https://torstenfrank.wordpress.com/2019/02/09/himmelhoch-jauchzend-und-zu-tode-betrubt-gedanken-zur-neuen-sram-red-etap-axs/

    Allerseits schöne Ostertage!
  • AvvPazzo, 15.04.2022, 11:05 Uhr auf Richy
    Du mußt natürlich selbst wissen , welche Probleme mit elektronischen Bauteilen Du Dir antun willst , auch und gerade im Hinblick auf die aktuelle und wohl noch einige Zeit bestehende katastrophale Ersatzteil- und Lieferproblematik in der Branche . Beispiel : bei einem Radkollegen ist ein Bauteil im Dura Ace Di2 Schaltwerk jetzt schon fast 1 Jahr defekt , das benötigte Teil ist derzeit nicht lieferbar.Alternative - damit das Rad wieder einsatzbereit ist - Neukauf eines Schaltwerks mit UVP 680 Euro ? Falls das überhaupt verfügbar ist....

    Da ist die Euphorie schnell dahin
  • sugu, 15.04.2022, 21:01 Uhr 15.04.2022, 21:01 Uhr auf Wenigfahrer
    > @sugu
    > Groß - groß geht noch gerade eben? Ab welchem Ritzel hängt auf dem kleinen KB die Kette durch?

    120er Kette reicht für groß/groß. Beim 15er Ritzel (das 3.) fängt die Kette an zu hängen, wenn keine Spannung drauf ist.
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Mavic Reifenumbau

  • AP, 10.04.2022, 10:50 Uhr
    Tag zusammen,

    Habe ein altes Stevens Aspin mit Mavic Ksyrium von 2004, bei dem die Felgen ordentlich runter sind. Ist mein Urlaubsersatzrad. Gleichzeitig habe ich Mavic Ksyrium von 2011, die ich seit zwei Jahren nicht mehr benutze und die felgenmäßig ok sind.

    Natürlich wäre es das einfachste, die Mavic 2011 auf das Rad 2004 draufzutun. Allein, der Freilauf der Mavic 2011 ist extrem anfällig, ich mußte in den letzten Jahren der Benutzung alle paar hundert KM Freilauf ausbauen und reinigen.

    Jetzt meine Frage an die Techniker: kann ich den Freilauf und das Ritzelpaket (Shimano 9-fach) 2004 auf Mavic 2011 drauftun? Oder wäre es vielleicht sogar besser, die Felgen 2011 auf das Mavic 2004 zu wechseln, um so die Fehleranfälligkeit Freilauf 2011 komplett auszuschalten?

    Danke
  • Uwe, 10.04.2022, 12:22 Uhr
    Hallo Axel!

    Bastelst du selbst? Ich habe keine Erfaherung mit Mavic.

    Wenn nein, wirst du vielleicht keinen Schrauberladen finden, der dir diesen Technik-Zoo zusammenbaut.

    Wenn ja, kannst du doch einfach mal die beiden Freiläufe runter nehmen und sehen, ob sie gleich aufgebaut sind. Dann sollte ein Tausch den Versuch wert sein.

    Ein guter Freund (wohnt in meiner alten Heimat, also in der Nähe deiner alten Heimat) hat vor einigen Monaten seine (ich denke) Ksyrium kaputt gefahren. Die Nabe hat den Flansch kaputt und ist daher nur ein Fall für ein Schlachtefest. Falls das Modell kompatibel ist und seine Räder noch nicht beim Schrotti gelandet sind, könnte man ihn fragen, ob man seinen Freilauf an dein 2011er Hinterrad bauen kann, falls er in einem besseren Zustand ist.

    Die Felgen umbauen, also neu einspeichen, ist aber schon ein Geschäft, welches man entweder können muss (ich bin es nicht) oder bei so alten Sachen gleich sein lassen kann. Dann ist am Ende ein neuer / gebrauchter Radsatz die einfachere und günstigere Lösung. Die heutigen Freiläufe für Shimano 11-fach sind ja abwärtskompatibel (Distanzring) für bis zu 7-fach Kassetten.

    Ist denn der 2011er Freilauf von Hause aus anfällig oder erst so geworden durch Verschleiß?

    Viele Grüße, Uwe
  • AvvPazzo, 10.04.2022, 12:35 Uhr
    Stimme Uwe zu , das Umspeichen der Felge 2011 auf die Nabe 2004 wird sich heutzutage -außer man kann es selber-wirtschaftlich nicht mehr rechnen.In meinem Umfeld werden da für die reine Handarbeit ohne die wohl erforderlichen neuen Speichen um die 100 Euro aufgerufen - vorausgesetzt , man findet in den Shops noch jemand , der überhaupt noch ein Laufrad bauen kann, und zwar so , daß es "steht" und nicht nach nur 50km wg. falscher Speichenspannung etc etc völlig aus dem Ruder läuft.

    Dann lieber gleich so oder so ähnlich https://www.bike-discount.de/de/bike/fahrradteile/rennrad-teile/laufraeder/rennrad-laufrad-hinten?p=1&o=3&n=48

    Saludos
  • Uwe, 10.04.2022, 13:11 Uhr auf AvvPazzo
    Und wenn man sich die Preise für komplette Laufradsätze, einmal unabhängig davon was sie konkret taugen, ansieht, dann ist man beim genannten Einsatzzweck am Urlaubsersatzrad, schon günstiger unterwegs, als wenn man anfängt, altes Zeug umzubauen. Wobei ich als Mensch vom (verschlafenen Kuh-) Dorf auch eher so aufgestellt bin, altes Zeug zu reparieren, wenn es sinnvoll machbar ist und keinen hohen Ansprüchen mehr gerecht werden muss.
  • AvvPazzo, 10.04.2022, 14:04 Uhr 10.04.2022, 14:22 Uhr auf Uwe
    Meine Rede , nicht teuer und händisch hinpfriemeln an die LR , ich betrachte die schon seit längerem als mehr oder weniger kurzlebiges Wegwerfprodukt , also nicht soviel in neue LR investieren , billigere funktionieren genau so gut .Und wenn was ist , wech damit ( ja , ich weiß , nicht sonderlich nachhaltig , aber bin ich etwa an den allfälligen Preisexplosionen in unserem Metier schuld?) . Außer man ist Gewichtsfetischist und bereit > als 1.500 oder 2.000 Euro zu investieren

    P.S. Leider ist damit aber AP`s weitere Frage noch nicht gelöst , ob man den 2004er Freilauf auf die 2011er Naben draufbekommt.Weiß ich leider nicht , da noch nie Mavic Naben/Freiläufe gefahren.

    Oliver Lowrider übernehmen Sie ;-)
  • AP, 10.04.2022, 15:03 Uhr
    Ok, ich sehe aber, es ist komplizierter als ich dachte. Natürlich würde ich die Sache nicht selbst angehen, das müßte er hier machen (der Typ hat echt was drauf, war schon öfter bei ihm), die Stevens Gurke steht in Katalonien. Es geht mir halt nur darum, das Zeug, was ich habe, nicht sinnlos wegzuwerfen, sondern eventuell zu verwerten.

    Noch zu Uwe, der 2011 Freilauf ist von Haus aus anfällig, bei meinen Radaktivitäten kann von übermäßigem Verschleiß keine Rede sein.

    Grüße an alle
  • AvvPazzo, 10.04.2022, 15:33 Uhr 10.04.2022, 15:50 Uhr auf AP
    Hättst gleich gesagt "beim Spanier" und ich hätte nur geantwortet "non hay problemas" .Nahe Barcelona ist mir mal beim T3 der Deckel vom Kühlwasserüberlaufbehälter im Motorraum verreckt , Sonntag , keine VW Werkstatt hatte auf , da klapperte "der Spanier" sämtliche Spezln ab und kam nach 1 Stunde mit 15 verschiedenenen Schraubverschlüssen von Thermoskannen , Wärmflaschen etc an , einer paßte und die Fuhre hielt so noch bis zuhause - non hay problemas . Da nagelt der doch auch den 2004er Freilauf auf die 2011er Nabe ;-)

    Korrektur (nach Befragung des Nachbarn) : no hi ha problemes ;-)

  • AP, 10.04.2022, 15:57 Uhr 10.04.2022, 15:59 Uhr auf AvvPazzo
    Das stimmt so nicht. Letzten Sommer mußte ich im Urlaub eine Birne an meinem Auto wechseln. Im Tran hatte ich vergessen, die Plastikstellschraube wieder draufzumachen, die den Lichtblock an der Karosserie festhält. Ich bin dann bei Werkstätten gewesen (hätte man bestellen müssen mit langer Lieferungszeit), bei Baumärkten (war dummerweise eine Zwischengröße, entsprechende Schrauben gab es nicht) und auf einem Schrottplatz (hatten alles Mögliche da, aber nix paßte). Am Ende hab ich die Sache notdürftig getaped und bin nach Alemania zurückgedüst. 1300km später war der Lichtblock leicht verschoben, und die Stellschraube kam, bestellt beim Skodahändler hier in der Nähe, zwei Tage später....
  • AvvPazzo, 10.04.2022, 16:38 Uhr auf AP
    Na ja , mein Fall spielt vor ca. 25 Jahren , da war halt noch die "alte" Schraubergeneration am Werk - analog Italien oder Griechenland . Die Jungen heutzutage können wahrscheinlich auch nur noch austauschen oder wie in meiner home region geläufig : Birne kaputt ? Kauf Dir ein neues Auto !
  • lowrider, 10.04.2022, 20:06 Uhr
    Habe schon lange aufgehört mich intensiver mit den Mavic Naben auseinanderzusetzten - die letzten waren die unkaputtbare Mavic 500/501. Aber es würde mich sehr wundern, wenn sich der alte Freilauf auf eine neuere Nabe verpflanzen ließe. Mavic hat es ja sogar innerhalb eines Modelljahres geschafft inkompatible Freiläufe einzubauen.

    Wenn die Felgen gleich hoch sind und die Lochzahl stimmt, könnte man ggf. die Felgen transplantieren, allerdings unter Verwendung der alten Speichen. Mit neuen Speichen (so man die überhaupt bekommt) ist das ein wirtschaftlicher Totalschaden.
  • AP, 10.04.2022, 20:47 Uhr auf lowrider
    Danke, ich glaube, die Option neues Hinterrad kaufen plus altes Ritzelpaket drauf ist wohl die sinnvolle Lösung....
  • AvvPazzo, 10.04.2022, 21:15 Uhr 10.04.2022, 21:18 Uhr auf AP
    Vernünftig - zumal z.B. das Aksium HR z.B. bei Bike Discount um 90Euro sofort verfügbar ist - heutzutage grenzt das an ein Wunder ! Billiger wirds nimmer.....Oder eines der beiden wohl ebenfalls verfügbaren Shimano HR optieren zu etwa dem gleichen Preis.Wenn die dann nach ein paar 1000km verrecken - kann man bei dem Preis vernachlässigen . Ein Autotank für ein paar 100km ist teuerer ;-)

    P.S. Sehe gerade , Shimano bei H+S nicht mehr lieferbar.Ja , so schauts aus.....da würd ich die Aksium sofort ordern.
  • Udo B., 11.04.2022, 22:24 Uhr
    Wie wäre es mit 2 neuen Laufrädern?
  • AP, 12.04.2022, 06:28 Uhr auf Udo B.
    Das lohnt sich bei dem Rad nicht. Ich fahr auch nur so in etwa 700km im Jahr damit.
  • AvvPazzo, 12.04.2022, 17:07 Uhr auf AP
    Da fällt mir noch ein : wenn Du unten bist , schau mal bei dem https://theservicecourse.cc/ vorbei , der hat sicher günstige Laufräder ;-)
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Campagnolo Power Torque Innenlager mit ITA Gewinde gesucht

  • Eierschaukel, 25.03.2022, 20:07 Uhr 25.03.2022, 20:11 Uhr
    Hallo!

    Ich bin auf der Suche nach einem Campagnolo Power Torque Innenlager bzw. Lagerschalen mit italienischem Gewinde (36 x 24) für meine Athena 11-fach Kurbel. Hat jemand so etwas noch bei sich herumliegen? Würde auch tauschen, habe nämlich die BSA-Version (1.37 x 24) in gebrauchtem aber funktionstüchtigen Zustand abzugeben.

    Sportliche Grüße aus Wien, Florian
  • AvvPazzo, 26.03.2022, 13:52 Uhr 26.03.2022, 13:54 Uhr
    Selbst kann ich leider nicht weiterhelfen , da ich die auch in BSA habe.

    Hilft Dir ev. diese (wohl lieferfähige) Quelle weiter ? https://www.smi-radsport.de/Fahrradteile/Campagnolo/Campagnolo-Kurbeln-und-Lager/CAMPAGNOLO-POWER-TORQUE-Lagerschalen-ital.html. Der Händler ist zuverlässig und hat mir schon in vielen Campa-Notlagen geholfen.
  • Eierschaukel, 29.03.2022, 11:03 Uhr auf AvvPazzo
    Danke für den Tipp! Werde ich dort bestellen... VG Florian
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Droper Post

  • AvvPazzo, 19.03.2022, 18:27 Uhr
    Ganz pfiffig : der heutige Sieger von Milano-Sanremo hat so eine absenkbare Vario-Stütze https://www.bike-discount.de/de/vario-sattelstuetze benutzt , da konnte er bei der Abfahrt vom Poggio das Fahrwerk sozusagen "tieferlegen" ergo schneller in die Kurven gehen , da eben der Schwerpunkt weiter unten lag.......

    Sollte man mal im Auge behalten ;-) . Nur weiß ich von den MTBlern , daß das eine sehr anfällige Technik ist und das sauteure Geraffel nur relativ kurz richtig funzt , dann hakeln die schon.....
  • arnd, 19.03.2022, 19:55 Uhr
    Also ich fahre absenkbare Sattelstützen an zwei MTBs seit über 10 Jahren, hat noch nie gehakt und auch nicht nach service geschriehen. Und selbst wenn, wärs den Profies egal, neues Rennen neue Stütze.
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Breite Schuhe

  • alltagsfahrer, 30.03.2019, 19:46 Uhr
    Hallo,
    Breite Schuhe für breite Füsse.
    In diesem Jahr brauchte ich mal wieder neue Schuhe. Breite Schuhe.
    Bei den Schuhe heisst es nicht Breite, sondern "Schuhweite". (Wikipedia)

    Für alle, die breitere Füsse als der Durchschnitt haben: mein subjektiver Beitrag. Subjektiv, weil die meisten Hersteller ihre Schuhe nicht mehr selber fertigen und diese daher von Werk zu Werk andere Leisten haben. Schlimmer noch: Die wenigsten Werke haben genügend ausgebildete Schuhmacher in den Produktionstrassen.
    -> man kann also eine 40 haben und der nächste Schuh aus der nächsten Schachtel mit der gleichen Grösse und dem gleichen Modell ist ganz anders.

    Normale Füsse haben die Schuhweite "D" oder "E". Die "Komfortweite ist Schuhweite "G". Nur ich habe Schuhweite "J" !!

    SIDI:
    sind immer eine Nummer grösser zu nehmen, als normal. Die Breiten Modell heissen bei SIDI : "Mega"
    Sidi konnte ich nicht testen.

    Lake:
    Dort heissen die Schuhe : "HV" High Volume. Konnte ich auch nicht testen, da diese noch nicht beim Händler waren.

    Northwave:
    Die Breiten Schuhe heissen "Wide" . Allerdings sind die nur minimal weiter. Schuhweite F. Also viel zu schmal für mich. Die konnte ich zwar noch etwas weiten, aber letztendlich zu wenig. Northwave mach auch einen Kapitalfehler:
    Die Schuhsole ist das Normalmodel. Der Zehenbereich ist vorne spitz und der passt dann nur bedingt. Positiv ist : dass die Form sehr geeignet ist für Personen mit einem hohen Rist. Die Grösse 41 passt von der Länge her für Leute mit normaler Schuhgrösse 40.
    Leider wird der Schuh mit einer anatomischen Einlage geliefert. Die ist für mich viel zu schmal.
    Guter Schuh für Leute mit Schuhweite so um E bis F oder maximal G.

    Fizik:
    sind bei der Grösse 41 im Vergleich eher 42 oder noch etwas grösser. Das Modell "Tempo" war nach der ersten Probefahrt zu lange und zu spitz. Normale Füsse sind eher rund. Im Mittelalter hätte man so etwas benutzt um Hexen zu verscheuchen. Fizik eher eine Nummer kleiner wählen. Fizik hat bei allen Modellen eine eher grössere Schuhweite.

    Bont:
    sind schon von Hause aus breiter. Die Customfit Modelle verfügen über eine verformbare Seitenschale. Diese wird bei 70°C weich und lässt sich an den Fuss anpassen. Bei 90°C verformt sich allerdings auch die Sohle.. Da ein Backofen bei 70°C irgendwo zwischen 40 und 100° haben kann sollte man dies nur vom Fachman anpassen lassen. Das bedeutet ein paar bis unzählige Male zum Fachman fahren, dort eine Stunde warten, testen ....
    Wenn der Schuh dann endlich passt, dann ist der nicht wie ein Skischuh, was noch angenehm wäre. Das Teil erinnert eher an einen Schraubstock. Super Kraftübertragung, aber ansonsten für mich viel zu hart.

    Shimano:
    Hat es endlich nach Jahren geschafft die breiten Modellen eine andere Bezeichnung, als "W" zu geben. Halleluja kann man da nur sagen. Denn "W" stand bei Shimano für Wide, Women, Winter und White. Neu heissen die breiten Modelle "L". Aktuell SH-RP3L

    Shimano hat eher eine "kurze" Nummerieung. Ich besitze das Modell RP3 "extra wide" und ist ziemlich sicher das 2018 oder gar 2017 Modell. Zehenraum ist breit, ebenso beim Fussballen. Grösse 41 ist eher Grösse 40 und passt mit abstrichen fast perfekt. Geliefert wird der Schuh mit anatomischen Einlagen, was ich nicht leiden kann. Ausserdem trägt die Einlage hoch auf. Ich habe die gegen dünne Ledereinlagen getauscht. Die Klettverschlüsse sind zu kurz. Genauer gesagt viel zu kurz für Leute mit hochem Rist. Ohne Verlängerungen komme ich da nicht hin. Der oberste Verschluss hat gerade mal drei Klicks.
    Von allen Schuhe hat Shimano noch einmal einen Centimeter am Schuh selber um die Cleats zu verstellen.
    Da ich die Pedalachse eher zum Mittelfuss bevorzuge kommt mir das sehr entgegen. In die andere Richtung geht es ebenso.
    Die breiten Shimanomodelle hatte kein Händler in der Schweiz. Oder nicht in meiner Grösse. Diese musste ich vom grossen Kanton ordern.

    Noch etwas zu Anatomischen Einlagen:
    Diese stützen den Fuss, was zur Folge hat, dass der Fuss weniger beansprucht wird. Der menschliche Körper baut alles ab, was er nicht braucht. Zu gute Schuhe und zu gute Einlagen machen die Füsse kaputt.

    Viele Grüsse an alle Breitfüssigen Rennradfahrer und noch ein paar an alle normalen Quaelder,
    natürlich aus Zug, Fritz
  • Aliciadreamera, 18.03.2022, 10:42 Uhr 24.03.2022, 09:38 Uhr
    Über Sneaker kann man sich mit anderen ganze Wochen lang streiten. Die Meinungen gehen einfach zu weit auseinander, es ist fast wie mit Fußballteams. Der eine ist ein treuer Fan von Real Madrid und andere stehen voll hinter FC Bayern München. Genauso sind Menschen auch Fans von legendären Sneakern wie zum Beispie den air jordans. Das ist einfach ein Schuh mit Geschichte, ich kann es kaum erwarten bis ich mein neues Paar endlich bekomme. Ich habe es letzte Woche im Internet bestellt und warte heute endlich auf den Postboten.
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Innenlager Länge für neue Kompakt Kurbel

  • jimmy7106, 13.01.2022, 14:04 Uhr
    Hallo zusammen, ich möchte meine Campa Record vorne mit einer Kompakt Kurbel 50/34 ausstatten.

    Innenlager Shimano BC1,37 / 68, Länge: 108mm (4-kant), Hinten 8-fach Kassette.

    Bei den meisten Kurbeln die aktuell zu haben sind, wird ein 110mm innenlager gefordert. Sind die 2 mm Unterschied ein Problem und ich sollte mein Innenlager tauschen oder funktioniert das so?

    Wäre es auch möglich vorne auf eine 3-fach Kurbel zu gehen und die sonstigen Komponenten zu lassen, ich denke außer dem Umwerfer).

    Danke euch im voraus für den Support!
  • AvvPazzo, 13.01.2022, 19:59 Uhr 13.01.2022, 20:13 Uhr
    Nach meinen Erfahrungen läßt sich eine Campa-Kurbelgarnitur mit ISO - Norm nicht oder jedenfalls nicht befriedigend mit einem Shimano-Innenlager mit JIS - Norm kombinieren - unabhängig von der Achslänge des Innenlagers (zum Unterschied ISO/JIS z.B. hier https://www.kurbelix.de/blog/wissenswertes/tretlager-innenlager/was-ist-der-unterschied-zwischen-iso-und-der-jis-norm ).

    Sprich Du bräuchtest eh ein Innenlager von Campa für eine Compact Campa Garnitur.

    Der Umwerfer muß bei 3-fach nicht zwingend ausgetauscht werden , oftmals tuts auch der 2-fach Umwerfer.Ich fahre z.B. Campa und Shimano 3-fach Kurbeln mit dem guten alten (35 Jahre alten) Super Record 2-fach Umwerfer , der Schwenkbereich dieses Werfers reicht allemal auch für 3-fach . Einfach erstmal mit dem vorhandenen Umwerfer ausprobieren obs klappt.Die linke Hebelei des Brems-/Schaltgriffs - falls Du sowas fährst- muß natürlich auf 3-fach ausgerichtet sein.

    Bei Campa 3-fach Garnitur wird dieses Innenlager mit Achslänge 115,5mm benötigt https://www.bike24.de/p13950.html . Ausnahme ein alter Stahlrahmen , dann reicht eine 111mm Achse https://www.bike24.de/p12649.html
  • Da Reverend, 13.01.2022, 20:19 Uhr 13.01.2022, 20:20 Uhr
    Hallo,
    neben dem vom Vorredner erläuterten Aspekt der Schnittstellenkompatibilität musst Du noch klären, ob die kleineren Kettenblätter hinreichend Abstand zur Kettenstrebe haben werden (wenn es mit den großen Kettenblättern schon knapp ist, ist das fraglich) und, ob der Umwerfer hinreichend weit nach unten verschoben werden kann. Ist der Umwerfer mit Schelle befestigt oder an einem Anlötsockel? Im Hinblick auf die Kettenlinie würde ich eine etwige Verschiebung um 1 oder 2 mm als unproblematisch einordnen.

    Deinen Gedankengang in puncto 3-fach kann ich nicht nachvollziehen, denn der Schalthebel (STI) müsste ja auch kompatibel sein. Oder ist der nicht gerastert? Kurz gesagt: Ich würde die Idee mit 3-fach aufgeben - wegen zu vieler Unwägbarkeiten. Ist außerdem voll "out".

    Freundliche Grüße,
    Markus
  • jimmy7106, 13.01.2022, 21:56 Uhr auf AvvPazzo
    Danke, sehr hilfreich
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Laufräder für S-Works Rahmenset

  • trekkingbiker, 17.12.2021, 20:27 Uhr
    Hallo zusammen,

    Letztes Jahr habe ich von Specialized ein original verpacktes Rahmenset S-Works SL4 aus dem Jahr 1995 oder 1996 sozusagen geschenkt bekommen. Die Überraschung und die Freude war groß. Jetzt habe ich beschlossen mir einen Renner aufzubauen. Da mein Schrauberwissen bisher nur aus Kette, Bremsbeläge oder Reifen wechseln besteht, habe ich mich einmal ein bißchen erkundigt und auch im Internet gesurft und da kam nix erfreuliches dabei heraus. Im Internet fand ich einen Händler, der diesen Rahmen mit dem Hinweis " Dieses Modell ist ausschließlich mit Specialized SCS Laufrädern kompatibel". Solche Laufräder sind aber über Specialized nicht mehr erhältlich.Ein befreundeter Schrauber meinte es gäbe auch so was wie Adapter/Umbauset für andere Laufräder, aber dies würde immer noch zu einer ungünstigen Kettenführung und/oder zu einem Konflikt Kette und Rahmen führen. Es sei davon unbedingt abzuraten.


    Wer kann mir da weiterhelfen? Wo könnte man passende Laufräder bekommen? Wer könnte mir so ein Rahmenset abkaufen?

    Für eure Hilfe schon im Voraus vielen Dank



    Michael
  • lowrider, 18.12.2021, 11:11 Uhr
    Hallo Michael,

    ja dieses SCS ist schon sehr speziell, wurde meines Wissens aber nur bei Rahmen für Scheibenbremse eingesetzt. Zum Glück hat Specialized dieses Unfug recht bald beerdigt. Mach im Zweifel einfach mal ein paar Fotos und messe die Klemmbreiten nach.

    Der einzige Laufradhersteller der heute noch SCS Laufräder bauen kann ist meines Wissens Rolf Prima - rolfprima.com oder rolf-prima.de. Ist dann zwar eine Sonderanfertigung und kostet ein paar Euro Aufpreis aber es paßt dann wenigstens alles.

    Viele Grüße, Oliver
  • trekkingbiker, 19.12.2021, 17:42 Uhr auf lowrider
    Hallo Oliver,

    Vielen Dank für deine Antwort.

    Das wars dann mit tollen neuem Rennrad. Der finanzielle Rahmen wird dann wahrscheinlich ziemlich gesprengt.

    Da hat man ein nagelneues S-Works Rahmenset, das einmal mindestens 3000EUR wert war und mit dem man jetzt nichts anfangen kann.

    Jetzt werde ich mal versuchen es im Internat zu verkaufen und falls ich es nicht los bekomme landet es auf dem Wertstoffhof. Was für eine Verschwendung!

    Gruß Michael

    PS: Bist du zufällig der Oliver, der zu Rolis und Lukas Zeiten bei Qualdich mitgefahren ist?
  • lowrider, 19.12.2021, 18:59 Uhr
    Hallo Michael,

    ja ich bin schon ein paar Jahre dabei und habe die beiden kennen gelernt. Bevor du den Rahmen in die Tonne wirfst, fange ich den auf.

    Gruß, Oliver
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Getriebeauslegung fuer Quaeler

  • artie_1970, 14.12.2021, 23:17 Uhr 15.12.2021, 00:36 Uhr
    Servus zusammen,

    Stammleser wissen, dass ich begeisterter Brompton-Fahrer bin [url=https://www.quaeldich.de/touren/schraeges-seniorentreffen/]https://www.quaeldich.de/touren/schraeges-seniorentreffen/. Allerdings habe ich meine Alpenrhein-Tour mit dem Randonneur gemacht https://www.quaeldich.de/touren/oben-am-jungen-rhein-von-artie-1970/. Warum eigentlich? Die Etappen waren nicht so lang, als dass ich sie nicht mit dem Klappi haette fahren koennen, schliesslich war mein selbstgebastelter Radmarathon "Rund um Miesbach" mit 200 km und 3300 Hoehenmetern ein deutlich anspruchsvollerer Test fuer die Grenzen des Faltrades (bzw. mich darauf). Tatsaechlich hatte ich fuer die Schweiz Sorge, dass mir mit Gepaeck die Gaenge fuer die diversen steilen Sackgassen (teils geschottert) nicht reichen wuerden: Wenn ich eine Trittfrequenz von 40/min halten moechte, zwingt mich das Brompton zu 5.6 km/h, der Randonneur nur zu 4.1 km/h. Das ist fuer Rattenwege wie https://www.quaeldich.de/paesse/kamm/, https://www.quaeldich.de/paesse/obermutten/ oder https://www.quaeldich.de/paesse/kunkelspass/ (den ich dann doch wetterbedingt von der anderen Seite gefahren bin) schon ein merklicher Unterschied. Selbst wenn man schneller als ich ist (bin nur Tourist), wird die Trittfrequenz merklich angenehmer sein.

    Die Universalwaffe Randonneur liesse sich also durch die Universalwaffe Brompton ersetzen, wenn letzteres noch kleinere Gaenge haette. Nun wird bei nur 6 Gaengen (13er- und 16er-Ritzel, 44er-Blatt, 3-Gang-Nabe) die Luft nach oben ziemlich duenn: Mit Trittfrequenz 105/min kann ich bequem bis knapp 45 km/h mittreten, nach meiner bescheidenen Alpenerfahrung reicht das, ansonsten lege ich mich ab. Geschwindigkeitsrekorde am Kuehtai Richtung Kematen werden nicht durch Mittreten gebrochen, sondern durch Aerodynamik. Nur: Wenn ich das Blatt vorne noch kleiner mache (ein 33er reicht fuer 40/min bei 4.2 km/h), reichen 105/min im dicksten Gang gerade mal fuer 33 km/h. Da bekommt selbst ein Tourist wie ich Bedenken.

    Ab jetzt sollte die Fraktion, die im Mittelgebirge einen 35er-Schnitt faehrt, nicht mehr weiterlesen. Schmerzfreie Zahlen- und Statistikfreaks sind zwar nicht akut infarktgefaehrdet, koennten aber auf dumme Gedanken kommen. Ich werte meine Touren mit http://www.goldencheetah.org/ aus. Dort kann man sich ein Histogramm anzeigen lassen, wie lange man mit welcher Geschwindigkeit unterwegs war (absolut in Minuten oder relativ in Prozent der Tour). Damit konnte ich sehen, dass ich erheblich haeufiger mit 5 km/h als mit 4 km/h unterwegs bin, mit 4 km/h nur etwa 1 % der gesamten Fahrzeit. Obenrum ist jenseits von etwa 34 km/h auch kaum noch etwas im Histogramm zu sehen. Selbst bei einer Runde mit https://www.quaeldich.de/paesse/silzer-sattel/, https://www.quaeldich.de/paesse/finstertaler-stausee/, https://www.quaeldich.de/paesse/kuehtaisattel/ und https://www.quaeldich.de/paesse/praxmar/ waren nicht einmal 10 % der gesamten Fahrzeit > 33 km/h, trotz der langen und schnellen Abfahrten. Und dass die Anteile bei 55 km/h noch relevant sind (im Sinne von: Es wurde getreten), halte ich fuer sehr fraglich. Das bisschen Statistik bestaetigt also, was ich (hier?) schon vor Jahren mal nach Bauchgefuehl behauptet habe: Dass fuer alpine Touren 6 Gaenge reichen: 2 hoch, 2 flach, 2 leicht bergab.

    Jetzt muss ich nur noch eine 1-fach-Kurbel mit 33er-Blatt bekommen (die Nexus kostet schlappe 25 Euro, nein, da fehlt keine 0), dann haette ich bald einen Randonneur zu verkaufen (mehr Informationen in meinem Profil). Vorher gilt es allerdings, den Shitstorm etwaiger Stilpolizisten zu verkraften.

    Zur Lektuere sei denen

    https://www.amazon.de/Ein-Rad-f%C3%BCr-alles-Allroad-Bike-Revolution/dp/3957260558

    und

    https://www.amazon.de/Mit-dem-Klapprad-die-K%C3%A4lte/dp/3957260175

    empfohlen.

    Bis bald in Buitonnaz (https://www.quaeldich.de/paesse/alpe-l-erie/#suedostauffahrt-von-saxe)!

    Axel
  • AvvPazzo, 15.12.2021, 16:33 Uhr 15.12.2021, 17:00 Uhr
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    als Sektenbeauftragter der neuen Bundesregierung sehe ich mich veranlaßt,dringend vor der Gefährlichkeit des obigen Beitrags zu warnen.Nach hier vorliegenden Erkenntnissen ist der unter dem Decknamen "artie_1970" agierende User mindestens ein führendes Mitglied einer im Untergrund operierenden Sekte namens "Bromptiologen" . Deren erklärtes Ziel ist , radfahrende Erwachsene zu infantilisieren , indem diese dazu veranlaßt , ja sogar gezwungen werden , mit merkwürdigen 20 Zoll Klapprädern zu reüssieren.Besonders gefährdet sind hierbei gerade der Adoleszenz entronnene junge Erwachsene , die soeben ihre "Puky" oder "Early Rider" Phase hinter sich gelassen haben und denen nunmehr eine zumindest psychische , im Einzelfall auch nicht auszuschließende physische Verzwergung auf Räder mit lächerlichen 20 Zoll Laufrädern droht.

    Anhänger der "Bromptiologen" werden gegenwärtig vor allem im Umfeld derartiger Veranstaltungsorte https://muenchen.brompton.de/ gesehen , in Gruppen auftretend und als "Spaziergänger" getarnte Demonstrationen sogenannter 20 Zoll-Querradler.Außerdem liegen belastbare Hinweise vor , daß Miglieder dieser Sekte das sog. Impfmanagement - so , wie nicht , vorhanden - der momentanen Administration unterwandert haben , und zwar dergestalt , daß manipulierte Impfstoffe zirkulieren , mit denen die ab kommenden Freitag behördlich angeordneten stündlichen Booster - Auffrischungen ( dann : dritter , vierter . fünfter etc etc "Brompter" genannt ) infiltriert werden.Es dürfte sich um genmanipuliertes Vakzin handeln , welches beim Probanden zu einer Zwangsstörung dergestalt führt , daß er oder sie (oder es) für künftige Radausflüge z.B. auf Hochgebirgspässe ein vorzugsweise zusammengeklapptes Kinderrad präferiert und sich so zur Lachnummer aller anderen Radfahrenden macht.

    Es wird um geflissentliche Kenntnisnahme und Beachtung gebeten

    Mit vorzüglicher Hochachtung

    AvvPazzo
  • Flugrad, 15.12.2021, 18:47 Uhr
    Du meinst nicht etwa Kinderräder wie diese hier:


    Nach den Reaktionen zu urteilen übten diese Kinderräder samt ihrer sie bewegenden Helden und Heldinnen auch und insbesondere auf das weibliche Publikum deutlich größere Anziehungskraft aus als ihre carbonbewehrte Konkurrenz. Vielleicht hatte dies aber auch nur mit den voluminösen Damenhandtaschen an den Lenkern zu tun.

    Gruß

    Ulrich
  • Uwe, 15.12.2021, 22:00 Uhr auf Flugrad
    Hallo Ulrich!

    Wo ist das? Ich tippe auf Albulapass.

    Der absolute Hingucker ist, wenn der Klapperatismus auf seinem eigenen Hintern sitzt, so wie in Bild 2 schön zu erkennen. Beim Altherrentreffen im Sommer, stand Axels Gerät auch gerne mal so rum, währen andere Geräte sich irgendwo anlehnen mussten um nicht umzufallen. Es macht auch schon etwas her, wenn so Leute von Axdels Format auf so einem Fahrzeug über die Pässe fahren. Und dann auch noch mit 70 km/h wieder ins Tal brettern.

    Viele Grüße vom Nikolaus / Weihnachtsmann aus der westfälischen Sonnenfinsternis, Uwe
  • Flugrad, 15.12.2021, 22:34 Uhr
    Hallo Uwe,

    Tippkandidat hat 100 Punkte. Albulapass am Slowup-Anlass 2016. Das Gros der Herrschaften ist mit den Faltern aus dem tiefen vorarlbergischen Rheintal angereist- als Tagesausflug, wohlbemerkt...

    Viele Grüße aus dem Allgäuer Hochnebel

    Ulrich
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Lagerspiel im Schaltwerk

  • Reinhard, 30.11.2021, 22:27 Uhr 30.11.2021, 22:27 Uhr
    Hallo,

    wie ich beim Rückwärtsdrehen der Kurbel aufgrund der seitlich wackelnden Kette bemerkte, hat das Lager meines Schaltwerks (dort, wo es ans Schaltauge geschraubt ist) ordentliches axiales Spiel. Die dicke Inbusschraube mittig ist fest angezogen, aber der Außenteil lässt sich deutlich kippen. Macht an der Kette vielleicht ein Fünftel des Ritzelabstandes aus. Wundert mich insofern, dass das Schaltwerk (Shimano 105) erst 8000 km weg hat, aber wer weiß, vielleicht ein empfindlicher Sturz irgendwann.

    Gehe ich richtig in der Annahme, dass ich da nichts machen kann außer das Teil komplett zu tauschen?

    Danke und beste Grüße, Reinhard
  • lowrider, 01.12.2021, 15:42 Uhr
    Hallo Reinhard,

    etwas Spiel ist in dem Gelenk serienmäßig. Je nach Einsatzbedingungen wird das dann mehr oder weniger schnell stärker aber solange es beim Fahren nicht stört (d.h. die Schaltung noch sauber eingestellt werden kann) darf man das einfach ignorieren.
    Wenn es dann mal stört, hilft nur ein neues Schaltwerk. Das 105'er kostet auch nicht die Welt ist aber aktuell nicht so einfach zu bekommen.

    Schönen Gruß, Oliver
  • Reinhard, 01.12.2021, 15:52 Uhr auf lowrider
    Super, vielen Dank für die Antwort, Oliver!

    Beim Vorwärtstreten scheint es weniger ein Problem zu sein, insofern werde ich genau deinen Tipp befolgen.
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Venge Aerobar zur Vorbaumontage

  • Super6, 28.11.2021, 19:39 Uhr 28.11.2021, 19:47 Uhr
    Hallo, von Specialized gibt es zur Vorbaumontage den Venge Aeroclip on Bar

    https://www.specialized.com/tt-tri-venge-aero-clip-on-lenkeraufsatz/p/170232?color=260180-170232

    der direkt am Vorbau angeklemmt wird.

    Das ist von Vorteil, wenn man einen Vorbau aus Alu, aber einen Lenker aus Carbon fährt. Jetzt zu meiner Frage: Er hat eine spezielle Klemmung, die genau auf den Venge Vorbau passt. Ich würde den Aero-Lenker-Aufsatz nun gerne an einem BMC ICS2 Vorbau befestigen. Dazu müsste ich wissen, wie die genauen Abmessungen, (Höhe und Breite)des Venge Vorbaus sind um sie mit dem BMC Vorbau zu vergleichen. Ich kann die Maße oder eine Explosionszeichnung aber im Netz nirgends finden.
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welches Fahrrad für Ganzjahres-Arbeitsweg (insb. Herbst/Wint

  • derChristoph, 07.11.2021, 20:54 Uhr 07.11.2021, 20:54 Uhr
    Ich werde demnächst auf einen ca. 20 km pro Richtung Arbeitsweg wechseln und plane diesen ganzjährig mit dem Fahrrad zurückzulegen. Die Strecke ist ca. 12 km flach auf Seitenstraßen Innerorts oder asphaltierten Radwegen, die restlichen 8 km sind durchgängig auf asphaltierten Wirtschaftswegen (teils im Wald) und ziemlich hügelig (bis 15 % Steigung, bis auf wenige kurze Passagen eigentlich nur hoch und runter). Höchster Punkt ist ca. 600 m üNN.

    Derzeit fahre ich die Strecke oft bei gutem Wetter mit dem Rennrad, in die eine Richtung mit einem ca. 20er Schnitt und in die andere mit einem 27er Schnitt.

    Ich frage mich nun, ob ich für Herbst und Winter ein anderes Fahrrad benötige und falls ja, was für eines.

    · Ein E-Bike würde ich eher ausschließen, da ich keinen Zeitvorteil sehe (im flachen ist man ja sogar langsamer als mit dem Renner)

    · Ein Gravel/Cyclocrosser mit eher schmalen, aber profilierten Reifen wäre mein Favorit gegen nasses Laub und landwirtschaftlichen Matsch auf der Straße, insb. bei Gefälle. Die Frage wäre, ob ein solches Fahrrad auch gut mit Eis/Schnee zurecht kommt, hat hier jemand Erfahrungen? Ich hätte die Hoffnung, dass so etwas mit entsprechendem Reifendruck auch immer noch recht schnell ist.

    · Gravel könnte im Winter ggfs. auf Spikereifen umgerüstet werden - Ist das aber angenehm bei immerhin 40 km/Tag und sinnvoll?

    · Theoretisch ginge auch ein Mountainbike z.B. als Hardtail, allerdings finde ich Mountainbikes ziemlich träge und langsam - wäre für mich nur eine Option, wenn man bei Schnee anders nicht lebend die Hügel runterkommt. Wie schätzt Ihr das ein, es sind ja immer noch Straßen und keine Trails

    · kann man alternativ das Rennrad so ausstatten (z.B. mit speziellen Winterreifen), dass man damit die meisten Herbst/Winter-Wetterbedingungen souverän packt und um ein neues Fahrrad herumkommt? Immerhin sind ja beinahe alle Alternativen eigentlich nicht für nasse Straßen, sondern für Geländeausfahrten gedacht.


    Beste Grüße Christoph
  • Uwe, 07.11.2021, 23:18 Uhr
    Hallo Christoph!

    Ich habe zwar jetzt keine speziellen Erfahrungen mit Arbeitswegen und den damit verbundenen speziellen Anforderungen. Aber ich kann mir vorstellen, zumindest einen großen Teil des Jahres den Renner für so etwas einzusetzen, falls man nicht zu viel Radwege innerorts im Programm hat (Unebenheiten, abgesenkte Bordsteine, Verbundsteinpflaster, Scherben...). Ansonsten ist man als Rennradfahrer auch gut mit einem CX unterwegs, vielleicht deutlich agiler als mit einem reinen Gaveller, da beim CX die Geometrie und dadurch das Fahrverhalten sehr dem Renner nahe kommt. Beim CX kann man auch sinnvoll einen zweiten Laufradsatz anschaffen und mit anderen Reifen bestücken. Dann würdest du im eher trockenen Teil der Saison entweder mit dem Renner fahren oder auch mit dem CX mit breiteren Straßenreifen (Achtung, Straßenreifen haben einen schlechten Pannenschutz im Bereich der Reifenflanken und man fährt sich die Reifen auf Steinen schnell kaputt), dann auf dem zweiten Radsatz für eher nasse und schmutzige Zeiten einen etwas profilierten Reifen, aber nicht direkt grobstollig, da solche "Brummer" auf Asphalt außer Lärm nicht viel bringen. Mit Spikes kannst du fast nur auf Eis oder glattem, festgefahrenen Schnee fahren. Auf "sauberen" Straßen machst du sie in kürzester Zeit kaputt und durch die grottenschlechten Laufeigenschaften den Fahrer auch. Dann kannst du an der Arbeit erst mal eine Stunde pennen (falls es dein Job hergibt...). Auf richtigem Schnee bist du zumindest mit allem, was einem Rennrad ähnelt, egal mit welcher Bereifung, nicht mehr mobil. Ob da ein MTB noch fährt, musst du andere Leute fragen.

    Der Vorteil meiner 2-Laufradsatz-Philosophie wäre, dass du bei wechselhaften Verhältnissen, mal eben ohne großen Aufwand, abends die passenden Räder rein steckst, um am nächsten Morgen brauchbar gerüstet zu sein. Zum Winter (falls deine Strecken überhaupt für Spikes relevant sind) kann man die Straßenreifen demontieren und die Spikes auf den zweiten Radsatz aufziehen. Dann wechselt man zwischen Spikes und leicht profilierten Schlechwetterreifen je nach Tagesform der WetterApp. Ich bin letzten Winter spaßeshalber mal mit meinem CX mit Schwalbe Marathon Winter plus gefahren. Das sind bleischwere 42mm breite Spikesreifen. Auf Asphalt (trocken / nass) laufen sie am liebsten gar nicht, Auf Eis recht gut und sicher (so weit man von sicher reden kann...), auf fester glatter Schneedecke laufen sie auch brauchbar, aber in "richtigem" Schnee gar nicht. Da ist man dann Fußgänger mit Sperrgut auf der Schulter ;-)

    Viele Grüße aus dem finsteren NRW, Uwe
  • alltagsfahrer, 07.11.2021, 23:24 Uhr
    Hallo Christoph,

    Ich habe ein Citybike mit Nabenschaltung, Zahnriemen und Scheibenbremsen. Zahnriemen verbrauchen schon mal zwei Gänge mehr Kraft. Und Nabenschaltung noch einmal mindestens einen. Dafür ist beides Wartungsfrei. Gute Erfahrungen habe ich mit den Top Contact Winter II gemacht. Die halten in Schnee und Regen, lassen aich auch bis 5 bar pumpen. Auch auf Eis halten sie besser als normale Pneus. Allerdings nicht so gut, wie echte Spikes und mann sollte dann doch Vorsicht vor die Haustür legen.

    Bei Schnee kommt es drauf an, wie tief, wie feucht, und wie die Oberfläche ist. Wenn da schon Fussgänger durchgewandert sind, dann wird Schnee rech schnell unfahrbar. Die Füsse pressen den Schnee nur partiell. Bei Rillen von Autos hat man mit allen Reifen Probleme, ausser mit echten 100% Spikereifen.

    Bei Eis nehme ich das MTB mit den Schwalbe Icespikerpro 360. Je mehr Spikes, desto besser. Mit denen sucht man das Eis, weil es angenehmer ist und man auf Eis mehr halt hat. Je mehr Spikes, desto besser der halt auf Eis, aber desto rutschiger wird es auf trockenem Aspahlt und bei nasser aspahltierter Strasse muss man schon aufpassen. Trotz allem gibt es auf Eis oder wirklich hartem ebenen Schnee nichts besseres. In Spurrillen klettern sie automatisch hoch. Sie machen also das Gegenteil eines normalen Reifens.

    Einen guten Kompromiss gibt es: Von Continental gibt es Reifen mit Spikes auf der Lauffläche. Und von Schwalbe gibt es Winterreifen mit Spikes auf der Aussenseite. Wenn es gute, trockene Bedingungen sind, dann kann man den Schwalbe Maraton aufs Maximum pumpen. und bei schlechten Bedingungen kann man den Druck wieder aufs Minimum ablassen.

    Es ist eigentlich egal, was man wählt: Es wird immer ein Kompromiss bleiben. Ein gröberes Profil ist besser auf Schnee, verbraucht aber mehr Kraft. Spikes halten besser auf Eis, aber schlechter auf Asphalt. Ein breiter Reifen verteilt die Kraft besser, bietet mehr Seitenhalt, verbrät aber auch mehr Kraft um den Schnee platt zu walzen.

    Die Frage ist wie weit Du noch mit dem Velo fahren willst. Bei welchen Bedingungen ist für dich das Velo keine Option mehr. Gerade Strassen, welche nicht aspahltiert sind, werden im Winter weniger bis gar nicht geräumt. Und in Schattigen Orten bleibt der Schnee lange liegen. Auf Strecken, welche eine leichte neigung haben kann man morgens noch gut fahren, hat aber am Abend nach Sonnenuntergang immer wieder Stellen mit Glatteis.

    Anfahren Am Berg bei 10% Steigung auf Eis geht nur noch mit den Icespiker. Auf Schnee, wirklich tiefem Schnee kommt es drauf an, ob man bis zu einer Schicht durchdringt, die entweder Eis, Aspahlt, Dreck oder fester Schnee ist. Ansonsten hat man damit auch keine chance mehr.

    Sonst kann ich noch Scheibenbremsen für den Winter empfehlen. Felgen können vereisen und dann ist die Bremskraft einer Felgenbremse nicht viel mehr als Null. Das hat man mit Scheibenbremsen nicht.

    Viele Grüsse aus Zug,

    Fritz
  • Da Reverend, 08.11.2021, 00:27 Uhr
    Meine Spikesreifen fürs MTB fahren wie auf Schienen, wenn (!) die Fahrbahnoberfläche wirklich vereist ist oder zumindest eine sehr feste Schneedecke hat. Stollenreifen (egal ob ohne oder mit Spikes) taugen ganz gut für frischen Pulverschnee. Ansonsten ist das Fahren auf Schnee m.E. mühselig bis gefährlich - erst recht, wenn noch Kfz-Verkehr dazu kommt.

    Falls solche Bedingungen nur an wenigen Tagen herrschen, macht es vielleicht Sinn, dann ausnahmsweise auf andere Verkehrsmittel auszuweichen und eher den Fokus auf nasse Bedingungen, Laub etc. zu richten? Zumal Du ja vor oder nach der Arbeitszeit noch Reifen oder Laufräder wechseln müsstest, wenn es über Nacht oder während der Arbeitszeit anfing zu schneien.
  • el_zet, 08.11.2021, 11:18 Uhr 08.11.2021, 11:19 Uhr
    Ich fahre immer noch (gekauft 2008) mit diesem Rad zur Arbeit:

    https://mein.quaeldich.de/el_zet/bilder/?BildID=56239

    Allerdings nur 11km, morgens von 350m auf 270m (kurzes heftiges Gefälle anfangs, dann recht flach), abends wieder hinauf.

    Scheibenbremsen und Nabendynamo: Gutes Licht im Winter, vor allem auch für das Waldstück, das es bei mir auch gibt. Keine Akkus, die dann doch mal morgens überraschend leer sind.

    Wenn es morgens Glatteis hat, drücke ich mich und nehme den Bus oder laufe ein paar km zur nächsten Tramhaltestelle. Abends rauf geht immer, wenn's am Morgen ok war.

    In der Toskana Deutschlands auf maximal 350m fallen da nur wenige Tage im Jahr aus (im letzten vor-Corona-Winter ein einziger). 600m ist ein bisschen heftiger. Trotzdem wäre mein Drückebergerrat, es bei Eis bleiben zu lassen, falls es vertretbare Alternativen gibt. Mindestens für Sturm brauchst Du, wenn Du Waldstücke hast, sowieso eine Alternative.
  • sugu, 08.11.2021, 13:25 Uhr
    Für die echten Wintertage nehme ich das Trekkingrad mit Spikereifen (2. Laufradsatz). Vorne passt ein 54er Stollenspike unter das Schutzblech, hinten nur ein 42er Marathon Winter. Der hat aber auch vier Spikereihen. Die äußeren braucht es, wenn nach ein paar Tagen Matsch und Frost die ersten Spurrillen gefahren, angetaut und wieder eingefroren sind, die auf der Lauffläche sind bei normalen winterlichen Bedingungen notwendig (überfrorene Nässe oder nachts wieder gefrorenes Schmelzwasser). Dazu noch Nabendynamo für Dauerlicht.
  • lowrider, 08.11.2021, 13:29 Uhr
    Hallo Christoph,

    20 km pro Richtung inkl. einiger Höhenmeter ist schon relativ viel. Da kommen einige Jahreskilometer zusammen und gerade in der kalten, nassen Jahreszeit auch einiges an Dreck.
    Die erste Frage wäre daher wieviel Wartungsaufwand für dich noch OK ist. Bei Dreckswetter braucht die Kettenschaltung dann z.B. täglich Zuwendung. Wenn das zuviel ist, brauchst du ein Rad mit Getriebe (Rohloff, Pinion oder Alfine 11-Gang). Riemen ist noch wartungsärmer als Kette aber beides funktioniert.
    Feste Schutzbleche, Scheibenbremsen und Nabendynamo mit richtig gutem Scheinwerfer wären für mich auch gesetzt.

    Was die Bereifung angeht: Etwas breitere Reifen (so 35 bis 42 mm) mit etwas Profil (z.B. Marathon Racer) helfen und müssen nicht langsam laufen. Wie oft und wieviel Schnee bzw. Eis hat es bei Dir? Bei Nässe und Schnee ist der Conti Winter Contact wirklich gut aber das Ding läuft wie ein Sack Nüsse. Spikes hatte ich im Hochschwarzwald und da haben die auch Sinn gemacht. Rollwiderstand auf Asphalt ist extrem aber festgefahrener Schnee oder Eis lassen einen dann ganz kalt.

    Für den Einsatz würde ich immer ein zweites Rad haben wollen. Allein schon damit das Rennrad nicht in Rekordzeit runtergeschrubbt wird.
    Aktuelle CX sind Sportgeräte und erlauben i.d.R. max. 35 mm breite Reifen (UCI Limit ist 33 mm). Licht, Schutzbleche sind nicht vorgesehen. Die Gravelbikes haben die Rolle gemäßigter CX übernommen, erlauben teilweise bis 50 mm und sind üblicherweise zumindest für Schutzblechmontage, ... vorbereitet. Manche Modelle bekommt man auch mit Vollausstattung, sonst heißt es nachrüsten.
    Hardtails sind auch eine Option und müssen nicht lahm sein. Aber da würde ich ein Trekkingrad bevorzugen.

    Schönen Gruß, Oliver
  • SimplonRider, 08.11.2021, 15:47 Uhr
    Hallo Christoph,

    ich bin mehr als 20 Jahre täglich!! 17km zur Arbeit und zurück geradelt. Sommers mit dem Rennrad, Winter mit einem Trekkingbike. Beide hatten Nabendynamo, Lichtanlage und Schutzbleche fest montiert. Zum Sommer Brauch ich nichts zu sagen, aber zum Winter. Hauptsächlich war ich auf Radwegen, teilweise auf Strassen (Ortsdurchfahrten) unterwegs. Ich hatte Spikereifen 42mm aufgezogen und war an den wenigen Tagen an denen ich sie wegen Glatteis oder überfrorener Nässe gebraucht habe sehr!!!! froh daran. An den anderen trockenen Tagen geht es halt etwas zäher, aber es geht. Und abgefahren waren die Nägel erst nach 4 Jahren. Viel mehr Probleme hatte ich bei feuchtem Neuschnee. Der haftet bestens am ganzen Rad, legt Umwerfer und Schaltwerk lahm, am Tretlager bildet sich ein monströsen Eisklumpen und die Laufräder kratzen am voll vereisten Schutzblech. Wenn dann alles irgendwann wieder auftaut kommst du mit Pflege und Wartung kaum hinterher, die Komponenten korrodieren Dank des Streusalz auf den Strassen im Zeitraffer vor sich hin. Bei Pulverschnee ist übrigens gut fahren und eigentlich ist je kälter desto besser.Generell ist aber immer Defensive Fahrweise angebracht. Hab das lange genug gemacht und möchte das auch nicht missen, ist schon ein Erlebnis der besonderen Art bei -19Grad als Eiszapfen bei der Arbeit anzukommen. Ach ja, und über Klamotten gäbe es auch noch einiges zu berichten.

    Walter

    )
  • kingoflechhausen, 08.11.2021, 16:46 Uhr
    Hi Christoph,

    ich fahre im Moment 2 bis 4x die Woche 37km einfach, also ca. 75 pro Tag. Hälfte davon hügelig auf dem Land, andere Hälfte in der Stadt (München).

    Ich glaub die Frage für Dich ist eher: Willst Du wirklich IMMER und JEDEN Tag AUSSCHLIESSLICH mit dem Rad fahren oder gönnst Du Dir ab und zu einen Ruhetag, zum Beispiel bei schlechtem Wetter, Matsch und Schnee? Aus Erfahrung kann ich Dir sagen: Am Freitag nach 4 Tagen Arbeitsweg hin und zurück in Folge und vielleicht auch viel Stress im Job und wartender Familie zu Hause macht Radfahren nur noch bedingt Spaß - besonders bei 0 Grad, Wind und Schnee. Ich fahr bei schlechten Bedingungen immer wieder mal mit Auto/öffentlichen Verkehrsmitteln, außer ich will wirklich richtig dringend Rad fahren. So kann man sich die Wochen meistens ganz gut aufteilen: Akzeptables Wetter: Rad; Scheißwetter: Auto/Öffentlich. Im Herbst oder Hochwinter gönn ich mir auch mal 4 Wochen Pause oder so, weil da die Luft irgendwann raus ist und man sein Rad und jeden Tag die gleiche Strecke nicht mehr sehen kann.

    Wenn Du die paar richtig miesen Tage im Jahr aussortierst geht Rennrad bestens. Ich fahr einen normales Rennrad mit Felgenbremsen und stinknormalen Reifen (Conti GP 5000), hab aber auch nur Asphalt. Bei Nässe hab ich Ass-Savers drauf, wenn es richtig regnet wirst Du aber sowieso nass und dreckig, da helfen auch Schutzbleche meiner Meinung nach nichts. Im Herbst/Winter hab ich helle Stecklicher (Cateye G-Volt o. ä.; gibt mehr als genug; mir reicht mittlere Leuchtstärke) dabei und trag neongelbe Sachen (ist sowieso Mode). Das reicht für 90% der Tage. Meine Kleidung hab ich in der Arbeit im Schrank deponiert (alles 3mal), damit ich nicht mit Rucksack fahren muss und tausche sie an den Tagen, an denen ich nicht Rad fahre. Im Herbst nehm ich immer 2 leere Flaschen mit in die ich Abends die Handschuhe, Überjacke etc. stopfe, die man in der Früh wegen Kälte braucht.

    Wenn ich es richtig verstanden habe, fährst Du die Strecke bisher trotz Schotter mit dem Rennrad. Dann passt das sowieso für die meisten Tage von März bis November. Vielleicht ist ein zweiter Laufradsatz mit Gravelreifen sinnvoll. Oder 32er-Rennrad reifen mit gutem Pannenschutz (z. B. Conti). Wenn Du aber wirklich im Winter fahren willst sind halbe Lösungen nicht optimal. Ich würde mir da lieber zusätzlich ein MTB kaufen. Bei dem kommst Du im Schnee/Schlamm am besten vorwärts, Geschwindigkeit spielt dann eh keine Rolle mehr. Insgesamt ist der Unterschied MTB zu Rennrad auf 20km Strecke auch bei guten Bedingungen nur ein paar Minuten, deshalb ist MTB auch im Herbst und Frühjahr an manchen Tagen eine Option. MTB auf Schnee kann auch geil sein! Und: Wenn Du wieder auf RR umsteigst, fühlt sich das doppelt so schnell an.

    Egal ob Gravel, MTB, o. ä..: Wenn Du Dir was Neues zulegst würde ich nicht zu viel Geld in die Hand nehmen. Ich gönn meinen alten Rennrädern ein immer zweites Leben als Arbeits- und Schlechtwetterrad. Rad braucht zwar auch bei vielen Schlechtwetterfahrten erstaunlich wenig Pflege (Dreck konserviert!), leidet aber trotzdem bei so einer Nutzung mehr (Salz auf der Straße etc.). Soll ja aber auch ein Nutzfahrzeig sein, oder?

    Apropos: Der Klimawandel spielt uns in die Hände. Die letzten Jahre konnte man auch um München mit dem RR fast durchfahren, weil der Schnee nie lang liegen geblieben ist.

    Viel Spaß beim Pendeln, legt gute Grundlage für Höheres!

    Andi
  • kingoflechhausen, 08.11.2021, 16:48 Uhr
    Ah, und Chapeau und all die Irren hier die sich im Winter mit Spikes in die Arbeit quälen! Find ich geil, hätt ich aber keinen Bock drauf (vor allem wenn ich muss)
  • Martin K, 08.11.2021, 17:17 Uhr
    Aus eigener Erfahrung kann ich unterstreichen, was Walter geschrieben hat: Bei Temperaturen um die null Grad ist das Salz auf den Straßen ein echtes Übel, denn es macht einen Kettenantrieb wirklich schnell kaputt. Da muss noch nicht mal viel Schnee dazu kommen, Nässe+Salz reichen schon. (In unserer Region, wo der Winterdienst grundsätzlich gut funktioniert, wird leider viel Salz gestreut bzw gesprüht.) Daher fahre ich im Winter in der Stadt nur noch Nabenschaltung.
  • artie_1970, 09.11.2021, 08:48 Uhr
    Servus Christoph,

    das meiste ist hier schon geschrieben worden und laeuft letztlich auf einen Randonneur (= besser ausgestattetes Gravel-Bike) hinaus: Trekkingreifen, gescheite Schutzbleche, gescheite Beleuchtung (ich empfehle eine zusaetzliche Stirnlampe) hinaus, den ich habe und hier immer waermstens empfehle. Alternativ, und so mache ich es zur Zeit (20 km hin, 35 km zurueck in Muenchen, davon etwa 5 km Schotter, 180 Hoehenmeter), ein Faltrad. Mein Brompton hat (zumindest aus Rennradsicht) Breitreifen (35 mm), Nabenschaltung, Nabendynamo, eine ordentliche Beleuchtung, und, wie das Klischee von einem britischen Produkt verlangt, sehr gute Schutzbleche (von Steckkram halte ich nichts) inklusive Schmutzlappen vorne (der hilft enorm!) und eine fantastische Fronttasche. Beide Raeder sind ausgezeichnete Universalwaffen, auch mit dem Faltrad habe ich schon Tagestouren von 200 km und 3300 Hm gemacht, das ist kein Spielzeug.

    Ganzjaehrig fahre ich nicht. Die Kaelte ist kein Thema, aber wenn sich hier der Schnee festsetzt, ist fuer mich Schluss mit lustig. Keine Lust auf Salzverrottung, keine Lust auf Spikes, keine Lust auf Laufradsatz-Wechselorgien (wohlgemerkt nach einem Arbeitstag und zig Kilometern!). Und wie Andi (kingoflechhausen) schrieb, ist eine Pause (es sind eh nur wenige Wochen im Jahr) auch mental mal sehr schoen, ich habe noch andere Hobbys. Das Schoene am Faltrad ist, dass ich es auch zu Stosszeiten ohne Fahrradkarte in jede Tram und jeden Bus mitnehmen kann. Falls das Wetter morgens noch gut war, aber es sich tagsueber einregnet. Sorgt so gesehen fuer weniger "Drueckebergertage".

    Vergiss Fahren mit Maximaldruck, das macht dich nicht schneller, sondern allenfalls langsamer, schon bei maessiger Asphaltqualitaet, wie man sehr schoen bei Radwegen und staendigem Bordstein-Auf-und-Ab sehen kann: Die Rennradler lupfen ihren Hintern, der Randonneur tritt weiter. Mit Breitreifen (mindestens 35 mm) nerven Radwege weitaus weniger.

    Vielleicht ist fuer dich das sehr lesenswerte Buch von Jan Heine "Ein Rad fuer Alles" interessant, dort werden einige Mythen/Rennradlerklischees auf Basis von Forschung mal gruendlich auseinandergenommen.

    Tschoe!

    Axel

    P. S.: Lass uns wissen, wie du dich entscheidest. Und ich bin gespannt, wie eisern du deinen Maximalvorsatz (jeden Tag) letztendlich umsetzst ...
  • el_zet, 09.11.2021, 09:47 Uhr auf artie_1970
    Guten Morgen!

    Bei der Stirnlampe neige ich zu Widerspruch. Habe den Eindruck, die entgegenkommenden Radfahrenden schauen mir immer freundlich ins Gesicht zum Gruß, danach bin ich ein paar Minuten lang geblendet.
  • sugu, 09.11.2021, 11:20 Uhr
    Stirnlampe ist im Straßenverkehr nicht unbedingt erforderlich, aber spätestens bei der ersten Panne im Dunkeln sollte sie dabei sein.
  • alltagsfahrer, 09.11.2021, 19:11 Uhr
    Hallo Christoph,

    Nochmals der alte Mann mit der Naturglatze ;-)

    Wirklich entscheidend ist bis zu welchen Bedingungen du noch fahren willst. Bedenken musst du auch, dass alle 5°C wärmer oder kälter eine weitere Schicht an Kleidung hinzukommt oder wegfällt. Bei einer solch grossen Strecke brauchst du eventuell auch mehr als ein Paar Handschuhe. DAS Wärmeproblem im Winter ist Schwitzen !! Schwitzen verursacht nasse Wäsche. Und die Isoliert nicht mehr. Ergo solltest du auch auf so etwas vorbereitet sein. Man kann ReserveuSprotunterwäsche (Reserve Sport Unterwäsche - für alle, die weder Uwe heissen, noch Bart tragen ;-) und dazu braucht man etwas mehr an Ladekapazität. Entweder Rucksack, Gepäckträger ....

    Ich weiss nicht wie es bei euch - im Land der Beiden Monumente vom Bodesee - ausscheut, aber hier zulande gibt es unterdessen Velolampen mit Voll und abblendlicht - habe ich nicht, bringt aber wirklich viel. ( mein Licht beleuchtet eher die Sterne, und das Reifenprofil, als die Strasse ) Beim Licht sollte man nicht sparen. Egal, ob Nabendynamo oder Akku. Wenn Akku, dann hab immer einen zweiten parat. Frag mich nicht woher ich das weiss. Ich schätze mal Uwe oder Jan könnten dir einen tip geben wie ich auf die Weisheit gekommen bin ;-)

    Gut sind Jacken und Hosen, vom Gebirgsbereich, wintersportbereich, welche Reissverschlüsse an den Seiten haben um die Wärme zu kontrollieren... Die Lebenserhaltungssystem haben im Winter einen höheren Stellenwert, als Style oder Topspeed. Eine Ausnahme gibt es da allerdings: die Winterjacke von Quaeldich. Eine Nummer grösser als normal.

    Und wenn du letzendlich auch bei noch so miesen Bedingungen fahren willst, dann ist auch ein Ebike keine Schande. Alle Buhrufer sind an dem Tag nämlich nicht auf der Strasse.

    Viele Grüsse aus Zug,

    Fritz
  • artie_1970, 09.11.2021, 19:41 Uhr auf el_zet
    Freundlich wie ich bin, schaue ich dezidiert weg. Koennte man mir als performativen Widerspruch auslegen. (-;

    Klar, die Dinger sind hell, aber das "adaptive Kurvenlicht" sowie das Anstrahlen von potenziell gefaehrlichen Autofahrern aus Seitenstrassen ist fuer mich mittlerweile unverzichtbar.
  • Uwe, 09.11.2021, 20:18 Uhr 09.11.2021, 20:20 Uhr auf alltagsfahrer
    Hallo Fritz!

    Jetzt stichelst du schon wieder so rum ;-)

    Trotz Bart und Behaarung wie ein Affe trage ich auch Unterwäsche, sogar ganzjährig. Und einen Rucjsack mit Sachen drin, von denen selbst ich nicht weiß, wofür man die mitnimmt. Nur eins weiß ich (oder behaupte ich halbwissend...), dass ein Rucksack beim Sturz auch den Rücken schützen kann.

    Ursprünglich ging es ja zunächst noch um das Fahrzeug und seine Ausstattung, aber da hat Axel ja mit seinem Brompton schon das Totschlagargument gegeben. MIt dem Ding kann sogar ein Riese wie Axel über Deutschlands höchste Passstraße eiern ohne den Bus zu nehmen. Das kann ich bezeugen, denn ich habe es mit beiden Augen gesehen und kann weitere Zeugen benennen.

    Akkulicht kann bei Kälte nervig sein, wenn der Akku angeblich frisch geladen ist, aber das Licht trotzdem den Dienst versagt. Vorhin war ich noch kurz unterwegs und hätte auf dem letzten Kilometer gerne Licht eingeschaltet (genau da begegnete mir auch sogar noch ein Polizeiauto, haben mich aber in Ruhe gelassen), aber leider war mal wieder Schicht im Schacht anstatt Licht in der Nacht. Wenn Christoph aber sowieso neue Ausstattung anschafft, ist es sinnvoll, auch wirklich gutes Licht anzuschaffen.

    Gerade wenn es kühler wird, sind aber die E-Biker die großen Frostbeulen und benötigen noch eine dicke Jacke mehr.

    Manche kennen ja den Youtube-Kanal von Lorenzo Barone, dem Italiener, der im Winter in Sibirien herum radelt. Er sagt, dass er nicht schwitzen darf, weil er leben und nicht sterben will. Und wenn er begeistert ist, dass es heute warm geworden ist, dann zeigt sein Thermometer schon mal -30 Grad an. Und er erzählt dann, dass er sich heute nur dünn angezogen hat...

    Viele Grüße aus der Finsternis, Uwe
  • derChristoph, 09.11.2021, 21:06 Uhr 09.11.2021, 21:07 Uhr
    Hallo Zusammen,

    zunächst einmal vielen herzlichen Dank für die große Zahl detaillierter & guter Hinweise.

    Zu meinen Plänen, wie konsequent ich das Ganze umsetzen will, kann ich sagen, dass derzeit in meinem Betrieb als kleiner Joker eine noch nicht genau definierte Home-Office-Regelung verhandelt wird, die Teile der aktuellen Corona-Regeln (wer kann, arbeitet von zuhause) in die Zukunft retten wird/soll. Ich muss perspektivisch wahrscheinlich dann bloß 2 - 3 mal in der Woche ins Büro und kann bei Mistwetter wohl im Einzelfall auch mal die Präsens-Tage anpassen. Ein bisschen Winter-Pendel-Erfahrung habe ich auch bereits von meinem vorherigen Arbeitgeber in München, dort bin ich die Winter stets vollständig durchgefahren bei ca. 7 km pro Richtung mit einem schlichten Trecking-Rad - vor einigen Jahren habe ich da auch mal die Temperatur-Untergrenze meines Tachos herausgefahren, -19,9 °C (was sich im Übrigen weniger Kalt anfühlt als +1 ° C Nieselregen in z.B. Westfalen). Dort gab es aber kaum Steigungen und außerdem sind 7 km weniger als 20 km...

    Ein Problem, was einen am Bodensee auch aufs Fahrrad treibt ist der Automobil-Berufsverkehr. Zu Stoßzeiten sind die Straßen so brechend voll, dass man mit etwas Pech einfach nicht mehr schneller ist als mit dem Rad; auf dem Fahrrad hat man dann wenigstens noch etwas trainiert und nicht einfach bloß die Zeit versenkt. Die Radrouten zwischen Haus und Arbeit sind zum Glück kaum mit Autos belastet, im schlimmsten Fall fährt man dort dann auf einem separaten Radweg rechts an der im Stau stehenden Blechkolonne vorbei.

    Inhaltlich sind für mich die wichtigsten Punkt bisher, dass ich wahrscheinlich versuchen werde, bei ordentlichem Wetter auch bei größerer Kälte mit dem Rennrad zu fahren. Bisher nicht bedacht habe ich den (richtigen) Aspekt Schmutz/Wartungsanfälligkeit, da wäre wahrscheinlich eine Narbenschaltung sinnvoll. Was Fahrrad-putzen angeht muss ich auch zugeben, dass ich da eher nachlässig bin, dass wird mir dann sicher zügig auf die Füße fallen...

    Ich fand jetzt daher die Idee mit einem Randonneur mit Narbenschaltung (z.B. mit Alfine 11, die 14er-Roloff wirkt ein bisschen teuer für ein "praktisches" Fahrrad) als Schlechtwetter-Fahrzeug interessant, wahrscheinlich mit moderat profilierten ca.40mm-Reifen.

    Eine Schnellrecherche im Internet hat allerdings eher ergeben, dass solche Fahrräder kaum angeboten werden, das meiste im Bereich Randonneur/Reise hatte klassische Rennrad-Schaltungen 2x11 oder die 1x11 Cyclocross-Schaltungen. Wäre es daher ggfs. auch denkbar, ein z.B. Treckingrad mit Starrgabel und Narbenschaltung um einen sportlicheren Rennrad-Lenker zu erweitern, oder kriegt man da wieder keine passenden Schalthebel für die Narbe dran?

    Beste Grüße Christoph


    PS: E-Bike ist keine Schande, gerade im Berufsverkehr (außer natürlich, wenn man sich trotz mindestens moderatem Fitness- und Gesundheitszustand seine Saison-Highlights mit zusätzlicher Motorkraft ergaunert). Wenn man aber ohnehin zügig Rad fährt und bei der Arbeit duschen kann, macht es aus meiner Sicht einfach keinen Sinn und ist wegen des Akkus unnötig aufwändig. Da wäre dann ggfs. ein S-Pedelec wieder interessant, aber da gibt es halt Probleme auf ausgewiesenen Radwegen
  • lowrider, 09.11.2021, 21:44 Uhr
    Hallo Christoph,

    Randonneur mit Getriebe gibt es aber nicht allzu viele. Falkenjagd, Co-Motion, Rennstahl oder Velotraum haben so etwas. Bei Pinion und Rohloff gibt es Lösungen - spezieller Drehgriff, Gebla Rohbox - für die Kombination mit einem Rennlenker. Für die Alfine ist mir aber keine Möglichkeit bekannt.

    Trekkingrad auf Rennlenker umbauen geht aber auch nur manchmal vernünftig. Oft ist das Oberrohr zu lang so dass man dann entweder eine Streckbank bekommt oder einen, das Fahrverhalten verschlechternden, Stummelvorbau einsetzten muß.

    Ach ja: Natürlich ist die Rohloff teuer und Pinion noch teurer aber sorglose Fahrt über viele Jahre relativiert das. Bei der 11 Gang Alfine scheint es bei sportlicherer Fahrweise doch Häufiger zu vorzeiutigem Verschleiß bzw. Defekten zu kommen.

    Schönen Gruß, Oliver
  • Udo B., 10.11.2021, 10:07 Uhr
    Hallo Christoph,

    meine Empfehlungen:

    MTB Hardtail (gute Modelle gibt es gebraucht wie Sand am Meer)

    Mittleres Stollenprofil

    Schutzbleche!!!!!! (es gibt nur eine vernünftige Marke: Shockblade)

    Gutes Licht

    Stirnlampe als Ergänzung

    Und: Bei Schnee und Eis fahre ICH nicht
  • Nachtrenner, 11.11.2021, 10:29 Uhr auf lowrider
    Ein Fahrradtipp von mir , ich fahre ein Tout Terrain Scrambler GT mit 12-Gang Pinionschaltung und Rennlenker und Bremsschaltgriffe. Kostet aber ein kleines Vermögen und hat einen eingebauten Trainingseffekt: wiegt halt nackt 15Kg, hat aber Riemen, was in Sachen Wartungsarmut einfach Top ist. Ich habe es bis jetzt 3-mal abgespritzt und gut.

    Gruß Rainer
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Conti Falt-Reifen

  • cubeagree, 02.08.2016, 20:22 Uhr
    Da ich bisher Pannenfrei mit Schwalbe gefahren bin wollte ich mal die Conti-Fahrer fragen ob sich ein Umstieg lohnt und ob sich der Mehrpreis von den Conti Grand Prix auf die Conti Grand Prix 4000S II lohnt. Beide werden als Top bewertet und als sehr Pannensicher beschrieben. Wobei mir die Pannensicherheit persönlich am wichtigsten ist. Gruß Timo
  • Uwe, 02.08.2016, 21:14 Uhr
    Hallo Timo!
    Ich fahre seit einigen Jahren die billigen Conti Grand Prix Drahtreifen. Da ich normalerweise meine Reifen fahre, bis sie "zu Grunde gerichtet" sind, kann ich vielleicht schon eine Meinung abgeben. Bei einem nicht ganz geringfügigen Fahrergewicht (bin auch lang...) ist ja die Abnutzung etwas höher als bei ganz leichten Hüpfern. So habe ich ein Vorderrad im Einsatz mit über 10000 km Laufleistung bisher und am dazu gehörigen Hinterrad hatte ich nach gut 8000 km den Reifen erneuert. Immerhin hatte das Vorderrad aber im Frühjahr mal einen Plattfuß, nachdem ich eine Scherbe aufgesammelt hatte und sie nicht rechtzeitig bemerkt habe. Ansonsten habe ich fast nie Plattfüße, seit ich die Grand Prix nutze. Es macht auch gar keinen Sinn, die teureren GP4000 oder andere Faltreifen zu montieren, außer man nimmt einen Faltreifen als Reserve im Rucksack mit. Drahtreifen sind deutlich preiswerter und bei der Montage zuhause auch einfacher zu händeln.
    Früher habe ich diverse Fabrikate genutzt (Michelin, Schwalbe, Vredestein...) und deutlich geringere Laufleistungen mit viel häufigeren Pannen erzielt. Natürlich kann man jeden Reifen auch kaputt fahren, wenn an durch grobe Scherbenhaufen oder scharfkantigen Schotter fährt. Im Schotter zerstört man leicht mal eine Reifenflanke, die wie beim Auto auch, nicht viel verträgt.
    Nach dem Gewicht der Reifen habe ich nie gefragt, da ich da an anderer Stelle mehr Potential hätte.
    Viele Grüße, Uwe
  • lowrider, 02.08.2016, 21:21 Uhr
    Hallo Timo,
    fahre Schwalbe und Conti, beide i.d.R. pannenfrei. Kann da keinen großen Unterschied zwischen One / Grand Prix bzw. One Pro / GP 4000S feststellen.
    Gruß, Oliver
  • Teetrinker, 02.08.2016, 21:38 Uhr
    Hallo Timo,
    hinsichtlich Pannensicherheit empfehle ich Conti GP4Season, die sind neben sehr gutem Pannenschutz auf der Lauffläche zusätzlich gegen seitliche Schnitte geschützt (verglichen mit GP4000). Einziges Manko: Sie sind teuer.
    Gruß, Tilmann
  • merida, 03.08.2016, 09:29 Uhr auf Teetrinker
    Wie man's nimmt...
    Ich hab mit den 4Seasons nicht so tolle Erfahrungen gemacht
    Zwei Mal schon hatte ich eine Panne, bei dem es mir einen Draht aus der Karkasse nach innen gedrückt hat. Was mir natürlich den Schlauch perforiert hat. Den Reifen konnte ich danach wegwerfen.
    Ist mir mit den GP4000S noch nicht passiert.
  • Hilgi86, 03.08.2016, 20:34 Uhr
    Ich habe mir für diese Saison die hier gekauft und hatte damit noch keine Panne. Habe bis jetzt aber größtenteils immer auf Conti Reifen gesetzt. War damit auch immer recht zufrieden.
  • cubeagree, 03.08.2016, 21:50 Uhr
    Vielen Dank für die Infos...Gruß Timo
  • Teetrinker, 04.08.2016, 09:43 Uhr auf Hilgi86
    Das Angebot bei Amazon ist reichlich teuer, bei üblichen Fahrrad-Versendern kostet der Conti4Season derzeit knapp 37€.
  • TL, 31.08.2016, 22:38 Uhr
    Ich habe seit jeher Grand Prix-Reifen auf dem Renner. Mit dem "normalen" Grand Prix werden inzwischen wohl so ca. 18.000 km zusammen gekommen sein, mit Grand Prix 4000s II knapp 10.000 km. Mit beiden Reifentypen habe ich noch NIE (!!) einen Platten gehabt. Also ich bleibe bei Conti... :-) frei nach dem Prinzip "never touch a running system" ;-)
    Zwischen der einfachen Variante und 4000s II scheint mir nicht dabei nicht wirklich ein Unterschied feststellbar zu sein. Der einfache ist ein paar Gramm schwerer, und vielleicht nicht ganz so haltbar (ich fahre ihn derzeit aber auch am Schlechtwetterrad, die Bedingungen sind also nicht direkt vergleichbar)
    Gruß Thomas
  • roger2, 07.06.2021, 17:14 Uhr 07.06.2021, 21:13 Uhr
    Laufleistung Conti GP5000

    Hallo zusammen,
    ich fahre seit etwa 15 Jahren mit Conti Faltreifen 622-25, zuerst GP4000, dann GP4000S, dann GP4000SII und seit Herbst 2020 GP5000 (Fertigungsdatum vorn 3220, hinten 1120). Und bin ziemlich enttäuscht:

    - die Reifen fielen so klein aus, dass ich mich fast eine Stunde abmühte, um sie auf die Fulcrum5 Felge aufzuziehen. Gut, das war bei einzelnen Chargen der GP4000er Serie auch schon ein Problem
    - ich kann keine Verbesserung gegenüber den alten Modellen feststellen, eher ein etwas schlechterer Geradeauslauf
    - nach nur 1.300km ist die Verschleißmarke Hinterreifen fast weg. Da ich viel Berg fahre, ist der Verschleiß größer. Aber insbesondere mit den ersten Serien GP4000 und 4000S habe ich bei gleicher Belastung auch auf dem Hinterrad Laufleistung von über 4.000km, einmal sogar 6.000km erreicht.
    - immerhin: bisher kein Plattfuß

    Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen mit geringer Laufleistung bei GP5000?
    Gruß, Roger
  • lowrider, 07.06.2021, 17:57 Uhr
    Hallo Roger,
    kann da nichts negatives berichten: Die Montage des GP5000 klappt problemlos und mein Hinterreifen hat jetzt zwischen 4500 und 5000 km runter und die Verschleißmarkierungen sind gerade noch erkennbar. Pannen: keine.
    Gruß, Oliver
  • kletterkünstler, 07.06.2021, 20:00 Uhr auf roger2
    1300 km hätte ich gerne. Bin neulich von den Conti 5000 auf Schwalbe... (weiß grad nicht wie sie heißen, waren aber günstiger) umgestiegen nachdem ich im letzten Jahr 8 o.s.ä. Reifen! verschlissen habe. Tiefpunkt war ein kaputter Reifen nach nur einer Tour in Form diverser Risse. Ich fahre nicht ständig Schotter (auf solchem hatte ich im Übrigen noch nie eine Panne), viele asphaltierte Feldwege, auf denen halt schonmal Steine liegen, aber das bin ich früher auch schon, und mit den 4000er hatte ich nie solche Probleme. Montage des 5000er allerdings relativ problemlos.

    Mit den Schwalbe hatte ich auch gleich bei der ersten Ausfahrt einen Platten, seit dem ist aber Ruhe. Nur fürs aufziehen braucht man einen Muskelprotz, das geht dermaßen schwer. Mit Siliconspray flutschte es besser. Als mir die Panne unterwegs passierte, hab ich sicher 20 min o. mehr zum Aufziehen gebraucht, trotz langer Handschuhe, um mir nicht die Handinnenflächen aufzuschubbern.
  • roger2, 07.06.2021, 21:17 Uhr
    Danke für die schnellen Antworten.

    Zumindest bin ich nicht der Einzige, mit geringer Laufleistung bei GP5000. Aber es scheint auch Fertigungsschargen mit guter Abriebfestigkeit zu geben.
  • Uwe, 07.06.2021, 21:43 Uhr auf kletterkünstler
    Hallo!

    Problem beim Aufziehen von Reifen hat man heutzutage vermehrt bei Tubeless-Felgen. Das ist einigermaßen fabrikatunabhängig, sowohl vonseiten der Felgen als auch bei den Reifen. Das liegt meines Erachtens am geänderten Felgenprofil. Es ist etwas umständlich zu erklären, daher entschuldigt bitte, wenn es unverständlich ist... Man fummelt wie gewohnt eine Reifenflanke auf die Felge, was meistens ganz leicht geht. Fummelt dann den Schlauch rein und macht etwas Luft drauf, auch wie schon immer. Dann die zweite Reifenflanke, soweit es noch "normal" von Hand geht, hält die noch offene Stelle mit einer Hand fest und mit der anderen Hand drückt man den Reifen rundum aus dem Felgenbett in die Felgenmitte. Das gleich mehrmals, damit der Reifen wieder locker ist. Vielleicht etwas Luft ablassen, wenn der Schlauch zu stark gegen drückt. Dann den Rest der offenen Felgenflanke nach und nach auf die Felge drücken (Handschuhe tragen, keine Reifenheber verwenden, wenn möglich). Wenn es zu schwer geht, den Vorgang mit der Felgenmitte wiederholen. Nach der Montage kann es sein, dass der Reifen "knallt" wenn man ihn auf Druck bringt (kennt man aus der Autowerkstatt und ist genau das selbe Phänomen), da er dann ins sein Bett springt.

    Wenn ihr schon Probleme habt, einen Conti auf eine Fulcrum-Felge zu bringen, dann solltet ihr mal die dicken Stollenreifen von Schwalbe oder einen Schwalbe Marathon auf so eine Felge würgen. Viel Erfolg ;-)

    Und wie vor 5 Jahren hier schon mal erwähnt: Meine einfachen Conti Grand Prix in 23 mm machen normalerweise hinten bis zu 10000 km ohne Panne (oder vielleicht mal eine), wenn man sie nicht grobmotorisch kaputt fährt (Schotter, Scherben, Flankenschäden durch sonstiges Fahrunvermögen). Vorne habe ich noch einen, der mit über 13000 km als Reservist im Keller liegt, weil das Laufrad ausgemustert wurde. Er soll wieder eingesetzt werden, wenn sein "Kollege", der jetzt mit 12000 km immer noch nicht im Eimer ist, sein Ende erreicht. Ich denke mal, dass man auch mit Reifen sein Geld sinnlos vernichten kann. Es müssen nicht immer Aktien sein...

    Viele Grüße, Uwe
  • artie_1970, 08.06.2021, 09:09 Uhr auf roger2
    Hier am Randonneur hinten (bei viel Bergen und Schotter) > 15000 km. Allerdings Schwalbe Marathon Supreme 42-622. d-:
  • danielhauser, 26.10.2021, 07:40 Uhr 27.10.2021, 08:00 Uhr
    Mit den immer leichtere Reifen von Continental (5000) und von Schwalbe (One und One Pro) habe ich auch so meine Probleme. Trotz bedeutend härterer Fahrweise hatten früher die Reifen viel länger durchgehalten. Heute ist die Lauffläche derart weich und dünn, dass jedes noch so kleine Metall-oder Glasteil gleich zu einem grösseren Problem wird. Ich bin dann auf Schlauchlos umgestiegen und hatte zu Beginn keinerlei Probleme (Schwalbe Triatlon). Mit den neueren Schwalbe One und One Pro habe ich hingegen an der Lauffläche ähnliche Probleme wie mit den Schlauchreifen (zu weich und zu dünn). Wirklich problematisch ist jedoch, dass die original Schwalbe Dichtmilch mit diesen Reifen nicht mehr funktioniert. Ein Loch mit einer Nähnadel reicht bereits, dass diese Tubless-Reifen ab 5..6 bar nicht mehr dicht sind. Der Druck fällt von 8 bar ständig auf 5 bar oder tiefer. Grössere Löcher (über 1 mm) konnten überhaupt nicht mehr verschlossen werden. Habe jetzt MuchOff eingefüllt und und konnte so zuvor unbrauchbare Reifen wieder gebrauchen. Bei Schlauchreifen wechsle ich jetzt auf Tufo aus Tschechien. Die Laufflächen sind härter und auch dicker. Die Karkasse ist sehr fein gewoben. Ich bevorzuge weniger Platten gegenüber maximalem Gripp, den man so oder so nicht ausspielen sollte! Die physikalische Grenze kann auch gefährlich werden.
  • lowrider, 26.10.2021, 21:31 Uhr
    Wie lang war die Schwalbe Dichtmilch drin? Diese Latex Emulsionen (alle, nicht nur Schwalbe) haben eine begrenzte Haltbarkeit von 6 bis max. 9 Monaten. Bei Frost sinkt das dann nochmals deutlich.
  • hivibub, 27.10.2021, 07:07 Uhr auf lowrider
    Hallo Oliver,

    bezieht sich die Haltbarkeit auf die Dichtmilch im Reifen oder ist auch eine angebrochene Flasche nur 6-9 Monate haltbar?

    Danke und viele Grüße,

    Matthias
  • danielhauser, 27.10.2021, 08:02 Uhr auf lowrider
    Die Dichtmilch wurde neu aus einer der Doppelpackung Reifen beigelegten Flasche eingefüllt. Der Schaden trat nach ca. 3 Monaten auf. Nachfüllen von Dichtmilch brachte nichts.
  • lowrider, 27.10.2021, 08:10 Uhr
    In der Flasche hält die, frostfrei gelagert, etwas länger. Aber spätestens nach 12 Monaten ist die sich fertig.

    @ Daniel: Wie alt waren die Reifen und sicher frostfrei ?
  • danielhauser, 27.10.2021, 08:18 Uhr auf lowrider
    Natürlich waren sie nicht fabrikneu sondern stammten von Bike24. Waren vermutlch 1 Jahr alt. Eine Dichtmilch sollte aber in der verschlossenen Flasche länger als 1..2 Jahre halten. Ansonsten ist das Produkt für den täglichen Einsatz ungeeignet. Mein Verdacht bezüglich der schlecht funktionierenden Dichtmilch stammt übrigens von vielen Erfahrungsberichten im Internet. Die Schwalbe, sprich NoTubes-Lösung taugt vieleicht für MTB bis 3..4 bar, nicht aber für Road, da dort der Gummi einfach zu dünn aufbaut und somit nur durch Anquellen des Gummis keine ausreichende Dichtwirkung erzielt werden kannn. Die Dichtmilch muss daher noch Feststoffe enthalten, die beim Abdichten helfen.
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Vorsicht beim Tracken mit dem Handy!

  • Nachtrenner, 18.08.2021, 00:17 Uhr
    Hallo ich habe da vor kurzem eine erstaunliche Erfahrung gemacht. Ich war allerdings zu Fuß unterwegs, wollte aber mal testen, wie groß der Unterschied zwischen dem Tracken mit dem Radcomputer, Bryton Rider 410, und dem Handy, Nokia 7.2, ist. Ergebnis : Gigantisch zugunsten des Radcomputers! Das Handy zeichnete über die Strava-App auf und der Radcopmuter ganz normal: bei den Hm war kein großer Unterschied, aber bei den km. Am Ende standen nach gut zwei h auf dem Bryton 13,5 km und auf dem Handy 18,5 km! Als ich beide auf Strava hochgeladen hatte und mir die Strecke im Zoom angeschaut habe wusste ich auch warum: mit dem Nokia hatte ich selbst auf schnurgeraden Wegen auf einer Hochebene nur Schlangenlinien. So erklärte sich der Zusatzweg ganz einfach, was auch noch durch zusätzliche Schlenker bei Foto- und Esspausen verschlimmert wurde, während der Radcomputer hier einfach pausierte, also passt auf , mit was ihr aufzeichnet.

    Gruß Rainer
  • Nachtrenner, 20.08.2021, 16:27 Uhr
    Gestern der zweite Versuch, wieder zu Fuß, aber diesmal kaum Wald , bzw. Bäume. Diesmal war der Unterschied nur ein km bei 15 km Real, es kommt also sehr auf das Gelände drauf an.
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Erfahrungen mit Rohloff oder Pinionschaltung

  • Nachtrenner, 09.01.2021, 23:33 Uhr
    Hallo zusammen, ich habe nach ungezählten Einstellversuchen und Umbauten nun genug von Kettenschaltungen.Ich liebäugele mit einer Pinionschaltung an einem neuen Rad und wollte mal wissen, ob es hier Fahrer mit Erfahrungen dazu gibt. Das Ganze wird eine teure Angelegenheit und deshalb sammle ich gerade Infos , wo ich nur kann. Ein Rad mit Rohloff-Nabe würde von den Übersetzungen auch gehen. Ich bin vor vier Jahren schon mal Räder mit beiden Schaltungen gefahren, aber die Rohloff ist mir etwas zu laut in manchen Gängen, vor allem im 7., den ich wohl öfter benutzen würde. Wenn also jemand hier einschlägige Erfahrungen hat, bitte her damit!

    Gruß Rainer
  • lowrider, 10.01.2021, 09:47 Uhr
    Moin Rainer,
    kenne beide Schaltungen und habe auch schon einige Räder mit Pinion aufgebaut, bzw. hier stehen.
    Die Gemeinsamkeiten: Beide Systeme mögen nicht unter Last geschaltet werden und die Gangsprünge sind, im Vergleich zum Rennrad, größer. Wobei da die Reihenfolge P/C1.12 (17%), Rohloff (um 13,5%) und P1.18 (11,5%) ist. Der Übersetzungsbereich ist, wieder im Vergleich zum Rennrad, riesig - Rohloff 540%, P/C1.12 600% und P1.18 636%. Insbesondere in Kombination mit einem Riemenantrieb ergibt das dann einen sehr wartungsarmen Antrieb. Der Riemen hält min. 20 000 km, Ölwechsel ist nach 5 000 (Rohloff) bzw. 10 000 km (Pinion fällig und dauert unter 15 Min.

    Die Unterschiede: Rohloff verwendet mehrere Planetenradgetriebe die, je nach Gang unterschiedlich kombiniert werden. In den Gängen mit den meisten Getrieben (7/8) ist der Wirkungsgrad am schlechtesten und das Getriebe recht laut. Das Gewicht konzentriert sich im Hinterrad und sorgt für ein hecklastiges Rad sowie zähes Beschleunigen.
    Pinion verwendet ein 2-stufiges Stirnradgetriebe, d.h. der Wirkungsgrad ist in allen Gängen praktisch gleich und das Getriebe geräuschlos. Das Gewicht sitzt zentral im Rahmen und das leichte Hinterrad hat nur einen Freilauf. Für meinen Geschmack fährt sich das Rad dadurch massiv besser.
    Leicht sind beide Getriebe nicht, wobei Pinion noch etwas mehr wiegt als Rohloff. Das macht sich insbesondere bergauf bemerkbar aber auf der Ebene kann man z.B. mit einen Co-Motion Klatch Pinion problemlos in einer Rennradgruppe mithalten.
    Schönen Gruß, Oliver
  • artie_1970, 10.01.2021, 22:36 Uhr
    Servus Rainer,

    die Ueberlegungen kenne ich, hatte auch schon mal http://ritzelrechner.de/ angeschmissen. Als Steilwandradler mit Gewichtsvorteil bergab wuerde ich die Rohloff mit sehr kleinen Gaengen ausstatten, etwa 42/19. Dann liegt bei 85er-Trittfrequenz und 37-622-Reifen der 7. Gang bei 15 km/h, das fahre ich nicht so oft. Mit Trittfrequenz 105 reicht das bis 45 km/h, darueber lege ich mich ab. Nach unten ist Spielraum bis 3.25 km bei 40er-Kadenz, reicht fuer Buitonnaz. (-;

    Mein Randonneur ist von Thorn, die verbauen auch viele Rohloffs, etwa am Mercury. Pinion sieht mir zu sehr nach E-Doping aus.

    Tschoe!

    Axel
  • Nachtrenner, 10.01.2021, 23:13 Uhr
    Hallo Oliver, Danke für die schnelle Antwort. Co-Motion bauen schon schöne Räder, aber leider nicht gerade ums Eck und auch etwas zu teuer für meinen Geldbeutel, leider! Ich habe auch nichts zu Gewichten gefunden, hättest du da noch Informationen, vielleicht gewinne ich ja doch mal mehr als nur 8EUR im Lotto und dann wäre ein Co-Motion schon in der engeren Wahl. Ich bräuchte auch keinen Oversized Rahmen , ich wiege nur 76kg und fahre nie mit mehr als 10 kg extra inklusive Wasser und auch nur gemäßigte Waldwege, keine Wurzeltrails oder so was. Vielleicht kennst du ja noch etwas in einer etwas niedrigeren Preisklasse.
    Gruß Rainer
  • artie_1970, 11.01.2021, 00:25 Uhr auf Nachtrenner
    Die Co-Motion-Preise kenne ich nicht im Detail. Taugt dir der Speedster von Velotraum? Gibt's auch mit Rohloff, aber Rohloff ist eigentlich immer teuer. poison-bikes.de hat auch welche, knapp ueber 3000.
  • lowrider, 11.01.2021, 09:40 Uhr
    Moin Rainer,
    das Klatch hier wiegt, inkl. Schutzblech, Gepäckträger, SON Lichtanlage und P1.18, durchaus brauchbare 13 kg. Ansonsten kommt es halt auch sehr auf die gewünschte Ausstattung an. Ganz billig ist Co-Motion sicher nicht aber so etwas kauft man auch nicht alle Jahre.
    Alternativen? Rennstahl/Falkenjagd, Bötcher, Patria, Velotraum - wobei die letzten beiden schon auf der Heavy-Duty Seite sind.
    Schönen Gruß, Oliver
  • Nachtrenner, 26.07.2021, 13:21 Uhr
    Hallo zusammen,

    ich melde mich nochmal: es ist ein ToutTerrain Scrambler Explore GT mit Pinion C1.12 geworden, mit Rennlenker und 180-er Scheibe vorne, also schon mal etwas steilwandtauglicher abwärts. Mit der Sekundärübersetzung von 39v zu 32h komme ich auch sehr steile Sachen noch im Sitzen hoch ohne auf 40 Umdrehungen runter zu müssen, das würden meine Knie mir übelnehmen. Gewicht liegt so bei 12,5 kg, das merke ich bergauf schon. Morgen früh habe ich den Vergleich zum alten Rad auf gleicher Strecke, mal sehen ob die Stunde dann wie der Händler meinte 64 Minuten hat.

    Gruß Rainer
  • berg_max, 26.07.2021, 15:26 Uhr 26.07.2021, 15:29 Uhr
    Hallo Rainer,

    wir haben in der Familie drei Räder mit Rohloff, zwei davon seit über 15 Jahren, eine an einem MTB - alle laufen absolut problemlos. Die von Oliver angesprochenen Unterschiede in der Beschleunigung sind grundsätzlich spürbar, allerdings je nach Einsatzzweck zumindest für mich zu vernachlässigen. An meinem Treckingrad ist nach > 60 Tsd. km ein Haarriss im Gehäuse der Nabe aufgetreten, was zu leichtem Ölverlust geführt hat. Nach Rücksprache mit Rohloff wurde das aber als unkritisch eingestuft und ich habe die Auskunft erhalten, dass die Nabe auch "trocken" noch (durch)hält. Gleichzeitg hat man mir empfohlen, die Nabe in den Wintermonaten einzuschicken - der Schaden wurde dann auf Kulanz, verbunden mit einem Entschuldigungsschreiben! behoben.

    Nachteile Rohloff: Wenn du den Ölwechsel nicht machst, führt dies nach ca. 8-10 Tsd. km zu einer schwergängigeren Schaltung (geht dann immer noch, aber eben deutlich "unrunder"). Auch bei Nässe ist für die Schaltvorgänge mehr Kraft aufzuwenden als bei trockenem Wetter. Lt. Rohloff sollte das nicht sein, ist aber an allen drei Rädern festzustellen - die Ursache scheint m.E. im Schaltgriff zu liegen.

    Hinten hast du ein Wenderitzel, wenn du das drehen oder tauschen willst, brauchst du richtig viel Kraft. Wie das bei Pinion-Schaltungen ist, kann ich nicht beurteilen, vielleicht kann da Oliver noch was zu sagen.

    Vorteile:

    Selbst völlig verdreckt und mit eingetrocknetem Matsch funkitioniert die Schaltung noch einwandfrei. Oliver schreibt, die beiden Schaltungen mögen keine Schaltvorgänge unter Last. Die Aussage kann ich nur bedingt nachvollziehen, denn grundsätzlich ist bei der Rohloff auch schalten unter Last möglich–> während des normalen Fahrbetriebs immer (d.h. ich muss nicht aufhören zu treten um zu schalten), unter Vollast hängt es dann etwas vom Zeitpunkt / der Pedalstellung ab, wie gut das noch geht. Aber grundsätzlich lässt sich das Fahrrad - mit und ohne treten - in nahezu allen Fahrbetrieben und im Stand schalten. Vielleicht kann Oliver das "nicht mögen" ja noch etwas verifizieren.

    Wir haben an allen drei Rädern herkömmliche Ketten, die selbst bei extremen Verhältnissen immer ihre 5 - 6 Tsd. km gehalten haben (gute Quali vorausgesetzt). Die Kette am Rad meiner Frau (sie fährt moderat, aber auch bei jedem Wetter) hält jetzt schon über 15 Tsd. km.

    viel Spaß bei der Auswahl

    Gruß Roland
  • Nachtrenner, 27.07.2021, 13:35 Uhr
    Erste Erfahrungen mit dem Scrambler: läuft auf der Ebene und bergab hervorragend, bergauf aufgrund des höheren Gewichtes etwas langsamer, aber noch im Rahmen der Tagesform. Man muß halt etwas vorausschauender schalten, vor allem wenn der Neigungswinkel schnell steiler wird. Ich habe in Stuttgart so ein paar Rampen, die auf wenigen Metern stark ins zweistellige gehen. Das Rad dämpft richtig gut, es scheint also was dran zu sein, das ein guter Stahlrahmen gute Federungs- und Dämpfungseigenschaften hat. Der Riemen "wummt" ein bischen, wenn ich stärker reindrücke, aber ich glaube das ist normal.

    Wenn es was neues gibt melde ich mich noch mal.
  • SaintBonCycliste, 29.07.2021, 18:20 Uhr
    Moin,

    Ich hab für eine 5-monatige Tour durch die Türkei, Italien und die Schweiz ebenfalls ein Tout Terrain mit Pinion C1.12 gekauft, ein 5th Avenue, ebenfalls mit Rennradlenker. Nun gibt es keine Rennradschalthebel von Pinion, sondern nur die von Cinq und damit quasi von Tout Terrain selbst. Und es gibt sie offenbar erst seit 2019, da gibts noch keine grossen Langzeiterfahrungen. Genau das wurde mir am Tag 2 der Reise in der Türkei zum Verhängnis, in einer Gangstellung ging runterschalten nicht mehr. Mit etwas Gefriemel und dem TT-Support haben wir einen Workaround gefunden, so dass ich doch noch 8 Wochen und 2000 km gut damit fahren konne, bevor ich endgültig nur noch einen Gang hatte. Die Schaltbox ging dann per Express zu Tout Terrain und wurde kostenlos repariert, während ich vor Ort ein neues Fahrrad gekauft hab. Alles in allem eher dumm gelaufen, aber immerhin gings immer vorwärts. Du scheinst da mehr Glück gehabt zu haben :)
  • Nachtrenner, 30.07.2021, 10:07 Uhr
    Hallo,

    da hast du aber Pech gehabt mit den Schalthebeln. Ich bin aber erst gut hundert km gefahren, wenn ich da schon Ärger hätte, würde ich es zurückgeben.

    Was hast du mit dem ToutTerrain - Rad gemacht? Vor Ort verkauft oder nach Hause geschickt?

    Gute Fahrt weiterhin noch mit dem neuen Rad wünscht Rainer
  • SaintBonCycliste, 30.07.2021, 11:08 Uhr
    Hallo Rainer,

    Zurückgeben war irgendwie auch keine Option, denn wenn es funktioniert, erfüllt das System alle meine Wünsche. Jetzt läufts auch wieder einwandfrei, hoffentlich bleibt das so.

    Wir haben das Tout Terrain verpackt, konnten es bei Freunden zwischenlagern und sind dann mit 3 statt 2 Rädern nach Hause geflogen. Jetzt verkaufe ich das neue türkische Fahrrad hier, das hat ja gerade mal 400 km drauf und die Teile kosten hier alle deutlich mehr - Da lege ich wohl nicht mal drauf.

    Dir auch gute Fahrt, Andreas
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Ultegra-Rennrad mit MTB Kurbelsatz / Hallo Stelvio

  • Trier71, 27.06.2021, 21:07 Uhr 27.06.2021, 21:09 Uhr
    Erstmal ein freudliches 'Hallo' in die Runde & vorab ein Dankeschön für eure Tips.

    Meine Frau hat mich jetzt darüber in Kenntnis gesetzt dass wir in 3 Wochen eine Woche in Naturns verbringen werden - vor 3 Jahren bin ich da am Stilfser Joch nach 900 Höhenmeter krepiert, weil unterhalb des ersten Ganges noch ein paar Stufen gefehlt haben. Hmm.. ..von da aus wieder heimfahren ohne es nochmal probiert zu haben - das geht einfach nicht. Mein Rennrad (ein Giant Delfy, kompl. Shimano Ultegra mit 50/34 vorne und 11/32 hinten) sah mich eben etwas irritiert an, und meinte, dass das 32-er Ritzel in der Zeit nicht größer geworden ist, und vorne geht wohl nix Kleineres als 34. Um jetzt nicht wie beim letzten Mal die letzten 300 Höhenmeter im 1. Gang zu verbringen, sondern da etwas variabel zu sein kam nun die Idee den Kurbelsatz für diese Reise zu tauschen. Weil ich im Rennrad- und im Gravelbereich bei Shimano nix passendes gefunden habe dachte ich jetzt an ein MTB Kurbelsatz, wie z.B. der Shimano SLX FC-M7000 34-24.

    Mein Problem ist jetzt,

    1. Geometrie: ich finde nirgends eine anständige Zeichnung, mit Wellendurchmesser und -länge. Kann mir jemand sagen, ob sich das Teil montieren lässt?

    2. Umwerfer vorne: Wenn Corona mir keinen Strich durch die Rechnung macht würde ich gerne auf der italienischen Seite hochfahren, und auf der schweizer Seite wieder herunter. Für den Aufstieg würde ich auf dem kleineren Kettenblatt bleiben, beim Anstieg nur auf dem Großen. Von daher - wenn der Umwerfer vorne die neue Kurbelgarnitur nicht mag bleibt er zuhause. Frage hier - verträgt sich der Umwerfer vorne mit der MTB Kurbelgarnitur?

    3. Die Kettenlinie ist wohl um 7mm (43mm zu 50mm) versetzt, mit einem leichten Schleifgeräusch könnte ich die paar Stunden leben..

    4. Für die geplante Einmal-Aktion ist es recht teuer, danach habe ich quasi keine Verwendung mehr dafür. Gibt es irgendwo eine günstigere Variante (es muss wirklich nur 3-4h halten; das Aussehen ist weniger wichtig)?

    5. Sonst jemand noch eine Idee? Ich dachte auch daran ein Gravelbike zu leihen, habe dort aber keinen entsprechenden Verleih gefunden.

    Vielen Dank :-)
  • Bergziegenmutant, 27.06.2021, 22:00 Uhr 27.06.2021, 22:27 Uhr
    Servus,
    wenn du schon die 11-32 Kasette hinten hast, müsste dies doch schon mit dem längeren Umwerfer und nicht mit dem Kurzen sein. Der Kurze hinten geht meines Wissens nur bis 11-28.

    Wenn dies so ist, kannst du problemlos auf 11-34 oder sogar 11-36 wechseln. Damit kommst du jeden steilen Berg hoch, zumal 11-36 dann schon eine Untersetzung ist. Damit hättest du eine riesige Bandbreite von schnelle 50 - 11 bis zu Steilbergtaugliche 34-36.

    Schalten tut die Ultegra auch total präzise (ich hab vorne 50-34 und hinten 11-34) und bin total zufrieden damit.

    Und ich würde dies dann so beibehalten. Wozu Rückbauen, die schnellen Gänge bleiben ja gleich und die kleinen (Rettungsanker) stören ja nicht. Vielleicht bist du auch Zuhause mal froh, steilere Abschnitte leichter wegzudrücken.

    Viel Spaß am Stilfser Joch, wenn der motorisierte Verkehr im Rahmen bleibt, der Alpenpass schlechthin.

    Grüße aus dem Allgäu, Jürgen

    P.S Alternative sonst: Rennrad ausleihen, z.b. siehe: https://www.baldisport.it/deutsch/fahrradverleih/
  • hivibub, 28.06.2021, 07:35 Uhr
    Hi,

    alternativ zur MTB-Kurbel könntest Du auch die Kurbel von der Shimano GRX-Gruppe nehmen: Shimano GRX FC-RX600 Kurbelgarnitur 2x11-fach - 46/30 Zähne | BIKE24 , damit hast Du etwas, mit dem Du danach auch noch vernünftig auf der Straße rumfahren kannst. Evtl. musst Du den Umwerfer etwas tiefer montieren und die Kettenlänge anpassen. Zusammen mit einer 11/34 oder 11/36 Kassette sollte das Stilfser Joch - Kondition vorausgesetzt - machbar sein.

    Liebe Grüße,

    Matthias
  • artie_1970, 28.06.2021, 08:09 Uhr auf hivibub
    Herzlich willkommen hier!

    +1 zu Matthias' Kommentar. Nicht als Einmalaktion, sondern dauerhaft.

    Klingt jetzt fies, ist aber nicht so gemeint, sondern weitgehend Physik: Wer am Stelvio mit 34/32 nicht hinkommt, braucht definitiv keine 50/11 (die brauchte auch Eddy Merckx nicht). Ich selbst fahre noch kleinere Gaenge, siehe mein Profil, daher darf ich das so sagen. (-:

    46/11 ist bergab reichlich, meiner Meinung nach ist 44/13 immer noch genug, und ich bin "ein paar" Anstiege gefahren, siehe Palmares. Rollen kannst du bergab immer, aber wenn du nicht hochkommst, hast du ein Problem: Dein Getriebe ist falsch ausgelegt.

    Mit MTB-Kurbeln am (Reise-)Renner habe ich auch geliebaeugelt, hatte aber beispielsweise auf einer Salsa-Seite (die Marke ...) gefunden, dass eine Umruestung dort NICHT funktionieren wuerde (Geometrie?). Ein Freund hatte dagegen noch zu 9-fach-Zeiten die 52/39/30er-Kurbel voellig problemlos gegen 44/32/24 o. ae. getauscht, unter Beibehaltung des 105er-Umwerfers.

    Viele Gravel-Bikes verdienen meiner Meinung nach den Namen nicht, weil sie ebenfalls 34/32 als kleinsten Gang verbauen. Ist wohl fuers junge Bartoel-Volk, nicht fuer alte Recken wie mich. Ein geliehenes Rennrad hat hoechstwahrscheinlich auch nichts Kleineres.

    Viel Spass am Stilfser Joch, ein grandioses Erlebnis, das einem schon mal die Traenen in die Augen treiben kann. Bitte unbedingt noch die paar Meter zur Tibethuette mit dem besten Ausblick auf die Kehren. Wir erwarten deinen Bericht. Gutes Gelingen!

    Axel
  • lowrider, 28.06.2021, 09:35 Uhr
    Moin!

    Die einfachste und günstigste Variante ist die Kassette zu tauschen. Bis 34 oder -36 Z. statt der 32 Z. macht deutlich etwas aus. Problem könnte höchstens sein die neue Kassette aufzutreiben.

    An der Kurbel lät sich auch etwas machen, wird aber deutlich teuer und komplexer. Z.B.:
    Welches Innenlager hast du? Bei BSA braucht eine MTB Kurbel 70 mm Gebäusebreite anstelle der rennradüblichen 68 mm. Das läßt sich aber auch durch Distanzringe ausgleichen denn ansonsten sind die Innenlager identisch. Bei den diversen Pressfit Lagern sieht das dann ggf. anders aus.
    Bei MTB - Gravel - Road paßt jeweils die Kettenlienie nicht zusammen und Shimano schränkt den Schwenkbereich der neueren Umwerfer ziemlich ein. Da braucht es also i.d.R. den jeweils zur Kurbel passenden Umwerfer. GRX und Ultegra läßt sich mischen, beim MTB bin ich mir nicht sicher.

    Gruß, Oliver
  • Uwe, 28.06.2021, 11:04 Uhr auf lowrider
    Hallo!

    Seit wenigen Tagen gibt es die SRAM PG1130 11-36 (11-fach) wieder bei Bike24. Die Kassette ist mit Shimano-HG Freilauf kompatibel. Ich habe viele Wochen auf das Teil angesessen und letzte Woche für einen Kumpel geschossen.

    Ein Umstieg der (Shimano) Kurbel von Rennrad auf GRX macht 2.5 mm aus, die die Kettenlinie nach außen wandert. Ich habe meinen Umwerfer nicht umbauen müssen, es war aber haarig einzustellen. Sonst nimmt man den Umwerfer der GRX auch noch. Über die Lieferbarkeit der Teile kann ich nichts sagen. Innerhalb der Rennrad / Gravel-Gruppen von Shimano ist mir kein Problem mit den Innenlagern bekannt.

    Viele Grüße, Uwe
  • Uwe, 28.06.2021, 11:18 Uhr auf hivibub
    Hallo Matthias!

    Bin mit meinem Gravelschweinchen letzten Sommer an "deinem" Ortlerhaus gewesen. Vorne GRX 49/30 und hinten SRAM 11-36. Bin aber vom Parkplatz aus das grobe Stück teilweise zu Fuß gegangen und irgendwo weiter oben noch mal ein Stück.

    Ich glaube, wenn ich mit vorne30/hinten36 nicht weiter komme, ist für mich Ende der Fahrt. Da nützen auch die irrsinnigstren Untersetzungen nichts mehr. Dann müsste man entweder mehr trainieren (ich nicht, bin kein Sportler...) oder in Zukunft doch den Bus nehmen.

    Außerdem ist es nicht zielführend, ausgerechnet den Stelvio als ersten Pass im Leben als Lebensziel zu definieren. Ich habe schon Leute dort angetroffen, die noch nie einen Pass mit dem Rad gefahren sind und die sich ausgerechnet dort erfolglos versucht haben. Ich hatte bei meiner Erstbefahrung des Stelvio im Sommer 1986 noch nicht viel Passerfahrung (Stelvio war erst mein 21. Anstieg in den Alpen mit dem Rad), aber die wenige Erfahrung war mir eine Hilfe.

    Viele Grüße, Uwe
  • hivibub, 28.06.2021, 11:43 Uhr auf Uwe
    Hi Uwe,

    stimme Dir vollumfänglich zu. Ab einem gewissen Punkt macht es einfach keinen Sinn mehr, eine Über-/Untersetzung ersetzt Fitness nicht.

    Ich bin am Crosser mit fast der gleichen Ausstattung unterwegs, habe hinten aber 11/34. Umwerfer ist der der Shimano 105 (7000). Funktioniert problemlos.

    Dir weiter gute Besserung, tut mir Leid was passiert ist.

    Liebe Grüße nach NRW,

    Matthias
  • Uwe, 28.06.2021, 11:58 Uhr auf hivibub
    Hallo Matthias!

    Danke für die guten Wünsche!

    Ich habe am Crosser / Gravel als Grundausstattung Shimano 105 (5800) und da funktioniert das Schaltwerk (GS, also mittellang, lang gibt es am Rennrad nicht) problemlos mit der 36er SRAM-Kassette. Vielleicht würde sogar eine 40er gehen mit penibler Einstellung. Ich habe aber die B-Schraube gegen ein längeres Exemplar aus der Krabbelkiste ausgetauscht. Zeitweise hatte ich auch mal einen Wolftooth Roadlink montiert, der sich aber wieder erübrigt hat.

    Als ich noch sportlich, jung und schön war, bin ich den Stelvio mit 15 kg Gepäck mit dem Renner mit 42-21 fast komplett im Wiegetritt gefahren ;-)

    Demnach hast du mal ein neuen Crosser bekommen? Du schriebst damals beim Ortlerhaus-Thema schon mal davon, dass du technisch noch etwas verändern möchtest. Mein Cube Cross Race Pro (Modell 2018, gekauft Ende 2017) war mir ab Werk auch eher zu lang übersetzt und die GRX gab es noch gar nicht. So habe ich nachträglich auch noch etwas basteln müssen. Sommer 2018 traf ich am Kaunertaler Gletscher einen Freak, der mich auf die futschneue GRX aufmerksam machte.

    Viele Grüße, Uwe
  • hivibub, 29.06.2021, 07:31 Uhr auf Uwe
    Hi Uwe,

    ja der Crosser musste ausgetauscht werden, er hatte das Ortlerhaus nicht überlebt. Der hintere Reifen war zu breit und hat sich an der Kettenstrebe zu schaffen gemacht. Dort hatte ich übrigens 3x9 fach mit einer MTB-Kurbel 44/33/22. Das hat funktioniert.

    Ich hab schon nochmal einen 3000er im Ötztal im Kopf, Übersetzung ist mittlerweile kein Problem mehr, jetzt sind eher die Reifen zu schmal :)

    Viele Grüße,

    Matthias
  • Uwe, 29.06.2021, 10:02 Uhr auf hivibub
    Hallo Matthias!

    Es gibt "höher-weiter-schneller".

    Aber wie heißt das beim Crosser / Graveller?

    Ich werde dir den 3000er Ötzi nicht streitig machen ;-) Bin aber trotzdem mal gespannt, was du da ausgräbst. Du wirst berichten!

    Viele Grüße, Uwe
  • Trier71, 29.06.2021, 20:15 Uhr
    Hallo Jürgen, Matthias, Axel, Oliver, Uwe,

    wow, supervielen Dank für die Tips. Dann schreiten wir mal zum Online-Handel ( Shimano GRX FC-RX600 Kurbelgarnitur 2x11-fach - 46/30 Zähne | BIKE24 , und 11/36 Kassette. Ich melde mich wenn ich oben bin !! :-)
  • Uwe, 29.06.2021, 20:32 Uhr auf Trier71
    Hallo!

    Aber denk daran, die Kurbel hat die Kettenlinie 2,5 mm weiter außen. Es kann sein, dass es mit deinem Original-Umwerfer geht oder eben nicht. Gefummel ist es allemal, um die Einstellung anzupassen. Aber am Ende Gelände kannst du die Kurbel auch auf Dauer dran lassen, denn mit dem 46er ist der letzte, lange Gang so, als würdest du beim 50er statt einem 11er, ein 12er Ritzel fahren.

    Viele Grüße, Uwe
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Fahrradcomputer-Kaufempfehlung?

  • ZhaoNan, 16.06.2021, 18:30 Uhr
    Hallo zusammen,
    ich möchte mir nach vielen Jahren endlich mal einen Bordcomputer zulegen und dieses Forum ist die vertrauenswürdigste Quelle für Empfehlungen, die mir einfällt. Ich bin auf der Suche nach einem Gerät, auf das ich die im Tourenplaner erstellten Touren laden kann und das mich dann mit einer übersichtlichen Karte navigiert. Ein Akku, der auch eine komplette Tagestour durchhält, wäre wünschenswert. Zusätzlich würde ich mich über eine Geschwindigkeits- und eine Höhenanzeige freuen. Alles weitere, insbesondere alle Arten von Fitness-Tracking, fände ich eher überflüssig.
    Kann mir jemand Empfehlungen in die Richtung geben?
    Vielen Dank!
    Jonas
  • tunundlassen, 16.06.2021, 19:08 Uhr
    Hallo Jonas

    ich persönlich habe grosse Freude am Wahoo Elemnt Bolt.

    da ist kürzlich eine neue Version erschienen, inkl Farbdisplay.

    wenn du diesen Namen mal bei Youtube eingibst, findest Du jede Menge coole "Zeigevideos"...

    ich finde die Bedienung sehr intuitiv, leicht verständlich und übersichtlich. Dadurch, dass man selber wählen kann, welche Daten angezeigt werden sollen, sieht man wirklich nur das, was man persönlich interessant findet.

    bei Fragen - nur fragen :-)

    liebe Grüsse und gute Fahrt
  • Jan, 16.06.2021, 21:24 Uhr 16.06.2021, 21:24 Uhr
    quäldich schwört immer noch auf Garmin. In punkto Kartenlesbarkeit gibt es immer noch nichts vergleichbares.

    Im Moment Garmin 1030 plus, 830, 530.

    Je nachdem, wie groß das Display sein soll.
  • alltagsfahrer, 16.06.2021, 23:09 Uhr
    Hallo,

    36Stunden bietet der Lezyne MegaC und das neuere nochmehr. ABER du müsstest die Gelegenheit haben und es vorher ausprobieren. Denn Lezyne macht viele Dinge über Bluetooth und deinem Smartphon !!!

    All die schönen Zusatzfunktionen funktionieren nur übers Smartphone. Beim wiko smartphone war ich schon nahe daran das Teil einzustampfen. Beim Imperia Smart4 funktioniert es wie in der Werbung. Du brauchst für den Upload einer tour auf das GPS die Verbindung vom Smartphone !!!! - Die Bluetoothfunktionalität und verbindung vom Smartphone ist der Unterschied ob die Schifffahrt Himmel oder Hölle ist !!!!

    Viele Grüsse aus Zug, Fritz
  • tunundlassen, 17.06.2021, 04:45 Uhr
    Ich habe natürlich nicht das Geld, verschiedene Hersteller persönlich, direkt zu vergleichen. Was mir der grosse Unterschied in der Frage Garmin vs. Wahoo zu sein scheint, ist der Touchscreen und die Einstellungen der Datenfelder. So wie ich das verstanden habe, funktioniert bei Garmin viel über den Touchscreen auf dem Gerät selber, und bei Wahoo weiss ich, es gibt keinen Touchscreen, sondern haptische Tasten. Die Einstellungen der Datenfelder etc geschieht bei Wahoo über die Smartphone-App.

    Für die Funktionalität selbst ist während der Fahrt allerdings kein Smartphone zwingend mitzuführen. GPS und Höhenmessung etc macht das Gerät selbstständig.

    Zur Frage Touchscreen oder kein Touchscreen:

    wie gesagt fehlt mir der direkte Vergleich. Ich kann nur berichten, dass ich den Touchscreen auf meinem Bolt nie vermisst habe, und gerade zur kälteren Jahreszeit mit langen Handschuhen war ich sehr froh um die physischen Tasten.

    Liebe Grüsse!
  • Martin K, 17.06.2021, 15:47 Uhr
    Ich habe mir erst vor ein paar Monaten meinen ersten GPS-fähigen Radcomputer gekauft. Informiert habe ich mich vor allem hier: https://gpsradler.de/

    Da ich am Ende einen Garmin ohne Touchscreen haben wollte ist es der Edge 530 geworden. Bislang bin ich sehr zufrieden, auch weil ich damit klar komme, ca. 80% der angebotenen Funktionen zu ignorieren. Track aufspielen funktioniert sogar ohne Garmin-App per USB.
  • tunundlassen, 17.06.2021, 15:59 Uhr
    Ich werde hier wohl sogleich als Wahoo Fanboy interpretiert, trotzdem muss ich dazu noch etwas ergänzen.

    wenn man Routenplaner wie Komoot, Strava und viele weitere nutzt, kann man diese Dienste innerhalb der Elemnt App authorisieren, dann funktioniert das Laden geplanter Routen via Wlan ganz ohne Mobiltelefon oder PC-gebrauch. Auf diesem Weg ist sogar die Synchronisierung mit Dropbox möglich.

    nach absolvierter Fahrt wird die aufgezeichnete Ausfahrt ebenfalls automatisch (bei Wlan-Empfang) auf die authorisierten Dienste geladen, also zurück zu Komoot, Strava, TrainingPeaks etc.

    mangels Vergleichsmöglichkeit kann ich nicht behaupten, dass sei unschlagbar gut, ich persönlich bin aber auch von dieser Funktionsweise überzeugt und begeistert.

    ebenso leicht kann während einer "Fahrt ins Blaue" kurz auf dem Smartphone (ich nutze hierfür Komoot) ein Heimweg geplant werden, und via Elemnt-App innert Sekunden auf den Radcomputer übertragen werden.

    Fazit: ich habe meinen Elemnt Bolt noch nie an einen PC anschliessen müssen.
  • ZhaoNan, 17.06.2021, 18:17 Uhr
    Vielen Dank für die Empfehlungen und Hinweise! Nach einigen Testberichten und dergleichen wurde mir die Entscheidung zwischen Garmin 530 und dem neuen Wahoo Bolt dadurch abgenommen, dass letzteres gerade einfach nirgends auf Lager ist.
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Erfahrung mit Scheibenbremsen - nächster Teil

  • roger2, 03.10.2020, 21:13 Uhr 03.10.2020, 21:33 Uhr
    Hallo zusammen,
    ich fange bewusst einen neuen Blog an, nachdem im alten schon sehr viel Information steckt.
    https://www.quaeldich.de/forum/technik/nochmals-erfahrung-mit-scheibenbremsen/?ID=178753

    Seit kurzem habe ich mein Ridley Gravelbike - und damit zuerst mal Probleme mit Scheibenbremsen. Scheibenbremsen waren nicht mein Wunsch, aber Gravelbike ohne Scheibenbremsen gibt es fast nicht. Werkseitig geliefert wurde es im Sommer 2020 mit Ultegra BR-R8070 Bremssattel, Shimano K03S Resin Belägen und Shimano SM-RT54S Disc (160mm). Da eigentlich abzusehen war, dass ich in den Bergen mit Resin Belägen nicht durchkommen werde, habe ich beim Händler auf SM-RT64 Disc tauschen lassen, Sinterbeläge waren ausverkauft. Nicht wundern: durch die COVID-19 Krise haben zur Zeit viele Verschleißteile Lieferzeiten von Monaten!
    Nach etwa 60km Einfahren und Einbremsen ein erster Belastungstest der Bremsanlage. Aus etwa 65km/h bei 10% Gefälle versuche ich auf Stillstand abzubremsen. Ergebnis: Stillstand erreiche ich nicht, langsamer als 10 bis 15km/h wird es nicht. Zuhause baue ich die Bremsbeläge vorn aus. Beim äußeren (linker) Bremsbelag ist das Resin verdampft und hat sich als schwarzer Russ auf dem Metallträger und dem Bremssattel niedergeschlagen (auf dem Bild ist der äußere Bremsbelag auf der rechten Seite zu sehen)

    Außerdem schleift die Vorderbremse. Nach Ausbau des Vorderrads ist auch klar, warum: Die Resin-Reste haben sich links mit dem Bremssattel verklebt (im Makrierkreis), während sich der unbeschädigte rechte Bremsbelag nach außen bewegt.

    Nach vollständiger Demontage sieht es so aus. So kann ich nicht weiter fahren.

    Ich finde einen Händler, der noch Shimano K04S Sinterbeläge hat und baue diese ein. Nach Einfahren gleicher Bremsversuch wie oben. Ich kann problemlos bis Stillstand bremsen, allerdings schleift hinterher die Bremse. Zuhause baue ich Beläge aus: bei den Sinterbelägen gibt es deutliche Kantenausbrüche.

    Ich entferne die Bruchstücke und baue alles wieder zusammen, jetzt schleift zumindest nichts mehr.
    Nach etwas über 200km und weiteren Abfahrten von der Schwäbischen Alb lässt die Bremswirkung vorn auch bei den Sinterbelägen deutlich nach. Bremsbeläge nochmals ausbauen, die Ursache ist nach Entfernen des losen Bremsstaubs sichtbar: beim linken Bremsbelag gibt es eigentlich keine Reibfläche mehr, der Bremsbelag sieht aus wie ein Gebirge, das Sintermaterial ist zerbröselt.



    Das Fahrrad ist gerade mal 300km alt, der zweite Satz Bremsbeläge ist bereits kaputt. Ich komme ins Nachdenken:
    Ist Abbremsen aus 65 km/h ein Missbrauch der Bremsanlage? Ich meine nein. Meine befragten Radsportfreunde ebenfalls. Das ist bei entsprechenden Gefällen eine durchaus realistische Geschwindigkeit. Und die Notwendigkeit zu einer Vollbremsung ebenso, weil zB ein Bus oder LKW den Weg versperrt oder weil sich plötzlich ein riesiges Schlagloch auftut. Ich halte es eher für unrealistisch, dass in allen mir bekannten Tests eine Fahrrad Bremsanlage nur bis 25 km/h geprüft wird. Denn bergab durch Dauerbremsen die Geschwindigkeit darauf zu begrenzen führt unweigerlich ebenfalls zur Überhitzung der Scheibenbremsen.
    So viel für heute, Fortsetzung folgt.
    Gruß, Roger
  • Gast, 03.10.2020, 22:03 Uhr
    Gravel muß nicht zwangsläufig Scheibenbremse bedeuten.Ich baue mir gerade einen Ritchey P29 Rahmen auf,den ich bei Ritchey direkt auch mit Canti-Sockeln am Hinterbau ordern konnte.
    Und Starr- oder Federgabeln mit Canti-Sockeln gibts auch durchaus noch,sogar gute.
  • roger2, 03.10.2020, 22:44 Uhr 04.10.2020, 21:42 Uhr
    Ja, es gibt vereinzelte Angebote für Gravelbike mit Canti-Sockeln. Die, die ich mir angeschaut habe, hatten dafür für mich andere Nachteile. Und Selbstaufbau ist nicht mein Ding.
    Und ich habe ehrlich unterschätzt, wie schnell ich Scheibenbremsen an ihre Grenzen bringe. Sonst hätte ich vermutlich die Priorität verschoben in Richtung 'Hauptsache keine Scheibenbremse'.
    Ich stelle aber schon die Frage nach Stand der Technik: es gibt bewährte V- und Canti Brakes - und dann führt man als neuen Standard für Sporträder Scheibenbremsen ein. Originalwerbung auf der Ridley Homepage - als ich bestellt habe bis heute: "Scheibenbremsen sind eine der neuesten wegweisenden Entwicklungen im Straßenradsport. .... Das Bremsverhalten hat sich in etwa solchem Maße verbessert wie das Schaltverhalten, als die elektronischen Systeme aufkamen."
    Roger
  • velles, 03.10.2020, 22:59 Uhr
    Hallo,

    hatte auch zuerst Bedenken mit den Scheibenbremsen bei meinem "von der Stange" Gravelbike Trek Checkpoint ALR5. Nach jetzt gut 33.000 Höhenmetern, davon 20.000 mit Gepäck in dieser Saison bisher seit Neukauf kann ich eigentlich nicht klagen - die haben bisher ganz gut gehalten.

    Grüße

    Markus
  • lowrider, 04.10.2020, 09:31 Uhr
    Moin,
    muß zugeben, dass ich so was noch nicht gesehen habe. Fahre ja schon ein wenig länger (seit 2013) mit Scheibenbremsen, habe bzw. hatte verschiedene Hersteller und von 65 km/h auf 0 kam auch schon häufiger vor. Selbst an den von mir aufgebauten Tandems, hat das bislang noch keine Pärchen geschafft. Im schlechtesten Fall waren die Beläge nach 600 km komplett runter aber zerbröselt ist nichts, auch nicht mit Gepäck.

    Gib mal ein wenig mehr Futter: Systemgewicht, verwendete Bremsscheiben (Typ und Größe) und wie die Beläge eingebremst wurden.

    Schönen Gruß, Oliver
  • Uwe, 04.10.2020, 12:10 Uhr
    Hallo Roger!
    Ich fahre am Gravelbike seit gut 9000 km mit Scheiben von Shimano und kann deine Probleme keineswegs bestätigen. Natürlich sind nicht mehr die ersten Beläge drauf und die Lebenserwartung hängt sehr stark von dem Einsatzgebiet ab.
    Meines Erachtens hast du einen groben Fehler gemacht und die Beläge nicht sachgerecht eingebremst. Neue Beläge soll man durch scharfe Bremsungen von ca. 30 km/h bis in den Stand heiß bremsen bis sie zu Fading neigen und dann abkühlen lassen. Dann verdampft das Bindemittel und die Beläge bekommen die richtige Konsistenz. Danach sollte die Bremse gut funktionieren.
    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 04.10.2020, 18:09 Uhr
    Ich tippe auch mal prima facie auf "nicht richtig eingebremst".Selber kämpfe ich schon seit geraumer Zeit mit den Disc Bremsen am Specialized Fully meiner Frau,eine gewisse Ruhe in die Kiste brachte ich heuer im Frühjahr tatsächlich erst mit Uwe`s Einbremstechnologie.Man muß sich halt überwinden/dazu zwingen,das vor der Haustüre zu praktizieren - bis die Nachbarn die weißen Männer holen ;-)
  • roger2, 04.10.2020, 22:40 Uhr 07.10.2020, 07:25 Uhr
    Hallo zusammen,
    zuerst einmal vielen Dank für Eure guten Beiträge und Anregungen.

    Ich versuche die Fragen von Oliver zu beantworten:
    Systemgewicht: etwas über 80kg bei dem Bremsversuch. Ich bin eher leicht, unter 70kg, das Gravelbike wiegt fahrbereit etwas über 10kg, ich hatte Sommerkleidung an und eine Trinkflasche dabei. Mehr nicht. In den Bergen fahre ich meist mit Gepäck. Vor der letzten Tour habe ich das fertig bepackte Fahrrad gewogen, 22kg. Aber auch das ist weit unter dem angegebenen maximal zulässigen Systemgewicht von 120 bis 130kg.
    Bremsscheibe: Schimano SM-RT64S 160mm vorn und hinten. Mehr ist bei flatmounted nicht freigegeben. Ich habe hier im Technikforum mal angefragt, weil es Adapter für 180mm gibt. Aber da wurde ich freundlich darauf hingewiesen, dass das eine nicht freigegebene Veränderung der Bremsanlage sei, dann habe ich die Finger davon gelassen. Inzwischen habe ich Disc SRAM CLX 160mm. Sieht besser aus, Erfahrungsbericht folgt.
    Einbremsen: wenn das Nachhärten bzw. Ausgasen der Kunststoffmatrix so ein entscheidender Faktor für die Funktionstüchtigkeit der Bremsanlage ist, dann darf das meiner Meinung nach der Hersteller nicht an den Endkunden verlagern. Zumal ich keine Vorgabe von Shimano kenne, die definiert, wie das Einbremsen erfolgen soll. Hier wird gerade empfohlen 'bis in den Stand heiß bremsen'. Ich kenne andere Anweisungen, die genau davor warnen, weil sich im Stand der heiße Kunststoff mit der Scheibe verkleben könnte.
    Was habe ich gemacht? Vor dem Haus ca. 8 Mal aus 25 bis 30 km/h heruntergebremst bis ich das Gefühl hatte, dass die Bremse nun fest zupackt. Dann bin ich in 2 Touren ca. 70km weit gefahren mit mehreren Bremsungen, bei denen die Bremse heiß wurde. Dann der Bremsversuch. War vielleicht nicht fachgerecht genug. Aber ich bin Laie.

    Man beachte auch: es hat sich nur der linke Bremsbelag K03S aufgelöst, der rechte ist weitgehend unbeschadet. Auf der Einlaufseite der Bremsscheibe (unten) ist er rechts noch 2,0 mm dick, am Auslauf 2,2 mm. Wenn wirklich das Einbremsen der entscheidende Faktor wäre, dann müssten meiner Meinung nach beide Seiten gleich betroffen sein.
    Gruß, Roger
  • sugu, 05.10.2020, 10:15 Uhr
    Ich fahrer seit 7 Jahren am Trekkingrad Scheibenbremsen, anfangs vorne 160 mm Scheibe, später 180 mm mir Resin-Belägen. Alltags mit dem Rad zur Arbeit und die 300 m Höhenmeter jeden Tag runter, dazu Alpentouren mit Gepäck. Auch das Gravel als Nachfolger hat Scheibenbremsen (2x160 mm Scheibe, ebenfalls Resin). Die ersten Beläge am Trekker habe ich aus Unkenntnis nicht eingebremst. Solche Auflösungserscheinungen habe ich noch nie gesehen, weder mit noch ohne Einbremsen. Im Winter, bei Dreck und Nässe und wenig Straße war die kürzeste Standzeit der Beläge mal 300 km, aber da waren die Beläge auch nur abgenutzt und nicht so zerbröselt. Das sieht eher nach Materialfehler an Scheibe und/oder Belägen aus. Die Shimano SM-RT54S ist übrigens nur für Resin-Beläge frei gegeben.

    Eine Frage zur Vollbremsung von 65 km/h: War das nur mit der vorderen Bremse?

  • lowrider, 05.10.2020, 10:21 Uhr
    OK, etwa 80 kg Systemgewicht bei 160'er Scheiben sollte im grünen Bereich sein, oder ist hinten ein 140'er Scheibchen montiert?

    "Einbremsen: wenn das Nachhärten bzw. Ausgasen der Kunststoffmatrix so ein entscheidender Faktor für die Funktionstüchtigkeit der Bremsanlage ist, dann darf das meiner Meinung nach der Hersteller nicht an den Endkunden verlagern." Da kann ich nur voll zustimmen, kenne das Problem aber auch nur von Shimano Bremsbelägen.
    Das Einbremsen sollte in Ordnung sein, insbesondere da dann ja noch 2 x 70 km gefahren wurden.

    Die ungleichmäßige Abnutzung ist mir auch schon aufgefallen, gerade bei dem organischen Bremsbelag ist das ja extrem. Sieht sehr danach aus, als ob ein Kolben deutlich schwergängiger ist als der andere und dann ist der Bremssattel wohl auch noch schief zur Scheibe ausgerichtet. Die 0,2 mm Dickendifferenz sidn da ein deutlciher Hinweis und sicher zu viel.
  • Gast, 05.10.2020, 12:17 Uhr
    Das Dilemma "Scheibe" in einem Satz : Manche schieben ihr Neurad beim Händler raus und haben nie Probleme mit der Disc (außer mal entlüften und Beläge/Scheibe erneuern),andere haben von Beginn an die Seuche im System und alle Reparaturversuche scheitern.

    "Living in a ghost town" ;-)

    Die Geschichte ist mir zu fragil und volatil,ich mache daher konsequent einen Riesenbogen um das Thema Disc.
  • Nachtrenner, 10.10.2020, 01:09 Uhr 10.10.2020, 09:28 Uhr
    Hallo zusammen, jetzt gebe ich als Quietsch- und Schleif-leidgeplagter auch noch mein Erfahrungen zum Besten.
    Ich habe jetzt nach drei Jahren und ca 10000 km und mehr als 100000 Hm ein paar Erlebnisse mit Scheibenbremsen gehabt die mich ein wenig zweifeln lassen , ob die Hersteller wirklich Ahnung von Metallverarbeitung haben: bisher hat jede Scheibe nach schärferen Bremsungen geschliffen, zum Teil sogar minutenlang lautstark. Hersteller egal, ob Shimano, Trickstuff, Magura. Bei Shimano habe ich die von mehreren empfohlenen xt-Scheiben ausprobiert in 160mm: einmal schärfer bremsen bei 7% vor einer scharfen Kurve quietschhhhhh, däng,däng,däng 3-4- mal pro s. So geht das jetzt seit ich sie für die völlig verbogene Trickstuff Dächle draufgemacht habe. Der Preis scheint egal zu sein von 20EUR bis 45EUR war alles dabei: kein Unterschied! Aufgelöste Beläge hatte ich allerdings noch nie. Ob einteilig oder mit Spider ist auch egal. Am Anfang sind alle fast Plan, dies ändert sich jedoch schon mit dem Einbremsen, spätestens nach ein paar hundert km sind alle so verzogen, dass an eine schleiffreie Fahrt nicht zu denken ist. Systemgewicht normalerweise unter 90 kg bis maximal 92 kg. Ich fahre eher zurückhaltend und bremse meist nur kurz. Kaltverformen mit Richtzange oder mit den Fingern biegen bringt nur bis zur nächsten schärferen Bremsung was, dann ist es wieder wie vorher. Aber stärker bremsen tun sie schon als Felgenbremsen einen Stoppie aus über 30 km/h im Obergriff habe ich mit meinem alten Renner nicht mal annähend hinbekommen.
  • Uwe, 10.10.2020, 08:15 Uhr
    Hallo!
    Ich fahre jetzt auch seit fast 10000 km mit Scheibenbremsen am Gravelschwein. Da ich zwei verschiedene Laufradsätze fahre, verteilt sich die Laufleistung auf zwei Sätze Bremsscheiben. Beide Sätze sind billige Stahlscheiben von Shimano. Beläge anfangs K02S, später K03S, also auch die preisgünstigsten Shimanos. Lebensdauer der Beläge ist stark unterschiedlich je nach Einsatz. Systemgewicht 100 - 110 kg, je nach Ausrüstung.
    Schleifgeräusche gibt es nur, wenn die Anlage total versaut ist. Seltener mal bei Nässe. Bei Passabfahrten mit schnellen, kräftigen Bremsungen auch mal temporäre Geräusche. Die Scheiben eiern nicht und wurden nie gerichtet. Die Lager der Naben sind aber chronisch trocken, weil die Hitze dorthin geht...
    Einmal habe ich die Hydraulik etwas entlüftet, da die Druckpunkte der Griffe nicht passten.
    Demnach gehöre ich zu den Leuten, die Günter erwähnt.
    Trotzdem gehört für mich an ein reines Rennrad, welches nur mit schmalen Reifen auf der Straße bewegt wird eine Felgenbremse, da die schnellen Bremsungen weicher sind als mit einer Scheibe. Egal mit welcher Bremstechnik bekommt man ein Hinterrad zur Blockade und mehr geht nicht. Die Bremswirkung wird letztendlich durch die Haftung der Reifen begrenzt.
    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 10.10.2020, 11:54 Uhr
    Wobei natürlich massiv(er)e 4Kolben Bremsen mit 203mm Scheiben,wie sie an hochpreisigen abfahrtsorientierten MTB´s verbaut werden,noch eine andere Hausnummer sind als das filigrane Zeugs,welches an RR oder teilweise auch an Gravelräder geschraubt wird.

    Die Grundidee war löblich,aber falsch : was an Motorrädern wegen seiner Massivität funktioniert,wäre halt nicht so ohne weiteres (durch reine Minimierung) auf Fahrräder übertragbar gewesen.

    Meiner Frau hat das System Scheibe vorletztes Jahr jedenfalls 4 gebrochene Rippen eingebrockt (plötzlich wandernder Druckpunkt der HR Bremse da Luft gezogen,dadurch unmotivierte Bremsblockade auf schottrigem Forstweg,Hinterrad weggeschmiert,auf die linke Seite gelegt,Aufprall etc etc).Wen wunderts,daß ich mit dieser Technik durch bin.
  • roger2, 11.10.2020, 14:22 Uhr auf sugu
    Danke für die Idee Material- oder Herstellfehler. Daran habe ich bisher noch nicht gedacht - Schwarmintelligenz im Forum. Wenn es das wirklich wäre, dann wäre es aber eine größere Seuche auf (deutschen) Straßen, denn diese Teile werden sicher nicht in Einzelfertigung hergestellt.
    Für diese Theorie spricht, dass die (fast neue) SM-RT64 Scheibe außen ein ziemlich ungleichmäßiges Abriebbild zeigt.

    Für einen Fehler der Scheibe spricht auch, dass sowohl die Beläge K03S als auch K04S außen kaputt gegangen sind. Und ich seit Wechsel der Scheibe keine solchen Probleme mehr habe.
    Die werksseitig montierte Scheibe SM-RT54S habe ich wie oben geschrieben bereits beim Händler vor der Übernahme des Neurads gegen SM-RT64S tauschen lassen, weil RT54S nur für Resin Beläge zugelassen ist.
    Gruß, Roger
  • roger2, 12.10.2020, 07:47 Uhr
    Hier die versprochene Fortsetzung zu meinen Scheibenbremsen.
    Wieso zerbröselt das Sintermaterial? An Materialfehler habe ich nicht gedacht, eher an systematische Designmängel. Ich überlege mir 2 mögliche Ursachen:
    1) Bei den Belägen Shimano K04S hat der Stahlträger in den Ecken große Löcher, wo der Sinterbelag nicht unterstützt wird. Ich suche nach anderen Belägen und finde mit Shimano L04C (Sinter mit Kühlfahne) ein Modell, bei dem das Sintermaterial vollflächig unterstützt wird. Für 20 Euro gekauft und montiert.
    2) Die Bremsscheibe SM-RT64 hat große Löcher und auf der Aussenseite Stanzeinzüge - vielleicht liegt's daran? Die Suche nach einer anderen Bremsscheibe ist schwieriger, weil Shimano außer der SM-RT64 nur Discs mit Alukern für Sinterbeläge im Programm hat. Und (fast) alle Foren warnen davor, für Alpenpässe Scheiben mit Alukern zu verwenden, das Alu kann bei heftigen Bremsungen genauso schmelzen wie die Resinbeläge. Also fällt Shimano weg. Ich entscheide mich für SRAM CLX 160mm für UVP von 74 Euro für vorn, bei der geringer belasteten Hinterradbremse lasse ich (vorläufig) SM-RT64.

    Mit diesen zumindest mal teuren Verschleißteilen für meinen Ultegra Bremssattel geht es in die nächste Runde. Ist die Bremsanlage nun standfester? Die Bremse ist auf alle Fälle deutlich weniger bissig, ich brauche ziemlich hohe Hebelkräfte. Gefühlt eher höhere Kräfte als bei meinem bisherigen Rad mit TRP Mini-V Brake. Dafür ist sie besser dosierbar.
    Ich bremse Scheibe und Belag ein, radle zur gleichen Abfahrt wie vorher und Testbremsung aus ca. 65 km/h. Man sieht schon am Abriebbild der Bremsbeläge, dass die SRAM CLX Scheibe plangeschliffen ist und keine Stanzeinzüge und Dellen hat. Und dass die schwarze Lackierung der Stirnflächen der SRAM Scheibe verbrannt ist und abblättert. Nach dem Zerlegen zuhause entdecke ich wieder Ausbrüche am linken (äußeren) Bremsbelag - aber deutlich kleiner als bei K04S.

    Trotzdem scheint diese Kombination Scheibe / Bremsbelag eine deutlich höhere Belastbarkeit zu haben. Wegen der Risiken durch Covid-19 gehe ich dieses Jahr nicht in die Alpen. Nach 1000 km und ca. 16.000 Höhenmetern in süddeutschen Mittelgebirgen baue ich die Bremsbeläge vorn aus, es sind noch ca. 1,5mm der ursprünglich 2mm Belagdicke mit einer vernünftigen Reibfläche vorhanden.

    Inwischen bin ich 1.700 km und knapp 30.000 Höhenmeter in Mittelgebirgen mit dieser Scheibe / Bremsbelag gefahren, die Beläge L04C vorn sind noch ca. 1,2mm dick und haben inzwischen auch deutliche Ausbrüche - aber immer noch weniger als die Sinterbeläge K04S nach 200 km. Und die Ausbrüche sind innen und außen ungefähr gleich stark, ebenso sind die beiden Bremsbeläge gleich dick. Die SRAM Scheibe selbst hat keinen messbaren Verschleiß, mit dem Finger spürt man ein paar Riefen.

    Ich kenne nur Shimano SM-RT54 und SM-RT64 - aber im Vergleich zu diesen beide Scheibentypen neigt die SRAM CLX Scheibe viel weniger zu dem auch hier im Forum beschriebenen Schleifen nach Heißbremsen. Wenn etwas schleift, dann hilft es meist den Bremshebel nochmals kurz zu betätigen.

    Alpentest der Kombination SRAM CLX Scheibe mit Shimani L04C Belag steht aber aus. Hoffentlich nächstes Jahr.
    Gruß, Roger
  • roger2, 01.05.2021, 14:51 Uhr
    Hallo zusammen,

    nach den ersten Frühlingsausfahrten im Mittelgebirge (Alpen sind für mich wegen Covid-19 noch tabu) melde ich mich mal wieder. Meine Schimano Sinterbeläge L04C sind nach Laufleistung von knapp 2.600km und 40.000 HM noch so dick, dass die Rückholfeder nicht schleift. Ich denke, dass ich sie vor der nächsten größeren Tour tauschen muss.

    Interessanter ist die Anlauffarbe rotbraun bis rot auf der SRAM SLX Scheibe nach 1.600km: laut Internet bedeutet das für einen rostfreien CrNi Stahl, dass Temparaturen von 400°C erreicht wurden.



    Die auf dem Bild der Stirnfläche sichtbaren Zunderschichten zwischen den Anlauffarben deuten auf noch höheren Temperaturen. Diese Anlauffarben kommen NICHT von meinem oben beschriebenen Bremsversuch, sondern sind durch normale Mittelgebirgsausflüge entstanden. Mit Systemgewicht 80 bis 90kg, mehr nicht.

    Ich weiß, warum ich nur an Sinterbeläge glaube.

    Gruß, Roger
  • Nachtrenner, 01.05.2021, 17:43 Uhr
    Hallo Roger, da hast du aber wirklich Pech gehabt mit den ersten Belägen und Scheiben. Mein Eindruck ist auch, dass man lieber zu einer Nummer größer greifen sollte und zu Sinterbelägen.

    Ich habe v/h 160-er Scheiben. Ich fahre auch gerne mal sehr steil, über 14 oder 15% und entsprechendes auch wieder runter, zum Teil rumpelig oder eng und kurvig mit Systemgewicht von maximal 95 kg, also auch eher wenig Belastung und bringe die Bremsen damit auch regelmäßig an ihre Grenzen, sprich die Bremswirkung beginnt nachzulassen.

    Mein nächstes Rad hat zumindest vorne eine 180-er oder wenn es machbar ist sogar eine 203-er.

    Wie ich auf meinem alten Rad zweimal mit nicht wirklich guten Felgenbremsen heil über die Berge gekommen bin, ist mir heute schlicht ein Rätsel. Na ja, am Pragelpass nach Westen musste ich einmal die Fußsohle zu Hilfe nehmen, um noch vor dem Milchlaster fast zum Stillstand zu kommen, es war aber auch direkt an der steilsten Stelle, die Doppelkehre mit dem Kopfsteinpflaster und den 18% Gefälle.

    Im Moment habe ich aber auch mal Resinbeläge mit Kühlrippen dran, mal sehen, wie die sich so halten. 65 auf 0 hatte ich dieses Jahr auch schon von der Buocher Höhe nach Grunbach im Remstal: einseitige Sperre mit Ampel, bäääääh!

    Halt uns auf dem Laufenden, was deine Bremserfahrungen angeht.

    Gruß Rainer
  • roger2, 01.05.2021, 18:03 Uhr auf Nachtrenner
    Hallo Rainer,

    das Dumme: flat-mounted Bremsanlagen auf Gravelbikes sind nur bis 160mm Scheiben zugelassen. Sonst hätte ich auch 180er Scheibe. Da solltest du dich vor dem Kauf des nächsten Rads erkundigen.

    Frage: hast du auch Verfärbungen an der Scheibe nach der Bremsung an der Buocher Höhe? An der Reibfläche selbst reibt sich das schnell wieder ab. Aber an der Stirnseite bleibt es, siehe mein Foto.

    Gruß, Roger
  • artie_1970, 01.05.2021, 23:20 Uhr auf roger2
    Servus Roger,

    danke fuer deine ausfuehrlichen ErFAHRungsberichte (ErHALTungsberichte waeren mir lieber), finde ich sehr wertvoll. Ich weiss schon, warum ich als Steilwandfahrer mit Buko-Gepaeck (da capo fuer Günter) unter 5 kg fahre (Systemgewicht dennoch ueber 105 kg). Wenn ich das so lese, sehe ich nur zwei Moeglichkeiten jenseits der Massanfertigung: Velotraum Speedster mit 200er-Scheiben (hatte ich vor dem Kauf meines Randonneurs auch auf dem Radar) oder Lenkerendschalthebel in Kombination mit V-Bremsen und der groessten Scheibe der Welt, der Felge. Mit 90 mm langen Schenkeln an der Mini-V vorne und 160er-Scheibe hinten (als Schlechtwetterschleifbremse) bin ich auch mit STIs gut geruestet. Uebrigens ist mein Eindruck, dass die DT Swiss TK 540er Trekking-Felgen wegen der groesseren Menge Metall mehr Waerme abkoennen und auch bei steilen Abfahrten kuehler bleiben als etwa die Mavic CXP 33, die ich vorher hatte. Gewicht hat manchmal auch Vorteile.

    Tschoe!

    Axel
  • roger2, 02.05.2021, 22:16 Uhr 02.05.2021, 22:20 Uhr auf artie_1970
    Hallo Axel,

    ja, Mini-V mit 90mm Schenkeln an STI und Shimano Bremsbelägen ist super. Hatte ich an den letzten 2 Crossbikes. Da bekommt man selbst bei Regen ausreichend Bremsbraft drauf. Hatte nur einmal Fading Probleme mit Koolstop Bremsbelägen. Da habe ich dann aber mitten in den Alpen im nächsten Ort nach einem Fahrradhändler gefragt und sofort noch auf der Tour gegen Shimano Bremsbeläge getauscht.

    Warum habe ich das nicht mehr? Weil ich letztes Jahr keinen Rahmen gefunden habe, mit entspannter Reisegeometrie und Anschraubpunkten für Gepäckträger und Sockeln für V-Brakes. Brauchen wir nicht nochmals diskutieren, dafür eigener Blog
    Ridley Kanzo A als Reiserad? - quäldich-Forum Technik (quaeldich.de)

    Mit Mavic CXP 33 in Kombination mit V-Brakes habe ich schlechte Erfahrungen gemacht: das Maxtal Material ist zu spröde, die V-Brakes drücken zu stark oben auf das Felgenhorn. Folge: Risse in den Flanken und Felgenhornbruch. Nach 4 Ausfällen mit diesem Fehlerbild fahre ich keine Mavic Felgen mehr.

    Gruß Roger
  • roger2, 13.06.2021, 18:44 Uhr
    Hallo zusammen,

    Letztes Kapitel des Erhaltungsberichts: Nach etwa 3.070km und 47.000 HM habe ich diese Woche am Vorderrad sie Shimano L04C Bremsbeläge erneuert. Die von Shimano angegebene Verschleißgrenze von 0,5mm ist noch nicht erreicht, links sind es auf der Auslaufseite ca. 0,7mm, rechts ca. 0,8mm. Aber von außen war die Restdicke nicht mehr sichtbar und es gab vermehrt Schleif- und Quietschgeräusche - da hatte ich Sorge, dass ich die 70 Euro teure Schleifscheibe ruiniere.



    Die schon von Anfang an beobachteten Ausbrüche aus dem Sintermaterial haben sich nicht weiter verschlechtert - es reißt eben immer wieder ein Stück ab.

    Bemerkenswert: Der Stahlträger ist gelb angelaufen, das bedeutet hat Temperaturen von deutlich über 200°C gesehen. Und das, obwohl zwischen Bremsbelag und Stahlträger der Icetech Aluminium-Kühlkörper liegt. So viel zum werbewirksamen Namen Icetech.

    Nach dem Bremsbelagtausch sind die Geräusche weg.

    Gruß, Roger
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Schaltwerk Kapazität

  • gax30, 26.02.2017, 18:41 Uhr
    Hi,

    ich wechsle jetzt wieder von Compact auf 52/39 und würde mit der momentanen Übersetzung die Schaltwerkskapazität um 2 überschreiten!
    Dürfte ja eigentlich kein Problem sein wenn man nicht gerade gleichzeitig auf den größen Blätter fährt? Danke schon mal Gruß J
  • Norwegian1611, 26.02.2017, 19:14 Uhr
    Na dann viel Glück, dass Du auch immer schön daran denkst. Mir w äre das Risiko zu groß.
    Gruß Ulrich
  • lowrider, 26.02.2017, 20:54 Uhr
    Hallo,
    je nachdem wie das Ausfallende genau gebaut ist, können da alle Gänge gerade noch funktionieren oder auch nicht mehr.
    Falls nicht: Je nach Kettenlänge hast du die Wahl ob Groß-Groß zum Crash führt oder die Kette bei Klein-Klein durchhängt. Für mich persönlich habe ich mit der (für Groß-Groß) zu kurzen Kette keine Bedenken.
    Gruß, Oliver
  • gax30, 27.02.2017, 16:30 Uhr auf lowrider
    Hi Leute,
    danke für die Antworten. Ich werde das einfach mal austesten und dann sehe ich schon wie das mit der Kettenspannung aussieht, bzw. wie nahe die Schaltwerksrollen dem Ritzel kommen. Zur Not gibts halt ein neues langes Schaltwerk. Laut nem Mechaniker mit dem ich heute gesprochen habe kann man bei der Schaltwerkskapazität schon ein bis zwei Zähne drüber gehen. Die Hersteller sicher sich halt auch nur ab!
    Viel Spaß beim biken, hoffentlich hält das Wetter jetzt! :)
  • Banalfred, 07.06.2021, 20:10 Uhr
    Hallo gax30 !

    Hast du (oder jemand andere hier im Formum) das Ganze mal ausprobiert?

    Ich habe exakt das selbe Problem und bin mir unsicher wegen den 2 Zähnen Kapazitäts-Überschreitung.

    Danke und Liebe Grüße
  • gax30, 07.06.2021, 20:50 Uhr
    Hi, ja hab das ne Zeit lang so gefahren und hatte keine Probleme!
  • Banalfred, 07.06.2021, 21:18 Uhr
    Danke dir :)

    Rein aus Interesse: Was fährst du jetzt? Bzw. warum hast du was geändert?
  • Uwe, 07.06.2021, 21:57 Uhr
    Hallo!

    Bei diesem Thema ist viel Angst im Umlauf.

    Zwei Zähne Kapazitätsüberschreitung sollten in der Regel gar kein Problem sein. Wenn man Glück hat, kann man auch sogar noch deutlich mehr heraus holen. Die Kettenlänge für groß/groß muss noch gerade so laufen, also fast stramm sein. So dass man das Schaltwerk nur noch leicht bewegen kann und je nach größtem Ritzel auch eventuell die B-Schraube entsprechend einstellen oder sogar gegen eine längere Schraube tauschen. Wenn dann die Kette bei klein/klein noch Spannung hat und das Schaltwerk nicht mit den Röllchen auf der Kette aufläuft, ist dem praktischen Einsatz auf der Straße nichts entgegen. Wenn man nur ein SS-Schaltwerk (kurz) hat, kann man auch gerne gene ein GS-Schaltwerk (mittellang) tauschen. SGS (lang) gibt es am Rennrad nicht, leider. Und MTB-Schaltwerke passen nicht in jeder Kombination (Cinelli09 fragen, er ist der Guru für Sachen, die laut Hersteller nicht gehen, aber bei ihm schon lange im Einsatz sind).

    Ausprobieren muss man solche Basteleien auch nicht auf der Straße, sondern im heimischen Keller auf dem Montagebock bei gutem Licht. Und erst wenn es auf dem Prüfstand sauber läuft, darf der Mann damit auf die Straße!

    Viele Grüße, Uwe
  • gax30, 08.06.2021, 10:12 Uhr auf Banalfred
    Hi, hab wegen Knieproblemen wieder auf Compakt gewechselt um ein bisschen mehr Reserven zu haben. Man wird ja nicht jünger! ;)
  • Banalfred, 08.06.2021, 12:30 Uhr auf Banalfred
    Hallo Uwe,

    danke für deine ausführliche Antwort!
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Pressfittretlager defekt?

  • Nachtrenner, 01.05.2021, 10:26 Uhr 01.05.2021, 10:27 Uhr
    Hallo zusammen,

    ich hatte wegen Umwerferproblemen den Antrieb auf einfach 38 Zähne umgerüstet, habe aber gemerkt, daß bei meiner Fahrweise zweifach doch besser ist. Jetzt ist mir nach der Demontage der Kurbel Ultegra 6800 aufgefallen, daß das Pressfitlager nicht mehr gut zu sein scheint: links habe ich axiales Spiel, d.h. ich kann das Lager etwas nach rechts und links verschieben. Weiter habe ich etwas rostige Brühe in der Vertiefung in der Lagerschale und rechts läuft das Lager mechanisch rau. Das klingt nach etwa 14000 km und ca 170000 Hm bei zum Teil sehr steilen und nassen Wegen nach Austausch oder? Das Lager kostet ja nicht viel, ist sogar zügig verfügbar, aber die Werkzeuge sind mir für den wahrscheinlich nur einmaligen Einsatz, Radersatz ist schon geplant, zu teuer. Meine Frage wäre, hat jemand in der Nähe von Remseck/Ludwigsburg/Stuttgart die TL-BB12 und TL-BB13 zum Ausleihen da?

    Gruß Rainer
  • lowrider, 02.05.2021, 09:03 Uhr
    Moin Rainer,

    da braucht es nicht unbedingt diese Shimano Werkzeuge. Passende Einpreßwerkzeuge gibt es von allen möglichen Herstellern und auch KfZ-Werkstätten sollten etwas passendes haben.
    Ausbauen kannst du das selbst, es kann ja nichts mehr kaputt gehen. Aber den Einbau sollte jemand machen der etwas Erfahrung damit hat. Gibt in deiner Umgebung doch bestimmt Werkstätten die das machen können.

    Schönen Gruß, Oliver
  • Uwe, 02.05.2021, 12:07 Uhr
    Hallo Rainer!

    Die Pressfit-Lager sind wohl unter MTB-Leuten schon mal nach 3000 km im Eimer. Bei meinem Crosser hat das erste Lager ca. 7000 km gemacht. Raus wummern geht recht einfach auch ohne das Spezialwerkzeug, sofern mann aufpasst, das Tretlagergehäuse nicht zu verwummern. Beim Carbonrahmen mit mehr Vorsicht, ich habe aber Alu ;-)

    Mit dem Spezialwerkzeug geht es besser, aber auch damit muss man wissen, was man tut.

    Ich habe die Kurbel ausgebaut und mit einem einfachen Austreibdorn (heißt das so?) und einem Hammer die jeweilige Gegenseite rausgekloppt. Dabei darfst du aber nicht das Gehäuse von innen verwummern, sondern nur die Lagerschalen treiben...

    Der Einbau ist aus meiner Sicht sehr einfach, aber man muss entweder das Werkzeug haben oder ein entsprechendes Teil selbst zurecht fummeln. Ich habe letztere Möglichkeit gewählt und aus einer Gewindestange (Meterware aus dem Baumarkt),großen Unterlegscheiben und entsprechenen Muttern eine Vorrichtung gebaut, die fast nichts gekostet hat und trotzdem nicht mehr kann als das Original.

    Viele Grüße, Uwe
  • merida, 03.05.2021, 08:06 Uhr
    Ich finde auch, dass der Einbau absolut kein Hexenwerk ist. Man muss in erster Linie darauf achten, dass sich das Lager beim Einpressen nirgendwo verkantet. So ein Eigenbauwerkzeug wie Uwe hab ich mir auch gebaut. Das funktioniert gut. Die kommerziell erhältlichen Einpresswerkzeuge sind oft auch nicht viel mehr, außer dass die Muttis oft noch einen Drehgriff angelötet haben, und dass noch Führungsringe dabei sind die dafür sorgen, dass die Lagerschalen wirklich gerade auf dem Einpresswerkzeug sitzen.

    Passene Führungsringe hab ich mir dabei von meinem Vater drechseln lassen.
  • Nachtrenner, 14.05.2021, 02:02 Uhr
    Hallo nochmal, ich habe es letzten Samstag eingebaut, das war bedeutend leichter als das alte rauszubekommen. Das kam nämlich in vier anstatt zwei Teilen nach heftigem Gummihammergebrauch nur sehr widerwillig raus. Jetzt dreht sich das Pedalpaar wieder ohne deutlichen Widerstand. Den Rückbau auf zweifach mußte ich wieder aufgeben, weil der neue Umwerfer zwar eigentlich kompatibel ist, nur leider nicht an meinem Rad und der Bremsschaltgriff der 8000-er Ultegra einen anderen Gwindeanschluß an der Hydraulikleitung hat und ich dann noch eine neue Hydraulikleitung gebraucht hätte. Das war mir dann Zuviel Aufwand, das Rad dann doch noch zum Händler bringen zu müssen und womöglich mehr als eine Woche gar nicht fahren zu können. Ich würde es gerne mal erleben, daß bei diesem Rad mal irgendwas einfach geht! Das bleibt aber wohl Wunschdenken, Montagsrad bleibt Montagsrad.

    Gruß Rainer
  • Uwe, 14.05.2021, 09:23 Uhr auf Nachtrenner
    Hallo Rainer!

    Inwiefern ist der Umwerfer an deinem Rad nicht kompatibel? Es gibt, je nach Zeitalter, Umwerfer zur Sockelmontage oder zur Schellenmontage. Dir für Sockelmontage kann man aber mit einer Schelle, die es einzeln gibt, auch verwenden. Und dann gibt es noch einen Unterschied in Sachen Kettenlinie. Beim GRX-Umwerfer liegt die Kettenlinie etwas breiter außen als bei den Rennradgruppen. Ich fahre aber trotzdem eine GRX-Kurbel mit einem 5800er (Shimano 105) Umwerfer. Das war etwas Gefummel, aber es funktioniert bisher. Das Problem ist, dass man die Spannung auf dem Zug deutlich erhöhen muss, damit der Umwerfer so weit raus kommt. Kann sein, dass es auf Dauer den Schalthebel killt... Umgekehrt, also Rennradkurbel und GRX-Unwerfer könnte vieleicht nicht klappen (habe es nicht getestet), da es sein könnte, dass der Umwerfer nicht weit genug nach innen fallen kann.

    Viele Grüße, Uwe
  • Nachtrenner, 14.05.2021, 16:50 Uhr
    Hallo Uwe, ich wollte eine FD-R7000 (105) anbauen, aber bei der Montage an den Anlötsockel stand der Umwerfer zu weit oben vom oberen Kettenblatt entfernt und stand von oben gesehen in die falsche Richtung mit dem hinteren Ende ab, nämlich nach außen anstatt nach innen und ließ sich auch durch diverse Einstellversuche nicht in eine paralle Haltung zum Kettenblatt bringen. Ich habe leider keine Bilder gemacht, deswegen der langatmige Erklärungsversuch. Der alte Umwerfer war überhaupt nicht mehr zu irgendeiner Einstellung zu bewegen und war am Ende so verstellt, dass ein Schalten nahezu unmöglich war oder die Kette dahin ging, wo sie nicht hingehört: nach innen runter oder zwischen die Kettenblätter...

    Erweiterungmöglichkeiten am Ritzelpaket sind auch ziemlich ausgereizt, mehr wie das jetzige 11-40 Paket ist nach dem Einstellen der B-Schraube schlecht möglich. Ohne Kette eingestellt war da fast keine Bewegung in Richtung Speiche/Boden mehr möglich. Ich glaube ein 42-er Ritzel könnte schon fast schleifen.

    Beim nächsten Rad wird alles besser!

    Gruß Rainer
  • Gast, 14.05.2021, 17:22 Uhr auf Nachtrenner
    Darf ich mal fragen , warum Du überhaupt von 2-fach auf 1-fach umstellen wolltest . 1-fach vorne ist doch ausgekochter Mist und seinerzeit von SRAM nur in den Markt gedrückt worden , weil ihre Umwerfer nicht an die Shimano-Performance heranreichen konnten.1-fach ist nur was für grobmotorische MTBler oder Gravel-Einsteiger , die nicht vom RRfahren kommen (also hinten feine Gangabstufungen wegen des Souplesse-Tritts nicht vermissen) und es deshalb nicht anders wissen...
  • Uwe, 14.05.2021, 17:39 Uhr auf Nachtrenner
    Hm... Das verwundert mich jetzt schon etwas, denn sowohl die Parallelität als auch die Höhe des Umwerfers sollte bei den üblichen Kurbeln möglich sein. Die Höhe ist natürlich begrenzt durch den Sockel am Rahmen. An der Befestigung des Umwerfers ist doch so ein Halbrunddingsda, und wenn man die Schraube ziemlich lose hat, so dass man alles gegen jedes frei bewegen kann, solte es doch möglich sein, das Ding gerade zu setzen und auch die Höhe anzupassen. Man muss natürlich bedenken, dass der Umwerfer beim Schaltvorgang nicht nur seitlich schwenkt, sondern auch einen Höhenunterschied macht und da man vermutlich vor der Montage des Schaltzuges das Ding anbaut, auch etwas zweifelhaft die richtige Höhe zustande bekommt. Ist bei einem neuen Umwerfer nicht sogar ein Dinstanzteil eingesteckt, dass er in der Position des großen Blattes eingebaut wird? Ich habe nie einen neuen Umwerfer ausgepackt, sondern nur einen vorhandenen abgebaut und wieder dran. Da muss man sowieso etwas auf die zarten Fingerchen aufpassen, dass man keine Klemmstellen bekommt... Mit angebautem Schaltzug wird man es vermutlich gar nicht hin bekommen, da man nicht geügend Hände hat.

    Wenn du ein 40er Ritzel ohne Wolftooth montiert und geschaltet bekommst, bist du schon gut unterwegs. Offiziell ist meines Wissens bei der 8000er und der 7000er Gruppe bei 36 Ende. Ob das Schaltwerk der GRX mehr kann, weiß ich nicht. Ich habe meinerseits die 5800er Gruppe, aber mit einem 11-36 SRAM-Zahnkranz und einer GRX 600 Kurbel mit 30-46 Kettenblättern am Laufen. Und das funktioniert ohne Woltooth. Habe nur die B-Schraube ausgetauscht und eine etwas längere Schraube genommen. Selbst mit dem eigentlich falschen Umwerfer, 5800 statt GRX (das Thema Kettenlinie, siehe vorheriger Beitrag) rennt das Teil wie die Beulenpest. Den Unterschied zwischen einem 40er und einem 42er Ritzel wirst du kaum merken. Unter Kraft am Berg (also bei niedriger Geschwindigkeit, wo der Windwiderstand keine Rolle spielt) wirst du erst ab 8 % Gangunterschied einen echten Unterschied merken. Normal macht man bei den Berggängen Sprünge von 10 % oder sogar noch etwas mehr.

    Viel Erfolg und viele Grüße, Uwe (und nein, ich komme vorläufig nicht nach Stuttgart, obwohl inzwischen meine Tochter in der Nähe wohnt)
  • Gast, 14.05.2021, 18:27 Uhr auf Uwe
    Uwe , im E-Antrieb liegt die Zukunft , im Motor ;-)

    Elektrische Grüße nach NRW

    Günter

    (Und ? Tirol oder Vorarlberg schon gebucht ? Es geht was im Sommer , nur wie das geht und was geht ist die entscheidende Frage)
  • Uwe, 14.05.2021, 18:55 Uhr auf 0
    Hallo Günter!

    Elektrisch ist nur die Bohrmaschine, mit der abgedrehte Schrauben ausgebohrt werden ;-)

    Vorarlberg ist schon länger gebucht. Was daraus wird, sehen wir dann. Kostenseitig sehr geringes Risiko, auch bei Totalschaden.

    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 14.05.2021, 20:00 Uhr auf Uwe
    Stand heute wird das sicher was , außer halb Europa ist in 6 oder 8 Wochen Virusvariantengebiet , was man natürlich nicht ausschließen kann.Dann bleibt nur noch der Strick.....
  • Nachtrenner, 15.05.2021, 12:34 Uhr
    Hallo Uwe und Günter,

    hinten war und ist ein Ultegra RX rgendwas dran, der packte auch zweifach mit 34/46 KB. Nur der vordere 6800-Umwerfer war am Ende, obwohl ich kein häufiger Schalter war. Ich war nur von der futzeligen Einstellerei des hinteren Umwerfers so genervt, dass ich mir das vorne nicht auch noch antun wollte, sondern einfach nur fahren. Mein vorheriges Rad hatte noch viel gröbere Sprünge, es hat eine 3x7 mit 13-32 Kassette, da war die 11-32 Originalkassette auf dem jetzigen Bock ja schon fast zu fein gestuft. Die Cyclocrosser-Kettenblätter sind ja üblicherweise 36-46 und mein Bock ist ja offiziell ein solcher, dafür ist der Anlötsockel zumindest grenzwertig hoch angebracht. Mit dem 6800-er Umwerfer ging es gerade so. Mit dem 7000 auch mit den U-Scheiben ging es einfach nicht, auch nicht mit denen vom alten Umwerfer. Vorne ist ein 38KB und damit fahre ich bis 50 km/h abwärts tretend und bergauf bis 20% aber nur kurze Sachen von maximal ein paar hundert m. Es geht aber, ein Gang in der Mitte wird immer noch nicht sauber geschaltet, aber damit kann ich leben, bzw. fahren. Ich bin mit Kettenschaltung fertig! Das nächste Rad ist vielleicht auch kein Renner mehr. Quäldich bleib ich trotzdem treu.

    Gruß Rainer
  • Gast, 15.05.2021, 19:06 Uhr auf Nachtrenner
    Hallo Rainer ,

    ich glaube , was Dir zu Deinem Glück noch fehlen würde ist die Einstellung des Umwerfers einer x-beliebigen Sram AXS kabellos Elektronik-Schaltung . Das kommt noch vor dem Mäusemelken ;-)

    Gruß Günter
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Bluetooth-Kopfhörer fürs Indoor-Training

  • LED_Light_Emilum, 23.04.2021, 21:37 Uhr
    Hallo an die Gequälten ;)

    Indoor-Training hat ja schon mal den gravierenden Nachteil, dass es keine HM zu bezwingen gibt und somit braucht man eine alternative Motivation und das wären BT-Kopfhörer. Hat hier jemand eine Empfehlung von euch? Mittlerweile gibt es dermaßen viele und da würde mich eben einfach interessieren, welche BT-Kopfhörer haben gleichgesinnte Kollegen im Einsatz.

    Was sind die Anforderungen:
    Muss:
    + Schweißbeständig, daher In-Ear o.ä.
    + Akkulaufzeit >5 Stunden ohne Nachladen (sitz schon mal 4 Stunden am Ergo und abgesehen davon will ich die Kopfhörer nicht jeden Tag laden)

    Nice-to-have, aber kein muss
    + Active Noise Canceling
    + Bedienung an den Kopfhöreren (1-2 Touchfelder, Tasten, oder Gestensteuerung)

    Dazu habe ich keine Meinung, somit völlig egal:
    + integrierter Pulssensor
    + andere Gimmicks

    Preis lasse ich bewusst mal offen, da dieser in Realtion zum Produkt steht, sprich wenn Kopfhörer empfohlen werden, muss man ja ohnehin selbst entscheiden, ob diese einem das Wert sind.

    Besten Dank, LG aus dem salzburger Raum
  • velles, 23.04.2021, 21:52 Uhr
    Hallo,

    mein Sohn hat für seine (Ultra)läufe einen Kopfhörer von Aftershokz und ist damit absolut zufrieden.

    Grüße

    Markus
  • LED_Light_Emilum, 25.04.2021, 08:42 Uhr auf velles
    Hallo Markus,

    Danke für deine Antwort. Die Aftershokz sind ein richting interessanter Ansatz. Bin mir selber noch nicht ganz sicher, ob ich ggf. etwas möchte, dass mich mehr von der Umwelt abkapselt (da ich sie ausschließlich indoor verwende), aber ich glaub dafür liegen ja Ohrstöpsel bei und damit dürfte es dann recht gut gehen, oder?

    Grüße, Gerald
  • velles, 25.04.2021, 09:34 Uhr 25.04.2021, 09:36 Uhr
    Hallo Gerald,

    ob da Ohrstöpsel dabei sind kann ich Dir nicht sagen, da ich die ja selbst nicht habe, sonden mein Sohn. Glaube aber eher nicht. Braucht man da ja auch nicht.

    Grüße

    Markus
  • LED_Light_Emilum, 25.04.2021, 21:17 Uhr
    Hallo Markus,

    yep, hab nachgesehen, da sind Ohrstöpsel dabei, aber nicht zum Hören, sondern zum Abschotten der Umgebung, also wahrscheinlich so "oropax", da die Kopfhörer die Musik ja direkt über die Knochen transportieren, so kann der Gehörgang verschlossen werden.

    Thx, Grüße Gerald
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Kette schlägt aus bei hoher Geschwindigkeit

  • RalfF, 06.04.2021, 09:19 Uhr
    Hi, bei Abfahrten ab ca 50 kmH fängt die Kette an und schlägt wild hoch und runter. Den Freilauf habe ich neu gemacht, daran hängt es aber wohl nicht. Kann es an einer verschlissenen Kette liegen? Oder gehen Eure Überlegungen in Richtung Lager...???

    Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe

    Rad ist ein Canyon Endurance Al 8.0 mit ca. 6.000 km
  • Jan, 06.04.2021, 09:23 Uhr 06.04.2021, 09:25 Uhr
    Ich hätte auch als erstes an den Freilauf gedacht.

    Bei mir lag das mal an einer angebrochenen Kettenstrebe, war aber Carbon. Denke nicht, dass das bei Alu möglich ist.
    Schöne Grüße, Jan
  • Gast, 06.04.2021, 10:58 Uhr
    Ich hatte auch mal ein solches Problem,da lags an der Rückholfeder des hinteren Schaltwerks , d.h. das Schaltwerk fing zum "schlackern" an und damit sprang die Kette hoch und runter.Vielleicht hilft es,mal einen guten Schuß WD40 ("viel hilft viel") auf und in das Schaltwerk zu sprühen,damit alles wieder gängig wird (es kann sich ja auch nur Dreck reingezogen haben).

    Ev. haken auch die Schaltröllchen.WD40!
  • RalfF, 06.04.2021, 14:53 Uhr
    Super, vielen Dank schon mal für Eure Antworten. WD 40 wird probiert....??
  • Uwe, 06.04.2021, 16:03 Uhr auf RalfF
    Hallo Ralf!

    Ich nehme einfach mal an, dass das Problem nicht beim Rollen auftritt, sondern wenn du trittst? Da kann es auch sein, dass die Kette etwas zu lang ist und keine Spannung hat. Du hast aber vorne 2 Kettenblätter? Bei nur einem Kettenblatt wäre der längste Gang auch gleichzeitig der mit der geringsten Kettenspannung ever. Das mit der Spannung kannst einfach prüfen: Einmal auf klein-klein schalten und sehen, dass die Schaltröllchen nicht auflaufen. Wenn doch, ist die Kette zu lang. Aber unbedingt auch die Gegenprobe machen und auf groß-groß schalten und sehen, dass es sauber funktioniert. Wenn die Kette nämlich zu kurz ist, kracht es dann. Erst an deinem Rad und dann beim Schrauber im Klingelkasten. Deshalb kontrolliert man so etwas zuhause im Stand auf dem Montageständer oder so.

    Ansonsten wie meine Vorredner mal den Antrieb ordentlich sauber machen. WD40 ist meines Wissens zum Reinigen gut geeignet, ist aber kein Schmiermittel! Du solltest also die beweglichen Stellen nachher auch wieder entsprechend schmieren.

    Viel Erfolg und viele Grüße, Uwe
  • Gast, 06.04.2021, 16:14 Uhr 06.04.2021, 16:19 Uhr auf Uwe
    Aber hallo , Uwe,mit WD 40 bring ich jeden Tag meinen Dacia wieder zum laufen ;-)

    Ich wette,die Probleme des Kollegen sind irgendwo im Schaltwerk angesiedelt. Ich hätte allerdings noch vor dem Schaltwerk auf einen defekten (festgefressene Sperrklinken) oder zumindest stark verschmutzten Freilauf getippt - aber der soll ja neu sein.

    @RalfF : gib zu gegebener Zeit kurzes feedback , wenn Problem beseitigt

    Gruß an alle Günter
  • RalfF, 06.04.2021, 16:22 Uhr
    Vielen Dank für die Hilfe.
    Berichte Euch wenn ich den Defekt gefunden habe.
    @uwe: das Problem tritt nicht beim Treten auf, sondern wenn ich es laufen lasse bergab (deutet schon alles auf Freilauf hin, aber der ist max halbes Jahr alt)
  • Gast, 06.04.2021, 16:30 Uhr auf RalfF
    Dann löse mal den Konus und gib etwas Öl in den Freilauf rein,d.h. in den Bereich der Sperrklinken.Aber hier nicht zuviel,sonst kanns bei Überschmierung passieren,daß die Sperrklinken leer durchgehen und dann gute Nacht - schieben oder Taxi ist angesagt.
  • Uwe, 06.04.2021, 16:33 Uhr auf RalfF
    Oh, also deutlich anders als meinerseits vermutet.

    Leichtes Schlackern durch Fahrbahnunebenheiten wäre auch noch normal und wenn die Resonanzfrequenz des Systems gerade bei 50 km/h erreicht ist, kann es sogar sein, dass es bei schnellerer Fahrt wieder weniger wird.

    Du kannst mal vorsichtig (!!!) bei der entsprechenden Geschwindigkeit langsam etwas rückwärts treten, ob der Freilauf die Kette freigibt, oder ob er dann hängt. Er darf bei gar keiner Geschwindigkeit hängen bleiben!

    Viele Grüße, Uwe
  • RalfF, 07.04.2021, 09:47 Uhr
    Moin. Wollte jetzt mal nach den Röllchen, der Feder usw gucken da fiel auf, wenn ich ganz langsam die Pedale rückwärts bewege, läuft das Rad mit. Ist doch meines Erachtens der Freilauf?.
    ich warte jetzt bis die bestellte Kette kommt, dann nehme ich das alles noch mal auseinander. Vielleicht fehlt eine leichte Schmierung im Freilauf.
    VG
  • Gast, 07.04.2021, 10:09 Uhr auf RalfF
    Ja,wenn Du das so beschreibst,liegts am Freilauf,d.h. die Sperrklinken lösen nicht.Ev. hat sich - wenn Du im Winter durchgefahren bist - Dreck/Matsch in die Sperrklinken reingezogen.Wenn dann Ölen der Sperrklinken auch nichts hilft, muß ein neues Rad her (gute Ausrede bei dem/der FinanzchefIn) ;-)
  • Uwe, 07.04.2021, 16:23 Uhr auf RalfF
    Hallo Ralf!

    Ein ganz klein wenig läuft das Rad normal fast immer mit, aber wirklich nur geringfügig. Wenn es mehr ist, dann sollte mal der Freilauf näher betrachtet werden. Wenn du nicht weißt, wie du ihn runter bekommst, musst du mal das Netz bemühen, denn da sind die Hersteller / Modelle sehr unterschiedlich aufgebaut. Bei DT Swiss kanst du ihn einfach von Hand abnehmen ohne großes Theater, bei anderen wiederum musst du einigermaßen basteln.

    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 07.04.2021, 16:33 Uhr auf Uwe
    .....am Ende haben sie dem Kollegen ein Fixie mit starrer Nabe untergejubelt ;-)
  • Uwe, 07.04.2021, 16:37 Uhr auf 0
    Man muss heutzutage schon nehmen, was man bekommt. Fixie, Klapprad, Kinderrad... Hör dich mal hier im Forum um, was die Leute da so fahren ;-)
  • Gast, 07.04.2021, 16:39 Uhr auf Uwe
    ...vor allem die Briten unter uns . Die spinnen doch,die Briten ;-)

    To whom it may concern
  • Uwe, 07.04.2021, 16:41 Uhr auf 0
    ...die fahren auch auf der falschen Seite...
  • kletterkünstler, 07.04.2021, 17:06 Uhr auf Uwe
    bei DT Swiss geht er auch einfach mal ab, ohne dass man es will ;-) Aber Mavic ist auch keine Lösung... da darf man ihn monatlich pflegen.
  • Uwe, 07.04.2021, 17:42 Uhr auf kletterkünstler
    Nicht falsch verstehen, das war meinerseits keine Werbung für DT Swiss. Ich habe an einem Bock einen günstigen Radsatz von denen und mag sie gar nicht. Das ist quasi Industriemüll. Dagegen habe ich einen alten Satz Fulcrum R7 gehabt, wo ich den Freilauf nach 30000 km kaputt gemacht habe, weil ich den Verschlussring für die Kassette schief angesetzt habe und damit das Gewinde gecrasht habe. Dann habe ich zum ersten Mal den Freilauf runter genommen. Also 30000 km ohne Pflege. Ich wollte nur sagen, dass es bei den verschiedenen Fabrikaten auch sehr verschiedene Fummelei ist. Von "fällt schon mal von selbst ab" bis "Laboraufgabe".
  • kletterkünstler, 07.04.2021, 19:30 Uhr auf Uwe
    Nönö, keine Sorge. Als mir das geschilderte passiert ist, hab ich hier auch um Hilfe gebeten. Damals wollte ich nur die Kassette lösen und hatte sie plötzlich samt Freilaufkörper in der Hand, nur bekam ich den nicht von der Kassette los. Bin aber mit meinen günstigen LR von DT Swiss zufrieden. Das Hinterrad der teureren der beiden Sätze wies letzten Sommer zwei Risse in der Felge auf, wurde, obwohl die Garantie kurz zuvor abgelaufen war, auf Kulanz ersetzt.

    Teuer ist nicht immer besser, das musste ich ich den letzten 1-2 Jahren bei meinen Reifen feststellen. War jahrelang mit den Conti 5000 bzw. den Vorgängern zufrieden, im letzten Jahr aber hab ich 8 Reifen o. so verbraucht. Einer hielt 1-2 Wochen. Ich fahre nun wirklich nicht viel Schotter, asphaltierte Feldwege klar, die sind schonmal verdreckt, bin ich aber auch früher gefahren, trotzdem ständig große Risse, die eine Weiternutzung nicht möglich machen.
    Samstag bin ich hundert Meter weit gekommen, dann hat sich der Vorderreifen mit großem Krach verabschiedet. An der Flanke bestimmt 10 cm lang zerfetzt.

    Jetzt hab ich mir Schwalbe für 29 (original 39€) bestellt. Mal sehen, ob die besser sind.
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Schaltprobleme nach Zugwechsel

  • kletterkünstler, 27.03.2021, 11:03 Uhr
    Moin,

    mir ist der linke Schaltzug gerissen. Nach einigem Gefummel hat der Wechsel geklappt, doch sprang die Kette zunächst nur mit äußerster Mühe aufs große Blatt, unter Gewaltanwendung und zigmaligem festem Drücken des Hebels. Lag es an der Spannung? An der Einstellschraube am Rahmen hab ich nix geändert.
    Um dann wenigstens mit dem kleinen Blatt fahren zu können, erstmal den Zug hinten gekappt, das Endstück total ausgefranst, sodass keine Möglichkeit besteht, eine Endkappe draufzusetzen. Zug hängt seitdem wieder ziemlich durch, Einstellschraube oben am Unterrohr hängt locker raus, Schaltung tut natürlich nix mehr, fahren ging natürlich, wie geplant halt erstmal nur mit dem kleinen.

    Ich nehme an, ich muss jetzt nochmal einen neuen Zug einfädeln? In welchem Gang sollte dies geschehen? Vorne groß, hinten klein? Hatte vorne kleines Blatt, hinten größtes Ritzel eingestellt.

    In einem Onlinevideo wurde gesagt, man müsse den Bremszug lösen. Das erschließt sich mir nicht, ich möchte ja nur den Schaltzug wechseln.

    Grüße
    Marcel
  • lowrider, 27.03.2021, 12:06 Uhr
    Hallo Marcel,

    da hast du ja einen schönen Verhau verursacht.
    Als Erstes: Bis du absolut sicher, dass alle Teilchen des alten Schaltzugs aus dem STI draußen sind? Der 2. Satz klingt nicht danach. Also alles nochmal raus und ALLE Zugteile suchen/entfernen. Die Mechanik muß in beide Richtungen leichtgängig sein.
    Die Außenhülle muß an allen Enden sauber abgelängt und mit entsprechender Endkappe versehen sein. Sonst wird das nichts. Erst dann kann der Zug wieder rein, vorher Stellschrauben ganz rein drehen und STI sowie Umwerfer auf's kleine KB schalteten. Denn Zug gut straff ziehen und klemmen, auf's große KB schalten und falls sich etwas setzt Zug dann nochmal nachspannen. Erst dann macht es Sinn die Zugspannung zu justieren.

    Viele Grüße, Oliver
  • Uwe, 27.03.2021, 12:09 Uhr
    Hallo Marcel!

    Ich kenne jetzt nur die Bauweise von Shimano STI. Je nach Modell ist es ein unseliges Gefummel, den neuen Zug vorne durch den Hebel zu bekommen und dann geht es auch nur, wenn keine Reste des alten Zuges mehr im Hebel in der Führung stecken. Sowohl am Umwerfer (linker Hebel) als auch am Schaltwerk (rechter Hebel) wird der Zug auf dem jeweils kleinsten Zahnrad bzw. in der entsprechenden entspannten Schalthebenlstellung eingebaut. Die Schalthebelstellung bekommst du, wenn du den neuen Zug schon drin hast ohne ihn am fernen Ende angeschraubt zu haben. Du ziehst den Zug von Hand stramm und schaltest herunter bis nichts mehr kommt. Dann legst du den Schaltzug am Schaltwerk / Umwerfer handstramm in die Klemmung. Du hast aber vorher alle Zugeinsteller ungefähr auf Mittenstellung, damit du nachher noch in beiden Richtungen Luft zur Justage hast. Je nach Zugverlegung im Rahmen (modern) oder außen (einfachere Handhabung) musst du bei der ganzen Einfädelei natürlich aufpassen, dass du den Zug auch sauber verlegst und nicht mit anderen Zügen über Kreuz hast.

    Auf gar keinen Fall die Endanschläge des Schaltwerks / Umwerfers (die Schrauben mit H und L) verändern. Die haben mit der Einstellung der Schaltpunkte rein gar niemals nie nichts etwas zu tun. Auch die B-Schraube am hinteren Schaltwerk hat nichts damit zu tun. Sie verändert den Umschlingungswinkel und die Vorspannung des Schaltwerks und wird entweder genau einmal im Leben oder beim Einbau exotischer Übersetzungen eingestellt.

    Die Schaltzüge sollte man je nach Einsatz des Rades (Winter, Salz, Dreck, Regen) einmal im Jahr oder auch alle zwei Jahre erneuern. Alle dann und wann mal lasse ich das ganze Zugwerk mit Hüllen usw. tauschen.

    Wenn du die neuen Schaltzüge drin hast, kannst du am einfachsten auf dem Montageständer mehrmals die Schaltung rauf und runter schalten und dabei kontrollieren, ob sie sauber läuft bzw. die Schaltpunkte sauber einstellen, indem du am hinteren Schaltwerk an der Zughüllenverstellung entsprechend drehst oder auch falls vorhanden am Unterrohr an den Anschlägen die Einsteller betätigst. Vielleicht hast du auch Einsteller vorne in der Kurve der Züge. Am Umwerfer hast du vermutlich keine Einstellmöglichkeiten oder maximal nur einen Einsteller in der Kurve des Zuges. Wenn da gar keine Möglichkeiten sind, musst du nur den Zug in der entspannten Stellung sauber stramm festschrauben. Dann sollte der Rest passen.

    Woher der Tipp kommt, die Bremszüge zu lösen ist mir nicht erschlossen und ergeben für mich nicht viel Sinn. Du kannst ja von mir aus die Bremskörper öffnen (den Hebel auf "Radwechsel" stellen).

    Wenn du Campa oder Sram hast, mag alles anders aussehen...

    Viele Grüße und viel Erfolg, Uwe
  • kletterkünstler, 07.04.2021, 02:43 Uhr 07.04.2021, 02:43 Uhr auf Uwe
    Hallo Uwe und Oliver,

    bevor Günther noch meckert, geb ich noch schnell verspätet eine Rückmeldung. Erstmal vielen Dank natürlich für eure Lösungansätze!

    Zusammen mit meinem Schwiegervater haben wir es dann noch am Tag der Fragestellung hinbekommen. Zug nochmal am Umwerfer gelöst und während des Festziehens hat er den Umwerfer Richtung großes Blatt gedrückt. Dazu noch WD40 in den Griff und an den Umwerfer. Anschließend wechselte die Kette problemlos aufs große Blatt, nur schleift sie jetzt auf den größeren Ritzeln innen am Leitblech. Vermutlich den Umwerfer etwas zu weit nach außen gedrückt? Traue mich allerdings nicht mehr ran. Das zerfranste Ende des Schaltzugs haben wir provisorisch getaped.

    Nächsten Montag geht das Rad hoffentlich in Inspektion, dann können sie den Zug gerne nochmal wechseln, Umwerferstellung wieder korrigieren etc.

    Schlaflose Grüße
  • Uwe, 07.04.2021, 16:28 Uhr auf kletterkünstler
    Hallo Marcel!

    Der Günter meckert nicht. Er spricht nur manchmal das aus, was andere denken, aber zu feige sind, es zu sagen ;-)

    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 07.04.2021, 16:35 Uhr auf Uwe
    .....und dafür steck ich oft auch aus gewissen Ecken Prügel ein und ihr feixt immer alle dabei ;-)
  • Uwe, 07.04.2021, 16:39 Uhr auf 0
    Wir lachen uns kaputt, dass wir mal wieder rechtzeitig den Schwanz eingezogen haben ;-)

    Übrigens ist es auch einfach, aus der sicheren Entfernung zuzusehen, wenn jemand ins Fettnäpfchen latscht ohne dass man selbst vollgesifft wird.
  • Gast, 07.04.2021, 16:42 Uhr auf Uwe
    Nach fast 40 Jahren in meinem Job kann mich eh keiner mehr anpinkeln - ich bin schon naß
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3 Fach na klar - alles andere bringt nix

  • Logisch, 29.03.2021, 09:54 Uhr
    Ola

    Bevor jemand denkt man mag nicht radeln , im mediumdistanz triathlon gabs mal ne 2h10min auf 90km. Also es ist genug power da. Nun nerve ich mich tödlich über die marketing und männlichkeits scheisse. Ich hatte ein 3fach (gestohlen) mit hinten selbstmontiertem 32ritzel und vorne 30. Somit konnte mit hoher Kadenz und auch mal grundlage 200watt schöne bergtouren vollbracht werden. Auf dem flachen wird immer die kadenz gepredigt im berg muss man ein nann sein und leiden. Aber ich möchte mal 6h fahren und danach die beine entspannt haben. 34 kompakt zu 32 ist imnernoch chancenlos 30 zu 32. Bei 10kmh im 10.5% pass was hier zu tausenden in den alpen tum steht ist ne 34 zu 30 eine 60er kadenz. Heisst zum optimum 90 50% mehr kraft , watt gleich aber eben schweres treten. Deshalb für grundlagen tage fahre ich mein bike mit slicks dann fahre ich mit 80 90er kadenzen die berge hoch. Lance fuhr auch mit 90er kadenzen berg hoch , wobei 400 watt braucht halt keine kleine übersetzung....mit 18kmh am berg.
  • Jan, 29.03.2021, 11:12 Uhr
    Hallogisch,

    früher war alles besser!

    Aber immerhin ist 34:34 heute Standard, und das kommt immerhin bis auf 7 % an deine Wunschübersetzung dran.

    Dreifach gibts denke ich gar nicht mehr am Rennrad, oder?

    Herzlichen Gruß, Jan
  • Logisch, 29.03.2021, 11:25 Uhr
    34 34 könnte man leben !! Da muss ich nochmals über bücher....das passt...
  • Gast, 29.03.2021, 19:44 Uhr auf Jan
    Jan , Du wirst doch letzte Woche auf der La Isla Covida nicht 34 : 34 angeschmissen haben ? Da komme selbst ich alte Mähre bis auf ein paar Ausnahmen mit 36 : 29 hin ;-)

    Gruß aus Bunyola (habe mich trotz anfänglicher Vorbehalte doch hinfliegen getraut)

    Günter
  • Uwe, 29.03.2021, 20:59 Uhr auf Logisch
    Hallo!

    Einmal abgesehen davon, dass deine Anwendung nicht deckungsgleich mit meinen Anwendungen ist, aber es gibt auch von Shimano die GRX-Gruppe(n), die aber eher für Crosser / Graveller gedacht ist. Da hast du bei 2-fach vorne je nach Ausführung 30/46 oder irgendwas mit 31/48 oder ähnlich. Hinten können die Schaltwerke allemal 36 (ob es die Zahnkränze auch von Shimano gibt oder nur von Sram, müsste ich nachsehen, passt aber beides). Da bist du am Berg recht gut aufgestellt. Nachteil der Geschichte ist aber, dass du vermutlich in der Ebene beim Rennen auch noch die langen Gänge haben musst, die hier nicht verfügbar sind. Bei der GRX ist bei 48/11 Ende der Fahnenstange. Die GRX gibt es in verschiedenen Linien, wobei die 800er auf Ultegra-Niveau ist.

    Und wie Jan schon schreibt, ist 34/34 ohnehin quasi Standard, so könntest du da auch hinten ein 36er fahren (evtl. nur bei Sram verfügbar, passt aber bei Shimano). Die aktuellen Rennrad-Schaltwerke von Shimano machen in der GS-Version (mittellang, fälschlich als lang bezeichnet) auf jeden Fall 36 Zähne problemlos, ob sogar 40er gehen würde, habe ich keine Erfahrung. Vermutlich steckst du im Rennen ohnehin einen anderen Kranz drauf, der zum Streckenprofil passt und wo du nicht so große Abstufungen hast.

    Viele Grüße, Uwe (bin kein Sportler)
  • Logisch, 29.03.2021, 21:14 Uhr
    Hui ich habe mir heute eine schaltaugeverlängerung gekauft (campa ging nur bis 30 hinten) und dann habe ich probenweise mein bike ritzel montiert. Wunderschön 39 / 38 jetzt dass passt ist ja fast 34 34. Frau hat eben ein spezielles airstreem old scool mit 39 30. Mehr als 30 geht nid wegen wechsler. Stelle mir vor ich verbaue bei mir die schaltaugeverlängerung und habe vorne 34 und dann hinten 40 weil ich langen 105 shimano installiert habe. Dann bin ich a la 30 vorne und 32 hinten loker sogar besser als mein gestohlenes tripel principa. Danke für info....mit 43 jahren fahre ich immer noch wie früher am halbironman mit über 300 watt , aber die kadenz muss passen. ??
  • Gast, 29.03.2021, 21:36 Uhr auf Logisch
    Ein Geheimtip für Bergübersetzungs Afficionados abseits des Mainstreams : https://radplan-delta.de/antriebe/antriebe.html#blaetter74 . Auf dieser Seite könnte ich stundenlang schmökern.

    Der Betreiber blickt wirklich durch und hat selbst für ausgefallenste Vorstellungen eine passende Lösung.
  • Logisch, 29.03.2021, 21:54 Uhr
    Jaa die schweiz hat noch en problem ? mann möchte ne schöne see tour machen mit hügelchen dazwischen oder quer durch emmenthal. Dann hats gute strassen zum rollen und plötzlich kommen 600hm mit 10% im schnitt , sprich 12% rampen und da wären 34 34 aso eine 1:1 schön. Oder eben früher 30 30 ....
  • Logisch, 29.03.2021, 22:02 Uhr
    Danke cinelli09 voll genial !!! Mein nextes rad baue ich so. Morgen bei meinem scott mit 34 vorne und hinte 32 (knapp) hole ich die schaltauge verlängerung und dann 12-36 kranz drauf. 2022 baue ich mir dann ein radel mit deinem geheimtipp. Weil möchte auch z.b grosse scheidegg mit 15% rampen angenehm fahren und gleichzeitig , dann am see entlag schnellfahren. Drum bike macht nur bedingt sinn ?
  • alltagsfahrer, 29.03.2021, 22:55 Uhr
    Hallo,

    Also SRAM ist etwas anders zum schalten, aber man gewöhnt sich auch daran. Ebenso, wie das MTB und die Alltagsräder rechts umgekehrt schlalten. Auch daran hat man sich nach ein paar Minuten gewöhnt.

    Aber ja, früher war wirklich alles besser:

    Es gab 52/42 vorne und hinter so um die 12/26 hinten. Dazu Wäscheleinen, und Rahmenschalthebel. Wenn man Glück hatte, dann hatten die schon eine Rasterung. Ausserdem gab es noch die Riemenpedale. von denen weiss jeder, dass man den Riemen unter dem Pedaldrehen muss, aber keiner weiss warum und macht es deswegen nicht. Es gab auch nur Rahmenpumpen und nicht mehr als einen Bidon. Einen zweiten Bidon musste man selber anpflanzen. die Bidons waren noch überschaubar mit einem halben Liter. Iso gab es noch nicht und auf eienr grösseren Tour musste man mindestens zwei Schläuche dabei haben. Manchmal auch noch einen Reifen.

    Ausser man begleitet zwei herzliche Bewohner aus der Stadt Berlin auf die Rigi und merkt, dass man keine Ahnung hat, wie alt eigentlich die Schläuche sind. Dann nicht sparen und einfach alles, was nach Schaluch ausschaut mitnehmen.

    Ersatzschlauch war ja schon die Luxuswariante von neuartigen spinnern. Echte Helden hatten das Flickzeugs in der Satteltasche. Was aber bei Regen und in der Kälte nicht so super gefunktioniert hat. ja und da waren noch die Lichter fürs Velo: Brenndauer war gerade mal zwei Stunden mit einer Unmenge an Batterien. Das dazugehörende Licht war so spärlich und einzeln, dass es Angst hatte im Dunkeln aus der Lampe zu treten. (Die heutigen LEDs sind dagegen die reinsten Supernovas und manch ein Spatziergänger sieht sich dem Weltuntergang nahe )

    Oh nicht zu vergessen Bremen : Die hatten etwas mehr Kraft, als ein heftiges ausatmen bewirkt hatte. na gut, im Trockenen waren sie minim besser, als die Klotzbremsen. Die Wolltrikotzeit habe ich nicht mehr erlebt. Das muss dann doch noch eine weitere Geschichte gewesen sein.

    Ja, früher war alles besser: man hatte ein Rad und nicht deren - Dazu auch nur einen Laufradsatz. Man hat halt das genommen, was der Händler da hatte. Und der Händler hatte immer etwas passendes.

    heute ist es viel zu kompliziert - So etwa beim Händler:

    "ja, du bekommst Dein Velo im - - August"

    "August ist zwar schon etwas später im Jahr, aber ist ok"

    "August 2023 !"

    viele Grüsse aus Zug,

    Fritz
  • AP, 30.03.2021, 10:53 Uhr auf 0
    Sehe gerade, auf Malle gibts ein Testcenter am Flughafen. Kannst du vielleicht Erfahrungsbericht bei Rückflug durchgeben? Oder bleibst du solange, bis die Testpflicht wieder ausgesetzt wird?

    Andererseits, wenn auf Malle erst mal die brasilianische Killervariante P2 (manche werden sich an die Freimaurer erinnern) grassiert (eingeschleppt möglicherweise über Berlin), kommt man von der Insel sowieso nicht mehr weg.
  • Jan, 30.03.2021, 11:32 Uhr auf 0
    Ach nee, Günter!

    Das gibt's doch nicht! Jetzt fliegst du auf die Insel, wenn wir wieder weg sind. Und das soll ich dir glauben? Du sitzt doch in deinem Covid-Abschirmbunker 7 Stockwerke unter der Erde und mimst den Donald Tusk.

    Ansonsten bitte ein Livebild mit aktueller Tageszeitung vor den Kehren von Sa Calobra!

    Es ist herrlich leer auf der Insel, eine once-in-a-lifetime-Erfahrung.

    Herzliche Grüße, Jan
  • Gast, 30.03.2021, 14:25 Uhr 30.03.2021, 20:00 Uhr auf Jan
    Noch nicht aufm Rad gesessen,Wohnung muß hergerichtet werden,völlig versifft,da sind welche "ohne Schlüssel" rein und haben da einige Zeit gehaust.Und die Security dachte,seien legale Ferienwohnungsmieter.......

    Testcenter interessieren mich nicht,bin privat her und fliege privat wieder zurück.Die erklecklichen Erlöse aus den Impfstoffdeals mit meinen hochrangigen CSU Spezln machen`s möglich ;-)

    Bleibe hier,bis zuhause der Söder die nigerianische Mudande ausruft

    Saludos Amigos !

    P.S. Zu euer aller Beruhigung https://www.mallorcamagazin.com/nachrichten/lokales/2021/03/29/89071/punktlich-ostern-wird-auf-mallorca-das-wetter-schlechter.html

    Nur die QDler sind von der Wettermuse geküsst (gewesen) ;-)
  • Gast, 30.03.2021, 20:06 Uhr auf AP
  • Jan, 31.03.2021, 09:05 Uhr 31.03.2021, 09:07 Uhr auf 0
    Bei uns war's die ersten Tage richtig kalt (konnten aber alles fahren, was wir wollten). Von daher jetzt mal nicht mimimi, rauf aufs Rad und die Tramuntana unsicher machen.

    Herzliche Grüße nach Bunyola!

    Jan
  • Gast, 01.04.2021, 09:58 Uhr auf Jan
    .....und das Leben ist eine Hure . Jetzt , wo ich auf Malle sitze , teilt mir unser grandioses Impfmanagement wg. Änderung der Priorisierung am kommenden Montag einen Impftermin zu.Aber wer weiß wozu es gut ist,eventuell ist es besser am Montag hier 120km aufm Rad zu sitzen als sich dahoam mit Astrazeneca vollpumpen zu lassen ;-)

    Gruß von der Costa Corona.Aufm Balkon gerade schon > 30 Grad

    Günter
  • AP, 01.04.2021, 10:44 Uhr auf 0
    Wir hatten gestern hier auch 26 Grad, mit deinem Balkon kannst du (noch) niemand neidisch machen....
  • Gast, 01.04.2021, 11:36 Uhr auf AP
    Wer zuletzt lacht ......

    ""Am Dienstag möglicherweise Wintereinbruch! Im südlichen Bayern und am Alpenrand Wolken mit Schneefall. Größere Mengen könnten im Gebirgsinneren fallen. Lebhafter bis starker Nordwind frischt auf. Kalt bei maximal minus 2 bis plus 2 Grad.""

    Momentan eh nur Wohnung frisch rausmalern angesagt,also Wetter wurscht :-(
  • Gast, 01.04.2021, 13:30 Uhr auf AP
    Wenn ich die Lage seriös einschätze , bist Du doch kommende Woche eh in Catalunya - wenn nicht schon dort mit den 26 Grad ;-)
  • AP, 01.04.2021, 18:25 Uhr auf 0
    Also in Pandemiezeiten möchte ich nicht mit schlechtem Beispiel vorangehen. Ostern werde ich in den eigenen vier Wänden verbringen!
  • Gast, 01.04.2021, 20:13 Uhr 01.04.2021, 20:13 Uhr auf AP
    ...kein Problem und vorbildlich,wenn man auch out of Barcelona seine eigenen 4 Wände hat ;-)
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Shimano Ultegra 3-fach Schalt-/Bremshebel gesucht – auch ge

  • VenzlG, 20.03.2021, 12:30 Uhr
    Suche seit Monaten verzweifelt Shimano Ultegra ST-6703 Schalt-/Bremshebel links (dreifach). Der Schalthebel blockiert und ist nur noch auf dem großen Blatt fahrbar. Das ist auf Dauer etwas strapaziös! Hat jemand vielelicht ein gebrauchtes Exemplar von einem havarierten oder ausrangierten Rad? Herzlichen Dank auch für Tips und Hinweise. Gerd Venzl
  • Uwe, 20.03.2021, 17:14 Uhr
    Hallo Gerd!

    Vielleicht musst du deine Suche auch auf die einfacheren Gruppen ausweiten, auch wenn es dann blöd aussieht. Dreifach ist leider inzwischen einigermaßen vom Markt runter. Und auch sonst wird die Lieferbarkeit von Teilen immer schwieriger.

    Als Übergangslösung kannst du vielleicht die Schaltung auf dem mittleren Blatt fixieren. Bei Flachstrecken kommt ja damit auch fast aus und hügelig geht besser als auf dem großen Blatt. Bergab wird halt langweilig, aber das kann ja auch mal egal sein.

    Bei mir liegt nichts herum, was ich dir anbieten kann, da ich mein Zeug selbst zugrunde richte ;-)

    Und wenn du gar nichts bekommst, wäre ein Umbau auf Kompakt (2-fach) ein Lösungsansatz? Die Bandbreite einer Dreifachkurbel kannst du mit den enntsprechenden Zahnkränzen ausgleichen, man muss sich nur etwas daran gwöhnen, dass man eventuell größere Gangsprünge hat. Ist aber dann auch schon ein Kostenfaktor, da etliche Teile neu beschafft werden müssen.

    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 20.03.2021, 20:38 Uhr 20.03.2021, 20:42 Uhr
    Wenns gar nicht anders geht,normalen Bremshebel links montieren - oder den bestehenden lassen,wenn er als Bremshebel noch funktioniert - und für den Umwerfer einen old school Rahmenschalthebel montieren,sofern eine Anbringungsmöglichkeit besteht.Gibts aber - googeln- ein paar Adapterlösungen,ev. mit Schelle.Das ist die Billiglösung - Rahmenschalthebel müßte ich noch rumliegen haben,Campa und Shimano.

    Das war ja im übrigen die Lance Armstrong Konstruktion bei reinen Bergetappen (aus Gewichtsgründen) - und was der konnte ;-)

    Da Du aus München bist : frag bei denen mal nach (alle Filialen einzeln abfragen) https://www.rabe-bike.de/de/ , die haben oft noch sowas als ausgebaute Teile von verkauften Rädern rumliegen und helfen grundsätzlich gerne weiter.Inhaber ist ein Freund von mir,ev. könnte ich auch helfen.
  • VenzlG, 25.03.2021, 18:15 Uhr auf Uwe
    Danke Uwe. Ich habe herausgefunden, dass der 3-fach Schalthebel der einfacheren 105-er Gruppe verwendet werden kann, diesen bei Bike-Discount bestellt und innerhalb von 2 Tagen erhalten. Er wird gerade eingebaut und ich hoffe, dass das Problem damit gelöst ist. Herzliche Grüße, Gerd
  • VenzlG, 25.03.2021, 18:21 Uhr auf 0
    Hi Cinelli09, der Hinweis auf Rabe-Bike war goldrichtig: Sie hatten zwar keine geeigneten ausgebauten Teile für mich, dafür den Tip, dass der 3-fach Schalhebel der 105-er Gruppe auch zur Ultegra passe und dieser bei Bike-Discount erhältlich sei. Innerhalb von 2 Tagen hatte ich das Teil. Das rettet meine Frühlingssaison, denn selbst ein Neurad zu bekommen ist im Moment eine echte Challenge. Vielen Dank und herzliche Grüße, Gerd
  • Gast, 25.03.2021, 20:11 Uhr auf VenzlG
    Na dann,super.Hamma zwar etwas Werbung für den RABE gemacht - haben die gar nicht nötig,da der Laden brummt - aber entscheidend ist doch immer was hinten rauskommt.

    Grüße Günter
  • Uwe, 25.03.2021, 21:44 Uhr auf VenzlG
    Dann mal herzlichen Glückwunsch ;-)

    Ein neues Rad bekommst du je nach Größe im Moment wirklich nicht.

    Herzliche Grüße, Uwe
  • Gast, 25.03.2021, 21:49 Uhr 25.03.2021, 21:58 Uhr auf Uwe
    Ach was,mit dem nötigen Kleingeld kriegst Du hier jetzt und gleich alles https://www.flarer.it/ Das Problem ist allerdings,daß man da momentan nicht hinkommt.....und versenden tun die nur ungern oder gar nicht.

    Nur die Container-Massenware aus China , da haperts halt - v.a. wegen der (fehlenden) Container

    Grüße Günter
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Bergübersetzung Shimano 3x10

  • stgl, 21.02.2021, 11:38 Uhr
    Hallo,

    Ich möchte mein altes Cube Agree mit einer Bergübersetzung ausrüsten. Momentan ist vorne 30/39/50 und hinten 10-fach 12/28 verbaut. Ich hatte das 30er Kettenblatt bereits durch ein 26er ersetzt, allerdings fiel mir hier immer die Kette in den Rahmen. Die Steighilfe am mittleren Kettenblatt drückt die Kette zu weit nach innen. Einen Kettenfänger kann ich am Rahmen nicht montieren. Welche Maximale Kasette könnte ich montieren? Das Schaltwerk hat einen langen Käfig mit 86mm.

    Danke für Eure Tipps!

    Gruß Stefan
  • Uwe, 21.02.2021, 12:20 Uhr
    Hallo Stefan!

    Ich fahre am älteren Rennrad Shimano 105 (Modell 5700) 3x10. Vorne habe ich mal ein 28er nachgerüstet, was in meinem Fall funktioniert. Kettenfänger habe ich vorne auch, kommt aber fast nie zum Einsatz. Hinten habe ich normal bis 27 Zähne, fahre aber in seltenen Fällen auch mal bis 30 Zähne. Das ist das absolute Limit für mein Schaltwerk. Außer an den ganz exotischen Steilwänden komme ich aber mit dem 27er aus. Am Crosser habe ich noch eine kürzere Untersetzung, aber das ist 2x11 mit anderen Bedingungen, die für dich nicht relevant sind.

    Beim Schaltwerk gibt es zwei Dinge, die dem ganzen ein Ende setzen: einmal die Kapazität (die ergibt sich aus der Länge des Käfigs) und zum anderen der Abstand der oberen Schaltrolle zur Achse (dadurch begrenzt sich das größte Ritzel unabhängig von der Kapazität). Normal ist bei den äteren Schaltwerken bei 28 oder 30 Zähnen Schluss.

    Viele Grüße, Uwe
  • alltagsfahrer, 21.02.2021, 13:35 Uhr
    Hallo Stefan,

    Entscheidend ist die Schaltkapazität, also wievile Zähne das Schaltwerk verkraften kann. Das musst Du nachschauen. Entweder auf dem Beiblatt oder auf der Shimanohomepage. Man rechnet die Schalkapazität wie folgt aus:

    Vorrne: Grosses Kettenblat - kleinstes Kettenblatt + hinten grösstes Ritzel - kleinstes Ritzel

    Bei dir sind das 50 - 30 + 28 - 12 = 20 + 16 = 36

    Was Du machen kannst sind zwei Alternativen: einen Rennradumwerfer mit grösserem Bereich montieren. Die Rennradumwerfer sind kompatibel, Geschaltet wird nämlich vorne an den STI und nicht hinten.

    Oder du verbaust einen 9Fach Schaltwerk aus dem MTB-Regal. Wichtig ist, dass es ein 9fach ist !! 10 und 11 fachMTB umwerfer in der MTB-Gruppe haben den doppelten Seilweg am Schaltkabel -> sind also NICHT kompatibel. Nur so als Idee: https://bike.shimano.com/de-DE/product/component/alivio-m4000/RD-M4000.html

    Obiges Schaltwerk hat eine Kapazität von 45 Zähnen. Damit würde auch noch eine 36 MTB Kassette funktionieren.

    Viele Grüsse aus Zug, Fritz
  • AP, 21.02.2021, 15:02 Uhr
    Nix für ungut, aber 30×28 soll keine Bergübersetzung sein? Welche Berge schweben dir denn vor?
  • artie_1970, 21.02.2021, 16:12 Uhr
    Servus Stefan,

    am Randonneur hatte ich eine Trekkingkurbel mit 26-36-48 laut Katalog, habe aber gleich ein 24er-Blatt montieren lassen. Damit schaltete sich von klein auf mittel erheblich schlechter, so dass ich nach einiger Zeit wieder auf das 26er-Blatt gegangen bin. Vorne werkelt ein 105er-Umwerfer, der fuer die Rennradkurbeln mit einem Sprung von 9 Zaehnen ausgelegt scheint: Die Stufe am Leitblech ragte fuer das 24er-Blatt nicht weit genug herunter, so dass die Kette sich nur unwillig die 12 Zaehne Differenz aufs 36er hieven liess. Damit bekaemst du 26/28 oder bestenfalls 26/30 mit einer 12-30er-Kassette z.B. aus der Tiagra-Gruppe hin.

    Du koenntest also auf eine guenstige Trekkingkurbel wechseln. Wenn du hinten staerker an der Kassette drehen willst, empfehle ich den Kauf eines 9-fach-MTB-Schaltwerks (!), dass mit 10-fach STIs noch zusammenspielt (10-fach-MTB hat geaenderte Seileinzuege und geht nicht mit STIs), siehe die Antwort von Fritz. Damit schaltet sich eine 11-34er-Kassette problemlos. Damit kaemst du auf 30/34.

    Auf https://www.cyclingabout.com/article-directory/ gibt es eine ganze Rubrik zum Thema "Low Gear Ratios".

    Tschoe!

    Axel
  • artie_1970, 21.02.2021, 16:12 Uhr auf AP
    Vielleicht die Alpe Fiasco? (-;
  • AP, 21.02.2021, 16:25 Uhr auf artie_1970
    Ok, ich gebe zu, daß diese Alpe ein totaler Blackout meinerseits war. Unentschuldbar.

    Dafür bin ich Spindlerpaß und Zoncolan mit 39er gefahren, das macht ja auch nicht jeder.....
  • stgl, 21.02.2021, 16:49 Uhr auf alltagsfahrer
    Hallo Fritz,

    danke für die ausführliche Antwort.

    9fach Mtb Schaltwerk und trotzdem 10fach Kassette?
  • artie_1970, 21.02.2021, 16:50 Uhr auf AP
    Meinen Respekt hast du. Wollte nur ein bisschen sticheln. Abgesehen davon, dass 33/30 mir fuer die Fuori gereicht hat, aber nicht fuer Buitonnaz.
  • Gast, 21.02.2021, 16:58 Uhr
    Mein Vorschlag,um das ewig leidige Thema "bergtaugliche Über-resp. Untersetzung" ein für allemal geschmeidig abzukürzen :

    https://www.bike24.de/p1347169.html
  • Uwe, 21.02.2021, 19:10 Uhr auf 0
    Kann man für das Geld nicht gleich ein Motorrad kaufen? Das macht wenigstens noch richtig Krach!
  • alltagsfahrer, 21.02.2021, 19:55 Uhr
    hallo Stefan,

    mehr Gänge hat man folgendermassen hingekriegt:

    Zum einen hat man einfach ein Kettenblatt mehr rangehängt. Wenn ich mich recht erinnere war 8fach noch breiter, als 7fach. Und ab 9 fach hat die Verbindungsglieder der Kette schmaler gemacht. Von 9 bis 11 fach ist die Innenweite der Kette identisch. ich müsste noch mals nachmessen, habe aber gemeint, dass selbst 7fach bis 11 fach die gleiche Innenweite der Kettenglieder hat. Man kann dann einfach die Kurbel entsprechend anpassen und hat mit den gleichen Kettenblätter eine andere Version. Bei der kassette ist es fast noch einfacher: man verbaut einfach dickere oder dünnere Spacer.

    Man hat dadurch bei 10fach die Milimeter gewonnen, die man braucht um bei gleichem Platz ein Kassettenblat mehr unterzubringen. Bei 11fach hat man eine halbe Breite mehr im Vergleich zu 9 und 10fach.

    Geschaltet wird in dem man am Schaltkabel zieht. Nun sind die Abstände gerastert, damit es sich leichter schalten lässt. 9 und 10 fach haben vom kleinsten bis zum grössten Gang 22mm Länge am Schaltzug. Dazu die gleiche Breite über die Kassette. In manchen Fällen geht 9fach MTB auch noch bis 11fach. Obwohl da noch 2 bis 3mm an Breite hinzukommen.

    Der Hauptunterschied von RR und MTB-Schaltwerk ist der Abstand vom oberen Führungsrädchen bis zum Kassettenblatt. Je grösser der Abstand, desto fauler schaltet die Kette. Je näher die Kette, desto schneller schaltet sie. MTB-Kassetten haben deshalb auch oft "Steighilfen" und lassen sich nicht an jeder Stelle der Kassette schalten.

    Viele Grüsse, aus Zug,

    Fritz
  • artie_1970, 21.02.2021, 20:24 Uhr auf Uwe
    Servus Uwe,

    bin ganz deiner Meinung, siehe

    https://bikeretrogrouch.blogspot.com/2013/11/that-bike-cost-how-much.html

    Tschoe!

    Axel
  • Gast, 21.02.2021, 20:30 Uhr auf artie_1970
    Ach Axel, mit dem S-Works McLaren Venge um 18.000$ kämst Du doch an Deinem Lieblingsspot Monaco vorm Casino richtig gut raus - besser als mit dem rosafarbenen Bentley . Und die Groupies kreischen ;-)
  • Ernst8953, 24.02.2021, 17:13 Uhr auf AP
    Ich habe Shimano 105 dreifach. Vorne ersetzte ich das 30er Blatt durch ein 24er. Ich brauchte allerdings ein Teil (weiss gar nicht mehr wie dies heisst) welches verhindert, dass die Kette beim Schalten herausfällt. Hinten habe ich als grösstes Kettenblatt 32. Damit fahre ich auch noch mit mehr als 70 Jahren Pässe mit einer Trttfrequenz um die 80. Auch am Mont Ventoux konnte ich noch mit ansehnlicher Trittfrequenz hochfahren. Bei vielen war dies nicht mehr der Fall. Je älter ich wurde desto kleiner die Uebersetzungen. Vielleicht geht dies auch AP so. Oder ist der auch schon so alt?

    Gruss

    Ernst
  • AP, 24.02.2021, 18:32 Uhr auf Ernst8953
    Nein, ist er nicht. Er würde aber auch mit 70 Jahren 30×28 prinzipiell als Bergübersetzung einschätzen. Ob es für ihn ausreichen wird, weiß er noch nicht bzw. weiß er nicht, ob er es jemals wissen wird.

    Gruß
  • el_zet, 24.02.2021, 19:47 Uhr auf Ernst8953
    Ich erinnere mich noch gerne daran, wie ich zu Pegasus-Zeiten auf untersetztem Rad die untersetzten Radfahrer auf übersetzten Rennrädern am Berg ganz entspannt überholt habe. Du hast schon recht mit dem Lob der kleinen Gänge.
  • Gast, 26.02.2021, 16:35 Uhr auf el_zet
    Mir kommen vor Rührung fast die Tränen - wir sind mal EINER Meinung.Auch ich bin glühender Verfechter kleiner Gänge,im Extremfall bei meinen beiden Bergrädern 24 zu 40 und 26 zu 41 - ohne Schamesröte . Sehnen,Gelenke und v.a. die Knie danken es beim älterwerden.

    Um aber nicht gleich zuviel Harmonie aufkommen zu lassen,empfehle ich -ganz anderes Thema- im Zshg. mit unserem Lieblings Streitthema mal diese Lektüre https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/corona-impfstoff-lasst-endlich-profis-ran-a-dc9bf381-574c-40f4-a03b-b0e7eba68cb7?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

    Du darfst natürlich wieder komplett konträrer Meinung sein ;-)

    Sportliche Grüße !
  • el_zet, 26.02.2021, 17:30 Uhr
    Ach, Thersites wieder.
  • Gast, 26.02.2021, 18:01 Uhr auf el_zet
    Genial,der Thersites Komplex ! Wußt ich`s doch , wo el_zet draufsteht ist el_zet drin. Jetzt hoffen wir mal,daß die geneigten QD Leser diese komplexen hochintellektuellen Zusammenhänge verstehen und Ilias nicht als eine griechische Urlaubsinsel verorten und Thersites für einen krätzigen Hautausschlag halten....
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Anima+

  • VeloWijchenNL, 17.02.2021, 11:14 Uhr 17.02.2021, 11:15 Uhr
    Ist jemand mit der TwoNav anima+ Software vertraut?

    Mein Problem ist, dass mein Steigungverlauf% auf dem Display nicht richtig funktioniert. Bei einer Abnahme von 3% kann die Anzeige eine Zunahme von 27% anzeigen. Der Prozentsatz wird durch eine Ziffer nach dem Dezimalpunkt angegeben. Ich möchte, dass das weg ist und nur die gesamten Prozentsätze sichtbar sind. Dann reagiert meine Anima + meiner Meinung nach viel weniger nervös.

    TwoNav kann mir nicht helfen, da es sich um "veraltete" Software handelt. Vielleicht ist jemand hier praktisch?



    Theo (Niederlande)
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Erfahrung mit Spikes oder spez. Winterreifen

  • Uwe, 11.01.2021, 17:58 Uhr
    Hallo!

    Hat jemand Erfahrung mit Spikesreifen oder speziellen Winterreifen auf dem Rad? Dass so etwas auf einem Rennrad gar nicht geht (wegen der Reifenbreite) ist mir schon klar, aber auf einem CX oder Gravelrad ist es ja durchaus möglich, Spikesreifen (diverse Hersteller) oder Winterreifen (gibt es z.B. von Conti oder Schwalbe) zu montieren. Meine Frage wäre, ob man mit Spikes auf gemischeten Straßenverhältnissen (Kombination Asphalt, Eis, Schnee, Kacke) sinnvoll fahren kann und welchen realen Vorteil einfache Winterreifen (ohne Spikes) gegenüber "normalen" Reifen auf Eis bringen. Einerseits möchte ich gerne durch den Winter etwas fahren und nicht bei jedem geringen Eisverdacht, wie auf rohen Eiern durch die Gegend eiern. Andererseits habe ich aber auch keine große Lust, Panzerketten aufzuziehen und Fahrgeräusche zu erzeugen, die die Bundeswehr in Stellung bringt.

    Letztendlich möchte ich fahren, aber nicht an jeder Ecke auf die "Fr...e" fliegen. Ende Gelände ist bei uns nur gelegentlich mal etwas Winter, aber die vielen asphaltierten Feldwege in der Umgebung sind gerne mal auf Dauer vereist. Und immer wieder auf die Straßen auszuweichen, habe ich keine Lust. Mein Revier gibt es durchaus her, auch Ü100 Touren fast ohne Straßenbenutzung zu fahren. Tiefschnee ist für mich eher kein Thema, da die Situation normal nicht stattfindet :-( Da könnte man ja auch mit ordentlichen Profilreifen fahren.

    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 11.01.2021, 18:43 Uhr
    Hallo Uwe,

    ich habe für Extremeinsätze (kürzlich Kühtai und Flüela) den https://www.bike-discount.de/de/kaufen/schwalbe-ice-spiker-pro-performance-402-spikes-29x2%2C25-drahtreifen-401774 aufm MTB.Wichtig (und teuer) sind die Wolfram-Spikes,die fahren sich nicht so schnell ab und sind ersetzbar.Die billigeren Modelle bekommen relativ schnell "Haarausfall".

    Ich persönlich kann die Spikes wirlich nur auf eisigen oder verschneiten (nicht tiefer Schnee,sondern "weißgeräumt") Straßen empfehlen,sonst ist das Blödsinn.Auf normalen harten Böden oder gar Asphalt tritt man "gegen die Wand" und macht die Dinger rasend schnell kaputt.

    Mit speziellen "Winterreifen" (also non-spikes) habe ich keine Erfahrungen.Bei Schneeverhältnissen (ohne Eisgefahr) fahr ich halt aufm MTB grobstolligere Reifen wie den Nobby Nic in 2.4 Zoll mit Druck weit unter 2 bar,das reicht völlig.

    Und speziell fürn Graveller hab ich leider weder Erfahrungen noch Empfehlungen.

    Grüße Günter
  • Uwe, 11.01.2021, 20:23 Uhr auf 0
    Hallo Günter!

    Danke erst mal für deine kompetente Antwort, was deinen eigenen Anwendungsbereich angeht. Deine Fahrten auf Kühtai und Flüela erfordern ganz klar solches Material.

    Außerdem danke ich dir, dass du meine Frage ernst genommen hast. Du hättest auch das "Recht" gehabt, meine Winterverhältnisse zu verspotten.

    Genau da sind aber unsere Anwendungen wirklich deutlich verschieden. Bei uns in der Ecke gibt es quasi keinen echten Winter mit Schnee. Und wenn schon, dann auch nur rudimentär. Aber "schwarzes" Eis (denke mal, dass du weißt, was ich damit meine) unter einer frischen hauchdünnen Schneelage (die mangels Masse keinen Grip haben kann) haben wir durch aus schon mal. Und genau auf dem Zeugs geht es unweigerlich auf die Klappe, bevor du irgend etwas dagegen tun kannst. Auf solchem Zeug bin ich auch schon bis im März gestrandet und hatte dann Aua an der Rückseite. Da nützen auch keine Stollen etwas und auch keine fast platten Reifen. Heute war ich auch kurz unterwegs und hatte gelegentlich schwarzes Eis auf dem Weg. Die Lage war aber so dünn, dass die Körnung des Asphalts nicht komplett ausgefüllt war. Dann geht es noch vorsichtig zu fahren, macht aber alles, nur keinen Spaß. Ich war da mit dem Renner mit den 23er Dackelschneidern unterwegs. Die wenigen Schneeknubbel in den Schattenlagen konnte man noch umfahren.

    Für meinen Graveller könnte man entweder einen Schwalbe Marathon Winter plus mit Spikes nehmen (40 mm breit) oder einen Conti Contact Spike 240 Winter in 37 mm nehmen. Mir fehlt jetzt einfach die Aussage: Ja, das ist es. Oder: Finger weg, ist Dumm Tüch. Beide Reifen kommen eher vom Tourenrad und sind vermutlich wenig sportlich. Das würde aber gut zum Fahrer passen ...

    Für reine Waldfahrten, egal ob mit oder ohne Schnee, braucht man keine Nägel. Da ist immer irgend etwas, was etwas Grip hat, wo ein Stollenreifen genügt (Schwalbe Smart Sam plus in 42 mm, bleischwer, aber recht pannensicher und geht über jede Form von Dreck und Gestein).

    Bin auf weitere Meinungen gespannt.

    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 11.01.2021, 22:05 Uhr
    Uwe,ich kann mich nicht erinnern,daß wir uns mal nicht ernst genommen hätten ;-)
    Von der Papierform her bringt der Conti Contact mit den wenigen Spikes an den Laufflächenrändern wohl wenig im Verhältnis zum Mehrgewicht des Gesamtsystems.Der Marathon Winter dürfte schon sackschwer sein und zäh laufen.Der Grip auf Eis sollte vom Design her allerdings da sein.Wär einen Versuch wert , und sei es am Ende als Oberschenkeltraining für den Sommer ;-)
    Aber ich bin auch mal gespannt,ob andere da Praxiserfahrungen einbringen können.

    Günter
  • sugu, 11.01.2021, 22:17 Uhr
    Die Jahre, dich ich inzwischen regelmäßig zur Arbeit fahre, sind auch genügend Erfahrungen im Winter dabei https://fotos.rennrad-news.de/f3/5/515/515028-3wwa67qxo3cr-2021_01_08_winter02-medium.jpg Wobei ich mir den Weg und die Zeit zur Arbeit nicht aussuchen kann. Wenn man zeitlich oder streckenmäßig flexibel ist, mag das wieder anders aussehen.

    1. So breite Reifen wie möglich, wobei es auch bei Schwalbe den Winter Plus in Größe 35x622 gibt, falls die 42er nicht passen. Mit breiteren Reifen geht es auf Schnee oder Matsch besser, als mit den schmalen.
    2. Definitiv vier Reihen Spikes. Die Sparversion mit nur zwei Reihen auf der Lauffläche haben Schwierigkeiten, wenn es (gefrorene) Spurrillen gibt. Die, die nur außen Spikes haben, greifen nur bei reduziertem Luftdruck

    Zum Einsatz:
    Auf Schnee oder Matsch braucht man keine Spikes, das sind Stollen(-Spikes) besser, aber das wäre auch eher fürs MTB (Spikes helfen auch sehr gut über nasse Baumwurzeln). Besonders problematisch ist eine Neuschneeauflage auf Eis. Da geht nichts mehr.

    Auf Eis geht ohne Spikes nichts. Eine der ersten Fahrten habe ich auf einem zugefrorenen See gemacht, sehr zur Erheiterung der Eishockey-Spieler. Ähnlich glatt ist es auf geräumten Straßen, wenn Schmelzwasser drüber läuft und abends friert. Da kann man 90 km über Tag gut fahren und dann haut es einem auf einer kalten Stelle ohne Spikes vom Rad. Deswegen hatte ich früher einen Satz Laufräder mit Spikes bestückt, um tagesaktuell wechseln zu können. Inzwischen habe ich den Luxus eines alten Trekkingrades, das ich im Dezember wintertauglich gemacht habe und das gerade täglich seine Arbeit verrichtet.

    Geschwindigkeitsrekorde wird man mit Spikes nicht aufstellen wollen. Da erreicht man halt denselben Trainingseffekt auf kürzerer Strecke. Und auf Asphalt braucht man auch keine Klingel :-)
  • alltagsfahrer, 11.01.2021, 22:39 Uhr 11.01.2021, 22:42 Uhr
    Hallo Du Spitzbube ;-)

    Also, was ich habe sind die Top Contakt Winter II Plus von Continenntal. Die haben den ultimativen Gripp im Nassen, bei Kälte, gehen noch gut bei Schnee und besser als normale Reifen bei Eis. Halten aber nicht ganz so gut bei Eis wie echte Spikes. Ein Problem ist weicher tiefer Schnee oder wenn es unter dem Schnee glatt ist. Dann kommt der Reifen nicht tief genug um sich festzukrallen. Im Schnee ist er aber schon wesentlich besser, als ein normaler Reifen.

    Auf dem MTB habe ich normale Schwalbe ICE Spiker mit 360Spikes für 26 Zöller. Das Tiefenproblem habe ich auch dort. Allerdings krallen die sich wirklich ins Eis. Super sind sie auf festgefrorenem Hartschnee, in den man nicht einsinkt. Festgefrorene Schneerillen sind eher lästig, als ein Problem. Der Reifen klettert immer hoch, wenn er etwas an der Seite finden. Also genau das Gegenteil vom normalen Reifen. Etwas trickreich sind Spikereifen, wenn der Untergrund gemischt ist. Spikereifen haben auf trockener Strasse und nassem Asphalt wesentlich weniger Haftung, als ein normaler Gummi.
    Spikes musst du erst 50 bis 100km auf asphaltierter Strasse einfahren. Die Spikes werden von Hand eingedrückt. Die kann man auch nachträglich noch reindübeln, sollten sich ein paar verabschiedet haben.

    Die Maraton Plus haben vor und Nachteil, dass man mit denen mit dem Druck arbeiten kann oder muss. Wenn du den hart pumpst, dann greifen die Spikes erst, wenn du in Schräglage bist, halten dafür aber besser auf Asphalt. Wenn du auf Schnee oder Eis unterwegs bist, dann lässt du den Druck ab bis auf den minimalen wert und die Spikes kommen früher in Kontakt mit dem Untergrund.

    Die Contis sind fast das gleiche Modell wie meine weiter oben beschreiben, aber mit einer zusätzlichen Reihe Spikes in der Mitte. Sie sind nicht so abhängig von Druck im Pneu und fahren sich halt immer ein wenig wie ein Spikereifen. Also keine wilden Manöver auf Asphalt. Dafür ist die Haftung auf Eis auch regelmässig und ist immer gleich, egal wie du gerade gepumpt hast.

    Viele Grüsse aus Zug,

    Fritz

    PS die Spikes werden bei der Herstellung von Hand eingedrückt. Spike skann man nachträglich auch einzeln kaufen, und wieder reindübeln
  • sugu, 12.01.2021, 09:40 Uhr auf alltagsfahrer
    Im aktuellen Sortiment haben die "Marathon Winter Plus" https://www.schwalbe.com/de/spike-reader/marathon-winter-plus vier Reihen Spikes. Die greifen immer. Die einfachen "Marathon Winter" haben nur zwei Reihen mittig auf der Lauffläche. Die Variante mit der freien Lauffläche und Spikereihen an den Außenseiten gab es mal, aber aus der aktuellen Webseite sind sie verschwunden.

    Wobei im einfachen "Winter" die Löcher für die äußeren Spikes vorhanden sind. Nachdem meine erste Generation Winter Plus nach mehreren Wintern ausgedient hatte, hatte ich versucht, die ohne Spikes weiter zu fahren, weil das Profil noch weitgehend in Ordnung war. Mit der weichen Gummimischung waren sie auch abseits der Straße gut zu gebrauchen, aber in den Löchern (hauptsächlich, aber nicht nur auf der Lauffläche) haben sich Split & Co festgesetzt und durch den Reifen gearbeitet. Nach dem 3. Plattfuß in einem Monat habe ich sie dann entsorgt.
  • Gast, 12.01.2021, 09:51 Uhr
    Der ultimative Kick ist,sich Spikes selbst zu bauen https://www.mountainbike-magazin.de/werkstatt/in-nur-sieben-schritten-spikereifen-selbst-bauen/

    Ich habe das mal versucht,bis meine Frau einen Anruf tätigte,da kam dann so ein Transporter vorgefahren mit weißen Männern in weißen Overalls,die mich irgendwo einliefern wollten .......

    ;-)
  • Uwe, 12.01.2021, 10:18 Uhr auf alltagsfahrer
    Hallo Fritz!

    Sag du noch einmal Spitzbube, dann ... ;-)

    Auch dir vielen Dank für deine Erfahrungsberichte und technischen Hintergründe. Da kommt zu den Schwalben gerade der zusätzliche Hinweis von Helmut ganz gut, da ja wohl damit die Einschränkung, die du beschreibst, nicht mehr gegeben ist. Da ich ohnehin mehrere Laufradsätze betreibe, ist auch der Einsatz eines echten Winterreifens / Spikereifens recht flexibel, da dann dieser Satz nur bei entsprechenden Bedingungen zum Einsatz kommt. Ich variiere auch normalerweise den Luftdruck passend zu den aktuellen Tourbedingungen.

    Nach bisherigem Stand könnten es also die Schwalbe Marathon Winter Plus in 700x40C werden. Es gibt von Schwalbe auch noch einen einfacheren Spikereifen, aber der hat einige schlechtere Bewertungen, da er wohl seine Spikes irgendwann durchdrückt und Plattfüße verursacht. Die Marathons haben ja eine extra Pannenschutzinnenlage unabhängig von Spike und Co. Dafür laufen sie aber auch ziemlich klobig.

    Viele Grüße aus dem zugigen NRW nach Zug, Uwe
  • Uwe, 12.01.2021, 10:30 Uhr auf sugu
    Hallo Helmut!

    Ich bin zwar kein Berufspendler, habe aber vermutlich in Sachen Winterbedingungen einen ähnlichen Rahmen wie du. Richtigen Schnee gibt es nur in Bilderbüchern und Erzählungen älterer Generationen. Bei uns liegt auch schon mal ein Meter Schnee, aber nicht hoch sondern breit.

    Der Tipp mit den zwei oder vier Reihen Spikes ist gut und logisch. Demnach bist du mit dem Schwalbe Marathon Winter Plus zufrieden? Verklüngelst du bei ihm häufiger Spikes oder bleiben sie einigemaßen drin? Einfahren auf Asphalt klinget auch logisch.

    Viele Grüße, Uwe
  • Uwe, 12.01.2021, 10:47 Uhr auf 0
    Hallo Günter!

    Spax-Schrauben gäbe es im Baumarkt, aber der hat geschlossen :-((
  • Gast, 12.01.2021, 10:53 Uhr
    No Problem,Jeff Bezos bringt sie Dir persönlich vorbei ;-)
  • Uwe, 12.01.2021, 11:04 Uhr auf 0
    Bedingt durch die Kontaktbeschränkungen wirft der Päckchenmann aber die Sachen von der Straße aus zur Haustüre und du wirst dir vorstellen können, was mit den Schrauben dann passiert...
  • Gast, 12.01.2021, 11:29 Uhr auf Uwe
    Na,dann bin ich ja mal auf Deine Spike - Er"fahrungen" gespannt.Nimm Dir für die erste Ausfahrt schon mal Ohrenschützer zwengs dem Krach mit und Mutti`s TelefonNr. zwengs abholen,wenn Du mit leergesaugten Tretwerkzeugen am Straßenrand stehst ;-)
  • Uwe, 12.01.2021, 11:38 Uhr auf 0
    Erst mal muss ich sie noch bestellen, dann müssen sie kommen und dann drauf. Daher wird es wohl diese Woche keine (Er)Fahrt werden. Da ich diese Woche nicht an der Arbeit bin, wollte ich gerne in den nächsten Tagen mal in meine (k)alte Heimat Wittgensteiner Land und dort eine Runde mit dem Bock drehen. Wettertechnisch stehen da alle Drohgebärden im Netz und von daher bin ich in guter Hoffnung, dass etwas Komisches dabei heraus kommt. Heute mache ich nichts mit dem Rad, da es bei uns in der Dachrinne gluckert. Immerhin war ich aber gestern etwas unterwegs, ohne mich aufs Eis zu legen. An Neujahr war die Welt noch in Ordnung. Da gab es den ersten 100er für diese Saison und nur genau oberhalb 350 m war etwas Schnee auf Brücken und Gullydeckeln.

    Schaunmermal...
  • Gast, 12.01.2021, 11:43 Uhr 12.01.2021, 11:52 Uhr auf Uwe
    Sei froh,daß Du noch so weit von Deiner Hütte wegdarfst.Ich bin momentan dummerweise in Söder`s Corona Paradies und in einem Landkreis > 200,so daß die 15km Bewegungsradius Regel für "touristische" Aktivitäten gilt,worunter möglicherweise auch radfahren zu Sportzwecken von der Haustüre weg fällt.Kostet im Ernstfall 500Euro für die klamme Staatskasse,aber man gönnt sich ja sonst nichts ;-)

    Aber zumindest die dahinterstehende Logik überzeugt mich vollends : die > 200 Inzidenz ist ausschließlich auf einen isolierten Ausbruch in einer Seniorenresidenz in Rottach Egern zurückzuführen - und um das einzudämmen sehe ich schon einen Sinn dahinter,wenn ich mich nicht mehr als 15km mit dem Rad von der Haustüre wegbewegen darf.
  • sugu, 12.01.2021, 22:10 Uhr 12.01.2021, 22:10 Uhr auf Uwe
    Ich hatte mehrere Jahre die Marathon Plus in 35-622 gefahren, bis sie hinüber waren. Vorne fahre ich jetzt Kenda Klondike 54-622 (Stollenspikes), hinten passt "nur" ein Schwalbe Marathon Winter Plus in 42-622. Den dicken Mops vorne braucht es nicht auf der Straße, aber ich muss durch den Wald und fahre da auch schon mal interessantere Wege. Schnee gibt es hier auch selten, aber Eis kommt öfter vor. Im März 2018 gab es nur kurz Schnee (unter 10 cm) und anschließend wurde es sonnig und trocken. Tagsüber ist der Schnee in der Sonn geschmolzen, in den schattigen Lagen nur leicht angetaut und nachts wieder gefroren. Das gab mehrere hundert Meter lange Eisbahnen im Wald, die sich zwei Wochen gehalten haben.

    Pro Saison kommen mir so 3-4 Spikes abhanden. Früher hatte man im Frühjahr Schwalbe angeschrieben, wahrheitsgemäß mitgeteilt, dass man die Reifen ordnungsgemäß eingefahren hatte und bekam so auf Gewährleistung oder Kulanz ein Tütchen Ersatzspikes. Den Service gibt es nicht mehr, aber da ich vor zwei Wintern einen Satz alter Spikereifen ausgemustert hatte, habe ich jetzt genug Reserve im Haus.
  • Uwe, 13.01.2021, 13:04 Uhr 13.01.2021, 13:04 Uhr
    Sodele, die Schwalben sind bestellt in 42-622
    Ich berichte dann, wenn sie da sind und ihre ersten Einsätze erlebt haben.
    Danke noch mal an die "Berater" und viele Grüße, Uwe
  • Gast, 13.01.2021, 20:27 Uhr auf Uwe
    ...und wie es im Lääbn immer ist,bricht nächste Woche in NRW der Frühling mit 20 Grad aus ;-)
  • Uwe, 13.01.2021, 21:56 Uhr auf 0
    Dann fahre ich weiter mit Sommerreifen ;-)

    Nein, du kriegst mich nicht unter...
  • velles, 14.01.2021, 10:06 Uhr 14.01.2021, 10:08 Uhr
    Hallo Uwe,

    bei uns kannst Du dafür heute die Schneeschleuder vors Fahrrad spannen!
    mehr als 30cm hats schon geschneit, noch mal so viel soll mindestens kommen. Grüße

    Markus
  • Uwe, 14.01.2021, 16:33 Uhr auf velles
    Hallo Markus!

    Naja, das sieht jetzt nicht ganz nach Radtour aus, was du da zeigst.

    Ich war vorhin gut 100 km mit dem Crosser unterwegs und hatte zeitweise auch Schneereste und Eis unter den Rädern. Streckenweise bin ich aber auf Bundesstraßen und Co. ausgewichen und habe mir außer dem Verkehrslärm noch den Radau meiner Reifen angehört. Die Spikes sind wohl heute gekommen, aber ich bin nicht zuhause. Deshalb waren es heute noch die herkömmlichen Stollenreifen.

    Viele Grüße, Uwe
  • velles, 14.01.2021, 18:01 Uhr 14.01.2021, 18:02 Uhr
    Hallo Uwe,

    nein das ist wirklich nicht nach Radfahren - und es schneit noch immer.
    Ich musste heute drei Mal mit dem Auto raus - das erste Mal um 0500 meinen Sohn in die Firma bringen, weil kein Zug fuhr... - mehrmals trotz vorsichtig fahren leicht gerutscht. Und bevor ich zu Hause war im Ebenen in einer Abzweigung kurz hängengeblieben.
    Heute war nicht fahren müssen die bessere Alternative. Aber der Hund hatte seinen Spaß im Schnee.
    Ich hab halt gekocht und Brot gebacken - war das richtige Wetter dafür.

    Grüße

    Markus
  • Gast, 14.01.2021, 18:31 Uhr 14.01.2021, 18:42 Uhr auf Uwe
    Uwe,aber hallo,100km-das ist an einem 14. Januar schon stramm - Du baust Dir schon wieder klammheimlich einen unvordenklichen Trainingsvorsprung auf ;-)

    100km,davon kann man hier rund um die Alpen oder innen drin nur träumen.Ekelwetter,Wind,saukalt und jetzt auch noch dieser widerliche Schnee mit komplett versifften Straßen - außer mit Spikes ;-) . Unabhängig davon,daß mich mein Freund Söder momentan eh nicht mehr als 15km von der Haustüre weg von der Leine läßt.Herr,lass diesen Irrsinn wieder enden.https://tegernseerstimme.de/einsam-still-und-leise-liegt-der-see/

    Aber ich seh schon die 10/5/0 km Regel kommen....tu felix Austria !

    Grüße Günter
  • Uwe, 14.01.2021, 18:47 Uhr auf 0
    15 km Radius ergibt grob gepeilt eine Runde von Mitte 90 Kilometer. Fährst du sie zweimal, ist der Stecker raus ;-)

    Das war übrigens heute schon die zweite 100er Tour nachdem ich an Neujahr auch einen 100er hatte. Heute war ich von der alten Heimat aus am Edersee. AP hat heute gekniffen. Zumindest habe ich ihn nicht gesehen.

    Ich muss noch einigermaßen Kondition aufbauen, da ich für den Frühsommer ein Hirngespinst habe.

    Viele Grüße vom Spinner, Uwe
  • Gast, 14.01.2021, 18:57 Uhr auf Uwe
    Mich treibt für den Frühsommer auch ein Hirngespinst um - ein höchstwahrscheinlich anderes als Deines ;-)

    Ich tippe mal,der AP sitzt in Katalonien gerade mal wieder seine 14Tages Quarantäne aus....
  • Uwe, 14.01.2021, 19:05 Uhr auf 0
    Mein Hirngespinst findet in Deutschland statt unter Umgehung der jetzigen Hotspots. Daher glaube ich nicht, dass wir uns dabei behelligen.

    Übrigens gehen die Pläne für den Sommerurlaub wohl nicht nach Pfunds. Sieht im Moment eher nach Vorarlberg aus mit einem Plan B. Plan A = Austria, Plan B = bleib wo du bist oder wo der Pfeffer wächst.

    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 14.01.2021, 20:05 Uhr auf Uwe
    Also ich wage mal die steile These,daß das komplette 2021 gar nichts geht,zumindest nichts mit Ausland,in engen Grenzen und äußerst volatil vielleicht mal kurze Inlandszeitfenster = Plan B.Ein solches Szenario zeichnet sich realistisch betrachtet doch jetzt schon ab , d.h. runterfahren der "Mobilität" auf oder unter Null. Ich habe 2021 schon mal mental ausgebucht,dann kanns zumindest nicht noch schlimmer werden - oder doch? Covid 22 , Covid 23 etc etc.....bis alle Mutationen durch sind bin ich in der Kiste und Du in Rente
  • Gast, 15.01.2021, 16:48 Uhr 15.01.2021, 16:59 Uhr auf Uwe
    Uwe,für Vorarlberg hätte ich eine Lösung : Du mußt nur einem "Sportverein" beitreten ;-)

    https://web.de/magazine/news/coronavirus/droht-ischgl-vorarlberger-hotel-corona-regeln-umgeht-35441914

    https://vorarlberg.orf.at/stories/3085008/

    Vielleicht gibts das ja im Sommer auch noch.....diese Vorarlberger,größere Schlitzohren wie die Tiroler

    Was durchzuckt mich ? Ganz Südtirol und v.a. die Dolos zum "Vereinsgelände" und "Forschungsgebiet" erklären.Genial ;-)
  • christoph, 20.01.2021, 18:30 Uhr
    Noch eine Nachbemerkung zur Haltbarkeit. Ich habe vor vielen Jahren Spike Reifen von Nokian gekauft. Sie sind auf einem Extra-Laufradsatz montiert und werden im Bedarfsfall schnell gegen den Standardsatz ausgetauscht. Natürlich haben sich im Lauf der Jahre Unmengen an Kilometern auf Asphalt angesammelt, weil in der Stadt geräumt wird. Die Nokians sind unverwüstlich und die Spikes halten wie am ersten Tag. Waren seinerzeit teuer in der Anschaffung, aber ich hab das nie bereut. Waren jeden Euro wert. Habe zuerst mit selber bauen experimentiert. War im Vergleich zu den Nokians ziemlicher Mist. Die Spax Schrauben waren schnell runtergefahren und trotz Kevlar Einlage hats doch immer wieder mal ne Panne gegeben.
  • sugu, 21.01.2021, 13:10 Uhr
    Der zweite Laufradsatz ist sinnvoll. Bei den ersten Spikereifen hatte ich auf diesen "Luxus" verzichtet. Als Konsequenz habe ich dann versucht, am Wochenende vor einem erwarteten Wintereinbruch die Spikes aufzuziehen (Sofort-"Notfälle" gab es natürlich auch) und sie blieben auch dann länger drauf. Dadurch waren es mindetens acht Wochen je Winter und nach knapp zehn Jahren war die Abnutzung schon spürbar. Da das Profil noch gut war, hatte ich die Reifen "entnagelt" und versucht, sie als Matschereifen weiter zu nutzen. Das weiche Gummi und das Profil waren auch Abseits des Asphalts gut, aber in den Löchern hat sich der Dreck eingenistet und Split & Co. haben sich relativ schnell zum Schlauch durchgearbeitet. Nach zwei Monaten sind sie auf dem Müll gelandet.
  • Uwe, 21.01.2021, 15:59 Uhr auf sugu
    Hallo!

    Ich hoffe mal, dass ich sie morgen wenigstens erst mal einfahren kann. Es liegt zwar keinerlei Schnee und Eis, aber sie sollen ja auf Asphalt eingefahren werden.

    Zwei Laufradsätze betreibe ich ja, habe aber die Spikes gegen die Drecksreifen ausgetauscht und möchte die Spikes auch nicht im Dreck einfach vergurken. Demnach müsste ich noch einen Satz Räder haben... Denn auf dem zweiten Satz sind Straßenreifen montiert und die Felgen sind zu schmal für die dicken Dingers. Ich habe sie so schon auf die breiteren Felgen kaum drauf bekommen.

    Letzte Woche hätte ich sie haben müssen... Da bin ich mit den Drecksreifen auf Schnee und Eis gefahren / geeiert.

    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 21.01.2021, 16:27 Uhr auf Uwe
    Uwe,wer zu spät kommt den bestraft bekanntlich das Leben ;-) - Heute hatte es hier in MUC Sud schon mal knapp < 15 Grad

    Grüße Günter
  • Uwe, 21.01.2021, 16:41 Uhr 21.01.2021, 16:43 Uhr auf 0
    Hier waren es knapp 10 Grad, soll aber bei uns zum WE wieder kälter werden und evtl. auch Schnee / Eis (kommt normal aber nicht...)

    Aktuell haben wir seit Tagen schon Sturm / Starkwind. Da fliegst du mit dem Rad weg und außerdem sind schon wieder einige Strecken / Radwege wegen Sturmschäden gesperrt.
  • Uwe, 22.01.2021, 19:24 Uhr
    Hallo!
    Auch wenn es noch keine artgerechten Erfahrungen sind, so bin ich heute mal mit den Dingern eine kleine Runde gefahren. Man soll sie ja mit Minimaldruck auf Asphalt einfahren ohne groß zu bremsen oder zu beschleunigen. Puh, das war ja ein Kampf, überhaupt von der Stelle zu kommen. Es ist aber natürlich auch absurd, auf freier Straße mit platten Spikesreifen zu fahren. Jetzt habe ich leichten Tinnitus von dem Radau, den sie machen. Ihr müsst also etwas lauter reden, wenn ich etwas verstehen soll ;-)) Das Abrollgeräusch hat mal jemand mit einem Schnitzel in einer Bratpfanne verglichen - nur lauter.
    Angeblich soll es in den nächsten Tagen bei uns etwas winterlicher werden, aber man muss es auch glauben... Vermutlich macht es im "Normalbetrieb" mehr Sinn, bei verdächtigen Wetterlagen zunächst mit Maximaldruck zu starten und unterwegs nur bei Bedarf die Luft abzulassen.
    Viele Grüße, Uwe
  • Uwe, 30.01.2021, 15:30 Uhr
    Hallo nochmal!
    Ich hatte ja versprochen, vom tatsächlichen Einsatz der Spikesreifen zu berichten. Heute war endlich eine gute Gelegenheit, die Teile auf vielerlei Untergründen zu nutzen. Zuhause habe ich sie auf 5 bar aufgepumpt, was auch der maximal vorgesehene Druck ist. Dann ging es zunächst über freien Asphalt, wo sie natürlich alles machen, nur keine Freude. Zwischendurch mal eine kurze Passage feuchter Drecksweg, wo sie ähnlich laufen wie die sonst von mir genutzten Schwalbe Smart Sam plus. Danach kam ein Stück mit einer dünnen Eisschicht, wo ich fahrtechnisch gar nicht gemerkt habe, dass es dort Eis hat, also haben sie einen guten Job gemacht. Später ging es dann in den Wald, wo es von Schotter, Schlamm, Schneeresten, Eis bis zu kurzen verdreckten Asphaltabschnitten alles gibt. Im ganz tiefen Matsch, also bis zum Tretlager, da nützen sie natürlich nichts und so musste der alte Mann vom Rad und zu Fuß durch die K... stapfen. Man hätte natürlich auch die Luft ablassen können und auf den schlechten Untergründen einfacher fahren können, ich hatte aber keine Lust, am Ende noch fast 20 km auf Asphalt mit schlappen Reifen zu eiern oder sie wieder mit der Minipumpe aufzupusten. Tendenziell laufen sie noch mal deutlich schlechter als die schon bekannten Smart Sam, bringen aber auf Eis und leichtem Schnee deutliche Sicherheitsvorteile und im Matsch ist es fast egal. Da geht sowieso alles in die Hose ;-)
    Ansonsten hat der Bock heute so viel K... abbekommen, dass der Umwerfer seinen Dienst verweigerte wegen Dreck und Vereisung. So bin ich den Heimweg auf dem kleinen Blatt (30er) gefahren.
    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 30.01.2021, 16:54 Uhr
    Aber Hand aufs Herz : man muß schon konzedieren,daß Bike-Spikes nur einen verschwindend geringen Einsatzbereich haben (jedenfalls in unseren Breiten,in Kanada oder so ist das sicher anders,da gibts sogar Bike-Spikes-Rennen auf den zugefrorenen Seen) und daher eher ein "must have joke" für gschpinnerte Radler wie uns sind.Bei mir in MUC Sud war vor einigen Tagen der einzige richtige Schneefall Tag mit Schnee-/Eisfahrbahn wo solche Reifen Sinn machten.Zwischenzeitlich hats schon längst wieder alles weggeschifft und 10 oder mehr Grad.Selbst auf Wald- oder Nebenwegen hats Null Eis oder Schnee mehr

    Frühlingshafte Grüße Günter
  • el_zet, 30.01.2021, 17:26 Uhr
    Wobei natürlich Kanada auch in unseren Breiten ist, Québec z.B. ist ein bisschen südlich von Basel.
  • Uwe, 30.01.2021, 18:00 Uhr auf 0
    Hallo Günter!

    Ist schon klar, es ist schon etwas Spinnerei dabei, wobei ich mich vor Jahren auch mal auf einer Eisplatte unter einem Hauch von Scheegriesel, wo ich auch nicht damit gerechnet hätte, auf die Fr... gelegt habe. Ist bei mir glimpflich abgegangen. Bin aufgestanden, habe Aua gesagt und bin weiter gefahren. Es muss aber nicht automatisch immer gut gehen. Damals ging es ohne Schürfwunden, weil es glatt genug war ;-) Aber man fliegt ja schon immer auf den Hüftknochen, und wenn der zusammenkracht, kannst du auch schnell mal zum Krüppel werden.

    Für einen Berufspendler (bin ich nicht) sind die Teile aber schon mal recht interessant, aber man sollte auch noch einen anderen Radsatz oder ein zweites Rad haben, dass man sich nicht unnötig mit Spikes über sauberen Asphalt quält.

    Viele Grüße, Uwe
  • Uwe, 30.01.2021, 18:02 Uhr 30.01.2021, 18:17 Uhr auf el_zet
    Wenn man mal den Globus dreht, wundert man sich ohnehin, was alles auf unseren Breiten liegt. Da gibt es Gegenden, wo man außer dem Sonnenstand über den Jahresverlauf nicht mehr viel mit uns bekannten Regionen vergleichen kann.

    Edit hat mal geguckt: ich wohne auf der Breite etwas nördlich von Calgary oder auch am Südende des Baikalsees. Ich glaube, die Leute da fahren jetzt auch Spikes ;-) Auf meiner heutigen Tour hatte ich Ecken, die mich an ein Video von Rausgefahren erninnerten, wo sie die Simnik 110 vom Baikalsee rüber zur BAM beradelten.
  • velles, 30.01.2021, 18:17 Uhr
    Hallo,

    Canada ist sowieso krass in Punkto Winter und Sommer. Heftige Winter und dann ist ratz fatz der Schnee weg und warme Sommer, schöner Herbst und dann auch wieder schlagartig Winter. Gerade da um Quebec, Toronto usw.

    Ich wunder mich auch immer was unsere kanadischen Verwandten für Wetter haben. Dafür haben sie halt in der Gegend (Osten) nicht wirkliche Berge.

    Grüße

    Markus
  • Gast, 30.01.2021, 19:02 Uhr 30.01.2021, 19:13 Uhr
    Wir leben eh in Zeiten des Klimawandels , wo es immer mehr wurscht ist , ob Soest am Baikalsee liegt oder ein Vorort von Calgary wäre.Und die in Quebec wären sicher auch lieber der südliche Vorort von Basel mit dem Schweizer Franken statt ihrer komischen kanadischen Währung und einem zwangsjuvenilen Staatschef mit kunterbunten Socken;-)

    Fun fact am Rande : dieses Jahr war (oder ist noch) der Kalterer See in Südtirol komplett zugefroren,was dort noch nie oder höchstens anno Schalke 04 vorgekommen ist.Und früher waren die Grachten in Holland zugefroren , die NLer konnten dort ihren Schlittschuh Marathon austragen.Das müssen sie schon seit langem in Österreich auf dem Weissensee (Kärnten) , vorausgesetzt der ist heuer überhaupt zugefroren (P.S. : ich hatte es für eine juristische Sekunde mal vergessen,2000 Holländer schlittschuhfahrend auf dem Weissensee - heuer eine Chimäre,egal ob zugefroren oder nicht)
  • velles, 30.01.2021, 20:54 Uhr
    Hallo Günter,

    ich kenn nach Kanada ausgewanderte Schweizer... ;-)
    die franko Kanadier sind auch etwas anders als die restlichen; manche können nicht mal gescheit Englisch (sogar sehr gebildete) - aber da ich französisch kann war die Verständigung im frankophonen Teil kein Problem.
    Den Event haben die Niederländer für heuer eh schon abgesagt.... ;-)
    Spielt also keine Rolle ob der See zugefroren ist. Wobei bei den Schneemengen da unten...

    Grüße

    Markus
  • el_zet, 30.01.2021, 21:16 Uhr auf Uwe
    In unseren Breiten ist halt auch noch Platz.
  • sugu, 01.02.2021, 13:07 Uhr auf 0
    Verschwindend gering, aber doch häufiger, wenn man auch im Winter regelmäßig fährt. Und da ist der Klimawandel mit Schuld: Mein Arbeitsweg führt durch den Wald und es kommt immer öfter vor, das auf der Höhe (300 m) etwas Schnee gefallen ist. Früher wäre er liegen geblieben, heute fängt es tagsüber an zu tauen und nachts friert es wieder. Nach ein paar Tagen ist es morgens eine glatte Fläche. https://fotos.rennrad-news.de/f3/4/456/456391-bwf1n85pcxkj-2018_03_01_spiegelglatt-medium.jpg So sah es im März 2018 10 Tage lang aus. Dieser Jahr waren es (danke des 2. Laufradsatzes) in einem jetzt schon sehr viel kälteren Winter nur 5 Tage mit Spikes, denn es waren öfter Schnee- oder Matsch-, aber wenig Eis-Tage. Mal sehen, was da noch kommt. Der Frühling beginnt ja offiziell erst am 21. März.
  • Uwe, 08.02.2021, 20:28 Uhr 08.02.2021, 20:29 Uhr auf sugu
    Hallo Helmut!

    Jetzt ist dein Beitrag mal gerade eine Woche alt und wenn du aus dem Fenster guckst, ist es vermutlich dunkel, aber du wirst grob erahnen können, dass draußen Winter ist ;-)

    Bei mir in der Siedlung kann man auch mit Spikes praktisch gar nicht fahren. Die Straßen sind nahezu unbehandelt und loses umgewühltes Zeug. Es ist zu fest, um im Schnee zu fahren und zu lose, um auf dem Schnee zu fahren. Aber einmal raus aus der Siedlung und eine einigermaßen klassifizierte Straße unter den Rädern, sieht es anders aus. Da ist geschoben und eine feste dünne Schneelage oder Eis auf der Fahrbahn. Vermutlich war kein Salz dabei oder es hat nicht gewirkt, weil es zu kalt ist. So bin ich nach einigermaßen Gewürge in der Siedlung eine kleine Runde auf Land- und Kreisstraßen gefahren. Da wo es Eis hat, fährt es am besten. Oder da, wo die Schneelage fest ist. Wenn man auf solchen "Wühlschnee" kommt, also auf Schnee, der nicht mehr verdichtungsfähig ist, wird es wieder ziemlich hilflos.

    Ansonsten hört man hier nur noch Mimimim, eben typisch NRW. Der gemeine Soester (ich bin temporär zugezogen...) ist als Autofahrer schon voll ausgelastet, wenn er auf breiter, freier, ebener, gerader Vorfahrtstraße geradeaus vorwärts fahren soll. Und jetzt geht nichts mehr. Die städtische Müllabfuhr ist heute gar nicht gefahren, die Winterdienste konnten nicht fahren, weil die Straßen nicht geräumt waren, die Bahn fährt gar nicht, weil auch irgendetwas ist (die 5 größten Feinde der Bahn: Frühling, Sommer, Herbst, Winter und der Kunde). Nur ein Spinner radelt einsam durch die Gegend...

    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 08.02.2021, 21:05 Uhr auf Uwe
    ....also doch schmalbandiger Einsatzbereich : "weißgeräumte" , sprich "glatte" Straßen oder Wege mit harter,gepreßter Schneeauflage,ggf. vereist. So in etwa wie wohl in Deinem Lorenzo-Video.

    Im Schneeacker keine Chancen,ob mit oder ohne Spikes,etwas eher noch mit 2,4er MTB Schlappen.
  • alltagsfahrer, 08.02.2021, 21:56 Uhr
    Hallo Uwe,

    So lange der Winter draussen ist und nicht reinkommt ist es ok. Den Ausdruck Wühlschnee kannte ich noch nicht. Wenn du kaum mehr vorwärts kommst, dann ist es wichtig einen kleinen Gang oder zu kleinen Gang reinzulegen. So lange die Räder noch drehen geht es. Aber Anfahren ist an manchen Stellen kaum mehr möglich, wenn die räder nichts zum beissen haben.

    Oft wäre den Schnee einfach plattzuwalzen auch eine Lösung.

    Nur eines musst Du noch korrigieren: ersetzt das Wort "Spinner" durch das Wort "Held".

    Viele Grüsse aus dem noch grünen Zug,

    Fritz
  • Uwe, 08.02.2021, 22:34 Uhr auf alltagsfahrer
    Hallo Fritz!

    Mit dem "Wühlschnee" meine ich das hellbraune Zeugs, welches durch Salz im Schnee entsteht, aber es für eine Salzwirkung zu kalt ist. Das Zeug gefriert nicht mehr richtig, man kann es auch mit dem Auto nicht mehr fest fahren, sondern es ist letztendlich fast wie Sand, nur aus Wasser. So etwas kann man nur räumen, aber das findet bei uns nicht statt, also bleibt es liegen bis Sankt Dingsda bis es wirklich auftaut.

    Ich bin in den letzten 25 Jahren regelmäßig im Winter in der SLowakei unterwegs gewesen (dieses Jahr ausgefallen, rate mal warum...). Da gibt es Gegenden, wo aus Naturschutzgründen kein Salz auf die Straßen kommt, sondern es wird nur geräumt und etwas feiner Kies / Sand gestreut. Die Straßen sind dann mit einer festen Schneelage bedeckt und der gesamte Autoverkehr fährt Rallye. Da könnte man recht gut Rad fahren mit Spikes mal abgesehen davon, dass man dann von den Autofahrern den A... aus der Hose gefahren bekommt.

    Neulich war ich im losen Matsch und auf Waldwegen unterwegs. Da verhielten sich die Reifen genau so wie die anderen Stollenreifen. Nur auf den wenigen Eisabschnitten waren sie haushoch überlegen. Die heutigen gefrorenen und festgefahrenen Abschnitte waren mit den Spikes auch sehr gut, weit besser als mit den "normalen" Stollen ohne Nägel.

    Viele Grüße aus dem kaltzugigen Flachland nach Zug, Uwe (bei uns fährt kein Zug mehr, auch nicht nach Zug)
  • Uwe, 08.02.2021, 22:43 Uhr auf 0
    Hallo Günter!

    Klar, richtiger Acker, egal in welcher Farbe, geht nicht. Muss ich auch nicht haben. Da bringen die kleinen Nägelchen auch nichts. Das ist eher etwas für breit, stark, schwarz. Habe unterwegs die Luft raus gelassen, fast schon zu viel. Zuhause dann geprüft und es waren nur noch vielleicht 1,5 bar. Das ist aber auch das absolute Ende der Fahnenstange, was bei der Breite in Kombination mit dem Systemgewicht geht.

    Ich habe ja "deine" Fahrbahn am Flüela nicht gesehen, könnte mir aber vorstellen, bei weißgeräumter oder gefrorener schwarzer Fahrbahn sehr gut mit den Dingern fahren zu können. Man muss sich nur auf schwarzem Eis gefühlsmäßig daran gewöhnen, dass das Rollverhalten etwas steif ist und nicht sehr wendig ist. Aber man man muss auch nicht wie ein Geist um die Ecken ziehen und sich dann wundern, wenn die Zähne dem Asphalt sehr nahe kommen.

    Viele Grüße, Uwe
  • artie_1970, 09.02.2021, 16:36 Uhr 09.02.2021, 16:38 Uhr auf Uwe
    Es gibt keinen schlechten Schnee, nur unpassende Bereifung:

    https://www.youtube.com/watch?v=VTRQwlpEG2k

    Die Schweissnaehte sind allerdings verbesserungswuerdig ...
  • Gast, 09.02.2021, 17:05 Uhr auf artie_1970
    Ich hätte nie gedacht , daß das so schnell und unkompliziert geht.....
  • Uwe, 09.02.2021, 17:25 Uhr auf artie_1970
    Hallo Axel!

    Hast du mal die Telefonnummer von ihm für mich?

    Viele Grüße, Uwe (also, ist schon ernst gemeint... das mit den Grüßen... der Rest weniger)
  • artie_1970, 09.02.2021, 17:37 Uhr auf 0
    Das Dinge duerfte sich so flink bewegen wie eine Gletscherzunge. Ausserdem wird es im Film nicht artgerecht eingesetzt, und ich zweifele auch schwer an, dass man das mit der fuer mich stark unterdimensioniert wirkenden Konstruktion (nicht die Reifen!) tun sollte.
  • Gast, 09.02.2021, 17:59 Uhr auf artie_1970
    Als erstes würde ich tippen,daß es der (ab Hersteller) maximal 10$ Rahmen nicht lange mitmacht.

    Bin kürzlich eine Skitour aufs Brauneck gegangen und ich traute meinen Augen nicht : auf den brutal steilen und verschneiten/vereisten Wegen vom Parkplatz in Wegscheid weg ist ein E-Fat-Biker jedenfalls bis zur Kotalm vorgedrungen.Angeblich ist er dann noch weiter oben bis kurz vorm Gipfelkreuz gesichtet worden - GENIAL !
  • sugu, 10.02.2021, 22:19 Uhr auf Uwe
    Hallo Uwe,

    wir sind zwar im selben Bundesland, aber hier ist es komplett schneefrei. Die einzige Möglichkeit, Spikes sinnvoll zu nutzen, sind die Stellen, an denen das Hochwasser stehen geblieben und eingefroren ist. Immerhin hat die Stadt heute den Radweg am Rhein mit Dampf und Salz vom Eis befreit.

    Spannend wird es bei dir noch mal, wenn der Frost tagsüber nachlässt und nachts das ganze wieder festfriert. Dann hast du Chancen, dass der Wühlschnee mit Spikes wieder fahrbar wird.

    Winterliche Grüße, Helmut
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Campagnolo Record Schaltung ruckelt

  • Lutz8, 27.12.2020, 09:49 Uhr
    Moin

    Ich fahre seit 2013 Campa Record und wechsle jeden Winter die Kette. Bisher hat das immer einwandfrei geklappt. Dabei ist das untere Rädchen unten, das obere oben und die Laufrichtung habe ich eingehalten - auch diesmal. Alle Teile außer der neuen Kette waren zuvor im Ultraschallbad. Dieses Jahr jedoch ruckelt der Schaltkäfig. D. h. konkret, die Kette läuft nicht sauber durch den Schaltkäfig sondern springt permanent ein wenig - etwa so, als stimme die Laufrichtung des Rädchens nicht. Der Gangwechsel klappt einwandfrei. Die Kette ist an der genieteten Stelle frei beweglich.

    Ein genauerer Blick ließ zunächst erkennen, dass die Schalträdchen ausgelutscht waren. Also habe ich neue gekauft, zum Test auch gleich zusätzlich kugelgelagerte aus Alu von KCNC. Beide ruckeln unverändert. Die Rädchen von Campa sind seit 15 etwas verändert. Ein Anruf bei Campa ergab, dass es trotzdem gehen soll.

    Hat Jemand eine Idee - außer sram/ shimano fahren?
  • Gast, 27.12.2020, 10:24 Uhr
    Nach diesem Schadensbild könnte es sein,daß eines der vorderen Kettenblätter (wahrscheinlich das innere) abgefahren ist (Sägezahn o.ä.).Nach meinen Erfahrungen ruckelts genau in so einem Fall auch hinten am Schaltwerk,obwohl dort alles in Ordnung ist.Wäre i.ü. auch keine Besonderheit von Campa,da ein allgemeines technisches Phänomen/Problem.

    Probiers mal mit der Erneuerung eines oder der beiden Kettenblätter vorne.
  • Lutz8, 27.12.2020, 11:33 Uhr
    Mmmmh... Das innere ist deutlich sichtbar stärker abgefahren, aber das große ruckelt auch. Es schadet bestimmt nicht, wenigstens das kleine zu tauschen. Wird etwas dauern, ich liefere dann feedback.
  • lowrider, 27.12.2020, 17:12 Uhr
    Verschlissene Kettenblätter machen sich umso stärker bemerkbar umso mehr Druck auf'm Pedal ist. Nur wenn es ziemlich extrem ist, kann man es auch am Montageständer sehen.
    Ursache sind i.d.R. kleine Grate an den Zähnen die die Kette dann am abgleiten hindern. Oft läßt sich also auch mittels Rundfeile eine Verbesserung erreichen.
  • Lutz8, 07.02.2021, 14:53 Uhr
    Mit neuem kleinen Kettenblatt geht es - danke!
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Garmin 1000 Absturz

  • Rockster, 24.02.2019, 20:25 Uhr
    Hallo Leute!
    Ich wollte heute ein Kartenupdate auf meinen Garmin Edge 1000 aufspielen. Ca. 85% wurde die Karte geladen, dann wurde der Garmin plötzlich nicht mehr erkannt. Abbruch. Jetzt läßt er sich nicht mehr starten. Bildschrim mit Garmin Schriftzug, unten steht transferring to mess storage. Gerät läßt sich auch nicht reseten.Der Rechner erkennt es nicht mehr. Weiß jemand Rat?
    Gruß
    Dieter
  • Rockster, 24.02.2019, 21:40 Uhr
    HalloLeute
    Habs hingekriegt, wies aussieht.
    Systemreset und dann wieder neu einrichten.
    Gruß
    Dieter
  • ManfredF, 01.02.2021, 00:27 Uhr
    Hallo zusammen
    Wegen der grossen Datenmenge aktualisiere ich die Karten auf meinem Edge 830, indem ich das Gerät über den USB-Anschluss mit dem PC verbinde und das Modem direkt mit dem PC (nicht über den WLAN-Router!).
    Gruss Manfred, Zürich
    Andere Frage: kann man Touren vom Quäldich-Tourenplaner auf den Edge 830 bringen und von dort zum Routing nutzen?
  • Jan, 01.02.2021, 13:14 Uhr auf ManfredF
    Antwort auf letztere Frage: Menupunkt Ausgabe, speichern als z.B. tcx dann über Massenspeicher in den Ordner Garmin\newFiles legen. Umweg über GarminConnect funktioniert mit unseren GPS-Tracks leider häufig nicht.
  • ManfredF, 01.02.2021, 19:09 Uhr 01.02.2021, 19:10 Uhr
    Hallo Jan. Danke für die Anleitung. Habe sie getestet und die Test-Tour ist jetzt in meinem Garmin Edge 830 unter Navigation>Strecken>Gesp. Strecken startklar. Beste Grüsse aus Zürich. Manfred
  • Uwe, 01.02.2021, 20:11 Uhr 01.02.2021, 20:12 Uhr auf ManfredF
    Hallo Manfred!

    Ich kann es jetzt nicht explizit zu deinem Gerät sagen, aber ich habndhabe es bei meinem Garmin GPSmap64s so, dass ich die Tour nicht mit Routing usw. aktiviere, sondern nur die rote Linie auf dem Kartenhintergrund anzeigen lasse. Ob es in deinem Gerät auch so machbar ist, kann ich nicht sagen. Vorteil meiner Methode ist, dass ich eine Rundfahrt auch einfach auf den Kopf stellen könnte, ohne dass Garmin mich terrorisiert oder dass ich auch einfach spontan unterwegs von der Route abweichen kann und irgendwann wieder in sie einbiege. Nachteil ist aber, dass ich mal die Richtung verlieren kann, wenn ich im passenden Moment die Landschaft betrachte anstatt den kleien E-Terroristen zu beachten.

    Beim reinen Routing bist du vermutlich relativ streng an deine ursprüngliche Planung gebunden.

    Viele Grüße, Uwe
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Herzfrequenzzähler von Apple Watch auf Radcomputer anzeigen

  • Mike aus Beijing, 03.01.2021, 13:09 Uhr
    Hallo zusammen,

    ich suche einen Radcomputer der die Herzfrequenz meiner Apple Watch übernimmt und entsprechend anzeigt.

    habt ihr mir hier Kaufempfehlungen?

    Beste Grüsse

    Mike Haug
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Redshift gefederter Vorbau / Sattelstütze

  • Gast, 22.09.2018, 18:41 Uhr 22.09.2018, 19:25 Uhr
    Hat jemand schon valide Praxiserfahrungen mit diesem Teil http://shop.3sports.de/REDSHIFT-Vorbau-Shoc

    Das selbst der "Straßenpreis" mit plus/minus 150 Euro doch happig ist,will man auf kein Technikgimmick reinfallen,dessen Mehrwert in der Praxis am Ende vernachlässigbar ist.

    Wenn jemand auch bereits die gefederte Sattelstütze des gleichen Herstellers gefahren ist,wäre ich auch um Erfahrungsdurchgabe dankbar.

    (Um dem vorzubeugen @Droopy : Deinen comment antizipiere ich schon,kannst ihn Dir also sparen ;-)

    Gruß

    P.S. Der ev. Alternativtip "breitere Reifen" würde nicht helfen,da bei keinem meiner RR mehr als ein 23er Reifen paßt,also nicht mal 25mm
  • Uwe, 22.09.2018, 21:33 Uhr 22.09.2018, 21:34 Uhr
    Hallo Günter!
    Und selbst wenn 25er passen würden, brächten sie nicht viel Federungskomfort. Und noch mehr Breite würde in der Folge ein Bremsenproblem ergeben, da du dann auch größere Bremskörper haben müsstest. Dann wäre wir wieder bei geliebten Thema Scheiben oder V-Brake usw...
    Ist bei dir schon Winter, dass du solche "Winterlochthemen" anschneidest?
    Sorry, dass ich dir schon den Thread verbogen habe, bevor du die erste vernünftige Antwort bekommen hast...
    Viele Grüße, Uwe
    Edit fragt gerade noch, ob du schon mal vernünftige Handschuhe gefunden hast?
  • Gast, 22.09.2018, 21:53 Uhr auf Uwe
    Uwe,das ist kein Winterlochthema,mir ist es ernst,zumindest 1 oder 2 meiner Räder komfortabler zu machen.Ich bin dieses Jahr v.a. in den ital. und franz. Seealpen derart grottig schlechte Straßen gefahren,daß mir nach dem 6. Tourentag der Hintern derart schmerzte - und auch die Schläge auf Handgelenke und Arme hatte ich dann mal satt.....Tessin,da v.a. Naret war auch nicht viel besser.Das einzige "komfortable" Rad das ich fahre ist ein Titanrad,aber das fahr ich in diesen Gegenden und auch in den Alpen nicht,sondern nur für Hausrunden,und da sind die Straßen zu 90% bestens.

    Ich frage deshalb,weil man erfahrungsgemäß in dieser Branche oft Marketinggimmicks aufsitzt - ich kenn welche,die fahren diese Trek-Hinterbau"federung" und andere die Specialiced-Frontfederung und die sind so ehrlich zuzugeben : man spürt (fast gar) nix
  • Uwe, 22.09.2018, 23:06 Uhr auf 0
    Letztendlich ist das auch ein Grund, weshalb ich fast mehr mit meinem Crosser mit "Sommerreifen", also einem Radsatz mit 28er Straßenreifen fahre. Neulich im Urlaub hatte ich da aber die 33er "Winterräder" drauf, die auf Asphalt total nervig zu fahren sind. Zum Pässefahren kann ich mich aber nicht wirklich mit den Scheibenbremsen anfreunden. Das Bremsverhalten ist ganz angenehm, aber bei Dauerbremserei auf schlechten Rattenwegen werden sie furchtbar heiß. Und wo geht die Hitze hin? In die Naben natürlich! Und was passiert dann? Das Fett kommt raus... Heute war ich wieder mit dem Crosser auf Asphalt unterwegs und fand es angenehm, dass nicht jeder Schlag durch kommt. Besonders die Hände danken es.
    Wenn nach 6 Tagen auf Rattenwegen das Sitzorgan blau ist, kannst du getrost weitere 6 Tage dran hängen, denn es wird sowieso so schnell nicht wieder besser ;-)
    Bei unserer 6-Ländertour tat mir die Rückseite auch schon sehr bald weh und die Handgelenke auch, immerhin hatte ich aber fast keine Rückenschmerzen, die ich sonst auch fast immer habe (nicht speziell auf dem Rad, sondern fast immer und überall). Bei der Tour habe ich aber, wie schon so oft, die Erfahrung gemacht, dass es auch nicht wieder besser wird, egal wie lange und weit man fährt.
    Eine gefederte Sattelstütze kommt mir so schnell nicht ans Rad, höchstens mal ein besserer Sattel. Aber da ist auch die Passform wichtiger als die Polsterung. Polsterung ist auch eher kontraproduktiv.
    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 23.09.2018, 12:51 Uhr auf Uwe
    Na ja,schau Dir mal das Video an,grade für Crosser oder Gravelbikes könnte das was bringen https://www.youtube.com/watch?v=vL2QIG1l2n8
    Dir Frage ist halt,ob man das alles auch auf der Straße in relevanter Weise spürt oder ob es derart vernachlässigbar ist,daß man gerne darauf verzichten kann.
  • lowrider, 23.09.2018, 18:12 Uhr 23.09.2018, 18:12 Uhr
    Hallo Günter,

    gefederte Vorbauten gab es ja schon mal, damals aber für MTB. Diese neue Version kenne ich nicht, kann mich aber gut an die alte MTB Variante erinnern. Entweder waren die Dinger wirkungslos oder die ständige Positionsänderung des Lenkers hat beim Fahren genervt. Eine andere Schwachstelle war oft, daß die Lagerung schnell ausgeschlagen ist und das Teil dann praktisch unfahrbar wurde.
    Was eine gefederte Sattelstütze angeht: Da habe ich bislang erst eine gefunden die für sportliches Fahren brauchbar ist - https://cirruscycles.com. Das Teil ist bei der ersten Einstellung etwas komplizierter, recht teuer aber dafür funktioniert es wenigstens dauerhaft. Weiß jetzt garnicht ob es dafür einen D-Vertrieb gibt, kann die aber ggf. über meine Kontakte besorgen.

    Schönen Gruß
    Oliver
  • Gast, 23.09.2018, 19:26 Uhr 23.09.2018, 19:28 Uhr auf lowrider
    Hallo Oliver,

    ich hatte ja gehofft daß Du Dich des Themas erbarmst ;-)

    Vor den ersten MTB-Federgabeln hatte ich tatsächlich schon so einen gefederten Vorbau,den Girvin Flex Stem mit Stahlfeder.Meine Güte,das war eine Affenschaukel,aber ich muß sagen,daß ich damit zurechtkam.Dann gabs noch die Dinger von Softride,die hatte ich aber nicht mehr,da auf Federgabel umgestiegen.

    Was mich rein optisch bei den Redshift-Vorbauten tatsächlich beschäftigt und was Du ja ausführst,ist die Gefahr,daß gerade beim Rennrad durch Ziehen am Lenker,Wiegetritt etc die Lagerpunkte bald den Geist aufgeben könnten,dh. ausnackeln und Spiel kriegen und das wars dann.Den Amis vertrau ich verarbeitungstechnisch schon lange nicht mehr.Das schaut alles sehr filigran aus.Und ob man sich von den Elastomeren viel versprechen darf ist auch fraglich.Die seinerzeitigen Elastomerfedergabeln und Sattelstützen (die von RockShox) waren nicht das Grüne vom Ei.

    Thema gefederte Sattelstütze: am MTB Hardtail fahr ich ein Airwings Evolution mit Stahlfeder,die arbeitet ordentlich,bin - bis auf Verarbeitungsmängel - sehr zufrieden damit.Mit den Parallelogrammstützen ist das halt auch so eine Sache,da die nach schräg unten einfedern,was Gewöhnungssache ist.Am MTB hatte ich mal die Cane Creek Thudbuster LT ,irgendwie fand ich da die Einfederkinematik nervig.Auch schlagen bei der die Lager schnell aus.Es sind halt 4 bzw. genau genommen 8 Lagerpunkte und der mehr oder weniger schnelle Verschleiß ist praktisch mit eingebaut.

    Summa summarum : ich glaube daß ich das Projekt nicht weiterverfolge,war halt mal so eine Idee.Lieber im Winter in den Kraftraum und die Rumpf-Arm-Rückenmuskulatur stärken,dann steckt man auch schlechte Wegbeschaffenheit eher weg.Ich hoffe mal,mit diesem Fazit kann jetzt auch Droopy gut leben ;-).Er ist nunmehr herzlich eingeladen,einem abschließenden frozzelnden Kommentar abzugeben,wenn ihm danach ist

    Gruß Günter
  • Gast, 24.09.2018, 17:22 Uhr 24.09.2018, 17:36 Uhr auf lowrider
    Hallo Oliver,

    die Kinekt Stütze hat doch mein Interesse geweckt und siehe da,er Velothek,Milchstraße 12,München (auf der cirrus Seite als einziger local dealer in Deutschland aufgeführt) hat sie.Wenn ich in Kürze mal wieder nach MUC reinkomme,schaue ich mir das Ding mal an.

    Danke für den Tip.Sachen gibts die gibts gar nicht

    Günter

    P.S. Ein Shop radrezept in Wangen im Allgäu ist auch noch in D als Dealer (und auch noch mehrere andere Läden weiter im Norden) genannt (hatte bei der ersten Suche nicht richtig hingeguckt).Wangen,falls es die beiden QD-Locals interessiert
  • Bergziegenmutant, 24.09.2018, 17:49 Uhr
    Guten Tag Herr Pensionär und bajuwarischer Anglizistendialektist,
    danke für den Tip, habe aber meinen eigenen Haus- und Hofradladen und benötige keinen zusätzlichen "Dealer". Außerdem bin ich Komforttechnisch perfekt ausgerüstet - am Rennrad gar nix, am bequemen aber doch spritzigen Reisetourenrad (VSF TX 800 mit Stahlrahmen, keine Gabelfederung) fahre ich schon lange die Cane Creek Thudbuster und mit der bin ich sehr zufrieden. Dieses Teil haben mir gute Radfreunde empfohlen, die sind damit schon von München nach Singapur und von Lima nach Ushuaia geradelt.

    Gruß vom "Allgäuer QD Local"

  • Gast, 24.09.2018, 20:58 Uhr 24.09.2018, 21:34 Uhr auf Bergziegenmutant
    Hallo Herr Mutant,

    zurecht rügst Du mein Germish - aber da war ich noch gedanklich auf dieser Ami-Seite cirruscicles.com,Suchfunktion "Local Dealer" und hab da nicht gleich umgeswitcht,pardon umgeschaltet.I.ü. mußte ich 3/4 meines Jobs in englisch zubringen,da nimmst so manche sprachliche Macke mit.Aber seit 3 Monaten eh nur noch bayerisch und tirolerisch.........was nicht dasselbe und oft nicht mal dasgleiche ist.

    Die Thudbuster hatte ich wie oben schon kurz angedeutet auch mal 2 Saisonen auf einem Hardtail-MTB,sie war zweifelsohne gut,in meinem Falle sind aber die Lager schnell verschlissen und eine kostspielige Reparatur hab ich mir dann geschenkt und mir die Airwings hingemacht.Qualitatitv ist die leider auch ein Reinfall,funktional aber top.Alte Männer brauchen halt was rückenschonendes ;-)

    Dieser Typ https://4coffee2togo.com/ ist i.ü. auf der Thudbuster vom schwäbischen über halb Osteuropa/Asien /Griechenland/Italien/Spanien/Westafrika bis nach Togo gekommen.M,E. ein Lesetip,nicht dieses übliche Radreisebuch-Runtererzähle "..und da war ich da,und dann da ,und dann da " etc etc. Das nebenbei.

    Gruß nach Wangen,auch an den zweiten Local

    Günter

    P.S. : off topic : wie wars am Klausen/Pragel ? Wollte eigentlich auch hin,hab aber keinen Freigang mehr bekommen ;-(
    P.S. 2 : Frage beantwortet,haben Deinen diesbezüglichen post soeben erst bemerkt
  • Bergziegenmutant, 25.09.2018, 12:25 Uhr 25.09.2018, 21:14 Uhr
    Ich fahre die Cane Creek Thudbuster ST seit 25.000 Kilometer ohne Probleme noch auf dem ersten Elastomer. Meine Frau die LT. Dort nach 3000 Kilometer die Elastomere gewechselt (8 Euro), sonst auch kein Problem.
    Vor der Cane Creek hatte ich auch die Airwings - für mich ist die Cane Creek eine ganz andere Liga. An Rennräder kann ich mir ne Sattelstütze eigentlich gar nicht vorstellen.

    Klausen/Pragel war off wie on topic klasse. Vor allem der Abschnitt Glarus-Saggberg mit Einkehr Schwammhöhe mit sensationellen Tiefblick auf den Klöntaler See war ein Erlebniss.
  • Gast, 25.09.2018, 18:54 Uhr auf Bergziegenmutant
    Auf die Option Glarus/Schwammhöhe zum Klöntalersee hatte ich hier schon mal hingewiesen - ich finds nur nicht mehr.Egal.

    Für die Cane Creek war ich vielleicht zu grobmotorisch - oder die haben eine Riesen Serienstreuung.Bike24 verkauft wohl nicht umsonst ein Komplett-Reparaturset Lager/Lagerbolzen etc für die Cane Creek.Ev habe ich auch durch den reinen Geländebetrieb zu viel Dreck in die Lagerungen reinbekommen und dadurch sind die Gleitlagersitze ausgeschmirgelt - daß es da so einen Cane Creek "Pariser" gibt,wußte ich damals nicht.

    Wenn die Airwings hinüber ist,kauf ich mir fürs MTB auch wieder die Cane Creek.
  • artie_1970, 25.09.2018, 23:31 Uhr auf 0
    Servus Günter und Uwe,

    https://www.cervelo.com/en/Engineering-Field-Notes/Engineering-Fundamentals/Ride-Quality

    koennt ihr entnehmen (das ist fuer ein handelsuebliches Rennrad), dass vorne Reifen und Gabel 60 % des Federwegs ausmachen, hinten machen Reifen und Sattel gut 65 % des Federweges. Statt das die Hersteller ihr teures Ingenieurgehirnschmalz in spaghettiduenne Hinterbaustreben investieren, sollten sie einfach Platz fuer Breitreifen lassen, das funktioniert besser und billiger. Und in der Velothek in der Milchstr. haettest du auch gleich einen Velotraum Speedster mitnehmen koennen. 50 mm passen rein, kleine Gaenge und grosse 200er-Scheiben (in meiner Gewichtsklasse interessant) werden verbaut. Du bist reif fuer den Randonneur ..., als italophiler vielleicht auch den hier abgebildeten:

    https://janheine.wordpress.com/2018/09/24/why-we-dont-do-oem/

    Und Uwe kann ja einen Massrahmen bestellen, an den er diese Bremsen (und Trekkingreifen) montiert:

    https://janheine.wordpress.com/2015/07/21/centerpull-brake-parts-and-tools/

    Ich hoere schon den Aufschrei, hihi. Mein Winterprojekt wird die Umruestung auf Lenkerendschalthebel sein, allerding nur links, also fuer Schaltung und Breme vorne. Dann kommen echte statt Mini-Vs dran, wobei ich mit denen auch mit Gepaeck bei Rattenwegabfahrten keinen Aerger hatte. Aber echte Vs haben noch mehr Platz fuer Breitreifen. (-:

    Tschoe!

    Axel
  • Gast, 26.09.2018, 20:47 Uhr auf artie_1970
    Axel,solange die Bremsschuhaufnahmen nicht aus Reingold sind und das Cockpit von Rolex mit Swarowski-Applicationen,kannst Du mich mit dem verlinkten Rad nicht locken ;-)

    Günter
  • leisure17, 26.06.2019, 16:00 Uhr
    Hallo zusammen,
    hab leider erst jetzt den Faden entdeckt und geb noch meinen Senf dazu. Letztes Jahr stellte sich bei meiner Frau die Frage, wie sie ihr RR am Lenker komfortabler bekommt, da sie nach einer komplizierten Radiusfraktur immer Schmerzen nach längeren Fahrten hatte. 28er Reifen mit minimalem Druck brachten geringfügige Besserung, aber nicht genug.
    Ich hab erst nach Lösungen wie die von Specialized gesucht, ist aber nicht nachrüstbar. Dann selbst Gedanken gemacht und bin zuerst auf einen Parallelogram-Vorbau gekommen. Den hätte ich notfalls selbst gebaut. Dann erst gegoogelt (die ältere Generation ist halt manchmal umständlich) und den Redshift entdeckt. Trotz des hohen Preises auf Grund der wenigen durchweg positiven Beurteilungen gekauft und siehe: Die Minimalfederung dämpft genau so gut, dass die Schmerzen nicht mehr auftraten. Die Nachteile halten wir für sehr vertretbar unter den Umständen.
    Nach längerer Nutzung ohne irgendwelche Anzeichen von Spiel oder zu starker Setzung der Elastomere (welche ohnehin leicht ausgewechselt werden können) hab ich auch für meinen Randonneur so ein Teil beschafft, gerade für italienische Nebenstraßen und Strade Bianche.
    Auch ich bin nach min. 3Tkm mit dem Teil sehr zufrieden. Wenn Ihr fragt, wie sich das anfühlt: Erst mal ist der Unterschied sehr gering. Im Wiegetritt bemerkt man das Federn zunächst stark, gewöhnt sich aber dran. Den Effekt spüre ich mittlerweile nur beim Umstieg auf den Renner mit starrem Vorbau, bei dem mir kleine Unebenheiten plötzlich sehr hart durchzuschlagen scheinen, was auf längeren Strecken schon mal zu leichten Schmerzen an den Händen führt.

    Fazit: Ich brauch's nicht unbedingt, ist aber angenehm. Problemfälle, wie bei meiner Frau, profitieren sehr.
  • Nachtrenner, 25.11.2020, 00:15 Uhr
    Noch ein zu später Kommentar: ich habe mir Sattel- und Lenkerdämpfer besorgt. Fazit teuer, aber jetzt könnte ich einige Rumpelstraßen mit nur einer Hand am Lenker fahren, wo ich vorher nicht mal daran gedacht hätte. Also ich merke im Wiegetritt nichts nachteiliges. Die Sattelstütze neigt manchmal ein wenig zum Aufschaukeln was mich aber mittlerweile nicht mehr sonderlich stört Ichbin vor kurzem ein Rad mit breitem Flatbarlenker und ähnlich breiter Bereifung gefahren und fand es ganz deutlich unkomfortabler, obwohl ich meistens bei 40-622 Reifen mit 4-4,5 bar rumfahre.
    Gruß Rainer
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Edge 705 Verbindungsprobleme

  • Juja, 11.11.2020, 11:36 Uhr
    Hallo liebe Garminprofis, seit letztem Wochenende will sich mein Edge 705 nicht mehr im Massenspeichermodus mit irgendwelchen Rechnern verbinden lassen. Also eigentlich sollte bei Verbindung mit dem Rechner "Saving History" mit Fortschrittsbalken auf dem Edge angezeigt werden und der Edge dann als Speichermedium im Explorer o.ä. verfügbar sein. Das passiert nicht mehr, er geht einfach direkt in den Lademodus und ich kann vom Rechner aus nicht auf die auf dem Gerät gespeicherten Daten zugreifen.

    Schlimmes Wetter, das bei meinem letzten Garmin schon mal Totalausfall verursacht hat, hat er in letzter Zeit nicht erlebt. Am Rechner liegt's eher nicht, ich hab drei verschiedene Rechner ausprobiert (Windows und auch Linux). Am Kabel liegt's eher nicht, denn mit demselben Kabel ließ sich eine externe Festplatte einwandfrei verbinden. Irgendwo in den Tiefen des Internet fand ich den Hinweis, wenn man den Edge 705 an den Rechner steckt und dabei den Joystick nach oben drückt, erzwingt man den Mass Storage Mode, was insoweit geklappt hat, dass das Gerät dann tatsächlich das Symbol für diesen Modus anzeigt und ich vom Rechner aus auf die SD-Karte zugreifen kann, trotzdem aber nicht auf den Gerätespeicher, wo aber halt meine aufgezeichneten Tracks liegen.

    Bei Garmin gibt's für solch prähistorische Geräte eher keinen Support mehr, leider. Hat hier jemand ne Idee dazu?
  • Jan, 11.11.2020, 11:46 Uhr
    Hi Juja,
    ich habe keine Lösung für dich.

    Ich hätte aufs Kabel gewettet, denn andere Geräte sind da nicht ausschlaggebend. Garmin hat seine eigene USB-Logik, die nicht immer standardkonform zu sein scheint (gleiches gilt für Bluetooth). Daher gehen bei meinem 1030 auch nur gewisse USB-Datenkabel, bei Nadines 820 gehen alle USB-Datenkabel. Warum auch immer. Aber dass die SD-Karte in den Mass Storage Mode geht, lässt diese Fehlerquelle ausschließen.

    Viel Erfolg mit deinem Dinosaurier! In meinen Augen das kartenfähige Gerät mit dem besten GPS-Empfang. Ein echtes Qualitätsprodukt, dass es bis jetzt gelaufen ist!

    Herzliche Grüße, Jan
  • Uwe, 11.11.2020, 13:04 Uhr
    Hallo Juja!
    Mein Edge 705 ist in 2014 daran verendet, dass die USB-Schnittstelle kaputt ging. Letzte Chance ist, einmal ein ganz neues Kabel zu probieren. Die Kontakte für die Stromversorgung sind länger als die für die Daten. Das muss so sein, sonst würden komische Sachen passieren beim Stöpseln. Deshalb sind die Datenkontakte schneller abgenutzt. Sowohl am Kabel als auch am Gerät. Wenn es mit dem neuen Kabel nicht geht, ist vermutlich ein neues Gerät im Sack des Nikolaus.
    Schade drum, war ein sehr gutes Gerät mit sehr hoher Qualität der Aufzeichnungen.
    Viele Grüße, Uwe
  • Jan, 11.11.2020, 13:07 Uhr auf Uwe
    Interessant. Ist Kontaktspray / WD 40 auf dem USB-Port des Edge vielleicht einen Versuch wert?
  • Uwe, 11.11.2020, 16:17 Uhr auf Jan
    Kontaktspray, aber erst nachdem der Versuch mit einem neuen Kabel gescheitert ist.
    Das Problem der Kontakte besteht aber darin, dass man sie durch die Stöpselei kürzer schleift bis sie zu kurz sind. Deshalb ist ein ganz neues Kabel, was die Kontakte noch nicht so verkürzt hat, einen Versuch wert. Man kann auch meines Erachtens nicht einfach das Gerät öffnen (verklebt, verschweißt, vielleicht sogar vergossen) und einen neuen USB-Port einlöten oder sogar einen kurzen Kabelschwanz anlöten und dann von außen auf das Gerät zugreifen. Den Kabelschwanz könnte man ja genauso zum Laden usw. benutzen.
    Dummerweise kann man bei dem Gerät auch nicht über Blauzahn oder sonstwas kontaktlos auf den Gerätespeicher zugreifen. Und man kann auch nicht aufgezeichnete Strecken aus dem Gerätespeicher über das Menu auf die Karte umziehen oder kopieren. Sonst könnte man ja, solange man den Akku noch laden kann, einfach mit dem Ding weiterarbeiten, bis der Kartenslot im Eimer ist.
    Klingt dumm, ist es auch.

    Welches Gerät würde man denn heute neu kaufen, wenn man Karten nutzen möchte, GPX oder ähnlich vorplanen und nachfahren möchte, ordentlich aufzeichnen will mit barometrischen Höhen, lange Akkulaufzeit oder gute externe Lademöglichkeit im laufenden Betrieb haben will und gerne noch kontaktlos Daten auslesen möchte? Also, ich meine jetzt schon die eierlegende Wollmilchsau ;-)

    Trotzdem viele Grüße, Uwe
  • Jan, 11.11.2020, 16:23 Uhr 11.11.2020, 16:24 Uhr auf Uwe
    Weiterhin interessant :)
    Es gibt aber denke ich die Möglichkeit beim Edge 705, Aktivitäten auf der SD-Karte aufzuzeichnen, oder? Man kann sie nur nicht im Nachhinein umkopieren, wenn ich mich recht erinnere?

    Eierlegende Wollmilchsäue: Edge 530, 830, 1030. Je nachdem, wie kompakt man es haben will, und wieviele Scheine man auf den Tisch legen will. Alle haben heute die Möglichkeit, über einen Akkupack im Garminhalter das Gerät nachzuladen. Das ist schon richtig gut gemacht heutzutage! Die Wahoos taugen meiner Meinung nach nicht zum Guiden, über die Aufzeichnungsqualität der Wahoos kann ich nichts sagen. Die o.g. Edges zeichnen aber trotz GLONASS alle nicht so gut auf wie die Dinosaurier Edge 705/305 -> einfach, weil kein Platz ist unterm Display für die GPS-Antenne(n).

    Ich habe nach Kontaktspray bei Conrad geguckt, und raus kam WD40. Welches Kontaktspray ist denn spezifischer als WD40?
  • Uwe, 11.11.2020, 16:42 Uhr auf Jan
    Hallo Jan!
    Danke für die schnelle Antwort.
    Direkt auf die Karte aufzuzeichnen habe ich beim 705 nicht hinbekommen. Entweder geht es nicht oder ich bin zu blöd ;-)
    Kopieren geht ohnehin wohl nicht.
    Zum Kontaktspray kann ich keinen Tipp geben. Dann von mir aus mit WD40, solange man das Zeug nicht als Kettenspray zu verwenden sucht. Das geht nämlich nicht...
    Ich habe seit 2014, nachdem mein innigst geliebter 705 verschied, einen Garmin GPSmap64s gekauft. Ist ein dicker Klumpen mit Mignonzellen, fetter Antenne, Glonass und einem erbärmlichen Halter (Du verlierst das Ding unweigerlich, wenn du eine leicht raue Straße fährst. Da ich aber nicht absichtlich doof bin, habe ich eine Fangkordel dran gefrickelt, so dass er immer dran baumelt, wenn ich Schottersackgassen fahre). Die Aufzeichnung ist nicht ganz auf dem Level wie beim 705, aber durchaus noch gut. Bei dem Klumpen liebe ich die Sache, dass er auf normalen Mignonzellen läuft, die notfalls der Tankwart an der Autobahnraststätte im Regal hat. Leider geht eines Tages auch bei meinem Ding die USB-Schnittstelle kaputt und dann muss der Nikolaus kommen und mir helfen.
    Viele Grüße, Uwe

    Juja antwortet schon nicht mehr, weil sie in Trauer um ihren 705 ist und jetzt auf 6. Dezember wartet ;-)
  • apfelstrudel, 11.11.2020, 17:18 Uhr
    Hi Juja,
    ich nutze den Garmin GPSmap 60CSx. Uraltes Teil, aber für meine Zwecke ausreichend (Track am PC planen und mit Garmin nachfahren, ggfls. aufzeichnen).
    Ich komme auch nur über Umwege an meine aufgezeichneten Tracks (über den Anschluss als Massenspeicher kann ich die Tracks auch nicht finden).
    Ich tue folgendes...so und jetzt darf gelacht werden...
    Am Garmin rufe ich den aufgezeichneten Track auf und speichere ihn auf dem Garmin. Dann landet der Track in der Liste mit vorgeplanten Tracks. Dann schließe ich den Garmin ganz normal per USB an den PC und öffne die Garmin-Planungssoftware (bei mir: MapSource,aber höögschtes Niveau –>nächste Lachsalve).
    Dann kann ich den aufgezeichneten Track in meinem Laufwerk speichern.
    Keine Ahnung, ob dir das hilft und bittebittebitte nur sachdienliche Hinweise, falls jemand Optimierungsmöglichkeiten sieht ?
    LG
    Jörg
  • Juja, 11.11.2020, 17:27 Uhr
    Bin auf jeden Fall sehr dankbar für die Tipps, was ein potentieller Ersatz wäre. Erster Gedanke bei Ausfall ist bei mir ja eher "boah nöö, da muss ich mich jetzt ewig damit befassen, welches Gerät aktuell was taugt..." Werde aber vorher mal ein neueres Kabel suchen bzw. WD-40 testen und berichten. Danke!
  • Uwe, 11.11.2020, 17:40 Uhr auf Juja
    Hallo Juja!
    Einen Ersatz für den 705 zu finden, ist beim Thema "Qualität der Aufzeichnungen" vermutlich nicht ganz einfach, weshalb ich dir eigentlich Glück wünschen würde, wenn du das Ding noch reanimieren könntest. Ich habe bestimmt schon 20000 km Tourenplanerstrecken (netto, also das was wirklich nachher ins Netz gegangen ist) aufbereitet und schon alle Qualitäten erlebt. Von Datenmüll über "geht so" bis Edge 705 (also sehr gut, nur mal ein paar Peaks und Verwischer nur da, wo andere gar nichts mehr haben). Daher habe ich auch schon gleich die Frage nach einem neuen Gerät gestellt, weil ich in der letzten Zeit weniger fremde Tracks aufbereitet habe. Vom Bergziegenmutant hatte ich neulich mal gut 1500 km aus einem Edge 1030, die mal abgesehen von verzeihbaren Bedienungsfehlern unterwegs, recht ordentlich waren. Mit dem Teil könntest du schon mal arbeiten, ich habe mich aber nicht damit befasst, was der sonst so kann und kostet.
    Viele Grüße, Uwe
  • Uwe, 11.11.2020, 17:47 Uhr auf apfelstrudel
    Hallo Jörg!
    Dein 60er ist ja der Großvater meines 64ers und vermutlich von der Bedienung her noch ganz anders. Musst du da den Weg über MapSource unbedingt machen und kannst selbst nach dem Speichern als neue Planung nicht über den Explorer darauf zugreifen? Die ausgespeicherten Dateien, die du hervorholst, sind aber auch dann noch in einem "komischen" Dateiformat? Ich hatte mal Daten in der Vergangenheit, die aus einem 60er kamen, die ich fummelig umkonvertieren musste, bevor der Tourenplaner sie in die Bearbeitung nehmen wollte.
    Nicht immer sind die alten Geräte schlecht, sofern man mit der vorsintflutartigen Bedienung klar kommt. Da war Garmin ja immer etwas ganz Besonderes ;-)
    Viele Grüße, Uwe
  • apfelstrudel, 11.11.2020, 18:17 Uhr auf Uwe
    Stimmt, wahrscheinlich würden sich damit 1 - 2 Arbeitsschritte einsparen lassen. Mal schauen, ich probier's irgendwann mal aus.
    Und ja: Dieser Knochen sieht klobig aus (ist es auch), aber ich bin so der Typ: Was neues gibt's erst, wenn das Teil am Arsch ist.
    Einen Riesenvorteil hat das Teil für mich: Das Display wird umso klarer lesbar, je mehr Sonne drauf scheint. Das ist für mich ein Kriterium (bin bekennnender Schönwetterfahrer), weil ich keinen Bock auf Lese- oder Gleitsichtbrille beim Radeln habe.
    Und es geht in keiner Packtasche verloren....
    Schön Grüße Uwe
    Jörg
  • Uwe, 11.11.2020, 18:26 Uhr 11.11.2020, 18:26 Uhr auf apfelstrudel
    ... bin ja auch bekennender Schönwetterfahrer, ist aber eine Definitionsfrage, was "schön" überhaupt bedeutet ...

    Ist aber jetzt kein Garmin-Thema ;-)
  • apfelstrudel, 11.11.2020, 19:29 Uhr auf Uwe
    Hast Recht. Aber meine Wahrnehmung mit dem Display halte ich für wichtig. Als ich damals die Kaufentscheidung getroffen habe, war das mitausschlaggebend (neben einem sehr leistungsfähigen GPS-Empfangschip (sagt man das so?). Die ersten Touch-Displays waren übel milchig und bei Sonne kaum erkennbar.
    Ich brauche z.B. bei Sonne nur die minimalste Hintergrundbeleuchtung (schont die Akkus).
    Aber keine Ahnung, das wird sich wohl verbessert haben...
  • Kletterkönig120, 11.11.2020, 19:43 Uhr auf Jan
    Auch wenn ich ebnefalls nicht zur Lösung des Problems beitragen kann: Mein 705er läuft jetzt schon fast 10 Jahre im Wesentlichen ohne Probleme (ich hoffe das bleibt auch noch ein Weilchen so, zumindest bis es wieder eine neue eierlegende Wollmilchsau gibt oder - für die Verschwörungstheoretiker - wir in Zukunft die Daten aus dem uns implantierten Chip direkt einspielen können). Wenn man dann noch bedenkt, dass ich den im Austausch-Upgrade für einen defekten 305er erhalten habe, kann ich über Garmin nur lobenswertes berichten.

    Mitleidige Grüße aus dem narrenfreien Süden

    Marc
  • Juja, 13.11.2020, 16:45 Uhr
    Weitere Auswertung von mir, der Vollständigkeit halber: ich habe in einer kleinen Heldenleistung die ganze Kabelkiste aufgeräumt, dabei sogar meine quasi unbenutzten Garmin-Originalkabel wiedergefunden, aber hatte auch mit denen keinen Erfolg. WD-40 brachte auch nix. Dann hab ich noch die Möglichkeit erwogen, dass irgendeine kaputte Datei den ganzen Mist verursacht, mich mit einer stillen Träne von meinen letzten Tracks verabschiedet und eben einmal nen kompletten Reset (=alle Nutzerdaten weg) durchgeführt, was aber auch nix brachte. Ja, dann werd ich mich wohl demnächst auf die Suche nach einer neuen eierlegenden Wollmilchsau machen müssen, hilft ja nischt. Danke für die Anteilnahme und die hilfreichen Hinweise.
  • Uwe, 13.11.2020, 17:25 Uhr auf Juja
    Hallo Juja!
    Schade drum.
    Solange du keinen Wert auf die Aufzeichnung legst, kannst du ihn noch benutzen. Du kannst auch weiterhin geplante Tracks auf die SD schreiben und abfahren.
    Bevor du ein neues Gerät kaufst, kannst du das Thema noch mal neu aufmachen. Dann bekommst du auch mal die negativen Erfahrungen der Leute mit und kaufst nicht gleich den neusten Hype. Nicht alles ist gut, was lautstark beworben wird.
    Viele Grüße, Uwe
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Kein Scherz : bereits bestellt

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Einführung Garmin Edge 830

  • feuerland, 19.10.2020, 10:31 Uhr
    Hallo,
    hat hier jemand den Garmin Edge 830?
    Und wohnt vielleicht noch in Aarau oder im Umkreis von 50 km?
    Oder mag mir jemand von sonstwo via Whatsapp eine grobe einführung in den Edge 830 geben?

    Bin grad echt am verzweifeln und finde mich überhaupt nicht zurecht ... hatte bisher soo viele Garmin GPS Geräte .... eTrex, Montana, Oregon, ... aber mit dem Edge komm ich überhaupt nicht zurecht.

    Die meisten Funktionen brauch ich gar nicht ... entweder lade ich mir einen Track von Komoot oder will einfach nur die Karte sehen.

    Wenn ich einen Track von Komoot habe und von A nach B fahre ... und dann auf der gleichen Strecke zurück möchte ... krieg das nicht hin ... das Edge führt mich sonst wo hin, aber nicht zurück.

    Dann habe ich dauernd so einen blickenden riesigen Play Pfeil auf der Karte ... der sooo gross ist, dass ich die Strecke gar nicht sehen kann ... ich krieg den Pfeil einfach nicht weg
    Was nützt mir eine Karte, wenn ich diese nicht sehen kann?

    Dann möchte ich die Batterie-Spar Funktion nutzen ... eingeschaltet ist diese ... aber das Display schaltet weder von selbst ab, noch lässt es sich durch irgendwelche Knöpfe abschalten ....

    Ich bin echt am Ende und kurz davon das Edge zurück zu geben wegen kompletter Fehlprogrammierung.

    Das kann doch echt nicht wahr sein, oder?
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Latex Schläuche und Carbon-Clincher

  • paulek, 12.10.2020, 20:04 Uhr
    hallo geballte quäldich-intelligenz,

    ein neues rennrad kommt und das wird carbon laufräder mit mittelhohem profil von campa und felgenbremsen haben, 28mm breite faltreifen und vielleicht latex-schläuche.
    jetzt die frage (und nur die): hat jemand erfahrung damit - also latexschlauch mit carbonfelge und felgenbremse in den bergen?
    abfahrt, reibung, hitze, deren verteilung durch carbon und latex... oder doch lieber butyl?

    weiß da jemand was dazu?

    danke...
  • alltagsfahrer, 12.10.2020, 22:19 Uhr
    Hallo,

    wichtig bei den Latexschläuchen ist, dass Du die Dingens jedes Jahr wechselst. Wenn der Reserveschlauch auch ein Latexschlauch ist, dann den auch jedes Jahr wechseln. . Und Talkum bei der Montage nicht vergessen. viel Talkum !!

    ich selber habe Shimano Bremsen, DT-Swiss Montchasseral und fahre die nur mit Latex - seit 2016. Dieses jahr hatte eich einmal einen Garagenplatten und nach der letzten Rigiabfahrt im August habe ich vorne einen Halbplatten bemerkt. Das Teil hat Luft bis drei bar verloren, dann aber den Druck gehalten. Diese Notlaufeigenschaften hat man bei den Butylschläuchen nicht.

    Was ich merke ist, dass die Carbonfelgen mit steigender Temperatur agressiver werden.
    Hitzeproblem hatte ich noch nie. Die Probleme kommen erst bei Nässe, wenn der Abrieb der Bremsgummis die Schlitze in den Bremsgummis verstopft. Darum habe ich immer einen neuen Satz dabei.


    Allerdings darfst Du nicht vergessen, dass mein Systemgewicht bei 64kg liegt.

    Viel Grüsse aus Zug, Fritz
  • paulek, 12.10.2020, 22:28 Uhr 12.10.2020, 22:33 Uhr
    hallo fritz,

    das klingt ja positiv. das ist eigentlich die erste so positive meinung zu dieser kombination. der ersatzschlauch ist eh butyl bei mir...
    allerdings ist dein letzter satz wahrscheinlich auschlaggebend, bei mir sind es halt fast 20kg mehr :)

    danke und viele grüße aus berlin
    paul
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Shimano Lieferzeiten

  • dias_1, 23.08.2020, 14:19 Uhr
    Ich warte jetzt schon 2 Monate auf mein neues Rennrad. Angeblich fehlen noch einige Shimano Dura Ace Teile. Hat jemand aktuell von Lieferproblemen bei Shimano gehört? Ich habe das Rad mit Felgenbremse und mechanischer Schaltung bestellt. Kann es sein, dass Shimano die Dura Ace Gruppe nur noch mit Scheibenbremsen und/oder DI2 anbietet?
  • Gast, 23.08.2020, 16:07 Uhr 23.08.2020, 16:11 Uhr
    Die Teile sind schon noch auf dem Markt verfügbar

    https://www.bike24.de/p1182435.html?menu=1000,4,38
    https://www.bike24.de/p1182433.html?menu=1000,4,38
    https://www.bike24.de/p1182242.html?menu=1000,4,39
    https://www.bike24.de/p1182450.html?menu=1000,4,29
    https://www.bike24.de/p1182639.html?menu=1000,4,320

    oder in Übersicht hier

    https://www.bike-discount.de/de/shimano-dura-ace

    Lieferprobleme bei einigen Komponentensegmenten gab es und gibt es wellenförmig bei Shimano immer wieder,auch und gerade bezüglich der DuraAce.Jetzt kommt halt noch Corona dazu.....
  • lowrider, 23.08.2020, 18:40 Uhr
    Materialverfügbarkeit ist zur Zeit echt grausig, aber nicht nur bei Shimano. Beim Aufbau des letzten Rades mußte ich die Teile, Laufräder, Schaltung, ..., mühsam von x Lieferanten zusammen suchen. Wobei Fahrradfabriken üblicherweise andere / besser Versorgungswege haben.
    Frag doch mal welche Teile das sind und ob es Alternativen dazu gibt.
  • roger2, 03.10.2020, 21:26 Uhr auf lowrider
    Ich habe die gleiche Erfahrung: seitens Shimano Zentrallager scheinen 2020 viele Teile nicht lieferbar zu sein, selbst Bremsbeläge oder Ketten. Im Internet habe ich für alle benötigten Teile dann aber doch noch einen Lieferanten gefunden, der das Teil lagerhaltig hat - wenn auch teilweise zu deutlich erhöhten Preisen.
    Roger
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So schaut ein Disc-Fahrer aus

  • Gast, 19.08.2020, 12:57 Uhr
    https://www.radsport-news.com/sport/sportnews_121213.htm

    die Disc : https://androniteam.it/per-il-team-di-savio-e-bellini-biciclette-bottecchia-anche-nel-2021/

    Die Rache dafür,so ein Legenden Bike wie Bottecchia mit einer Scheibenbremse zu verhunzen

    ;-)
  • matsbiker, 18.09.2020, 23:18 Uhr
    Nicht nur Verhunzung, sondern auch technischer Irrsinn: Rein physikalisch ist eine Felgenbremse auf langen Abfahrten jeder dieser albern kleinen und dünnen Scheibchen haushoch überlegen. Wen's interessiert: Die Bremskraft wächst linear mit dem Radius der eingeleiteten angreifenden Kraft.
  • Gast, 20.09.2020, 18:13 Uhr
    Man stelle sich vor : auf einem (1) COLNAGO mit (2) FELGENBREMSEN wurde die TdF gewonnen https://www.youtube.com/watch?v=a0_cYt6grP4

    Nach herrschender Vorgabe der Sales Typen der Bike Industrie ist ein RR ohne Scheibenbremsen praktisch nicht mehr fahrbar.....und dann sowas.
  • matsbiker, 21.09.2020, 10:47 Uhr
    Ja, und völlig unverantwortlich, dass die Teamleitungen es den beiden besten Fahrern der diesjährigen Tour gestatten, aller technischer Möglichkeiten zum Trotz ihre High-Tech-Bikes von Bianchi und Colnago mit derartigen Anachronismen auszustatten. Wie haben Roglic und Pogacar es bloß geschafft, bei den kurvenreichen Abfahrten, teils sogar im Nassen, zu den wenigen nicht Gestürzten zu gehören? Nach einhelliger Auffassung der Marketing-Heinis ist das doch gar nicht möglich!
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Kaufberatung Fulcrum Racing 4 vs. DTSwiss PR1600 Spline 32

  • jul_schmid, 10.09.2020, 09:59 Uhr
    Hallo zusammen,

    ich stehe kurz davor mir einen neuen Laufradsatz für mein Rennrad zuzulegen. Die Preisklasse bis ca. 400EUR sollte es tun.
    Was haltet ihr von den beiden Sätzen oben? Hat jemand Erfahrungen?
    Gewicht und Felgenhöhe ähnlich sind ja ähnlich...
    Habt ihr evtl. noch vergeleichbare die interessant sein können? Sollten schon eine Höhe von ca. 32-50mm haben.

    Danke für eure Hilfe

    Grüße
  • matsbiker, 18.09.2020, 23:10 Uhr
    Hallo Jul_Schmid,
    ich kann nur begrenzt etwas beisteuern. Ich wiege 85-88 kg, je nach Rucksack kann das Systemgewicht also auf 110kg kommen. Die DTSwiss 1600 fahre ich z.Z. seit 4000km, ohne das geringste Problem auch auf schlechten Untergründen. Kombiniert habe ich sie mit 25mm Conti GP-Reifen (die klassischen, nicht GP 5000 oder so).
    Auf einem früheren Rad hatte ich mal Fulcrum Racing Comp-Felgen, die etwas einfacher gedichtet sind. Auch die waren nicht schlecht, auch effizient beim Bremsen, aber nach 2000-3000km trat am HR ein leichter Seitenschlag auf, den ich herauszentrieren musste.
    Robust und langlebig sind sicher beide; ich würde nach jetzigem Kenntnisstand dem DTSwiss den Vorzug geben.
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Steigungsmessung

  • Teetrinker, 02.02.2008, 22:22 Uhr 12.02.2008, 19:19 Uhr
    Steigungsmessung-Diskussion zur Idalpe : Mein VDO MC 1.0 zeigt beim Fahren manchmal kurzzeitig eine höhere Steigung an, als er hinterher als Maximalsteigung ausgibt. Ich finde das ok, denn IMHO muss eine Maximalsteigung schon eine gewisse Länge haben, damit sie zählt. Z.B. ergibt ein halber Höhenmeter auf zwei Meter rechnerisch 25% Steigung, aber wenn es davor und dahinter eben ist (oder viel weniger Steigung hat), dann rollt man darüber doch einfach mit einem kräftigen Tritt oder etwas Schwung weg.
    Die Beobachtung, dass Verkehrsschilder mehr Steigung angeben, als mein Tacho misst, mache ich auch häufig. Ich traue dann eher meinem Tacho, denn dessen Steigungsanzeige entspricht der notwendigen Anstrengung, um weiterzufahren. Auf die Beschilderung trifft das nicht immer zu.
    Gruß, Tilmann
  • kletterkünstler, 02.02.2008, 22:00 Uhr 12.02.2008, 19:19 Uhr
    Ob mein MC 1.0 auch zeitweise mehr anzeigt als er hinterher als Maximalsteigung angibt, kann ich jetzt nicht genau sagen. Im zweistelligen Prozentbereich bin ich nicht mehr in der Lage noch auf den Tacho zu schauen bzw. die kleine Zahl durch die Brillengläser zu erkennen, meine Augenerkrankung kommt da noch erschwerend hinzu. Also bei 22% bspw. kann ich so grade noch nach vorn schauen, mit lesen, denken oder so ist da nicht mehr viel ;)
  • stb72, 03.02.2008, 17:23 Uhr 12.02.2008, 19:19 Uhr auf kletterkünstler
    Kann euren Aussage nur zustimmen,ich hab auch einen VDO MC 1.0, der braucht ca. 10-20m in einem Prozentbereich, um eine Steigung auch festzuhalten, kürzere Abschnitte sind aber wir ihr gesagt habt auch vernachlässigbar. Gefühlsmäßig zeigt er aber die Steigung recht genau an - bei 20% guck ich aber auch nicht mehr auf den Tacho.
  • Teetrinker, 03.02.2008, 21:08 Uhr 12.02.2008, 19:19 Uhr auf stb72
    Hätte ich vielleicht gleich dazu schreiben sollen: Meine Beobachtung bezog sich auf Steigungen im Bereich von 10%. Bei 20% schaue ich auch nicht mehr auf den Tacho, da konzentriere ich mich wie ihr darauf, zu treten und nicht umzufallen ... Nebenbei habe ich auch eine gewisse Trägheit der Anzeige bemerkt: Wenn ich dieselbe kurze Rampe schneller hochfahre, dann zeigt er eine geringere Steigung an. Das stört mich aber nicht sehr, ich bin mit Teil nach wie vor zufrieden.
  • kletterkünstler, 03.02.2008, 21:19 Uhr 12.02.2008, 19:19 Uhr auf Teetrinker
    Ich auch und die funktechnik will ich auch nicht mehr missen. Manchmal will man ja gar nicht wissen, wie steil es wirklich ist. Deshalb haben die am Keutenberg wohl nur ein 22%-Prozentschild oben hingestellt, also wenn man runter fährt u. nicht andersrum ;) Psychologisch gesehen ein geschickter Schachzug
  • roger2, 08.02.2008, 22:06 Uhr 12.02.2008, 19:19 Uhr
    Alle üblichen Steigungsmesser sind barometrische Steigungsmesser und arbeiten über den Luftdruck. Neben der schon erwähnten Ungenauigkeit durch die Taktung gibt es noch Fehler durch lokale Luftdruckunterschiede, die insbesondere bei Wind auftreten. Jeder kennt den Sog (= Unterdruck), wenn ein LKW an einem vorbeifährt. Der gleiche Effekt tritt auf, wenn der Wind über Felsvorsprünge, Häuser und ähnliches pfeift. Um solche plötzlichen Sprünge in der Höhenmessung abzumildern, mitteln die Höhenmesser alle über mehrere Sekunden, insbesondere auch bei der Festlegung der Maximalsteigung.
    Bei entsprechenden Scherwinden kann es aber durchausvorkommen, dass der barometrische Höhenmesser durcheinanderkommt. In den Pyrenäen bin ich einen Berg mit schätzungsweise 5% Steigung hochgefahren - und der Steigungsmesser zeigte eine Abfahrt mit -1% an.
  • backpenther, 09.02.2008, 11:51 Uhr 12.02.2008, 19:19 Uhr auf roger2
    Maximalsteigung hin oder her ... die hängt zum Teil wirklich von der jeweiligen Basislänge ab. Bei Basislänge = 1 cm hat ein Bordstein eine unendliche Steigung. Ich hab vor der Haustür auch eine Straße, die zwar nur 800 Meter lang ist, aber auf 20 Meter so 25% hat. Davor und danach sind es immerhin 18 oder so. Eine allgemeinere Information ergibt sich, wenn man den steilsten Kilometer oder halben Kilometer hernimmt. Bei den Alpenklassikern ist ein Kilometer mit 13% schon selten (Mortirolo, Ötztaler Gletscherstraße, Pragelpass schaffen das knapp, Zoncolan war ich noch nicht).
  • roger2, 12.02.2008, 19:12 Uhr 12.02.2008, 19:19 Uhr auf backpenther
    Ich schlage auch vor, dass wir uns nach Möglichkeiten bei Passbeschreibungen an Steigungsangaben mit einer Steckenlänge von 500 m bis 1000 m halten sollten. Wenn ich eine Strecke für eine Beschreibung abfahre, dann gehe ich nach folgender (aufwändigen) Methode vor: Ich halte an mehreren markanten Punkten an (z.B. Kehre) und notiere aktuellen km-Stand und aktuelle Höhenangabe. Zuhause rechne ich dann die mittlere Steigung aus: (Höhe2 - Höhe1)/(Stecke2 - Strecke1)/10 = Steigung in %. In der Zeit, in der ich Zettel und Stift aus der Tasche hole, stabilisiert sich die Höhenmessung auf einen Wert, so dass die Methode nach meiner Einschätzung relativ genau ist.
    Die Angabe der Maximalsteigung ist trotzdem interessant: Wenn die durchschnittliche Steigung bereits 13% beträgt, dann ist ein kurzer steilerer Abschnitt, bei dem der Steigungsmesser 20% anzeigt, durchaus eine weitere Herausforderung. Wobei klar ist, dass dies dann eher ein Anhaltswert für die Steigung ist.
    Ablesen der Maximalsteigung am Ende der Tour kann man im allgemeinen vergessen (wie oben schon erwähnt). Wobei bei stabilem, windstillen Wetter die Reproduzierbarkeit eines MC1.0 nicht zu schlecht ist: Bei meinen Hausbergen schwankt dabei die Angabe der Maximalsteigung nach der Tour um etwa 2%. Bei instabilem Wetter sind Fehler von 5% drin.
  • speiche, 12.02.2008, 19:19 Uhr
    hallo auch,
    ich glaube , dass der vdo mc 1.0 eine taktung von alle 4 sekunden hat. da er barometrisch misst treffen die bereits erfolgten einträge zu. ich habe ebenfalls den sky-mounty montiert, der wie eine wasserwaage funktioniert und kann bestätigen, dass der vdo ziemlich genau die höhe angibt. die verkehrsschilder übertreiben zumeist, wie ich in der vergangenheit immerwieder feststellen musste.
    gruß
    christoph
  • Nachtrenner, 16.07.2020, 09:59 Uhr 16.07.2020, 10:01 Uhr
    Hallo zusammen, bei Steigungsangaben an Straßen scheinen die Straßenbauämter Maximalsteigung und Steigungslänge gerne mal zu kombinieren: wenn man von der Buocher Höhe im Remstal abfährt, steht am Ortsausgang ein Schild mit den Angaben 12% Gefälle auf 3,6 km Länge. Das Schild steht auf etwa 490 m ü NN, folglich müsste man am Ende der Strecke irgendwo um 100 m ü NN rauskommen. Das Tal liegt hier auf 235 m ü NN! Dieses Phänomen habe ich schon oft gesehen. Das Maximalgefälle beträgt auf mehreren hundert m tatsächlich 12% oder nur etwas weniger, aber der größte Teil eben nur um 7% kurz auch nur um 5%, was mir mein Bryton 410 auch immer wieder bestätigt und sich mit der gefühlten Anstrengung deckt. Der Bryton braucht auch mehrere s bzw. einige m um eine reproduzierbare Steigungsangabe zu erstellen, die trotzdem von Tag zu Tag schwankt, aber nur um etwa +-1%. Das eine 6%-Steigung mit bleischweren Beinen zu einer Wand werden kann hat wohl jeder schon einmal erlebt. Wenn ich dann lese, dass manche mit kniemordenden Übersetzungen a la 42/26 18%-Steigungen hochwürgen, wahrscheinlich noch in extremen Schlangenlinien, dann frage ich mich wie die verhindern, dass bei noch höheren Steigungen wie im Allgäu ihr Vorderrad abhebt. Bei mir ist bei etwa 21% Schluss mit Bodenhaftung wenn ich die Steigung ganz gerade im Sattel hoch fahre.
    Wie macht ihr das bei so extremen Steigungen? Ich fahre so etwas mit 34/35 oder 34/40, also untersetzt, weil mir sonst meine Knie meckern.
    Gruß Rainer
  • sugu, 16.07.2020, 10:40 Uhr
    Ich nehme das Trekkingrad mit 20-32-44 und 11-36, da kurbele ich auch bei 12% noch mit einer 80er TF. Bei 25% wird es dann langsam spannend.

    Die Straßenbauämter machen das in der Tat oft nach Gutdünken und das aus zwei Überlegungen: Zum einen ist bei der Steigung das Maximum wichtig, damit der Lastwagenfahrer weiss, ob er überhaupt hochkommt (gut, die heutigen Motoren sind da meist nicht mehr die Grenze), zum anderen kann man oft eine kurze Maximalsteigung noch mit Schwung anfahren und der Durchschnitt ist wichtiger.
  • Gast, 16.07.2020, 12:02 Uhr
    Nebenbei (und ungefragt) : die Kombi 20-32-44 und hinten (9-fach) 11-36 habe ich (beim MTB) erfolgreich bis zum get no verschärft mit (hinter den 36er aufgesteckt,unten muß halt ein 15er oder so rausgenommen werden)
    https://www.bike-components.de/de/Wolf-Tooth-Components/GC-Ritzel-fuer-Shimano-10-fach-p76927/
    ergänzt mit
    https://www.bike-components.de/de/Wolf-Tooth-Components/GoatLink-Schaltwerk-Adapter-p64002/

    Und es funktioniert einwandfrei.

    Selbst die furchtbarsten Rampen,wo selbst mit 20 zu 36 Schluß war,sind jetzt (schon traktionsmäßig) kein Problem mehr.
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Konditionieren (Ausgasen) von Resin Scheibenbremsbelägen

  • roger2, 13.07.2020, 21:38 Uhr
    Hallo zusammen,
    seit kurzem habe ich mein neues Gravelbike mit Scheibenbremsen. Und nach ca. 50km Einfahren gleich bei der ersten kleinen, aber steilen Abfahrt von der Schwäbischen Alb ein massives Fadingproblem bei einem Bremsversuch aus ca. 65km/h: Fahrrad ließ sich nicht mehr zum Stillstand bringen, Systemgewicht nur etwas über 80kg.
    Ich habe dann recherchiert und ,,Experten" sagen, dass man Resin Beläge nachhärten / konditionieren / ausgasen muss. Weil manche Hersteller den entsprechenden Temperierschritt in der Produktion weglassen würden. Macht Ihr so etwas? Und vor allem: wie soll ich kontrollieren, dass die ,richtige' Temperatur von 200°C erreicht ist?

    Beispiele:
    https://www.bike-magazin.de/service/bike_wissen/service-einbremsen-von-scheibenbremsen/a20337.html
    Zitat: ,,Zum Abschluss des Einbremsens sollte man - bei organischen Belägen - das Ausgasen provozieren. Dazu auf einer langen, steilen Abfahrt die Bremse (einzeln!) so lange schleifen lassen (richtig heiß bremsen), bis das Initial-Fading beginnt, die Bremswirkung also deutlich nachlässt. Ganz Hartgesottene bleiben jetzt sogar so lange auf der Bremse, bis die Verzögerungswirkung wieder zurückkommt."

    https://www.rosebikes.de/services/tutorials-&-tipps/scheibenbremse-einbremsen
    Zitat: Nach dem Einschleifen soll bei organischen Bremsen der Ausgasungsprozess stattfinden. Vorder- und Hinterradbremse sollen einzeln auf langer Strecke heißgebremst werden. Die o.g. Bremsvorgänge wiederholst du solange, bis die Bremsen heiß sind, um auszugasen zu können. Die Bremsklötze sollten nicht überhitzen, um ein verglasen zu vermeiden.

    https://www.mybike-magazin.de/fahrraeder_und_ebikes/basiswissen/20-fragen-rund-um-die-scheibenbremse
    Zitat: "Speziell bei organischen Belägen müssen die Beläge durch starkes Dauerbremsen im Gefälle auf über 200 Grad erhitzt werden, damit Lösungsmittel ausgasen können. Beim Ausgasen vermindert sich die Bremskraft stark, es kommt zum sogenannten ,,Fading"."

    Gruß, Roger
  • sugu, 13.07.2020, 22:56 Uhr
    Ich bin ähnlich wie im Scheibenbremsen-Kompendium https://vdocuments.mx/scheibenbremsen-kompendium.html (Seite 58) vorgegangen,aber nicht 30-40 Mal: Auf dem Heimweg habe ich zwei Kilometer mit 100 Höhenmetern https://www.quaeldich.de/paesse/aegidienberg/#variante-der-westanfahrt-ueber-mucherwiesenweg Da komme ich relativ schnell auf 40 km/h und bremse dann runter. Beim zweiten Mal spüre ich schon, dass die Bremse griffiger wird, beim dritten Mal ist die Bremskraft deutlich besser und beim vierten Mal ist keine wesentliche Veränderung mehr.
  • lowrider, 14.07.2020, 19:00 Uhr
    Hallo Roger,
    das Problem mit anfänglichem Ausgasen kenne ich nur von Shimano Belägen. Die anderen Hersteller scheinen das im Griff zu haben.
    Die verlinkten Anleitungen sind schon brauchbar und 200 Grad hat es bald. Wenn der Edelstahl der Scheibe eine hübsche Anlauffarbe annimmt, hatte dieser über 300 Grad.
    Schönen Gruß, Oliver
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Interessantes Technik-Video für Carbon-Fans

  • Uwe, 29.02.2020, 21:41 Uhr
    Hallo!
    Zufälliges, aber durchaus sehenswertes Fundstück aus der Tube:
    https://www.youtube.com/watch?v=yajCXeNTbqk
    Viele Grüße, Uwe (der zum Glück kein Geld hat für solchen Sperrmüll)
  • Gast, 01.03.2020, 15:41 Uhr 01.03.2020, 15:43 Uhr
    Abgesehen von dem Cervelo Industrieschrott : der Typ in dem Video lallt sich einen zusammen,wie wenn er hochgradig mit dem Corona Beer Virus infiziert wäre
    https://edition.cnn.com/2020/02/28/business/corona-beer-marketing/index.html
    https://twitter.com/i/web/status/1233393636672446464
  • matsbiker, 03.06.2020, 11:18 Uhr
    Ja, gut dass ich auch kein Geld für solches Carbon-Gedöns habe, und so was auch nicht brauche

    Ich stehe diesen ganzen Totalintegrationsrädern ohnehin skeptisch gegenüber - im Zweifel muss man dann das ganze Rad neu kaufen, und das ist es genau, was Industrie und Handel wollen. Nichts passt mehr zusammen, und der Murks drittklassiger Ingenieure wird durch die treuherzigen, tief-materialgläubigen Kunden, äh, "Endverbraucher" trifft's wohl besser, regelmäßig und in immer kürzeren Abständen vergoldet.

    Der Typ in dem Video ist schon klasse, möchte gar nicht wissen, was der alles eingeworfen hat! Gefühlte 20mal "hitting the frame... limit the travel... impact... de-lamination..."
    Aber Recht hat er trotzdem.

    In Japan haben die Kanadier wohl auch eine große Fangemeinde, die allerdings vermehrt ihrem Ärger Luft macht:

    https://tokyocycle.com/threads/the-cervelo-failure-saga-continues.5254/

    Beste Grüße, bleibt gesund (& vernünftig)
    Matthias
  • Norwegian1611, 13.07.2020, 18:25 Uhr 13.07.2020, 18:25 Uhr
    Das ist ja kein grundsätzliches Carbonproblem. Wenn man diesen Blödsinn in einen Leichtbau-Alurahmen gesetzt hätte, wäre der Lenkkopf dort ausgestanzt worden.
    Aber das der Typ 10 Minuten frei reden darf und für maximal 30 Sekunden Botschaft rüberbringt ist echt unglaublich.
    Gruß aus dem Norden
    Ulrich
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Übersetzung Rennrad vs. Trekking

  • dvchannover, 12.05.2020, 21:39 Uhr
    Mein Problem: Bin am Überlegen, mir ein Rennrad zu kaufen, will aber unbedingt Berge hinauf.
    Komme vom Trekking-Rad: Bin letztes Jahr mit einem guten Bergamont-Trekker und dem kleinsten Gang (vorne 26T, hinten 32T, kurz 26/32) am Nordaufstieg zum Misurina gescheitert. Habe dieses Jahr die Kassette gewechselt, so dass ich 26/36 zur Verfügung habe. Damit ging es von Wernigerode ganz gut auf den Brocken (war aber schon anstrengend).
    Und jetzt zum Rennrad: Da ist der kleinste Gang 34/32 oder gar 34/28. Das sind krass andere Verhältnisse als am Trekker. Bei steilen Anstiegen spielen viele der Vorteile eines Rennrades keine Rolle. Wie soll einer wie ich (so tierisch untrainiert fühle ich mich jetzt gar nicht) da eine richtige Steigung raufkommen?
    Frage mich zunehmend, ob ein Rennrad für mich überhaupt Sinn ergibt (Systemgewicht knapp 110 kg). Kann leider keines Probefahren (meine Rahmengröße 62 cm gibt es im Umkreis von 100 km nicht...).
    Sehe ich irgendwas grundfalsch?
  • Gast, 12.05.2020, 22:40 Uhr
    Es gibt auch fürs Rennrad die Lösung mit 3-fach vorne https://www.bike24.de/rennrad-kurbeln.html?__qf_product-list-order-by=&sort=price_asc&content=7&menu=1000%2C4%2C29&pgc%5B31%5D%5B384%5D=1&pgc%5B263%5D%5B1607%5D=1&dynamicAttributes%5B31%5D%5B384%5D=384&dynamicAttributes%5B263%5D%5B1607%5D=1607&saleOnly=0

    Also 3x9 oder 3x10 , ist ein Preisfrage und eine Präferenzfrage. Mein Tip : 3x9 reicht völlig.

    Statt dem 30iger der 3fach Kurbel gibts von Specialites TA einen 28er oder sogar 26er , mit einer 36er Kassette hast dann auch z.B. 26 zu 36 . Zu achten ist auf ein Schaltwerk mit sehr langem Schaltkäfig,ggf. aus dem MTB-Regal.Da kommst selbst mit 110kg mit dem Rennrad "spielend" zur Auronzohütte/Misurina hoch....Das Rennrad ist ja wohl auch sehr viel leichter als der Trekker,da liegen Welten dazwischen.Auch die Sitzposition ist auf dem Rennrad sehr viel effektiver.

    So gesehen würde ich zum Umstieg auf den Renner raten.Die angesprochene Konfiguration wirst Du allerdings nicht als Komplettbike von der Stange kriegen,sondern nur über einen Individualaufbau.
  • hivibub, 13.05.2020, 06:54 Uhr
    Zusätzlich wäre noch eine MTB-Kurbel möglich, da gibt's die Abstufung 44-32-22. Das habe ich letztes Jahr auch auf meinen Crosser montiert, bevor ich ihn zu Schrott gefahren habe...
  • dvchannover, 13.05.2020, 11:40 Uhr
    Schade, hatte so ein bisschen gehofft, dass 34T vorne + 34T hinten (Kassettentausch erforderlich) am Rennrad ungefähr der 26T vorne + 36T hinten am Trekker entspräche... Umbau auf 3-fach-Kurbel würde ich nur beim Händler vor Ort machen lassen, wo ich das Rad auch kaufe. Damit ist die Saison wohl gelaufen (wegen der Lieferzeiten).
  • hivibub, 13.05.2020, 13:39 Uhr
    Neee, die Übersetzung hat nichts mit Rennrad oder Trekkingrad zu tun. Bei 34 vorne und hinten hast Du ein Verhältnis 1, sprich eine Kurbelumdrehung hat eine Radumdrehung zur Folge. Bei 26 zu 36 ist dieses Verhältnis 0,72. Es gibt hierfür auch Seiten, wo sich das leicht berechnen lässt: http://www.kreuzotter.de/deutsch/cadence.htm (Hier Übersetzung und Auswirkung auf Geschwindigkeit/Trittfrequenz)

    Es gibt noch einen Adapter, mit dem größere Kassetten mit dem Rennrad-Schaltwerk gefahren werden können, da kennt sich aber Uwe besser aus. Vielleicht kann er da noch kurz was zu schreiben, falls er mitliest :)
  • dvchannover, 13.05.2020, 14:37 Uhr
    Eben, das ist es ja, was mich so wundert: Z. Zt. fahre ich am Trekker mit dem Verhältnis 0,72. Komme die Berge langsam aber sicher hoch. Letztes Jahr mit dem Verhältnis 0,82 bin ich mit demselben Bike gescheitert. Und Rennräder von der Stange haben zunächst so was wie 34/28 = 1,21. Das günstigste Verhältnis (könnte aber auch ein Fitnessbike gewesen sein) war 34/32 = 1,06. Da fehlt mir jede Fantasie, einen Alpenpass hochzukommen. Und ich würde mich konditions- und kraftmäßig im gehobenen Mittelfeld ansiedeln (was immer das heißt). Deshalb meine Spekulation, dass Rennräder per se irgendwie besser gehen (was immer das heißt)... Erklären hätte ich es mir aber auch nicht können.
  • sugu, 13.05.2020, 16:02 Uhr
    Auf dem Trekkingrad fahre ich vorne 20(!)-32-44 und hinten 11-36, auf dem Gravel 30-46 und 11-42 (Shimano GRX-Gruppe). Auf Grund des leichteren Rades habe ich auf dem Gravel die ganz kleine Übersetzung noch nicht vermisst, zumindest nicht bis 18%. Die Nagelprobe wird wohl kommen, wenn ich die ganz steilen Hügel in der Nachbarschaft mal angehe (25%) oder vielleicht auch mal mit Gepäck unterwegs bin. Wobei schaffen und entspannt fahren da zwei paar Schuhe sind. Auf dem Trekkingrad fahre ich schon bei 10% im kleinsten Gang, weil da noch eine angenehme Trittfrequenz (85) möglich ist. Auf dem Gravel wird es schon ein paar Umdrehungen weniger, aber es bleibt noch genug Luft, um trotzdem schneller zu fahren. Und schnell genug ist das Gravelbike in der Ebene trotzdem. Vielleicht wäre das ein Kompromiss?
  • Gast, 13.05.2020, 17:20 Uhr auf sugu
    @SUGU : darf ich fragen,wo Du den 20er her hast . https://www.mountain-goat.de/index.php ? Ich fahre die gleiche Kombi 20/32/44 am MTB,hinten mit nem Kranz bis 42 ! 20 zu 42 = Eiger Nordwand tauglich.

    Ja,ein Gravelbike wäre eine überlegenswerte Alternative.So,und jetzt warte ich auf einen mindestens 5seitigen Beitrag von Uwe (ich glaube der macht einen auf Radurlaub und ist beschäftigt ) ;-)
  • dvchannover, 13.05.2020, 17:42 Uhr
    20/42? Da fährt man doch schon rückwärts! Gravel war auch meine erste Idee, zumal ich Bergamont mag: 30/36 von der Stange (beim Grandurance Expert) ist schon mal 'ne Ansage. Doof nur das max. Systemgewicht von 110 kg ;-) und der Preis (für einen Einsteiger). Es ist halt wirklich so: Man muss es austesten. Vielleicht darf ich im Herbst wieder auf Malle: Da gibt es alle möglichen Varianten günstig zu leihen.
  • Uwe, 13.05.2020, 17:49 Uhr 13.05.2020, 17:49 Uhr
    Hallo!
    ...nehme die Herausforderung an... aber 5 Seiten werden es nicht ganz ;-)
    Ich habe am Rennrad (Baujahr 2011) Dreifach 28-39-50 und Kassetten bis 30 Zähne, fahre aber lieber die 27er, da sie im mittleren Bereich feiner abgestuft ist. Leider ist Dreifach aber so gut wie tot, zumindest im halbwegs qualitativ brauchbaren Bereich. Und am Renner mag ich nicht mit hinten 9-fach oder weniger fahren wegen der feineren Abstufung bei 10-fach. Selbst über einen wüsten Hamsterkauf aus der Ersatzteilkiste wird das nichts mehr.
    Am Gravelbike habe ich vorne 30-46 (Shimano GRX, nachdem ursprünglich 34-50 drauf war) und hinten 11-36 auf dem Breitreifenradsatz. Das sind ca. 1,84 m Entfaltung mit dem kleinsten Gang. Noch kürzer brauche ich nicht, da sonst das Rad umfällt. Letzten Sommer bin ich noch mit der alten Kurbel gefahren und hatte als letzten Gang vorne 34 und hinten 36, was an Steigungen ab 20 % für mich (fast) nicht mehr ging.
    Meines Erachtens ist die Kraftentfaltung mit Rennradgeometrie um Welten effektiver als mit Tourenrädern. Einzig auf losen Untergründen wird es auch mit Breitreifen (habe 42 mm drauf, breiter geht bei mir nicht wirklich) schon mal eng, da du natürlich nicht aus dem Sattel kannst, ohne ein Loch in die Erde zu kratzen.
    Mein Tipp: Gravelbike (ähnlich wie Rennrad, aber im Detail anders) mit Shimano GRX 2-fach, vorne 30-46 nehmen, hinten je nach Heimatrevier 11-28 oder 11-32 wählen. Einen zweiten Radsatz mit 11-36 und breiteren Schlappen für den Acker oder für das Gebirge.
    Übrigens gibt es ja noch den Wolftooth-Adapter, um größere Kassetten zu fahren. Ich habe meinen Wolftooth Anfang der Woche entfernt um die Performance der Schaltung zu verbessern. Musste aber dann eine längere B-Schraube einsetzen, da sonst das Schaltwerk mit der Rolle auf dem 36er aufläuft und beim rückwärts treten blockiert. Ob es ohne Wolftooth geht, ist sehr individuell und hängt vom Ausfallende / Schaltauge ab und ist dann noch Einstellungssache.
    Meine bescheidenen 280 verschiedenen Auffahrten in den Alpen habe ich fast ausnahmslos mit dem Renner gemacht und hatte dabei keine Untersetzung.
    Außerdem solltest du niemals eine 1:1-Übersetzung zusammenbauen, da dabei beim Treten immer die selben Speichen belastet werden, wenn du einen langen und sehr schweren Hügel rauf eierst. Das kann zu teuren Folgeschäden führen.
    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 13.05.2020, 19:01 Uhr
    Wobei "Gravel" zwangsläufig das Scheibenbremssystem mit sich bringt.Ob man sich das antun will,sollte gut überlegt werden.Natürlich wird man im "Main-Infotainment" zum Thema Scheibe nichts offiziell negatives finden (wenn,dann nur äußerst verhalten oder kryptisch).Aber die Realität auf der Straße (oder im Gelände) schaut brutalst anders aus (meist hört man es ja eh schon 500m gegen den Wind).Und Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel .
  • hivibub, 14.05.2020, 06:57 Uhr auf 0
    Ich (der Scheibenbremsverächter vom Ortlerhaus) habe mittlerweile auch einen Crosser mit Scheibenbremsen, einfach weils nichts anderes mehr gibt. Eine Passabfahrt habe ich damit bisher noch nicht gemacht, aber ansonsten konnte ich noch nichts negatives feststellen. Gerade im Matsch und Dreck ists tausendmal besser und man macht sich seine Felgen nicht mehr kaputt. Mit Straßenreifen (23mm) hält sich der Vorteil aber sehr in Grenzen, da ist der Reifen der limitierende Faktor hier würde ich ganz klar normale Bremsen bevorzugen.
  • Gast, 14.05.2020, 10:01 Uhr auf hivibub
    Na ja,vorliegend ginge es ja auch darum,daß jemand mit > 120kg Gesamt-Systemgewicht bei langen Passabfahrten auf 160mm Scheiben vertrauen müßte - ist wie russisches Roulette oder Teilnahme an einer Coronaparty
  • sugu, 14.05.2020, 10:53 Uhr auf 0
    Ja, ist von Mountain-Goat. Die sind aber etwas zickig, was Ketten angeht. Wenn das Blatt neu ist, mag es jede Kette, wenn es langsam ausgenudelt ist, kommt es zuerst bei SRAM-Ketten zu hängern. Dann gehen noch 2-3 Shimano-Ketten und dann muss ein neues Blatt her.

    Zum Thema Scheibenbremse: Am Trekker bin ich Anfangs hydraulische Felgenbremse gefahren, bis der erste Winter mit Schnee kam. Auf dem Heimweg von der Arbeit habe ich 10% Gefälle und da kam die an ihre Grenzen: 500 m, um von 10 km/h auf 8 km/h zu reduzieren. Mit dem auf Scheibe umgebauten Rad ist das kein Problem mehr. Auch Gepäcktouren in den Alpen hat es bisher ohne Zicken gemacht (Systemgewicht unter 105 kg, vorne 180 mm, hinten 160). Das Gravel bin ich noch nicht mit Gepäck gefahren, aber es hat nur 160 mm / 160 mm Scheiben (und kann wohl auch nicht mehr). Die Erfahrung mit lauten Scheiben kann ich der Allgemeinheit von @Cinelli09 nicht bestätigen. Es findet sich immer mal eine Scheibe, die quietscht, aber die vielen, die ohne Geräusch ihre Arbeit tun, nimmt man nicht wahr. Wobei mir eine nasse, quietschende Scheibe lieber ist, als eine nasse und funktionsreduzierte Felge.

    Und eine lange Passabfahrt mit überhitzten Felgenbremsen und dadurch geplatzten Reifen soll es auch schon gegeben haben. Für jedes (Brems-)System gibt es Grenzen, die man unter bestimmten Umständen überschreitet. Da hilft nur, sich vorher mit den Möglichkeiten und Grenzen der Technik vertraut zu machen und entsprechend zu handeln
  • Gast, 14.05.2020, 12:47 Uhr auf sugu
    Die 20er von Mountain Goat sind in der Tat ein teueres Vergnügen,da nicht verschleißresistent.Bei mir heben die nur einen Kettenzyclus plus minus 2.000km/60.000Hm (alles in summa natürlich nicht nur auf dem 20er gefahren) , dann haken sie bereits mit der neuen Kette.Umdrehen schwierig,da ja asymetrisch aufgebaut,Kette fällt dann zwischen 20er und 32er.
    Wo die in ihrer Werbung die 150.000Hm mit nur einem 20er Blatt herhaben ist rätselhaft.Ich habs mal mit der teuereren Stahl Ausführung probiert,auch nicht längerlebig.
    Scheibe : bei Nässe/Schnee ganz klar im Vorteil - muß halt jeder selber wissen wo die Präferenzen liegen.Overall betrachtet fahre ich seit 35/40 Jahren Rennrad und MTB und das Thema Bremsen war für mich noch nie ein Thema,Ausnahme die frühe Zeit der MTB-Cantileverbremse bis zur Ablösung durch die V-Brake.
    Und Carbonfelgen mit Carbonfelgenflanken fahr ich eh nicht.
  • artie_1970, 22.05.2020, 18:53 Uhr auf hivibub
    44-32-22 am Crosser? Cross-Rennrad = Cyclocrosser? Oder so ein ATB? Falls Renner (im weitesten Sinne): Mit was fuer einem Umwerfer vorne?

    Zur Ausgangsfrage: Kleine Gaenge ab Werk bietet Thorn, mein Club Tour (ein Reiserenner) ist in deren Baukasten mit 26/36 erhaeltlich. Ein Fuji Touring (ebenfalls Reiserenner) hat 26/34 ab Werk, kann man ebenfalls leicht auf 26/36 runterdruecken (wobei meiner Dame, die faehrt das Ding, in der 9-fach 11-34 ein zu grosses Loch ist, was bestimmte 11-32er nicht haben).

    Tschoe!

    Axel
  • hivibub, 25.05.2020, 07:12 Uhr auf artie_1970
    Hi Axel,

    ja richtig, das war ein Umbau für die Auffahrt zum Ortlerhaus. Umwerfer war ein normaler Shimano Sora Rennradumwerfer für 3x9.

    Viele Grüße,

    Matthias
  • derChristoph, 28.05.2020, 18:34 Uhr
    Vor ca. 7 Jahren habe ich meine ersten Alpen-Touren ebenfalls auf dem Tourenbike gemacht, mit entsprechender Untersetzung. Da waren auch einige anspruchsvolle Sachen dabei (z.b. Nordseite Galibier), wo ich gedacht hätte, nie mit dem mindestens 1:1 eines Renners hochzukommen.
    Trotzdem war ich vom Rennrad fasziniert und wollte gerne umsteigen, und habe dann auch nach allen denkbaren Möglichkeiten zum Untersetzung hinschummeln gesucht - geworden ist es dann eine Standard-Kompaktkurbel mit 32er Ritzel hinten, also ganz kleine Übersetzung.
    Bereut habe ich es überhaupt nicht - an steilen Stellen ist die Trittfrequenz zwar niedriger als früher, aber insgesamt finde ich es deutlich leichter zu fahren. Mit 34:32 sind nach meiner Wahrnehmung 8 kmh auch immernoch völlig i.o. zu treten, auch über lange Anstiege (z.b. der Pfänder vor meiner Haustür mit 600 hm auf 6 km). Noch steilere Sachen mit ca. 20% gehen auch, unter 5 kmh wird es dann halt wirklich übel - so steil ist es aber bis auf ganz wenige Ausnahmen doch immer nur für ein paar hundert Meter, das drückt man schon irgendwie durch. Ist halt auch ein bisschen Gewohnheit, welche Trittfrequenz man am Berg fährt.
    Insofern würde ich empfehlen, ein leichtes Rad mit 34:32 zu nehmen und als erstes nicht gleich den Mortirolo hoch zu fahren - dann sollte es eigentlich gehen .

    Beste Grüße Christoph
  • Nachtrenner, 31.05.2020, 17:17 Uhr
    Hallo dvchannover, ich habe noch ein uraltes Cannondale ST700 bei mir rumstehen mit Dreifachvorne 28-40-50 und einer Siebenfachkassette hinten mit ich glaube 13 - 32.
    Damit bin ich rund um Stuttgart überwiegend diverse Steilstrecken hochgekommen , zum Teil bis 20%. Es ist halt ein bisschen in die Jahre gekommen, man kann aber den Freilauf mit passendem Werkzeug auf achtfach umbauen und hat dann eine Menge mehr an Möglichkeiten der Ritzelauswahl. Ich bin meistens auf dem mittleren Kettenblatt gefahren und habe deswegen auf das 32-Ritzel anstatt dem 28-er aufgerüstet. Rh 63 wenn ich es richtig gemessen habe. Bei Interesse bitte melden. Gruß Rainer.
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Kette springt vom großen Blatt

  • derChristoph, 24.05.2020, 21:20 Uhr
    Hallo Zusammen,

    in den letzten Tagen ist bei meinem Rad mit Ultegra (Kompaktkurbel + 11 fach) häufiger die Kette vorne vom großen Blatt gesprungen (und zwar nach rechts). Dies ist nur in Situation passiert, in denen ich bei sehr niedriger Geschwindigkeit mit einem viel zu dicken Gang wieder angetreten bin ( z.b. ist mir heute jemand vors Rad gelaufen, weshalb ich auf nahe Stillstand runterbremsen musste - dann beim wieder antreten). Durch den Umwerfer ist die Kette nach einer halben, krachenden Pedalumdrehung "leerlauf" wieder von alleine aufs Blatt zurück gewandert.

    Ich bitte Euch um Eure Einschätzung bzgl. der möglichen Ursachen:
    - Meine Kette/Kassette sind langsam ziemlich fällig, worunter die Schaltqualität etwas leidet - kann dies ein Zeichen sein, dass es eher bereits absolut überfällig ist?
    - Kann es sein, dass der Umwerfer falsch eingestellt ist und die Kette auf dem großen Blatt zu weit nach außen legt? Wenn man dann ein kleines Ritzel fährt, läuft die Kette ja tendenziell auch eher in diese Richtung, bis es evtl. zu viel ist?

    Leider habe ich einen Werkstatt-Termin zum Kette/Kassette tauschen erst Ende Juli bekommen, und wollte vorher gerne noch ein bisschen was fahren (auch in Österreich, wenn demnächst die Grenzen wieder öffnen). Wäre dann natürlich blöd, wenn dann auf einer Pässerunde weit weg vom eigenen Auto die Kette reißt.

    Beste Grüße
    Christoph
  • lowrider, 24.05.2020, 22:00 Uhr
    Hallo Christoph,
    eine verschlissene Kette schaltet schlechter und die Kettenblätter + Ritzel leiden aber vom großen Blatt nach außen geht die trotzdem nicht. Schon mal geprüft ob die Kettenblattschrauben fest angezogen und das Innenlager ohne Spiel ist?
    Wenn das paßt stimmt ziemlich sicher der äußere Anschlag beim Umwerfer nicht. Im größten Gang sollte da noch ca. 1 mm Luft zwischen Kette und äußerem Leitblech sein, mehr nicht. Die Stellschraube kannst du ggf. selbst solange um eine 1/4 Umdrehung rein drehen bis das dann paßt.
    Schönen Abend, Oliver
  • derChristoph, 25.05.2020, 22:21 Uhr
    Hallo Oliver,

    vielen Dank für den Hinweis. Ich habe etwas am Umwerfer rumgeschraubt, weil der obere Anschlag tatsächlich zu eng am Kettenblatt anlag (wobei ich dann eigentlich erwartet hätte, dass er zu weit weg ist).
    Der Umwerfer lässt sich allerdings eher schlecht einstellen. Ein echtes Problem ist, dass (ich sage das mal bezogen auf mein laienhaftes Schraubergefühl) der Umwerfer, wenn man mit der Hand am Zug spielt, nicht immer an der gleichen Stelle stehenbleibt, sondern bevorzugt in der händisch eingestellten Position verbleibt. Ich konnte das Problem zwar durch Anpassen der Zugspannung etwas vom kleinen auf das große Blatt vice versa verstellen, die goldene Mitte habe ich jedenfalls nicht gefunden.
    Auf mich hat das so gewirkt, dass anscheinend die Feder im Umwerfer, die die Gegenkraft zum Seilzug erzeugt, nicht ruckelfrei läuft sondern einen deutlichen Stick-Slip-Effekt aufweist. Ist das evtl. auch eine Ursache, oder bin ich einfach nur nicht ausreichend sensibel genug für so einen Seilzug? Lässt sich so etwas einfach selbst beheben oder muss dafür der Umwerfer komplett getauscht werden?

    Beste Grüße
    Christoph
  • lowrider, 25.05.2020, 22:31 Uhr
    Hallo Christoph,
    das klingt für mich entweder nach zuviel Dreck im Umwerfer oder einem schwergängigen Schaltzug. Ist der Umwerfer sauber? Wenn ja, mach da an alle Gelenke mal einen Tropfen Kettenöl und bewege den ein paar mal hin und her. Besser?
    Ansonsten: Wie alt ist der Zug bzw. die Außenhülle? Wie sieht falls vorhanden die Zugführung unter dem Tretlager aus? Auch da kann etwas Fett Wunder wirken. Bei Shimano gehen übrigens die Schaltzüge gerne im STI kaputt, das ist von außen nicht zu sehen und verursacht dann merkwürdige Effekte.
    Schönen Gruß
    Oliver
  • derChristoph, 27.05.2020, 21:17 Uhr
    Hallo Oliver,

    ich habe jetzt den Umwerfer gründlich sauber gemacht und die Gelenke neu geölt - ein bisschen besser ist es denke ich geworden, richtig gut ist es noch nicht. Evtl. muss ich ja am Wochenende erst mal fahren und viel schalten, dass sich das Öl bis in die Gleitlager ziehen kann.

    Der Schaltzug ist innenliegend, da wüsste ich nicht, wie ich den gut fetten soll - außer die Stelle an der Dichtung am Rahmen, da muss ich mal schauen, ob ich noch etwas geeignetes da habe. Ansonsten ist der Schaltzug relativ neu - mir ist vor ca. 1 Jahr der Zug für das hintere Schaltwerk im STI gerissen, der Kollege in der Werkstatt hat mir daraufhin empfohlen gleich beide zu tauschen - er hat übrigens abweichend zum Standard-Zug einen ummantelten Shimano-Zug empfohlen, die sollen angeblich länger halten.

    Ich werde dann nach der nächsten Ausfahrt berichten, wie sich das Ergebnis auf der Straße macht.

    Beste Grüße
    Christoph

  • lowrider, 27.05.2020, 21:24 Uhr
    Oha, mit den beschichteten Zügen habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn das irgendwo minimal scheuert, rubbelt sich die Beschichtung ab und erhöht dann die Reibung massiv.
    Schönen Gruß
    Oliver
  • derChristoph, 27.05.2020, 21:48 Uhr
    würde das aktuellen Problem ja eigentlich gut erklären - das hat man mal wieder von den schicken Extras :-(

    Dann kommen beim nächsten Mal wohl wieder die Standard-Züge rein.

    Beste Grüße Christoph
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Nochmals Erfahrung mit Scheibenbremsen

  • roger2, 01.05.2017, 20:07 Uhr
    Hallo zusammen,
    nachdem der letzte Erfahrungsaustausch über Scheibenbremsen am Rennrad in diesem Forum 2 Jahre her ist, würden mich neuere Erfahrungen interessieren. Vor allem auch Langzeiterfahrungen >30.000km und Erfahrungen mit langen Bergabfahrten.
    Ich stehe den Scheibenbremsen wegen der höheren Belastungen von Speichen, Felgenlöchern, Gabel und Rahmen kritisch gegenüber. Ebenso habe ich Bedenken wegen Fading der Scheibenbremsen. Letztere Befürchtung wurde noch gestärkt vom Bericht eines Freundes, der die Abfahrt vom Stilfser Joch unterbrechen musste, weil die Scheibenbremse sich überhitzt hat.
    Wie ist Eure Erfahrung?
    Mich beschäftigt die Frage, weil ich ein neues Crossrennrad kaufen will. Und das gibt es fast nur noch mit Scheibenbremsen.
    Gruß, Roger
  • lowrider, 01.05.2017, 12:35 Uhr
    Hallo Roger,
    bei Scheibenbremsen am Rennrad gibt es ja inzwischen ausreichend Erfahrung. Bei mir seit Anfang 2013 - erst TRP ParaBoxR dann Sram Hydro.

    Bei Rahmen und Laufrädern müssen die geänderten Belastungen berücksichtigt werden und bei ordentlicher Konstruktion gibt es keine Haltbarkeitsprobleme. Meine Rolf Prima Vigor Disc fahre ich jetzt seit fast 1,5 Jahren und habe noch nicht einmal den Nippelspanner zur Hand nehmen müssen. Wobei der LRS schon einiges einstecken mußte und das Rennrad auch als MTB mißbraucht wurde.

    Zum Fading: Jedes Bremssystem läßt sich thermisch überlasten und sorgt dann für Ärger. Seien es delaminierende Carbonfelgen, platzende Schläuche oder Fading bei der Scheibe. Bislang habe ich das Scheibenbremssystem 1-mal thermisch an die Grenze bekommen (Abfahrt Würzjoch - Lüsen, 7 km mit -700 Hm, bis zu 16% Gefälle auf schlechter Straße und mit 90° Knicken vor und nach Holzbrücken = Dauerbremsen nötig) und da hat sich das einsetztende Fading mehr als rechtzeitig angekündigt. Da dann aber die Straße breiter wurde, konnte ich mal kurz rollen lassen und alles war wieder OK.

    Bei der Scheibe hast du den Vorteil, daß je nach Fahrergewicht und Fahrstil angepaßte Rotordurchmesser verwendet werden können. Beeinflußt die Bremswirkung und thermische Belastbarkeit. Mit soliden Edelstahl Scheiben alles kein Thema, nur die Shimano IceTech Sandwichscheiben sind für mich eine Fehlkonstruktion.

    Gruß, Oliver
  • roger2, 01.05.2017, 19:16 Uhr auf lowrider
    Hallo Oliver,
    danke für deine interessante Antwort. Warum sind für dich die IceTech Sandwichscheiben eine Fehlkonstruktion? Als ich den Aufbau gelesen habe, habe ich mich gefragt, wie das funktionieren soll.....
    Gruß, Roger
  • lowrider, 01.05.2017, 20:28 Uhr auf roger2
    Hallo Roger,
    die Idee hinter den IceTech Scheiben ist, die deutlich bessere Wärmeleitfähigkeit von Alu im Vergleich zu Stahl zu nutzen um die Aufheizung der Scheibe zu verlangsamen - soweit gut. Da Alu aber zu weich ist, wird ein Stahl-Alu-Stahl Sandwich verwendet.
    Damit hat man zwei Materialien mit unterschiedlichem Wärmeausdehnungskoeffizienten verbunden und das ganze Paket wird dann immer wieder um 300K oder mehr aufgeheizt. Im Laufe der Zeit verschlechtert sich dadurch der Wärmeübergang vom Stahl ins Alu und die gewünschte Wirkung nimmt ab.
    Dazu kommt, daß Alu schon bei relativ niedrigen Temperaturen pastös wird und dann unter dem Druck der Bremsbeläge zur Seite aus dem Sandwich raus gedrückt wird. Folge ist, daß die Bremsscheibe ungleichmäßig dünner wird -> völliger Verlust der Bremswirkung und die Scheibe ist auch nach dem Abkühlen nicht mehr fahrbar.
    Eine solide Stahlscheibe wird zwar etwas schneller heiß, übersteht das aber ohne bleibende Schäden. Im schlimmsten Fall ist die Scheibe dann leicht verzogen aber immer noch fahrbar.
    Gruß, Oliver
  • sugu, 03.05.2017, 10:10 Uhr auf roger2
    Wo soll der thermisch gut leitende Alu-Kern die Hitze hin transportieren? Er ist ja im Stahl eingeschlossen, und wird dort warm und weich.

    Gegen Ende der Haltbarkeit wird es problematisch. Ist die dünne Stahlauflage eventuell sogar noch einseitig unterschiedlich abgenutzt, ist die gemessene Dicke der Scheibe zwar noch in Ordnung, aber die Stabilität im heißen Zustand nicht mehr 100% gegeben. Ich bin mit Trekking-Rad, 140 mm Scheiben, unter 100 kg Gesamgewicht den Großen St. Bernhard runter gefahren und habe versucht, möglichst wenig zu bremsen, was dort auf langen Strecken auch möglich ist. Trotzdem hat es an einer Stelle (so groß wie eine 1-€-Münze) die Stahlauflage nicht überlebt. Da das Bremsgeräusch sich vorne verändert hatte, und die Strecke es erlaubte, habe ich mit der hinteren Bremse das Rad erst mal sicher zum Stehen gebracht. Nach Begutachtung der Bremse war der Schaden (d.h. eine deutlich andere Färbung = Alu?) sichtbar und die letzten 10 km bis Martigny waren dann langsames Abrollen. Kommentar des Radhändlers meines Vertrauens: Wenn man Scheiben ans Limit runter fährt, sollten es keine Sandwich-Scheiben sein. Wenn man sie dennoch fährt, muss man sie ntsprechend zeitig wechseln, und dann werden sie im Verhältnis zu einfachen Scheiben nochmal teurer. Die hintere Stahlscheibe war am Ende der Reise sogar noch dünner, als die Sandwich, aber hat es überlebt.
  • lowrider, 03.05.2017, 11:42 Uhr auf sugu
    Wo die Wärme hin soll? An die Kühlrippen natürlich, sonst macht das ja nicht mal theoretisch Sinn.
    http://cycle.shimano-eu.com/content/seh-bike/en/home/road/shifting–-braking/disc-rotors/sm-rt99-s.html
  • sugu, 04.05.2017, 10:58 Uhr auf lowrider
    Ich hatte noch ein Vorgängermodell, sowas in der Art https://www.bike-components.de/de/Shimano/Bremsscheibe-SM-RT86-6-Loch-Ice-Tech-fuer-XT-p28524/

    Edit: Sehe gerade: Die neuen Ice-Tech Modelle mit Kühlrippen kosten auch gleich das doppelte.
  • roger2, 04.05.2017, 19:48 Uhr auf lowrider
    Vielen Dank für eure technisch fundierten Beiträge!
    Die Wärmeableitung in die Aluminiumkühlfahne ist eher ein Werbegag, denn der Pfad von der Wärmequelle bis zur Fahne ist zu lang bei kleinem Querschnitt. Ich habe auf die Schnelle keine Angabe gefunden, wie dick die Aluminiumlage ist. Aber Shimano schreibt bei DuraAce SM-RT900 Scheibe eine Mindestdicke von 1,5mm vor, da wird das Aluminium nicht dicker als 1mm sein. Wenn ich mir den Wärmefluss wie einen Wasserfluss vorstelle, der durch einen 1mm Spalt durch soll, dann tröpfelt es eher …
    Roger
  • Nachtrenner, 31.08.2017, 10:24 Uhr
    Also mein bisherigen Erfahrungen sind etwas zwiespältig: die Bremswirkung an meinem Centurion Crossfire 4000 mit Ultegraausstattung ist gut , auch gut dosierbar, bin allerdings noch keine sehr lange Abfahrt mit vielen Bremspunkten runter. Ich habe allerdings auch keinen Vergleich zu guten aktuellen Rr-Felgenbremsen, da an meinem alten RR mindestens 15 Jahre alte Bremsen verbaut waren, welche von ihrer Wirkung doch sehr begrenzt waren.
    Ich habe allerdings ein Problem, dass ich noch nirgends gefunden habe: mindestens eine meiner Bremscheiben schleift dauerhaft wenn ich Steigungen mit mehr als 6-8% hochfahre, komme ich wieder ins Flache, ist es wieder weg. Sehr ärgerlich wenn man zusätzlich zur Steigung noch sinnlos Energie aufwenden muss. Angeblich wurde die Scheibe gerichtet beim ersten Service, das Problem war aber nach ein paar Kilometern wieder da.
    Also von mir kein klares Ja oder Nein.
    Viele Grüße Rainer
  • sugu, 31.08.2017, 11:19 Uhr auf Nachtrenner
    Das klingt schon merkwürdig. Kann es sein, dass die Bremse ständig schleift, aber so leise, dass es bei höherer Geschwindigkeit vom Fahrgeräusch übertönt wird? Oder das Schleifen wird nur hörbar, wenn die Scheibe in Resonanz kommt, und das gibt es auch nur in einem engen Geschwindigkeitsbereich. Die einfachste Probe ist: Langsam fahren, bzw. das Rad im Montageständer langsam drehen. Eventuell sind die Beläge auch unsymmetrisch abgenutzt und die automatische Nachstellung schlägt zu. Wie stark sind die Beläge abgefahren?
  • Nachtrenner, 02.09.2017, 01:03 Uhr auf sugu
    Also dass der Belag schon runter ist , kann ich mir nach ein paar hundert km nicht vorstellen, vor allem weil ich eher ein Roller bin. Im Stand habe ich auch schon Langsamtretversuche gemacht, nichts auffälliges zu hören. Änderung der Neigung bringt keine Geräuschänderung . Bei höheren Geschwindigkeiten tritt das Phänomen nicht auf : bei Abfahrten komme ich problemlos auf 50 oder 60 km/h. Würde es bei diesen Geschwindigkeiten so schleifen wie bei steiler Bergauffahrt, würde ich niemals so schnell werden.
    Laut Steigungsleistungsrechner und Strava bewege ich mich bei steilen Steigungen im Bereich von 200 - 300 Watt bei meistens 60 - 75 U/min Trittfrequenz. Wenn ich das in Relation zu den Übersetzungen setze, die ich hier bei Quäldich als normal bei solchen Steigungen angegeben finde, fahre ich wohl mit eher wenig Kraft denn als brutalstmöglicher Wegquetscher. Das würden meine Knie mir auch übelnehmen. Mein Fazit ist dass wohl etwas im Antriebsstrang zu weich ist und es bei Belastung mit normalen Kräften zu einem Verzug kommt, der sich im Schleifen an der Bremse äußert. Das Laufrad ist von DTSwiss, ein R24db mit Messerfelgen und Steckachse, also kein noname Erzeugnis. Hat jemand schlechte Erfahrungen gemacht mit diesem Laufrad?
    Ich werde wohl mit Centurion in Kontakt treten müssen.
  • Uwe, 02.09.2017, 09:26 Uhr auf Nachtrenner
    Hallo!
    Das werden wohl deine DT Swiss R24 sein, die den Radau machen. Ich habe als zweiten Laufradsatz auch R24, aber als herkömmliche Räder für Felgenbremsen. Da schleifen am Hinterrad die gekreuzten Speichen übereinander wenn das Rad belastet wird und sich verwindet. Das verursacht ein erbärmliches Gequietsche und hat rein gar nichts mit den Bremsen zu tun. Die R24 sind aus meiner Sicht aufgrund ihrer Speichenanordnung eine reine Fehlkonstruktion. Mal abgesehen davon sind sie für einen normalen Fahrbetrieb viel zu schwammig. Habe meine R24 im Spätsommer 2015 gekauft und sie nach kurzer Zeit zum Zweitlaufradsatz degradiert und mir neulich Fulcrums geholt, die um Welten besser laufen. Mal ganz abgesehen vom Quietschproblem haben die DT Swiss auch einen grottenschlechten Freilauf aus billigen Alu, wo sich die Zahnkränze binnen kurzer Zeit regelrecht eingraben.
    Viele Grüße, Uwe
  • roger2, 15.04.2020, 19:13 Uhr
    Nochmals Frage an die Technikspezialisten: In ziemlich vielen Beiträgen wird behauptet, dass Metall-Sinterbremsbeläge eine schlechtere Wärmeableitung als organische Beläge hätten und deshalb schneller heiß werden. Mit leuchtet das physikalisch nicht ein: Metall hat grundsätzlich eine höhere Wärmeleitfähigkeit als organische Kunststoffe. Und bei anderen Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Wärmeableitung nutzt man Sinterschichten für einen guten Wärmetransport. Woran liegt das Problem bei gesinterten Scheibenbremsbelägen?
    Klar ist, dass die Sinterbremsbeläge höhere Temperaturen aushalten als die organischen Bremsbeläge.
    Ich freue mich auf eine Antwort. Gruß, Roger
  • lowrider, 15.04.2020, 19:22 Uhr
    Hallo Roger,
    die gesinterten Bremsbeläge haben eine höhere Wärmeleitfähigkeit, die Bremswirkung steigt bei warmen Bremsbelägen und neigen ganz gerne zum Kreischen. Ob das ein Problem ist, hängt von den Anforderungen ab.
    Dort wo wirklich Bremseistung gefordert wird - Downhill, Tandem, ... - geht fast kein Weg an gesinterten Belägen vorbei. Auf der Straße kann das Bremsgeräusch nerven und die höhere Wärmeleitfähigkeit kann im Extremfall die Aufheizung der Bremsflüssigkeit beschleunigen.
    Schönen Gruß, Oliver
  • roger2, 15.04.2020, 19:51 Uhr auf lowrider
    Danke, Oliver.
    Du bestätigst meine Meinung, dass die Wärmeleitfähigkeit der gesinterten Beläge höher ist - und nicht geringer als bei organischen Belägen, wie leider häufig behauptet wird.
    Von Shimano gibt es Bremsbeläge mit Kühlrippen - haben die eine spürbare Wirkung? Wegen der Bremskolben sitzen die neben den eigentlichen Belägen - und ich kann mir den Wärmefluss durch das dünne Alublech nicht vorstellen.
    Roger
  • lowrider, 15.04.2020, 20:38 Uhr
    Die Kühlrippen am Bremsbelag haben garantiert eine Wirkung - und sei es nur auf den Geldbeutel.
    Aber die Temperaturdifferenz zwischen Bremsbelag und Umgebung sind schon ordentlich - 300K sind da kein Ding - und bei längeren Abfahrten werden die Kühlrippen auch warm. Brauchbare Messungen wie groß der Einfluß dieser Kühlrippen (oder auch der Icetech Scheiben mit Kühlflächen) unter praxisnahen Bedingungen ist, kenne ich leider keine. Wenn jemand etwas findet: Bitte her damit.
    Schönen Gruß, Oliver
  • Uwe, 15.04.2020, 20:40 Uhr auf roger2
    Hallo Roger!
    Wenn du ein neues Rad kaufst, wie im anderen Thread besprochen, hast du vermutlich, zumindest bei einer Shimano-Ausstattung, zunächst organische Beläge und die entsprechenden Bremsscheiben drauf. Angeblich muss man immer die entsprechenden Beläge passend zu den Scheiben fahren. Da kannst du also nicht einfach von organisch nach metallisch wechseln, ohne die Scheiben auch zu tauschen.
    Oliver wird mich berichtigen, wenn das nicht stimmt.
    Viele Grüße, Uwe
  • lowrider, 15.04.2020, 20:44 Uhr
    Hallo,Uwe,
    korrekt: Shimano gibt bestimmte Bremsscheiben nur für organische Beläge frei. Diese kann man aber auch mit gesinterten Belägen fahren, allerdings verschleißen die Scheiben dann recht schnell. Wobei so eine Scheibe ja auch keine Wertanlage ist.
    Schönen Gruß, Oliver
  • Uwe, 15.04.2020, 21:13 Uhr auf lowrider
    Hallo Oliver!
    Danke für die Info / Korrektur. Stahlscheiben ohne Icetec-Gedöns kosten ja nicht die Welt.
    Funktioniert es denn umgekehrt auch? Also Scheiben für gesinterte Beläge in Kombi mit organischen Belägen?
    Ich muss schon mal meine organischen Beläge nach 500 - 1500 km erneuern, je nachdem welche Strecken so auf dem Deckel standen und welche Gewaltanwendung ich ihnen gegönnt habe. Systemgewicht ca. 105 kg.
    Die Scheiben musste ich noch nicht erneuern, habe aber auch zwei Radsätze im Umlauf mit jeweils eigenen vormontierten Scheiben. Der Bock hat jetzt ca. 7500 km auf der Uhr.
    Viele Grüße, Uwe
  • lowrider, 15.04.2020, 21:24 Uhr
    Hallo Uwe,
    kenne keine Scheiben die nur für gesinterte Beläge freigegeben sind. D.h. wenn's nicht auf organisch begrenzt ist, geht alles problemlos. Ach ja, das Icetrech Gedöns kann man sich eh sparen. Die Preis ehabe ich daher gernicht auf'm Schirm.
    500 km ist sehr wenig, da hat ja sogar das Tandempärchen am Mt. Ventoux mit den organischen Originalbelägen 200 km mehr geschafft. Zwischen den beiden Extremen organisch und gesintert gibt es auch noch ein Zwischending - carbo-metallisch. Da wird versucht die jeweiligen Vorteile zu kombinieren (leiser als gesintert, temperaturbeständiger als organisch, ...) und bis jetzt funktionieren die bei mir prächtig.
    Schönen Gruß, Oliver
  • roger2, 15.04.2020, 21:55 Uhr auf Uwe
    Hallo Uwe,
    ich habe letzte Woche im Internet recherchiert, fast alle Shimano Scheiben sind sowohl für organisch als auch gesintert freigegeben. Nur einige wenige Low-Price Teile sind nur für organisch.
    Ich habe mit meinem Händler geredet, der tauscht mir auch Scheibe und Bremsbeläge, wenn ich was anderes haben will als werkseitig montiert. Und Icetech will ich definitiv nicht. Lowrider schreibt oben von 300K Temperaturerhöhung - Aluminium wird ab 200°C weich und ab 420°C stellt man daraus Strangpressprofile her. Das kann schon theoretisch nicht funktionieren.
    Roger
  • artie_1970, 16.04.2020, 09:20 Uhr auf roger2
    Servus Roger,

    im von mir bereits erwaehnten Buch von Appeltauer ("Radfahren - Das Kleingedruckte") wird auch die nette Frage gestellt, was denn das Harz der Karbongabel dazu sagt, wenn wenige Millimeter entfernt eine Stahlscheibe in Anlassfarben glueht. Ausserdem wird haarklein vorgerechnet, wie gross denn der Kurvenradius ist, wenn du aus hohem Tempo eine Notbremsung machst, die Gabel (womoeglich per Adapter mit 180-mm-Scheiben bestueckt, fuer die sie nicht ausgelegt war) sich asymmetrisch verbiegt (Scheibe sitzt links) und dein Rad einen ploetzlichen Schlenker hinein in die Kuh am Kuehtai macht. Deswegen haben manche Moped Doppelscheiben.

    Sprach irgendwas gegen das Fuji Touring, mit dem du dir diese ganzen Ueberlegungen (organisch, gesintert, Kuehlrippen oder -flaechen, Alu, Stahl) komplett sparen und sorgenfrei fahren kannst?

    Tschoe!

    Axel
  • roger2, 17.04.2020, 22:53 Uhr auf artie_1970
    Axel, danke für den Tipp.
    Ich habe mir das Fuji Touring im Internet angeschaut und einen Test gelesen, ist nichts für mich:
    - ich fahre fast nie am Unterlenker, schon gar nicht in der Stadt oder bergauf - Schalthebel am Ende des Unterlenkers kann ich nicht bedienen
    - Alivio Kurbel hält die Belastungen von Gebirgstouren nicht aus. Ich habe einschlägige Erfahrungen mit den einfachen Shimano Gruppen einschließlich Tiagra. Das fahre ich in 1 bis 2 Jahren kaputt. Und höherwertige Kurbeln gibt es in 9fach nicht.
    - ich bin viele Jahre CroMo Rahmen gefahren. Das ist mir zu weich.
    Ich stimme dir bzw, dem Autor deines Buches zu, dass Scheibenbremsen sehr viele Nachteile bei Passabfahrten haben.
  • artie_1970, 18.04.2020, 11:29 Uhr auf roger2
    Servus Roger,

    die Lenkerendschalthebel waren damals auch die Hauptsorge meiner STIs gewohnten Dame, die sich aber als voellig unbegruendet herausgestellt hat, da man als Tourist wesentlich seltener schaltet als ein Rennfahrer. Am Berg sowieso kaum: Am Mortirolo bleibt der kleinste Gang zumindest bei uns stundenlang drin. Und in der Stadt ist es nett, wenn man mit einem Griff quer ueber die Kassette schalten kann.

    Blaetter kann man tauschen, wenn sie verschlissen sind. Es gibt auch Drittanbieter. Zumal die Alivio laut

    https://productinfo.shimano.com/#/spec/TREKKING/Front%20Chainwheel

    Blaetter aus Stahl, nicht aus Alu hat. Von daher wundert mich deine Verschleissaussage.

    Wenn deine frueheren Stahlrahmen "weich" waren, liegt das nicht am Material (Stahl jeglicher Guete hat praktisch immer den gleichen Elastizitaetsmodul), sondern an den Rohrdurchmessern und Wandstaerken. Ein Reiserad ist in der Hinsich aber anders dimensioniert als die filigranen 1-Zoll-Roehrer der 80er-Renner. Da flattert nichts, war auch meine im Nachhinein unbegruendete Sorge, als ich vor 5 Jahren von der klassischen Alu-Oversized-Schule (Storck-Renner) ins optisch filigranere Stahl-Lager (Thorn-Randonneur) gewechselt habe.

    Aber ich sehe schon, wird schwierig fuer dich. Velotraum Speedster? Moeglich mit Alurahmen, 200er-Scheiben und STIs.

    https://velotraum.de/produkte/speedster/

    Tschoe!

    Axel

    P. S.: Standfestere Kettenblaetter waeren mir weniger wichtig als standfestere Bremsen. Die einen kosten dich ein paar Euro, die anderen eventuell einen Krankenhausaufenthalt. Das ist jetzt keine Panikmache, sondern nur der geschliffenen Formulierung geschuldet. (-;
  • matsbiker, 22.05.2020, 12:01 Uhr
    Bei GCN hatten die vor einiger Zeit einen Test; da sind sie mit zwei ansonsten identischen Orbea Orcas mit SRAM Red-Komplettgruppen; einmal Disc-Variante, einmal Felgenbremse, und massenweise Datenspeicherung den Pordoi hinabgerast. Im trockenen war die Felgenbremsvariante ein wenig schneller, weil aerodynamischer und schneller in der Beschleunigung; im Regen hatte dann die Scheibenbremse die Nase vorn.
    https://www.youtube.com/watch?v=t0hKMgUEku4

    Viel wichtiger als die Frage des Bremssystems (beide Systeme erlauben das völlige Blockieren und damit einen Überschlag; beide lassen sich gut modulieren) sind die beiden wirklich limitierenden Faktoren beim Rennrad: a) der hohe Schwerpunkt (im Vergleich zu einem Sportwagen) erlaubt nur eine gewisse Verzögerung bis zum Überschlag, b) die verbleibende Haftreibung der Reifen.

    Von dem allen abgesehen haben Discs am RR einen Haufen Nachteile:
    1. höherer Preis
    2. teurere Ersatzteile
    3. das aufwändige und nervige Entlüften
    4. Probleme beim Transport
    5. Fading bei langen Abfahrten (setzt viel früher ein als bei Felgenbremsen, durfte ich in Norwegen am Dalsnibba auf einer 1500 Hm-Abfahrt erleben, ist nicht so schön, wenn man zweimal anhalten muss, bis die Scheiben wieder etwas abgekühlt sind)
    6. Schleif- und Quoetschgeräusche

  • Gast, 22.05.2020, 15:00 Uhr
    I have rim brakes on my car and disc brakes on my bike ;-)
  • Uwe, 22.05.2020, 15:22 Uhr auf matsbiker
    Hallo!
    Ich bin in allen Punkten bei dir.
    Aber der Fragesteller möchte ein Crossrennrad / Gravelbike kaufen.
    Und da gibt es ein paar Punkte, die anders liegen als am Rennrad:
    1. breitere Felgen / Reifen, wo klassische Rennradfelgenbremsen mit kurzen Schenkeln wegfallen
    2. die Möglichkeit, sogar verschiedene Radgrößen zu fahren, was mit keiner Art von Felgenbremse geht
    3. breitere Durchlässe im Rahmen, siehe Punkt 1
    4. es gibt quasi gar keine Crosser / Gravelschweine mehr zu kaufen, die nicht mit Scheiben ausgestattet sind

    Ich habe sowohl ein herkömmliches Rennrad mit Felgenbremsen (gut 9 Jahre alt, bisher gut 45000 km gelaufen, darunter viele Pässe) und einen Crosser / Gravelschwein (2,5 Jahre alt, gut 8000 km gelaufen, auch Alpenfahrten) mit 160er Scheiben (hydraulisch). Für mich gibt es daher am reinen Renner keine Alternative zu Felgenbremsen (herrliches Bremsfeeling auch aus sehr hohen Geschwindigkeiten außer bei Nässe), aber am Crosser gibt es für mich ebenso keine Alternative zu Scheiben trotz der von dir zu Recht aufgezählten Nachteile, da ich da besonders den Vorteil bei Dreck und Nässe und die problemlose Austauschbarkeit der Laufräder zu schätzen weiß. Dass man manchmal schon nach weniger als 1000 km neue Bremsbeläge benötigt, ist nervig. Am Renner halten die mindestens 6000 km, oft auch noch länger, je nach Streckenprofil.
    Übrigens halte ich den oft angeführten Punkt, dass die Felgen bei Felgenbremsen so heiß werden, dass die Reifen platzen für eine Mär. Mein Erfahrungswert diesbezüglich: große Hitze, Bergabfahrt auf verschmutzter Fahrbahn vom Mortirolo nach Mazzo, unten angehalten und mal die Felgen vorsichtig angefasst: handwarm.
    Und dass man die Felgenflanken durchbremst, stimmt zwar im Grundsatz, habe aber auch schon günstige Laufradsätze nach 30000 km ausgemustert, weil alles daran am Ende war, aber nicht die Flanken der Felgen. Man muss halt auch gelegentlich mal im Leben die Sachen etwas sauber machen und dazu gehören auch die Felgen und die Bremsbeläge.
    Viele Grüße, Uwe
    (Übrigens hat meine Auto auch Scheibenbremsen, aber da war es der Fortschritt zu Trommeln. Felgenbremsen kenne ich da auch nicht ...)
  • Gast, 22.05.2020, 15:43 Uhr auf Uwe
    Hallo Uwe,
    na ja,eine Mär ist das mit den Hitzeplatzern jetzt auch nicht gerade.Viel hängt da aber offensichtlich von der Schlauchqualität ab.Ich hatte mal einige Jahre mit Hitzeplatzern zu kämpfen,und zwar mit Schwalbeschläuchen (normale,nix extradünn) , bis ich mal draufkam,daß die vorzugsweise an den Nähten platzten.Ich habe dann radikal umgestellt auf Conti-Schläuche und mit denen noch nie einen Hitzeplatzer gehabt.
    Kann natürlich auch der Zufall der Serie sein,aber egal,erst ist mal Ruhe und das komische Gefühl bei ellenlangen bremsintensiven Paßabfahrten ist weg.

    Grüße Günter

    (P.S. Trotz des möglicherweise evidenten Hitzeplatzer-Phänomens kommen nie nie nie Scheibenbremsen an meine Räder.Bei dem Fuji Graveller,den ich vergangenes Jaht mal fuhr waren die Scheiben eine einzige Katastrophe-aber ev. ist das auch nur eine zwangsläufige Folge meiner Abwehrhaltung ;-) )
  • matsbiker, 22.05.2020, 15:53 Uhr
    Hallo Uwe,
    in Sachen Gravelbike/Crosser hast du natürlich Recht! Hier geht es um variable Reifenbreiten, und außer evtl. mech. Discs gibt's da nicht anderes mehr.

    Zum Thema RR fällt mir auch ein, dass ich ähnlich wie du auch bei längsten Passabfahrten nie ein Überhitzungsproblem hatte. Durch das hohe Tempo auf der Geraden kühlen sich gerade Aluflanken ziemlich schnell wieder ab.
    Reifenplatzer durch überhitzte Felgen muss man schon provozieren, z.B. wenn jemand 110 kg auf die Waage bringt und den Mortirolo oder die Glocknerstraße hinab vor lauter Angst die Bremse dauerschleifen lässt. So was führt bei Carbon felgen dann zur Delamination, bei Discs aber schon deutlich früher zum Systemausfall nach Fading...

    Wichtig ist auch die Wahl der richtigen Beläge: Ich nehme immer die lachsfarbenen, recht weichen, felgenschonenden KoolStops. Vorne halten die so um die 5000 km, hinten doppelt so lange. Wenn nach zwei Sätzen vorne und rund 10.000 km die Conti Grand Prix nach Ersatz verlangen, messe ich die Stärke der Felgenflanke elektronisch. Nach 10.000 km ist der Felgenabrieb dann im nicht messbaren Bereich, nach 20.000 km weniger als 5/100 mm. Die Felge am VR hielte also rechnerisch mindestens 60.-80.000km! Bis dahin dürften aber mehrere Lager und Konen sowie die Speichen am Ende sein...
    Härtere Beläge halten evtl. länger, können aber das Alu beschädigen, und da ist mir das häufigere Tauschen der preiswerten Beläge doch lieber als ein vorzeitiger Verschleiß des Laufradsatzes. Man ärgert sich beim Auto ja schon genug darüber, wenn mit den zweiten Belägen dann auch gleich die teure Scheibe mitgetauscht werden muss...

    Mir reicht ein hydraulisches System, nämlich das am Auto völlig, und ich warte schon darauf, dass moderne E-Autos irgendwann auf elektrische Keilbremsen umgestellt werden, wie sie bei modernen Eisenbahnen schon längst üblich sind... Vielleicht kommt das bei dem allgemeinen Trend zur Elektrifizierung auch irgendwann beim Fahrrad... Bis dahin fahre ich sehr gerne weiter mit meinen Felgenbremsen!
  • Uwe, 22.05.2020, 16:09 Uhr 22.05.2020, 16:09 Uhr auf matsbiker
    Ah, noch einer mit Conti Grand Prix, die 10000 km machen ;-) Aktuell laufen auf meinen Flachland / Hügelrädern Grand Prix (nein, nicht die GP 4000 oder so, sondern die preiswerten Grand Prix, die nach 10000 km "viereckig" sind) und die haben nach aktuell 9900 km noch gut Material für weitere Kilometerchen.
  • artie_1970, 22.05.2020, 18:30 Uhr auf matsbiker
    Lese ich das richtig, dass deine Belaege hinten laenger halten? War bei mir noch nie so, sowohl Belaege als auch Felgen waren hinten immer wesentlich schneller durch (die Reifen sowieso). Als ich das das erste Mal beobachtet hatte, war ich ueberrascht und habe den Effekt nach etwas Ueberlegung auf die hinten viel "dreckigeren" Bedingungen zurueckgefuehrt. Und nein, ich bremse hinten nicht mehr als vorne, eher vorne 2/3, hinten 1/3.

    Noch zu GCN von oben: Der Pordoi ist natuerlich kein Haertetest fuer eine Bremse. Der Glockner ist schon uebler, aber da kann man auf der Nordseite recht gut durch die S-Kurven wedeln, die Suedseite habe ich sowieso als geradliniger im Kopf. Fadingtests bitte an Kalibern wie der Zillertaler Hoehenstrasse, dem Mortirolo nach Nordwesten, der Schlappoldalpe und aehnlichen Rattenwegen. Breithorn hinunter ins Binntal (fuer Schotterfreunde, durchaus relevant). Oder von Buitonnaz durch die Weinberge nach Fully ...

    Was mich bei den Radsportmedien kolossal nervt: Die Beilaeufigkeit, mit der solch eklatantes Versagen von sicherheitsrelevanten Baugruppen verschwiegen bis beschoenigt wird. Vor ein paar Jahren hatte das tour-magazin sensationsluesterne Berichte, als aus den Icetech-Scheiben nach einer Rattenweg-Abfahrt (alte Jenesier Strasse?) der Alukern "wie Majonaise aus einem Fischbroetchen" quoll (deren Worte). Spaeter war die erste Campa-Scheibe (in Kooperation mit Magura) nach einer Abfahrt so verzogen, dass die Fahrt beendet war. Einige Ausgaben weiter, in der Kaufberatung fuer Anfaenger, wird wieder von "ueberlegener Bremswirkung" gefaselt. Mehr als Ueberschlag (wie du richtig schreibtst) brauche ich nicht. Dosierbarkeit ist schoen und gut, aber ein Luxusproblem im Vergleich zum katastrophalen Fading. Kommen in deren Weltbild Rennradurlauber mit > 100 kg Systemgewicht am Mortirolo nicht vor? Oder ist der Druck der Anzeigenkunden zu stark? Ich hatte da mal einen boesen Leserbrief geschrieben, der aber nie veroeffentlich wurde. Mittlerweile ist mein Eindruck, dass die Presse (aus meiner Sicht wider besseres Wissen, da es nie einen richtigen Haertetest gab, in dem alles Tipptopp war) die Diskussion beendet hat, nach dem Motto: "Den Kesselberg kommt man heile runter, alles andere ist Missbrauch."

    Tschoe!

    Axel
  • Gast, 22.05.2020, 18:52 Uhr 22.05.2020, 18:53 Uhr auf artie_1970
    Tja Axel,das nervt nur noch uns "alten" Säcke (wobei Du natürlich anders als ich noch nicht alt im biologischen Sinne bist,aber alt an Erfahrung bez. Radtechnik).
    Aber die Messe ist gelesen,gestern bei meiner 165km Oberlandrunde hatten gefühlt 90 % aller ebenfalls unterwegs seienden RRadler Scheibenbremsen,weil die Händler als willfährige Huren der Bike Industrie ("Kaufen Sie jetzt,kaufen Sie sofort,in 5 Minuten ist das Produkt bereits veraltet und es gibt keinen support mehr dafür") nur noch mehr dieses Zeugs ordern und an die ahnungslosen Novizen verhökern.Natürlich gibt es auch alte und durchaus mit allen Wassern gewaschene Rennrad Säcke,die immer das neueste haben wollen.Das sind dann diesselben,die zu gewissen Zeiten im Schlafsack vor dem Apple Store übernachten ;-)

    Günter

    (Apropos Special Interest Zeitschriften : mir hat mal ein AUDI Ingenieur. erzählt,wie der gesamte Vorstand von AUDI das ganze Wochenende nur noch zitternd am Klo zubringt,wenn am darauf folgenden Montag die neue AUTO MOTOR SPORT erscheint - wie kommt AUDI da wieder weg ?)
  • matsbiker, 24.05.2020, 00:12 Uhr 24.05.2020, 12:46 Uhr
    Ja, natürlich, es geht um Marketing und Gewinnmargen, der Rest interessiert keinen. Die Bike-Industrie und die ihr hörigen Medien profitieren je mehr, desto öfter frustrierte Kunden mit schleifenen, schlecht funktionierenden Bremsen zum Entlüften, Scheiben zentrieren oder wechseln in die Läden strömen. Das ist auch für manch einen altgedienten Schrauber verlockend, plötzlich 3 Arbeitsstunden statt bisher 20 Minuten plus 50,00 Euronen für Spezialwerkzeug und Dichtungen abrechnen zu können. So kann man sich sanieren...

    Interessant und sehr auffällig ist, dass Räder, die knapp an der Oberklasse entlangschrammen, fast nur noch mit Scheiben zu haben sind, wohingegen die echte Extraklasse (Bianchi Oltre XR4, Pinarello Dogma F12, Specialized S-Works Tarmac) in beiden Versionen verfügbar sind. Und ich denke mal, Team Ineos und Egan Bernal wissen, weshalb sie sich für die Felgenbremsvariante entscheiden.

    Die Sache mit den Schläuchen kann ich übrigens bestätigen: Mit Conti (normale, nicht extraleichte) habe ich bislang nur beste Erfahrungen gemacht, während andere Fabrikate mitunter an der Felge festgebacken waren...

    Gruß
    Matthias
  • Gast, 24.05.2020, 10:57 Uhr auf matsbiker
    ....wobei die paar Arbeitseinheiten mehr wegen defekter Scheibenbremsen etc zwischenzeilich ein "Witz" sind gegenüber der Gelddruckmaschine E-Bike.Dieses mit Elektronik etc vollgestopfte Geraffel hat einen Halbzeitwert von maximal 20 Betriebsstunden und dann geht die Gelddruckerei (defekte Motoransteuerungen oder gleich defekte Motoren,Batteriedefekte etc etc,ganz zu schweigen vom meist überlasteten Antrieb Ketten,Zahnkränze und Federgabeln) wieder von vorne los. Die Ökonomen nennen das so schön rainmaking : Erst an der Schaffung des Problems viel Geld verdienen,um dann das gleiche Geld nochmals an der Lösung des Problems zu verdienen
    Aber gönnen wir es den Radhändlern,es ist nach wie vor ein volatiles Geschäftsmodell und verlangt phasenweise,da komplett unseriös durchsetzt,Nerven wie Drahtseile
  • matsbiker, 24.05.2020, 13:24 Uhr 24.05.2020, 13:25 Uhr
    Ja, das Thema E-Bike fange ich gar nicht mal an... lohnt m.E. nicht. Ich ärgere mich auch nicht mehr, wenn untrainierte Säcke bergauf lächelnd mit der Hand winkend an mir vorbeifahren - sie sollen allerdings auch nicht erwarten, dass die unter uns Radlern sonst übliche Solidarität bei Pannen auf sie ausgeweitet wird!
    Ja, eine Gelddruckmaschine ist es; man muss sich nur die Webauftritte der Fahrradhersteller und deren Kataloge ansehen, da rangieren E-Bikes immer ganz vorne. Und in den Radläden werden die potentiellen Kunden von dienstbeflissenen Verkäufern umschwärmt, während wir uns die Beine in den Bauch stehen oder selbst bemühen müssen, um irgendein Ersatzteil zu finden.
    Am übelsten ist hier ZEG: Meine Tochter wollte unbedingt so ein Pegasus-Retro-Gefährt... Ich also mit ihr zähneknirschend zum ZEG-Händler meines Misstrauens, das Ding geordert. Zwei Wochen später bei der Abholung: 3 Verkäufer umgarnen ein älteres Ehepaar, die gleich zwei Elektrogeräte im Partnerlook erstehen wollen und dafür 7000,- auf die Theke blättern würden. Das Pegasus mit einer 6-fach Kettenschaltung, die ich nachts um drei und mit verbundenen Augen eingestellt bekomme, rasselt auf der ersten Probefahrt; auf dem kleinsten Ritzel fällt die Kette ab... In Ermangelung eines Service-Heinis greife ich selbst zum Schraubenzieher und stelle erst einmal den Schwenkbereich des Schaltwerks ein, bemerke dabei, dass die Kette recht weich schlackert, sprich zu lang ist. Zu Hause dann zwei Glieder herausgenommen und das Gefährt läuft...

    Ist jetzt ein wenig off-topic gewesen, aber mit dem Prinzip der Geldschneiderei ist es dasselbe wie mit den Scheibenbremsen. Zum Prinzip "rainmaking" gehört fraglos auch die Notwendigkeit des dauernden Entlüftens. Komischerweise ist das beim Auto nicht nötig... Dem Radfahrer wird für sein Hobby ein bewusst nicht sauber zu Ende konstruiertes Produkt als state-of-the-art verkauft, das dann für jede Menge Ärger sorgt und im Zweifelsfall dem bewährten System unterlegen ist.

    Aus technischer Sicht wichtiger als die Frage der maximalen Bremskraft und Verzögerung (die bei Felgenbremse wie auch Disc bekanntlich den Überschlag ermöglicht) ist doch die nach den Sicherheitsreserven:
    Auf keiner meiner Alpenabfahrten hatte ich objektiv und auch subjektiv das System Felgenbremse am Limit; d.h. ich hätte auch auf den längsten Passabfahrten noch härter und anhaltender bremsen können.
    Bei meinem MTB mit der neuesten und angeblich besten Disc, die es derzeit für Cross-Country-Renner gibt, hatte ich schon mehrfach in der heimischen Eifel das objektive Ergebnis von Fading sowie Schleifen an leicht verzogenen Scheiben, und das subjektive Gefühl, dass die Bremse nichts mehr zuzusetzen gehabt hätte.
    Von daher ist der oben genannte Vergleichstest von GCN schon ganz interessant. Bedenkt man, dass der Testfahrer sicherlich kaum mehr als 70-75 kg auf die Waage bringt, so kann man daraus ableiten, dass die Vorteile der Felgenbremse bei schwereren Fahrern sicher noch größer gewesen wären.

    Beste Grüße, Matthias
  • Gast, 24.05.2020, 14:53 Uhr 24.05.2020, 14:57 Uhr auf matsbiker
    "Pegasus " - sind das überhaupt schon (oder noch) Fahrräder ? ;-) . Nichts für ungut,Deiner Tochter viel Spaß damit.Als mein Sohn so 13 oder 14 war,wollte er unbedingt ein BULLS-MTB (= auch ZEG),weil sein Kumpel so eins hatte.....ich leide heute noch posttraumatisch unter diesem Erwerbsvorgang beim Radl Bauer Lucky Bike

    Apropos : Deine Kaufschilderungen deuten auf diese Läden hin https://shop.zweirad-stadler.de/ oder eben https://www.lucky-bike.de/ ;-)

    Meine Erfahrungen mit RR Discs endeten nach einer Abfahrt (ca. 1.000Hm am Stück) vom Haiminger Sattel runter ins Inntal mit einem zu Testzwecken damals ausgeliehenen Colnago C60 Disc mit Formula Bremsen.Nach etwa der Hälfte der Abfahrt vor einer scharfen Rechtskehre ein Griff ins Nichts , geradeaus in die Wiese und glimpflich ausgegangen.Nach 15 Minuten cooling off gings gaaanz laaangsam runter.Auf solche Nahtoderfahrungen kann ich verzichten.Und das wohlgemerkt bei einem Gesamtsystemgewicht inkl. Fahrer von ca. 80kg.Und dort NICHT zu bremsen ist keine sinnvolle Option.

    Wie Axel oben schrieb : fürn Kesselberg hier in Bayern (ca. 250 Hm) reichts.Und zum rumposen,schaut halt an einem auch sonst vollintegrierten RR "technisch" und clean aus.

    Apropos Felgenbremse : man muß sich ja nicht unbedingt mehr diese Schönheit https://cyclyng.com/2017/07/30/campagnolo-delta-bremsen-wirklich-alles-uber/ ans Rad schrauben ;-) Die hat nämlich auch nie so wirklich funktioniert.

    Grüße Günter
  • matsbiker, 25.05.2020, 11:21 Uhr 25.05.2020, 13:02 Uhr
    " "Pegasus " - sind das überhaupt schon (oder noch) Fahrräder ? ;-) "

    Sehr gute Frage - da bin ich mir auch nicht so sicher ;-), aber die Farbe erinnert bei Sonnenschein schon ein wenig an das Bianchi-Celeste, und nach meinem Feintuning rollt es zumindest jetzt gemütlich durch die Lande -das genügt.

    Deine Erfahrung mit dem C60 und der (angeblichen doch so standfesten) Formula-Bremse!!! hätte ich auch nicht machen wollen - der blanke Horror!
    Während Scheiben beim Graveller ggf. Sinn ergeben können (breitere Reifen, Nässe- und Schmutzresistenz), da die Teile ja auch meist nicht auf die höchsten Pässe bewegt werden, sind sie also am RR nur etwas für Poseure, die vor der Eisdiele angeben wollen...
    Vor einiger Zeit bin ich ein Bergamont-Gravelrad mit der aktuellen GRX probegefahren. Ich fand den Druckpunkt und die Modulation dieser in der Fachpresse überschwänglich gelobten Bremse sehr schwammig, undefiniert, und ganz generell viel zu weich. Auch aus diesem (und weiteren, fahrdynamischen) Gründen bin ich froh, das Testexemplar zurückgegeben zu haben. Ich brauche keinen Graveller!
  • el_zet, 25.05.2020, 11:36 Uhr auf matsbiker
    " "Pegasus " - sind das überhaupt schon (oder noch) Fahrräder ? ;-) " Aber sicher doch: https://mein.quaeldich.de/el_zet/bilder/?BildID=56239
  • matsbiker, 25.05.2020, 13:06 Uhr
    Hallo el-zet,

    das hast du auf den Ventoux gewuchtet? Respekt!
  • el_zet, 25.05.2020, 13:20 Uhr auf matsbiker
    Danke! Ist aber halb so wild, die kleinste Übersetzung (bzw. Unter-) ist (glaub ich) 26:32. Ist dann alles nur eine Frage der Zeit.
  • el_zet, 25.05.2020, 13:35 Uhr
    Scheibenbremsen und Nabendynamo. Bisher 2100 mal damit zur Arbeit gefahren. Ich hoffe seit Jahren, dass es mal kaputtgeht und ich was Cooleres krieg.
  • Gast, 25.05.2020, 21:15 Uhr
  • el_zet, 26.05.2020, 08:39 Uhr auf 0
    Danke für den Hinweis! Auch für Dich etwas Altersgerechtes https://www.aktivshop.de/tiefeinsteiger-elektro-sesselrad-20-zoll. Selbstverständlich mit Felgenbremse.
  • Gast, 26.05.2020, 09:37 Uhr auf el_zet
    Sowas hab ich doch schon .....
    Ich stelle erfreut fest,daß Du trotz Corona-Systemkonformität Deinen Humor wiederentdeckt hast.Weiter so !
    Noch ne Frage zu dem oben verlinkten Ventoux Bild : sind das Senioren - Kompressionsstrümpfe (verwende ich unlängst selbst bei Fahrt mit dem Tiefeinsteiger) oder kamst Du gerade vom Fußball spielen ?
  • el_zet, 26.05.2020, 17:12 Uhr
    Mein Humor verlässt mich selten, aber es ist nicht alles lustig, und ich schaffe es nicht immer, mich meiner Umgebung nicht anzupassen.
    Zur Frage: Das Bild ist aus dem Jahre 2011 und zeigt mich daher größtenteils in Laufausrüstung (an den Füßen dürfte ein Diadora Mythos sein, war ein Fehlkauf, zum Radfahren ging er aber). In Läuferkreisen war damals Kompressionskleidung en vogue, es gab wohl sogar ganze Anzüge, man versprach geringere Ermüdung und schnellere Regeneration. D.h. ja, es sind Kompressionsstrümpfe (Anzug hatte ich nicht).
    Und bevor jemand fragt: Nein, Nasenpflaster habe ich nie verwendet.
  • Gast, 26.05.2020, 18:44 Uhr auf el_zet
    Na super,und ich dachte schon Du mußt zum lachen in den Keller gehen;-)

    Habe selber mal ,wo das aufkam,mit solchen Dingern rumexperimentiert,konnte aber keinen Mehrwert festellen,fühlte mich auch optisch unwohl und von den anderen leicht schief angeschaut...hat sich in RRadlerkreisen wohl auch nicht nachhaltig durchgesetzt.Nur ganz selten sieht man noch einen damit rumfahren.
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Campagnolo Rekord 10 fach bergtauglich machen

  • Nikolaushartl, 19.05.2020, 12:14 Uhr
    Hallo zusammen, ich bin neu hier und hoffe auf ein paar kreative Lösungen, nachdem mein Fahrraddealer nur den Kopf schüttelt.
    Ich fahre ein S works SL3 von 2011 mit einer alten campagnolo Rekord titanium Gruppe. Es geht aber bald in die Pyrinäen, und da benötige ich ein paar kleinere Gänge.
    Momentan habe ich verbaut vorne einen 110 S works spider mit 34/50 Blätter von Extralight. (Schaltperformance passt)
    Hinten Campa rekord titanium 10 fach 12/27 mit kurzem Käfig.
    Die einzige Lösung die mir einfiel ist eine neue 10 fach Rekord Kassette mit 13/29 zu verbauen. Ich glaube die Schaltperformance mit kurzem Käfig ist dann etwas geschwächt, geht aber. (Hat da jemand Erfahrung?)
    Ich bin zu jeder Schandtat bereit sofern sie mich keine 1000 Euro kostet. Hat jemand noch eine andere Idee wie ich einen kleineren Gang realisieren kann?
    Vielen Dank im Vorraus an die Sopezielisten unter Euch
    Nik
  • Gast, 19.05.2020, 12:43 Uhr 19.05.2020, 12:55 Uhr
    Also,die 29er Kassette funktioniert mit dem kurzen Schaltwerk auf alle Fälle,das dürfte kein Problem darstellen.Nur ist von 27 zu 29 nicht viel gewonnen.

    Ansonsten wirds tatsächlich eng,denn vorne auf 3fach umzustellen mit allem pipapo ist wirtschaftlich Unsinn.

    So auf die Schnelle fällt mir nur ein,mit vertretbarem finanziellen Aufwand vorne eine 2fach Kettenradgarnitur (wohl mit neuem Innenlager) zu finden,die mit nem "kleinen" inneren Kettenblatt dient.Schau Dich mal hier um https://radplan-delta.de/antriebe/antriebe.html#blaetter74 , ev. ist da was sinnvolles dabei.Z.B. unter dem Stichwort "Dolomiti II " mit kleinem Lochkreis,da gäbs innen 28 oder sogar 26. Wär halt nur ein Kompromiß für Bergurlaube,danach könnte wieder die normale Kurbelgarnitur montiert werden.
    Die Frage des Umwerfers müßte natürlich bei einem sehr kleinen inneren Kettenblatt mit abgeklärt werden.

    Gruß von einem Campa-Aficionado

    Günter

    P.S. Bei Bedarf kannst Du den Typ von Radplan Delta auch anrufen,der ist sehr nett , absolut kompetent und hat praktisch für alles eine Lösung,die finanziell vertretbar ist.
  • Uwe, 19.05.2020, 16:49 Uhr
    Hallo Nik!
    Es mag ein Stilbruch sein und von Günter bekomme ich allemal Ärger für den Vorschlag... Der Günter gilt aber hier im Forum als einer der absoluten Kompatibilitätsfachleute. Wenn er sagt, dass etwas geht, stimmt das auch!
    Von Shimano gibt es die Gruppe GRX. Da gibt es einen Kurbelsatz 30/46 mit Hollowtech 2 Achse. Der Kurbelsatz kostet ca. 100 Euro und dann brauchst du noch das passende Innenlager, um die H 2-Achse betreiben zu können. Das Ding ist zwar für 11-fach, hat aber bekannterweise die selbe Zahnteilung und ist meines Wissens daher kompatibel. Voraussetzung ist aber, dass du deinen Umwerfer tiefer setzen kannst und bei der GRX ist die Kettenlinie etwas (2,5 mm) nach außen versetzt im Vergleich zu anderen Gruppen (die Gruppe ist für Gravelbikes gedacht). Du musst also auch deinen Umwerfer weiter nach außen verstellen können, sonst kommst du nicht auf das große Kettenblatt. Da die Kapazität wie bei deiner vorhandenen Kurbel 16 Zähne beträgt, kommst du mit dem kurzen Schaltwerk genau so klar wie früher, nur musst du eventuell die Kette um Glieder kürzen.
    Ich habe aber den Mix Campa / Shimano nie probiert, daher ist mein Vorschlag zugleich die Frage an Besserwissende, ob es Erfahrungswerte gibt. Auf jeden Fall hast du mit dieser Kombi mehr gewonnen als mit einer anderen Kassette, sofern du sie ans Laufen bekommst. Ich habe unter anderen Bedingungen (fast aktuelles Gravelbike mit ursprünglich reiner Shimano 105) die Variante mit der GRX-Kurbel wunderbar am Laufen. Dass dein längster Gang dann etwas kürzer ist als früher wirst du am Ende nicht wirklich spüren. Du hörst eben bei der Passabfahrt früher auf zu leiern und machst einen flacheren Buckel um schnell zu sein ;-)
    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 19.05.2020, 18:13 Uhr 19.05.2020, 18:16 Uhr
    Bevor man hier weitere (kluge) Ratschläge erteilt,muß der Threadersteller erst mal prüfen,ob und wie weit er den Umwerfer runtersetzen kann,was ja wohl zu 80/90% Vorausetzung für ein kleines Kettenblatt <=30 Zähne ist.
    Bei Anlötsockelmontage könnte es sehr knapp werden.Bei Schellenmontage gibts i.d.R. keine Probleme,einfach Schelle weiter runter bis es paßt,Da der Umwerfer jetzt bis 50 Zähne geht,dürfte er selbst tiefer gesetzt locker 44/46 oder 48 Zähne packen.

    Die Shimano GRX ist natürlich eine überlegenswerte Alternative,da schnell und unkompliziert über den Handel verfügbar,vorausgesetzt es gibt ein Innenlager dazu für ev. italienisches Gewinde (bei Specialized eher unwahrscheinlich) Bei der Mischung Campa/Shimano kann der Stylist natürlich nicht hinsehen,aber für zeitlich begrenzte Einsatzzwecke würd ich es auch vertreten frei nach dem Motto "der Zweck heiligt die Mittel".Und in den Pyrenäen schaut ja keiner so genau hin ;-)
  • Uwe, 19.05.2020, 18:33 Uhr auf 0
    Hallo Günter!
    Bei der GRX ist ja außer dem tiefer setzen des Umwerfers auch noch die nach außen verschobene Kettenlinie ein Punkt. Da hat Shimano für die GRX einen extra Umwerfer spendiert, der etwas weiter außen steht. Ich habe ihn bei meinem Umbau zwar angeschafft, aber nicht benötigt, da es mit viel Gefummel auch so ging. Und ist vermutlich mit Campa-Griffen ohnehin nicht bastelbar?
    Ist dann nachher eine Shimpagnolo-Gruppe am Rad und der Italiener bekommt Schlitzaugen ;-) Und die Japaner futtern Spaghetti.
    Viele Grüße, Uwe
  • AP, 19.05.2020, 18:45 Uhr auf 0
    Klar schauen die da hin. Ich kam mal oben ans Santuari de Bellmunt gekreucht, und ein katalanischer MTBler brüllte begeistert:

    Ostres, has pujat aqui amb 39x25!

    Am Col de Pradel fachsimpelte ich mal mit einem Franzosen, der mein 39er ebenfalls wohlwollend betrachtete. Da hatte ich aber hinten schon 29.

    Zum Thema würde ich sagen, daß 34x27 eigentlich für die Pyrenäen ausreichend sein sollte, es gibt ja dort kein Punta Veleno oder so.
  • Nikolaushartl, 19.05.2020, 20:00 Uhr
    Vielen Dank für die Tips. Die GRX Variante werde ich prüfen. Muss aber wahrscheinlich mit ein paar 100 Gramm mehr rechnen. Ist nicht wirklich schlimm, nur für mein Ego:-) von 27 aux 29 hinten bringt schon etwas finde ich. Ist eben ein Gang.
    Ps. Habe gerade ein super Klassiker gebraucht gekauft mit einem superschönen original Team Saxo Rahmen, da muss ich mir genau pberlegen was ich verändere ihne den Klassiker zu verändern
  • lowrider, 19.05.2020, 21:17 Uhr
    Vor Shimano gab es schon von FSA und anderen KRG mit kleineren Kettenblättern, nennt sich meist super-kompakt, und die haben die normale Kettenlinie. Als nur Umwerfer runter, neues Innenlager rein und Kurbel drauf.
    Für eine anständige Kurbel inkl. Lager bist du dann bei gut 200EUR, geht aber auch für unter 100.
  • christoph, 20.05.2020, 22:29 Uhr
    Hallo, ich wollte letztes Jahr meine Campa Chorus aus 2010 "altersgerecht" umbauen. Ich hatte alle möglichen Varianten auf dem Schirm, aber wirklich gefallen hat mir nix davon. Mein Schrauber war sich sicher mal etwas ganz "Spezielles" gesehen zu haben und kontaktierte einen alten Freund bei Campa.
    Die Lösung ist sehr einfach. Es liegen noch aus der Zeit als Lance mit Shimano-MTB Komponenten experimentierte ein paar handgefräste "lange" Schaltwerkskäfige als Gegenkonzept rum, mit denen sich butterweich und superexakt 32er Potenza Kränze schalten lassen. Im Prinzip brauchst Du ne neue Kette, einen neuen Potenza 32er-Ritzelsatz und einen Mechaniker, der 1. bei Campa gute Kontakte hat und 2. ein Händchen für Schaltungsgefrickel hat. Diese Sonderanfertigungen sind übrigens nicht gebrandet:), aber sehr sauber gearbeitet. Hat ein paar Euronen gekostet, aber viel weniger, als ein komplettes Schaltwerk.
    Falls Dein Schrauber nicht über so enge Beziehungen bei Campa verfügen sollte, müsstest Du Dich auf die schwäbische Alb begeben, um den Umbau machen zu lassen. Falls Du an den Adressdaten interessiert bist, schreib ne Mail. Ciao. Christoph
  • Gast, 22.05.2020, 12:14 Uhr auf christoph
    Hallo Christoph,

    kannst Du mir in Deutschland einen Mechaniker nennen,der gute Kontakte zu Campa hat ?

    Gruß Günter
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Trek Domane Gabel einbauen - Spalt bleibt

  • nostohren, 18.04.2020, 13:30 Uhr
    Hallo qd-Gemeinde.
    Kennt sich jemand mit dem Trek Domane mit vorderem ISO Speed aus?
    Habe den Vorbau neu montiert und bekomme das Lagerspiel nicht weg.
    Hier heißt es in der Anleitung, dass sich der Spalt nach der Fertigmontage schließt. Siehe folgende Anleitung Seite 11(15) 3. Gabel einbauen Pkt. 4:
    https://trek.scene7.com/is/content/TrekBicycleProducts/Asset%20Library/documents/Manuals/pdf/RS17_MISC_Domane_Assembly_Manual_DE.pdf
    Wie soll das funktionieren? Was ist erforderlich, damit es funktioniert?
    Hoffe auf konstruktive Antworten.
    "Sommerliche" Grüße aus der Ortenau
  • lowrider, 21.04.2020, 21:12 Uhr
    Moin

    Habe das System zwar noch nicht in nden Fingern gehabt aber nach der Anleitung sieht das so aus, als ob die Steuersatzabdeckung durch die Vorspannung in die Abdeckung gedrückt wird. D.h. als erstes müssen diese Abdeckungen richtig sitzen, dann der Expander gut festgeklemmt sein und dann kann man über die Spannschraube die benötigte Vorspannung aufbauen. Das funktioniert allerdings nur, wenn der Vorbau lose ist und die Spacer weit genug (min. 2-3 mm) über den Gabelschaft hinaus ragen.

    Zieh die Schraube mal an, klemm den Vorbau leicht fest und schau wie weit die Spacer noch überstehen. Vermute mal, dass da kaum noch Überstand vorhanden ist.

    Gruß, Oliver
  • nostohren, 25.04.2020, 16:34 Uhr
    Hallo Oliver,

    danke für Deine Ausführungen.
    Ich verstehe es zwar noch nicht genau. Aber aktuell sieht es bei meinem Bike wieder besser aus. Heißt der Spalt ist nahezu weg. Ein wenig magic. Vielleicht habe ich die Aheadkappe jetzt aber auch nur ein wenig fester angezogen.
    Mal schauen, ob es jetzt so bleibt.
    Ich schraube ja echt fas alles am Rad selbst. Aber hier braucht es wohl noch ein "Studium" ;-)

    Schöne Grüße
    Mathias
  • Gast, 25.04.2020, 19:07 Uhr auf nostohren
    Sag mal - Hand aufs Herz - bringt denn diese etwas komplizierte Technik irgendetwas - so daß es sich lohnt,sich damit auch noch beschäftigen zu müssen ? Ich hatte so ein Rad mal 3 Tage als Leihrad auf Mallorca gefahren und keinerlei Komfortgewinn -weder vorne noch hinten- feststellen können (wobei ich jetzt mal unterstelle,daß das Leihrad insoweit in Ordnung war).Meine (alten) Stahlräder und mein Titanrad sind jedenfalls um Welten "komfortabler".

    Gruß

    Günter
  • nostohren, 26.04.2020, 13:55 Uhr
    Hallo Günter,
    ich weis schon worauf Du hinaus willst.
    Klar, das ist wie mit dem "Systemgewicht". Da möchte man 200 Gramm an irgend einer Komponente "sparen", wo es doch einfacher wäre dies ...
    Aber wenn ich mein auch gutes Canyon Al Modell dagegen stelle, also fahre, merke ich schon Unterschiede.
    Man muss nicht jeden Trend mitmachen. Elek. Schaltung, breite Reifen, Geometrie, Schnick-Schnack ...
    Muss aber jeder selbst entscheiden. Treten muss man immer noch.
    Schöne Grüße
    Mathias
  • Gast, 26.04.2020, 17:23 Uhr auf nostohren
    Hallo Matthias,

    ich wollte jetzt eigentlich auf nichts bestimmtes raus,sondern nur auf die sich mir stellende Frage,ob diese Iso Link Geschichte und die "Frontfederung" von Trek ein reiner Marketinggag ist oder obs was bringt.Ich meine,die Bike Industrie beantwortet ja sehr häufig ja Fragen,die so nie gestellt worden sind.

    Ich hatte mal Anno Schalke 04 ein Cannondale RR mit der Cannondale - eigenen Head Shock Federung im Steuerrrohr (ca 3 cm Federweg mit Lock Out Funktion),das hat in der Tat spürbar was gebracht.Das System ist auch 2/3 mal bei Paris Roubaix zum Einsatz gekommen,ich meine bei den Profis,nicht mein eigenes Rad ;-) . War aber letztlich mit heißer Nadel gestrickter Industriemüll,weil Federung und Dämpfung schon nach relativ kurzer Nutzung ihren Geist aufgegeben haben.Da hätte man um damals 250 DM eine neue Head Shock Patrone ersetzen müssen - bullshit.

    Grüße Günter
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Kurbel wechseln?! 39-53 auf 34-50

  • Pipo1, 10.04.2020, 15:27 Uhr
    Hallo zusammen,
    ich habe eine Frage an die Fachmänner, da ich mich noch nicht so richtig auskenne.
    Ich würde gerne die Kurbel (53/39) an meinem (Ur)alten Müsing Cayo tauschen. Wohne im Alpenvorland und die Pässe sind mir mit der Übersetzung auf Dauer einfach nicht spaßig genug (bzw. hab ich vielleicht einfach nicht genug Strom).
    Rad ist alt (aber ich liebe es) deshalb möchte ich eine billige Kurbel (Sora R3000) verbauen.(34-50), wird wahrscheinlich seine letzte Saison werden -> https://www.bike-components.de/de/Shimano/Sora-Kurbelgarnitur-FC-R3000-p50334/
    Leider weiß ich nicht ob das so einfach geht!
    - Kettenlänge (habe kurzen Schaltarm hinten und 11-28 Kassette)?
    - Bzw. kann ich nicht herausfinden welche Lagerschalen ich habe, bzw. ob ich andere einbauen muss, oder einfach nur die Kurbel tauschen kann. Gibt ja wohl unterschiedliche Längen, Gewinde, ...
    Weiß da jemand Bescheid?
    Was muss ich alles tauschen, wenn ich diese Kurbel verbaue.
    Der Rest ist komplett Ultegra, harmoniert das einigermaßen?

    Vielen Dank schonmal,
    mit schönen Grüßen
    Pipo1
  • Gast, 10.04.2020, 16:03 Uhr 10.04.2020, 16:05 Uhr
    Für die verlinkte Sora-Kurbel brauchst Du auf alle Fälle diese Lagerschalen https://www.bike-components.de/de/Shimano/Tiagra-Innenlager-BB-RS500-Hollowtech-II-p43863/ mit entsprechendem Lagerschalenwerkzeug.Die Sora-Kurbel ist i.ü. voll o.k.,ich fahre die seit Jahren auf meinem Winterrad,gute Schaltperformance,gibts nix zu meckern.

    Die Lagerschalen gibts für BSA oder für italienische Gewinde (im Tretlagergehäuse) . Wie prüfst Du das ? Nimm eine Schiebelehre und miß die Breite des Tretlagergehäuses,68mm = BSA // 70mm = italienisch.Der Unterschied ist verdammt wichtig,da die Drehrichtung der kurbelseitigen Lagerseite unterschiedlich ist.Es gibt da noch selten die Gehäusebreite BSA 73mm,aber das wohl nicht bei RR,sondern bei älteren MTB`s.

    Ich tippe mal daß das Müsing BSA hat,aber man kann nie wissen. Du brauchst natürlich auch Werkzeug zum Ausbau des alten Innenlagers.Da kommts drauf an,was das für ein Lagertyp ist.Ferndiagnose nicht möglich.Pressfit wirds eher nicht sein,wenn das Rad schon älter ist.

    Ansonsten brauchst Du nicht unbedingt eine neue Kette,sondern könntest die alte etwas kürzen.Bei einer neuen Kurbel würd ich allerdings eine neue Kette draufmachen.

    Den Umwerfer wird man wahrscheinlich etwas nach unten setzen müssen.Bei einem Anlötumwerfer könnte das problematisch werden.Bei einer Umwerferschelle kan man die einfach lösen und ein paar mm nach unten schieben. Einen neuen Umwerfer brauchst Du nicht,ebenfalls kein neues Schaltwerk.

    Fazit : kein Hexenwerk bis auf die Bestimmung des alten und neuen Innenlagertyps plus jeweiliges Montagewerkzeug.Und dann darf das alte Innenlager natürlich auch nicht reingerostet sein,sonst gleich "nach ganz fest kommt ganz ab"
  • merida, 10.04.2020, 16:12 Uhr
    Da du nach einer 9-fach Kurbel schaust, vermute ich mal das du auch eine 9-fach Ultegrakurbel, also die FC-6500 am Rad hast, in dem Fall wäre das ein Octalinklager, und die Sora-Kurbel würde nicht passen, denn die braucht ein Hollowtech II-Lager.
    Für beide Lagertypen brauchst du aber auch noch spezielle Schlüssel um die tauschen zu können. Patronenlager-Schlüssel beim Octalink und einen passenden HTII-Schlüssel für das Hollowtech. Außerdem auch noch ein Kurbelkappenwerkzeug.
    Die Unterschiedlichen Längen beziehen sich übrigens auf den Kurbelarm, nicht auf die Achse.

    Im Zweifelsfall würde ich einen örtlichen Mechaniker zur Rate ziehen.
  • Pipo1, 10.04.2020, 17:34 Uhr
    Wow, so schnell so detaillierte Antworten, danke vielmals!!!!

    Klingt ja an sich schon machbar.
    Wenn ich hinten eine 11-32 Kassette einbauen würde, hätte ich dann nicht die gleiche Übersetzung wie mit der 34-50 Kurbel? (Da bin ich mir aber nicht sicher ob ich da richtig rechne...)
    Das scheint mir einfacher mit weniger Werkzeug zu machen... Hält die Schaltung das aus? Da liegt dann die Kette nur noch oben auf dem Zahnrad auf, oder?
    Geht das? bzw. dann müsste ich wahrscheinlich so ein Uraltschaltwerk mit langem Käfig irgendwo herkriegen, oder?
    Jetzt habe ich eine RD-6500 drauf soweit ich gesehen habe...

    Merci, Pipo1
  • Uwe, 10.04.2020, 18:13 Uhr 10.04.2020, 18:13 Uhr auf Pipo1
    Hallo!
    11-32 wird mit deinem Schaltwerk nicht gehen, wenn du einen kurzen Käfig hast, wie du oben schon schreibst. Dann ist auch die Frage, ob du überhaupt ein Schaltwerk findest, welches bei 9-fach (hast du ja demnach?) einen 32er verarbeiten kann. Günter (Cinelli09) ist diesbezüglich (fast) allwissend und kann dir sagen, ob du ein Schaltwerk aus der MTB-Krabbelkiste benötigst. Du kannst jedenfalls nicht bei vorhandener 9-fach Technik auf 11-fach umbauen, aber das wirst du ohnehin wissen.
    Vermutlich ist in deinem Fall der Umbau der Tretlagers und der Kurbel einfacher, aber mit allen Fragen, die oben schon erwähnt wurden. An sich ist der Kurbelsatz ja keine große Kostenfrage und das Innenlager / Tretlager ist vermutlich auch nicht teuer. Es kann aber ein Montageproblem sein, da die Dingers schon mal festgammeln und nur mit viel Zuwendung auszubauen sind.
    Ende Gelände musst du auch auf die Kapazität des Schaltwerks achten, was bei deinem angedachten Kurbelumbau unkritisch ist. Da erweiterst du ja nur um 2 Zähne. Da die Empfehlung für eine neue Kette ohnehin gegeben ist, musst du beim Ablängen der neuen Kette aufpassen, dass alle Gänge, auch die schrägen, die angeblich nicht mal versehentlich genutzt werden, auch laufen ohne Crash des Schaltwerks. Übrigens ist dein Tretlager vermutlich ohnehin am Ende, wenn der Bock schon uralt ist und viel gelaufen ist. Wobei mein Focus mit 45000 km immer noch das erste Innenlager hat (gute alte Hollowtech mit geschraubten Lagern) und mein Cube bei 7000 km neulich nur noch Brösel im Gehäuse hatte (Pressfit-Plastikgedöns).
    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 10.04.2020, 18:37 Uhr auf Pipo1
    Als 9-fach Schaltwerk mit langem Käfig mußt Du wohl in die MTB-Kiste greifen,das z.B. passt und gibts aich in silber,kann man durchaus auch am RR fahren https://www.bike-components.de/de/Shimano/Deore-Schaltwerk-RD-M591-9-fach-p22098/
    Die Frage ist nur,ob das Schaltwerk mit Deiner Hebelei am Lenker harmoniert.

    Mit diesem Schaltwerk wäre dann sogar eine 34er oder eventuell (mit ein paar Tricks) eine 36er Kassette fahrbar,z.B. die https://www.bike-components.de/de/Shimano/Kassette-CS-HG400-9-9-fach-p40155/

    Aber ich seh schon : zu dieser Operation gehört etwas Schraubererfahrung,vielleicht ist es in Deinem Fall doch besser life einen Profimechaniker support zu suchen.Sonst kauft man Zeugs über Zeugs und dann passt das nicht und alles ist viel trial and error und Geldvernichtung,auch wenn jetzt nicht so hohe Summen im Spiel sind.
  • lowrider, 10.04.2020, 20:34 Uhr
    Mein Senf dazu:
    - 39/32 und 34/28 ergibt die gleiche Übersetzung
    - Das alte Ultegra Schaltwerk kann 32 Z. schaffen, muß aber nicht. Im Endeffekt hängt das hauptsächlich von der Länge des Schaltauges ab. Ggf. kann man da mit einem Wolftooth Roadlink Adapter nachhelfen - allerdings lassen sich dann höchstwahrscheinlich nicht mehr alle Gänge fahren.
    - Kurbel + Innenlager tauschen ist einfach und eine 10- oder auch 11-fach Kurbel funktioniert ebenfalls problemlos mit 9-fach. Wenn der Umwerfer an einem Anlötteil hängt, schau nur vorher ob der sich noch 5-8 mm tiefer setzten läßt.
    - Soweit ich weiß ist bei 9-fach MTB und Rennrad noch voll kompatibel.
    Schönen Gruß, Oliver
  • Pipo1, 10.04.2020, 22:52 Uhr
    Wow, vielen Dank für die Hilfe!!
    Schaltaugenadapter klingt doch recht simple. Oliver: Warum kann man dann nicht mehr alle Gänge schalten?
    Ist es generell besser Kompakt mit 11-28 zu fahren oder vorne 53/39 mit 11-36? Oder ist das egal? bzgl. Schaltperformance, Kettenführung, usw...

    Merci, Grüße Pipo1
  • Uwe, 10.04.2020, 23:06 Uhr auf Pipo1
    Hallo!
    Kompakt mit 11-28 hat am Ende eine geringere Bandbreite, aber die ganz langen Gänge sind überflüssig, da sie außer von Sprintprofis niemand wirklich nutzen kann. Du hast aber bei Kompakt 11-28 feinere Abstufungen deiner Gänge, was gerade auf flachen und leicht welligen Strecken ein großer Vorteil ist, da du eigentlich immer einen passenden Gang findest. Selbst 50/11 ist ein Gang, der letzten Endes wertlos ist. Ich habe am Gravelbike in Kombination mit einem Straßenlaufradsatz aktuell 46/30 (Shimano GRX) mit 11-32 kombiniert. Da ist der längste Gang bis gut 50 km/h vernünftig tretbar. Mehr brauche ich nicht. Und am Berg schäme ich mich nicht für die leichte Untersetzung. Mein Tipp für dich daher: Bau das Tretlager und die Kurbel um. Auch die Schaltperformance wird ordentlich sein, wenn du alle Einstellungen richtig gemacht hast.
    Viele Grüße, Uwe
  • lowrider, 11.04.2020, 08:40 Uhr
    Warum nicht alle Gänge fahrbar sein werden? Tja, das Schaltwerk hat eine max. Gesamtkapazität (Differenz Zähnezahlen Kettenblätter + Differenz Zähnezahlen Ritzel) und wenn diese zu sehr überschritten wird, kann das Schaltwerk die Änderung der Kettenlänge nicht mehr wegpuffern. D.h. entweder hängt die Kette bei Klein-Klein schlapp durch oder ist für Groß-Groß zu kurz. Wenn die Kette schlapp rumhängt macht es Krach und läuft schlecht. Im anderen Fall muß irgendwas nachgeben - i.d.R. ist das Schaltwerk dann Schrott. Man sollte also wissen was man tut.

    Bei der gleichen Ritzelanzahl hast du bei 11-28 eine deutlich engere Abstufung als bei 11-36. Mir wären (auf der Straße) die Sprünge bei 11-36 zu groß abere das sehen andere ganz anders.
    Schönen Gruß, Oliver
  • Pipo1, 11.04.2020, 09:45 Uhr
    Danke Oliver, hab ich verstanden!!
    Ich hab noch etwas anderes gefunden.
    Was haltet ihr hiervon:
    https://www.kurbelix.de/Shimano-Kurbelgarnitur-Road-FC-R345-3450-Zaehne-silber?pk_campaign=2013&gclid=EAIaIQobChMIpP_3xffe6AIVE1QYCh2ygAz-EAQYBCABEgJ-DPD_BwE

    und dann müsste ich ein octalink Lager mit 113mm verbauen, oder?
    Jetzt habe ich Ultegra mit Octalink, ist aber wohl anscheinend V1,
    d.h. ich bau dazu ein V2 Octalink Lager ein: z. B. https://www.kurbelix.de/shimano-innenlager-bbes300-octalink-bsa?number=S8193687

    Weiß nicht welche Qualität diese Kurbel hat, aber optisch wäre sie an dem alten Rad natürlich schon ne Sache im Verhältnis zu ner geschlossenen schwarzen Kompaktkurbel, das ist fast Frevel (-; Wobei ich da kleine Gänge definitiv der Optik vorziehen würde!!
    Jetzt fahre ich 172,5 mm Kurbellänge.
    Ist dann 170 oder 175 mm ratsam? Machen diese 2,5mm irgendeinen Unterschied?
    Merci, Grüße
    Pipo1
  • lowrider, 11.04.2020, 10:30 Uhr
    Die FC-R345 Kurbel ist sicher in Ordnung. Kann nur sein, dass die Kettenblätter recht weich sind aber dafür gibt es auch in 10 Jahren noch Ersatz.

    Was die Kurbellänge angeht: Der normale Hobbyfahrer merkt +/- 2,5 mm nicht, manche Profis schon. So als Anhaltspunkt: Kurbellänge sollte etwa 10% der Schrittlänge sein und kürzere Kurbeln fördern eine höhere Trittfrequenz.
    Schönen Gruß, Oliver
  • Uwe, 11.04.2020, 20:51 Uhr auf lowrider
    Hallo Oliver!
    Das mit den 10% der Schrittlänge wird aber nicht passen. Dann müsste man ja über 1,70 m Schrittlänge haben ;-)
    Habe da mal etwas gesehen, dass jemand vorrechnete, dass wir alle viel zu lange Kurbeln fahren. Er begründete das mit dem Winkel des Oberkörpers zum Oberschenkel im oberen Totpunkt und dass man damit viel Drehmoment verschenken würde. Ist aber ein neues Thema, welches ich gar nicht diskutieren möchte... Ich fahre trotzdem 175er Kurbeln und glaube auch nicht, dass man 2,5 mm Unterschied überhaupt merkt.
    ...auch in 10 Jahren noch Ersatz... Bei 9-fach sind die 10 Jahre vielleicht schon weitestgehend rum? Man bekommt ja für manche Sachen bei 10-fach schon kaum noch Teile. Du wirst da schon deine Quellen kennen und sitzt vielleicht auch ein kleines Stück näher an der Quelle, aber der triviale Handel hält sich bei manchem Zeug schon recht bedeckt.
    Benötigt Pipo1 denn noch ein neues Lager / eine neue Welle wenn er die FC-R 345 einbaut? Da kenne ich den Unterschied nicht.
    Viele Grüße, Uwe
  • lowrider, 11.04.2020, 21:03 Uhr
    Hi Uwe,
    Was hatte ich denn da geraucht? Schrittlänge ist ja völliger Blödsinn, wenn dann Körpergröße. Andere Möglichkeit: Schrittlänge *2,14/100 Ist aber alles nur ein Anhaltspunkt.
    Zumindest bei Kettenblättern gibt es kein Problem. Diese Kurbel hat Standard Lochkreis 110 mm und es ist völlig egal ob auf dem Kettenblatt 9-, 10- oder 11-fach steht. Funzt alles einwandfrei.
    Schönen Gruß, Oliver
  • Uwe, 11.04.2020, 21:07 Uhr auf lowrider
    Ok, dann muss man bei Ersatz also nur auf den Lochkreis und die Anzahl der Arme, also 5 oder neuer nur noch 4 achten.
  • Chainekiller, 13.04.2020, 08:01 Uhr
    Hallo Pino. Gerne helfe ich dir weiter. Mit Wissen aus meinem altersgerechte Umbau! Habe meinen Renner Baujahr 1986 vor 5 Jahre umgebaut. Verbaut war Shimano 600 New EX. 42/52 hinten 5-Fach! Mit den Heldenscheiben bin ich damals viele Dolomiten Pässe gefahren. Jetzt 73 Jahre, fahre hier Mittelgebirge (12-14%) und Maintal , deshalb vorne 30/39/52, hinten 7-Fach. Faktor 347, das reicht, bei mehr Übersetzungen gibt es oft nur Überschneidungen! Umwerfer und Schaltwerke die alten! Neu, 3-fach Rentner-Kurbel, 175 mm das gibt einen 5mm besseren Hebel! 4-Kant, Patronenlager 107 mm. Das muß, wegen der Kettenlinie, und Parallelogramm vom Umwerfer! Schmälere Kette und schmälere Distanzscheiben zwischen den Ritzel , 7-fach, 13-26 . Damit seit 5 Jahre unterwegs, geschätzte 20 Tkm, ohne Technik Probleme. In 2019 die Toskana Radwoche von QD hier mitgefahren. Siehe Bilder, ,,weißes Rennrad, gelbes Michelin- Baumwolle Trikot"! ??? Schöne Ostertage und bleibet gesund.
  • Pipo1, 13.04.2020, 11:38 Uhr
    Vielen Dank an alle für die hilfreichen Kommentare!!!
    Hab mir jetzt eine 50/34 Kurbel und ein entsprechendes Octalink Lager bestellt. So müsste es dann passen.
    Im Zweifel kann ich ja hinten noch ein bißchen ein größeres Ritzel fahren (-;
    Merci, Pipo1
  • Uwe, 13.04.2020, 11:51 Uhr auf Pipo1
    Hallo Pipo1!
    Und wenn du dann wie schon oben erwähnt, mittelfristig einen neuen Bock anschaffen möchtest, kannst du ja schon von Anfang an in sinnvolle Übersetzungen investieren. Mir geht es oft so, dass ich mich an Wegelein ergötze, die so rattig den Berg rauf gehen, dass es gar keinen zu kleinen Gang geben kann, aber andererseits gerne bergab trotzdem noch gerne flott rolle und noch einigermaßen treten kann.
    Standard mäßig hat man heute 50/34 Kompakt und hinten 11-32 11-fach. Vorne geht aber bei Shimano auch 46/30 (GRX-Gruppe) und hinten geht schon mal bis 34 (Ultegra). Mit Fummeltechnik geht auch mehr. Oder man steigt gleich in die Krabbelkiste und baut Sonderformate zusammen, die nicht in der ersten Reihe des Regals stehen. Angeblich sollte man aber 1:1 Übersetzungen meiden, da sie das Hinterrad zu gleichmäßig belasten.
    Du kannst ja gerne nachher mal melden, was du wirklich gebaut hast und ob es vernünftig funktioniert.
    Viele Grüße, Uwe
  • Pipo1, 24.04.2020, 16:02 Uhr
    So!
    Danke für eure Hilfe.
    Jetzt ist eine 50/34 Kurbel drauf und dementsprechend ein neues Lager drin...
    War allerdings ein ganz schöner Kraftaufwand das alte Lager aus dem Rahmen zu bekommen.
    Schlussendlich nur mit Hilfe eines LKW-Schlagschraubers in der LKW-Werkstatt zu bewerkstelligen...

    Grüße
    Pipo
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Rennrad mit Campagnolo

  • Bigbone, 11.04.2020, 19:51 Uhr
    Hallo zusammen,
    ich bin neu hier und fange gerade wieder an. Ich habe noch ein altes Rennrad Peugeot mit Campa Mix, aber da muß was neues her.
    Gibt es noch neue mit Campa im Bereich bis 2500 EUR? Bisher habe ich nur was brauchbares mit Shimano gefunden.
    Schöne Grüße
    Lars
  • Gast, 11.04.2020, 20:59 Uhr
    Ganz schwieriges Thema,da der deutsche Handel Campagnolo anbockt,die geben einfach nicht die Rabatte wie Shimano oder Sram.Auch der after sales support von Campa ist,um es vorsichtig zu formulieren,ausbaufähig.Sind hat ziemlich arrogante Italiener mit einer heroischen Tradition

    Und was "brauchbares" mit Shimano gibts nicht ;-)

    Hier beispielsweise ein Händler,der die Campa-Fahne noch hochhält mit einer Auswahl von Campa ausgestatteten RR https://www.smi-radsport.de/Fahrraeder/Rennraeder/ in der Preisrange von 1.300 bis 2.500 EUR . Die Frage ist nur,ob er lieferfähig wäre,das Internet ist ja bekanntlich geduldig

    Natürlich gibts auch hochpreisige Räder z.B von Pinarello,Storck,Wilier, De Rosa und anderen mit Campa-Ausstattung,aber eben nicht in der Preisklasse 2.5oo plus/minus
  • Bigbone, 12.04.2020, 17:09 Uhr
    Vielen Dank,
    Waltrop ist nicht weit weg, also mal sehen. Im Moment tendiere ich zu einer Shimano-Zwischenlösung + sparen auf was anderes.
  • lowrider, 12.04.2020, 18:18 Uhr
    Als Rad von der Stange wird das ganz schwierig. In Essen könnte dir Radsport Rauer sicher weiterhelfen.
    Schönen Gruß, Oliver
  • Gast, 12.04.2020, 18:37 Uhr 12.04.2020, 18:42 Uhr auf Bigbone
    Wie Oliver lowrider schreibt,wird das als fertig konfektioniertes Rad von der Stange schwierig.Ich z.B. habe mir sämtliche Campa-Räder selbst aufgebaut,also Rahmen einzeln gekauft plus eine Campa-Gruppe etc.

    Mit so einem Selbstaufbau käme man m.E. auch mit einem Budget von ca. 2.500 Euro hin,links sind nur Beispiele

    Rahmenset : http://bikecity24.de/epages/d64323af-880e-494c-937c-d5db199bfeee.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/d64323af-880e-494c-937c-d5db199bfeee/Products/352 (gibts im Netz zwischen 560 EUR und 650 EUR

    Gruppe Campa,z.B. Centaur mit Felgenbremse https://www.bike24.de/rennrad-gruppen.html?__qf_product-list-order-by=&sort=price_asc&content=7&menu=1000%2C4%2C26&mid%5B1%5D=1&manufacturerId%5B0%5D=1&saleOnly=0

    Da bleibt noch Luft für den Rest,Lenker,Sattelstütze,Sattel,günstiger Laufradsatz etc

    Voraussetzung ist natürlich Lust aufs Selberschrauben und etwas handwerkliches Geschick plus etwas Werkzeug

    Und man hat wirklich was individuelles,also ein persönliches Unikat und kein "Prospektbike"
  • Bigbone, 22.04.2020, 21:15 Uhr
    Erst einmal vielen Dank. Es wird wohl ein Sörgel werden.
  • Gast, 22.04.2020, 22:05 Uhr auf Bigbone
    Gratuliere zu dieser Entscheidung ! Das sind wirklich schöne klassische Rahmen,ideal bestückt mit Campa.Nicht dieser moderne Schnickschnack.Außerdem von SMI äußerst fair bepreist.
  • Droopy, 22.04.2020, 22:31 Uhr
    na dann auch von mir "benvenuto"
    und immer dran denken auch wenns mal ruckelt...Campa ist "bling,bling"

  • Gast, 23.04.2020, 12:08 Uhr auf Droopy
    Merke : Campa "ruckelt" nicht ! Wenn ist es commedia del arte,wie bei meinem röchelnden asthmatischen Alfa Spider Bj. 73 - Musik in meinen Ohren ;-)
  • Bigbone, 23.04.2020, 17:20 Uhr
    Campa spricht nur wenn nötig zum Fahrer- ist kein ruckeln
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Ridley Kanzo A als Reiserad?

  • roger2, 05.04.2020, 19:25 Uhr
    Hallo zusammen,
    mein altes Gebirgsreiserad ist in die Jahre gekommen und ich brauche Ersatz. Wichtiges Merkmal ist, dass es Anschraubpunkte für einen Gepäckträger gibt. Hat jemand Erfahrung mit einem Ridley Kanzo A auf Alpenpässen? Eventuell sogar mit Gepäckträger? Oder mit einer aktuell käuflichen Alternative?
    Schon mal vielen Dank für eure Antwort. Roger
  • Uwe, 05.04.2020, 20:28 Uhr
    Hallo Roger!
    In der Regel haben Gravelbikes auch Gewinde um irgendwelche Gepäckträger und andere Anbauten zu montieren. Müsstest du im konkreten Fall mal erkunden, was damit genau geht.
    Eine Frage ist auch, welche Lasten du denkst, am Rad zu transportieren.
    Der Preis ist nicht uninteressant (habe es gerade für 1349,10 Eure gesehen). Immerhin für den Preis mit hydraulischer Diskbremse, was ein absolutes Muss ist. Mechanische Disk ist ein NoGo.
    Für mich wäre aber die 1x11 auch ein NoGo, da die Abstufungen der Gänge recht grob sind. Da würde ich eine 2x11 Shimano GRX vorziehen. Die gibt es vorne mit 30/46 und ich fahre zu dieser Kurbel hinten 11-36 (macht mit den 42-622er Reifen ca. 1,84 m). 11-40 wäre zu probieren (offiziell nicht möglich mit meinem 105er Schaltwerk, habe aber einen WolfTooth Roadlink-Adapter montiert), habe aber keinen solchen Zahnkranz im Regal.
    Hast du Erfahrung mit Scheibenbremsen am Rennrad im Gebirge? Es gibt ja für Rennrad und Gravelbikes nur bis 160 mm Durchmesser und da ist dem schon thermisch bei hohen Geschwindigkeiten und langen Bremsungen ein Limit gesetzt. Dazu noch das Gepäck...
    Viele Grüße, Uwe
  • roger2, 05.04.2020, 21:31 Uhr 05.04.2020, 21:38 Uhr auf Uwe
    Danke für Antwort!
    Kanzo A ist deshalb in der näheren Auswahl, weil es die Anschraubpunkte für Gepäckträger hat. An den oberen Anschraubpunkten sind die Schrauben innen an den Streben, hat wohl optische Gründe. Gepäck ca. 10 bis 12kg einschließlich Taschen, Kleidung und Werkzeug, kein Zelt oder Kochausrüstung.
    Nein, ich habe keine eigene Erfahrung mit Scheibenbremsen. Und das ist auch meine größte Sorge. Ich habe deshalb schon einen Blog gestartet:
    https://www.quaeldich.de/forum/technik/suche/nochmals-erfahrung-mit-scheibenbremsen/?ID=178753#ul-180673

    Eigentlich will ich wieder Mini-V Brakes - die sind für lange Abfahrten super. Aber ich bin nun schon seit ungefähr 2 Jahren auf der Suche - die Kombination Gepäckträger und V-Brakes ist total out. Ich habe nur Müsing Crossroad Light gefunden. Das Crossroad hat gegenüber Kanzo A in meiner Rahmengröße 10mm mehr Oberrohrlänge und 24mm weniger Steuerrohrlänge - das ist mir zu sportlich für mehrtägige Reisen.
    Gruß, Roger
  • Uwe, 05.04.2020, 22:00 Uhr auf roger2
    Hallo Roger!
    10-12 kg ist ja schon mal eine Menge Zeug, wenn auch nicht auf dem Level "richtiger" Radreisender, die mit Haus und Herd reisen. Ich bin in 1986 mal 3 Wochen in den Alpen unterwegs gewesen mit einem damals fast neuen Moser-Rennrad ohne Schraubsockel. Da war der fummelige Gepäckträger mit genauso fummeligen Schellen am Rahmen angerödelt. Bin mit 10 kg hinten am Träger und 5 kg auf dem Rücken gefahren. In späteren Jahren gab es dann nur noch maximal 3-tägige Touren mit leichtem Gepäck, die dann nur einfach mit Rucksack gingen. Ein Rucksack ist bei sowieso immer dabei, selbst für eine kleine 20 km Runde nach Feierabend. Da weiß ich oft gar nicht, was da überhaupt drinnen ist, Hauptsache ich fahre nicht "nackt".
    Die Sache mit den Disks ist nicht ganz trivial. Da ich deine Fahrweise schon mal nicht kenne, kann ich dir dazu keine Besserwisserei abliefern. Tendenziell sind lange sanfte Bremsungen bei flotter Fahrt das Schlimmste, was du mit Disks machen kannst. Besser länger rollen und schärfer und kürzer bremsen. Bei ganz langsamer Fahrt, z.B. auf steilen Schotterwegen, wo du fast dauerhaft bremst, solltest du weniger Hitzeprobleme bekommen, da die Energie, die "vernichtet" (gibt es nicht, kinetische Energie wird umgewandelt in Krach und Hitze) relativ gering ist.
    Bin letzten Sommer bei recht großer Wärme mit meinem Gravelrad mit hydraulischer Disk recht verschärfte Gangart vom Kaunertaler Gletscher runter und auch vom Stelvio über Umbrail. Da hatte es viele lange Bremsungen aus hoher Geschwindigkeit (auch mehrfach von 80 km/h auf 30 km/h oder so) und nachher waren die Bremsbeläge einigermaßen am Ende und die Bremse hat ohrenbetäubenden Radau veranstaltet. Andererseits hast du natürlich bei Disks überhaupt keine Einschränkung durch Dreck oder Nässe und du kannst beim Gravelrad zwischen verschiedenen Radgrößen wechseln.
    Du musst dich aber bei Disks durchaus darauf einstellen, bei längeren Radreisen gelegentlich mal die Beläge zu erneuern. Die einfachen Beläge kosten nicht viel und sind auch ganz einfach zu wechseln. Brauchst nur einen mittleren Schraubendreher und Fingernägel und einen Inbus für die Achse um das Rad rauszunehmen.
    Zur Geometrie kann ich nichts sagen. Wenn du es mal probesitzen kannst, solltest du das Problem lösen können.
    Übrigens besteht noch Hoffnung, dass Artie_1970 sich zum Thema meldet. Er ist ja letztendlich Reiseradler mit Erfahrung. Er wird dich aber auf englische Ware beraten ;-)
    Viele Grüße, Uwe
  • artie_1970, 05.04.2020, 22:01 Uhr 05.04.2020, 22:02 Uhr
    Servus Roger,

    die meisten Schotterraeder taugen als Reiseraeder mit kleinem Gepaeck. Anschraubpunkte fuer alles moegliche gilt heutzutage zum Glueck selbst im tour-magazin als Feature, nicht als Bug, so dass das die Auswahl nicht einschraenken duerfte. Schotterraeder mit Gepaecktraeger sollten wegen des langen Radstand (tour-magazin: "stoischer Geradeauslauf", frueher waere ueber das traege Fahrverhalten geschimpft worden) auch mit hecklastigem Gepaeck gutmuetiger zu fahren sein als nervoese Renner. Abhaengig von der Kettenstrebenlaenge und deiner Schuhgroesse stoesst du auch nicht an etwaige Packtaschen, 435 mm vom Ridley sollten reichen.

    Uwes Vorbehalte aus thermischer Hinsicht mit kleinen Scheiben teile ich, daher fahre ich an meinem Thorn Club Tour auch vorne 90 mm lange Mini-Vs und hinten (als Schlechtwetteranker) eine 160er-Scheibe (mechanisch, Tektro Spyre). Ich kenne keinen anderen Hersteller, der diese sehr sinnige Kombination (meine filigrane Gabel federt wunderbar) ausserdem anbietet. Wenn Scheibe vorne, hoeheres Systemgewicht (> 100 kg) und Vorlieben a la Uwe fuer steile Sackgassen, dann bieten Poison (diverse Modelle mit 180ern) und Velotraum (am Speedster kann man 200er verbauen lassen) mehr Reserven.

    Tschoe!

    Axel
  • roger2, 05.04.2020, 22:44 Uhr auf artie_1970
    Hallo zusammen,
    danke für eure Antworten. Ihr bestätigt eigentlich meine Befürchtung, dass Scheibenbremsen für meinen Fall eher ungeeignet sind.
    Habe eigentlich überhaupt keine Lust, unterwegs Bremsbeläge zu tauschen. Ist nicht schwierig, weiß ich, meine Frau hat ein Tourenrad mit Scheibenbremsen. Aber gleich nach der Ankunft am Etappenziel will ich mich erholen. Und wenn das Rad erst mal im Fahrradkeller weggesperrt ist, erst recht nicht. Zumal es meist eh nur Notbeleuchtung gibt. Und morgens vor dem Losfahren will ich auch nicht erst mal die Finger dreckig machen ....
    Grundsätzlich habe ich viel Erfahrung mit Abfahrten. Aber auch einen Sinn für steile Sackgassen oder Nebenstrecken. Und da habe ich auch mit V-Brakes schon Koolstop Bremsbeläge zum Schmelzen gebracht:
    https://www.quaeldich.de/forum/technik/suche/fading-mit-koolstop-bremsbelag/?ID=143234#ul-143234
    Fahre seither nur noch Shimano, keine Experimente mehr. Die R55C+1 quietschen auch nicht. Die gegenüber R55C3 etwas höheren Bremskräfte sind mit Mini-V Brakes selbst bei Regen kein Problem.
    Mein bisheriges Reiserad hat 425mm Kettenstrebenlänge. Reicht völlig, da ich Kleidung und Werkzeug in kleine Taschen (eigentlich für's Vorderrad) unterbringe.
    Gruß, Roger
  • artie_1970, 05.04.2020, 22:54 Uhr
    Servus Roger,

    ganz vergessen, ein unfassbar guenstiges Schnaeppchen, das meine Dame mit Begeisterung faehrt, koennte auch etwas fuer dich sein:

    http://www.fujibikes.com/usa/bikes/road/adventure-and-touring/touring/touring

    Deinen STI-Aerger aus dem Nachbarfaden bist du damit auch los (Lenkerendschalthebel), echte (nicht Mini) V-Bremsen, deutliche Untersetzung, ein Klassiker, der schon etliche Jahre im Programm ist.

    Tschoe!

    Axel
  • sugu, 06.04.2020, 11:06 Uhr
    Mein 10 Jahre altes Trekkingrad war bisher mein Reiserad, auch fürs Gebirge: Lowrider und Gepäckträger sorgen für eine ausgewogene Gewichtsverteilung, die gerade dann, wenn es etwas ruppiger wird, wichtig ist. Die letzte Tour war nur fünf Tage kurz, da habe ich mich auf eine größere Tasche nur hinten beschränkt und die Entscheidung nachher bereut. Scheibenbremsen möchte ich nicht mehr missen, nachdem ich im Schnee mit hydraulischen Felgenbremse an deren Grenzen gestoßen bin. Ja, die Beläge sollte man vor einer Tour kontrollieren und vielleicht vorab wechseln. Neu haben sie bisher immer 10 Tage durchgehalten, aber es kommt auch aufs Wetter (Nässe und Dreck) an. Nachdem das alte Rad das zeitliche gesegnet hatte, fahre ich jetzt ein Gravelbike https://fotos.mtb-news.de/p/2465228?in=set . Bis jetzt habe ich nur Tagestouren mit Gepäck gemacht, aber da das Rad insgesamt sehr viel leichter und wendiger ist, wird es mit Gepäck nur hinten auf Schotterstrecken kein Vergnügen sein. Für lange Touren denke ich für vorne auch über Bikepacking-Lösungen nach.

    Ein Entscheidung, die sich für mich als richtig herausgestellt hat, sind die GRX-Zusatzbremshebel am Oberlenker https://fotos.rennrad-news.de/f3/4/497/497333-5xw2lfcdsf56-bild2048-medium.jpg
    Gerade auf Abfahrten abseits der Straße lässt sich das Rad damit gut führen und die Bremse reagiert sehr direkt.
  • Nachtrenner, 07.04.2020, 00:27 Uhr
    Hallo,
    zum Thema Scheibenbremse kann ich noch etwas aktuelles beitragen:
    Ich bin kürzlich von Ostfildern-Ruit nach Stuttgart-Hedelfingen runter. Ist übrigens noch nicht in der Quäldichpässesammlung, ich weiß allerdings nich, ob ich ihn beisteuern sollte, da meine letzten drei Beiträge nach zig Wochen immer noch in Redaktion sind.170 Hm erst langsam fallend, aber hinter einem vorschriftsmässig 30 fahrendem Auto ständig bremsend hinterher, dann wirds steiler und unübersichtlich , also Intervallbremsen wie empfohlen: Ergebnis war eine stark verformte Bremsscheibe vorne(deng-deng-deng) und die bange Frage, ob die Bremse das am Ende folgende 18%-Finale noch packt. Ja es ging gut wenn auch mit einem Höllenlärm und einer Abkühlpause. Es sind normale Shimano Ultegra hydraulische Diskbremsen und mein Gewicht mit Rad und Rucksack dürfte 91kg nicht überschreiten, also kein Schwergewicht. Ich werde beim nächsten Rad sicherlich auf 180mm Scheibe vorne achten, einfach zur Reserve. Bei der Kontrolle zu hause fielen mir die doch sehr geschrumpften Beläge auf. Ich würde dir raten auf eine mindestens 180mm-Scheibe vorne zu achten. Viel Spaß bei der Suche! Rainer
  • artie_1970, 07.04.2020, 08:01 Uhr
    Servus Rainer,

    der Wahnsinn! Ich freue mich, dass du hier noch schreiben kannst. Dein Systemgewicht ueberschreite ich schon ohne Rad und Gepaeck. Da fragt man sich, wie ich mit Rad und Gepaeck steile, schmale Straesschen wie

    https://www.quaeldich.de/paesse/breithorn-furggen/
    https://www.quaeldich.de/paesse/col-des-gentianes/
    https://www.quaeldich.de/paesse/alpe-fuori/
    https://www.quaeldich.de/paesse/zillertaler-hoehenstrasse/
    https://www.quaeldich.de/paesse/grosssee/
    https://www.quaeldich.de/paesse/grosser-oscheniksee/
    https://www.quaeldich.de/paesse/rionda-pass/
    https://www.quaeldich.de/paesse/alpe-galm/

    heile hinunter kam. Antwort:

    Mit der groessten Scheibe der Welt.

    Und waehrend das tour-magazin nach zwei, drei kritischen Berichten zu Anfang der Scheibenaera mittlerweile seit ein paar Jahren offenbar standhaft die fehlende Standfestigkeit ignoriert und von ueberlegener Bremswirkung faselt (mag sein, aber wie lange haelt die an?), findet man bei Peter Appeltauer (Physiker, Mercedes-Formel-1-Entwickler) in seiner dicken Schwarte im A3-Format "Radfahren - Das Kleingedruckte" detailierte Rechnungen, die genau solche von dir beschriebenen Erlebnisse vorhersagen und auch noch den Finger in andere, erschuetternd grosse Wunden legen. Das Kapitel ueber Bremsen ist alleine den Kaufpreis wert.

    Tschoe!

    Axel
  • Uwe, 07.04.2020, 08:06 Uhr auf Nachtrenner
    Hallo Rainer!
    Ein Haken an der Sache ist, dass es bei Rennrädern keine Aufnahmen für 180er Scheiben gibt. Es mag sie vielleicht im Reiseradbereich geben, was man recherchieren müsste. In Sachen Verformung sind die Sandwich-Scheiben der Ultegra recht anfällig. Mir sind da die einfachen Stahlscheiben der unteren Gruppen lieber.
    Viele Grüße, Uwe
  • Nachtrenner, 07.04.2020, 12:52 Uhr
    Hallo Uwe,
    ein Arbeitskollege schwört auf hydraulische Felgenbremsen wie z.B. Magura und hat mit seinen verschiedenen Rädern keine Probleme.
    Zu den Ice-Techscheiben: das war das erste was ich lange vor dem Verschleißende ausgetauscht habe. Dreimal scharf bremsen und es schleift... Uaaagh!
    Nach dem beschriebenen Abfahrtsvergnügen habe ich eine "Dächle" von trickstuff eingebaut mitsamt den passenden Belägen. Nach dem Kolbenzurückdrücken ist die Toleranz so klein, dass nach dem Einbremsen immer noch ein ganz leichtes Schleifgeräusch zu hören war, ist aber mittlerweile weg. Wenn sie sich bewährt, kommt die Kombi auch hinten dran. Mit Adapter würden auch 180-Scheiben gehen , ich habe auch schon Gabelbrüche gesehen , es ist ein bisschen unsicher, ob eine größere Scheibe nicht zu viel Gewaltfür manche Gabeln darstellt.
  • Uwe, 07.04.2020, 13:07 Uhr 07.04.2020, 13:09 Uhr auf Nachtrenner
    Hallo Rainer!
    Letzteres ist wohl der Grund der Begrenzung auf 160er Scheiben.
    Es gibt aber am Gravelbike keine Alternative zu Disk wegen der Möglichkeit des Wechsels der Radgrößen. Genau das ist der Clou des Gravelbikes. Da bist du mit jeder Art von Felgenbremse draußen.
    Viele Grüße, Uwe
    Übrigens gibt es für mich am reinen Rennrad keine Alternative zu Felgenbremsen.
  • Gast, 07.04.2020, 13:33 Uhr 07.04.2020, 13:56 Uhr
    Ihr habt Nerven,schwadroniert über REISE (sic!)-räder und Scheibenbremsen - wo wollt ihr denn mit dem Zeugs dieses und ev. sogar noch ins kommende Jahr rein hin ?
    ;-)

    Ein Gutes hat die Scheibenbremse in diesen Zeiten : bei dem jämmerlichen Gekreische nimmt das schlimmste Virus Reißaus...
  • Uwe, 07.04.2020, 15:30 Uhr auf 0
    Endlich mal ein fachlich fundierter Kommentar zum Thema;-)
  • Gast, 07.04.2020, 17:23 Uhr auf Uwe
    Du weißt doch,beim Thema Scheibe bin ich nicht satisfaktionsfähig....

    Und jetzt fundiert : Habe soeben fast 2 Stunden meiner kostbaren Lebensrestzeit an die kreischende hintere Scheibenbremse am MTB meiner Göttergattin hingepfriemelt,Bremse zerlegt,Bremssättel gereinigt,neue Bremsbeläge,neue Scheibe,Bremse x-mal eingestellt - Ergebnis : die Bremse kreischt weiterhin (v.a. in deer Endprogression) so furchtbar,daß wir so schon keine Ausgangsbeschränkungen mehr brauchen um im Wald einen Platzverweis zu bekommen

    Die einzige funktionierende Scheibe die ich jeh gefahren bin - an meinem "Kolumbienrad",welches in einem Straßengraben vor sich hinrostet;-) - , war die hier https://www.rosebikes.de/campagnolo-potenza-11-ho-disc-ergopower-brems-schalthebelkombination-satz-2668795
  • Uwe, 07.04.2020, 18:22 Uhr auf 0
    Hm, bei dem Preis ist verrosten schon ärgerlich. Kannst du das Problem nicht bei Campa reklamieren?
    Ja, ich kenne schon deine Meinung über Scheibenbremsen. Ich habe ja in dem Bereich auch zwei Meinungen, die schon fast konträr zueinander sind. Rennrad = Felgenbremse und Gravel = Scheibe.
    In Sachen Gebrüll ist meine Scheibe aber total unzuverlässig, denn sie brüllt nur, wenn sie es nicht soll und ist still, wenn ich sie statt Hupe benutzen möchte.
    Grüße, Uwe
  • lowrider, 08.04.2020, 11:23 Uhr 08.04.2020, 11:23 Uhr
    Gebe jetzt doch noch meinen Senf dazu:
    Das Ridley hat Flatmount Aufnahmen für die Bremssättel und damit gehen max. 160 mm Scheiben. 2 x 160 mm geht auch mit 10 kg Gepäck, aber nur bei entsprechender, bremsenschonender Fahrweise. Gegen die Physik ist auch Icetech und sonstiger Voodoo machtlos.
    Am Rennrad reichen mir zwar 160'er Scheiben immer und überall problemlos aus aber bei der Anwendung würde ich zumindest vorne schon eine 180'er oder sogar 203 mm Scheibe haben wollen. Mit soliden Scheiben und anständigen Bremsbelägen (die billigen, organischen mögen hohe Temperaturen gar nicht) funktioniert das dann einige 1000 km ohne weitere Wartung.
    Canti-Sockel sind ziemlich ausgestorben, wenn überhaupt bleibt dafür nur der Weg zum Rahmenbauer. Co-Motion würde dir diese ggf. an das Cascadia (https://co-motion-cycles.de/single/54-cascadia) bauen aber da gehen auch 203 mm Scheiben.
    Schönen Gruß, Oliver
  • roger2, 15.04.2020, 19:32 Uhr
    Hallo zusammen,
    vielen Dank für eure Rückmeldungen. Ich bin das Ridley Kanzo A heute mal probegefahren:
    - hinten geht nur 160mm Bremsscheibe. Vorn an der Gabel sitzt der Bremssattel aber auf einem Adapter, durch Tausch des Adapters können größere Scheiben montiert werden. D.h. wenn ich feststellen sollte, dass die 160er Scheibe nicht reicht, könnte ich für wenig Geld nachrüsten
    - Rahmen und Gabel haben jede Menge Anschraubpunkte, das ist für ein Reiserad schon mal gut.
    - bei dem Rad, das ich gefahren bin, waren 700x45c Reifen montiert. Da brachte man keinen Finger mehr zwischen Sattelrohr und Reifen.
    - Leichtgewicht ist etwas anderes, der Rahmen scheint aber steif zu sein.
    Gruß, Roger
  • lowrider, 15.04.2020, 20:33 Uhr
    Vorsicht! Bei Flatmount sitzt der Bremssattel auf einem Adapterblech an der Gabel, das läßt aber nur die Wahl zwischen 140 und 160 mm Scheiben. Eine Lösung um Flatmount Bremssättel mit 180'er Scheiben zu verheiraten kenne ich bis jetzt nicht.
    Schönen Gruß, Oliver
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Ausfall Ultegra ST-6703 3x10 Schalthebel

  • roger2, 24.08.2016, 21:23 Uhr
    Nach ziemlich exakt 30.000 km Einsatz haben heute Nachmittag meine Ultegra ST-6703 3x10 Schalthebel aufgegeben. Zuerst rechts und nach wenigen km auch links.Rechts greift der Hebel zum Schalten auf das kleinere Ritzen gar nicht, links ist blockiert.
    Mein Fachhändler hat das angeschaut, sagt Totalschaden. Den linke Schalthebel für eine 3-fach Kurbel hat er im Ersatzteilkatalog nicht mehr gefunden, der rechte wäre beschaffbar, hilft mir aber ohne den linken wenig.
    Kennt Ihr das Problem? Hat jemand einen Tipp für eine Bastellösung?
    Gruß Roger
  • Norwegian1611, 24.08.2016, 21:48 Uhr
    Vielleicht hilft das.
    Eventuell sind die 105er Hebel kompatibel, die gibt es ja auch in 3-fach. Vielleicht wirst Du hier fündig.
    Bastellösung? Was ist denn das Problem? Schon komisch, dass beide Hebel auf einer Tour aufgeben.

    Viel Glück
    Gruß Ulrich

    P.s: Vielleicht wissen die bei Paul Lange, wie Du an Teile kommst.
  • hschillo, 24.08.2016, 22:13 Uhr
    Schau mal hier

    Bei Rose noch 20 € billiger.

    Herzliche Grüße
    Helmut
  • roger2, 25.08.2016, 06:50 Uhr auf Norwegian1611
    Danke für die Hinweise.
    Fehlerdiagnose rechts ist gebrochene Rückholfeder. Ich hatte vergleichbares Fehlerbild vor 18 Jahren an einer Shimano LX. Nur dass der Händler mir damals eine neue Rückholfeder beschaffen konnte, die ich dann eingebaut habe.
    Roger
  • roger2, 05.04.2020, 19:40 Uhr
    10fach Schaltung ist out, ich schreibe es trotzdem: von den 2016 beschafften, fabrikneuen Schalthebeln Ultegra ST6703 hat der linke Herbst 2019 nach 15.000km wieder den Geist aufgegeben. War beim Fachhändler, keine Reparatur möglich, nochmals Tausch der Schalthebel rentiert sich bei dem alten Rad auch nicht mehr. Für ein Ultegra Teil, das ca. 300 Euro gekostet hat, finde ich eine Haltbarkeit von 3 Jahren unbefriedigend. Hoffentlich ist das bei 11fach besser.
    Roger
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knarzende Pedale

  • kletterkünstler, 04.04.2020, 13:19 Uhr
    Moin,

    kann mir jemand sagen, was man gegen das Knarzen im Zusammenspiel von Pedal und Schuhplatten machen kann? In diversen Foren nach Google-Suche habe ich keine erfolgsversprechenden Methoden/Mittel dagegen gefunden. WD40 hilft nur kurzfristig, kann ich bestätigen, außerdem rutscht man dann fürchterlich in den Pedalen. Sowohl Pedale als auch Platten sind noch nicht so alt. Denn man liest häufiger, dass dann nur der Tausch von beidem hilft.
    Fahre Look. Früher mal Shimano, Knarzen noch schlimmer. Time waren die einzigen, mit denen ich keine Knarz-Probleme hatte. Sind mir nur irgendwann beim Fahren durchgebrochen.... zu viel Kraft ;-)

    Danke schonmal!
  • AP, 04.04.2020, 15:42 Uhr 04.04.2020, 15:43 Uhr
    Ignorieren!

    Bei mit knirscht es seit Jahren, ist mir total egal, solange es nicht die Knochen sind.

    Gruß
  • Uwe, 04.04.2020, 18:10 Uhr auf AP
    Hallo Axel!
    Der Spruch hätte von mir kommen können;-)
    Grüße, Uwe
  • lowrider, 04.04.2020, 18:56 Uhr
    Minimal zähes Fett auf die Kontaktstellen hilft zumindest eine Zeitlang. Ansonsten: ignorieren.

    Gruß, Oliver
  • kletterkünstler, 04.04.2020, 20:10 Uhr auf AP
    Heute fing dann nach wenigen Kilometern auch noch die Sattelstütze oder -klemmung an zu knacken, obwohl neulich erst noch gefettet. Wurde dann immer schlimmer, immer lauter während der 3 1/2 Std - ersetzt immerhin die Klingel. Unmöglich zu ignorieren, aber wenigstens leichter zu beseitigen.
  • kletterkünstler, 04.04.2020, 20:11 Uhr auf lowrider
    Danke! Ich probiers mal.
  • artie_1970, 04.04.2020, 22:28 Uhr
    Croqs knarzen nicht. Meine Amphibienschuhe auf Plattformpedalen auch nicht.
  • Uwe, 05.04.2020, 12:17 Uhr
    Hallo Marcel!
    Ich hatte lange Zeit das alte Look-System, heutzutage als "Delta" bezeichnet. Die haben fast immer geknarzt, außer bei Regen.
    Irgendwann bin ich auf das neuere System, genannt "Keo" umgestiegen, nachdem ich die alten Pedale geschrottet hatte. Die Keos knarzen bei mir nicht oder nur selten. Da habe ich im Moment schon mindestens den dritten Pedalsatz in Betrieb. Vielleicht hat sich mit zunehmendem Alter aber auch nur mein Gehör verschlechtert oder es hat sich meine Sensibilität wo anders hin verschoben...
    Am Gravelbike habe ich seit einiger Zeit Shimano MTB-Pedale, die Material bedingt eher nicht knarzen. So etwas ist aber nicht unbedingt meine Liebe fürs Rennrad und passt auch optisch nicht optimal.
    Welche Look-Pedale hast du denn im Umlauf? Bei den heutigen Oedalen ist zumindest bei den preisgünstigen Typen ein Pedalkörper aus Plastik im Einsatz. Und dazu nutze ich die grauen Platten mit Gummifüßen (es gibt auch schwarze Platten für weniger Spiel und graue ohne Gummi).
    Viele Grüße, Uwe
  • kletterkünstler, 05.04.2020, 17:18 Uhr auf Uwe
  • Uwe, 05.04.2020, 18:19 Uhr auf kletterkünstler
    Fahr das Zeug, bis es kaputt ist. Und wenn es unterwegs nervt, kannst du auch einen Spritzer Wasser dran tun, dann ich eine Weile Ruhe. Ich habe die Keo Classik 2 oder 3 (müsste ich nachgucken). Die haben meines Erachtens Plastikzeugs-Pedalkörper.
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Schnellspanner drückt Kassette etc. raus

  • kletterkünstler, 11.03.2020, 14:11 Uhr
    Ich wollte heute meine Kassette mal auseinandernehmen, um die Ritzel richtig vom Dreck der letzten Tage zu befreien, doch leider saß sie so fest, dass ich sie mit dem gewöhnlichen Werkzeug nicht abbekommen habe. Als ich den Schnellspanner wieder durchstecken wollte, klemmte der ein wenig, ich drückte etwas fester und plötzlich flog die Kassette ab, ebenso diese Dinger: https://mein.quaeldich.de/kletterk%C3%BCnstler/bilder/?BildID=261735
    LR sind von DT Swiss und noch nicht allzu alt (August 2018).
    Weitere Bilder: https://mein.quaeldich.de/kletterk%C3%BCnstler/bilder/

    Ich habe keine Ahnung, was jetzt zu tun ist (bin eine technische Null).

    Ich hoffe, jemand hat einen Rat, sonst gehts morgen mal zum Radladen.
  • Uwe, 11.03.2020, 16:08 Uhr
    Hallo Marcel!
    DT Swiss...zumindest zu den günstigen LR-Sätzen no comment..
    Da ist dir wohl der Freilauf mit allem Gerödel von der Nabe gefallen. Ist mir bei billigen (minderwertigen) DT Swiss auch schon passiert.Irgendwie ist der Freilauf da nicht richtig befestigt und ob das Absicht ist? Keine Ahnung.
    Vielleicht steckst den ganzen Müll mal einfach wieder zusammen wie es auseinander gepurzelt ist und probierst aus, ob der Freilauf noch funzt. Den Zahnkranz solltest du eigentlich mit dem entsprechenden Werkzeug und einer Kettenpeitsche zerlegen können, ist aber in dem aktuellen Zustand auch eher fummelig.
    Du bestätigst mein Vorurteil gegen DT Swiss, dass man solchen Müll besser im Laden lässt und für den gleichen Preis richtige Räder kauft. Zum Beispiel Fulcrum. Selbst die Racing 7 sind sehr gut: steif und mit ordentlichen Industrielagern versehen, die man für kleines Geld erneuern kann, wenn nötig.
    Viele Grüße, Uwe
  • kletterkünstler, 11.03.2020, 16:38 Uhr auf Uwe
    Vielen Dank!
    Ich probier es mal.
    Bin 2018 von Mavic auf DT Swiss umgestiegen, weil ich die ständigen Probleme mit dem Mavic-Freilauf leid war. Bislang hatte ich keine Probleme mit den DT. Günstig ist relativ, Die Dinger haben immerhin um die 600 EUR gekostet, für mich viel Geld, aber Schweizer und billig.....okay das passt eigentlich nicht zusammen und kann ja nur schief gehen ;-)
    Zahnkranz mit Abzieher und Peitsche klar, aber er ist zu stark, ich zu schwach. Keine Ahnung, ob ich das Ding seinerzeit so festgezogen habe oder der Schrauber meines Vertrauens.
  • Uwe, 11.03.2020, 16:47 Uhr 11.03.2020, 19:36 Uhr auf kletterkünstler
    Hallo Marcel!
    Normalerweise 40 Nm Anzugsdrehmoment (bei Shimano oder SRAM).
    An DT Swiss ist außer dem Namen nicht viel Schweiz dran.
    Hast du schon mal nach deinem LR-Modell bei Youtube gesucht? da sollte es diverse brauchbare Bastelvideos geben. Oder sogar eine Mechaniker-Anleitung auf deren Webseite. Für meine Fulcrums habe ich so etwas. Für meine billigen DT Swiss, die ich als Nebensaison-LR am Rennrad vergurke, habe ich keine Anleitung, aber den Freilauf hatte ich auch schon mal in der Hand so wie du ;-)
    Beim wieder einsetzen von Hand kollidierst du mit den Sperrklinken des Freilauf. Da musst du einfach links herum (entgegen der Antriebsrichtung) drehen, bis sie wieder einklicken und du den Freilauf ganz aufsetzen kannst.
    Viele Grüße, Uwe

    Edit fragt gerade noch, ob du vielleicht mal eine Explosionszeichnung von deiner Nabe bzw. vom Freilauf bekommen kannst. Dann kann man die Zusammenhänge einfacher verstehen, als nur von Bildern aus der Ferne. Such einfach mal beim Gockel nach deinem Modell und "Wartung".

    Edit nochmal: https://www.dtswiss.com/de/support/bedienungsanleitungen/ -> Laufräder -> Technische Handbücher -> dein Modell oder so ähnlich wie möglich raussuchen (vieles ist ähnlich konstruiert)
    Demnach ist der Freilauf wirklich nur drauf gesteckt. Deine beiden Zahnscheiben tauchen in der Beschreibung auch auf und noch Federn, die du auch finden solltest.
  • kletterkünstler, 12.03.2020, 18:58 Uhr auf Uwe
    Hallo Uwe,
    besten Dank!
    Das Handbuch scheint mir weiterzuhelfen. Bin noch nicht ans Werk gegangen. Im Handbuch steht, man solle die Zahnscheiben & Verzahnung des Rotors und Gewinderings nach dem Reinigen mit dem DT Swiss Spezialfett fetten. Den Mavic-Freilauf habe ich immer mit Rohloff Öl behandelt. Ich hätte noch Dynamic All Round Grease und Cyclus Lagerfett (mit PTFE), die ich bislang noch nicht genutzt habe, weil noch recht neu und noch nicht nötig gewesen. Gehen die auch?

    Federn stecken noch, die hatten sich nicht verabschiedet.

    Youtube-Videos aufgerufen, aber noch nicht angesehen. Erstmal essen ;-)
  • Uwe, 12.03.2020, 22:13 Uhr auf kletterkünstler
    Von den Fetten habe ich keine Ahnung. So lange du nur das Gerödel zusammen bauen möchtest und es nicht anderweitig versaut hast, musst du es vielleicht nicht neu schmieren. Aber vielleicht ist eine komplette Wartung auch mal gut. Scheint recht einfach auseinander zu gehen. Ich sehe schon, du wirst doch noch zum Schrauber. Hauptsache du verklüngelst keine Kleinteile.
    Viele Grüße, Uwe
  • kletterkünstler, 12.03.2020, 23:49 Uhr auf Uwe
    Nee ich werd kein Schrauber mehr. Es hält nicht. Die Zahnscheiben klicken auch einfach nicht richtig ein. Hab das erstgenannte Fett genommen, vielleicht einen Ticken zu viel, ist nämlich ne riesen Sauerei.
  • Uwe, 12.03.2020, 23:58 Uhr auf kletterkünstler
    Vermutlich musst du beim aufsetzen des Freilaufs mit Zahnkranz nach links drehen, also in Freilaufrichtung, damit die Sperrklinken wieder in die Verzahnung einlaufen. Du stehst sonst mit den offenen Sperrklinken vor der Verzahnung der Gegenseite. Ist ohne Bild und ohne Hand am Gerät blöd zu beschreiben... Bin auch kein Lehrer, maximal Leerer.
  • kletterkünstler, 13.03.2020, 13:01 Uhr auf Uwe
    Habe ich getan. Funktioniert leider nicht. Wäre sicher auch einfacher ohne die Kassette, die ich ja nicht vom Freilaufkörper abbekomme. Ich kanns nochmal mit aller Kraft versuchen, aber habe mich schon damit abgefunden den heutigen schönwettrigen Tag nicht nutzen zu können. Mangels fahrbarem Untersatz kann ich dann erst morgen früh zum Radladen, der ein paar Dörfer weiter liegt. Das frühlingshafte WE würd ich schon gerne nutzen. Wer weiß, wie lange man wegen Covid-19 überhaupt noch raus kann/darf.
  • Gast, 13.03.2020, 14:44 Uhr 13.03.2020, 14:49 Uhr
    >>>>>Wer weiß, wie lange man wegen Covid-19 überhaupt noch raus kann/darf. <<<<

    Wie wahr,das treibt einen allmählich um.Wenn man das Beispiel Italien nimmt https://www.stol.it/artikel/chronik/corona-auch-auf-den-radwegen-wird-streng-kontrolliert
    Als Berufspessimist neige ich zur Annahme,daß wir hierzulande nicht mehr sehr weit von derartigen Restriktionen entfernt sind.Die Politik hat praktisch keine Handlungsalternativen mehr,um die Ausbreitungskurve noch irgendwie flach(er) zu halten.

    Auch wenns in diesen Thread nicht reinpaßt : wie geht eigentlich das QD-Reisemanagement mit den avisierten Reisen in den kommenden 1/2 Monaten um ? Würde mich aus "Neugier" -auch wenns mich persönlich nicht betrifft- mal interessieren...braucht aber natürlich auch keiner beantworten,wenns Betriebsgeheimnisse sind.
  • kletterkünstler, 13.03.2020, 15:41 Uhr auf 0
    Zumindest die Reisen nach Italien fallen logischerweise aus, Vogesen unsicher, zum Rest kann ich nichts sagen.

    Meine erste RTF in den NL in knapp einer Woche ist jetzt aufgrund des Verbots von Veranstaltungen mit mind. 100 Teilnehmern/Besuchern in den NL abgesagt. Da ich dafür in meine Heimat zu meinem zur Risikogruppe zählenden Vater in den mittlerweile berühmten Kreis Heinsberg hätte reisen müssen, wäre ich aber ohnehin nicht gestartet. Ich gehe auch nicht davon aus, dass die Touren im Mai durchgehen werden.
  • alltagsfahrer, 13.03.2020, 16:13 Uhr
    Hallo Marcel,

    wenn eine Schraube klemmt gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten:

    Kriechöl, oder generell Öl
    Kälte auf den inneren Gewindeteil
    Wärme auf den äusseren Gewindeteil.

    Was noch dazukommt ist die Möglichkeit, dass eventuell Gewindesicherung drauf gekommen ist.
    Wärme braucht es nicht wahnsinnig viel. Bei Loctite (Schraubensicherung...) reicht ein Haartrockner auf der wärmsten Stufe. Oder du legst etwas unter die Kassette - kleinstes Ritzel nach oben - und wärmst nur die obersten Zähne. Durch die Wärme dehnt sich der äussere Gewindeteil auseinander.

    Was du auch versuchen kannst: erst in den Tiefkühler, rausnehmen und dann von aussen nur die obersten Zähne erwärmen.

    Was Du nicht machen solltest ist: das Teil auf eine Herdplatte stellen. Weil dann das Fett rausläuft und du es durch zu viel Hitze ganz kaputt machst. Backofen oder gar Schweissbrenner fallen auch weg. Mikrowelle tönt zwar gut, aber in dem Fall dann doch lieber eine Dauerwelle ;-)


    Es gibt im übrigen Gewindepaste. Kupferpaste, Nikelpaste, Keramikpaste, Metallpaste Schraubenpaste Antiseaz und wie die noch alle heissen gegen festfressen. Eine Tube wird noch bis ins übernächste Jahrtausend reichen. Das alles hilft allerdings nur bedingt, wenn Dreck ins Gewinde geraten ist, das Gewinde unsauber geschnitten wurde oder man beim Montieren das Gewinde verkanntet hat.

    Wenn du unsicher bist, ob das Gewinde nun richtig drin ist oder nicht, dann setzt die Mutter oder Schraube mit der verkehrten Hand auf. Also Rechtshändler mit der linken Hand und umgekehrt. Nun dreht man aber in die falsche Richtung !! bis es "klick" macht. Nun richtig herum reindrehen.

    Viele Grüsse aus Zug, Fritz der zu wenig Haare für eine Dauerwelle hat ;-)
  • Uwe, 13.03.2020, 22:10 Uhr auf alltagsfahrer
    ...Haare...
    Viele Harre benötigen viel Seife / Shampoo, wenig Haare benötigen wenig davon, wer keine Haare hat, muss auch keine Hamsterkäufe tätigen und Shampoo auf Vorrat kaufen.
    https://mein.quaeldich.de/Uwe/bilder/?BildID=241095
    Der Typ auf dem Foto, also ich meine jetzt den mit dem QD-Frack, hat jetzt bei Corona ein Problem, da die Regale der Seifenläden leer sind.
    ...schon wieder offtopic...
    Viele Grüße aus dem in den letzten Wochen viel zu zugigen NRW nach Zug, Uwe
  • Uwe, 13.03.2020, 22:11 Uhr auf 0
    Du lieferst wieder gute Argumente gegen die Benutzung von Radwegen.
  • kletterkünstler, 25.03.2020, 16:59 Uhr auf Uwe
    Besser spät als nie hier noch eine kurze Rückmeldung. Im Radladen haben sie es mir schnell zusammengebastelt. Der Musik nach zu urteilen, hat sich der Kerl vorher noch schnell das gleiche Youtube-Video angesehen wie ich. Ist halt mehr ein MTB-Laden ;-) Tipp war, die Schraube, in die man den Zahnkranz-Abzieher steckt, leicht mit einem Hammer zu bearbeiten. Die war nämlich lose.
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Time RXS Pedale

  • SystemeU, 28.10.2019, 15:03 Uhr
    Hallo,

    ich suche dringend die Pedale von Time RXS.

    Gibt es evtl. im Umfeld einen Händler, der noch welche im Laden rumliegen hat?
    Oder vielleicht auch einen Online-Shop, der noch Restbestände anbietet?

    VG, Sonny
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Schaltwerkskapazität erweitern oder kompatibles Schaltwerk

  • Uwe, 05.08.2019, 20:50 Uhr
    Hallo an die Fachwelt!
    Ich recherchiere im Moment etwas herum, ob es eine günstige Variante gibt, die vorhandene Kapazität meiner Schaltung zu erweitern.
    Bestand am CX / Gravelbike: Shimano 105 5800GS 11-fach (mittellang, fälschlich als lang bezeichnet) mit STI ST-RS505 (für hydraulische Bremse), RoadLink-Adapter (Dingsda am Schaltauge, um das Parallelogramm zu versetzen). Aktuell 50/34 mit Kassette 11-36 = 41 Zähne Kapazität, die gerade so passen.
    Ziel wäre z.B. bis 40 Zähne hinten, was aber in dieser Kombi wegen der Kapazität des Schaltkäfigs nicht geht. Das Parallelogramm könnte es wegen des RoadLinks problemlos.
    Frage: Kann man entweder ein anderes, z.B. MTB-Schaltwerk einbauen und die 11 Rasten des Schalthebels passen trotzdem? Oder kann man aus einem anderen Schaltwerk (aus welchem?) die Leitbleche einbauen, um einen längeren Käfig zu bekommen? Oder lässt man von einem Bastelfreak neue Leitbleche in anderer Länge herstellen?
    Was ich nicht machen möchte, da es mir zu teuer würde: Kurbelsatz / Tretlager tauschen oder sonst einen Totalumbau durchführen. Nein, bitte keine Vorschläge, worin Begriffe wie E-Bike oder Moped vorkommen ;-)
    Bin mal gespannt, was die Technikabteilung jetzt an Tipps zu bieten hat!
    Es geht mir im Moment auch nicht darum, dass ich unbedingt vor dem baldigen Urlaub eine fertige Lösung benötige, denn da habe ich mich ohnehin darauf eingestellt, gelegentlich kurze Radwanderungen zu machen. Ende Gelände soll das Rad auch noch mit dem Straßenradsatz ohne weitere Basteleien als Rennrad einsetzbar bleiben.
    Gespannte Grüße, Uwe
  • Gast, 06.08.2019, 10:04 Uhr
  • artie_1970, 06.08.2019, 20:55 Uhr
    Servus Uwe,

    ein paar Links, die schon fuer Günter Fundgrube waren:

    http://www.cyclingabout.com/wider-gear-range-road-shifters-gears-for-easier-hill-climbing/
    https://www.cyclingabout.com/low-climbing-gears-road-bike-crankset/

    Viel ueber Kurbeln, aber es gibt auch andere Loesungen. Stoeber mal.

    Tschoe!

    Axel

    P. S.: Die nicht ausreichend kleinen Gaenge waren vor 5 Jahren der Grund fuer die Entscheidung zum Randonneur statt Cyclocrosser.
  • Uwe, 06.08.2019, 21:42 Uhr auf 0
    Hallo Günter!
    Das Teil wäre ein Lösungsansatz. Ob es letztendlich praxistauglich ist und auch noch beim Einsatz der Maschine als Rennrad mit normalen Straßenübersetzungen sauber schaltet, müsste man testen.
    Kostenpunkt am Ende: Schaltwerk, Adapterdingsda, Kette und Kassette
    Zum Herbst hin wird die Kette fällig, da könnte man es austesten.
    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 06.08.2019, 21:43 Uhr 06.08.2019, 21:48 Uhr auf artie_1970
    Axel,die Kurbel will er ja nicht auswechseln,wenn ich das richtig verstanden habe.

    Die Lösung ist klar : MTB-Schaltwerk /Roadlink Adapter (den hat er schon) / und diesen Modulator https://www.cyclingabout.com/jtek-shiftmate-mix-mtb-cassettes-with-sti-road-shifters-to-lower-your-gearing/ oder diesen,egal https://www.wolftoothcomponents.com/collections/derailleur-optimization/products/tanpan

    Ev. Nachteil : mit dem MTB Schaltwerk schaltet (nach meinen Erfahrungen) sich das Ganze bei eng abgestuften "Straßenkasssetten" z.B 11/25 nicht mehr wie gewohnt fluffig.

    Am besten : gleich ein MTB Hardtail mit Race Geo .ggf sogar Carbon-Starrgabel und fertig ist die jetzt WIRKLICH einsetzbare Allzweckwaffe.Ich spreche aus leidlicher Erfahrung ;-)

    Günter
  • Uwe, 06.08.2019, 21:46 Uhr auf artie_1970
    Hallo Axel!
    Kurbel wird nicht umgebaut, da es ein Rennrad ist und bleiben soll.
    Am interessantesten ist vielleicht die Sache mit dem geänderten Kettenleitblech. So etwas in der Richtung könnte man auch vom begabten Kumpel auf Maß herstellen lassen. Der Luxus an der Sache wäre die Schaltperformance, die sich zumindest mit dem Straßenlaufradatz mit "normaler" Kassette vermutlich nicht oder kaum verändert.
    Kostet am Ende: Kette, Leitbleche und Kassette.
    Viele Grüße, Uwe
  • artie_1970, 06.08.2019, 21:48 Uhr auf 0
    Das mit der Kurbel habe ich schon mitbekommen, aber auf der Seite sind auch Loesungen ohne Kurbeltausch, das war mit "stoebern" gemeint.
  • Gast, 06.08.2019, 22:03 Uhr auf Uwe
    Uwe,bist deppert ? Für diesen Preis https://www.bike24.de/1.php?content=8;product=124095;menu=1000,2,111;mid%5B931%5D=1;pgc%5B5537%5D=9659;pgc%5B5540%5D=5543 lohnt doch nicht irgend so ein "russisches" Rumgepfriemle am bestehenden Schaltwerk mit "Kettenleitblech ändern" oder ähnliches.
  • Uwe, 06.08.2019, 22:21 Uhr 06.08.2019, 22:27 Uhr auf 0
    Hallo Günter!
    Ohne vorher nachgesehen zu haben, ist mir schon klar, dass auch ein hochwertiges MTB-Schaltwerk keine Kostenfrage ist. Wenn das Zeug passen würde (passt aber eher nicht), wäre ich sogar dreist genug, ein gutes MTB-Schaltwerk zu kaufen, die Bleche umzufummeln, und den Rest des neuen Schaltwerks bei der nächsten Fahrt um Altmetallhändler auf seine Waage zu legen. Dann hätte ich nämlich nicht diese etwas komisch aussehende Rollenmechanik als Adapter.
    An sich ist das von den "Original"-Komponentenherstellern schon einigermaßen dummdreist, dass sie die Road-Schaltwerke nur in SS und GS anbieten. Es gibt ja auch Leute auf der Welt, die durchaus den Luxus einer STI-Bedienung mit erweiterten Übersetzungen am Reiserad oder sonstwas haben möchten. Der Unterschied sind nur zwei dämliche Stanzteile aus der Presse, die in der Herstellung ein paar Cent kosten würden. Dafür macht die Stanze genau zweimal Pffftsch.
    Immerhin hat der Typ mit den Wolftooth-Teilen das schon mal kapiert und seinen Roadlink auf die Welt gebracht, der zwar auch unsinnig teuer ist für das was er ist, und nebenbei musste ich sogar von dem Ding noch eine Ecke abfeilen, damit er an mein Ausfallende passt.
    Noch zum MTB-Umbau als Alternative: Mein Gravel / CX hat klassische Straßengeometrie, die fast 1:1 die Sitzposition meines alten Renners kopiert, die ich liebe. Da bin ich verwöhnt wie ein kleines Mädchen!
    Viele Grüße, Uwe

    Übrigens: In jedem anderen Forum hätte man mir längst den Tipp gegeben, mehr zu trainieren und die Frage gestellt, warum ich mir solche Gedanken überhaupt mache. Da sind wir hier bei QD aber ganz anders aufgestellt und bekommen auf eine definierte Frage auch definierte Antworten. Auch wenn wir hier gerne das Thema verlassen und am Ende nur noch albernes Gefasel vom Stapel lassen.
  • artie_1970, 06.08.2019, 23:35 Uhr auf Uwe
    Servus Uwe,

    also ich bin anno Tobak mit 39/27 die Zillertaler Hoehenstrasse rauf. (-;

    Du hast schon sehr recht, hier sind wohl mehr Individualisten als stilpolizeilich geschlachtete Laemmer unterwegs. Ich finde interessant, wie sich die Ausruestung von meinen Anfangszeiten mit dem Renner bis heute geaendert haben: Statt 53-39 und 12-23 sind 50-34 und 11-32 Standard, die Reifen sind wenigsten 5 mm breiter geworden, man bekommt problemlos noch kleinere Gaenge und wesentlich breitere Reifen. Mit mehr Komfort und weniger Qual sind auch viel mehr Damen mit Rennlenker unterwegs, die gegen Autoverkehr allergisch sind, aber keinen Adrenalin-Downhill wollen. Selbst das reine Rennrad ist viel weniger ein Profigeraet als es frueher war, auch wenn die Preise manchmal illusorisch sind:

    https://bikeretrogrouch.blogspot.com/2013/11/that-bike-cost-how-much.html

    Jan Heine hat schon prognostiziert, dass die Verkaufszahlen der Extremisten MTB und Renner langfristig sinken (schon jetzt waechst neben den E-Dopern das Segment der Universalwaffen am staerksten) und die Leute lernen, auch mal viel Geld fuer etwas Alltagstaugliches auszugeben. In der Mitte zwischen den Extremen tummeln sich sonst eher die 500-Euro-Baumarkt-Karren.

    Tschoe!

    Axel
  • Gast, 07.08.2019, 11:17 Uhr
    Die Diskussion ,die wir hier um Über- resp. Untersetzungsoptimierungen führen,ist eh aus der Zeit gefallen.Ich wage die Prognose,daß in 5 Jahren 80 bis 90 % ALLER Räder (Rennrad bis Trekkingrad und Konsorten) mit E-Antrieb unterwegs sind.Vielleicht wird man ja selber mal schwach - spätestens (wie bei mir vor kurzem) wenn einen auf den Rampen vom Misurina See zur Auronzohütte hoch - selber ausm letzten Loch pfeifend- ein 130 Kilo Lebendgewicht in XXXL Aldi Shorts und Flip Flops mit seinem E "Moped" überholt - da bedarf es schon ZEN Buddhistischer Grundeinstellung um nicht in eine Sinnkrise zu verfallen ;-)
  • apfelstrudel, 07.08.2019, 11:52 Uhr auf 0
    Hallo Günter,
    ich würde mich überhaupt nicht von anderen Verkehrsteilnehmern (ich vermeide den Begriff 'Radfahrer') tangiert fühlen. Die machen was völlig anderes, insofern ist es mir völlig egal von denen überholt zu werden. Ich will mir halt nur nachher nix über ihre Leistung anhören.
    Auf Straßen finde ich E-Bikes o.k.. Off-Road eher scheiße, wenn auf Wanderwegen gefahren wird.
    Gruß
    Jörg
  • Gast, 07.08.2019, 12:21 Uhr 07.08.2019, 12:28 Uhr auf apfelstrudel
    Hallo Jörg,Du hast ja recht und ich habe überhaupt kein Problem mit den E-Bikern (zumal ich mich alterstechnisch wohl oder übel dem Thema nähere;-) . Ich muß aber zugeben,daß mich in "verzweifelten" Momenten -ich fahre hier in den Kitzbüheler Bergen ja viel mit dem MTB rum,wohlgemerkt mit dem Bio-MTB - an steilsten und zähesten Anstiegen mit ev. noch schlechter Traktion etc fröhlich vorbeifahrende E-MTBler oft in heftige Moralkrisen führen.......
    Es besteht aber keine Gefahr,daß ich mir so ein Ding anschaffe,zumal das ein ziemliches Geraffel ist und man sich neben leckenden Dämpfern und Federgabeln sowie kreischenden Scheibenbremsen noch das Hauptproblem allfälliger Motorendefekte einfängt.Wie Beispiele aus meinem Nachbarn- und Bekanntenkreis zeigen,läßt einen die Branche hier mehr denn je im Stich und ausgebaute und zur Reparatur eingeschickte Motoren bleiben montatelang unerkannt verschwunden,das 6.000 Euro Bike steht unbrauchbar herum und am Ende knöpfen sie einem noch einen Haufen Kohle ab.
    Wie die Branche in diesem Sinne tickt,erhellt der aktuelle Artikel über Garantie und Gewährleistung im Heft 9 des BIKE-Magazins.Wenn man das als Jurist liest,geht einem trotz Nichtbetroffenheit das Messer in der Hose auf.Ich glaube,es gibt kaum eine Branche,die den Verbraucher mehr verarscht als die Fahrradbranche.Lauter Gangster.....(sorry,Disclaimer,mit Ausnahme Oliver Lowrider und Bike24)

    Nicht-elektronische Grüße Günter
  • apfelstrudel, 07.08.2019, 12:57 Uhr auf 0
    Da bin ich ja beruhigt!
    Ich bin ja erst 56 Jahre alt und schließe eine Motorenunterstützung erstmal noch lange aus.
  • Gast, 07.08.2019, 14:15 Uhr auf apfelstrudel
    Erst 56 , ein Jungspund ,gratuliere ! Allerdings kommst Du da der Volldigitalisierung des Erdballs (und damit der Vollverblödung) nicht mehr aus - und die Rente erst in 30 Jahren ;-)
  • apfelstrudel, 07.08.2019, 14:22 Uhr auf 0
    Na da bleibe ich mal ganz entspannt. Und meine Rente wird eine Pension, die ich Stand heute, mit Erreichung des 63. Lebensjahres erwarte zu erhalten :)
    Und ja, im Vergleich trifft Jungspund wohl zu, aber an deine sportliche Leistungsfähigkeit wäre ich auch vor 30 Jahren nicht herangereicht.
  • Gast, 07.08.2019, 14:30 Uhr auf apfelstrudel
    Super,Pension mit 63 . Wenn sie Dich gehen lassen.Studienspezln von mir,die Richter oder Staatsanwälte geworden sind,haben die jetzt noch mit 65 an die Stühle gefesselt,weil wegen der Planstellenkürzungen nix oder nur wenig jüngeres nachkommt....allerdings hätte ich deren Pension jetzt gerne ;-)
  • Uwe, 07.08.2019, 16:29 Uhr auf artie_1970
    Hallo Axel!
    In 1986 bin ich mit 15 kg Gepäck an Rad und Rücken mit 42-21 den Stelvio von Prad rauf, 42-23 wurde "gespart" für "wenn es steil wird". Klingt bekloppt - isses auch. Oder in 1987 mal die Griesalp mit 42-26 und Riemchenpedalen auf Naturbelag. Ging alles, macht aber keinen Sinn. Damals waren wir noch sportlich, jung und schön. Jetzt sind wir nur noch ...,... und ... Der Rest davon ist weggefallen.
    Viele Grüße, Uwe
  • Uwe, 07.08.2019, 22:42 Uhr
    Hallo Freunde der Bastelei!
    Ich habe mal noch weiter recherchiert und bei Youtube einen Bastler gefunden, der eine 14 - 40 Kassette zusammenstellt aus zwei Kassetten, die er nur teilweise verwendet. Die Folge davon ist, dass er sich letztendlich 3 Zähne Kapazität spart und somit außer dem Roadlink, den ich sowieso habe, alles andere Geraffel. Damit käme ich in meiner Konfiguration auf 42 Zähne Kapazität gegenüber aktuell mit 11-36 und 41 Zähnen Kapazität. Nachteil ist, dass dafür die Kette länger sein muss und dann mit dem Straßenradsatz vermutlich zu lang ist :-(
    Etwas Luft habe ich aber aktuell noch in der Kapazität, wenn ich die Kette perfekt abstimme.
    Sein Video: https://www.youtube.com/watch?v=gzDJyiy4tX0&t=223s
    Viele Grüße, Uwe
  • artie_1970, 08.08.2019, 00:37 Uhr 08.08.2019, 00:37 Uhr auf Uwe
    Servus Uwe,

    an meinem Randonneur hatte ich gleich zu Beginn die 11-34er 10-fach-Kassette zu einer 13-34er umgebastelt (ebenfalls aus 2 mach 1), aber das war keine gute Idee, wie ich beim Putzen am Ende der ersten Saison gemerkt habe: Mit der Kette auf dem 13er war der Abstand zur Hinterbaustrebe zu knapp, so dass je nach Laufruhe der Kette diese die Strebe zersaegte/zerkratzte. Ein 12er-Ritzel loeste das Problem, bedingte aber aehnlich bloede Spruenge bei den kleineren Ritzeln wie das 11er, so dass ich jetzt wieder mit der Originalkassette unterwegs bin (schaltet an der Kassettennahtstelle besser). Schade, 48/11 braucht kein Merckx, ich schon gar nicht. Dass das 13er am Randonneur nicht passt, ist aehnlich albern, wie dass 28er-Reifen nicht in Rennraeder passen, vor allem wenn Scheibenbremsen verbaut werden. 14-15-16-18-20-23-26-30-34-39-44 waere doch was. Reicht mit 105er-Trittfrequenz, 50er-Blatt und 42er-Reifen fuer 50 km/h. Kein Grund fuer einen zweiten Laufradsatz, hihi. Abseits vom Sticheln:

    Schau dir also genau den Platz im Hinterbau an, sonst versaegst du nicht andere am Ortlerhaus, sondern dich im Flachland. (-:

    Gutes Gelingen!

    Axel
  • Uwe, 08.08.2019, 16:01 Uhr 08.08.2019, 16:55 Uhr auf artie_1970
    Hallo Axel!
    Die Problematik mit den Juniorkassetten und Hinterbaustreben ist mir bekannt, muss es mir aber am konkreten Rad gezielt anschauen, bevor ich eine Verbastelorgie starte. Am Rennrad habe ich an einem Radsatz eine 13-25 Kassette bei 3x10fach, die ich besonders gerne im Flachland fahre, da sie fast "stufenlos" abgestuft ist. Da Es gibt bei Kassetten ab 13er Startritzel schon mal Probleme, je nachdem, wie blöd die Streben stehen. Dass der Sprung zwischen den beiden Kassettentypen vielleicht etwas komisch daher kommt, muss man in Kauf nehmen, wenn es nicht zu dolle ist.
    Der ganze Krempel kommt sowieso erst nach dem Urlaub wieder auf den Deckel, denn erst dann habe ich auch die Kette geplant, die bis dahin fällig wird.
    Viele Grüße, Uwe

    Edit hat gerade mal nachgesehen und festgestellt, dass der Hinterbau komplett unkritisch ist, was große Startritzel betrifft.
  • Gast, 08.08.2019, 19:53 Uhr auf Uwe
    Wollte gerade noch den superschlauen Vorschlag der individuell zusammenstellbaren Marchisio-Kassette machen,aber siehe da http://clemenzo.com/de/marchisio/10-11-fach-ritzel
    Die Italiener sind über den Jordan abgegangen,schade.Ich fahre selbst 5 Marchisio-Kassetten,lief und läuft super.Das wars dann wohl.
  • artie_1970, 08.08.2019, 22:30 Uhr auf 0
    Servus Günter,

    Marchisio hatte ich mal in Vor-Randonneurszeiten, 13-30 9-fach. Lief prima. Fuer mich war spaeter das Problem, dass die nie ueber 30 Zaehne hinausgingen, soweit ich weiss. Heutzutage bekommt man grosse Ritzel ab Werk, damit bricht denen ein bisschen die Geschaeftsgrundlage weg, zumal deren Ritzel beim Mischen mit den Shimano-Spidern nicht perfekt zusammenpassten, so dass man MTB-Kurbeln am Renner montieren muesste, damit ein 30er-Ritzel reicht.

    Aber Uwe hat ja Platz im Hinterbau und kann 14-40 fahren.

    Und bevor hier Diskussionen ueber die Daseinsberechtigung aufkommen, moegen die Zweifler mal die http://www.quaeldich.de/paesse/alpe-fuori/, die http://www.quaeldich.de/paesse/hoernerbahn/, das http://www.quaeldich.de/paesse/sportheim-boeck/ oder von Saxe nach http://www.quaeldich.de/paesse/alpe-l-erie/ (vulgo Buitonnaz) fahren, dann reden wir weiter. Das hat mit Radeln nichts mehr zu tun? Mag sein, aber mit Horizonterweiterung.

    Mit was faehrst du eigentlich auf der Zillertaler Hoehenstrasse rum? So als Referenzwert fuer Fitness im "hohen" Alter? Da geht bestimmt manchem E-Doper der Akku aus, mental wie elektrisch ...

    Tschoe!

    Axel
  • Uwe, 08.08.2019, 22:46 Uhr auf artie_1970
    Hallo Axel!
    Die von dir genannten Drohgebärden bin ich bisher nie gefahren. Aber es sind wirklich einerseits die bocksteilen Hügelchen, die unseren Gedanken einen Sinn geben, aber auch schon mal Fahrten auf losen Untergründen mit dem Crosser und für den Reisenden (bin ich nicht mehr) die "normale" Pässetour mit dem Schwerlaster. Und dann kommt noch so ein komischer Effekt, der etwas damit zu tun hat, dass Uhren nur in einer Richtung laufen... Gegen all diese Unbilden der Natur kann man nicht trainieren, oder sie zumindest nicht komplett durch Training kompensieren.
    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 09.08.2019, 19:48 Uhr 09.08.2019, 19:51 Uhr auf artie_1970
    Axel,Zillertaler Höhenstraße wenn nur one way reichen 30 vorne zu 32 oder maximal 34 hinten.Ging aber auch mit 34 zu 32/34.
    Für quadruplo muß härteres Geschütz her,26 zu 34/36,sonst geht dem Buam die Luft aus.

    Apropos : die Diskussion hier ist an sich irre und hat seinen Grund doch nur darin,daß 3-fach vorne heutzutage geächtet ist.Jetzt geistern durchs ganze Netz irgendwelche youtube videos,wo mit irgendwelche Adaptern hinten und Modulatoren vorne oder sonstigen Bastellösungen die Berggängigkeit von Rennrädern mit Scheiße aussehenden Riesen- Pizzatellern hinten (40 42 oder noch mehr) optimiert werden soll.Wieso macht eigentlich der Verbraucher jeden Industrie-Müll mit ? Nur wer sich permanent verarschen läßt ("Bitte,Shimano/Sram etc,verarsch mich,es tut so guuut") wird es auch . Der gleiche Mist spielt sich doch seit kurzem mit den Einfach-Kurbeln ab - und dann hinten einen 50er,wie sieht das Kacke aus.Wohlgemerkt : der Einfach-Kurbel Hype kommt von SRAM und hat seinen Grund ausschließlich darin,daß SRAM es nie hinbekommen hat,deren Umwerferfunktion so hinzubekommen wie Shimano oder Campa.Das geht ewig so weiter,z.B. hatte 27,5 Zoll keine technische Daseinsberechtigung,sondern seinen Grund ausschließlich darin,daß der Schweizer 1,65m Pykniker,der MTB Rennen für Scott fuhr,auf 29ern aussah wie ein Affe aufm Schleifstein.Also mußte sich Scott diesen Blödsinn einfallen lassen.
    Etc Etc Etc

    Grantige Grüße

    Günter

  • Uwe, 09.08.2019, 21:22 Uhr auf 0
    Hallo Günter!
    Und wenn wir weiter meckern wollen... Für wen gibt es 29er? Ach ja, vielleicht für solche Figuren wie mich, aber dann auch mit nem 50er hinten, damit der Nikolaus auch noch den Sack auf den Berg mitnehmen kann. Gut, ich habe kein 29er, da ich MTB ablehne ;-)
    Ich würde ja weiterhin 3fach vorne fahren, aber neu bekommst du komplette Räder nur mit 2fach oder sogar 1fach oder vielleicht billige Räder mit insgesamt schlechter Ausstattung und 3x9 Gruppe.
    Ich habe als Verbraucher ja gar keine andere Wahl als mich veräppeln zu lassen. Die Knete für einen komplett frei konfigurierten ordentlichen Bock habe ich nicht, deshalb muss ich mir mit einem Komplettrad von der Stange und etwas Bastelei, Forumshilfe und Youtube behelfen.

    Und jetzt noch eine Sachfrage: Gibt es irgend eine bekannte Kombination, dass man an aktuellen Shimano 11fach Rennradschaltungen einen langen (nicht mittellangen) Käfig anbauen kann? Da scheinen ja bei jedem Modell die Gelenkbolzen (oder wie es auch heißen mag) unterschiedlich geformt zu sein. Das wäre letztendlich die sauberste Lösung und würde dann ohne Tanpan (heißt das Röllchengerät so?) laufen. Ich habe schon Explosionszeichnungen von Schaltwerken recherchiert bis die Augen tränen.

    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 09.08.2019, 22:00 Uhr 09.08.2019, 22:05 Uhr auf Uwe
    Uwe,guckst Du hier https://www.bike24.de/1.php?content=7&menu=1000%2C2%2C111&__qf_form-filter=&pgc%5B5598%5D%5B7416%5D=1 (die Teile von Garbaruk für Shimano 11 fach in der Liste).Die Frage ist,ob man dieses Teil ohne Spezialwerkzeug (für die Bolzen?) an das bestehende Schaltwerk hinbekommt.
    Ist es das was Du suchst ?
  • Uwe, 10.08.2019, 16:15 Uhr auf 0
    Hallo Günter!
    Die Bolzen sind bei den verschiedenen Modellen unterschiedlich geformt. Der Käfig ist mit dem Bolzen in das Parallelogramm eingesteckt und quer mit einer Made gesichert (Innensechskant). Auf die Schnelle gesehen, sind die Teile aus deinem Link nur für genau die MTB-Modelle, die auf jeden Fall andere Bolzen als die Road-Modelle haben. Trotzdem ist das Thema noch nicht gestorben, denn ich suche mal noch nach den Teilen direkt beim Hersteller. Vielleicht hat er ja noch mehr Modelle im Programm als Bike 24. Im Moment bin ich aber nicht am heimischen LAN und mein Trikot klebt noch am Hintern fest nach getaner Kurztour im Sauerland.
    Ich muss auch mal bei Gelegenheit das Schaltwerk auseinander nehmen und mir das Thema live ansehen und nicht nur auf Explosionbildern. Aber zunächst steht ab nächstem WE mein Tirol-Urlaub an.
    Viele Grüße, Uwe
  • leisure17, 12.08.2019, 22:45 Uhr
    Wenn Du nicht sehr oft zwischen den LRS mit dem kleineren bzw. größeren Ritzel wechseln willst, würde ich die Billigvariante probieren:
    Kette mit zwei wiederverwendbaren Schlössern verlängern, das Stück kommt für den Straßen-LRS wieder raus.
    Schaltwerk-Anschlagschraube für den Offroad-LRS so einstellen, dass die beiden kleinsten Ritzel nicht schaltbar sind, fertig.
    So kannst Du die Konfiguration ohne großen Invest mal ausgiebig testen.
    Ich selbst bin froh, noch ein paar Triple-Kurbeln zu besitzen, welche z.T. mit 28er Blättern noch bergfreundlicher gemacht wurden. Die Kapa der Schaltwerke ist mir relativ egal, da kleines Blatt mit kleinen Ritzeln bewusst vermieden wird. Passiert das doch mal, rappelt es ein wenig, aber nichts geht kaputt, nur groß-groß muss gerade noch schaltbar sein.
  • Uwe, 30.08.2019, 21:56 Uhr
    Hallo!
    Um das angefangene Thema noch einmal ganz auf den Kopf zu stellen, hat heute ein Radler die mir bisher unbekannte neue Gravel-Gruppe von Shimano namens GRX erwähnt. Da soll es wohl kurbelseitig die Möglichkeit geben, 46/30 zu bekommen. Dann wäre ja man mit einer Untersetzung 30:36 schon recht nett unterwegs. Ob man das mit dem "normalen" Umwerfer hinbekommt oder ob dann der ganze Rattenschwanz wieder losgeht, ist mir bisher nicht erschlossen, da ich die Kompatibilitäten noch nicht recherchiert habe. Die Kettenlinie wird wohl etwas breiter, da die Kurbeln um 2,5 mm weiter ausgestellt sind. Angeblich, damit breitere Reifen möglich werden. Den Achstyp habe ich auch noch nicht hinterfragt. Jedenfalls würde man mit 46/30 die Kapazität nicht verändern, was schon mal eine neue Ausgangslage wäre.
    Klingt erst mal nicht uninteressant, aber noch ist Urlaub und danach auch noch sonstwas dran.
    Viele Grüße aus Tirol, Uwe
  • Gast, 01.09.2019, 19:03 Uhr 01.09.2019, 19:58 Uhr auf Uwe
    Da klink ich mich auch nochmal kurz in die Diskussion ein.

    Im Frühsommer hatte ich mir ja (Gelegenheitskauf) ein Fuji Gravelbike Jari Carbon 1.1 mit Ultegra "Grund"-ausstattung zugelegt.Der Kurbelsatz war von FSA Energy Modular mit 46/30,der mit dem normalen Ultegra Umwerfer ohne weiteres harmonierte (das funktioniert also schon mal)..Das Schaltwerk Ultegra RX mit langem Käfig,Die Kassette 11/36 und die Reifen Panaracer Gravelking 43er Breite.
    Im "MTB-Gelände" rund um Kitzbühel war ich trotz 30 zu 36 schnell am Ende,wenns wirklich zur Sache ging (Hahnenkamm/Pengelstein und Konsorten).Das kann einfach nicht mit MTB Konfigurationen 20 oder 22 zu 36 oder sogar 40/42 konkurrieren.

    Auch der Panaracer Gravelking spurte mit seinen 43mm in schotterigem Gelände (Forststrassen) schnell ein,kein Vergleich zur Spurtreue der MTB Schlappen mit 55 oder 60mm Breite.Aber schneller wärs eh nicht gegangen,da einem sonst wegen der fehlenden Frontfederung und der knüppelbockigen Fuji Gabel die Plomben rausgeflogen wären.Allerdings hätte man auch 650B LR fahren können,dann ggf. mit breit(er)en MTB Reifen.Aber wieso dann so ein Rad und nicht gleich ein MTB ?

    Wenn jetzt OPEN so ein Gravelding mit 60mm Bereifung auf die Räder stellt,dann ist das definitiv die Mountainbekeisierung dieser RR Gravelsparte.Die Nische in der Nische in der Nische.....

    Ich habs dann gelassen.Das Rad fährt jetzt mein Sohn als Arbeits-Pendlerrad in MUC und ich sitz im Gelände lieber auf dem gscheiden MTB ;-)

    Gruß an die hartgesottene RR Gravel Allroad Schotter Community.Tut,was ihr nicht lassen könnt ;-)
  • artie_1970, 01.09.2019, 20:43 Uhr auf 0
    Servus Günter,

    was 2-fach angeht, gibt es auch Kurbeln mit 44-28, wie am billigeren Stahl-Bruder des Jaris verbaut. Ich koennte an der Trekking-Kurbel meines Randonneurs (3-fach) ein 22er-Blatt montieren und hinten eine 11-36er-Kassette, fahre aber momentan das standardmaessige 26er-Blatt und die 11-34er-Kassette (da bei 10-fach hinten besser gestuft). Ist also "einen halben Gang leichter" als dein Ex-Setup.

    Ich fahre Forststrassen, keine Bergpfade, schon, weil ich wie Kollege Uwe der Meinung bin, dass man auf solchen mit dem Rad nichts verloren hat, das ist Wanderer-Terrain (deine Revolver-Storys mit flintenschwingenden Bauern kommen nicht von ungefaehr). Die gestrige Runde um einen Nebenfluss der Ammer hatte vielleicht 15 % Schotteranteil, da moechte ich mich nicht 85 % der Strecke ueber das Gewummere der Traktorreifen und den 1,8 m breiten Lenker aergern. Deswegen Slicks (fast) und Rennlenker, wunderbar fuer solche Mixturen/Mix-Touren. Das ist letztlich ein Optimierungsproblem. Wie hoch ist der Asphaltanteil bei deinen MTB-Touren um Kitzbuehel? Faehrst du mit dem Auto zum Gelaende-Startpunkt, weil der Asphalt dich nervt (wie viele MTB-ler)? Dann bist du unfreier, weil du eine Rundtour fahren musst.

    Auf den Hahnenkamm kommt man meines Wissens fast vollstaendig asphaltiert bei unter 10 % Durchschnittssteigung. Zum Pengelstein ist die Haelfte asphaltiert, der Schotterteil hat ebenfalls um die 10 % Steigung, wenn auch "tracktype=grade3", was etwas zaeher werden koennte. Frontfederung ist sicher bei langen Abfahrten nuetzlich, wobei meine filigrane Stahlgabel schon sichtbar federt., tatsaechlich besser, als man meinen sollte:

    https://janheine.wordpress.com/2018/05/17/myth-9-fork-blades-dont-flex/

    Besser natuerlich noch ein 54er-Reifen, passt hier aber nicht rein, wohl aber in neuere Vertreter der Fahrradgattung. Und weder meine aktuellen Reifen (Conti Top Contact II 37-622 und Schwalbe Marathon Supreme 42-622), noch der Highend-Fast-Slick (Rene Herse Barlow Pass 38-622, 350 g) haben auf meinen Schotterritten irgendwelche Pannen gehabt. Gerade letzterer wirkte derart filigran, dass ich vor lauter Sorge seinerzeit noch einen alten, fast abgefahrenen Top Contact als Reserve mit ins Wallis genommen hatte. Siehe

    http://www.quaeldich.de/forum/reise-und-paesse/suche/schoene-steile-schweizer-schotter-sackgassen/?ID=180426#ul-180426

    Von daher bleibe ich weitgehend unbelehrbar, werde aber nach Pfunds berichten. (-;

    Tschoe!

    Axel
  • Uwe, 01.09.2019, 20:53 Uhr auf artie_1970
    Hallo Axel!
    Du wirst ganz schön genervt sein vom Gewummere meiner Schwalben. Ich mache aber vorher noch mehr Luft drauf, damit sie besser laufen und leiser werden. Falls mal ein Stück ohne Asphalt kommt, lasse ich die Luft ab und nachher pumpe ich frische Bergluft auf, falls dann noch mal Asphalt kommt ;-)
    Schwalbe Smart Sam Plus (nochmal extra Schutz gegen Schlangenbisse...). Straße bis 5,5 / 6,0 bar, Schotter 2,0 bar. Bei 2,0 bar hat sogar die Abfahrt von Rossböden nach Reschen noch Freude gemacht, aber nachher nicht mehr aufgepumpt bis Nauders war etwas laut und schwabbelig.
    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 01.09.2019, 22:06 Uhr auf artie_1970
    Axel,unbelehrbarer Statistik- und Zahlenfreak sowie sonstiger MINTler :

    Hahnenkamm/Pengelstein : vertraue einem Augenzeugen und nicht irgendwelchen dubiosen JanHeine etc Internet Fredies : Zum Hahnenkamm gibts keine komplett asphaltierte Auffahrt 1. die Auffahrt von Kitzbühel/Talstation Hahnenkammbahn über Einsiedelei und Melkalm ist Schotter,die Weiterfahrt zum Pengelstein ebenfalls 2.die Auffahrt von Kirchberg über die Fleckalm hat nur einen kurzen Asphaltanteil bis Herrenlehen,der Rest teilweise übler Schotterfahrweg 3. die dritte Option ab Schirast/Aschauertal hat in der Tat etwa 35% Asphalt,nämlich bis zur Ochsalm,dann Schotter.Man könnte aber auch komplett Schotter fahren,nämlich das ganze Aschauertal bis über die Oberlandhütte hinaus und dann über den Aschauer Höhenweg/Unterkaralm
    Die Auffahrten zum Pengelstein sind sämtlich ab Talgrund (entweder ab Jochberg oder ab Schirast/Aschauertal - Aschauer Höhenweg Schotter.Auch die Anfahrten zu diesen Ausgangspunkten Kitzbühel-Jochberg oder Kitzbühel über Seidlalm nach Kirchberg und von dort zur Schirast Schotter.

    Natürlich fährt man je nach Wohnlage/Ausgangspunkt im Talgrund in und um Kitzbühel/Kirchberg herum mal auf Asphalt.Aber bei Ortskenntnis kann man dort ohne das Auto zu bewegen MTB Touren mit maximal 5% Asphaltanteil machen.I.ü. auch Richtung Brixental oder zum Kitzbühler Horn.Das muß man den Öschis lassen : anders als in Vorarlberg,einigen Gegenden in der Schweiz und v.a. Südtirol sind die ersten 2 Etagen eben noch nicht versiegelt.Ebenso wie in Obb / Chiemgau /BGL.

    Oder meine Tour gestern im Karwendel : logisch,bis Hinterriß mußte ich mit dem Auto.Dann aber eine MTB Tour (Falkenhütte/Karwendelhaus/Plumsjoch etc etc ) mit 90km.davon 8km Asphaltanteil im Engtal.

    Übrigens : meine Revolverstory (es war übrigens ein Jagdgewehr und die Situation isoliert betrachtet nicht gerade erheiternd) bezog sich auf eine brettbreite Forstautobahn,die,wie sich herausstellte,mit 70% EU-Fördermitteln und damit mit EUBürger- Steuerzahlergeld erstellt worden war.Das nur nebenbei.

    Ev. reden wir da auch aneinander vorbei und vergleichen Äpel mit Birnen : ich meine MTB Touren als komplett eigenes Tool mit ggf. erforderlichen Autoanfahrten in das Zielgebiet (man kann ja i.d.R. auch nicht von der Haustüre weg segeln oder skifahren),Du meinst sicher Radtouren von A nach B nach C nach D,wo man ggf . neben Asphalt auch off road Elemente einbauen kann.Dafür hat so ein Allroad Gravel Renner logischerweise eine isolierte Daseinsberechtigung.

    Aber ihr (also Du und Uwe) redet hier von reinrassigen MTB Touren und es erschließt sich mir unter keinem rechtlichen oder tatsächlichen Gesichtspunkt was euch da reitet bzw. was ihr euch da beweisen wollt,sowas mit besagten letzteren Geräten bewältigen zu wollen/zu müssen.Zumal man ja wie im Falle Uwe das ganze von einen Fixpunkt (Pfunds) aus veranstaltet,wohin man ohne Not sowohl ein reines RR als auch ein MTB mitnehmen könnte.Und die wirklich interessanten Sachen wie die Trails von Plamort runter oder von Schöneben oder vom oberen Rossboden oder von der Rescheneralm nach Nauders etc gehen halt nur mir dem MTB.Da jeweils auf Forststrassen nur hoch und auf den ebensolchen retour mit dem Graveller zu machen ist vergleichbar einem coitus interruptus ;-) (Aber immer noch besser als die beiden Einradfahrer,die gestern den grintigen Almererweg vom kleinen Ahornboden zum Hochalmsattel gefahren sind.Aber akrobatisch,alle Achtung)

    Saluti

    Günter (hatte mich eigentlich ja schon aus diesem Topos ausgeklinkt:-(
  • artie_1970, 01.09.2019, 22:41 Uhr auf 0
    Servus Günter,

    dann sind die OSM-Daten von

    http://brouter.de/brouter-web/#map=14/47.4304/12.3881/standard&lonlats=12.388995,47.443312;12.369838,47.424796&profile=fastbike

    nicht korrekt. Wahrscheinlich kommen die Luxus-Rentiers in KB nicht dazu, die Karten sauber zu pflegen, weil sie mit MTB-Fahren beschaeftigt sind. :-D

    Freut mich, dass dir in Felix Austria auch etwas gefaellt!

    Axel
  • Nachtrenner, 01.09.2019, 23:35 Uhr
    Hallo Uwe. an meinem Cyclocrosser habe ich mir gleich vom Händler aus der original 50/34 und einer 46/36 eine 46/34 Kurbel bauen lassen. Ich habe dann noch den Roadlinkadapter angebaut und fahre jetzt die ganz normale XT- Kassette 11-40. Diese Übersetzung reicht auch für 22%-Prügel, wie es auch in Stuttgart einen gibt, das ist aber nur einer von mehreren Anstiegen um die 20% im Stadtgebiet, nur mal so erwähnt. Und man kann locker über 50 km/h mittreten, wenn es denn nötig ist, mache ich aber mangels Gelegenheit fast nie, wenn ich mal so schnell unterwegs bin, lasse ich fast immer laufen. Einsatzgebiet ist bei mir 85-90% Straße, der Rest im Normalfall gute Waldsplittwege mit wenig losem Schotter. Bereifung mittlerweile beide Tubeless, hat sich vor allem hinten sehr gelohnt. Ich hoffe , ich konnte helfen.
  • Uwe, 02.09.2019, 09:34 Uhr auf 0
    Hallo Günter!
    Wir streiten ja zum Glück nicht, sondern faseln nur über verschiedene Gesichtspunkte zum Einsatzbereich von Fahrrädern herum ;-)
    Natürlich bewegen Axel und ich und noch ein paar andere Leute (jetzt klinkt sich auch noch der Nachtrenner ein...) uns gelegentlich auf Wegen, wo überwiegend MTB unterwegs sind. Für mich persönlich sind Trail absolut uninteressant, deshalb besitze ich auch kein MTB. Über den Plamort gibt es ein kurzes Stück, wo man keine Forststraße zur Verfügung hat, also wird der Chicken-Trail benutzt, also die Variante für Warmduscher, Weicheier, heulende kleine Mädchen usw. Ansonsten interessiert mich persönlich ausschließlich der Landschaftsgenuss und der einfachste Weg dorthin, der ohne E-Bike und Seilbahn geht. Mein Anteil an unbefestigten Wegen dürfte über das ganze Jahr gesehen bei maximal 5 % liegen, da ich Radwege ohne Asphalt konsequent meide. Bei mir ums Haus in NRW gibt es zu 99 % asphaltierte Feldwege in einem ausgesprochen dichten Netz, also weder Gravel noch MTB, sondern Rennrad oder Gravel mit Straßenrädern in nackt wie das Haupt eines älteren Herren.
    Jetzt bin ich mal 4 Wochen in den Bergen im Urlaub und habe dieses Mal genau ein Fahrrad mitgenommen, aber 2 Sätze Laufräder (Gravel in dick und knubbelig, und Renner in fast schmal mit Altherrenhauptoberfläche). Bin mit beiden Radsätzen bisher einsatzzweckentsprechende Touren gefahren, die mir jeweils auf ihre Art Freude gemacht haben. Habe dabei jeweils auch interessante Landschaften gesehen, bin an total einsame und abgelegene Flecken Erde gekommen und wenn ich genau dort Leute mit MTB getroffen habe, in allerseitigem Einverständnis gute Kommunikation gehabt. Auch im steilen dreckigen Anstieg zu Hochpunkten, wo die Seilbahn die meisten MTB heraufkarrt, habe ich zusammen mit anderen MTB-Fahrern ums vorwärts kommen gekämpft und über die üblichen, über uns schwebenden MTB gelacht. Und wenn ich das Wort Rennrad in den Mund genommen habe, waren sie verwundert, dass ich mein Fahrrad als solches bezeichne.
    Morgen möchte ich mich mit Axel und seiner Begleitung treffen und ab Pfunds eine kleine Runde fahren, die auch nur zu maximal 15 % unbefestigten Anteil hat. Ist halt ein Hochziel dabei, wo man sonst nur mit einer Seilbahn hinkommt und für uns vielleicht fahrbar ist. Der Rest ist sowieso Rennradstrecke. Am Kaunertaler Gletscher traf ich neulich einen Rennradler auf einem recht alten Bock mit Heldenkurbel usw. der davon sprach, bei seinen Radreisen schon unzählige Male auf übelstem Untergrund gefahren zu sein und es "war alles kein Problem".
    Am Ende muss man jedem Fahrrad ohne E (ist dann kein Fahrrad mehr, obwohl es ähnlich aussieht) selbst treten, um vorwärts zu kommen. Daher ist auch ein selbst getretenes MTB für mich ein Fahrrad, welches aber leider nicht meiner bevorzugten Sitzgeometrie entspricht, und genau deshalb nicht den Weg in meinen Fuhrpark findet.
    Viele Grüße aus Pfunds, wo heute wettertechnisch nichts los ist, Uwe
  • Gast, 02.09.2019, 09:40 Uhr auf artie_1970
    Axel,da Du ja einem exmatrikulierten Organ der Rechtspflege nicht glaubst : http://www.tourenwelt.at/radtour/371-hahnenkamm.html

    Die verlinkten Daten sind also defintiv falsch.

    By the way : diese Auffahrt ist eher gemäßigt und dürfte damit auch mit den von euch präferierten Geräten zu stemmen sein.

    Günter
  • Uwe, 02.09.2019, 09:51 Uhr 02.09.2019, 09:53 Uhr auf Nachtrenner
    Hallo!
    Um Stuttgart herum kannst du den Crosser mit Sicherheit perfekt einsetzen. Ich war in den vergangenen Jahr ein paar Mal beruflich zu Seminaren in Stuttgart (Seminarstandort ist inzwischen geschlossen) und habe mich im Stuttgarter Süden ab Univiertel bewegt. Böblinger Wald / Römerstraße war dann mein üblicher Fluchtweg, wo ich damals um breitere Reifen verlegen war, aber nur einen Renner mit 23ern besaß, Bin auch in der Ecke mehrfach auf Kieswege gestoßen, die dann blöd zu fahren waren.
    Ich bin der Sache Übersetzungserweiterung noch am schweben, da es bisher so läuft, dass mein aktuelles Limit im letzten kleinen Gang auch das Limit dessen ist, wo ich überhaupt hin will. Klar, man könnte mit einer kürzeren Untersetzung das Ganze etwas angenehmer gestalten. Oder am Ende nur das Limit herauf setzen...
    Schaunmermal nach dem Urlaub, was dabei heraus kommt. Besonders nächste Woche, wo ich noch eine Woche in Mazzo di Valtellina verbringen möchte und den Mortirolo NICHT ganz oben auf der Wunschliste habe, da ich ihn schon mehrfach in verschiedenen Kombis gefahren bin, sondern einige Rattenwege geplant habe. Da ist vermutlich weniger Gravel gefragt, sondern eher das Problem der massiven Dauersteigungen, die mich hinten vom Rad abwerfen. Bin ja nicht mehr ganz so jugendlich, obwohl ich oft herum spinne, wie ein Jugendlicher.
    Viele Grüße aus Tirol, Uwe
  • Gast, 02.09.2019, 09:52 Uhr auf Uwe
    Hallo Uwe,natürlich streiten wir nicht,sondern halten es mit dem alten Woodstock Motto : love,peace and understanding ;-)

    Als Jungspunde wie Du und Axel würd ich heutzutage auch nicht mehr in ein analoges MTB investieren,das ist definitiv eine dem Aussterben geweihte Gattung und praktisch schon zu 100% vom E-MTB abgelöst.Auch ich werde mit zunehmender alterstechnischer Mühsal und Gebrechlichkeit irgendwann mal schwach werden , dann hat sich die hiesige Diskussion um Schalt-Kapazitäten erübrigt und wir reden über Motoren und deren Reichhöhe ;-)

    Heute Wetter kacke,aber bereits morgen und v.a. Mittwoch im Oberland wieder eitel Sonnenschein.

    Dann bin ich ja mal auf euren Heldenbericht gespannt.Tip : da kommen 2 zähe Brocken auf Dich zu,schmeiß heute vorsichtshalber noch ne Ladung EPO ein ;-)

    Gruß nach Pfunds

    Günter
  • Uwe, 02.09.2019, 10:09 Uhr auf 0
    ,,,ich hänge schon mal das Rad an das Ladegerät...
    Aber verrate es bitte nicht Axel, sonst bringt der morgen eine Wärmebildkamera mit!
    Übrigens habe ich am Samstag am Stelvio Bike Day E-Rennräder gesehen. Gefahren von augenscheinlich sportlichen jungen Damen (du als älterer Herr verstehst bestimmt genau, was ich meine...). Außerdem junge Jungs (vielleicht 13-15 Jahre alt) mit E-MTB in kleinerer Rahmenhöhe (ich könnte kotzen, denn meine Jungs mussten in deren Alter noch ohne E fahren). Ein Jugendlicher zeigte ungefähr in Kehre 13 seinem Vater (Rennrad) den Akkustand = 0 (in Worten: leer, Schluss, Ende Gelände, es ist aus) seine E-MTB. Papa über nahm dann schiebend den E(sel)bock und Junior schiebend den Renner (so steil kann der Junge nicht auf zu großem Renner fahren...). Zivilisationskranke Stadtmenschen...

    Das mit dem "nicht streiten" hatte ich vor allem an den eventuell mitlesenden Menschen gerichtet, der uns noch nicht so gut kennt und glaubt, dass im nächsten Satz die Schießgewehre aus dem Schrank geholt werden. Bis jetzt haben wir ja nach unseren verbalen Schüssen immer noch dreckig gelacht. Und genau da machen wir gerne weiter ;-)

    Viele Grüße, Uwe (ob ich heute doch noch mein Rad dreckig mache...?)
  • Gast, 02.09.2019, 10:30 Uhr auf Uwe
    Tja,vorhin erzählte mir mein Nachbar,der gestern den Ötztaler mitgefahren ist,daß er dort auch schon zahlreiche E-Rennräder gesehen hat - und in Innsbruck,in Sterzing und in St. Leonhard standen die Muttis mit den frisch geladenen Zweit und Dritt Akkus....die Welt ist grundschlecht
    Natürllch weiß ich als älterer Herr was Du meinst. Sitzen drei betagte Senioren am Dorfplatz und schweigen.Marschieren 3 hochgewachsene Blondinen mit ellenlangen Beinen und Miniröcken vorbei.Schweigen die Senioren weiter,nach einer halben Stunde murmelt einer vor sich hin " Da war doch mal was ?!"
  • Uwe, 02.09.2019, 10:58 Uhr auf 0
    ...das Leben ist manchmal E-kelhaft...
  • Gast, 03.09.2019, 20:16 Uhr 03.09.2019, 21:51 Uhr auf Uwe
    Hallo Uwe,

    zurück zum Kernthema : ev. hilft Dir bei Deinen Übl. dieser Hinweis weiter https://www.bike-components.de/de/e-thirteen/Extended-Range-EX-Cog-Ritzel-fuer-Shimano-10-fach-p40115/

    Hab ich mir bestellt (das 40er),obwohl der Preis obszön ist (nur für MTB Kassette,nicht fürs Straßenrad).Obs funzt bleibt abzuwarten.

    Grüße

    Günter

    P.S. Ich nehme mal an,Du liegst gerade halbtot im Bett,weil Du den ganzen Tag das 20m Loch zu den beiden vor Dir fahrenden Münchener Randonneuren/Reiseradlern nicht zumachen konntest;-)
  • Nachtrenner, 07.09.2019, 16:26 Uhr
    Hallo Leute, ich hab das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Das ist es , was ich an den Quäldich-Foren so liebe. Man kann sich ein bisschen frotzeln und weiß wo die Grenze ist. Da geht es auf anderen Seiten wesentlich verbissener zur Sache. Mit meinem Sohn (14) war ich vor ein paar Tagen im Vercors unterwegs, bei zum Teil heftiger Hitze und zum Teil sehr starkem , böigem Wind.
    Da er unter konditionellen und muskulären Problemen litt, hielten wir es gemeinsam kurz, so bis 45 km und ein paar hundert Hm, und ich bekam dann am Mittag/Nachmittag frei für kleinere Pässetouren von St-Jean-en-Royans und später von Die aus. Er fährt MTB und ich meinen CC mit Schutzblech und Gepäckträger , was auch schon lustig aussah, uns aber Wurscht war. Meine Empfehlung: den Col de Grimone von Chatillon aus lohnt allein wegen der Gorges du Gats, welche sich vor den anderen Schluchten nicht verstecken braucht, am Eingang steht ein Zusatzschild Route Remarquable. Dies ist schon eher britisches Understatement, mehrere Felstunnels , herausgesprengte Streckenabschnitte und mehrere weit über hundert m hohe Felswände direkt an der Straße, was will man mehr? Auch der Cirque d'Archiane von Menée aus ist einen Abstecher wert: eine Sackgasse mit zwei Talenden und kilometerlangen Felsmauern, die 1000m über einem kulminieren!
  • Uwe, 18.10.2019, 18:04 Uhr
    Hallo noch mal in die Runde!
    Nachdem wir lange nichts mehr zum Thema vermeldeten, bin ich neulich mit dem Projekt zunächst zum Ende gekommen und habe eine ganz kurze Testfahrt gemacht.
    Entgegen der ursprünglichen Meinung habe ich die Schaltung und den Zahnkranz so gelassen, wie sie schon im Urlaub in den Bergen im Einsatz waren: Zahnkranz 11-36 (SRAM), Wolftooth und Shimano 105 GS (5800er Serie). Dann habe ich die Kurbelgarnitur 34-50 (5800er) gegen eine Shimano GRX (ganz neue Gruppe für Gravel und Konsorten) mit 30-46 Zähnen (kostet bei Bike24 knapp 100 Euro) getauscht. Das passt schon mal ganz einfach, aber der Umwerfer (habe den 5800er) muss tiefer gesetzt werden und dann an die geänderte Kettenlinie der Kurbel um 2,5 mm nach außen verstellt werden. Tiefer setzen ist dank Schellenmontage kein Problem, bei Sockelmontage vielleicht kritisch. Die geänderte Kettenlinie war eher grenzwertig einzustellen, ging aber mit langer Fummelei. Normalerweise würde man den Umwerfer der GRX kaufen müssen, den es aber meines Wissens nur für Sockelmontage gibt. Also müsste man auch noch eine passende Schelle dazu kaufen. Ich habe den Umwerfer und die Schelle auch bei Bike24 bekommen (zusammen gut 50 Euro), da es aber ohne Tausch funktioniert hat, sind sie in den Schrank gewandert. An sich müsste man auch die Kette tauschen (oder kürzen), habe aber im Moment noch die alte Kette drauf, da es auch so funktioniert. Klein-klein bis groß-groß funktioniert alles tadellos und ich könnte bei aktueller Kette womöglich sogar einen 40er Zahnkranz fahren (Kapazität offiziell deutlich überschritten). Das macht bei aktueller Bereifung mit vorne 30 und hinten 36 Zähnen eine Entfaltung von ca. 1,84 m, was schon recht niedlich ist. 30/40 ergäben sogar ca. 1,66 m.
    Diese Umrüstung funktioniert aber vermutlich nicht bei älteren Konfigurationen, da die Achslänge der Kurbel passen muss und man sie meines Wissens nicht in verschiedenen Längen bekommt.
    Vielen Dank noch mal an alle, die mitdiskutiert haben oder zumindest interessanten "Senf" geliefert haben ;-)
    Uwe
  • artie_1970, 19.10.2019, 00:27 Uhr
    Servus Uwe,

    und diese ganzen Basteleien sind auch der Grund dafuer, dass ich Schottertoleranten (wie zum Beispiel dir) grundsaetzlich DEUTLICH kleinere Uebersetzungen als die viel zu oft verbauten 34/32 empfehle. Zum Glueck gibt es von der Sorte Raeder jetzt langsam mehr im Handel, das Staubhund-Dasein ist die beste Ausrede fuer kleine Gaenge. Der tour-Magazin-Bericht ueber die Toscana, wo 30/34 nicht reichte, war wieder Wasser auf meine Muehlen.

    Tschoe!

    Axel
  • Gast, 19.10.2019, 10:42 Uhr 19.10.2019, 15:03 Uhr auf artie_1970
    Hallo Axel,grundsätzlich meine Rede,wobei mir beim verflossenen Fuji Graveller die 30/36 hier in den Kitz Alps hinten und vorne nicht reichten.Am MTB habe ich es im übrigen auf die Spitze getrieben und hinter den 36er der 9-fach Kassette diesen 42er gesteckt https://www.bike-components.de/de/e-thirteen/Extended-Range-EX-Cog-Ritzel-fuer-Shimano-10-fach-p40115/ , was im Klartext maximal vorne 20 von https://www.mountain-goat.de/product_info.php?products_id=9 zu hinten 42 führt.Die Unkundigen behaupten Blödsinn,geht nicht,man fällt um etc etc.,aber ich empfehle mal den Wallberg Wanderweg hoch oder den Hirschberg oder den Pürschling oder Sonnenbichl-Aueralm über Winterweg etc etc oder in ultimo den Scanuppia https://www.youtube.com/watch?v=NAMXp0r1XhY , so schnell hat der rechte Daumen nicht gezuckt und der 42er ist drauf.
    Lieber so als der voreilige Griff zum E-Bike ;-)

    Günter

    P.S. In besagten Kitz Alps bestünde statt radeln schon die Alternative skifoan https://salzburg.orf.at/stories/3017674/ . Wenn das die Greta wüßte ;-)
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Von iPhone auf Garmin 1030

  • Lucilius, 24.07.2019, 10:57 Uhr
    Wer weiss, wie man ein gpx-File, gespeichert in Garmin Connect, vom iPhone auf den Garmin Edge 1030 überträgt? Via Bluetooth funktioniert das unzureichend gut oder nicht. Grrr.
  • usrusr, 14.10.2019, 16:00 Uhr
    Die Connect App auf dem Telefon bietet das leider nur mit dem Umweg über die Cloud und das funktioniert tatsächlich nicht besonders gut, wahrscheinlich weil die Bluetooth-Flüsterpost empfindlich auf Verzögerungen auf der Mobilfunkstrecke reagiert. Connect/iOS spricht mit dem Garmin Rechenzentrum, dann sagt Connect/iOS dem Edge dass er mal mit dem Rechenzentrum sprechen soll, dazu spricht er dann noch mal mit Connect/iOS das im Auftrag des Edge mit dem Garmin Rechenzentrum spricht. Da kann viel schief gehen.

    Eine direktere Verbindung wo nur Bluetooth im Spiel ist (funktioniert also auch in der Höhle oder im nicht-Roaming-Ausland) ist gimporter (cIQ) + gexporter Paar, allerdings ist gexporter nur für Android einfach im Store verfügbar, für iOS gibt es lediglich einen Port zum selberbauen. Wer also aus irgendeinem Grund sowieso mit XCode herumhantiert kann sich aus https://github.com/clawoo/gexporter-ios einen gexporter zum Privatgebrauch erstellen ("Testversion"), aber für eine Veröffentlichung im Apple store bräuchte man nicht nur ein bezahltes Entwicklerabo sondern müsste zudem auch die von Apple gesetzten Relevanz- und Qualitätskriterien erfüllen und das dürfte mit so einem spezialisierten Nischentool schwierig werden.
  • Lucilius, 17.10.2019, 17:32 Uhr
    @usrusr Vielen Dank für die technischen Ausführungen, um XCode werde ich mich allerdings nicht bemühen... Danke!
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ROX 12

  • grenzradler, 26.09.2019, 17:49 Uhr 26.09.2019, 17:50 Uhr
    Hallo zusammen, ich plane einen ROX 12 zu kaufen. Kann mir jemand sagen, ob die Vector 3 Wattmesser Pedale von Garmin mit dem ROX 12 kompartibel sind?
    Kann ich die Daten beider Pedale während der Fahrt sehen?
    Vorab schon danke für eure Infos
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Ultegra triple 10fach kombiniert mit Kassette von SRAM?

  • Vorbauexperte, 26.08.2019, 17:45 Uhr 26.08.2019, 18:01 Uhr
    Hallo zusammen,
    vielleicht kann mir jemand helfen.
    Mein RR ist ausgestattet mit einer Ultegra triple 10 fach Gangschaltung (FC-6603, glaube ich),
    also mit langem Schaltkäfig und 52-39-30 Beißerchen.

    Zur Zeit fahre ich eine Kassette 11-28, würde aber gern für lange Alpenpässe mehr Spielraum haben.
    Nun habe ich gelesen, dass SRAM Kassetten kompatibel wären.
    Könnte ich eine SRAM Kassette verbauen mit 11-32 oder noch besser 11-36?
    Was müsste ich beachten?

    Wenn die genannten SRAM Kassetten nicht gehen, würde eine Kassette Ultegra CS-6700 gehen mit 12-30?
    Wäre sehr dankbar für gute Tipps.

    Oder vielleicht das kleine Kettenblatt umrüsten auf 28? Ich finde aber nirgendwo mehr 5armige mit Lochkreis 92 mm.

    (Ich will aus es aus eigener Kraft schaffen, meine 83 kg fahrend bis ganz nach oben zum Pass zu bringen.
    Ich bin schon sportlich, aber mit meiner jetzigen Übersetzung geht es halt leider nicht. Und: man wird nicht jünger. :)
    Und: ich trainiere schon so gut, wie es zeitlich halt eben so geht.)
  • Gast, 26.08.2019, 18:32 Uhr
    Wieso SRAM ?
    Was spricht gegen eine Shimano Kassette aus der MTB-Kiste,z.B. https://www.bike24.de/1.php?content=8;product=74114;menu=1000,2,82;mid%5B931%5D=1;pgc%5B62%5D=3918;sort=price_asc ??
  • Uwe, 26.08.2019, 21:06 Uhr 26.08.2019, 21:08 Uhr
    Hallo!
    Ultegra 6600er Serie ist hartnäckig.
    Das kleinste mögliche Kettenblatt bei LK 92 mm ist 30. Da geht nichts. Normalerweise ist bei 3-fach 74 mm als kleinster LK, dummerweise aber bei der Ultegra 92 mm.
    Ob das Schaltwerk (GS ist mittellang, wird fälschlich als lang bezeichnet) mehr als 28 Zähne packt, ist von der Geometrie des Ausfallendes abhängig. 30 mag funktionieren, wenn du Glück hast. Das ist keine Frage der Käfiglänge, sondern des Parallelogramms (ist bei SS und GS gleich). Ob das obere Schaltröllchen aufläuft oder nicht, kannst du nur ausprobieren. Man kann auch durch eine Verstellung der B-Schraube (nein, das sind nicht die Anschläge H und L) die Position etwas verändern. Dann ist aber auch eine korrekte Kettenlänge wichtig (der Unterschied zwischen 28 und 30 ist aber nur geringfügig...)
    SRAM 10fach fasst auf Shimano-Freilaufkörper und hat auch die gleichen seitlichen Abstände, ist also grundsätzlich fahrbar. Es gibt aber 30er Kassetten auch von Shimano, so dass SRAM nicht interessanter wird.
    32er Kassette wird höchstwahrscheinlich nicht funzen, weil das Schaltwerk das obere Röllchen nicht drauf bekommt und dann eventuell kollabiert.
    Es gibt von Woftooth einen Adapter, der sich Roadlink nennt und das Schaltwerk weiter von Schaltauge entfernt. Damit könnte man grundsätzlich größere Kassetten fahren. ABER es wird kein 3-fach unterstützt.
    Vermutlich kannst du erst einmal vorsichtig die Geschichte mit der 30er Kassette versuchen, wobei der Sprung von 28 auf 30 recht übersichtlich ist. Falls dein Kurbelsatz schon einigermaßen viele Kilometer auf der Uhr hat und irgendwann mal zum Austausch ansteht, könntest du versuchen, Shimano 105 Serie 5700 zu bekommen. Da kannst du auf dem kleinen LK theoretisch bis 24 Zähne runter (gibt es bei TA), was aber eventuell nicht gut schaltbar ist, aber immerhin wäre dort 28 oder 26 auch noch möglich. Irgendwann bist du aber bei aller Bastelei beim Schaltwerk am Limit, weil du auch die Gesamtkapazität nicht gnadenlos überziehen kannst. Dann ist der GS-Käfig zu kurz... Es gibt keine langen Käfige am Rennradschaltwerk. Dann muss man wieder ins MTB-Regal greifen, aber 10-fach MTB ist nicht mit Rennrad-STI kompatibel. Da geht wieder nur mit einem Adapter-Gefummel.
    Viele Grüße, Uwe (nein, ich bin kein Fachmann, kämpfe aber mit ähnlichen Problemen)

    noch ein Nachtrag von Edit: http://www.quaeldich.de/forum/technik/schaltwerkskapazitaet-erweitern-oder-kompatibles-schaltwerk/?ID=187223 Ist nicht genau deine Fragestellung, behandelt dein Thema aber teilweise.
  • alltagsfahrer, 26.08.2019, 23:21 Uhr
    Hallo,

    Nimm Vorne ein 50er Kettenblatt und stell die gewonnene Kapazität hinten rein. Bei 12 als kleinstes Ritzel hast du sogar noch ein Kettenglied Reserve. In dem Fall würde ich hinten 12-32 verwenden.
    Die Kette längt sich mit der Benutzung und sollte auch noch am Ende des Ketttenlebens schaltbar sein. Darum sollte da bei einer neuen Kette immer noch Luft vorhanden sein.
    Zu den Schaltröllchen hat Uwe eigentlich schon alles gesagt.

    Viele Grüsse aus Zug, Fritz
  • Uwe, 27.08.2019, 07:11 Uhr auf alltagsfahrer
    Hallo Fritz!
    DAs stimmt. Ich habe nachher noch realisiert, dass er unnötigerweise ein 52er hat, wo er noch etwas Kapazität rausholen kann. Das mit dem 32er wird aber mit seinem 6600er Schaltwerk nicht gehen (keine Erfahrung, sondern Vermutung). Die späteren und heutigen Ultegras, also 6700 und 8000 haben ein größeres Parallelogramm und kommen auf größere Ritzel. Die 8000 ist bis 34 Zähne vorgesehen, ist aber auch für 11fach und ich weiß nicht, ob das mit 10fach Griffen usw geht. Das Schaltwerk selbst ist ja keine Kostenfrage.
    Viele Grüße aus Tirol, Uwe
  • lowrider, 27.08.2019, 07:57 Uhr
    Noch meinen Senf dazu:
    Shimano und Sram Kassetten sind zueinander kompatibel und ob Rennrad oder MTB drauf steht ist auch egal. Du kannst dir also das passende aussuchen.
    Je nachdem wie das Ausfallende gebaut ist, schafft dein Schaltwerk auch 32 Z. - das kannst du aber nur ausprobieren. 36 Z. wird mit RoadLink Adapter und Gebastel machbar sein, dann aber lieber gleich ein 9-fach MTB Schaltwerk mit langem Käfig.
    Aber kontrolliere zuerst nochmal den Lochkreis des kleinen KB. Wenn ich's richtig im Kopf habe hat die 6603 dort LK 74 (Lochabstand 43 mm) und da geht es bis auf 24 Z. runter. Wäre die einfachste / eleganteste Lösung.
    Die von Shimano vorgesehene Gesamtkapazität wird dabei sicher überschritten. Aber einerseits hat Shimano da noch Reserve drin und ansonsten muß man wissen was man tut. Ggf. kann das Schaltwerk nicht mehr die gesammte Kettenlängendifferenz aufnehmen und dann hat man die Wahl:
    - Kette für klein/klein zu lang -> hängt lose durch und macht Lärm
    - Kette für groß/groß zu kurz -> kracht im Getriebe und irgendetwas (meist das Schaltwerk) muß nachgeben
    Ach ja, 52-11 braucht man nicht wirklich. Ein 50'er KB reicht genauso nur geht beim Mittleren nichts unter 38Z. und die Abstufung wird dann nicht besser.
  • Vorbauexperte, 27.08.2019, 09:13 Uhr 27.08.2019, 09:13 Uhr
    Danke für die vielen tollen Antworten!
    Also eine MTB-Kassette 10-fach von Shimano würde also auch gehen?

    Noch etwas zum Schaltwerk. Ich benötige im Moment ja eine Gesamtkapazität von (52-30)+(28-11) = 39.
    Ein Schaltwerk GS ist aber nur ausgelegt bis 33, also würde das gar nicht gehen.
    (Oder irre ich mich hier?)
    Worauf ich hinaus will: ich habe tatsächlich einen langen Käfig SGS mit einer Gesamtkapazität von angeblich 45,
    dann wäre das mit der Kettenspannung kein Problem.

    Ein Kettenblatt mit 28 Zähnen würde ich mit Freude bei mir montieren, wenn es denn eines gäbe mit 92er Lochkreis.
    (Ich werde noch einmal messen, vielleicht ist es ja doch LK 74, so wie lowrider schreibt.)
    Ich würde gern auch ein 50er Kettenblatt montieren (LK 130, wenn ich mich nicht irre), aber auch das ist nicht so leicht zu finden.
    (Auch hier werde ich noch einmal messen.)


  • lowrider, 27.08.2019, 09:24 Uhr
    SGS gibt es nur beim MTB und das 6603GS hat offiziell eine Gesamtkapazität vom 37 Z. Die 2 Zähne mehr verkraftet das aber problemlos.
  • Vorbauexperte, 27.08.2019, 09:28 Uhr auf lowrider
    Danke, lowrider. Dann habe ich wohl schlecht recherchiert.
  • AP, 27.08.2019, 09:30 Uhr
    Ich möchte die Basteldiskussion nicht unterbrechen und keinem zu nahe treten, aber wenn normale Alpenpässe mit 30x28 ein Problem sein sollten, dann denke ich, daß man mit der Optimierung bei sich selbst und nicht beim Gerät ansetzen sollte.....
  • Vorbauexperte, 27.08.2019, 10:29 Uhr 12.07.2021, 23:06 Uhr auf AP
    Vollkommen richtig. Selbstoptimierung ist immer eine gute Idee.
  • alltagsfahrer, 27.08.2019, 16:40 Uhr
    Hallo Uwe,

    Wenn dadie Kette anschlägt biegt es den von Dir vorgeschlagenen Schaltaugenverlängerungsteil zu montieren ;-)
    Ich mess mal die Zuglänge des Schaltkabels vom kleinsten bis zum grössten Gang nach bei 10fach ist es so weit ich mich erinnern kann 22mm. Ich hätte gedacht, dass es bei 11fach auch so viel ist.

    Was auf gar keinen Fall geht sind MTB Schaltwerke und Stifter 10fach und 11 fach von Shimano. Shimano hat die Zuglänge beim MTB ab 10Fach verdoppelt.
    10fach MTB Kassette und RR Schaltwerk mit RR Schalthebel funktioniert auch.
    Was auch geht sind 10fach MTB Kassetten und 9fach (Neunfach !!!) MTB Schaltwerke.

    Viele Grüsse aus Zug vom alten Mann,
    Fritz
  • Uwe, 27.08.2019, 17:01 Uhr 27.08.2019, 17:04 Uhr auf alltagsfahrer
    Hallo Fritz!
    Für MTB-Schaltwerke an STI gibt es Adapter, die den Seileinholweg anpassen. Sehen aus wie ein kleiner Flaschenzug. Damit hast du nach oben wieder etwas Luft ;-)
    https://www.bike24.de/p1178887.html?q=tanpan Im Moment aber nicht lieferbar.
    Viele Grüße aus Tirol, Uwe
  • Vorbauexperte, 28.08.2019, 07:54 Uhr 28.08.2019, 07:56 Uhr
    Ich habe so gut es geht gemessen und der Lochkreis meines kleinen Kettenblattes ist nicht 92 mm, wie ich mehrfach im Internet gelesen habe.
    Der Abstand von zwei Schrauben ist ca. 44 mm, nach der Formel also 44x1,7=74,8.
    Also ist es wohl doch Lochkreis 74 mm, so wie lowrider geschrieben hat.
    Das ist erfreulich, weil ich ein solches Kettenblatt immerhin als Neuteil im Netz gefunden habe.
    ( https://www.bike-components.de/de/TA/Kettenblatt-Zelito-5-Arm-innen-74-mm-Lochkreis-p24491/Silber-28-Zaehne-o300755/ )

    Also ist mein Plan jetzt eher, dass ich meine Kettenblätter umrüste auf 50-39-28. Dann bleibt es bei Kapazität 39, also sollte das funktionieren.
    Oder wäre es möglich umzurüsten auf 48-39-26? Dann hätte ich schon, was ich will, nämlich eine leichte Untersetzung?
    Und dann könnte ich meine 11-28er Kassette einfach erstmal so lassen.

    Wenn ich den leichtesten Gang einlege, schrammt das Schaltröllchen schon seeehr knapp am Ritzel vorbei, es würde mich wundern,
    wenn da eine 30er Kassette passen sollte. Insofern: danke an Uwe, ich könnte es tatsächlich nur ausprobieren.
    Eine 32er kann ich sicherlich gepflegt vergessen.
  • Gast, 28.08.2019, 21:15 Uhr auf Vorbauexperte
  • lowrider, 28.08.2019, 21:21 Uhr
    48-39-26 wird gehen, sofern sich der Umwerfer ausreichend weit nach unten versetzten läßt. Ist bei Schellenbefestigung kein Thema aber manche Anlötteile sitzen dafür zu hoch. Allerdings hast du dann das was sich Halfstep-and-Granny nennt - der jeweils nächste Gang erfordert gleichzeitige Betätigung von Schaltwerk und Umwerfer. Braucht einen nicht zu stören, wenn man eh weitestgehend auf dem mittleren Blatt fährt.
  • Uwe, 28.08.2019, 23:40 Uhr auf Vorbauexperte
    Hallo!
    Du kannst auch mal im aktuellen Zustand an der B-Schraube drehen, aber dir vorher merken, wie viel und in welche Richtung du verstellst. Dann kannst du sehen, ob und wie weit sich das obere Röllchen verändert. Dazu schaltest du vorher auf das größte Ritzel.
    Die ganze Sache mit der Veränderung der Übersetzungen ist außerdem noch eine Rechenaufgabe. Wenn du nämlich bei allem Gefummel nachher deine typischen mittleren Geschwindigkeiten auf Flachstrecke genau da liegen hast, wo du vorne schalten musst, wirst du wahnsinnig, weil die mittleren Gänge nicht für dich passen. So habe ich mir vor Jahren mal eine Kassette zugelegt, die in der Mitte 16-17-18-19 hat. Gerade der 18er fehlt normalerweise und das ist genau meine mittlere Flachgeschwindigkeit, wo ich bei anderen Kassetten immer zwischen 17 und 19 den passenden Gang suche, der nicht da ist. Leider wird bei 10fach schon die Auswahl an Kassetten geringer.
    Viele Grüße, Uwe
  • Vorbauexperte, 29.08.2019, 09:52 Uhr 29.08.2019, 10:49 Uhr
    Vielen, vielen Dank nochmal für die vielen wertvollen Tipps und Anregungen, danke auch für Eure Geduld mit mir.

    Ich habe gestern tatsächlich mal an der B-Schraube am Umwerfer gedreht und festgestell: da geht noch was, eine 30er Kassette geht auf jeden Fall, eine 32er eventuell (genau wie ihr geschrieben habt, Uwe und lowrider). Und ich muss natürlich auch noch mal rechnen, damit ich meine bevorzugten Gänge im Flachen wieder finde.
    Und dann werde ich irgendwann entscheiden und vermutlich viel rumprobieren müssen.

    Aber der Winter ist ja lang und meine große Alpenerklimmung erst für nächsten Sommer geplant. ;)
  • Uwe, 29.08.2019, 10:03 Uhr auf Vorbauexperte
    Hallo!
    Ich kenne ja nicht deine Alpenerfahrungen, ob du jetzt blutiger Neuling oder alter Hase bist. Wenn du Neuling bist, musst du vielleicht nicht gerade mit den ärgsten Monstern beginnen, sondern dem Kopf etwas Zeit lassen, zu lernen, dass es manchmal stundenlang bergauf geht. Natürlich setzen sowohl die Übersetzung als auch die körperlichen Möglichkeiten an einer Steigung die Grenzen. Aber eine ganz große Rolle spielt der Kopf, der es auch wollen muss.
    Übrigens gibt es bestimmt irgendwo eine taugliche Excelvorlage, wo du deine alten Übersetzungen mit den geplanten vergleichen kannst.
    Viele Grüße, Uwe
  • artie_1970, 29.08.2019, 17:17 Uhr auf AP
    Herr Namensvetter, wir hatten ja erst kuerzlich die Diskussion ueber Heldentaten mit ebensolchen Kurbeln.

    ritzelrechner.de liefert fuer 30/28 bei 28er-Reifen und 50er-Kadenz eine Mindestgeschwindigkeit von 6.8 km/h. kreuzotter.de sagt, dass man mit den voreingestellten Fahrerdaten fuer 9 % mit 6.8 km/h mit 2 W/kg hinkommt, sollte also fuer Hobbyisten in der Tat noch machbar sein. Und du hast Recht, nur sehr wenige "grosse" Alpenpaesse haben mehr als diese Durchschnittssteigung.

    Fuer Statistik-Freaks: Auf salite.ch gab es bei meiner letzten Pruefung nur 7 nicht geschotterte "Paesse" (keine Sackgassen) mit mindestens 10 % auf mindestens 10 km Laenge:

    Passo della Forcella
    Monte Zoncolan
    Mortirolo
    Telegrafo
    Bocca di Forca
    Colle San Corlo
    Silzer Sattel

    Davon abgesehen erweitern kleinere Gaenge das Repertoire (Buitonnaz), erlauben hoehere Trittfrequenzen, die die Stilpolizisten ja fuer ganz wichtig (nur nicht am Berg) halten und fordern einen auch mental, denn man kann tatsaechlich noch bei 13 % ueberlegen, welchen Gang man jetzt einlegt, statt alles von 4 bis 10 km/h (250 % Geschwindigkeitsbereich!) mit EINEM Gang abdecken zu muessen. Ganz neues Gefuehl. (-;

    Tschoe!

    Axel
  • AP, 30.08.2019, 12:36 Uhr auf artie_1970
    Interessant, die kleine Liste. Forcella würde ich vom Hörensagen her als unfahrbar für die meisten Normalo-Rennradler (mich eingeschlossen) einschätzen. Ich war im Juni kurz in Comeglians und habe keinen Gedanken daran verschwendet, am Einstieg aufzuschlagen.

    Rein vom Gefühl her hat auch der Fauniera von Valgrana 10km mit 10% irgendwo mittendrin verteilt. Aber das ist wohl tatsächlich eher ein Gefühl.

    Von der Liste bin ich übrigens 2 mit 39 Kettenblatt gefahren, ging irgendwie auch.

    Gruß
  • artie_1970, 30.08.2019, 14:15 Uhr auf AP
    Servus Axel,

    ja, es ist ueberraschend, wie klein diese Liste ist. Der Fauniera/Morti von Pradleves hat kein entsprechendes Teilstueck, habe ich gerade mal individuell geprueft. Solche Anstiege waeren aber durchs Raster gefallen, auf Teilstuecke habe ich bei der Liste sonst nicht getestet.

    Was es viel zahlreicher gibt, sind "Rattenwege", von mir so genannt, wenn sie mindestens 10 % auf mindestens 1000 Hm haben. Natuerlich sind obige 7 in dieser Liste ebenfalls drin, aber zusaetzlich noch viele Anstiege, die die 1000 Hm auf weniger als 10 km schaffen, z. B. das Kitzbuehler Horn, die Alpe Fuori, das Nebelhorn oder Abartigkeiten wie Scanuppia oder Pozza.

    Ebenfalls immer nett die Statistik, dass saemtliche 6 Auffahrten zur Zillertaler Hoehenstrasse und 8 Auffahrten zum Monte Grappa schwerer sind als alles, was man asphaltiert in Frankreich fahren kann (Ausnahme: der Galibier, wenn man ihn denn aus der Maurienne herauf zaehlt statt von Valoire). Die Einsicht, dass die "Franzosen" meist ziemlich einfach sind, hat deshalb auch mein Laestern ueber L'Alpe d'Huez bedingt: Der Glockner ist laenger, hoeher (absolut und Hm), steiler, schoener und haerter als die ach so beruehmte Alpe.

    Tschoe!

    Axel
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Campa umrüsten auf Sram etap

  • Sprinter50, 24.07.2019, 19:59 Uhr
    Hallo Zusammen,
    ich bin im Moment am überlegen meinen Rennrad auf etap umzubauen. Leider werde ich aus den Infos die ich bis jetzt habe nicht schlau . Also mein Rennrad hat eine Campa Centaur Schaltung....also komplett Ausstattung Campa. Was benötige ich denn alles wenn ich umbauen will? Kann ich die alten Bremsen verwenden. Passt das Sram Ritzel auch auf den Campa Freilauf? Bekomme ich da jetzt 10fach ein11fach Ritzel drauf?

    Hat jemand auch Erfahrung mit der Sram etap ?

    Schon mal im Voraus Danke an euch alle !!!
  • lowrider, 24.07.2019, 21:12 Uhr
    Hallo,

    na das ergäbe aber einen massiven Umbau. Wenn der Rahmen nicht etwas ganz besonderes ist, wäre es wahrscheinlich sinnvoller einfach ein neues Rennrad zu kaufen.

    Aber im Detail:
    - getauscht werden muß: Schalt-Bremshebel, Umwerfer, Schaltwerk, Kette, Ritzelpaket
    - bleiben kann: Bremskörper, Kettenradgarnitur, Vorderrad
    - fraglich: Hinterrad

    Die aktuelle etap ist 12-fach und ich bin mir nicht sicher ob die 12-fach Campa Ritzel (die aber auf deine Nabe passen) dazu kompatibel sind. Bei 11-fach wäre das übrigens kein Thema. Für die etab Ritzel braucht du, wegen des 10'er Ritzels, ein Hinterrad mit Sram XDR Freilauf.

    Schönen Gruß, Oliver
  • Sprinter50, 24.07.2019, 22:14 Uhr
    Hallo Oliver,
    ja das ist mein Lieblingsrahmen auf mich angestimmt. Aus einer kleinen Edelschmiede in Italien aus Voll Carbon. Deshalb überlege ich wegen den Umbau.
    Soweit ich verstanden habe brauche ich am Hinterrad einen Sram XDR Freilauf. Kann man Felgen auch Umrüsten?
    Handwerklich ist das kein Problem hab ja im Winter wieder Zeit dafür. Es ging mir nur mal zu wissen welches Kit ich mir besorgen muss.
    Danke war sehr hilfreich!!!

    Schöne Grüße zurück !
  • Bergziegenmutant, 24.07.2019, 22:44 Uhr 24.07.2019, 22:45 Uhr
    Servus,
    ich bin technisch gesehen zwar ein absoluter Laie und kenn mich da nicht aus, "lowrider" Oliver ist da schon die erste Wahl für solche Fragen (und auch Profi - ich hab mein tolles Rennrad von ihm erworben); trotzdem stell ich mir folgende Frage:
    Wieso umrüsten auf Shram ?
    Gilt Campa nicht als absolut top im Rennradbereich ? Wenn das Rennrad doch sowas exclusives und von einer Edelschmiede ist, warum nicht bei Campa bleiben und evtl. dort, wenn mit der Centaur nicht mehr zufrieden, auf ein höherwertigeres Campa System wechseln ? Dies müsste doch meiner laienhafter Meinung nach rel. problemlos möglich sein.

    Grüsse aus dem Allgäu, Jürgen
  • Sprinter50, 24.07.2019, 22:59 Uhr
    Hallo Jürgen,
    doch sehr zufrieden aber irgendwie reizt die E -Schaltung. Alle die eine Sram fahren schwärmen davon. Ich habe letztens eine ausprobiert ist schon echt cool von der Schaltweise.
    Wie gesagt das war nur mal eine Info jetzt muss ich erst mal schauen was der ganze Spaß finanziell kostet.

    Grüße zurück!
  • Gast, 25.07.2019, 11:20 Uhr auf Sprinter50
    Von Campa auf Sram umrüsten = eine Todsünde.Im übertragenen Sinne verhält sich das wie dieses Fahrzeug https://www.landrover.de/vehicles/range-rover/vogue/index.html zu jenem https://www.flickr.com/photos/alanw89/2156407798 d.h. edel zu Krawall

    ;-)
  • Sprinter50, 26.07.2019, 00:34 Uhr
    Hallo,
    ja wenn man mit der neuen Technik fahren will muss man sich für eine Gruppe entscheiden. Die meisten schwören auf die SRAM eTap. Leider kostet die E- Gruppe von Campa um ein vielfaches mehr. Und wird nicht so gelobt wie die Sram. Das hat nix mit Todsünde zu tun. Aber wie ich schon gesagt habe hat mich die Technik begeistert von der Sram. Auch das einstellen geht richtig leicht .

    Grüße an alle die hier den Beitrag kommentiert haben.
  • lowrider, 26.07.2019, 06:31 Uhr
    Prinzipiell kann man den Freilaufkörper tauschen. Die Frage ist nur, welche es für diese Nabe gibt. Gerade bei etwas älteren Laufräder ist die Wahrscheinlichkeit, einen XDR Freilauf zu bekommen gering.

    Schönen Gruß Oliver
  • Gast, 26.07.2019, 11:29 Uhr 26.07.2019, 11:33 Uhr auf Sprinter50
    Na ja,das mit der "Todsünde" war natürlich nicht ernst gemeint,sondern eine nostalgische Reminiszenz an das altehrwürdige Campa vs. Shimano Gebashe ;-)
    Zur Sache : meine persönlichen Erfahrungen mit elektronischen Schaltgruppen - konkret mit einer Campa EPS,die ich 2 Jahre fuhr - sind eher durchwachsen.Irgendwie fuhr immer die "Reichweitenangst" mit - ähnlich wie bei den neumodischen E-Automobilen.Der Knackpunkt,daß ich von der Elektronik wieder abkam,waren zwei unerklärliche "über Nacht" Tiefenentladungen der Akkus mit der Folge,daß ich am Morgen im Urlaub in den Dolomiten die geplante Tour jeweils erst gar nicht antreten konnte. Und sowas kann ich persönlich gar nicht haben.
    Unabhängig davon,daß mechanische Defekte abroad ohnehin meist schnell selbst behebbar sind,während bei der Elektronik nur der hinterherfahrende Materialwagen mit Profimechaniker weiterhelfen kann.
    Letztlich ist also entscheidend,wo und wie man das "E-Bike" einzusetzen beabsichtigt.Ich bevorzuge das Autarksein.Das Leben durchdigitalisiert bis zum get no ist ohnehin schon kompliziert genug.
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Edge 1000 Favoriten / Positionen löschen

  • Reinhard, 03.07.2019, 22:51 Uhr 03.07.2019, 23:03 Uhr
    Hallo zusammen,

    ich trage vor Urlauben gern interessante GPS-Positionen in einer Google-Karte zusammen, die ich dann exportiere und in gpx umwandel, um sie auf den Garmin-Geräten vorliegen zu haben.
    Nun haben sich in meinem Edge 1000 mittlerweile ca. 100-200 Positionen angesammelt, die in der Liste aufsteigend nach Entfernung zum aktuellen Standort angezeigt werden.
    Von der jetzt neu hochgeladenen gpx werden mir allerdings, wenn ich mühsam in der Liste bis nach unten scrolle, nur die nächsten angezeigt, wobei die ferner als alle anderen bisher gespeicherten Positionen sind. Nun weiß ich nicht, ob alle Positionen im Gerät gespeichert sind und bloß nicht angezeigt werden oder ob irgendwann einfach der Speicher voll war.
    Ich kann zwar mühsam einzelne Marken löschen, aber deswegen werden trotzdem noch nicht mehr angezeigt. Ich vermute also, dass beim Import aus der gpx nicht alles geholt wurde und dass ich noch viele Marken löschen muss, bevor ich die gpx erneut hochlade.

    Weiß jemand, wie ich alle Positionen in einem Ritt löschen kann, um eine Sehnenscheidenentzündung im Daumen zu vermeiden?
    Das Löschen der Locations.fit im Ordner \Garmins\Locations bringt es leider nicht.

    Dankbare Grüße
    Reinhard

    P.S.: Im GPSmap62s geht das ganz wundervoll. Da bleibt die gpx-Datei erhalten, so dass man die Positionen gruppiert löschen kann, indem man einfach die entsprechende gpx-Datei (z.B. "Urlaub 2019.gpx") löscht. Auf dem Gerät hab ich also schon mal, was ich möchte ...
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Mantel zu straff

  • nicolas, 12.06.2019, 14:58 Uhr
    Bei meinem Rennrad sitzen die Mäntel so straff auf der leicht erhöhten Felge, dass ich nur mit größter Mühe Schläuche wechseln kann. Trotz üblichem Werkzeug kann ich den Mantel kaum von der Felge bekommen. Habt ihr dafür Tipps und Tricks?
  • Uwe, 12.06.2019, 15:40 Uhr 12.06.2019, 16:13 Uhr
    Hallo Nicolas!
    Vermutlich hast du Laufräder, die für schlauchlose Bereifung geeignet sind.
    Da haben die Felgen zunächst einen recht hohen "Rand", dahinter ein Felgenbett, wo die Decke (Mantel) ziemlich stramm und dicht sitzt und erst in der Mitte den tieferen Teil des Felgenbettes.
    Um eine Decke zu lösen, die Luft komplett ablassen (ist vermutlich schon weg...), die Decke auf einer Flanke komplett aus ihrem Bett zus Felgenmitte drücken (von Hand) und noch mal durchkneten, dann entgegen der Gewohnheit in Ventilnähe (nicht unbedingt direkt am Ventil, eher im Bereich von 10 cm daneben) vorsichtig einen Reifenheber unterjubeln und dann gerne noch einen zweiten Heber in der Nähe daneben einsetzen und dann den Kram aus der Felge hebeln.
    Der Effekt dieser Vorgehensweise ist, dass du dem recht strammen Draht / Wulst im tiefen Felgenbett in der Mitte etwas mehr Spiel verpasst, als wenn du das stramme Ding mit Gewalt versuchst auszuhebeln. Da du in Ventilnähe beginnst, nutzt du die Tiefe des Felgenbettes gegenüber des Ventils besser aus. Bei der Neumontage auch am Ventil / neben dem Ventil zuletzt einsetzen. Das Ventil auch erst zu allerletzt mit der Überwurfmutter befestigen, sofern du sie nicht gleich weglässt.
    Ich hoffe, das war etwas verständlich, sonst noch mal im Forum suchen, denn Jan, der Chef, hat es schon mal so erklärt und seitdem komme ich auch besser klar mit modernen Felgen.
    Viele Grüße, Uwe
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Stahlrahmen

  • matzemann, 28.03.2019, 16:58 Uhr
    Moinsen zusammen,
    ich bekomme gerade lange Haare bei der Suche nach einem Stahlahmen. Könnt ih mir Stahlrahmenbauerbauer eures Vertrauens nennen? Egal wo, ich bin fü jeden Tipp dankbar, ciao gunnar
  • Gast, 28.03.2019, 18:29 Uhr 28.03.2019, 18:33 Uhr
    Hier gibts die komplette Marktübersicht http://stahlrahmen-bikes.de/

    Persönlich empfehlen könnte ich Stahlrahmen von http://www.tommasini.com/prodotti/prodotti , http://www.rennstahl-bikes.de/de/ , oder non plus ultra high end premium etc etc http://cinelli.it/it/bikes-frames-2/

    Und letztlich die Klassiker der Klassiker https://www.colnago.com/de/rader/ und https://ciclicorsa.com/shop/de-rosa-nuovo-classico-2019-frameset/

    Es hängt alles davon ab,welches Budget dafür vorhanden ist. Der beste Stahlrahmenbauer bei Individualanfertigung dürfte er sein http://www.wiesmann-bikes.de/
  • Torsten, 28.03.2019, 21:24 Uhr
    Hi Gunnar,
    ein Freund von mir baut im Nebenerwerb Stahlrahmen.
    http://www.maferro.de/
    Den orangen Rahmen auf der Startseite habe ich auch und bin zufrieden.
    Schöne Grüße, Torsten
  • majortom, 29.03.2019, 09:42 Uhr
    Ich fahre ein Casati Laser. Ein Schmuckstück, dass ich jederzeit wieder kaufen würde! ;-)

    Gekauft bei Fratelli Cycle. Den Laden kann ich auch nur weiterempfehlen.
  • Gast, 29.03.2019, 12:06 Uhr auf majortom
    Tom,ich stelle eine Markenverletzung fest,ich fahre nämlich u.a. ein http://cinelli.it/en/prodotti/laser-mia-en/ . Ich schicke Dir mit separater Post eine strafbewehrte Unterlassungserklärung nebst Kostenrechnung ;-)

    Gruß G.
  • majortom, 29.03.2019, 12:14 Uhr
    Ich habe ja keine Markenrechte verletzt... das sollen die Italiener unter sich ausmachen! :-)
    Schönes Rad übrigens.
  • Gast, 29.03.2019, 15:40 Uhr auf majortom
    das italienische Markenrecht gleicht italienischen fire and forget Torpedos - man feuert etwas ab und weiß nicht wo es aufschlägt ;-)

    In der hiesigen Liste fehlt übrigens noch der Kult vom Kult http://steeldream-bikes.de/?portfolio=pogliaghi
  • lowrider, 29.03.2019, 17:57 Uhr
    Wenn du noch ein paar Randbedingungen nennen würdest, könnte man besser vorsortieren.
    Wenn es etwas moderneres sein darf, lohnt sich ein Blick auf https://co-motion-cycles.de/single. Das Co-Motion Camino fahre ich übrigens seit 2 Jahren.
  • matzemann, 31.03.2019, 22:08 Uhr
    Moinsen Jungs,
    Stoppstoppstopp, Merci vielmals für die Rückmeldungen. Dank der Vielfalt unseres kapitalistischen Wirtschaftssystems wird mir die Entscheidung auch nicht leichter gemacht ; - ) , in manchen Ansätzen war der Sozialismus einfach überzeugender.
    Jedenfalls hab ich erst einmal genug Kontakte, die ich abarbeiten werde und mich wieder melden, wenn´s nicht erfolgreich war.
    So far, grüßings
    gunnar
  • Miguell, 18.04.2019, 10:46 Uhr
    hej, kann www.norwid.de empfehlen, habe 4 verschiedene Räder.
    Gruß Martin
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Campa Chorus Umbau

  • christoph, 04.08.2018, 17:06 Uhr
    Ich fahre Campa Chorus mit 50/34 und 12/29.
    Nach einem Endoprothesenwechsel mit einer etwas "filigranen" Situation im Bereich der Pfanne, soll ich die Belastung nicht mehr auf die Spitze treiben, bin aber muskulär wieder ausreichend gut drauf, dass ich noch nicht dauerhaft auf meine teilweise ausgefallenen Lieblingsanstiege verzichten will. Deshalb suche ich nach einer Lösung, die Belastung auf der Hüftpfanne zu reduzieren. Ein 32er Ritzel geht bei meiner Schaltung mit kurzem Schaltwerk aus 2010 lt. Händler nicht. Fällt jemandem noch was Schlaues ein? Ich würde aber nur ungern auf den unübertroffenen Komfort der noch immer perfekt arbeitenden Campa verzichten....Empfehlungen, die Rattenwege sein zu lassen fruchten übrigens nicht:)
    Danke
  • Uwe, 04.08.2018, 21:33 Uhr
    Hallo Christoph!
    Ich habe von Campa keine Ahnung. Aber es wäre vielleicht eine Überlegung wert, nach einem langen / mittellangen Schaltwerk Ausschau zu halten. Und dann gibt es den Wolftooth-Adapter, mit dem es bis 36 ohne besondere Umbauten geht (aber mit der Voraussetzung, dass du ein mittellanges Schaltwerk bekommst).
    Viele Grüße, Uwe
  • lowrider, 05.08.2018, 11:55 Uhr
    Hallo Christoph,

    je nach Ausfallende schafft das kurze Campa Schaltwerk auch ein 32'er Ritzel. Sicher geht das mit dem Wolftooth RoadLink Adapter - wobei in beiden Fällen die Kapazität des Schaltwerks überschritten wird und sich nicht mehr alle Gänge schalten lassen. I.d.R. muß die Kette da für 50 - 32 zu kurz sein und ein versehentliches Schalten in diesen Gang führt dann zum Crash.
    Alternative wäre die Kettenradgarnitur gegen eine mit 46/30 Z. zu tauschen was dann auch das obige Problem garnicht erst aufkommen läßt.

    Schönen Gruß, Oliver
  • christoph, 05.08.2018, 12:49 Uhr
    Danke. Der Wechsel zu einer 46/30er Kettenblattgarnitur klingt mir sympathischer. Oliver weisst Du, ob so was von Campa existiert, bzw. ob es was kompatibles gibt?
  • lowrider, 05.08.2018, 15:39 Uhr
    Von Campa kenne ich die Abstufung bislang nicht, aber jede 10- bzw. 11-fach Kettenradgarnitur ist kompatibel und 46/30 kenne ich bislang hauptsächlich von FSA.
    Wenn der Umwerfer an einem Sockel hängt, solltest du nur vorher prüfen ob er sich noch tiefer stellen läßt.
  • Gast, 05.08.2018, 15:53 Uhr auf christoph
    Guck mal bei ihm hier http://www.radplan-delta.de/antriebe/antriebe.html#blaetter74
    Der Typ hat a. Ahnung und b. praktisch für jedes Übersetzungsproblem bei "Bergantrieben" eine Lösung.Und er ist kein Dogmatiker wie die meisten eh nur Shimano hörigen Bike Shops ("geht nicht, gibts nicht, mag ich nicht, neues Rad kaufen")

    Gruß Günter
  • christoph, 05.08.2018, 19:01 Uhr
    Danke. Den Ruf ich mal an. Klingt, als könne der mein Problem lösen.
  • artie_1970, 07.08.2018, 08:05 Uhr auf christoph
    Servus Christoph,

    falls nicht, schaust du hier:

    https://www.cyclingabout.com/wider-gear-range-road-shifters-gears-for-easier-hill-climbing/

    Der gute Günter kam aus dem Staunen gar nicht raus, was es da alles zu basteln gibt.

    Tschoe!

    Axel
  • Gast, 07.08.2018, 18:59 Uhr auf artie_1970
    Axel,das Problem ist : Die.reden.nur.englisch ;-)
    Der Typ von radplan delta spricht deutsh.Zumindest klingt es so.

    Gruß aus Südtirol auf Rentnertrip.Heute Schnalstal inkl. Pfossental und diverse hillclimbs rund um Meran und schon wieder warens 3.150 Hm.Ich hau euch in MUC das solange um die Ohren bis ihr euch unrettbar in eure Bürotischkanten verbeisst.So auch dem geschätzen Kollegen Didi aus MUC ;-)

    Frohes Schaffen vom pensionato di lusso
  • artie_1970, 07.08.2018, 21:28 Uhr auf 0
    Servus Günter,

    auf deren Seiten habe ich mich vor Jahren regelmaessig umgeschaut, als es darum ging, meinen damals noch "echten" Renner bergtauglicher zu bekommen. Seitdem ich den Randonneur habe, der schon ab Werk mit Hamsterraedern ausgestattet ist, war ich da nicht mehr. Macht immer noch einen gut durchdachten Eindruck. Allerdings widmen die Seiten sich hauptsaechlich der Kurbelfrage. Fuer den Fragesteller sind aber natuerlich diverse der Schaltwerkbasteleien von cyclingabout wegen Campa nicht passend, daher war deine Empfehlung sehr gut.

    Das Martelltal haettest du ruhig noch dranhaengen koennen, uebrigens fehlen mir noch alle drei Seitentaeler im Palmares.

    Tschoe!

    Axel
  • christoph, 08.08.2018, 13:26 Uhr
    Zunächst mal ganz vielen Dank, für die guten Tips. Das zeichnet dieses Forum weiterhin aus!!
    In der Tat gibt es viele Ansatzmöglichkeiten, das Problem anzugehen. Der Teufel steckt im Detail.
    Das Telefonat mit Radplan Delta war super. Der Mann weiß, wovon er spricht. Sein Lösungsansatz war Umrüsten an der Kurbel, was aber bedeutet, ich brauche 4-Kant Innenlager.... und weil der Umwerfer auch nur eine begrenzte Differenz packt, müsste ich das große Blatt reduzieren. Der Umwerfer am Specialized ist aber fest verschraubt und kann über einen Schiebemechanismus entweder auf Helden-oder Kompaktniveau gehoben oder gesenkt werden. Luft nach unten ist da nicht mehr viel, so dass man mit trial and error arbeiten muss. Wahrscheinlich kommt man mit dem Umwerfer nicht weit genug runter, um dann ein ,,großes" (46er) Blatt sauber schalten zu können, Ob das 4-Kant Innenlager wirklich eingepasst werden kann, müsste man ebenfalls ausprobieren. Insgesamt also ein relativ großes finanzielles Risiko, denn eine TA Kurbel und die Blätter samt Schrauben gibts auch nicht für nix.
    An der Sprachbarriere scheitert es aber nicht, der Mann ist auch für einen Südbayern deutlich zu verstehen.
    Axels Vorschlag ist grundsätzlich ebenfalls brauchbar, aber halt leider nicht für Campa. Die genannten Lösungen sind nicht kompatibel.
    Der Woolftooth kommt dem gewünschten Ergebnis sehr nahe, aber ich glaube inzwischen, eine noch bessere Lösung zu haben. Campa sagt, alle neuen Systeme seien auch für eine Chorus aus 2010 rückwärtskompatibel und die aktuelle Potenza mit mittellangem Schaltwerk kann 32 Zähne. Damit müsste ich nicht die schöne Chorus Kurbel opfern, müsste keine Abstriche bei der Endgeschwindigkeit machen und hätte außerdem den gewohnten Schaltkomfort erhalten. Und mit einem Potenza Schaltwerk kann ich sehr gut leben. Diese Lösung probiere ich jetzt mal aus und denke der Sprung von 29 auf 32 sollte spürbar Druck von der Pfanne nehmen, weil damit wesentlich weniger Wiegetritt nötig wird.
    Nochmals Danke an alle. Christoph
  • Uwe, 08.08.2018, 15:39 Uhr auf christoph
    Hallo Christoph!
    Der wechsle von 29 auf 32 macht ca. 10 % Differenz. Man sagt (habe ich irgendwo mal gelesen, kann aber keine Quelle nennen), dass man bei den langen Gängen für höhere Geschwindigkeiten ab 6 % Differenz von Gang zu Gang als Minimum anpeilen sollte und bei den Berggängen, wo nicht mehr der Luftwiderstand eine Rolle spielt, sondern der der Arbeitsaufwand mit der Steigung fast schon linear steigt, Gangwechsel von 10 - 12 % anzupeilen sind, um nicht zu große oder umgekehrt sogar fast wirkungslose Wechsel zu haben. Du gewinnst also quasi genau "einen Gang". Und falls (ist sehr wahrscheinlich) eine neue Kette benötigst, mach sie so lang wie möglich, also so, dass "klein-klein" gerade noch läuft und eine gewisse Mindestspannung bekommt. Dann hast du immer noch Luft nach oben mit dem Wolftooth und einem 36er Kranz vielleicht ohne nochmal eine neue Kette anzuschaffen. Das wär dann noch mal "ein Gang" mehr.
    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 08.08.2018, 17:35 Uhr auf artie_1970
    Ach Axel,guten Morgen;-).Das Martelltaltal bin ich Tags zuvor gefahren,diesmal in der Kombination mit dem Matschertal und der Auffahrt nach Schlinig/Watles.Waren dann auch > 3000Hm.
    Momentan muß man hier opportunistisch sein und eher Sackgassen mit jederzeitiger Rückzugmöglichkeit machen,da das Wetter zwar nicht schlecht,aber auf der labilen Seite mit Gewittern etc ist.

    Heute mal nach langer Zeit wieder das Timmelsjoch Sud in Kombi mit dem Abstecher ins Tal von Pfelders.Von dort könnte man mit dem MTB aufs Eisjöchl.Waren auch wieder 3.100Hm.Um Hm muß man sich in Südtirol nicht bemühen,die gibts von alleine.Am Timmels war die Versuchung groß,den Ötztaler durchzuziehen,aber ein alter Mann im snailtempo ;-)

    Gruß nach MUC

    Günter
  • Uwe, 08.08.2018, 19:51 Uhr auf 0
    Hallo Günter!
    Ist zwar schon wieder off topic...
    Warst du denn schon mal am Stallwieshof im Martell? Oben gibt es zur Belohnung auch Gastro, musst aber selber rauf fahren ;-) Finde ich fast schon schöner als Martelltal klassisch, nicht so bekannt und kein Giro-Ziel, aber fast verkehrsfrei. An solchen Anstiegen kann man nicht so glänzen sondern ist mit seiner Not ganz allein ;-)
    Viele Grüße, Uwe (Schnauze voll, aber Pfunds, wir kommen)
  • artie_1970, 08.08.2018, 22:22 Uhr auf christoph
    Servus Christoph,

    obwohl ich keine 35 Jahre Rennraderfahrung bieten kann: Been there, done that. An der Kurbel dreht es sich einfach einfacher als mit den ganzen Restriktionen hinten. Fuer Bastlerloesungen (bei mir nicht negativ besetzt) ist Vierkant wahrscheinlich am vielseitigsten.

    Grosses Blatt reduzieren: Eddy Merckx hatte auch nicht mehr als 36/11. Ich bin jahrelang mit 46/12 Alpenpaesse runter gefahren und habe nie etwas vermisst, dann auf 44/13 runter, da gibt es Stellen, wo es knapp wird, aber die dadurch ermoeglichten 33/30 (statt 34/27) waren mir wichtiger (und habe ich sicherlich haeufiger genutzt als 46/12 oder 46/13). Die 2-fach Umwerfer sind ja recht tolerant mit den Zaehnedifferenzen.

    Der Sprung von 29 auf 32 ist ein (knapper) zusaetzlicher Berggang (bin da ganz Uwes Meinung, rechts auf der Kassette 8 %, mittig etwa 10 %, links bis 17 % Spruenge, laesst sich physikalisch/physiologisch aus dem Leistungsbedarf begruenden). Wirst du merken, aber erspart dir nicht den Wiegetritt hoch nach Buitonnaz (bin auch auf Rattenabwegen). (-:

    Tschoe!

    Axel
  • Gast, 09.08.2018, 18:48 Uhr auf Uwe
    Nein Uwe,Stallwieshof hatte ich zwar aufm scan,wollte aber an dem Tag unbedingt noch die Vinschgauer Höhenstraße einbauen (hatte ich oben vergessen zu erwähnen),und trotz präferiertem 36er Schnitt in den Alpen hätt ich das zeitlich nicht mehr hinbekommen - mußte ja noch nach Glurns zurück.

    Hoffentlich bestraft Dich jetzt nicht das Leben mit Pfunds - im Grunde hatten wir jetzt eine 6 bis 8 wöchige Schönwetterphase,irgendwann mal .......
  • Uwe, 09.08.2018, 22:43 Uhr auf 0
    Naja, die Hitze der letzten Wochen hat mich einzig und allein nur gequält und ich war kaum in der Lage, mal Rad zu fahren. Solange kein Schnee auf den Straßen liegt oder es wie aus Kübeln schüttet, bin ich eher ein Kaltblüter. Februar war für mich in diesem Jahr recht gut, März nur deshalb nicht, weil ich eine Woche Virusgrippe hatte und nachher auch nicht sofort durchstarten konnte. Außerdem hatte es da auch streckenweise vereiste Wege. Juni war ganz schlecht und Juli auch eher schwach.
    Da ticken wir beide schon etwas verschieden...
    Viele Grüße, Uwe
  • christoph, 19.03.2019, 17:32 Uhr
    Hat ne Weile gedauert, aber jetzt habe ich Ergebnisse.
    Für Campa bis(!) Bj. 2015 gibt es einen speziellen Käfig, mit dem das bestehende (z.B. Chorus) Schaltwerk verlängert werden kann. Anstatt des Original Käfigs, der aus Alu gefertigt ist, besteht dieser Käfig aus Kunststoff. Das Teil kann man auf Anfrage bei Campa beziehen, ist aber offenbar nicht offiziell gelistet. Der Umbau ist technisch einfach, das 32-er Potenza Ritzelpaket lässt sich ohne jegliche Einschränkung im Schaltkomfort damit schalten. Lediglich die Umschlingung der Kette am großen Ritzel muss neu justiert werden. Der Käfig kostet UVP ca. 70 Euro.
    Für Campa ab 2015 funzt diese Lösung nicht, Campa bietet einen Schaltwerk "Medium" an, mit dem das 32-er zu schalten sei. Beim Bianchi Infinito kann das kurze Schaltwerk, welches offiziell bis 29 Zähne ausgelegt ist, aber einfach belassen werden. Bei diesem Rad kann der Ritzelsatz ohne jegliche weitere Veränderung auf Potenza 32 Z gewechselt werden. Überall genügend "Luft". Manchmal muss man es einfach drauf ankommen lassen und probieren.
  • Uwe, 20.03.2019, 08:24 Uhr 20.03.2019, 08:25 Uhr auf christoph
    Hallo Christoph!
    Also kann man auf gut Deutsch kurz zusammengefast sagen, dass du für recht kleines Geld erst mal einen Gang zurück geschaltet hast. Es ist eigentlich eine bodenlose Frechheit der Komponentenhersteller, dass man die Käfige der Schaltwerke nicht einzeln austauschen bzw. als Einzelteil bekommen kann. Denn letztendlich unterscheiden sich die verschiedenen Schaltwerklängen ja nur durch den Käfig. Man sollte einfach diese Teile von einen Bastler in größerer Länge nachbauen lassen und dann austauschen. Eigentlich wären es sogar nur die beiden Schenkelbleche, die man verlängert nachbauen müsste. Dadurch kann man dann größere Schaltkapazitäten fahren. Die nächste Begrenzung ist der Abstand der oberen Schaltrolle zum Ritzel, wodurch die maximal fahrbare Kassette begrenzt ist. Da käme dann der Wolftooth-Adapter zum Einsatz.
    Die ganze Umbauerei an der Kurbel finde ich nicht sehr verlockend, da man notgedrungen auf eine ältere Generation Innentlager und Achse umsteigen müsste. Es gibt schon nachvollziehbare Gründe, nicht auf Vierkant zurück zu bauen. Außerdem kostet der ganze Umbau vorne sein Geld. Da finde ich es eher nervig, dass die großen Hersteller sich beim kleinen Lochkreis so ungünstig fixiert haben. Der Trend scheint aber da allmählich wieder zu kleineren Kettenblättern zu führen, nur dummerweise manchmal nur noch als Einfachblatt vorne und 12-fach hinten mit einem kleinen 10er Ritzelchen. Der höhere Verschleiß lässt grüßen und die Kasse klingelt!
    Am Ende sind wir User die Dummen, die älter werden und nach altersgerechten Lösungen suchen müssen. Und der Hersteller / Händler kommt vor Lachen kaum in den Schlaf.
    Hat das ganze Thema etwas mit deinem damaligen furchtbaren Crash zu tun? Oder habe ich da eine ganz falsche Verknüpfung...
    Viele Grüße und allzeit gute Fahrt zu den Ratten, Uwe
  • christoph, 20.03.2019, 08:48 Uhr
    Das geniale ist, dass das Schaltauge sowohl bei Specialized, wie auch bei Bianchi ausreichend lang ist, so dass man ohne Adapter hinkommt.
    In der Tat hat der Umbau Bezug zum Crash. Nachdem die Verschraubung nicht zum Ziel führte und die erste Hüftprothese wegen Fehlsitz wieder gewechselt werden musste, war ich einfach zu lang raus. Ich soll aber möglichst nicht zuuu viel Druck auf die Pfanne bringen und da kommt das 32er ins Spiel, nachdem ich die Berge sicher nicht lassen werde. Jetzt gehts wieder recht passabel:)
  • Uwe, 20.03.2019, 11:06 Uhr auf christoph
    Ja, den Schreck habe ich noch in Erinnerung. Du hattest damals davon berichtet. Umso erfreulicher, wenn der Betroffene nachher überhaupt noch den Mut hat, wieder auf die Straße zu gehen, auch wenn es nicht ohne Einschränkung geht.
    Alles Gute, Uwe
  • masch, 20.03.2019, 15:20 Uhr auf christoph
    Hi Christoph,
    freut mich, dass du nach deinem schweren Unfall wieder aktiv bist. Du hast also tatsächlich ein künstliches Hüftgelenk bekommen. Du kannst dich vielleicht erinnern, dass mir selbst 2013 und 2014 zweimal der Oberschenkelhals gebrochen ist (einmal rechts, einmal links), dass es bei mir aber in beiden Fällen ohne Prothese wieder völlig ausgeheilt ist. Da hatte ich tatsächlich viel Glück im Unglück. Es freut mich aber umso mehr, dass du auch mit künstlichem Gelenk wieder auf dem Rad sitzt.

    Ich wünsche Dir weiterhin schöne, sturzfreie Touren.

    Grüße nach Ulm(?)
    Martin
  • christoph, 20.03.2019, 21:36 Uhr
    Servus Martin,
    gut zu hören, dass das bei Dir alles ausgeheilt ist:)
    Ich hatte neben der Oberschenkelhalsfraktur noch mehrere gebrochene Rippen und eine davon hat die Lunge angefetzt, so dass die Behandlung der Brustkorbverletzung im Vordergrund stand und die Verschraubung des Oberschenkels erst am Tag nach dem Unfall stattfinden konnte. Ich war für diese Methode grenzwertig alt und durch die verzögerte Behandlung waren meine Chancen auf Ausheilung von vorneherein reduziert. Ein Versuch war es wert. Dass dann die erste Prothese zu Hause fehlerhaft platziert wurde und gewechselt werden musste, war echter Mist. Falls bei mir jemals wieder eine Prothesen-OP ansteht, werde ich gleich in die Endo-GAP (Garmisch) gehen. Die können es wirklich.
  • masch, 21.03.2019, 08:15 Uhr auf christoph
    Lieber Christoph, da hast du ja wirklich einen langen Leidensweg hinter dir. Bei mir war es sicher nicht ganz so schlimm, aber ich kann das glaube ich trotzdem ganz gut nachempfinden, was dir passiert ist. Ich selbst hatte aber auch das Gefühl, 'psychisch gestärkt'aus der ganzen Sache raus gekommen zu sein, weil ich bemerkt habe, dass ich in meinem Inneren ein positiv denkender Mensch bin. Das hat echt geholfen.

    Also nochmals meine besten Wünsche an dich. Bist du eigentlich noch bei der einen oder anderen Quaeldich-Reise mit dabei?

    Grüße
    Martin
  • christoph, 21.03.2019, 12:04 Uhr
    Danke:)
    QD-Reise ist grad nix geplant. War letztes Jahr backpacking und denke dieses Jahr läufts wieder auf ein Rattenweg-backpacking raus. Nix für Kilometerfresser.
  • christoph, 21.03.2019, 12:04 Uhr
    Danke:)
    QD-Reise ist grad nix geplant. War letztes Jahr backpacking und denke dieses Jahr läufts wieder auf ein Rattenweg-backpacking raus. Nix für Kilometerfresser.
  • christoph, 21.03.2019, 12:04 Uhr
    Danke:)
    QD-Reise ist grad nix geplant. War letztes Jahr backpacking und denke dieses Jahr läufts wieder auf ein Rattenweg-backpacking raus. Nix für Kilometerfresser.
  • christoph, 21.03.2019, 12:04 Uhr
    Danke:)
    QD-Reise ist grad nix geplant. War letztes Jahr backpacking und denke dieses Jahr läufts wieder auf ein Rattenweg-backpacking raus. Nix für Kilometerfresser.
  • christoph, 21.03.2019, 12:04 Uhr
    Danke:)
    QD-Reise ist grad nix geplant. War letztes Jahr backpacking und denke dieses Jahr läufts wieder auf ein Rattenweg-backpacking raus. Nix für Kilometerfresser.
  • Chainekiller, 24.03.2019, 07:06 Uhr
    Hallo Christoph! Beim Stöbern bin ich hier gelandet. Zu beiden Themen kann ich Erfahrung beisteuern. Seit 2003 und 2006 fahre ich mit Ersatz Hüften (Prothesen) , links dann rechts, MTB und Rennrad ! Lass dich nicht unterkriegen. Nicht an die Ersatzteile denken, einfach alles tun wie vorher auch. Wenns passieren soll, passiert es und so es Gott will, eben nicht. Ich habe mir mein geliebtes Oldtimer Rennrad ( Shimano 600 New Ex, Bj. 1986) vorne auf dreifach umgebaut 50-42-30, Vierkant, Innenlager auf 107 mm, damit ich mit der Kettenlinie näher zum Rahmen liege. Der Umwerfer macht da auch noch mit. Hinten habe ich mir die 6 Ritzel auf 7-Fach erweitert, mittels schmälerer Distanzringe. 3mm Statt 3,5 mm. Da habe ich 14 bis 26 Zähne! So lassen sich hier in den Mittelgebirge alle Steigungen fahren 12, sogar 16% ( Ludwager Berg, fränkische Schweiz). Damit fahre ich im Mai in der Toskana bei quaäldich mit. In 1992 bin ich mit der Maschine schon mal eine Woche Toskana gefahren. Damals noch mit Original ,,Heldenblätter" 53-42 und hinten 5-Fach. Und diese schöne Erinnerungen will ich jetzt mit 72 noch einmal aufleben lassen. Ich hoffe ich konnte dich etwas ermuntern.
  • Chainekiller, 24.03.2019, 07:09 Uhr auf Chainekiller
    Nachtrag, die Teile konnte ich im Internet für wenig Geld zusammen finden
  • christoph, 24.03.2019, 09:13 Uhr
    Hallo Chainkiller. Danke für die "aufmunternden Worte":).
    Die Hüfte macht inzwischen gut mit und der Umbau der Räder die aktuell im Gebrauch sind ist auch durch. Für mich war die eigentliche Überraschung, dass bei beiden Chorus Schaltgruppen (vor und nach 2015) keinerlei Probleme auftraten, obwohl Campa das 32er Ritzel definitiv ausschließt.
    Deine Ausführungen inspirieren mich jetzt aber darüber nachzudenken, ob ich meinen Bianchi Oldtimer aus 1976 so umbauen kann, dass nicht die Originalität leidet und das Rad trotzdem wieder in den Bergeinsatz gebracht werden kann. Mal sehen. Danke.
  • Chainekiller, 24.03.2019, 17:34 Uhr
    Danke auch Dir Christoph. Bei meinem Classicer Umbau machte ich folgende Überlegung. In dieser Rennmaschine stecken so viele schöne gemeinsame Touren und Erinnerungen. Fast eine persönliche Beziehung. ?Eben jetzt, die kommenden Toskana Touren. Nach fast ca. 30 Jahren mit der gleichen Maschine. Oder auch hier in der Rhön, wenn ich wieder einmal den Kreuzberg Anstieg nieder mache. Da werden meine alten Ausfahrten oft wieder lebendig. Diese gute Stimmung macht mir Lebensfreude. Diese wäre geringer wenn ich das Gerät nur anschauen würde. Ob ich mit der Maschine irgendwann einmal einem Nachbesitzer eine Freude mache, werde ich kaum erleben. Also, für wen und warum? Trotzdem habe ich die Originale Teile aufgehoben. Also ein Rückbau wäre auch wieder möglich.
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Schalthebel kaputt?

  • kletterkünstler, 25.02.2019, 14:52 Uhr 25.02.2019, 15:46 Uhr
    Moin,

    ich habe folgendes Problem und wenig Ahnung:
    Ich musste den rechten Schaltzug wechseln nachdem dieser gerissen war. Nun kann ich vom kleinsten bis zum fünften Ritzel runterschalten, weiter nicht, auch der Schalthebel bewegt sich nicht weiter. Im Radladen sagte man mir, der Zug habe zu wenig Spannung, also nochmal nachgezogen, immer noch nichts. Müsste sich bei zu wenig Spannung nicht auch wenigstens der Hebel durchdrücken lassen, nur eben ohne dass die Kette das Ritzel wechselt?
    Könnte da doch was im Griff gebrochen sein?
    Ist ein Shimano 105 (10-fach) und nicht mal zwei Jahre alt.

    Die wenigen halbwegs "kompetenten" Läden hier (Rennräder führt niemand) ringsrum sind z. Zt. ausgelastet, unter zwei Wochen Wartezeit geht da nix. Bei dem schönen Wetter würd ich natürlich gerne mal fahren und für das erste Saisonziel in gut vier Wochen trainieren.

    Grüße
    Marcel
  • Uwe, 25.02.2019, 15:29 Uhr
    Hallo Marcel!
    Ferndiagnose ist schwierig. Aber es kann sein, dass du den Zug nicht sauber durchgefädelt hast und daher wirklich zu wenig Spannung drauf hast. Auch unten am Tretlager kann es sein, dass du den neuen Zug nicht richtig in der Führung hast.
    Viele Grüße und viel Erfolg, Uwe
  • alltagsfahrer, 25.02.2019, 17:15 Uhr
    Hallo Marcel,

    vom kleinsten Ritzel (etwa 11) bis zum grössten (etwa 27) sind es nur 22 mm am Seilzug.

    Es sind 3 Möglichkeiten:
    1)Eher unwahrscheinlich: Der Seilzug hat sich irgendwo verheddert. Typischer Kandidat ist unten am Rahmen unterhalb des Tretlagers.
    2)Auch eher unwahrscheinlich: Die Reste des alten Seilzuges wurden nicht komplett entfernt und klemmen. Erster Kandidat ist im Schalthebel.

    3)Die wahrscheinlichste Möglichkeit : Du hast beim Einstellen ganz vergessen den Schalthebel "bis zum kleinsten Ritzel" zu schalten und hast den "fünften Gang als den Zehnten festgelegt. Also Seilzug lösen, dann den kleinen Hebel so oft schalten, bis es nicht mehr geht. Im Zweifelsfall So oft, wie Du hänge hast und noch zwei mehr. Nun ist der Schalthebel auf dem Kleinsten Ritzel. Dann Seilzug wieder festklemmen und einstellen.

    Das passiert auch ab und an Velomechanikern, welche schon mehr als 30 Jahre auf dem Beruf arbeiten.

    Viele Grüsse aus Zug, Fritz
  • Uwe, 25.02.2019, 18:15 Uhr auf alltagsfahrer
    Hallo Fritz!
    Lange nichts von dir gehört / gelesen! Schön, dass man dich noch mal "trifft".
    zu 3) Dabei den Schaltzug mit der Hand stramm ziehen, damit man beim "Herunterschalten in der Luft" alle Klicks des Hebels wirklich auch spürbar mitmacht. Und wie du schon sagst, gerne noch ein paar Schaltvorgänge mehr als nötig (da kann nichts passieren). Und dann in dieser Schalthebelstellung den Schaltzug handstramm befestigen. Vorher noch die Einsteller ungefähr mittig einstellen, damit man noch Luft in beiden Richtungen hat, um die Schaltstufen sauber zu justieren. Und die Kette muss beim Herstellen der Grundeinstellung zunächst natürlich auf dem kleinsten Ritzel liegen.
    Achtung: Keineswegs die beiden kleinen Endanschlagschräubchen am Schaltwerk verstellen. Also die beiden Kreuzschlitzschrauben, wo H und L dran steht.
    Viele Grüße, Uwe
  • kletterkünstler, 26.02.2019, 09:48 Uhr
    Uwe, Fritz,

    vielen Dank euch beiden!

    An 3. lag es nicht, auch 1. und 2. nicht. Zunächst hab ich die Einstellschraube vielfach reingedreht, bis es zumindest auf das 27er ging (hab 12-30). Dann den Zug gelockert, meine Freundin hat den Zug vor dem Festschrauben mit der Hand stramm gezogen statt, wie zuvor, ich mit der Zange, und siehe da, es funktioniert, ich kann wieder bis aufs kleinste Ritzel schalten, das ich hier im Kraichgau auch benötige. Jetzt hoffe ich die Schaltung noch sauber eingestellt zu bekommen. Keine Stärke von mir.

    Einmal im Flow eröffne ich später auch gleich das nächste Thema, das mich schon länger verzweifelt, es geht um extrem laute Knackgeräusche, dafür aber ein eigener Thread.
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Mal wieder Kaufberatung

  • Möstimoto, 08.02.2019, 18:14 Uhr
    Hallo QD-Gemeinde,

    Hab mein "Arme-Wurst-Image" ein Jahr erfolgreich gepflegt und so scheint es für mich dieses Jahr einen neuen Renner zu geben. Preisklasse ca. 3.500EUR. Hab mich jetzt zunächst mit dem Händler mit dem unsere Firma bei "JobBike" kooperiert zusammengesetzt und konfiguriert. Dieser führt Simplon und Stevens. Auch wenn mein Herz sehr für Simplon schlägt wird es angesichts des Budgets wohl ziemlich sicher ein Stevens.

    Heißester Kandidat ist das Ventoux Disc. In der aktuellen Konfiguration bei 3601EUR. Folgende Fragen stellen sich mir, bei denen ich auf eure Expertise zähle.

    1. Scheibenbremsen: Ich weiß ein Glaubenskrieg. Der Verkäufer hat sie mir sehr angepriesen. Neben dem besseren Bremsverhalten war sein Kernargument, wenn man einen etwas teureren Laufradsatz bremst man ihn sich nicht kaputt. Hört sich für mich plausibel an. Wie seht ihr dieses spezielle Argument?
    Ohne Scheibenbremsen käme der Xenon-Rahmen in Frage was etwas Budget frei machen würde, gerade um evtl. etwas mehr in die Laufräder zu investieren.

    2. Carbon-Lenker
    Der Verkäufer hat mir die Fahreigenschaften und den Komfort eines Carbonlenkers angepriesen. Nach kurzer Recherche konnte ich dazu nur bedingt was finden. Gewicht ist mir an der Stelle bei den paar Gramm recht egal. Der Ritchey WCS Carbon evo curve schlägt mit 149EUR extra zu Buche und da bin ich doch etwas skeptisch. Lohnt sich das?

    3. Carbon-Sattelstütze
    Da hab ich vorher gesagt sowas brauch ich nicht. Aber natürlich "oh wunder" bringt die ja für schlappe 59EUR so viel mehr Komfort. Hier dieselbe Frage: Lohnt sich das?

    4. Laufräder
    Ich hab mir für 349EUR extra die DT Swiss PR1600 reinkonfiguriert. Taugen die was für den kleinen Euro? Bei den Laufrädern wäre ich bereit für einen spürbaren Unterschied auch etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Die Mavic Ksyrium erscheinen mir für 549EUR extra nicht wirklich besser. Und der billigste Carbon-Laufradsatz startet bei 999EUR extra (Fulcrum Racing Quattro). Da erscheint mir der DT Swiss jetzt etwas alternativlos. Wie seht ihr das?

    5. Kurbellänge
    Da hatte ich mir bis vor kurzem überhaupt keine Gedanken gemacht. Ich weiß nicht mal was ich aktuell fahre ;-) Neulich hat ein Kumpel 175mm extrem abgefeiert, der Verkäufer meinte, dass da dann schon ziemlich die Bodenfreiheit leidet. Da bin ich ratlos und würde sonst einfach 172,5mm nehmen.

    6. Übersetzung
    Aktuell fahre ich 3-fach mit kleinster Übersetzung von 30:27. Die kleinste Übersetzung würde ich gern behalten und deswegen hab ich mich mit Kompakt schon abgefunden gehabt. Jetzt kam die 52/36-Option auf den Tisch 11-32 Kassette. Da würde die kleinste Übersetzung passen, aber da sind die Sprünge dann schon recht zapfig ... Wie macht ihr das?

    Ganz liebe Grüße
    Matthias
  • Uwe, 08.02.2019, 20:30 Uhr 08.02.2019, 20:31 Uhr
    Hallo Matthias!
    Ob man mit einem Leasing über JobBike oder ähnliche Anbieter günstiger steht, streiten sich die Geister. Meine Firma bietet auch irgend so etwas an, habe mich aber nicht damit befasst, aber im Intranet / Social Media unserer Firma durchaus sehr hitzige Diskussionen zum Thema gesehen. Ich kann dir aber nicht einmal mehr sagen, welchen Anbieter unsere Firma im Portfolio hat.
    Ist auch nicht meine Preislage, die du anstrebst, da ich mit einem "Arme-Wurt-Bock" genauso treten muss ;-)
    Deine Fragen:
    1. Scheibenbremsen: Habe ich am Crosser / Gravel und bin einerseits mit dem Bremsgefühl sehr zufrieden (Shimano hydraulisch mit Stahlscheiben und organischen Belägen). Die Beläge sind aber recht schnell durch, wenn man mal bei Hitze lange bergab eiert und dauerbremst, wegen Schotter und Co. Dafür hast du aber absolut keine Nässeprobleme oder Drecksprobleme wie bei Felgenbremsen. Außer dass sie bei Nässe brüllen wie eine Autohupe (ist aber auch ein Vorteil im Straßenverkehr...).
    2. Carbonlenker: Keine Ahnung habe ich reichlich. Soll aber angeblich deutlich komfortabler sein, weil er Schwingungen und Schläge von der Fahrbahn absorbiert. So wie auch eine Carbongabel, die ja schon bei billigen Bikes Standard ist.
    3. Carbonsattelstütze: Auch keine Ahnung. Es gibt dazu Videos im Netz, die demonstrieren, wie viel eine Carbonstütze sich verwinden kann und dadurch Wie die Gabel auch Komfort bringt.
    4. Laufräder: DT Swiss ist zumindest in den unteren Preislagen völliger Schrott. Da bist du besser bei Fulcrum (ist Campa) aufgehoben. Selbst die preiswerten Räder sind sehr steif und laufen perfekt. Habe R7 (billigster Satz) inzwischen ausgemustert, weil ich sie nach über 30000 km kaputt gefahren habe. R5 laufen auf dem Straßenrennrad und sind ein Genuss. R6 DB habe ich am Crosser und finde sie auch super. Carbonräder könnte man aus meiner Sicht als Diskversion nehmen, da das Bremsenproblem nicht relevant ist, aber da habe ich keine Erfahrung.
    5. Kurbellänge: Da gibt es Diskussionen / Videos im Netz, die behaupten, dass eine kürzere Kurbel aufgrund des dadurch enstehenden größeren minimalen Hüftwinkels im oberen Totpunkt wirtschaftlicher und ergonomischer zu fahren sind. Ist plausibel, ich habe aber keine Erfahrung mit verschiedenen Längen. Habe selbst 175er bei einer Körpergröße >190 cm. Den minimalen Unterschied zwischen 172,5 und 175 wirst du nicht merken. In den genannten Diskussionen ist von größeren Unterschieden die Rede.
    6. Übersetzung: Am alten Renner habe ich Dreifach (50-39-28) und fahre diverse Kassetten bis maximal 30. Am Crosser 50-34 (ist Standard bei Compact) und ein mittellanges 105er Schaltwerk. Ab Werk hatte ich eine 11 - 32 Kassette, habe aber den Wolftooth-Adapter nachgerüstet und fahre damit auch 11 - 36, also eine geringfügige Untersetzung. 52er Blatt brauchst du nicht. Es sei denn, du bist Sprinter und fährst Rennen. Bei Enddrehzahl bringst du egal mit welchem großen Blatt sowieso keine Kraft mehr auf die Kette. Ob also 50-11 oder 52-11 ist egal. 46er als großes Blatt würde ich am Renner nicht versuchen. Die Sprünge zwischen den Gängen musst du mal mit einem entsprechenden Tool / Exceltabelle vergleichen. Bei den langen Gängen, womit du flott flach fährst, solltest du von einem zum anderen Gang 6 - 8 % Steigerung anstreben, in der Mitte ca. 8 - 10 % und bei den Berggängen 10 - 12 %. Das hängt mit den letztendlich gefahrenen Geschwindigkeiten in Relation zum Luftwiderstand zusammen. Man kann sich auch für verschiedene Einsatzzwecke mehrere Kassetten / Laufradsätze in die Ecke legen. Man macht die Kettenlänge für das größte Paket passend und kann dann die anderen Ritzel problemlos mit maximal einer kleinen Einstellungsänderung an der Schaltung tauschen.

    Um dein ganzes Konzept einmal komplett über den Haufen zu werfen, kannst du dich mal mit dem Thema befassen, ob es auch ein Gravelrahmen mit Rennradkomponenten und Scheibenbremsen tut, und du dazu mehrere ganz verschiedene Laufradsätze und Bereifungen und Kassetten holst. Du nimmst dann in einen Urlaub in die Berge nur ein Rad mit mehreren Laufradsätzen mit und hast damit ein Straßenrennrad (große Pässerundfahrt, schnelle Abfahrten), eine Universalschlampe (auf dem Stelvio noch mal eben zur Livriohütte oder so), ein MTB (ohne Federung, aber eine kernige Tour ins Val Mora oder so oder so richtig in die Kacke). Dazu könnte ich dir auch ein interessantes Video verlinken, möchte aber nicht ungefragt Werbung für einen mir nicht bekannten Laden machen, der ein solches perfektes Konzept in gehobener Preislage vorstellt.

    Viele Grüße, Uwe (der wieder zu lang herumfaselt...)
  • Möstimoto, 08.02.2019, 22:51 Uhr
    Ich hab gerade mal auf der Simplon-Seite etwas rumkonfiguriert. Fazit ist, dass wenn ich auf das Kiaro gehe (welches mir optisch richtig gut gefällt) ich preislich gar nicht so viel höher rauskomme. Dann hat sich das Thema Scheibenbremsen zwar erledigt, aber ich finde in Summe kosten die Dinger halt schon gut extra. Im Moment bin ich da etwas angefixt. Und bei der Übersetzung ist es für mich jetzt eine relativ klare Kiste. Aktuell fahre ich von 53:12 bis 30:27, dann hab ich bei Kompakt von 50:11 bis 54:30 eine ziemlich vergleichbare Range. Bei der 36/52 Kurbel brauche ich 52:11 jetzt nicht unbedingt und dafür habe ich dann bis 36:32 zwei größere Sprünge drinnen. Das wird mich eher nerven behaupte ich ...
  • Uwe, 09.02.2019, 09:29 Uhr auf Möstimoto
    Hallo Matthias!
    Die Frage der größeren Sprünge ist auch, in welchem Fahrbereich sie liegen und auch in welchem Fahrbereich der Kettenblattwechsel liegt. Wenn du z.B. mitten in deinem üblichen Geschwindigkeitsbereich ständig die Blätter wechselst, wirst du irgendwann wahnsinnig.
    Überhaupt ist auch die Frage, welcherart Streckenprofile du üblicherweise fährst. Wohnst du z.B. im Flachland oder in nur leichtem Gehügel, dann solltest du im mittleren Bereich fein abgestuft sein, also eher eine Kassette 11-28 fahren und eine 11-32 oder gar 11-36 (Achtung, das Schaltwerk muss bis 36 fahren können!) für die Alpen in die Ecke legen. Und wer nie in die Berge fährt, benötigt diesen Kram schon gar nicht. Dass jemand überhaupt 52/11 oder 53/11 benötigt, kann mir ein Hobbyfahrer nicht vorrechnen ;-) Da muss man schon recht hohe Leistungen treten, um überhaupt bei Enddrehzahl noch Zug auf der Kette zu haben. Versuch es doch mal mit einem vernünftigen Ritzelrechner.
    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 09.02.2019, 09:41 Uhr 09.02.2019, 09:46 Uhr auf Möstimoto
    Wenn Du schon zu SIMPLON neigst und mit dem Rad nicht unbedingt Rennen fahren willst,würde ich an Deiner Stelle - den Vorschlag von Uwe aufgreifend- mal das Inissio Granfondo/Crosser unter die Lupe nehmen.Quasi die eierlegende Wollmilchsau - wenn man schon soviel Geld (3.000 bis 4.000 Euro) in die Hand nimmt.
    Bei den Themen Carbonlenker/Carbonstütze/Kurbellängen würde ich kein Fass aufmachen,da ist viel Hersteller bedingtes Technik Guru mit im Spiel.Es gibt unkommode Carbonstützen ebenso wie Rennbügel und umgekehrt "flexende" korrespondierende Alu-Teile.
    Beim Thema Übersetzungen kann man eh keinen Rat geben,da das ausschließlich von den persönlichen Präferenzen und den avisierten Einsatzgebieten des Rads abhängt.Mit 3-fach vorne und einer eher eng abgestuften Kassette hinten hat man meiner Meinung nach nach wie vor am meisten "freie Fahrt ins Wochenende".

    Gruß
  • Uwe, 09.02.2019, 10:32 Uhr auf 0
    Hallo Günter!
    Auf dem schon etwas ältlichen Renner (hat > 40000 km auf der Uhr) habe ich bei 50-39-28 vorne meistens eine Juniiorkassette 13-25 (10-fach, 13,14,15,16,17,18,19,21,23,25) montiert. Das macht feinste Abstufungen und läuft im flachen und leicht welligen Revier fast wie eine "Stufenlos-Automatik", man muss nur beim Blattwechsel hinten mehrere Ritzel schalten.
    Mein Crosser / Gravel verkommt allmählich zur eierlegenden Wollmilchsau, da ein Radsatz mit 42er Fast-MTB-Reifen und ein Radsatz mit 28er Straßenreifen ausgestattet wurde. Bin aber trotzdem neulich noch mal mit dem Renner unterwegs gewesen (Crosser war frisch gereinigt und sollte nicht eingeferkelt werden). Jedenfalls würde ich trotz aller Vorbehalte gegen Scheibenbremsen, die du ja noch mehr hast als ich, wieder einen Crosser / Gravel mit hydraulischen Scheibenbremsen (mechanisch ist Unfug) nehmen, da die Radwechselei zu anderen Durchmessern und Breiten problemlos ist. Einzig der Transport auf einigen Autoträgern kann mit Steckachsen ein Thema sein.
    Soll keine Werbung sein, da ich weder den Laden kenne noch mir ein solches Rad leisten kann, aber das Konzept ist genial und überaus schlüssig: https://www.youtube.com/watch?v=gokHTe8dtv0&t=174s
    Viele Grüße, Uwe
  • lowrider, 09.02.2019, 16:32 Uhr
    Hallo Matthias,

    noch ein paar Kommentare von mir:

    1. Scheibenbremsen: Wenn du bei jedem Wetter fährst - unbedingt, als Schönwetterfahrer braucht es das nicht. Bremswirkung, Dosierbarkeit und Naßbremsverhalten ist einfach klasse aber Scheibenbremsen kosten und wiegen mehr.
    Bei reinem Schönwetterbetrieb halten auch mit Felgenbremsen die Bremsflanken sehr lange. Ansonsten, siehe oben.

    2. Carbon-Lenker
    Es gibt sowohl brettharte Carbon- als auch Alulenker. Bei Syntace z.B. ist die Aluversion "nachgiebiger" als die Carbonvariante. Im Zweifel lohnt sich das also nicht - besseres Lenkerband und 0,5 bar weniger im Reifen helfen mehr.

    3. Carbon-Sattelstütze
    Siehe oben, wobei da noch der Durchmesser dazukommt. Bei 31,6 mm federt nichts mehr bei 27,2 oder weniger kann da schon noch etwas gehen.

    4. Laufräder
    Da halte ich mich mal raus, würde aber von Mavic die Finger lassen. Bei Carbonfelge und Allwettereinsatz kame für mich nur ein Rad mit Scheibenbremsen in Frage.

    5. Kurbellänge
    Faustregel: Kurbellänge ca. 10% der Schrittlänge, im Zweifel lieber kürzer als zu lang. Schau doch einfach mal auf der Rückseite der aktuellen Kurbeln nach, dort steht zu 99% die aktuelle Länge.

    6. Übersetzung
    Der Kompakt-Standard (50/34 mit 11-28Z.) liegt doch beim kleinsten Gang garnicht so weit weg. Laß dir ein länges Schaltwerk montieren und dann kannst du bei Bedarf einfach auf 11-32Z. umrüsten.

    Schönen Gruß
    Oliver
  • Uwe, 09.02.2019, 18:49 Uhr auf lowrider
    Hallo Oliver!
    zu 6. Übersetzung: Wenn man die mittellange Shimano Ultegra 8000 nimmt, kann man sogar 34 fahren und mit dem Wolftooth-Adapter auch 36, sofern man vorne maximal 16 Zähne Differenz hat.
    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 09.02.2019, 20:12 Uhr 09.02.2019, 20:36 Uhr auf Uwe
    Also Uwe,der Typ aus dem verlinkten Fideeoo is scho a arger Gschaftlhuber.Der treibts über die Materialschlacht,Hauptsache bis auf die allerletzte Schraube alles sauteuer,den 70.000 Euro VW Bus am Ortsende von Prad geparkt und dann nur das Stilfser hoch und gleich wieder runter,womöglich mit 3-fachem Laufradsatzwechsel ;-) . Und für den Oma-Uferweg am Reschensee entlang braucht er natürlich einen extra "MTB-LR-Satz".Der kommt mit dem Bock kein 10Hm auf der Militärpiste vom Ort Reschen zur Plamort-Hochebene hoch und runter ohne Federgabel schon gleich gar nicht etc etc.Der kommt mit dem Rad in MTB-Konfiguration nicht mal bis zur Reschener Alm.
    Sorte übelster Schönschwätzer,ich kenn solche Brüder zur Genüge von meinen Malle Ausflügen.

    @Axel Artie_1970,wenn er denn mitliest : das ist doch sicher auch Dein "Lieblingstyp" ;-)
  • lowrider, 09.02.2019, 20:19 Uhr
    Hi Uwe,

    I know. Aber 34/30 würde ziemlich genau dem Ist-Zustand entsprechen und ich wollte es nicht komplizierter machen als nötig.
    Wenn wir schon dabei sind: Bei Sram geht 50/34 mit 11-36Z. problemlos, alle Gänge fahrbar und ohne Adapter wenn man ein 10-fach MTB Schaltwerk montiert. Habe vor Kurzem ein Co-Motion Speedster Tandem damit aufgebaut.

    Schönen Gruß
    Oliver
  • Uwe, 09.02.2019, 21:02 Uhr auf 0
    Hallo Günter!
    Ist schon klar, dass er sich weit außerhalb dessen bewegt, was ich für die Technik ausgeben würde. Wobei ich aber total unabhängig davon, was er meint, verkaufen zu müssen, selbst am Crosser / Gravel mit den zwei sehr unterschiedlich bestückten Radsätzen auch zwei total verschiedene Anwendungen des Rades habe. Letztes WE hatte ich mit dem Straßensatz (28er Conti Grand Prix) eine Rennradkonfiguration auf der Straße und ansonsten im Moment nach Feierabend einen Dreckfresser (bleischwere 42er Schwalbe Smart Sam Dingsda Holzräder), mit denen ich lieber neben der Straße fahre, weil sie auf Asphalt gar nicht rollen. Vermutlich kommt nur dieser Bock mit den beiden Radsätzen im Sommer mit in den Urlaub und wird in Dreckskonfig über diverse Grobpisten gescheucht. Val d'Uina muss ich noch mal machen und Val Mora würde mich in dieser Konfig mal interessieren. Döss Radont mit einem Rennrad (mit 42er Schluffen) wäre die Suizidursache aller Miet-MTB-Nomaden. Ich war ja einmal dort mit einem Miet-MTB...
    Oder Mutti kommt mit dem Linienbus auf den Stelvio und reicht mir die 42er für die Fahrt zur Livrio-Hütte ;-)
    Viele Grüße, Uwe
  • Möstimoto, 09.02.2019, 21:45 Uhr
    So alles zurück auf Los ;-) ... Ich hab mich von Anfang an nicht so richtig wohl bei dem Verkäufer gefühlt. Hab heute meinen alten Radhändler im heimatlichen Vorort angerufen, der auch Simplon führt. Stevens ist vom Tisch ich fühle es einfach nicht. Wenn ich schon so viel Asche auf den Tisch knalle, dann will ich mir jedes Mal denken "Geil, geil, geil" wenn ich das Rad sehe. Und da gebe ich lieber 283EUR mehr aus und freue mich immer wenn ich auf dem Bock sitze.

    Das Inissio ist mir bei der ersten Runde glatt durchgerutscht, das ist tatsächich eine geile Alternative. Ich werde jetzt mal beide durchkofigurieren und schauen was passiert. Funktioniert die Geschichte mit zwei Laufradsätzen bei beiden Varianten (Crosser und Renner)? Weil in erster Linie soll es schon ein Renner sein, als Crosser käme es nur mit Familie/Frau zum Einsatz mit entsprechend geringeren Anforderungen ;-)
  • Gast, 09.02.2019, 22:05 Uhr auf Möstimoto
    Guckst Du hier https://www.bike24.de/p1257935.html , nur mal ne Grobinfo.
    Im Netz (googeln) gibts jede Menge Test-/Produktvideos zum Inissio.Natürlich geht das mit den 2 LR Sätzen,das ist ja der Clou.Auf die Schnelle geschätzt geht da ein Reifen bis mindestens 42mm Breite durch,wahrscheinlich sogar mehr.
  • Möstimoto, 09.02.2019, 22:43 Uhr
    So jetzt 3 Konfigurationen durchgezogen und wahrscheinlich hat sich eine Frage gleich erledigt. Sehe ich es richtig, dass sich Rennrad und Crosser nur durch die Kurbel unterscheiden? Von der Übersetzung kommt der Crosser dann nicht in Frage, wobei ich es echt hart finde, dass der Unterschied in der Kurbel in der Größenordnung 200EUR zu Buche schlägt.

    Beim Kiaro komme ich bei 3887EUR, was noch gerade so innerhalb der Schmerzgrenze ist. Da hab ich aber dann die (angeblich) besten Alu-Laufräder von DTSwiss PR1400 DiCut Oxic. Die Geschichte mit der Oxidschicht verunsichert mich aber etwas, weil ich da in einem Test was von speziellen Bremsbelägen und hohem Verschleiß gerade bei Feuchte gelesen habe. Sowas brauch ich nicht wenn ich da schon so tief in die Tasche lange. Die ALternative wäre dann der Ksyrium Satz von dem lowrider ja abgeraten hat.
    Also Fazit: Grundsätzlich taugt mir das Rad sehr, nur mit den Laufrädern hadere ich.

    Beim Inissio lande ich bei 4133EUR was dann eigentlich außerhalb des Budgets ist. Hier könnte lediglich die Argumentation mit der Doppelnutzung ziehen. Da spielt aber aktuell dann das Thema Anhänger/Follow me mit rein. Will ich sowas wirklich an meinen 4000EUR Carbon-Renner hängen? Bei den Laufrädern bin bei den PR1600 Spline gelandet, wobei es nach der Beschreibung der PR1800 auch tun könnten. Aber eigentlich sind mir vernünftige Laufräder schon wichtig. Ich will jetzt keine sauteuren Rahmen und dann am Ende wieder wegen dem Budget mit Mavic Aksium rumkurven ... Also am es dreht sich auch hier wieder um die Laufräder.

    Wegen der Kurbel ... Mein "Lieblingsgang" ist aktuell 39:13. Das spricht dann auch sehr für kompakt, weil ich dann in der Ebene alles auf dem 50er fahren kann und da auch noch nicht die ganz üblen Sprünge in der Kassette habe.
    Die Simplon werden mit der 11-30 Kassette angeboten, was dann sehr gut passt. Alternative wäre einen Satz mit 11-25 und einen mit 11-32 aufzubauen. Würde 11-32 noch mit dem kurzen Käfig gehen? Was spricht eigentlich gegen den langen Käfig, außer das Gewicht. Der Typ im Laden gestern meinte, dass die Schaltperformance leidet wenn man einen langen Käfig hat und eine Kassette fährt für den man diesen eigentlich nicht braucht. Das erscheint mir total unlogisch, weil der Schaltung ist es doch egal welche Kassette drauf ist. Wenn ist es doch ein genereller Unterschied zwischen kurz und lang, oder?
  • lowrider, 10.02.2019, 10:14 Uhr
    Wenn das Rahmenset ausreichend Platz für Crossbereifung bietet sind die Unterschied zwischen der Rennrad- und Crosser-Variante gering. Oft nur Bereifung und Abstufung der Kettenblätter was sicher keine 200EUR wert ist.

    Bei beschichteten Bremsflanken (Exalith, Oxic, ...) mußt du bei Nässe immer mit erhöhten Belagverschleiß rechnen. Ob Spezialbeläge nötig sind? Da streiten sich die Geister. Aber diverse Beläge verursachen auf der nassen Beschichtung ohrenbetäubenden Lärm und über kurz oder lang bremst sich die Beschichtung runter.

    Für eine sinnvolle Doppelnutzung bräuchtest du 2 Laufradsätze mit angepaßter Bereifung, sonst macht man das doch zu selten. Wenn ich das richtig gesehen habe ist der PR1800 etwas flacher aber auch leichter als der PR1600. Technisch scheinen die identisch zu sein. Was spricht also gegen den PR1800?

    Was Anhänger angeht: Am Carbonrahmen und-sattelstütze kannst du so was nicht anklemmen. Eine Befestigung an Steckachse bzw. Schnellspanner geht aber problemlos.

    Die kurzen und langen Schaltwerke sind, bis auf die Länge des Kettenkäfigs, identisch. Also ist auch das Schaltverhalten identisch. Geometrieunterschiede gibt es aber zwischen Road und MTB Schaltwerken und MTB Schaltwerke arbeiten tatsächlich nur schlecht mit eng gestuften Kassetten.
  • Gast, 10.02.2019, 11:15 Uhr 10.02.2019, 11:16 Uhr
    Zurück auf Los : jetzt mach ich mal unverschämt Werbung für die von Oliver Lowrider angebotenen traumhaft schönen Volagis : ein Rahmenset kostet da derzeit unverschämt günstige 879 Euro http://www.hpv-parts.de/epages/63540537.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63540537/Categories/Volagi/Liscio Da bleibt sehr viel Spielraum für edle Komponenten,wenn man z.B. die 4.000 Euro Schwelle reißen will.Grob kalkuliert erreicht man bei vernünftiger und nicht spinöser Planung 3.000 bis maximal 3.500 Euro mit Ultegra und einem gehobenen LR-Satz.

    Das ist nicht zu toppen.Allein das Simplon Inissio Rahmenset hat bei den Versendern einen Straßenpreis von 2.300 bis 2.400 Euro.Da bleibt natürlich für die Komponenten nicht mehr viel Luft nach oben,wenn man nicht an der 4.500/5.000 Euro kratzen will.

    Jetzt hoffe ich mal.daß mich der CvD nicht rausschmeißt ;-)
  • artie_1970, 10.02.2019, 14:21 Uhr
    Servus Matthias,

    kauf dir fuer das Geld DREI Fuji Touring:

    http://www.fujibikes.com/usa/bikes/road/adventure-and-touring/touring/touring

    und montier alles ab, was den Stilpolizisten in dir stoert.

    Das ist ernst gemeint:

    1. Mit V-Bremsen an Trekkingfelgen hast du am Zoncolan soviel Standfestigkeit wie mit Rennbremsen und soviel Spielraum fuer Tuning-Breitreifen wie mit Scheiben. Oder umgekehrt: Mehr Standfestigkeit als mit (am Renner unterdimensionierten) Scheiben, mehr Spielraum als mit Rennbremsen.

    2./3. Der Komfort von Tuning-Breitreifen wie

    https://www.renehersecycles.com/shop/components/tires/700c/compass-700c-x-44-snoqualmie-pass/

    schlaegt alles, was du mit Carbon-Lenker und -Stuetzen erreichen kannst (und schneller rollen sie auch noch, wegen der geringeren Federungsverluste).

    4. Leichte Laufraeder werden notorisch ueberschaetzt, sonst wuerden die Profisprinter ja das UCI-Limit ausreizen und mit 550 mm grossen Laufraedern fahren. Du musst dich selbst leider mitbeschleunigen, nicht nur das Laufrad, welches nur wenige Promille ausmacht.

    5. Kurbellaengen werden ebenfalls notorisch ueberschaetzt.

    6. Mit 26/34 kommst auch zum Aletschgletscher

    http://www.quaeldich.de/paesse/maerjelensee/suedauffahrt-von-lax/

    hoch, mit 36/32 eher nicht.

    Tschoe!

    Axel

    P. S.: Stahlrahmen und Alustuetzen lassen natuerlich die Anhaengermontage zu.

    P. P. S.: Zum von Uwe verlinkten Video. So ein Open ist eine feine Sache, allerdings braucht er fuer den Familienschotter nur einen Laufradsatz, den er mit

    https://www.renehersecycles.com/shop/components/tires/700c/compass-700c-x-55-antelope-hill-tc/

    bestueckt. Und zum Pedalwechsel bei der Tour sei auf den mit Crocs fahrenden PBP-Finisher aus Slowenien verwiesen

    http://ultralightcycling.blogspot.com/p/equipment-reviews_12.html

    sowie auf

    https://www.rivbike.com/pages/the-shoes-ruse

    (-:
  • Gast, 10.02.2019, 15:17 Uhr auf artie_1970
    Axel , in DEM Laden https://bikedress.de/service/#open möchte ich DICH mal sehen ;-) . 4.500 Euro für den Open Gravel Rahmen,die haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun.Nur weil da der ehemalige CERVELO Gschaftler mit wurstelt.....
  • artie_1970, 10.02.2019, 15:48 Uhr
    Servus Günter,

    schon recht. Klar ist das teuer, aber zumindest die Art Fahrrad findet mein Wohlwollen und spart die Ausgaben fuer Renner, Marathonrenner, Crosser, Gravelbike und viele vermeintliche MTB-Einsatzzwecke (Reschen-Uferweg). Es gibt einfach die Nobelhobel-Klientel, die das Geld raushauen muss, um zu posen oder sich placebo-maessig schneller zu fuehlen. Denen ist ein Fuji Touring nicht vermittelbar ("zu billig, kann nix sein"). Das weniger traktorartige Surly Midnight Special ist vermutlich schon eher akzeptabel:

    https://surlybikes.com/bikes/midnight_special

    Aber soll sich ruhig jeder selbst in die Tasche luegen (wie beim Thema kleine Gaenge ja auch), statt billiger zuzuschlagen und die gesparte Kohle in gescheite Radabenteuer alternativ zur Sella-Ronda zu investieren. Daher habe ich auch ein paar elitaere Empfehlungen in petto, z. B.

    https://www.cyclingabout.com/fern-chuck-matching-gramm-bikepacking-bags/

    bzw. hier

    http://www.fern-fahrraeder.de/arbeiten/chuck/

    Dann grenzt dann schon an Bike-Porn. (-:

    Axel
  • artie_1970, 10.02.2019, 19:42 Uhr auf 0
    Servus Vinschgau-Kenner,

    von den OpenStreetMap-Daten her sehen sowohl die Reschner Alm, Rojen, Schoeneben als auch Plamord sehr machbar mit dem Randonneur aus. Denzel sagt fuer all diese Strecken maximal Schwierigkeitsgrad 3-4, das passt ins OSM-Bild. Muss ich die Anstiege etwa von meiner Planungsliste streichen?

    Tschoe!

    Axel
  • Gast, 10.02.2019, 20:35 Uhr auf artie_1970
    Axel.
    Kaufe.
    Dir.
    ein.
    MTB.
    ;-)
    Rojen und Schöneben (d.h. Skihaus Schöneben/Schöneben Mittelstation) ist asfalto.
    Ob man jetzt noch von Schöneben ebenfalls asfalto nach St. Valentin kommt,entzieht sich meiner Kenntnis.Das war jedenfalls eine wunderschöne Bergstrecke,Wollte sie letztes Jahr von St. Valentin Richtung Schöneben/Rojen befahren und landete in einer Großbaustelle.Straße war weg,da sie eine Skischneise in den Hang gefräst haben zwengs Verbindung der Skigebiete Schöneben/Haideralm.Riesensauerei.
    Nach Plamord kann man auf alter Militärpiste direkt vom Ort Reschen hochfahren.Schotter.Bins selber bisher immer nur mit MTB runter,also kann ich schwer beurteilen,ob es mit dem Randonneur bergauf geht.Wahrscheinlich ja,entsprechende Leidensfähigkeit vorausgesetzt.
    Nach Plamord kann man auch von Nauders weg über deren Skigebiet fahren,diese Pisten (Forststraßen) sind teilweise schon arg steil.Würd ich jetzt spontan mit Randonneur nicht empfehlen,das ist schon MTB-Terrain.Man kommt dann auf der Plamord-Hochebene mit den berühmten Panzersperren raus und muß (teilweise) zum verfallenen Fort rüberschieben.Dann die erwähnte Militärpiste runter.Es gäbe noch eine weitere ,jedoch verfallene Piste,die am Hang entlang eher Richtung Graun führt.Habe sie ausprobiert,bin dann aber gescheitert und wieder umgedreht.

    Zur Rescheneralm zweigt von der Asphaltstraße nach Rojen mal rechts ein Forstweg ab,der bis zur Alm geht.Mit machbaren Steigungen,also wohl mit Randonneur vertretbar.(alternativ ginge von Reschen ein sehr steiler Weg direkter zu besagtem Forstweg,hab die WanderwegsNr. grade nicht im Kopf) Nach der Rescheneralm geht der fahrbare Weg Richtung Dreiländereck noch ein Stück weiter und wird dann zu einem MTB-Trail.Es ginge zwar auch eine gute Forstsstraße (schon auf österreichischer Seite) zurück nach Nauders,diese aber belegt mit dem üblichen faschistoiden austriakischen Bike-Verbot. Da haust ein wildgewordener Alm-Öschi,der der Sage nach nicht davor zurückschreckt,seinen Riesenköter auf Biker loszulassen oder sogar zur Knarre zu greifen.Kann er wohl,da privater Almbringungsweg.

    Der Trail (erlaubt) ist mit dem Randonneur defintiv nicht mehr befahrbar.

    Was zu empfehlen ist mit dem Randonneuer ist die durchgängige Forstpiste (nie zu steil) von ca. 1km nach dem Ort Graun rechts abzweigend das Langtauferertal bis zum Talschluß Melageralm.Sehr schön wäre der one way Abstecher zur Berghütte Maseben.Zwar Schotterpiste,aber sausteil und nur für MTB geeignet.
  • Uwe, 10.02.2019, 20:35 Uhr auf artie_1970
    Hallo Axel!
    Hat zwar nichts mit der Kaufberatung zu tun, aber immerhin noch mit dem Gravel-Thema ;-)
    Reschener Alm ist easy, auch wenn ich bisher nicht mit dem Rad dort war. Könnte man mit dem "normalen" Renner machen, da die Naturpiste quasi flach ist.
    Rojen ist Asphalt. Hinten ins Rojental, wenn du das meinst, könnte man auf Naturpiste mit dem normalen Renner noch ein Stück fahren, mit dem Gravel oder du mit dem Randonneur auch noch sehr viel weiter und ist auch recht nett und einsam. Ich war da hinten nur mal zu Fuß.
    Schöneben geht vermutlich nur noch die Auffahrt von Reschen (Talstation der Seilbahn nach Schöneben) über Rojen nach Schöneben zur Bergstation. Die Strecke von St. Valentin, die nach meinem Geschmack interessanter war, ist wohl nicht mehr existent, nachdem die Raupen dort waren. Früher auch komplett Asphalt.
    Plamord / Plamort kenne ich bisher nicht, scheint aber allemal unbefestigt zu sein.

    Wenn du tiefer in diese Gegend eintauchen möchtest, mach einen neuen Thread auf und wir toben uns aus. Ich kann dir im Dreiländereck noch einige garstige Schmankerl empfehlen.

    Viele Grüße, Uwe
  • Möstimoto, 10.02.2019, 22:28 Uhr
    @Lowrider: Was ist die Konsequenz wenn die Beschichtung vom Laufrad runtergebremst ist? Ist das Ding dann hin? Die Frage ist was dann meine Alternative ist? Das Kiaro mit den Aksium Elite bestellen, mich darüber freuen, dass es dann nur gut 3.100EUR kostet, und mir dann bessere Laufräder so holen? Die Aksium Elite kann ich dann ja nicht einfach verhökern, wenn ich es übers Jobrad mache ... Sind die Ksyrium echt so schlimm? Eine echte Zwickmühle ...

    Beim Inissio ... Gegen die PR1800 spricht der Qualitätsvermutungseffekt wenn ich mehr Geld ausgebe ;-) ... Mit den PR1600 komme ich dann zumindest bei 3950EUR raus und brauche dann noch den zweiten Satz für die Crosser-Nutzung. Aber das Paket wäre dann wenigstens stimmig. Ich hab gesehen der Crosser unterscheidet sich noch vom Vorbau ... Aber da die Hauptnutzung als Renner wäre, würde ich wenn das Granfondo nehmen.

    Den Hänger befestige ich an der Achse, passt also. Das Follow-me ist noch nicht bestellt, da muss ich mal schauen wie das befestigt wird.
  • lowrider, 11.02.2019, 07:39 Uhr
    Wenn die Beschichtung runter ist, kommt das helle Alu durch aber nicht gleichmäßig sondern in Streifen, Flecken. Hin ist das nicht aber schön auch nicht. Außerdem ändert sich die Bremswirkung naß/trocken und irgendwann ist die dann wie bei blanken Alufelgen.
    Was Mavic angeht: Kenne einige Radsporthändler die diese Firma aus dem Laden verbannt haben - zuviel Ärger mit Speichenbrüchen, Freilaufdefekten und Ersatzteilbeschaffung.
  • hivibub, 11.02.2019, 07:42 Uhr auf Uwe
    Hallo Uwe,

    hat jetzt zwar nichts mit dem eigentl. Thema zu tun, aber: Kennst Du die Auffahrt zur Livrio-Hütte? Geht das noch mit dem Crosser, bzw. vielleicht sogar mit dem Rennrad? Mir schwebt schon länger mal vor mit dem Rad auf über 3000m...

    Viele Grüße,

    Matthias
  • Gast, 11.02.2019, 11:12 Uhr auf hivibub
    Unabhängig davon,daß der Uwe mit seinem Crosser da 100 pro hochkommt,kann man die Livrio Hütte als Normal-Biker wohl knicken,siehe z.B. hier

    http://www.bergstrassen.de/tour/2003dolo/index1.htm

    >>>>>>Doch das Stilfserjoch ist ja nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach oben, höhere Ziele erwarten mich! Beim Seilbahn-Parkplatz beginnt die Piste zum Ortlerhaus (3020m) und erfreut gleich mal mit einer supersteilen 200m Schiebepassage. Der Rest zum Ortlerhaus ist mit reichlich Krafteinsatz fahrbar.

    Am Ortlerhaus (3030m) beginnt die Gletscherpiste über den Ebenferner, welcher sich dank diesjährigen Themperatur-Kapriolen eher pampig als spiegelglatt zeigt. Schiebend erreiche ich das Rifugio Livrio (3168m), dem höchsten Punkt meiner diesjährigen Alpentouren. 3168m über dem Meer und 400m über dem Stilfserjoch - Ich genieße das erhabene Gefühl, so weit oben zu sein und einer der höchsten Straßenpässe der Alpen so weit unten.<<<<<<<<<<<<<<<<

    Gruß Günter
  • Möstimoto, 11.02.2019, 11:39 Uhr auf lowrider
    Da wäre jetzt die Frage ob das beim Jobrad die Vollkasko deckt, bzw. wie schlimm es sein muss, dass sie es deckt ... Echt bescheuert ... Ob man sowas im Vorfeld rausfinden kann?

    Bei dem Händler mit dem unsere Firma kooperiert würde ich wohl noch einen 300EUR Warengutschein bekommen. Den könnte ich beim Inissio in den zweiten Laufradsatz stecken, wobei ich auch noch Pedale brauche.

    Was uns zum nächsten Thema bringt: "Pedale" ... eigentlich wollte ich von SPD auf Look umsteigen, weil ich in den Eindruck habe, dass Look beim Renner schon Stand der Technik ist. Wie seht ihr das? Wenn ich das Inissio auch als Crosser nutze, werde ich um SPD nicht drum rum kommen, wenn ich nicht regelmäßiges ein zweite Paar Schuhe mitschleppen will. Gibt es auch Pedale die auf einer Seite SPD und auf der anderen Look haben?
  • Uwe, 11.02.2019, 17:17 Uhr auf hivibub
    Hallo Matthias!
    Oh, der falsche Fuß ;-)
    Nee, kenne ich nicht, habe die Vokabel nur in den Mund genommen, um etwas Schlimmes zu sagen. Vor vielen Jahren war der Weg sogar noch als mit dem Auto anfahrbar im Denzel und damals zusammen mit dem Chaberton als die höchsten AP in den Alpen genannt. Schwager hat es mit einem Golf 1 versucht und hat vor großem Publikum den Notrückzug gemacht, was dank der Ausgesetztheit und des Verfalls eine hochgefährliche Angelegenheit war.
    Mit dem Rad ist es vielleicht egal, wenn man mal ein Stück zu Fuß geht und das Gerät trägt.
    Sodele, jetzt bekommen wir den Ärger des anderen Matthias und von Günter...
    Viele Grüße, Uwe
  • Uwe, 11.02.2019, 17:34 Uhr 11.02.2019, 17:40 Uhr auf Möstimoto
    Hallo Matthias!
    Pedale: Look ist recht üblich am Rennrad, aber lauftechnisch eher schwierig. Kombiniert mit SPD wird es meiner Einschätzung nach nicht geben, da es durchaus konkurierende Hersteller sind, da Shimano auch ein eigenes Rennradpedalsystem hat. Auch da ist mir keine Kombi bekannt. Ich hatte früher mal SPD (als billigen Nachbau) am Rennrad und kam mit dem Zeug überhaupt nicht klar und bin deshalb auf Look umgestiegen. Das Rennradsystem von Shimano ist ähnlich wie Look, aber auch nicht kompatibel und auch nichts für Spaziergänger. Ich habe am Crosser / Gravel auch ganz einfach das aktuelle Looksystem und versuche unnötige Spaziergänge zu vermeiden. Look hat normalerweise bei den Standardplatten kleine Gummipömpel dran, dass man auf Fliesen oder ähnlichem Belag nicht sofort auf die Klappe kippt. Im Gelände nützt das aber gar nichts und außerdem sind die Gummis auch bald abgelatscht. Wenn man die Cleats ohne "Grip" nimmt, kann man auch solche Gummiüberziehpömpels (komisches Wort, aber ich weiß den offiziellen Verkaufsbegriff nicht) aufziehen und damit etwas unbeholfen dahinschreiten. Auch nichts für Gelände! Andererseits ist es aber auch egal, wenn man einfach einen älteren Satz Schuhe mit Lookplatten opfert und immer einen Satz Ersatzplatten mit in den Urlaub nimmt. Das Zeug geht sowieso mit der Zeit kaputt, wenn man es benutzt und nicht nur in die Vitrine stellt.
    Viele Grüße, Uwe
  • Uwe, 11.02.2019, 17:39 Uhr auf 0
    Hallo Günter!
    Lange ist es her, da hat der Wino sich auch bei QD herumgetummelt.
    Ich habe die Hütte und einen Besuch bei derselben bisher nicht auf dem Deckel stehen. Auch wenn es böse Zungen gibt, die mich für etwas bescheuert halten.
    Dann fahre ich lieber noch mal ins Val d'Uina oder zur Alp Tea oder was auch sonst im Dunstkreis deines Campingplatzes liegt. Wenn dich deinen Camper unten im Tal sehe, kann ich ja mal vorsichtig einige Steinchen fallen lassen ;-)
    Viele Grüße, Uwe
  • Gast, 11.02.2019, 18:34 Uhr auf Uwe
    Uwe,zum Ortler-Hotel sollte man fahrend noch kommen,aber defintiv nur noch mit hoch untersetztem MTB mit 2,35er Schlappen,siehe dieses Moped-Fideeoo ab ca. Minute 19 , unten laufend eingeblendet die Steigungs % Zahlen https://www.youtube.com/watch?v=AMlkH2XwjBM
    Und von dort zum Rifugio Livrio wohl nur noch mit dem Fat-Bike,siehe hier https://www.passzwang.net/de/ortlerhaus.php Ich schätze mal,die Gletscherpiste zum Livrio beginnt beim letzten Bild,wo der Koll. sein Bike in den Sulz geparkt hat.

    Wenn Du das mit dem Crosser packst,setzt die MTB-Industrie definitiv ein Kopfgeld auf Dich aus ;-)

    Salve G.
  • Uwe, 11.02.2019, 18:47 Uhr auf 0
    Äh, ist der Mopedtyp herzschwach? Komplett unsportlich? Der hat ja eine HF wie ein Rennradfahrer bei Bergauffahrt.
  • Gast, 11.02.2019, 20:52 Uhr auf Uwe
    Das war die Vorfreude auf das gastliche Hotel dort oben....
    Heute hab ich mich beim Schneeschippen vor der Haustüre mit meiner temporären Nachbarin im Tiroler Exil,einer ehemaligen Top DSV Skirennläuferin (mehrfache Olympia - und Skiweltcupgewinnerin) darüber unterhalten,die hat der Trainer immer mit den MTB`s vom Stilfserjoch zum Hotel hochgescheucht,wo sie Spätsommer /Frühherbsttrainingslager hatten.Das war für die eher Schnellkraftsportler die Hölle....
  • hivibub, 12.02.2019, 08:37 Uhr auf 0
    Au Backe, der Weg schaut zumindest für den Crosser für meinen Geschmack noch brauchbar aus, nur die Steigung... Ob die Werte wirklich so stimmen bin ich mir nicht ganz so sicher, aber über 20% ist sicherlich dabei. Dem Video nach sind es 2 wirklich steile Rampen, bei der ersten gleich nach dem Parkplatz dürfte es schwierig werden, die Zweite könnte gerade noch so gehen.

    Ich hab am Crosser 30/25, das wird nicht ganz reichen. Für eine Shimano 3x9 habe ich eine 11-30 Kasette gefunden, mit der könnte es vielleicht dann gehen. Bin mir nur unsicher, ob ich wirklich Lust habe mit dem Crosser das Stilfser Joch hochzufahren...einen MTB-Verleih gibt's da oben nicht zufällig?
  • Gast, 12.02.2019, 15:20 Uhr auf hivibub
    Leih Dir beim Baldi in Prad https://www.baldisport.it/deutsch/gesch%C3%A4ft/ ein E-Bike,mit dem kommst Du allemal hoch ;-)
    Von Shimano 9 fach gibts übrigens eine 11/36er Kassette https://www.bike24.de/1.php?content=8;product=221589;menu=1000,2,82;pgc%5B62%5D=212;orderby=2 ,wenns Dein Schaltwerk hergibt ? Mit 30 zu 36 besteht ev. ein Hoffnungsschimmer für das Ortlerhotel - einfach drücken und drücken und drücken....
  • hivibub, 13.02.2019, 07:04 Uhr
    so weit kommts noch, dann lieber gleich die Seilbahn :)

    Ich habe ein langes Schaltwerk, das könnte gehen. Bei 7km/h komme ich laut Kreuzotter auf eine Trittfrequenz von 64, fahrbar! Nen Versuch wäre es fast wert :)
  • Uwe, 13.02.2019, 15:41 Uhr auf hivibub
    7 km/h bei 20 % Steigung sind 1400 Hm / Std. Dafür muss man bei 100 kg Systemgewicht ca. 420 Watt treten.
  • artie_1970, 14.02.2019, 00:14 Uhr auf hivibub
    Eben, ois easy. Vorher Trainingslager in Fully und Bardonnecchia, um Steilrampen (Buitonnaz) und Schotterorgien (Jafferau) zu ueben. Und dann hoffen, dass du nicht aus den vom Frager in Gespraech gebrachten Kombi-SPD-Look-Pedalen musst, weil das Hinterrad durchdreht. Ich stelle mir das Einklicken sehr spassig vor. Mit Crocs ueberhitzen deine Fuesse wenigstens nicht. :-D
  • hivibub, 14.02.2019, 08:08 Uhr auf Uwe
    Ich komme "nur" auf 75Kg Systemgewicht, das wären dann ca. 300W. Das ist auch nicht wenig, sollte noch im Rahmen des möglichen liegen. Wie es dann tatsächlich kommt, weiß ich nicht, aber irgendwie hat es mich schon angefixt, es zumindest mal zu probieren.
  • Gast, 14.02.2019, 08:46 Uhr auf artie_1970
  • hivibub, 14.02.2019, 10:25 Uhr auf artie_1970
    Ne, da wird gar nix easy, so realistisch bin ich dann auch, ich werde leiden müssen und nach meiner Mami winseln bzw. fluchen, warum ichs mir angetan habe. :)

    Wenn dann außerdem mit SPD-Pedalen und MTB-Schuhe. Sollte ich ausklicken müssen, dann geht's wieder runter und wird zur Strafe nochmal probiert. Solange bis es klappt...oder den Vogel raushaut :)

  • Möstimoto, 14.02.2019, 11:32 Uhr auf Uwe
    Hab gestern gelernt, dass es vom Kiaro jetzt ganz brandneu auch eine Variante mit Scheibenbremsen gibt. Das könnte das Laufradproblem lösen, aber optisch gefällt mir die Farbe nicht ganz so gut ...

    Zum Thema Pedale: Da ist beim Crosser eher das Problem, dass ich da auch mit der ganzen Familie unterwegs bin. Und dann mit den Platte z.B. auf einem Spielplatz rumzuturenen, das macht sicher keinen Spaß. Aber da muss ich dann halt ein Paar Schuhe einpacken ...

    Im Moment bin ich aber noch komplett unentschlossen ...
  • Uwe, 14.02.2019, 15:18 Uhr 14.02.2019, 15:19 Uhr auf Möstimoto
    Hallo !
    Man kann natürlich auch SPD-MTB-Pedale nehmen und wenn man auch dazu MTB-Schuhe fahren, wo die Cleats im Profil "versteckt" sind, damit man damit gehen kann. Auf doppelsetigen SPD-Pedalen kannst du auch auf einer Seite Gummifüße einklicken und dann mit "normalen" Latschen fahren ohne Cleats. du darfst dich dann nur nicht von der gegelten und beinrasierten Stylepolizei erwischen lassen. Vielleicht passt so ein Style auch nicht mehr zum Anschaffungspreis des Rades.
    Viele Grüße, Uwe
  • Möstimoto, 14.02.2019, 16:18 Uhr auf Uwe
    Da komme ich halt eher zum Problem, dass ich eigentlich in erster Linie ein Rennrad will. Und da möchte ich jetzt für die Nutzung als Crosser nicht zu viele Kompromisse eingehen. Momentan sieht es deswegen eher nach dem normalen Kiaro aus ... Da muss ich halt nur eine Lösung für die Laufräder finden.
  • lowrider, 14.02.2019, 17:02 Uhr
    Fahre an allen Rädern Time MTB Pedale und kann beim Fahren keinen Unterschied zu Rennrad-Pedalen feststellen. Je nach Einsatzweck nehme ich dann einfach die passenden Schuhe - zivil und relativ weich oder sportlich und bretthart. Was die Stylepolizei angeht: Die kann mich mal ...
  • Gast, 14.02.2019, 18:17 Uhr auf Möstimoto
  • Möstimoto, 22.02.2019, 11:42 Uhr
    So, die Grundsatzentscheidung ist immerhin getroffen. Es wird das Kiaro mit den DTSwiss-Laufrädern mit Oxic-Beschichtung. Ich habe wegen den Problemen der Laufräder nochmal recherchiert und eine Email an DTSwiss geschickt. Falls es wirklich Probleme geben sollte scheinen die recht kulant zu sein. Also No risk no fun ;-)
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Satteltasche

  • hivibub, 08.02.2019, 06:58 Uhr 08.02.2019, 07:02 Uhr
    Hallo Zusammen,

    ich bin momentan noch auf der Suche nach einer neuen Satteltasche. Hatte bis jetzt eine von Scicon und Deuter. Nachdem ich die aktuelle Tasche nicht mehr aufbekomme - das Streusalz und Matsch hat ganze Arbeit geleistet - ist es an der Zeit, mal was vernünftiges zu kaufen. Mir wäre wichtig, dass zwei Schläuche, eine CO2-Pumpe und ein Multitool reinpassen. Außerdem sollte sie sich leicht zwischen den Fahrrädern zu wechseln sein, da war das System von Scicon schon mal nicht schlecht. Soweit noch so einfach, aber: Am allerwichtigsten wäre mir, dass der Reisverschluss besser geschützt ist, so dass sich die Taschen auch dann noch leicht öffnen lässt, selbst wenn man länger im Regen gefahren ist. Mit was habt Ihr die besten Erfahrungen gemacht?

    Viele Grüße,

    Matthias


    Edit: Wasserdicht wäre auch ne Wucht :)
  • Jan, 08.02.2019, 08:55 Uhr
    Hi Bub,
    mit kleinen Taschen kenne ich mich nicht aus, weil ich auf Reisen immer mit Rucksack unterwegs bin, beim Guiden.

    Für die Guides werden wir jetzt wohl wahlweise den Mercedes unter den großen Satteltaschen anschaffen:
    https://www.revelatedesigns.com/index.cfm/store.catalog/Seat-Bags/index.cfm/store.catalog/4

    Herzlichen Gruß, Jan
  • hivibub, 08.02.2019, 09:18 Uhr auf Jan
    Hallo Jan,

    ja, die sind eine Nummer zu groß :), machen aber einen recht soliden Eindruck. Das geht schon in die richtige Richtung. Die Taschen fürs Oberrohr schauen von der Größe besser aus, ich möchte die Tasche aber schon am Sattel haben.

    Viele Grüße, Matthias
  • Gast, 08.02.2019, 09:57 Uhr 08.02.2019, 09:58 Uhr auf hivibub
    Die Ortlieb Satteltaschen sind ganz o.k. https://www.bike24.de/1.php?content=7;menu=1000,5,75,310;mid%5B124%5D=1;pgc%5B5703%5D=5704;page=2

    V.a. hat man das Problem mit den versiffenden Reißverschlüssen nicht mehr.Und sie sind definitiv wasserdicht.Die Befestigungsaufnahmen für das 2., 3. etc Rad gibts extra !

    Gruß
  • hivibub, 08.02.2019, 10:36 Uhr auf 0
    Perfekt, danke Günter! Sowas habe ich gesucht und so eine wird es dann werden https://www.bike24.de/1.php?content=8;product=313087;menu=1000,5,75,310;mid%5B124%5D=1;pgc%5B5703%5D=5704;page=2;orderby=2 Die müsste von der Größe auch passen.


    Vielen Dank und Grüße,

    Matthias
  • Gast, 08.02.2019, 10:57 Uhr auf hivibub
  • Bergziegenmutant, 08.02.2019, 11:04 Uhr 08.02.2019, 11:05 Uhr
    Servus,
    ich hab am Tourenrad am Gepäckträger seit Jahren die absolut wasserdichten Satteltaschen von VAUDE. Top Qualität, hier hergestellt. Nicht ganz billig, aber nicht kaputt zu kriegen.
    Die Firma ist bei uns um die Ecke, deshalb auch praktisch.
    Denke, die kleineren für das Sattelrohr sind da auch gut.
    Siehe hier: https://www.vaude.com/de-DE/Produkte/Fahrradtaschen/?p=1#

    Grüsse aus dem Allgäu, Jürgen
  • hivibub, 08.02.2019, 11:06 Uhr auf 0
    Die habe ich gesehen. Finde ich klasse, dass es die einzeln gibt. Bei Scicon gab es die Halterungen damals nicht einzeln zu kaufen. Mittlerweile gibt es die bei Scicon aber auch einzelnen Halterungen...ist nur noch das Problem mit dem Reisverschluss...also Ortlieb kaufen :)
  • merida, 08.02.2019, 11:47 Uhr auf hivibub
    Ich kann die Ortliebtaschen auch nur empfehlen, hab genau das gleiche Modell am Rad.

    Schön ist übrigens auch, dass die Sattelhalterungen auch auf die größeren Modelle von Ortlieb passen, so dass man bei größerem Stauraumbedarf ohne Probleme wechseln kann
  • AP, 08.02.2019, 13:11 Uhr auf Jan
    Achtung Werbespam!!!!

    Könnte bitte mal jemand den User und seine Nachricht löschen?
  • Gast, 08.02.2019, 17:42 Uhr auf AP
    Keine Chance,der betreffende user ist vom Verbot des Insichgeschäfts analog § 181 BGB befreit ;-)
  • hivibub, 09.02.2019, 06:55 Uhr
    Danke an alle, die Entscheidung ist fix: Die Ortlieb-Tasche wirds.

    Viele Gruesse,

    Matthias
  • artie_1970, 10.02.2019, 16:57 Uhr auf Jan
    Servus Chef,

    aus dem Bekanntenkreis hoere ich, dass die wahlweise "Zuckerhuete" oder "Arschtrompeten" genannten kegelfoermigen Taschen beim Packen nicht so der Brueller sind (was kommt bloss in die Spitze) und auch vom Fahrverhalten an "Schwanz wackelt mit Hund" erinnern. Tauglich allenfalls dann, wenn man nicht ran muss, hiess es. Daher moechte ich eine Lanze fuer die hierzulande fast unbekannten Carradice-Taschen

    https://www.carradice.co.uk/bags/saddle-packs-sqr-bags/super-c-sqr-slim

    brechen. Leisten hier seit 14 Jahren beste Reisedienste auf Asphalt, wurden mehrfach auf Touren abfotografiert und diverse Male im Bekanntenkreis erfolgreich empfohlen. Fuer mehr Ruettelfestigkeit auch in ueblerem Terrain (Breithorn, Grubengletscher, Col des Gentianes etc.) kommt jetzt aber der Nachbau von

    http://www.dillpicklegear.com/store/index.php?route=product/product&path=70_63&product_id=60

    an den Randonneur. Von der Dame gibt es auch den kleinen Bruder fuers Werkzeug, auch wenn Matthias schon entschieden hat:

    http://www.dillpicklegear.com/store/index.php?route=product/category&path=76_81

    Die Dame testet ihren Kram uebrigens selbst, u. a. auf 1200er-Brevets (durch Bayern oder Paris-Brest-Paris) mit dem 44/17er-Fixie.

    Tschoe!

    Axel
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Geplante Tour als GPX speichern

  • Bikerwein, 11.01.2019, 14:31 Uhr
    Hallo,
    ich habe eine Tour im Tourenplaner zusammengestellt und wollte diese jetzt im gpx Format speichern. Wenn ich das versuche tut sich leider gar nix. Hat jemand eine Lösung für das Problem?
    Danke
  • lowrider, 11.01.2019, 17:56 Uhr
    Also bei mir geht das so:
    - Ausgabe -> Speichern als ... -> GPS Exchange format (.gpx) -> Etappe ...
    - die Dialogbox bearbeiten -> OK
    - Dateiname vergeben und Speicherort festlegen -> Sichern
  • Jan, 12.01.2019, 11:05 Uhr
    Genau so geht es, Oliver. Das Problem ist der verwirrende GPS-Menupunkt, der für etwas anderes gedacht ist.
    Die Lösung liegt unter "Ausgabe".

    Wird Zeit für eine Version 1.1, die immerhin mittlerweile angefangen wurde :)
  • Bikerwein, 12.01.2019, 15:01 Uhr
    Vielen Dank. Habe mich tatsächlich von dem GPS Menuepunkt auf eine falsche Fährte locken lassen.
    Danke nochmal. Hat jetzt geklappt.
  • Bergbert, 14.01.2019, 16:49 Uhr auf Jan
    Kriegt der Tourenplaner etwa ein Gummiband?
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Strava

  • Gast, 17.10.2018, 14:19 Uhr
    sollte man sich doch mal überlegen

    http://www.radsport-news.com/sport/sportnews_112333.htm

    und so haben sie ihn gefunden

    <<<<<<Der 44-Jährige war am Montag nicht von einer morgendlichen Trainingsausfahrt zurückgekehrt. Deshalb verständigte seine Frau die Polizei und machte sein Verschwinden außerdem auf Twitter öffentlich, was neben Mitgefühl auch aktive Mithilfe aus der Radsportszene hervorrief. Unter anderem machte sich Robert Gesink (LottoNL-Jumbo), der in der Nähe wohnt, sofort auf die Suche.

    Außerdem analysierten einige findige User in Windeseile de Jonghs Strava-Profil, auf dem die aktuelle Trainingsfahrt live aufgezeichnet war - mit abruptem Ende an einer Stelle etwa 15 Kilometer von seinem Haus entfernt.

    Mithilfe der Daten konnte die Polizei ihren Suchradius stark einschränken und fand den bewusstlosen de Jongh schließlich beim Blick aus dem Helikopter in einer Schlucht neben der Straße. Meijers bezeichnete Strava daher als den "großen Lebensretter". >>>>>>
  • AP, 18.10.2018, 12:54 Uhr
    Ist ihm wohl auf der Abfahrt vom Coll de La Ganga passiert, da gibt's eine Schlucht auf der Südseite....wahrscheinlich hat er Glück gehabt, daß die Straße so unsteil ist, hohe Geschwindigkeiten kriegt man da nicht drauf
  • Gast, 18.10.2018, 17:19 Uhr 18.10.2018, 17:34 Uhr auf AP
    ja,da wars http://www.stickybottle.com/latest-news/strava-rescue-steven-de-jongh/

    P.S- Direkt langsam war er ja nicht gerade,in 2 Stunden hatte er 39 Meilen runter,also ca. 63km.Also über 30er Schnitt.Er kann sich halt nicht mehr erinnern,wie ihm das passiert ist.Mords Schwein gehabt.
  • AP, 19.10.2018, 10:10 Uhr
    Das ist jetzt komisch, an der Stelle mit dem Kreuz kann ich mich an keine Schlucht erinnern. Das ist eher so eine wellige Ebene um Bisbal herum, bevor der Wald anfängt und die Straße leicht zum Ganga ansteigt....eine Schlucht gibt's erst hinter der Paßhöhe, zum Meer runter

  • Gast, 19.10.2018, 21:21 Uhr auf AP
    Am Ende war alles nur ein fake : der gute Mann wollte sich von seiner Alten absetzen und hat dabei dummerweise vergessen,Strava zu deaktivieren....als er das bemerkte,verrieß er den Lenker ,versteuerte sich und ab gings in die Schlucht...das mit den Holländerinnen ist so eine Sache,ich spreche da aus Erfahrung ;-)
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Reifen für Aspahlt und Schotter

  • Schwarzwald_Kletterer, 18.07.2018, 15:18 Uhr
    Hallo zusammen,

    ich muss mich jetzt mal outen. Trotz Internetrecherche bin ich wohl zu blöd einen passenden Reifen zu kaufen. Ich bin sonst eigentlich nur mit dem Rennrad unterwegs, will dieses Jahr aber mit dem Crossbike (Stevens X8) in die Alpen. Geplant sind Colle del Finestre, Mont Jafferau, Colle de Sommeiler, Col du Grondan, Col de Granon und Col du Parpaillon. Da ist ja immer auch sehr viel Asphalt dabei und hoffentlich nur wenig grober Schotter. Felgen hab ich die Mavic A319 (700 mm für angeblich bis zu 50mm Reifen).

    Ich suche natürlich die eierlegende Wollmichsau, sprich rollt gut auf Asphalt, hat Gripp auf Schotter und ist einigermaßen pannensicher. Vor allem aber: Passt auf meine Felge! Da das Ganze aber erstmal nur für den Urlaub gedacht ist, muss das jetzt nicht die 100% Lösung sein, die es ja eh nicht gibt. Wie gesagt, er muss passen und für das was ich vorhabe nicht völlig unbrauchbar sein.

    Hat da jemand nen Tipp für mich.
    Danke und Grüße
    Alex
  • Uwe, 18.07.2018, 16:53 Uhr 18.07.2018, 16:55 Uhr
    Hallo Alex!
    Ich kenne bisher keinen der von dir geplanten Pässe und kann daher auch nichts zum Straßenzustand sagen.
    Die mindestens benötigten Reifen sind abhängig von der maximal über längere Strecke zu befahrenen Steigung und deiner verfügbaren Übersetzung. Bis ca. 12 % auf einigermaßen festem Naturstraßenmaterial würde ich bei überschaubarer Streckenlänge auf Naturpiste kein großes Theater machen und ganz einfach normale Straßenreifen fahren. Da du ja schon sagst, dass du mit dem Crosser fahren willst, kannst du allemal etwas breitere Schlappen als am Renner nutzen. Ich habe seit letztem Winter einen Crosser und fahre original ab Werk einen Schwalbe X-One-Dingsbums, ca. so etwas: https://www.rosebikes.de/schwalbe-x-one-evo-cross-daek-hs-467-foldedaek-870795 Neuerdings gibt es noch einen zweiten Radsatz mit 28er Conti Grand Prix https://www.rosebikes.de/continental-grand-prix-rennradreifen-drahtreifen-314147?product_shape=schw%2Fschw.&article_size=700x28C
    Mit den Schwalben hatte ich sehr bald den ersten Plattfuß. Sie sind für maximal 4,8 bar vorgesehen und machen auf Asphalt nicht nur einen ohrenbetäubenden Radau, sondern rollen auch so toll wie Traktorenreifen. Grip ist allerdings ordentlich und auch das Rollverhalten auf Naturbelag ist angenehm. Da sie einen "viereckigen" Querschnitt haben, fühlen sie sich auf Asphalt in Kurven furchtbar an, da man dann auf der Profilkante umher eiert. Mit den Schwalben bin ich gefühlt viel langsamer und schwerfälliger auf Asphalt unterwegs.
    Die Contis rollen auf unebenem Asphalt hervoragend. Sie sind bis 8 bar vorgesehen und ich fahre sie im Moment mit 7 bar. Empfohlen sind 5,5 bar. Sie haben allerdings kein verwertbares Profil und was sie im Dreck taugen, kann ich nicht sagen. Alp Astras in Graubünden (gibt es hier bei QD als Beschreibung von mir) bin ich damals problemlos mir den 23er Conti Grand Prix gefahren. Rauf und langsam runter.
    Alternativ gibt es auch Crossreifen, die eine Mittellauffläche für Asphalt haben, damit sie dort besser rollen. Ich habe aber keine Erfahrung damit. Vielleicht hilft es dir weiter, wenn du darauf achtest, dass für den Reifen ein möglichst hoher Maximaldruck angegeben ist, denn dann kannst du sie im Dreck etwas ablassen und hast mehr Grip und auf Asphalt erhöhst du den Druck und rollst besser. Meine Erfahrung ist ohnehin: je höher der Druck, desto weniger Pannenanfälligkeit, da du nicht jedes kleine Steinchen aufsammelst und in den Reifen einarbeitest.
    Viele Grüße, Uwe
  • lowrider, 18.07.2018, 21:12 Uhr
    Hallo Alex,

    die sportlichen Cross Reifen haben alle keinen besonders guten Pannenschutz - sind ja eigentlich für Rennen auf mehr oder weniger weichem Untergrund ausgelegt.
    Eine Möglichkeit wären Treking Reifen wie z.B. Conti Top Contact bzw. Schwalbe Marathon / Marathon GT / Marathon GT Tour. Wobei der klassische Marathon zwar sehr robust aber sicher kein Leichtläufer ist.
    Die Schwalbe Gravel Reifen X-one speed oder einer der G-one würden auch gut passen. Den besten Pannenschutz hat dabei die MicroSkin Variante.

    Schönen Gruß, Oliver
  • Schwarzwald_Kletterer, 19.07.2018, 11:54 Uhr
    Vielen Dank euch zwei.

    Denke ich nehm den X one speed. Würde es Sinn machen hinten die teure Evolution Variante zu fahren und vorne die normale, oder sollte man sich für eine entscheiden.
    Werde hier dann mal berichten wie es war, sollte es mit dem Urlaub wirklich klappen

    Grüße
    Alex
  • lowrider, 19.07.2018, 12:19 Uhr
    Hallo Alex,

    die Evolution Variante hat die feinere (bessere) Karkasse, läuft also etwas geschmeidiger und der Pannenschutz ist höher. Am Rad würde ich die nicht mischen sondern mich für eine Version entscheiden.

    Schönen Gruß,
    Oliver
  • artie_1970, 22.07.2018, 20:48 Uhr
    Servus Alex,

    Jafferau ging mit 37ern, am Sommeiller musste ich auf etwa 2650 m Seehoehe aufgeben. Das war 2015 und meine erste Saison mit dem Randonneur, heutzutage weiss ich besser, was mit dem Ding geht und wuerde ziemlich sicher weiterfahren. Meine Umkehr damals war auch wetterbedingt.

    > Colle del Finestre, Mont Jafferau, Colle de Sommeiler, Col du Grondan, Col de Granon und Col du Parpaillon. Da ist ja immer auch sehr viel Asphalt dabei

    Geht so. Der halbe Finestre, 8 km vom Jafferau, 6 km vom Sommeiller, der ganze Granon.

    > hoffentlich nur wenig grober Schotter.

    Geht so. Der Sommeiller wird weiter oben (jenseits der 2650 m) angeblich nicht besser.

    > Felgen hab ich die Mavic A319 (700 mm für angeblich bis zu 50mm Reifen).
    > eierlegende Wollmichsau, sprich rollt gut auf Asphalt, hat Gripp auf Schotter und ist einigermaßen pannensicher. Vor allem aber: Passt auf meine Felge!

    Die Felge ist unkritisch, das ist eine klassische Trekking-Felge (19er-Maulweite), da darfst du laut ETRTO sogar 62er draufpacken. Vorsichtige Gemueter wagen nur Faktor 2 zur Maulweite, also 38er-Reifen, aber das ist eher fuer Weltumradler relevant (Langlebigkeit der Felgenflanken und Laengsrisse am Mantel). Auf Schotter kannst du bequem mit Slicks fahren, siehe

    https://janheine.wordpress.com/2017/01/30/why-we-dont-make-gravel-tires/

    Meine Wallis-Schotterorgien vom letzten Jahr

    http://www.quaeldich.de/forum/reise-und-paesse/suche/schoene-steile-schweizer-schotter-sackgassen/?ID=180426#ul-180426

    bin ich mit diesem hier

    https://www.compasscycle.com/shop/components/tires/700c/compass-700cx38-barlow-pass/

    als Hinterreifen gefahren, und der hat die Tortur voellig unbeeindruckt pannenfrei ueberlebt. Vorne war ein Top Contact 2 37-622 (immer noch), hinten fahre ich jetzt den Marathon Supreme 42-622 (real leider nur 38 mm) nachdem der Barlow Pass hinten leider nur 3500 Laufleistu